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Islamkritik zwischen Apologetik und Rassismus

von eswerdelicht / am 17.02.2012

Es werde Licht - humanistisch fernsehen
Die erste und einzige säkular-humanistische Fernsehsendung im deutschsprachigen Raum.
Sendung vom 26.01.2012 auf Okto

Es moderiert Jorit D. Posset unterstützt von
Cahit Kaya, Ex-Muslim und Blogger.

Es wird mit folgenden Gästen diskutiert:
Stefan Beig, Journalist “Wiener Zeitung”, Ressort Integration
Sreten Colic alias Bogumil Balkansky, freier Journalist, ehem. Redakteur “Das Biber”

Als fortgeschritten aufgeklärter Mensch weiß man oft nicht wie man damit umgehen soll, wenn es zu Beginn des 21. Jahrhundert noch immer verpönt zu sein scheint, Kritik an den auf imaginären Freunden, Engelswesen und Dämonen aufbauenden Weltanschauungen der Religionen zu üben. Kaum glaubten wir, es sei nun endlich möglich dies ohne Angst auf Bestrafung und sozialer Ausgrenzung zu tun – erreichte “der Islam” das mittlerweile darauf völlig unvorbereitete Europa und knüpfte dort an, wo das Christentum zuletzt aufhörte. Uneingeschränkte Kontrolle über Staatswesen und Bevölkerung auszuüben stellten für die christlichen Kirchen in Europa und durch die weltweite Kolonialisierung einst eine Normalität dar. Diese Machenschaften des christlichen Klerus hörten nicht etwa deswegen auf, weil das Christentum – wie von Befürwortern des Christentums in der ihnen eigenen Apologetik gerne behaupten – die Aufklärung eingeleitet hätte. Denn diese war gegen die (weltliche) Macht des Christentums auf Europas gerichtet. Nein, diese Macht musste erst eingeschränkt werden und jedes Stück Freiheit wurde hart erkämpft.

Laizität in Gefahr?
Die Kleriker wurden endlich in ihre Kirchen verbannt um sich auf ihr Kerngeschäft der Seelsorge zu kümmern. Iihr Einfluss auf politische Entscheidungen wurde eingeschränkt. Seit diesem Zeitpunkt konnte die Demokratie sich langsam ausbreiten. Die Menschenrechte die heute für alle Menschen unabhängig ihrer Weltanschauung und Religion gelten, ersetzten auf religiöse Dogmen bauenden, den Christen zu Dogmen verpflichtenden und den Nicht-Christen als Menschen zweiter Klasse degradierenden “göttlichen” Gesetzen. Aber die Überreste dieser Zeiten sind in Form der sogenannten “Blasphemieparagraphen” geblieben. Die Möglichkeit Kritik an religiösen Praktiken zu üben, bleibt somit weiterhin wider besseren Wissens eingeschränkt.

Der Islam selbst lässt sich aus der Summe all seiner religiösen Texte soweit interpretieren, als dass er sich als eine von Allah geschaffene Nachfolge aller Monotheismus wie Judentum und Christentum betrachtet. Es gibt keine Trennung zwischen Religion und Staat (Laizismus). Es gibt die Diktatur der Imame. Alles ist darauf ausgerichtet “dem Islam”, somit auch Allahs Vertretern auf Erden zu dienen. Islam bedeutet nämlich nicht “Friede”, sondern “Unterwerfung unter den einzigen Gott und seinen Propheten Mohammed”. So besagt und fordert es das islamische Glaubensbekenntnis Schahada.

Die Episode 6 als ein Auftakt der “Reihe Islamkritik”
Wenn man den Islam in Europa also nicht als etwas völlig Fremdes sieht, was er auch nicht ist, so erkennt man die Parallelen in ihrer Machtausübung zwischen dem Christentum in seiner Phase des höchsten Einflusses und dem Höhepunkt seiner Macht. Islamkritik kann also nicht fremdenfeindlich und rassistisch sein. Islamkritik alleine betrachtet, ist also niemals rassistisch motiviert. Rassisten aber können sich der Islamkritik bedienen um ihre Ideen zu transportieren.

In unserem Auftakt für eine Reihe sich der Islamkritik zuwendenden Episoden diskutieren wir mit unseren Gästen darüber, inwieweit es möglich ist, die rassistische Komponente aus der Islamkritik heraus zu halten, oder ob dies nicht möglich ist und Islamkritk vorsichtshalber als Gesamtes nicht betrieben werden sollte, um dem Rechtsextremismus nicht unnötigen Vorschub zu leisten.

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