... Geschätzte Damen und Herren, auch jene, die uns virtuell begleiten, Sie hatten jetzt die Möglichkeit, in den letzten fünf Minuten schon ein bisschen die Atmosphäre hier im Salon auch online zu sehen. Viktoria Köln an meiner Seite, die Lichtkünstlerin, hat schon eine kleine, wie ich finde, eine ganz untypische, für den Salon untypische Atmosphäre geschaffen. Lichtkunst und das Politische ist heute unser Thema und ich begrüße bei mir die Lichtkünstlerin Viktoria Köln. Einen ersten Applaus für sie bitte. Die Kunsthistorikerin Heike Süter schreibt über die Arbeit von Viktoria Köln. Heike Süter schreibt über die Arbeit von Viktoria Köln. Licht steht für Erkenntnis, Erneuerung, Erleuchtung, Erlösung und Leben. Neben diesen positiven Konnotationen kann Licht auch bedrohlich werden. Überwachen, verfolgen, foltern, Gefängniszellen ohne Pause erhellen oder blenden bis zum Erblinden. Man denke etwa an Oedipus oder Polyphem. Kaum ein anderes Material ist derart metaphorisch aufgeladen. Licht besitzt nicht nur eine unerschöpfliche Bedeutungsfülle, sondern wirkt auch unmittelbar über seine körperlich-psychische Erlebbarkeit. Der Lichtstrahl, der etwas erhält, lässt die BetrachterInnen gleichzeitig sehen und das Erhältte als etwas Besonderes oder Bedeutungsvolles erkennen. Hinzu kommt, dass Licht ein flexibel einsetzbares Medium ist. Es verändert Räume und Landschaften im großen Format, ohne je in ihre materielle Substanz einzugreifen. Wer mit Licht arbeitet, arbeitet also nie neutral. Mein Gast heute Abend tut das seit über 20 Jahren, Viktoria Köln. Schön, dass du da bist. Danke für die Einladung. Du hast Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste studiert und, man höre und staune Mathematik. Und ich habe mir dann gedacht, vielleicht ist dein Licht deshalb so präzise. Ich frage dich dann auch nachher, wie dein Weg in die Kunst sich gestaltet hat. 2002 hast du ein Wort erfunden, weil es keines gab, nämlich das Chromotop. Chroma, die Farbe, Topos, der Ort. Gemeinde ist Malerei, die nicht auf der Leinwand landet, sondern im Raum, wie hier heute im Kepler Salon. Mit handgefertigten Filtern schreibst du Farbe und Linien in Kirchen, in Architektur und in die Landschaft ein. Und was du überschreibst, ist selten harmlos, das ist stets von großer Bedeutung, würde ich sagen. Und ich habe uns ein paar Bilder mitgebracht, die vor allem die österreichweiten Arbeiten zeigen. Und du arbeitest auch sehr viel international, auch an großen historischen Städten und ich starte hier mal einen kleinen Einblick. 2023, 2024, das Parlament im Licht der Menschenrechte, das war beim österreichischen Parlament wie gesagt in Wien und das ist ein Lichtraster, der die Fassade des Parlaments überschreibt. Du sprichst hier eben vom Überschreiben, das Licht überschreibt die Objekte, die Momente und davor ist der Palas Athenebrunnen. Angela Chromatica, 2024 im Klagenfurter Dom beim karintischen Sommer, ist ein Chromotop im Kirchenraum, also wirklich der von dir geprägte und besetzte Begriff. Lichtlinien in Goldocker überschreiben das Gewölbe, den Altar und die Wände. Und zu diesem Ocker hast du mir eine interessante Side-Story erzählt. Du warst nämlich auf der Suche, das ist nämlich Ocker, das ist das Substitut der Malerei für Gold und du hattest ein Filterglas gesucht in der malerischen Lichtarbeit. Das hat dir einfach gefehlt und so hast du dann in Texas, dort wo diese Spezialgläser von dir produziert werden, diese neue Lichtfarbe Victorian Gold in der internationalen Lightning Community, gibt neue Lichtfarbe, Victorian Gold, in der internationalen Lightning Community gibt es den Spruch, wenn Roscoe, das ist eben dieser weltweit