Ikonografien des öffentlichen Raums - was vermitteln Denkmäler und Straßennamen?

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Created at 25. May. 2021

by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Sabine Fellner (Kunsthistorikerin, Kuratorin und Autorin) und Eduard Freudmann (Künstler und Lehrender an der Akademie der bildenden Künste Wien) zu Gast.

Live gesendet am Freitag, 28. Mai 2021, 14.00 – 15.00 Uhr

Gerade in Zeiten des Anstiegs antisemitischer, rassistischer, illiberaler und antidemokratischer Tendenzen gewinnt die Auseinandersetzung um die Einschreibungen und Deutungen des öffentlichen Raums zunehmend an Bedeutung. Damit geht auch im urbanen Kontext die wichtige Debatte einher, welche Geschichten unreflektiert im Stadtbild sichtbar sind, welcher Personen über Generationen hinweg gedacht wird und welche Perspektiven und Erzählungen ausgeblendet bleiben.

Vor diesem Hintergrund unternahm auch das Kunstprojekt FEMALE* UPGRADE am 29. Mai 2021 den Versuch, für die Glaubackerstraße in Linz-Urfahr eine Umbenennung in Agathe-Doposcheg-Schwabenau-Straße anzuregen. Franz Glaubacker war als Künstler begeisterer Nationalsozialist und erzielte vor allem duch seine Hitler-Portraits auf Postkarten große Bekanntheit. Agathe Schwabenau-Doposcheg wiederum zählt zu den mittlerweile fast vergessenen Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts, obwohl sie an der Gründung der ersten Malschule für Frauen beteiligt war und in der Linzer Kunstszene wichtige Impulse setzte.

Noch vor dem Festakt der symbolisch-künstlerischen Umbenennung für einen Tag erörterte die TV-Diskussion zentrale Überlegungen und Strategien im Umgang mit Straßennamen und Denkmälern als Ikonografien des öffentlichen Raums.

Nähere Informationen zum Projekt FEMALE* UPGRADE:

https://www.agathe-doposcheg-schwabenau-strasse.net/

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