Spottbilder der Verhältnisse - wie weit dürfen Karikaturen gehen?

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Created at 6. Nov. 2020

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Milan Ilic (Karikaturist) und Alexander Warzilek (Geschäftsführer Österreichischer Presserat) zu Gast.

Live gesendet am Montag, 16. November 2020, 13.00 – 14.00 Uhr

Der Stachel im Fleisch LXXVII

Mitte des Jahres 2019 sorgte die namhafte "New York Times" mit ihrer Entscheidung für großes Aufsehen, politische Karikaturen von einem Tag auf den anderen aus der Zeitung zu verbannen. Der Auslöser kam aus dem eigenen Hause - und zwar mit einer Zeichnung in der internationalen Ausgabe, die in ihrer Bildsprache eindeutig antisemitische Elemente enthielt. Dieser Schritt kennzeichnete einen weiteren Höhepunkt in der schier unendlichen Diskussion über Funktion, künstlerische Freiheit und Grenzziehungen im Hinblick auf spöttische Abbildungen der jeweils herrschenden Verhältnisse. Die daraus sehr häufig entstehenden Konflikte erweisen sich bis heute als emotional stark aufgeladene Prüfsteine einer offenen und liberalen Gesellschaft - und führen immer wieder zu Hassreaktionen, Gewalt und strafrechtlichen Verurteilungen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, worin bei Karikaturen die Bedeutung für die kritische Meinungsbildung im digitalen Zeitalter liegt, wie sich das Wechselspiel von Toleranz und Zensur im Laufe der Zeit verändert hat und welche Schlussfolgerungen aus der Kritik an den oftmals rassistischen und sexistischen Stilmitteln der gezeichneten Vereinfachung zu ziehen sind.

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Danke fürs rasche Hochladen.

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