+

7. Internationales Menschenrechtssymposium: Eröffnung 2023

Created at 15. Apr. 2026

163 Ansichten
by dorftv

Das Siebte Internationale Menschenrechtesymposium fand von 9. bis 12. November statt. Unten finden Sie Links zum Livestream der Eröffnung und des Podiumsgesprächs.

Der Schwerpunkt des 7. Menschenrechte-Symposium ist die Anerkennung als Rechtsperson.
„Jeder und jede hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.“


So lautet der Artikel 6 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Die Anerkennung als Rechtsperson bedeutet für uns, dass ALLE Menschen, unabhängig ihres Alters, ihrer
Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer gesundheitlichen, geistigen oder anderer einschränkender Umstände,
ihrer ethnischen, kulturellen, religiösen Zugehörigkeit oder sexuellen Orientierung, nicht nur Rechte
haben, sondern es auch selbstverständlich sein muss, diese Rechte leben zu können.
Dazu gehören unter anderem das Selbstbestimmungsrecht für Menschen mit Einschränkungen,
die Mitbestimmungsrechte für Kinder, Minderheitenrechte und ganz besonders das Wahlrecht.
Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus. Ein Drittel der Bevölkerung in
Wien und ein Fünftel im gesamten Bundesgebiet, der schon länger in Österreich lebenden Menschen
sind vom derzeitigen Wahlrecht, somit von der gesellschaftlichen Mitbestimmung, ausgeschlossen.
Ihnen fehlt, so wie es Hannah Arendt formuliert, „das Recht, Rechte zu haben“.
Es sind daher aus moralischer und aus gesellschaftspolitischer Sicht, im Sinne der Integration und eines
guten Zusammenlebens dringende Veränderungen des Wahl- und Staatsbürgerschaftsrechts notwendig.
Ausgehend vom Siebten Internationalen Menschenrechte-Symposiums fordern wir:
Ein Überarbeiten des rigiden Staatsbürgerschaftsrechts, unter anderem mit folgenden Punkten:
Menschen, die in Österreich geboren sind und hier ihren Lebensmittelpunkt haben,
müssen das Recht auf die österreichische Staatsbürgerschaft haben.
Die Rückgabe einer anderen Staatsbürgerschaft, um die österreichische zu erwerben,
darf nicht zu Staatenlosigkeit führen.
Die Kosten der Staatsbürgerschaft müssen finanziell erschwinglich sein.
Ein Nachdenken über Doppelstaatsbürgerschaften.
Eine Änderung des Wahlrechts dahingehend, dass wer in Österreich lebt und hier seinen Lebensmittel-
punkt hat, unabhängig seiner/ihrer Staatsbürgerschaft aktiv und passiv wahlberechtigt sein soll.
Es braucht weiters Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte auch für Menschen,
die nicht oder noch nicht wahlberechtigt sind.
 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

MEP Dr. Othmar Karas, M.B.L.-HSG,
Erster Vizepräsident des Europäischen 
Parlaments – Videobotschaft

Hannes Heide, MEP, EU-Abgeordneter

Guy Dockendorf,
Präsident des Comité International de Mauthausen

LAbg. Bgm. Anton Froschauer, i.V. LH Mag. Thomas Stelzer

LAbg. Ines Vukajlović, MSc BA, i.V. LR Stefan Kaineder

Sabine Schatz,
Abgeordnete zum Nationalrat, i.V. Landesrat Michael Lindner

Bischofsvikar KonsR Dr. Slawomir Dadas,
i.V. Bischof Dr. Manfred Scheuer

Senior Mag. Andreas Hochmeir, i.V. Superintendent Mag. Gerold Lehner
Frau Dr.in Charlotte

Junger Talk mit:
Sarah Peterseil (Katholische Jugend) / Marlene

Wöckinger (Plattform Johann Gruber) / Manuel Hofstätter (Sozialistische
Jugend) / Phillipp Mascherbauer (Junge ÖVP) / N.N. (Rote
Falken Mühlviertel)

Festrede: Dr. Fritz Dittlbacher, Chefreporter und stellvertretender
Leiter des ORF Innenpolitik-Ressorts

Musikalische Umrahmung: Schneeberger & Sieber
Zwei international erfolgreiche Gitarristen, die sich musikalisch
kongenial ergänzen.

Moderation: Dr.in Christine Haiden

 

 

Sprachen: Deutsch, Englisch,
Gebärdensprachendolmetsch

Share & Embed
Embed this Video

Link to this Video

Add new comment

login or register to post comments.