Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Wir zeigen jetzt im Herzen die Ausstellung von Katrin Blavczak, Painting Reality in Serial Time. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, Katrin Blavczak nach links zu bringen. Sie ist ja mit der Stadt durchaus verbunden. Sie hat hier unterrichtet, hatte Gastprofessuren in der Klasse von Ursula Hübner. Und die Ausstellung von Katrin Plaftrack haben wir uns in der Vorbereitung damit auseinandergesetzt, was wollen wir überhaupt sein? Weil sie hat ja ein riesiges Oeuvre. Man muss jetzt so grob sagen, dass sie ab 2000, jetzt eine künstlerische Produktion, also das heißt das sind schon 26 Jahre. Also in sehr großen Orten noch nie. Also noch nie ist es meine erste große sozusagen Retrospektive, wenn man das schon haben kann, in einem Museum. Jetzt26, gibt es diesen Fokus auf Malerei. Und da habe ich mir natürlich, wen wähle ich aus, wen könnte ich da einmal nach vorne stellen. Und ich denke, die Auswahl für Katrin Klawczak, da gibt es verschiedene Gründe. Und einer der Gründe war und der andere auch der, dass ich das Gefühl habe, dass ihre Malerei eine Malerei ist, die den Menschen entgegenkommt, die sich nicht versperrt, die sich nicht verklausuliert, sondern die Möglichkeiten bietet, wo sehr viele Menschen sich sehr unkompliziert oder ohne Hemmungen diesen Arbeiten nähern können. Und das fand ich eigentlich eine gute Sache, insbesondere auch für Menschen, die nicht ständig mit Kunst zu tun haben. Das andere ist natürlich ihr großes Interesse auch für die Welt und für die Dinge, die in der Welt passieren. Und das ist bei ihr wirklich sehr, sehr auffallend und ist eben auch so etwas wie ein neues Historienbild, das entsteht, wenn man über so lange Zeit verschiedene wichtige Vorkommnisse quasi mit den Bildern dokumentiert. Also das ist auf jeden Fall ein starker Strang in ihrem Werk, wo man eben den Begriff Historienbilder auch verwenden könnte. Ich baue mir ein Modell und dann geht es darum, dass ich mir überlege, worum es in der Ausstellung gehen soll. Und dann stand ich irgendwie wie alle unter dem Eindruck des Krieges. Und dann habe ich versucht zu schauen, welche Arbeiten von mir in den letzten 15, 20 Jahren sich auch schon immer wieder mit politischen Gegebenheiten, Gewalt und Krieg auseinandergesetzt haben. Und das Thema sind gewisse Zustände, die zu Gewalt führen und dann zu Krieg. Das ist eben das eine Feld der demokratischen Aufweichung, dass die Demokratien eine Schwäche erleben, dass die Müdigkeit der Menschen, wählen zu gehen, die Sinnhaftigkeit der Wahl, der Demokratie, der Wunsch vielleicht auch wieder nach allen einfacheren Verhältnissen. Demokratie ist nie einfach. Es ist natürlich immer Diskussion und Auseinandersetzung. Dann auch die hatrikalen gesellschaftlichen Probleme, also Kapitalismus, der natürlich auch, wenn er immer mehr übersteuert und überspitzt wird, zu Umweltproblemen führt, auch dann zu Leuten wie die Tech Brothers oder irgendwelche Präsidenten, die dann glauben, sie können sich über diese lästige Demokratie hinwegsetzen, indem sie versuchen, auch alles auszuhebeln, auch die Medien und auch die Medien zu verunreinigen. Social Media flooding the zone so shit, dass die Menschen auch immer mehr Schwierigkeiten haben, sich zu orientieren. Was ist wahr, was ist falsch? Diese Fehler und auch die Geisterwelt, die Überwachung, das Digitale. Dass immer dichter