Krieg gegen die Ukraine – wie gefährlich ist die russische Aggression für den Frieden in Europa?

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Created at 23. Feb. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Susanne Scholl (Journalistin, ehem. ORF-Auslandskorrespondentin) und Walter Baier (Transform! Europe) zu Gast.

Live gesendet am Donnerstag, 3. März 2022, 18.00 – 19.00 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXVII

Mit seinem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat Russlands Präsident Wladimir Putin den bislang größten Krieg auf europäischem Boden seit 1945 entfesselt. Der Aggressionsakt gegen die staatliche Souveränität der ehemaligen sowjetischen Teilrepublik wird bereits als Epochenbruch in der Weltpolitik angesehen – mit weitreichenden Folgen für die Sicherheits- und Friedensordnung in Europa. Putins Angriff, darin stimmt die politische und mediale Betroffenheit weltweit überein, gilt nicht nur der Ukraine. Er zielt auf ein seit drei Jahrzehnten einigermaßen stabiles Wertefundament ab, das der europäischen Gemeinschaft doch weitgehend Demokratie und Menschenrechte beschert hat. Zugleich waren zahlreiche EU-Mitglieder immer auch gut im Geschäft mit dem despotischen Russland, da wurden dann etwa auch bei der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim oder bei immer wieder kehrenden Cyber-Attacken auf die demokratischen Systeme des Westens keine wirksamen Konsequenzen gezogen. Dementsprechend groß ist aktuell die Ratlosigkeit – nur so viel scheint schon jetzt klar zu sein, dass die Lehren aus dem Blutvergießen in der Ukraine vor allem auch eine radikale Abkehr von den profitgetriebenen Beziehungen und der Abhängigkeit in der Versorgung mit russischem Öl und Gas erfordern werden.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, worin die Ursachen für den Krieg gegen die Ukraine zu suchen sind, mit welcher Bedrohung in weiterer Folge für Europa zu rechnen ist und wie Demokratie und Zivilgesellschaft in den Konfliktregionen gestärkt werden können.

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