führende Hersteller in Texas, wenn die eine neue Farbe nach dir benennen, dann hast du es geschafft. Also wir sehen hier das Victorian Gold. Genau. Und da habe ich noch ein Beispiel mitgebracht, die Wiener Lichtblicke, wo du auch die Leitung innehast von diesem Format und das ist seit 2020. Hier sehen wir 2024 im Amalienbad in Wien und jedes Jahr verwandelst du mit dem Festival eben öffentliche Räume in deine Chromotope und 2024 zum Thema Wasser, Licht, Energie und Demokratie. Licht Strauß, da war ich selbst bei der Eröffnung 2025 im Wiener Stadtpark, war im Rahmen von Johann Strauß 2025 vom Festjahr und sind projizierte Blumenornamente, mit denen eben der Park überschrieben wurde. Im Hintergrund sehen wir das Straußdenkmal. Lichtblicke Österreichs 2025-26, Heldenplatz und Neuburg in Wien. Hier wurde der Balkon des Belvedere im Licht- und Schattenraster überschrieben. Und Österreich ist frei, eben die Unterzeichnung des Staatsvertrags Oberes Belvedere im 15. Mai 1955. Und wir sehen es hier an der Hofburg. Und hier an der Hofburg, genau. Das Belvedere tatsächlich, was hier drüber projiziert wurde. was hier drüber projiziert wurde. Und an den Schluss stelle ich ein Zitat von dir, liebe Viktoria. Das Medium Licht ist für mich das perfekte Mittel, um Raum, Zeit und unser Handeln zu hinterfragen und neu zu verschränken. Chromotope sind mein Erkenntniswerkzeug. Das ist also Kunst, bei der man nicht nur schauen darf, man soll auch mitmachen. Und weil wir hier im Kepler-Salon sind, Johannes Kepler hat dir erklärt, wie das Bild ins Auge kommt. Und du fragst, liebe Viktoria, was danach passiert, wenn das Gesehene in den Kopf wandert, in die Erinnerung und in die Gesellschaft. Und ich schlage vor, wir lassen uns von heute Abend nicht nur beleuchten, sondern auch belichten, so wie du es auch selber immer schreibst. Liebe Viktoria Köln, ich darf nun das Wort an dich übergeben. Ja, danke. Danke für dieses schöne Intro. schreibst. Liebe Viktoria Köln, ich darf nun das Wort an dich übergeben. Ja, danke, danke für dieses schöne Intro und eben dieser Dialog, den das Licht aufmachen kann, der ist eben auch speziell im Klagenfurter Dom zu einer sehr schönen Arbeit geworden, mit Wolfgang Kogert an der Orgel. Wir haben da tatsächlich gemeinsam einen ganzen Abend gestaltet und ich bin gerade dran, eben das Filmmaterial zu schneiden, zwei Jahre später, aber immerhin. Es wird also bald etwas zu sehen geben, wie sich das tatsächlich hier durch den Raum bewegt hat, analog. hat, analog. Die Mathematik hat mir natürlich geholfen. Also die Mathematik war ja eigentlich meine allererste Liebe, muss ich sagen, so wirklich als Kind. Also ich habe tatsächlich Mathematikbücher in der Volksschule und in der Mittelschule dann vor allem bereits gelesen wie andere halt Comics, weil für mich war das so ein Rätsel-Spaß. Und ich glaube, dass ich damit enorm mein räumliches Denken trainiert habe. Denn Mathematik kann man nur im Raum denken. Mathematik ist nichts Flaches. Das weiß jeder, der damit zu tun hat, wenn es nicht rein ums Rechnen geht, sondern um die Philosophie und wie man überhaupt die Welt verstehen kann, dass man grundgelegte Axiome hat und dann aus dem heraus wirklich ein Verständnis schafft, das quer durch alle Kulturen und Völker auch wirklich funktioniert und Räume aufmacht, dann ist das ein wunderschönes Medium. Und ja, es ist ein technisches Medium, aber so funktioniert nun mal mein Gehirn. Und daher war es naheliegend, vielleicht irgendwann zum Licht zu finden. Nur was stand da am Anfang? Tatsächlich eigentlich die Suche nach der intensivsten Farbe überhaupt. Wie sehe ich die intensivste Farbe der Welt? Das heißt, ich habe mir