Am 11. Sep. 2016 | 13:30 Uhr

Ars Electronica 2016 - SYMPOSIUM III: Art and science at work

Created at 10. Sep. 2016

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by dorftv

Das European Digital Art and Science Network will wissenschaftliche Aspekte und Ideen mit den Ansätzen der digitalen Kunst verknüpfen. Interdisziplinarität, interkultureller Austausch und die Erschließung neuer Zielgruppen zählen dabei zu den erklärten Zielen. Ebenfalls im Fokus steht die Rolle der Kunst als Katalysator für gesellschaftliche Neuerungsprozesse: Indem sie Bilder und Geschichten rund um die Chancen und Risiken technologischer bzw. wissenschaftlicher Entwicklungen schaffen, haben KünstlerInnen maßgeblichen Anteil daran, auf welche Weise unsere Gesellschaft mit diesen Innovationen umgeht.

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13:30 – 15:10 SESSION 3: EXPLORING NEW FRONTIERS

Das Konzept des Labors hat sich als Symbol für den experimentellen Charakter der Medienkunst und als Bezeichnung für Infrastruktur und Know-how durchgesetzt. Seitdem das MIT Media Lab im Jahr 1985 oder auch das Art+Com Studio in Berlin (1988) gegründet wurde, entstand das “Labor” als Synonym für Begegnung und Austausch zwischen Kunst und Kreativität auf der einen und Technik und Wissenschaft auf der anderen Seite. In den 1990er-Jahren breitete sich diese Idee auf Universitäten und F&E-Abteilungen aus. Von KünstlerInnen geführte Labors wie x-space in Graz (1990) und das Ars Electronica Futurelab (1995) waren unter diesen Early Adopters.

Heutzutage ist “Lab” ein modischer aber auch inflationärer Begriff, der in fast jedem Kontext, der experimentell sein will, aufgegriffen wird. So gibt es Fashion Labs, Food Labs, Beauty Labs und Inspiration Labs. Und im Zeitalter der allgegenwärtigen Technologie gibt es Pop-up-Labors in Küchen, Wohnzimmern und Garagen aller Art. Die TeilnehmerInnen des dritten Symposienteils widmen sich der Zukunft des Konzepts “Labor” in Wissenschaft, Kunst und deren interdisziplinären Schnittmengen.

Ghalia Elsrakbi (NL/SY) und Haytham Nawar (EG) sprechen über Kunst als Brückenschlag zwischen Publikum und Fachleuten, während Mohamed Hossam (EG) und Omar El-Safty (EG) über ihre Erfahrungen mit der Maker-Community in Ägypten berichten. Christian Rauch (DE) spricht über die Herausforderung, ein Festival so zu kuratieren, dass es zu einem offenen Treffpunkt für Wissenschaft und Öffentlichkeit wird. In ähnlicher Weise gehen Ali Panahi (IR) und Ehsan Rasoulof (IR) auf die Entstehung von Kooperationen zwischen künstlerischen und wissenschaftlichen Strömungen in Teheran ein. Danach diskutieren Oscar Ekponimo (NG) und Elizabeth Kasujja (UG) über Digital Communities. Valentino Catricalà (IT) wird einen Einblick in das Innovationspotential von Bildung innerhalb der Medienkunst geben, während Michela Magas (UK/SE/HR ) und Mariano Sardón (AR) über das Labor als Museumsraum sprechen.

Programm
13:30-13:40 Ghalia Elsrakbi (NL/SY) & Haytham Nawar (EG), Cairotronica: : Bridging of Audiences and Professionals through Art
13:40-13:50 Mohamed Hossam (EG) & Omar El-Safty (EG), Fablab Egypt: The Rise of the Maker Community in Egypt
13:50-14:00 Christian Rauch (DE), Berlin State Festival: Festival curation; creating an open meeting ground for science and the public
14:00-14:10 Ali Panahi (IR) & Ehsan Rasoulof (IR), TADAEX: Collaborations between artistic & scientific streams in Tehran
14:10-14:20 Q & A
14:20-14:30 Oscar Ekponimo (NG), Chowberry & Elizabeth Kasujja (UG), InstaHealth: Digital Communities: translating body sound to language and the transformative power of mobile phones on the health sector
14:30-14:40 Valentino Catricalà (IT) BNL Media Art Festival: Innovating Media Art through education
14:40-14:50 Michela Magas (UK/SE/HR), Stromatolite / Music Tech Fest: The Transdisciplinary Laboratory
14:50-15:00 Mariano Sardón (AR), Museo de la Universidad Nacional de Tres de Febrero: Laboratory – Museum Space: an effective interaction place for Artists and Scientists
15:00-15:10 Q & A

Moderation: Washio Kazuhiko (JP)

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15:30-16:30 SESSION 4: DISCUSSING THE FUTURE OF THE LABS

Das Labor als akademische Forschungseinheit, als unabhängiges Experimentierfeld, als Innovationsmotor. Das Labor als Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft, als Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft, als Hacker-Space, als Festival. An welch unterschiedlichen Plätzen kreative Forschung und Entwicklung passiert, haben nicht zuletzt die vorangegangenen Präsentation klargemacht. Aufbauend darauf widmet sich die international besetzte ExpertInnenrunde nun der Frage, wie das Labor der Zukunft aussehen kann, wo es überall zu finden sein wird und welche Rahmenbedingungen für zukunftsorientierte Forschung und Entwicklung notwendig sind.

Programm
15:30-16:00 Panellists: Hiroshi Ishii (US/JP), Horst Hörtner (AT), Ivan Poupyrev (RU/US), Susan Street (AU) & Kathleen McCarthy (US
16:00-16:30 Q&A
Moderation: Yamina Aouina (DZ/DE)
This event is realised in the framework of the European Digital Art and Science Network and co-funded by the Creative Europe program of the European Union.

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So 11.9.2016, 10:00-16:30, POSTCITY, Conference Hall
POSTCITY
http://www.aec.at/radicalatoms/de/symposium3/

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