Widerstand im Zeitenlauf – wie verändern sich Kämpfe gegen Unrecht und Totalitarismus?

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Created at 18. Jul. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Jo Schmeiser (Filmemacherin) und Karin Schneider (Leiterin Kunstvermittlung Museen der Stadt Linz) zu Gast.

Live gesendet am Mittwoch, 3. August 2022, 17.30 – 18.30 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXXVII

Wo Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht - dieses Zitat wird gemeinhin Bertold Brecht zugeschrieben und hat an Aktualität nichts eingebüßt. Stand der große deutsche Literat zu seiner Zeit noch unter dem Eindruck des beispiellosen Terrorregimes des Nationalsozialismus, so haben sich die Kontexte im Laufe der Jahrzehnte verändert. Das Recht auf Widerstand und Veränderung, wenn Unrecht herrscht, entspricht unverändert der Kernidee des modernen Staates. Die Gestaltung des demokratischen Gemeinwesens ist aber immer auch mit totalitären Realitäten konfrontiert, die strukturell genauso zum Tragen kommen wie auch im gesellschaftlichen Alltag. Rassismen, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Erfahrungen, die oft eine Vielzahl widerständiger Aktionsformen zur Folge haben.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, welche Schlussfolgerungen aus dem historischen Widerstand gegen die NS-Herrschaft zu ziehen sind, wie Protest und Auflehnung unter der Voraussetzung digitaler Medien öffentlich wirksam werden und was aktuelle Kämpfe gegen Unrecht und Totalitarismus tatsächlich zur Politisierung beitragen.

Mehr Informationen zum Film:

Widerstandsmomente

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