Blüten angeschaut, ich habe Pigmente gesucht, ich habe angefangen, so Pigmente zu sammeln, habe dann gemerkt, die Grünen, die es gibt, sind in Australien andere wie hier bei uns. Es gibt spezielle Erden, Ocker und so weiter und so fort. Und ich war fasziniert. Nicht so sehr von der Malerei an und für sich, sondern von den Pigmenten, die eine Dichte und eine Intensität erzeugen können. Es kennen alle Yves Kleinblau, das ist eben geklebtes Pigment, das nicht in sich verklebt ist, sondern außen oben an der Oberfläche sitzt. Daher ist es auch so matt und daher kriegt es so eine intensive Leuchtkraft, weil man eben den Kleber nicht mehr sieht, sondern rein nur in das Pigment schaut. Und wenn man mit Lupenobjektiven dann hinein sieht, dann fängt man an zu erkennen, dass das eigentlich nach vielen Richtungen gebrochen wird. Und das war für mich so der Einstieg, okay, die intensivste Farbe der Welt, die kann eigentlich nur mit Licht zu tun haben. Und Licht hat mich auf vielen Ebenen fasziniert. Ich habe tatsächlich auch wirklich schon während der Schulzeit begonnen, diese Frage wird nämlich am allerhäufigsten gestellt, wie komme ich zu Licht. Und tatsächlich, vielleicht hat mich das nicht gefunden, vielleicht findet das Licht auch alle anderen, euch alle, mithilfe des Augenlichts. Tatsächlich hat mich besonders fasziniert, dass es diesen Dualismus im Licht gibt. Das war damals eigentlich eine Theorie, die heute schon etwas verändert ist. Das Licht macht sich heute wichtig, oder? Das gibt es immer wieder. Ist nicht inszeniert. Wer schon öfter im Kepler-Sodom war, weiß, dass wir hier immer wieder Licht spielen, ausgesetzt sind, aber das ist nicht ganz gut. Nein, das ist ein einfacher Schalter. Wie gesagt, das Licht verselbstständigt sich immer wieder. Man muss dann ein bisschen schauen, wo es ist. Und man muss es auch wieder auffangen. Ja, ich werde auch sehr oft gefragt, wieso ich denn so strahle. Ja, vielleicht färbt er das Licht ab. Ich kann also an allen raten, viel ins Licht zu gehen und viel mit Licht zu tun zu haben. Und tatsächlich eben auch in Malerei zu schauen, weil alles, was wir eigentlich sehen, wir sehen nichts anderes als Lichtwellen. Weil würde etwas anderes in unsere Augen treffen, wäre das sehr fatal. Tatsächlich sind es also rein Lichtwellen. Und über diese Lichtwellen nehmen wir die gesamte Wirklichkeit wahr. Nicht anders, natürlich auch über das Gehör, aber schließen wir das jetzt einmal aus. Und ich behaupte mal, es gibt überhaupt niemanden auf der Welt, der nicht irgendeine Art von Lichtverständnis hat und auch von Kosmos und auch von dem Alter des Lichts, denn wir reden ja miteinander. Also ich glaube nicht, mir ist keine Community von blinden Menschen bekannt, die gar nichts davon wissen. Die werden ja dann abgeschottet und das sind sie nicht. wissen. Die werden ja dann abgeschottet und das sind sie nicht. Wir können natürlich auch wiederum viel lernen über die Sensibilität, wie Menschen, die Sehbeeinträchtigungen haben, zum Beispiel Menschen, die rot-grün Probleme haben, sehen eigentlich mehr schwarz-weiß. Also Menschen mit Farbproblemen fangen an, stärker schwarz-weiß zu sehen. Und womit hängt das zusammen? Natürlich mit den Zäpfchen und Stäbchen. Wenn die Zäpfchen eigentlich schwächer werden oder nicht gescheit funktionieren, dann greifen die Stäbchen und die sind für schwarz-weiß oder grünstichig-weiß zuständig. So nimmt man das ja dann wahr. Dann sind wir schon einmal bei einem großen Thema, denn das Licht an und für sich ist ja vieles. Aber was? Wir reden meistens von, es werde Licht dem Licht, den wir in der Schöpfung finden. Aber das ist schon viel später. Das ist das Licht, das