Goldgräberstimmung im Land!

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Created at 18. May. 2022

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by architektenfreund

Es ist kein Geheimnis, dass die mangelnde Kapitalverzinsung und die volatilen Finanzmärkte die Flucht ins „Betongold“ antreiben. So sehen sich auch die Gemeinden und das Land Oberösterreich mit einer Flut von Wünschen für Baulandneu­widmungen und an Bauprojekten „auf der grünen Wiese“ konfrontiert, die in vielen Fällen einer Verschleuderung von landwirtschaftlichem Boden, der weiteren Verschandelung der Orts­ und Landschaftsbilder und dem wissentlichen Verbauen von Zukunftschancen nachfolgender Generationen gleichzuhalten sind. Der jüngste, in der Öffentlichkeit viel diskutierte Anlassfall in Ohlsdorf, wo 18 ha Wald für unbe­stimmte Betriebszwecke gerodet wurden, ist nur ein beson­ders dreistes Beispiel in einer aus Sicht der Raumplanung schier unerschöpflichen Zahl an Fehlentwicklungen. Es stellen sich daher zwei zentrale Fragen: WARUM der gepflogene lockere Umgang mit dem unverbauten Boden keineswegs mehr „enkeltauglich“ ist und WIE, das heißt mittels welcher Strategie und welchen Maßnahmen dem Ansturm auf dieses unvermehrbare Naturgut in Hinkunft besser Stand gehalten werden kann. (Gerlind Weber )

Gerlind Weber beschäftigt sich seit über vier Jahrzehnten all­ gemein mit Fragen raumrelevanter Entwicklungen im länd­lichen Raum, also in Landgemeinden und Kleinstädten, und besonders wie der Boden besser vor außer agrarischen Umnutzungen geschützt werden kann. Die Oberöster­reicherin leitete bis zu ihrer Pensionierung 2012 als Univer­sitätsprofessorin für Raumforschung und Raumplanung das Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).

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