WEBVTT

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00:00:00.000 --> 00:00:03.240
 Hallo Fritz, was machst du da?

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00:00:03.240 --> 00:00:10.919
 Ja, ich entferne Laub aus der Blumenwiese, weil es immer gut und günstig ist,

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00:00:10.919 --> 00:00:18.280
 wenn man das Herbstlaub aus der Wiese entfernt, damit man auch Nährstoffe aus dem Boden entzieht,

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00:00:18.280 --> 00:00:25.839
 weil Nährstoffarmut im Boden für eine Blumenwiese immer gleich bedeutend ist mit Artenreichtum.

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00:00:27.640 --> 00:00:32.200
 Und mir fällt jetzt noch was anderes auf, das sind auch so ganz hübsche kleine Frühlingsbotenschuhe,

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00:00:32.200 --> 00:00:38.679
 die aus dem Boden rauskommen. Also auch solche Pflanzen profitieren eigentlich von weniger Nährstoff, oder wie?

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00:00:38.700 --> 00:00:43.359
 Ja, genau, das ist Krokus, ein klassischer Krokus, also es gibt verschiedene Sorten und Arten.

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00:00:43.359 --> 00:00:44.280
 Ein klassischer Krokus, also es gibt verschiedene Sorten und Arten.

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00:00:48.659 --> 00:00:54.820
 Das ist ein Weißblühender und der macht schon einmal die erste Zierde und ist eine wunderbare Weide für Bienen, die da die erste Nahrung finden.

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00:00:56.240 --> 00:01:00.759
 Und mit der Zeit wird das dann eine bunte, vielfältige, artenreiche Blumenwiese.

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00:01:01.280 --> 00:01:10.239
 Und das kann man auch im Garten eigentlich wunderbar machen, weil das eigentlich auch wenig Aufwand ist. Die sollte man auch lange stehen lassen, also

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00:01:10.239 --> 00:01:15.319
 vielleicht zweimal im Jahr, höchstens vielleicht dreimal im Jahr mähen. Wenn es jetzt eine

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00:01:15.319 --> 00:01:22.299
 Wiese ist, die man dauerhaft nutzt, dann mäht man sie halt öfter. Aber in jedem Garten

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00:01:22.299 --> 00:01:26.299
 gibt es dann auch einen Bereichich den man weniger intensiv

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00:01:26.299 --> 00:01:31.900
 nutzt und da kann man dann so was einfach stehen lassen und das mehl gut entfernen nicht liegen

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00:01:31.900 --> 00:01:37.879
 lassen das ist ganz wichtig damit man nährstoffe aus dem boden wieder entzieht das ist eine

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00:01:37.879 --> 00:01:46.260
 sogenannte penjeshecke der ein gewisser herr penjes hat das erfunden, dass er Totholz in einer Reihe aufgeschlichtet hat.

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00:01:47.019 --> 00:01:51.739
 Das als Lebensraum für viele verschiedene Pflanzen und auch Tiere gilt.

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00:01:52.879 --> 00:02:01.579
 Und hier Samen können von den Vögeln auch eingebracht werden, die dann in diesem Haufen keimen können.

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00:02:01.799 --> 00:02:06.099
 Und dann mit der Zeit wird das dass das dann eine wildstrache also

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00:02:06.099 --> 00:02:12.319
 ich sehe viele äste also baumschnitt viele äste verschiedener dicke also kann man da eigentlich

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00:02:12.319 --> 00:02:21.659
 einfach alles drauf haben alles an natur material was so anfällt und was vielleicht im weg ist wenn

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00:02:21.659 --> 00:02:26.000
 man zurück schneidet und ist schaut vielleicht ein bisschen unordentlich aus,

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00:02:26.000 --> 00:02:32.780
 aber es gibt keine Unordnung in der Natur, sondern was wir als Unordnung bezeichnen,

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00:02:32.780 --> 00:02:48.240
 ist dann eine Ordnung für die Natur. Man hört auch immer wieder von Naturschutz, die Vielfalt bewahren oder auch von Biodiversität.

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00:02:48.400 --> 00:02:51.800
 Aber jetzt mag ich dich ganz einfach fragen, was ist Biodiversität eigentlich?

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00:02:51.800 --> 00:02:59.219
 Das ist ja gar nicht so leicht zu beantworten, weil der Begriff Biodiversität nicht nur bedeutet Vielfalt der Arten.

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00:02:59.659 --> 00:03:02.759
 Es ist aber auch die Verschiedenartigkeit innerhalb der Arten.