wir sehen. Das sind die Lichtwellen, dieses Spektrum der elektromagnetischen Wellen, das unsere Augen wahrnehmen können. Dieses Spektrum ist bei kleinen Kindern sehr viel breiter, die sehen sehr viel weiter in den ultravioletten Bereich. Tatsächlich war also der Himmel in unserer Jugend blauer als jetzt. also der Himmel in unserer Jugend blauer als jetzt. Und wenn wir anfangen, in ein gewisses Alter zu kommen und die Linsen trüben sich ein bisschen ein, so werden sie gelbstichig. Ja wunderbar, wir sehen einer goldenen Zeit entgegen. Also wir fangen an, auch irgendwie durch dieses sehr unterschiedliche Sehen tatsächlich vielleicht auch toleranter zu werden, oder nicht? Der andere Teil des Lichts, der tatsächlich auch in der Schöpfung zuerst kommt, ist die Energie. Also weit mehr als dieses Licht, was wir sehen. Und man mag das unterschiedlich verstehen und man könnte auch verschiedene Religionen jetzt heranziehen, die unterschiedliche Begriffe von diesem Licht haben, aber sich doch im Licht immer wieder finden. Dieses Licht, das eigentlich mit Energie zu tun hat, ist vielleicht ein Licht, das wir von viel früher kennen. Man sagt ja bei Nahtoderfahrungen, dass es Lichterscheinungen gibt. Allerdings nicht alle Menschen, die Nahtoderfahrungen haben, haben Lichterscheinungen. Aber die, die Lichterscheinungen haben, erzählen etwas sehr Ähnliches. Genau in diesem Moment, wo man in diese Lichterscheinung kommt, hat man keine Angst mehr. Und dann ist es eigentlich sogar noch schwieriger, zurückzukommen. Es entsteht also bei Menschen, die eine Nahtoderfahrung haben, diese Lichterscheinung, immer wieder auch so eine Sehnsucht oder eine Entspanntheit, die man sagt, bis eineinhalb, zwei Jahre hält, vielleicht länger. Und weißt du, ist da vorher eine enorme Dunkelheit, sodass die dann... Sehr unterschiedlich. Nein, das kann man nicht sagen, weil dieses Licht wird ja nicht als weißes Licht beschrieben. Nur ich weiß es von den Arbeiten, die ich mache, weil ich habe ganz minimalistische Arbeiten, fotografische Arbeiten, sogenannte Chromogramme, die wir heute nicht vorgestellt haben. Da habe ich mich an die Grenzen von weiß herangetastet, von verschiedenen Seiten. Und ich hatte einen Geiger getroffen, der minimalistische Musik macht. Und er hat diese Bilder gesehen, wir haben geschaut, wie könnten wir irgendwann mal zusammenarbeiten. Und er hat dieses Weiß gesehen und hatte plötzlich ein Flashback, mit vier Jahren war er unter Wasser. Und hatte tatsächlich so eine Nahtunterscheinung und er hat gesagt, so hat das Licht ausgesehen. Also man kann sich dem vielleicht wirklich annähern. Und vielleicht ist es uns deshalb so vertraut, weil vielleicht kennen wir es ja von davor. Bevor wir überhaupt zu einer Seele wurden oder eine Seele sich in irgendeinen Körper gepflanzt hat, wie auch immer, wir wissen das alles nicht. Die Wissenschaft ist noch längst noch nicht so weit, das auszulesen, aber wir sind auch sicher nicht am Ende unserer Wissenschaften. Also ist da noch ganz viel Luft nach oben, viel Potenzial da, was über das Licht erfahrbar ist. Und tatsächlich ist es ja auch so, dass wir Menschen viel früher sehen konnten, bevor wir überhaupt wussten, wie es geht. Denn wenn wir wissen, wie es geht, dann ist es vielleicht sogar zum Stolpern geeignet. Das heißt, es ist dann gar nicht mehr so selbstverständlich. Wenn wir die Stiegen runtergehen und wir sind das gewohnt, ganz selbstverständlich, und wir schauen gar nicht auf die Stufen, dann ist es gar kein Problem. Fangen wir an, darüber nachzudenken, wir einen Fuß nach dem anderen jetzt vor uns setzen und wirklich hinuntergehen und schauen, ja, dann dauert es um einiges