Am 30. Sep. 2023 | 18:00 Uhr

Greatest Hitz - Folge 3

Created at 28. Sep. 2023

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by dorf

Gespräche mit Aussicht

Eine neue Video-Serie suchte den heißesten Balkon der Stadt.

"Früher war es nicht so heiß auf dem Balkon meiner Mutter. Heute hat es über 50 Grad!", sagt Kira Schinko, die sich ein Temperatur-Messgerät angeschafft hat, weil sie es nicht glauben wollte. "Meine Mutter ist bei dieser Hitze in ihrer Wohnung eingesperrt. Von unten heizt die 55.000m2 große Betonfläche des Jahrmarktgeländes herauf. Kühlende stadtbauliche Maßnahmen sind nicht in Sicht. Für meine Mutter heißt das konkret, dass sie ihren Balkon an heißen Tagen nicht mehr nutzen kann" Um dem ernsten Thema mit Linzer Schmäh zu begegnen, hat sich Kira Schinko mit DORFTV zusammengetan.

Lustig, entspannt und schweißtreibend. Kira Schinko suchte Gesprächspartnerinnen und -partner aus allen Vierteln von Linz; besonders aus dem Süden, um nachzusehen ob es dort noch heißer ist als im Norden der Stadt.

Wer auf seinem Balkon also über 50 Grad maß, konnte sich bewerben. In den Video-Gesprächen soll es nicht nur um die Hitze gehen. "Mich interessiert die Lebensrealität der Menschen, die in Linz leben. Was wünschen sich die Leute von ihrem Balkon und ihrer Stadt? Welche Aussicht haben sie?", so Schinko.

 

Hintergrund

Der Balkon ist eine Errungenschaft der Menschheit. Das Freisitzen in Frischluft trägt seit Jahrhunderten auch zur Entspannung der Nützenden bei. Vom fiktiven Urlaubsland Balkonien bis zum Stauraum gibt es eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten dieser begehrten Freiflächen. Doch eignen sich diese Flächen noch bei Rekordhitzen? Und können sie zur Kühlung beitragen?

„Balkone können qualitative Erweiterungen des Wohnraums sein. Sie können aber auch Orte der Kommunikation zwischen Hausbewohner:innen und Fußgänger:innen sein und so zur Lebendigkeit des Stadtraumes beitragen. Wenn sie jedoch unbenutzbar werden, wie zum Beispiel durch Überhitzung, verbleiben karge, verdörrte Extremitäten die leblos an der Fassade hängen und das Stadtbild unwirtlich erscheinen lassen“ so Judith Kinzl, Architektin und Co-Founderin von “schòsché” und “JUAN kollektiv” und beschäftigt sich mit der Frage wie Städte sich effizienter an das Klima anpassen können. Derzeit wird mit Iris Mayer der “KLIMAHOF” am Hauptplatz 23 als Musterbeispiel für maximale Entsiegelung, maximale Begrünung bei maximaler Benutzbarkeit für Alle entwickelt.

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