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Musicians and Machines / Ars Electronica 2011 / fhSPACEtv

von dorftv / am 06.09.2011

Musicians and Machines / Ars Electronica 2011 / fhSPACEtv

Impression von der langen Konzertnacht im Rahmen von Origin, dem Festival der Ars Electronica 2011. 4. September 2011

Auch die neunte Auflage der Langen Konzertnacht führt zurück zu den Ursprüngen der elektronischen Musik - und nach vorn in die von den PionierInnen der Gegenwart geschaffenen neuen musikalischen Räume. Heptapiano ist eine Installation und Komposition von Winfried Ritsch (AT) für sieben robotisch gespielte Klaviere, die zentral über Ethernet angesteuert werden. Auch Peter Ablinger (AT) stellt zwei von Ritschs Selbstspielklavieren in den Dienst seiner sehr persönlichen Arbeit Portrait meiner Eltern. Das dabei auf die beiden Flügel übertragene Klangmaterial basiert auf einer Aufnahme der Stimmen von Ablingers Eltern beim täglichen Rosenkranzgebet. Unter der Leitung des argentinischen Dirigenten und Komponisten Dante Anzolini -- dessen Principio Passionis betitelte Reverenz an seine musikalische Wurzeln Teil des Programms ist -- spielt das Bruckner Orchester Linz Kompositionen großer musikalischer Neuerer wie Edgar Varèse (1883--1965), Friedrich Cerha (geboren 1926) und des amerikanisch-armenischen Komponisten Alan Hovhaness (1911--2000). Alessandro Bavari (IT) ist Preisträger des Prix Ars Electronica 2011 und präsentiert seine prämiierte Arbeit Metachaos. Das japanische Open Reel Ensemble funktioniert in seiner sehens- und hörenswerten Performance analoge Rekorder vom Aufnahmegerät zu Klang erzeugenden Instrumenten um und spielt auf (bzw. mit) ausrangierten Magnettonbandmaschinen. Nicolas Bernier (CA) und Martin Messier (CA) stellen in ihrem Maschinenhaus -- La chambre des machines (Prix Ars Electronica 2011, Honorary Mention, Digital Musics & Sound Art) -- ihre mechanisch-elektronische Interpretation der vom italienischen Futuristen Luigi Russolo erdachten Lärmmaschine intonarumoris in Dienst. Zur Musik bietet die Lange Konzertnacht wieder einmalige Visualisierungen: Rainer Kohlberger (AT) gestaltet die Visualisierung zur Arcana von Edgar Varèse; Sebastian Neitsch (DE), Refik Anadol (TR), Woeishi Lean (AT) und Efe Mert Kaya (TR) jene zu Friedrich Cerha; LIA (AT) interpretiert Dante Anzolini optisch; und Daito Manabe (JP) visualisiert gemeinsam mit Motoi Ishibashi (JP) und Satoru Higa (JP) die Komposition von Alan Hovhaness.

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