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00:03:03.039 --> 00:03:07.259
 Also jede Art ist ein bisschen anders, wenn sie im Norden lebt zum Beispiel,

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00:03:08.860 --> 00:03:11.719
 als wenn sie in den Alpen lebt oder im Süden lebt.

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00:03:11.719 --> 00:03:14.159
 Auch wenn das nur zu einer einzigen Art gehört.

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00:03:16.460 --> 00:03:17.520
 Schau mal, Daniel.

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00:03:18.800 --> 00:03:19.919
 Das sieht ja cool aus.

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00:03:19.939 --> 00:03:25.300
 Da habe ich eine winzig kleine Pflanze am Finger, die auf der Wasseroberfläche schwimmt.

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00:03:26.340 --> 00:03:29.020
 Wir haben in unserer heimischen Flora einen Weltrekord.

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00:03:29.740 --> 00:03:34.539
 Das ist die kleinste Blütenpflanze der Welt. Weltweit die kleinste Blütenpflanze.

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00:03:34.639 --> 00:03:37.500
 Sie wird vom Wind bestäubt, ist die Wasserlinse.

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00:03:38.699 --> 00:03:47.620
 Und die bildet dann im Laufe des Frühlingsers, einen grünen Überzug. Und jetzt ist sie schon im Austreiben,

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00:03:47.620 --> 00:03:53.080
 also jetzt beginnt sie schon zu wachsen. Das wäre ja dann sogar ein super Futter für meine

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00:03:53.080 --> 00:03:59.919
 Goldfische im Teich. Ja, durchaus, aber Goldfische sollte man eigentlich vermeiden, weil die nicht

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00:03:59.919 --> 00:04:05.000
 daheim sind und eigentlich dann das wegfressen, was wir wir fördern wollen im Naturgarten.

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00:04:06.000 --> 00:04:11.000
 Wasser im Garten ist immer eine unglaubliche Bereicherung,

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00:04:11.000 --> 00:04:13.000
 auch für die Natur.

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00:04:13.000 --> 00:04:18.000
 Es leben sehr viele Tiere und Pflanzen in Gewässern, im Wasser.

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00:04:18.000 --> 00:04:21.000
 Auch wenn man keinen großen Garten hat.

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00:04:21.000 --> 00:04:26.839
 Aber eine kleine Wasserstelle, einen kleinen Tümpel anlegen, ist immer eine unglaubliche Bereicherung.

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00:04:26.839 --> 00:04:30.939
 Ob das jetzt Tränke für die Vögel ist, die da trinken,

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00:04:31.540 --> 00:04:35.060
 oder Kleinlebewesen, die dann im Teich leben,

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00:04:35.399 --> 00:04:42.180
 Wasserkäfer, Lebellenlarven, Wasserläufer, alles mögliche,

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00:04:42.579 --> 00:04:48.000
 Schnecken, die im Wasser leben, die Pflanzen, die dann wieder Lebensraum bieten.

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00:04:48.000 --> 00:04:51.439
 Also unglaubliche Vielfalt kann man da fördern.

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00:04:53.939 --> 00:04:57.000
 Was auch wichtig ist, jede Art lebt in einem Lebensraum.

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00:04:58.160 --> 00:05:04.600
 Also genauso wie wir Menschen in unserem Lebensraum leben, zum Beispiel in der Stadt oder am Land oder wo immer.

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00:05:04.600 --> 00:05:06.600
 unter dem Lebensraum leben, zum Beispiel in der Stadt oder am Land oder wo immer.

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00:05:12.040 --> 00:05:12.199
 Und jede Art hat ihren spezifischen Lebensraum.

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00:05:16.620 --> 00:05:16.980
 Und da muss man auch immer mitdenken, wenn man vom Artenschutz redet, vom Naturschutz redet,

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00:05:18.459 --> 00:05:20.759
 ist der Lebensraum genauso wichtig.

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00:05:24.160 --> 00:05:31.279
 Man muss sich ja vorstellen, man sieht von einem Baum ja immer nur die Hälfte. Also die andere Hälfte ist im Boden drinnen, der eigentliche Lebensraum des Baumes ist ja im Boden.

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00:05:32.000 --> 00:05:38.199
 Also man sieht da, wie riesig dieser durchwurfelte Bereich eines Baumes eigentlich ist.

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00:05:38.519 --> 00:05:44.120
 Ja, unglaublich. Das sind vielleicht sogar 100 Quadratmeter, das das ausmacht.

