Hörstadt-Gespräch: Auf der Suche nach dem guten Ton - Schulraumakustik und Hörschulung

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Created at 19. Oct. 2015

by dorftv

Gäste:
Michaela Lauth und Erich Gusenbauer, Gehörlosenschule Linz
Mag. Sonja Brachtl, Lärmforschung in Kindergärten

GastgeberInnen: Margit Knipp & Peter Androsch

Die Sprache ist das zentrale Lerninstrument in der Schule. Umso mehr wundert man sich, dass der Sprachverständlichkeit in Schulräumen so wenig Beachtung geschenkt wird. “Raumakustik als dritter Pädagoge” wird im staatlichen Schulbau kaum beachtet. Ausnahmen sind Gehörlosenschulen und Reform-Schulen wie die Montessori- Schulen oder die Steiner-Schulen, die aufgrund ihres pädagogischen Ansatzes auch der Raumakustik einen höheren Stellenwert einräumen. Schüleraktives Lernen in Gruppen erzeugt mehr Lärm als lehrerzentrierter Frontalunterricht. Gute Raumakusitk mit kurzen Nachhallzeiten und hoher Sprachverständlichkeit sind für den Einsatz neuer Lernformen sehr wichtig. Die Reformpädagogik unterscheidet sich nicht nur in der Lernform sondern auch durch Sensibilisierung für das Hören durch gezielte Hörschulung. Stille ist ein Raum für Muße, in dem Empfindsamkeit und Achtsamkeit als innere Disziplin aufgebaut werden. Kreatives Lernen braucht die Stille!

In unserem Hörstadt Gespräch mit zwei LehrerInnen der Gehörlosenschule Linz gehen wir den Fragen nach, welchen Stellenwert pädagogische Konzepte dem Hören beimessen und welche Lösungen der Schulbau dem zentralen Phänomen der Sprachverständlichkeit des Unterrichts anbietet.

Die Situation in den Kindergärten unterscheidet sich nicht wesentlich von der schlechten Akustik in den Schulräumen. Sonja Brachtl schildert ihre Ergebnisse der Lärmforschung in den Kindergärten.

Sendung im dorf tv. Studio, 14. Oktober 2015

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