50+ auf dem Abstellgleis? – Ende der Aktion 20.000

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Created at 23. May. 2019

by Johannes

Was ist eigentlich das Problem der 50+ am Arbeitsmarkt? Und was ist an der Aktion 20.000 verkehrt- denn Türkis/Blau hat diese kurz nach ihrem Amtsantritt abgedreht? Darüber diskutiert Sigrid Ecker mit Alois Stöger, Ex-Sozialminister SPÖ, Eva Schweinschwaller, AMS OÖ und Erhard Prugger, WKOÖ.
Seit geraumer Zeit hat sich die Arbeitsmarktsituation so entwickelt, dass es im Besonderen für ältere Arbeitnehmer*innen schwierig ist, aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder eine Anstellung zu finden. „Ältere“- damit sind Menschen ab fünfzig gemeint, die besonders nach längerer Arbeitslosigkeit kaum mehr eine Chance auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt haben. Daran änderte auch die seit Ende 2016 wieder sinkende Arbeitslosigkeit in Österreich nichts. Warum kommt dieser Konjunkturaufschwung nicht bei allen Menschen an? Was sind die Hintergründe für diese Entwicklung?

Im Jahr 2016 gab es insgesamt rund 50.000 solcher langzeitbeschäftigungslosen Menschen. Mit der Ende Juni 2017 beschlossenen Aktion 20.000 tat sich die Chance auf, zumindest einem Teil davon wieder eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten. 20.000 geförderte Arbeitsplätze bei Gemeinden, gemeinnützigen Organisationen und den Sozialen Unternehmen wurden geschaffen. Der Bund hat die Lohn- und Lohnnebenkosten bis zu 100 Prozent für maximal zwei Jahre übernommen.

Ende Juni 2019 läuft die Aktion 20.000 für die Pilotregionen aus. Warum hat die türkis-schwarz/blaue Bundesregierung dieses Projekt gestoppt? Was ergaben die Evaluierungen? Worin liegen mögliche Schwachstellen dieser arbeitsmarktpolitischen Maßnahme?

Darüber diskutieren im FROzine, wie auch über die Frage, wie es jetzt weitergehen kann und was die momentane chaotische innenpolitische Situation Österreichs für diese Menschen bedeuten wird:

Alois Stöger, Nationalrat SPÖ und Ex-Sozialminister, der die Aktion 20.000 ins Leben rief,
Eva Schweinschwaller, AMS OÖ und
Erhard Prugger, WKOÖ

Moderation: Sigrid Ecker
Kamera / Schnitt: Johannes Mayerbrugger

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