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00:05:44.139 --> 00:05:44.220
 vielleicht sogar 100 Quadratmeter, das das ausmacht.

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00:05:47.579 --> 00:05:51.480
 Man kann ungefähr sagen, bei normalen Bodenverhältnissen, dass das Kronendach, das ist ja auch breit ausladend

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00:05:51.480 --> 00:05:52.860
 von einem freistehenden Baum,

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00:05:53.500 --> 00:05:56.279
 ungefähr so groß ist wie der Wurzelraum.

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00:05:56.420 --> 00:05:58.939
 Also die Wurzeln gehen genauso weit,

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00:05:59.019 --> 00:06:02.779
 vielleicht sogar weiter noch in die Breite als der Kronenraum.

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00:06:03.519 --> 00:06:06.560
 Das heißt, in der Stadt oder einem eigenen Garten,

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00:06:06.560 --> 00:06:10.319
 wenn man einen Baum pflanzt, muss man sogar den Wurzelraum eigentlich auch mitbedenken.

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00:06:10.319 --> 00:06:16.139
 Immer mitdenken. Das wird leider viel zu wenig auch bedacht, auch bei der Pflanze,

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00:06:16.139 --> 00:06:25.120
 bei der Gestaltung auch von Grünflächen. Da wird viel zu sehr zum Baum zubetoniert oder gepflastert.

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00:06:26.019 --> 00:06:28.240
 Da wird dem Baum eigentlich Lebensraum entzogen.

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00:06:29.240 --> 00:06:31.899
 Und das schadet dem Baum, er lebt schon,

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00:06:32.019 --> 00:06:34.399
 aber er wird wahrscheinlich dann viel weniger alt,

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00:06:35.019 --> 00:06:39.740
 weil er dann mit dem Alter angewiesen ist auf diesen Wurzelraum,

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00:06:39.740 --> 00:06:43.480
 wo von der Oberfläche dann natürlich auch der Regen,

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00:06:43.579 --> 00:06:46.199
 der Niederschlag dann zu den Wurzeln gelangen kann.

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00:06:46.680 --> 00:06:50.500
 Und was man oft vergisst ist, was passiert in diesen Lebensräumen.

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00:06:51.139 --> 00:06:56.819
 Also diese Prozesse, diese Abläufe, die da ganz wichtig sind.

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00:06:58.399 --> 00:07:00.540
 Weil manche Arten brauchen das.

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00:07:00.800 --> 00:07:05.920
 Die brauchen immer wieder auch diesen Eingriff, diese Störung unter Anführungszeichen.

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00:07:06.699 --> 00:07:13.279
 Ob das jetzt eine Sense ist, wenn man die Wiese mäht oder ein Hochwasser von einem Fluss,

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00:07:13.560 --> 00:07:19.339
 der einerseits einmal zerstört, wenn das Wasser sozusagen überflutet,

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00:07:19.899 --> 00:07:25.040
 andererseits auch wieder Lebensraum schafft für spezifische Orten, die genau das brauchen.

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00:07:25.040 --> 00:07:32.420
 Zum Beispiel in Linz haben wir das Industriegebiet. Das Industriegebiet ist vielfach in Bewegung.

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00:07:32.420 --> 00:07:38.660
 Also dort, wo Lagerplätze sind zum Beispiel, Gestätten, Brachflächen, wo viel passiert,

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00:07:38.660 --> 00:07:43.759
 wo immer wieder junger Boden auch geschaffen wird, Schotterboden oder Sandboden oder so,

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00:07:43.759 --> 00:07:48.959
 wo Spezialisten leben können drauf, die sonst verschwinden würden.

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00:07:48.959 --> 00:07:55.939
 Man hört in letzter Zeit immer wieder von dem geflügelten Wort Insektenhotel.

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00:07:55.939 --> 00:07:58.680
 Dass man das den Tieren auch anbieten kann in Regionen,

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00:07:58.680 --> 00:08:01.500
 wo es ein bisschen einen Mangel an Nistplätzen gibt.