länger. Und tatsächlich ist immer der Punkt, das Gehirn einzuschalten, was beim Sehen dazugehört. Wir können nicht sehen ohne Gehirn. Ohne unser menschliches Gehirn würden wir gar nicht so viele Farben sehen und gar nicht so dreidimensional sehen. Wenn wir also unser Gehirn dazuschalten, werden wir langsamer. Und wir würden nicht jeden Tag dieses gleiche Licht erleben, wenn wir auf die Straße gehen. Und wir hätten nicht die gleiche Referenz des Sonnenlichts. Okay, es gibt Sommer und Winter und es gibt vielleicht mal Wetter und es gibt vielleicht mal Schlechtwetter und wir wissen, wie uns das irritiert, wenn plötzlich der Himmel zuzieht und es ist dunkelgrau. Aber tatsächlich, wenn der Strahl aufgeht, ist es auch, also wir haben diese Referenzen, aber trotzdem jeden Tag haben wir das Sonnenlicht sehr gleich. Und wir können das als Referenz nehmen und deshalb können wir vieles wegschalten. Wenn wir also sehen, haben wir die ganze Zeit damit zu tun, Dinge wegzuschalten und weniger zu sehen und nicht mehr zu sehen. Und ich habe mir das mit meiner Arbeit vorgenommen, eine Sprache im Licht zu entwickeln, die uns zu dem Meersehen hinbringt. Daher diese Linien, daher dieses Weiß, daher alles das, was wir dann auch noch weiter erzählen werden. Und die Linien müssen großzügig sein. Das sind nicht kleine Fuzzellinien, die irgendetwas umrahmen. Nein, da legt sich ein richtiger Lichtkörper in den Raum. die irgendetwas umrahmen. Nein, da legt sich ein richtiger Lichtkörper in den Raum. Denn wenn ich das Licht setze, dann haben wir es mit einem Körper zu tun. Tatsächlich ist das Licht, das wir ja da mithaben, fängt ja nicht dort hinten an und vielleicht fängt es hier an, aber es macht einen ganzen Körper auf. Ich arbeite also mit Lichtkörpern, die ich mit realistischen Körpern überschneide. Und bevor ich jetzt über dieses Wunder des Sehens spreche, möchte ich auch noch kurz auf diesen dritten Teil des Lichts hinweisen, der mir auch sehr wichtig ist, nämlich dieses wunderschöne Wort Augenlicht im Deutsch oder Augenblick. Bedeutet ja, wenn wir einander in die Augen schauen, entsteht vielleicht eine Beziehung und wir sehen vielleicht tief in die Augen, manchmal sehr tief. Manchmal gelingt es gar nicht, manchmal kann man einander gar nicht in die Augen schauen und der Blick kann einander nicht so stark begegnen. Und Augenlicht, der Augenblick, der ist ja auch ein ganz wichtiger Lichtmoment, der Menschen miteinander verbindet und der gehört für mich in der Lichtarbeit genauso dazu. Das heißt, das Wunderschöne ist, und wir haben das vorher schon gehört, die Bedeutungsebenen. oder für Material, zum Beispiel nehme ich ein bestimmtes Stück Holz oder einen bestimmten Stein und fange an zu polieren und zu schnitzen, dann trägt er auch zu dem Kunstwerk bei. Das ganze Leben, die ganze Bedeutungsebene, die dieser Stein mitbringt, was er hergibt, was er mir erzählt, ist auch Teil des Werks. Jetzt können wir mal anfangen, über die Bedeutungsebenen vom Licht zu sprechen. Jetzt können wir mal anfangen, über die Bedeutungsebenen vom Licht zu sprechen. In der Politik, je dünkler die Zeiten, desto mehr wird von den Politikern über Licht gesprochen. Auch von den Politikerinnen hört man plötzlich die Zitate, die alle Licht betreffen. Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnern könnt, die englische Queen hat immer eine große Osterrede gehalten. Ihre letzte Osterrede war über Licht. Ihre allerletzte. Vielleicht nicht zufällig. Aber diese Beschäftigung damit, wohin wir eigentlich können, wohin gehen wir, was wird aus uns, mag vielleicht für manche zu einer Lichtvorstellung werden. Und ich finde das sehr tröstlich, wenn das möglich ist. Und die Religionen wissen davon. Und in allen Religionen gibt es genau das, was verbindet eben das Medium Licht. Und es gibt sogar in den unterschiedlichen Religionen viel mehr Worte. Das Deutsch ist da sehr eng und sehr schwach. Wir haben sehr 30 Begriffe, in der Türkei gibt es mindestens zwei. Also es gibt in sehr verschiedenen Ländern sehr verschiedene Begriffe für Licht. Und vielleicht ist es eine Frage auch des Breitengrades, wo man sich befindet, wie sich die Lichtstimmungen verändern, vielleicht der Kultur, wie auch immer. Da gibt es noch ganz viel zu beforschen. Und tatsächlich ist ja die Geschichte des Lichts die Geschichte der Kunst. Oder umgekehrt, die Geschichte der Kunst ist auch eine Geschichte des Lichts. Denn anders kann man kein einziges Kunstwerk betrachten, auch nicht die Pfanne von Galdenberg, auch nicht die Venus von Willendorf. Kunstwerk betrachten, auch nicht die Pfanne vom Galtenberg, auch nicht die Venus von Willendorf. Und ich glaube, es lohnt sich, den Blick aus der Position der Künstlerin oder des Künstleres auf verschiedene Dinge zu legen, auf verschiedene Ereignisse, auf Verhältnisse, auf Situationen. Und für mich ist eben genau das Licht dann das Erkenntniswerkzeug, die Lichträume, die ich dafür baue. Und für mich ist eben genau das Licht dann das Erkenntniswerkzeug, die Lichträume, die ich dafür baue. Ich habe gestern gehört, dass es ganz toll auch hier einen Zirkus des Wissens gibt. Da wird auch sehr viel durch die Kunst vermittelt, erzählt oder probiert oder erlebt. Und ich glaube, diesen Begriff des Handelns durch die Kunst, der gestern etwas anders beschrieben auch vorgekommen ist, ich glaube, der kann es sehr gut tragen. Und ich glaube, das kann uns sehr gut weitertragen. Und das macht das Licht ja schließlich auch. Also das Licht, tatsächlich, wenn man mit dem Licht reist, krümmt sich ja plötzlich der Raum. Also es gibt dann viele Dinge, die dann plötzlich passieren, die wir alle noch nicht gefunden haben. Die sich um Eirandt jetzt ansehen. Ja genau, die wir alle noch nicht gefunden haben. Die Siegung vom Eirand, wer geht es an? Ja, genau, die habe ich gestern gehört. Genau, ich fand das sehr spannend. Fand ich sehr schön, kann ich viel unterschreiben, was da gesagt wurde. Genau. Ja. Jedenfalls ist dieses besondere Wunder, was wir da jetzt dauernd vorgeführt bekommen. Sonst müssen wir es hochdehnen, vielleicht schaltet es dann nicht mehr ab, oder? Aber es ist lustig, weil das Licht sucht uns ja eh die Wege. Man glaubt, man hat es im Griff mit dieser Schalterbedienung, aber es ist eigenständig. Das hat man dann schon im Griff. Nicht so viel. Ja, also vielleicht erzähle ich von dem, dass ich wirklich das Wunder des Sehens empfinde. Es ist selbstverständlich, dass wenn kein Licht da ist, dann ist es nicht nur finster, sondern wir sehen tatsächlich nichts, keinen Sessel, gar nichts, keine Materie. Also ohne Licht ist Materie nicht sichtbar, das ist selbstverständlich. Das, glaube ich, braucht man nicht groß lang nachdenken. So, jetzt umgekehrt. Wenn es keine Materie gibt, ist dann das Licht sichtbar? Oder ist das Licht nicht sichtbar? Sichtbar oder nicht sichtbar? Der fragende Blick zu unserem Physikstudenten. Ja. Aber es existiert. Ja, es existiert. Ja, natürlich existiert es. Es existiert ja auch die Materie, wenn es finster ist, wenn wir dagegen laufen. Das Licht ist tatsächlich nicht sichtbar. Wäre es nämlich sichtbar, würden wir jetzt einander gar nicht sehen. Und wir könnten es auch nicht auf die Kamera übertragen. Tatsächlich wäre es so viel Licht zwischen uns, ist nämlich, brauche ja nur irgendwie ein bisschen was tun, tatsächlich wäre es dicht wie ein