Pressefreiheit auf dem Prüfstand - wie verhält sich Journalismus in Krieg und Krise?

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Created at 7. May. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Fritz Hausjell (Präsident Reporter ohne Grenzen) und Maynat Kurbanova (Journalistin, Autorin) zu Gast.

Live gesendet am Donnerstag, 30. Juni 2022, 19.00 – 20.00 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXXV

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt Medien vor die Herausforderung, wie über den blutigen Konflikt an der Ostgrenze der Europäischen Union zu berichten ist. Die Pressefreiheit ist dafür die wohl wichtigste Voraussetzung, um unabhängige und differenzierte Sichtweisen zu ermöglichen. Auf der Rangliste der internationalen Organisation "Reporter ohne Grenzen (RSF)" ist Österreich zuletzt auf Platz 31 abgerutscht. Umso spannender also, vor diesem Hintergrund die kritische Aufmerksamkeit auf die journalistische Praxis zu lenken. Denn auch hier überwiegt der Eindruck, dass der Krieg eher wie ein sportlicher Wettkampf betrachtet wird, bei dem die gegnerischen Parteien wechselweise die Nase vorne haben. Das unterstreicht die Bedeutung eines qualitativen Journalismus, der nicht die Schwarz-Weiß-Logik der Konflikte übernimmt und diese – bewusst oder unbewusst – weiter anheizt.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen daher u.a. Fragen, welche Verantwortung Journalismus in Kriegs- und Krisensituationen übernimmt, wie Pressefreiheit und der anwaltliche Journalismus für Gewaltminderung und Friedensförderung zusammenhängen und wie diese Anforderungen allenfalls in der Ausbildung berücksichtigt werden können.

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