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00:08:01.500 --> 00:08:04.939
 Jetzt stehen wir da vor so einem riesigen Insektenhotel,

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00:08:04.939 --> 00:08:05.279
 das total

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00:08:05.279 --> 00:08:10.139
 vielfältig ausschaut. Was sieht man denn da eigentlich als Feld? Das ist einerseits das

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00:08:10.139 --> 00:08:16.720
 Hartholz, also ganz wichtig, das muss hartes Holz sein, das man mit einem ganz scharfen Bohrer anbohrt,

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00:08:16.720 --> 00:08:25.160
 mit verschiedenen Bohrstärken, also mit verschiedenen Weiten. Und da sieht man eh, wie gut die schon besiedelt ist. Also die sind wirklich

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00:08:25.160 --> 00:08:32.960
 schon sehr, sehr gut angenommen. Dann haben wir da Schilf zum Beispiel, Schilfrohre. Da leben wieder

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00:08:32.960 --> 00:08:39.879
 andere Insekten oder wieder andere Wildbienen gehen da hinein. Oder Lehm. Also ganz hier unten

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00:08:39.879 --> 00:08:45.600
 ist eine Lehmwand, auch mit Löchern drin. Diese Tiere, die in Lehmwänden leben,

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00:08:45.740 --> 00:08:47.259
 bohren sich diese Löcher selber.

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00:08:48.460 --> 00:08:49.639
 Aber wieder andere Arten.

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00:08:49.639 --> 00:08:52.940
 Wie das ausschaut, ist ganz interessant.

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00:08:53.299 --> 00:08:55.620
 Hier bei diesem Schaunistkasten,

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00:08:56.179 --> 00:08:59.779
 das Schaubinnenhotel, wenn man das öffnet und herausnimmt,

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00:08:59.940 --> 00:09:01.820
 da sind innen so Plexiglasröhren.

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00:09:02.960 --> 00:09:09.139
 Da sieht man wirklich wunderschön diese Besiedlung in dieser Röhre,

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00:09:10.480 --> 00:09:14.639
 wo die Weibchen dieser Wildbienen dann die Eier da hineingelegt haben,

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00:09:15.320 --> 00:09:18.860
 einen Deckel gemacht haben, wieder Eier hineingelegt haben,

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00:09:18.860 --> 00:09:23.440
 wieder einen Deckel, also viele Stockwerke sozusagen.

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00:09:24.440 --> 00:09:25.879
 Und da wird auch Nahrung eingetragen,

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00:09:25.879 --> 00:09:31.700
 wo die Larven dann Nahrung finden. Und wenn sie sich fertig entwickelt haben,

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00:09:31.700 --> 00:09:36.379
 dann bohren sie sich heraus und schlüpfen dann aus diesen Löchern wieder heraus.

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00:09:36.379 --> 00:09:49.259
 Das ist eines der Beispiele, wo man im Garten eigentlich sehr viel für die Natur machen kann.

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00:09:49.259 --> 00:09:53.379
 Also in Form von Strukturen, die man hier zur Verfügung stellt.

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00:09:53.960 --> 00:10:02.000
 Einerseits Steine, die Unterschlupf bieten für verschiedene Tierarten, Kleintiere, Spinnen, Eidechsen und so weiter.

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00:10:07.039 --> 00:10:07.200
 Spinnen, Eidechsen usw., Totholz, wo sehr, sehr viele Organismen drinnen leben können.

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00:10:10.279 --> 00:10:29.000
 Es gibt nichts Lebendigeres als totes Holz, hat mal wer gesagt. Oder auch dieses stehende Totholzstamm mit Löchern drinnen, wo man jetzt, wenn man genau schaut, diese Löcher schon bewohnt sind mit Wildbienen. Also die Eier von Wildbienen sind hier abgelegt,

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00:10:29.000 --> 00:10:34.100
 wo sich hier die Larven da drinnen entwickeln können. Also ein wunderbarer Lebensraum,

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00:10:34.100 --> 00:10:38.100
 den man eigentlich in jeden Garten dann hineingeben kann.

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00:10:38.100 --> 00:10:46.399
 Das heißt, im Lebensraumschutz ist es eigentlich auch wichtig, diese ganzen verschiedenen Prozesse

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00:10:46.399 --> 00:10:47.399
 in der Natur zuzulassen.

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00:10:47.399 --> 00:10:50.039
 Genau, die Prozesse, die einfach in der Natur ablaufen.

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00:10:50.039 --> 00:10:54.240
 Und das ist nichts Statisches, alles in Bewegung.

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00:10:54.240 --> 00:10:59.200
 Genau wie wir in Bewegung sind oder in Bewegung bleiben sollten, ist die Natur auch immer

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00:10:59.200 --> 00:11:00.200
 in Bewegung.

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00:11:00.200 --> 00:11:01.200
 Alles ist im Fluss.

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00:11:01.200 --> 00:11:34.980
 Also nichts ist fix und fest und statisch, sondern alles ist in Bewegung. Thank you.