Riesennebel. Wir würden also gar nichts sehen. Wieder gar nichts. Statt schwarz sehen wir dann nur noch weiß vielleicht. Wobei, weiß gibt es ja nicht. Weiß ist ja nur eine Reizung von allen drei Zäpfchen gleichzeitig. Wir sehen ja nur rot, grün, blau. Und in der Summe weiß. Also das Gehirn baut rot, grün, blau zu weiß. Und wir wissen nicht, ob andere Lebewesen das genauso sehen. Man hat Versuche mit Mäusen gemacht, wo man schon ein Zäpfchen dazugesetzt hat und fängt an, da zu begreifen, was dann möglich ist. Aber wenn man eben von vornherein nichts sieht und man öffnet dann das Sehen durch Operationen, was möglich ist, dann ist leider die Katastrophe, dass man dann trotzdem nichts sieht oder nur sehr, sehr wenig sieht, nur ganz unscharfe Umrisse. Man hat auch mit diesen Operationen wieder aufgehört, weil es tatsächlich auch Selbstmorde gab. Wenn man also tatsächlich operiert, dann kann das Gehirn nicht rechtzeitig lernen zu sehen, Farben zu sehen. So wie es heute bewusst ist, dass wenn die Kinder nicht schon mit acht Monaten ihre Gehörprüfungen haben und schon unterstützt werden im Hören, dann können die das Hören gar nicht entwickeln. Und genauso können sie das Sehen nicht entwickeln, auch das Farbensehen nicht. Also weiß. Wir sind bei weiß und wir sind bei zwei Elementen, nämlich dem Licht und der Materie. Und beide sind ohne einander nicht sichtbar. Und dann kommen diese beiden irgendwie zusammen, überschneiden einander, es entsteht eine Schnittmenge. Ich habe einen Lichtballon, ich habe einen Materieballon, die kommen zusammen und plötzlich sind beide miteinander sichtbar. Also Licht und Materie erzeugen miteinander die Sichtbarkeit von beiden. So wird Licht sichtbar über die Materie. Immer umgelegt. Und natürlich mit den heutigen Medien kann man jetzt überlegen, wenn uns auch direkt das Licht geschickt wird, über die Bildschirme und so weiter und so fort, dann ändert das natürlich unser Sehen. Und ich kann plötzlich anfangen, mit Augmented Reality das Licht wirklich in den Raum zu formen, was mir sehr gefällt. Also wir können Lichtskulpturen mittlerweile machen, Lichtobjekte in den Raum stellen. Das haben wir bei dem Johann-Strauss-Projekt gemacht, die noch einmal mir ermöglichen, ganz andere Formen materiefrei zu erzeugen. Aber natürlich ist es nicht materiefrei, weil es ja durch die Handys und so weiter wieder geschickt wird. Also wir schauen ja dann durch den Bildschirm. durch die Handys und so weiter wieder geschickt wird. Also wir schauen ja dann durch den Bildschirm. Aber der Bildschirm sieht die Realität dahinter, sieht das Objekt und sieht das Objekt mittendrin. Und eigentlich ist es nur eine Frage von, welche Pixel mache ich sichtbar, welche nicht. Wo lasse ich es durchsichtig, damit ich eben mit der Kamera den Raum abtasten kann. Wo stelle ich etwas in die Quere und dann habe ich diese Formen. Aber es schaut faszinierend aus und es ist heute so faszinierend, wie früher, den ersten Film zu sehen, das erste Bewegtbild, das muss ja auch faszinierend gewesen sein. Oder das erste Mal im Telefonhörer jemand sprechen zu hören. Also es gibt ja da sehr viele Dinge, die wir da über die Zeit schon so selbstverständlich in unseren Alltag aufnehmen, wie auch das Sehen grundsätzlich. Das heißt, in unserem Alltag sehen wir die ganze Zeit, ohne dass wir wissen, wie es funktioniert. Das macht ja nichts. Wir würden ja wahnsinnig werden, wenn wir ständig über das Sehen, über das Reden, über das Denken, über jedes einzelne Element nachdenken. Wir würden überhaupt keine Millimeter weiterkommen auf der Straße. Wir könnten keine Straße mehr überqueren. Wir würden uns ständig das ganze Gehirn beschäftigen mit allem, was