geworden wird, immer mehr. Man hat nur das Gefühl, man ist nicht Mensch und geht herum, sondern man ist auch freiwillig schon, das meine ich auch mit Sabotage, dass wir uns ja auch selbst praktisch schon freiwillig sabotieren, indem wir uns orten lassen, indem wir uns überwachen lassen, indem wir völlig sehr viel Information von uns preisgeben. Jungen Künstlern ist es so, die wollen natürlich keine wirkliche Retrospektive, sondern sie wollen ganz stark Ausstellungen auch als Anlass nehmen, um eine neue Produktion zu beginnen. als Anlass nehmen, um eine neue Produktion zu beginnen. Und das ist in dem Fall auch gelungen mit zwei großen Bildern und mit dem Panorama, die Zahl der Toten mit dem Panoramabild, und natürlich mit den Textilarbeiten. Und das ist natürlich eine superschöne Sache, weil natürlich mit jeder Ausstellung der Künstler und die Künstlerin weitergeht, wieder in ein neues Feld, wieder neue Schwerpunkte setzt und im Zuge dessen auch die entsprechende Unterstützung dafür hat, weil man muss ja dann auch investieren. Als Malerin steht man in einer langen Geschichte. Das finde ich sehr interessant. Auch jetzt, wenn man von Jericho das Flos der Medusa anschaut, spricht dieses Bild auch von einer sozialen großen Ungerechtigkeit, von einem Verbrechen eigentlich, wie die Fregatte Medusa dann eben das Flos der Schiffbrüchigen gekappt hat und die Menschen dann ihrem Schicksal überlassen worden sind und die meisten von ihnen gestorben sind. Also das ist auch ein Sinnbild. Das wird deswegen auch hier in der Ausstellung in Verbindung gebracht mit dem Schiff der geretteten Flüchtlinge. Ja, also ich glaube, Malerei ist ein sehr, also es gibt kein Medium, das nicht zeitgemäß ist in der Kunst. Also das war jetzt eigentlich nicht die Frage. Aber warum mit Malerei antworten? Ja, also ich mache es. Ich mache es, weil ich es mache, weil ich es kann. Hoffentlich. Es gibt natürlich in der Frühzeit ihrer Malerei starke Einflüsse von den großen Malerinnen und Malern ihrer Zeit. Aber es gibt dann eine Dynamik, eine Verselbstständigung, eine stärkere Herausbildung eines persönlichen Stils. Und auch in dieser Ausstellung sieht man doch eine große Spanne von relativ realistisch gemalt bis zu ganz frei oder fast wild. Oder rotzig ist auch ein guter Ausdruck dafür. Und das, glaube ich, ist aber auch ganz bewusst gesetzt, um auch diese heere große Malerei ein bisschen vom Sockel zu stoßen, zu sagen, okay, ich glaube, vieles an ihren Haltungen kommt auch so aus einer Bankhaltung heraus, die wahrscheinlich lebenszeitlich bei ihr ganz gut passen würde. Ja, also der Atelierprinzess ist oft nicht sehr schön anzusehen, das hat ja schon der Picasso gesagt. Also er hat lange herumgewühlt und gesucht, irgendwie ein bisschen aufschreiben, schauen was da ist, ich liege ja für am Sofa. Also man sieht dann, ich schaue die Luft, das ist dann oft ein bisschen unangenehm, wenn man Assistenten hat, wenn die dann kommen, aber die kommen dann eben erst, wenn schon praktisch was zu tun ist. Praktisches zu tun ist, die dann mit mir, wie zum Beispiel die Marie Stark, zwei Wochen intensivst an diesem Bild nähen oder die Tizel Wert mit mir, die größeren Formate hier malt oder der Galio Moncayo, der mir geholfen hat, eben dieses Guttun drüben zu bauen. Ja, und dann formiert sich so langsam die Idee und das Modell. Und dann werden die einzelnen Teile der Ausstellung zusammengebaut. Es