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Die Wolke im Netz

von FISCHERFILM / am 18.10.2012
Tags Linz

Atemraubende technische Effekte, ein spektakuläres Zusammenspiel menschlicher und robotischer Protagonisten, tausende Leuchtbuchstaben und die kunstvoll illuminierte Architektur der Stadt selbst und wundervolle Klangwelten bilden die Ingredienzien dieser Klangwolke, die von der Vernetzung unserer Welt erzählt.

Martina Sochor begleitet vier Protagonisten durch die Vorbereitungen der Klangwolke: Martin Honzik – Festivalleiter der Ars Electronica und Regisseur der “Wolke im Netz”, Alfred und Kathi Hollinetz – zwei, die mit ihren selbst gebauten Leuchtbuchstaben an der Aufführung partizipieren und Marco Palewicz – Künstler, Musiker und federführend bei der musikalischen Einbindung der “Klangwolkenminiaturen”.

Wie sehr ist die Klangwolke 2012 Event, wie sehr war sie Prozess?

Den Anfang dieser Geschichte markieren die Entdeckung der Elektrizität und der darauffolgende Siegeszug des künstlichen Lichts. Die Geschichte geht weiter mit der Erfindung der Telegrafie und Telefonie, von Film und Fernsehen und den ersten erfolgreichen Versuchen digitale Botschaften von A nach B zu übertragen.

Die Geschichte der Vernetzung unserer Welt wird dabei in acht Episoden erzählt, die Musik dazu stammt ausschließlich aus Soundlibraries im Internet. In Form von tausenden selbstgebastelten Leuchtbuchstaben wird auch ein maßgeblicher Teil der Inszenierung nicht von einer damit beauftragten Künstlerpersönlichkeit, sondern vom Publikum beigesteuert. „Die Wolke im Netz“ präsentiert sich als ein kollaboratives Projekt, das die Ursprungsidee der 1979 ins Leben gerufenen Linzer Klangwolke aufgreift und ins Jahr 2012 übersetzt, ins „Jahr 5 nach dem iPhone“ und „Jahr 8 nach Facebook“.

Es ist die Rede vom World Wide Web und von der digitalen Revolution, von Social Media und der mobilen Kommunikation. Die Linzer Klangwolke erzählt davon, wie sich die Grenzen zwischen Realität und Virtualität, zwischen Mensch und Maschine zunehmend aufgelöst und neue Technologien so gut wie jeden unserer Lebensbereiche, ja sogar unsere Körper, durchdrungen haben.

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