Acoustic Turn – Sehen und Hören in der philosophischen Debatte

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Created at 29. Apr. 2017

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by dorftv

Gast im Hörstadt-Gespräch ist Univ.Prof. Dr. Thomas Macho, Kunstuniversität Linz, Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK)

Oft ist davon zu hören, das Auge sei der vorherrschende Sinn des Menschen seit dem 20. Jhdt. Wie steht es damit in der Philosophie? Lässt sich sagen, dass die philosophische Debatte dem Visuellen eine Vorrangstellung für die Erkenntnis eingeräumt hat? Wie lässt sich erklären, warum das Visuelle heute mehr Bedeutung erlangt hat als das Auditive? Anhand welcher Sinne gewinnen die Philosophen eine Idee vom Erkennen? Und welchen Sinnen mißtrauen sie dabei am meisten (Wittgenstein, Bachelard)?

Kann man aufgrund der steigenden Omnipräsenz akustischer Phänomene (Internetradio, Audio Streaming, Handy, speziell designte Autogeräusche, Lautsprecherstimmen, Dolby-Surround-Technik, Markt der Hörbücher, v.a.m.) bereits von einem „acoustic turn“ sprechen? Obgleich sich dieser "turn" medienpraktisch und künstlerisch längst vollzogen hat, wurde er wissenschaftlich noch nicht hinreichend aufgearbeitet. Was sollen wir uns unter dem „acoustic turn“ (Ulrich Sonnemann) in der Philosophie vorstellen? Oder was ist davon zu halten, dass sich angeblich die Ästhetische Theorie von der bildenden Kunst in die Musik verlagert (Iona Gaikis)?

Wir diskutieren mit Univ.Prof. Dr. Thomas Macho diese und zahlreiche andere Fragen zum Verhältnis von visuellem und auditiven Denken.

Das Gespräch führen Margit Knipp und Peter Androsch

Live gesendet am 3. Mai 2017

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