ist für mich natürlich in der Zusammenarbeit schon sehr interessant zu sehen gewesen, diese Offenheit und diese Beweglichkeit. Es ist alles interessant. Man hat eine extrem große Aufnahmefähigkeit und ganz vielfältige Interessen und natürlich auch einen ganz dynamischen Umgang, zum Beispiel auch mit Gestaltung. Das heißt, es wird sehr spontan reagiert auf Dinge, die von außen kommen. Und wenn wir jetzt noch drei Monate Zeit gehabt hätten, würde die Ausstellung wieder ganz anders aussehen. Also es ist nichts Fixes, es bleibt alles in Bewegung. Man will alles wissen, erfahren und es wird dann sehr direkt eingebaut in die Bilder. Ich habe schon einen generellen Plan. Ich mache Zeichnungen, manchmal verwende ich Fotos, die collagiere ich, noch Zeichnungen daraus. Aber generell weiß ich schon, was auf die Leinwand soll. Und dann ist es aber oft erstaunlich, wenn man es dann sieht, dass man sich während des Mahls die Freiheit gibt, dass man auch noch korrigiert. Dann tritt schon eine Art Denken ein, dass man dann nicht zu hart festhält an einer Idee, sondern dass man auch die Möglichkeit der Karte hat. Ja, schaut so aus, aber manchmal gar nicht so flott. Also ich will auch, dass die Bilder so ausschauen. Also ich will gern, dass sie flott, also sie sollen auch, sie entstehen teilweise schon auch schnell. Aber wir haben es uns in der Klammer dazwischen angeschaut. Der Prozess ist ja nicht nur das aktive Pinsel auf der Leinwand, sondern auch lange Zeit nachdenken darüber, was man malt. Erst denken, dann malen. Und dann wird es halt auch oft korrigiert oder man muss ein bisschen sitzen. und dann wird es halt auch oft korrigiert oder man muss ein bisschen sitzen. Genau. Also der Einstieg ist nicht leicht oft, also dieser Anfang, den Anfang zu finden, das ist sehr schwierig, aber es ist natürlich eine wunderschöne Art und Weise, bei sich zu sein und mit der Malerei, mit dem Bild, mit der Farbe zu sein und dass man in eine Art von Flow kommt, wo man eigentlich schon ein bisschen sicher sein kann, wenn man es auch schon länger macht, dass da was rauskommt und dass die Leinwand, wenn dann mal ein gewisses Quantum an Farbe drauf verteilt ist, plötzlich auch etwas ist, ein Gegenüber, das auch zurückfegt und auch will, dass man es fertig macht. Also wie ein Gegenüber, eine Persönlichkeit entwickelt, die man dann auch zu Ende führen muss. Die Farbe ist sehr, also ich spüre sie, ich glaube, körperlich. Ich glaube, da geht es nicht nur mir so. Große Leinwände, große Farbtöne, es ist ja auch eine Art von Energie, die man dann spürt. Und Farbbeziehungen sind sehr kompliziert. Und ich kann jetzt nicht sagen, dass ich das Farbliche bis zum Ende durchkomponiert habe. Also manche Kombinationen überraschen mich auch. Aber es gibt nichts, was nicht geht wahrscheinlich, würde ich mal sagen. Ich finde es sehr witzig, dass die Künstler alle so viele so schwarz anziehen. Oder sind das mehr Detekten? Ich ziehe mich eigentlich gern bunt an. Man tut sich immer schwer, natürlich mit Dingen, die nicht ganz so vertraut sind. Ich glaube, bei Katrin ist es möglich, vielleicht, es ist populär, es ist ein bisschen wie Pop-Art, es ist ein bisschen manchmal wie Comic. Und es ist eine Bildsprache, wo jeder die Möglichkeit hat einzusteigen. Und das finde ich einen wahnsinnigen Vorteil. Und verführt die Leute, sich dann aber auch mit den komplexeren und den Inhalten auseinanderzusetzen. Hier