Staatstragend oder scharfe Töne – worauf setzt die FPÖ in der politischen Auseinandersetzung?

Pic

Created at 8. Jan. 2021

3734 Ansichten
by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Andreas Rabl (FPÖ-Bürgermeister in Wels) und Stefanie Hofmann (FPÖ-Bezirksgruppe Rohrbach) zu Gast.

Live gesendet am Dienstag, 9. Februar 2021, 17.30 – 18.30 Uhr

Der Stachel im Fleisch LXXXIV

Knittelfeld, Ibiza, Spesenaffären - noch selten wurde eine Partei nach Unstimmigkeiten, Brüchen und Skandalen so oft totgesagt wie die FPÖ in den vergangenen Jahrzehnten. Aktuell zeigen die aktuellen Umfragewerte wieder einmal nach unten. Bei der Wien-Wahl 2020 haben die Freiheitlichen immerhin mehr als zwei Drittel der Zustimmung von 2015 eingebüßt, und auch für die oberösterreichische Landtagswahl im September 2021 werden Verluste vorausgesagt. Seit dem keinesfalls ehrenvollen Abgang von Heinz-Christian Strache ringt die FPÖ um eine neue Linie. Bereits 2019 wurde dafür ein parteiinterner Erneuerungsprozess in Gang gesetzt, der in den eigenen Reihen allerdings nicht unwidersprochen bleibt. Als neuer Parteichef hat Norbert Hofer jedenfalls die Losung ausgegeben, dass die FPÖ als zuverlässige und staatstragende Partei wieder zu alter Stärke finden soll. Ihm steht jedoch der wortgewaltige Herbert Kickl gegenüber, der als Klubobmann im Parlament mit scharfen Tönen in Erscheinung tritt. Damit verringern sich die Aussichten auf einen raschen Wiedereintritt in eine Bundesregierung, dennoch aber wird ihm dafür vielerorts applaudiert.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, welche Erfahrungen die FPÖ im Spannungsfeld von Protest und Regierungsverantwortung machen musste, was Funktionärinnen und Funktionäre an der Basis von der Parteispitze erwarten und welcher Politikstil ihnen für die kommenden Wahlauseinandersetzungen am vielversprechendsten erscheint.

Share & Embed
Embed this Video

Link to this Video