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Abseits von Sektenwahn und rechter Militanz – wie begegnet die Zivilgesellschaft den Coronaprotesten?

von Martin Wassermair / am 04.01.2022

Bei Martin Wassermair sind Christian Kreil (Journalist, Stiftung Gurutest) und Monika Mokre (Politikwissenschafterin, Akademie der Wissenschaften) zu Gast.

Live-Sendung am Dienstag, 18. Jänner 2022, 17.30 – 18.30 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXIV

Seit dem Andauern der Covid-19-Pandemie wächst auch der Unmut gegenüber Politik, Wissenschaft und Medien. Tausende gehen Woche für Woche auf die Straßen, um ihre Zornproteste öffentlich zu machen und entsprechend große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch diese Demonstrationen unterscheiden sich von vielen anderen davor. Das liegt nicht zuletzt an deren Heterogenität, die eine erstaunliche Allianz von neuer germanischer Scharlatanerie und Klangschalen-Fanatismus mit aggressiven Aushängeschildern der Staatsverweigerung bis hin zum rechtsextremen Terrorpotential aufweist. Die österreichische Verfassung erklärt die Versammlungsfreiheit für unantastbar, somit ist der Gefährdung durch die steigende Gewaltbereitschaft nur schwer Einhalt zu gebieten. Vor diesem Hintergrund erstaunt umso mehr, dass sich insbesondere die kritische Zivilgesellschaft, die sich oftmals gegen Menschenrechtsverletzungen und Sozialabbau lautstark zu Wort meldet, auffallend ruhig verhält. Jedenfalls steht zu befürchten, dass die Stille von Lichtermeeren auf längere Sicht keine Abkehr von Sektenwahn und rechter Militanz erwirken wird.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen daher u.a. Fragen, wie die Zusammensetzung der Coronaproteste zu erklären ist, wo zwischen Individuellen Rechtsansprüchen und dem allgemeinen Interesse die Konfliktzonen liegen und wie sich die Zivilgesellschaft angesichts der beunruhigenden Entwicklungen verhalten soll.

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