ist die Alexa. Das ist die Alexa. Und eine Kriegsszene. Ich weiß nicht, wie ich das jetzt so erklären soll. Hier hinten ist Minecraft. Das sind so kleine... Also eigentlich hätte man einen kleinen Angriff für der. Ich habe gesehen, wie er Minecraft bespielt hat und dann waren da diese schwarzen, schwankenden Wesen. Und dann habe ich gesagt, was sind denn das für welche? Und dann hat er gesagt, das sind die Arbeitslosen. diese schwarzen, schwankenden Wesen. Und da habe ich gesagt, was sind denn das für welche? Und dann hat er gesagt, das sind die Arbeitslosen. Also die waren in diesem harmlosen Modus eingeschaltet und dann sind die eigentlich nur so Elemente in dem Spiel. Aber wenn dann dieser anscheinend Kampfmodus eingestellt wird, dann muss man sich sehr in Acht nehmen vor denen. Dann werden die plötzlich zu gefährlichen Spielteilnehmern. Ja, die Alexa wird immer mehr eine Frau, ein Computer, der eben auch plötzlich Beziehungsfragen beantworten soll, wo Menschen sich sonst so sehr einlassen, die habe ich auch. Ja, hier, wir sind mal in der Herren-Damen-Welten. Es ist ja diese, hier ist es ein Streit, Männer-Frauen, aber es soll, es ist Streit, ist ja auch gut, also es muss verhandelt werden und die Emanzipation ist auch ein wichtiger Schritt, kann ohne Männer nicht gemacht werden. Und da geht es halt auch um Wollenbilder, Männerbilder, Frauenbilder. Ich glaube, das ist wichtig, dass sich auch die Männer vielleicht, wenn man jetzt so martialische Männer will, auf einmal immer wieder in den Hof kommen, dass man sagt, wie kann man als Mann sein, was kann man sich erlauben, wie kann man sich darstellen, alles Mögliche sein. Ein Mann muss nicht so oder so sein, ein Mann kann alles Mögliche, kann sich auch frei darstellen. Das ist, glaube ich, sehr wichtig. Ja, hier sieht man meine Malerin, die weiblichen, einige der weiblichen Protagonistinnen der Malerei. Für mich nicht, ich als Rollmodus, also nicht nur für mich, sondern natürlich für viele unzählige Studierende. Es sind ja mittlerweile schon mehr weibliche Studierende in der Kunst als Männer. Und ich dachte auch an einem gewissen Punkt, ich finde Rembrandt super, aber ich will auch den Maler aus der gleichen Zeit kennen. Rachel Ruscht zum Beispiel, wie auch ein sehr bekannter darunter Malerin zu der Zeit, war viel mehr verwinterter als Rembrandt, aber unbekannt heute, nicht unbekannt, aber natürlich nicht so einen Bekanntheitsgrad hatte wiefer Rembrandt, aber unbekannt heute, nicht unbekannt, aber natürlich nicht so einen Bekanntheitsgrad hat wie der Rembrandt. Und hier sieht man eben einige, Sonja Neloni zum Beispiel und eben die österreichische Malerin Maria Lasnik, Laura Knight zu rechten, Nina Hengelt und sie hat auch ein Buch geschrieben und das heißt »Is she a lady A Lady und es ist eben auch titelgebend. Ja also es ist jetzt dann mehr als halbe Zeit diese Ausstellung zu besuchen und ich glaube es ist wirklich ein Erlebnis. Es gibt auch entsprechende Hilfsmittel, Saalheft und Katalog, wo man wirklich dann auch glaube ich sehr gut in die Bilder hinein findet. Was wir bis jetzt noch nicht besprochen haben, Katrin Blavczak ist ja auch eine Musikerin, sie ist auch eine Autorin, weil sie schreibt ja viele der Texte für die Lieder selber und diese Vielfältigkeit ist wirklich auch extrem faszinierend und sie wird eben in der Stadtwerkstatt auftreten und dort spielen mit ihrer Gruppe..