wir da plötzlich sehen. Für mich war dann diese Erkenntnis, dass das eigentlich so funktioniert, hat dazu geführt, dass ich mir gedacht habe, na gut, es gibt viele Architekten auf der Welt, die bauen, aber eigentlich, wenn ich das Licht verändere, ist es genau dasselbe. Tatsächlich, wenn das Licht komplett verändert ist, ist ja die Wirklichkeit eine andere. Also für unseren Eindruck der Wirklichkeit ist es dasselbe. Natürlich nicht im Alltagsgebrauch. Ich brauche natürlich ein Haus und ein Dach über den Kopf vielleicht. Aber tatsächlich in der Wahrnehmung der Wirklichkeit, auf die Wahrnehmung hat das Licht exakt denselben Einfluss, wie auch alles andere, was gebaut wird und was in der Quere steht. Weil ja nur immer alles beide gemeinsam funktioniert. Einzeln geht es ja nicht. Und das hat dazu geführt, dass ich eine Sprache im Licht entwickelt habe, die ich so denke, das ist eben tatsächlich einen Raum, eine Skulptur, ein Objekt, wie auch immer, hier produziere und das überschneidet sich dann mit dem Vorhandenen. Manchmal weiß ich, womit es überschneidet, zum Beispiel beim Parlament, völlig klar, klar ist klar, Parlament steht da, Hofburg steht, zum karintischen Sommer, da Klagenfurt der Dom steht, aber wenn wir mit dem Licht durch die Stadt gehen und Lichtwege machen und tatsächlich Projektoren mitnehmen, dann wissen wir es noch nicht. Dann wird das total spannend, weil es sehr weit ausgreifen kann und plötzlich tatsächlich Räume in einer Art und Weise verändert werden, wie wir sie vorher in der Art noch nicht gesehen haben. Und für mich bedeutet das, naja, wir können natürlich die Welt verändern, offensichtlich, man sieht es ja, wir verändern sie ja gerade eben in diesem Moment. Und dann stellt sich natürlich die Frage, naja, können wir die Welt vielleicht nicht nicht verändern? Wie ist das, wenn ich aus dem Haus gehe? Wie ist das, wenn ich einkaufen gehe, wenn ich irgendwelche Alltagsdinge mache? Ganz wurscht, was ich mache. Ich hinterlasse Spuren. Also ich kann die Welt nicht betreten und so einigeln kann ich mich auch nicht zu Hause und so stillhalten kann ich nicht, dass ich die Welt nicht verändere. Na, wenn ich die Welt sowieso schon verändere, na dann gleich gescheit. Dann könnte man gleich richtig daran arbeiten und gemeinsam neue Welten bauen. daran arbeiten und gemeinsam neue Welten bauen. Und das Licht ist halt besonders dafür geeignet, genau solche Welten zu bauen. Denn im Gegensatz zu jeder Form der Malerei, und da meine ich eine Katharina Grosse mit, die ganz groß über alle möglichen Garagen und Fassaden malt, im Gegensatz zur Malerei kann ich mit diesem Licht, mit diesem malerischen Akt, alles überschreiben. Auch Lebewesen. Es wird niemand verletzt. Aber der Eindruck bleibt. Mir wurde schon öfters gesagt, wenn du jetzt zum Beispiel die Hofbox so veränderst, dann kann ich mir das ja nicht mehr vorstellen, wenn ich daran vorbeige ohne deinem Licht. Wunderbar. dann kann ich mir das ja nicht mehr vorstellen, wenn ich daran vorbeige ohne deinem Licht. Wunderbar. Und ich möchte jetzt auf diesen Begriff noch zu sprechen kommen, den du gesagt hast, dieses Belichten. Das finde ich nämlich sehr viel schöner, weil wir machen genau alles andere in dieser Lichtarbeit. Und ich sage oft wir, weil das ist immer ein Team. Ich mache das nicht ganz allein. Aber ja, manchmal nehme ich mir doch eine Batterie, einen Projektor und kann ganz allein ganz groß in die Hofburg zaubern. Die macht nämlich um Mitternacht das Licht aus. Dann ist es finster und dann kann man arbeiten. Also es geht schon. Aber grundsätzlich ist es immer mit großen, mit gar nicht so großen Teams, dass wir eben arbeiten. Und wenn wir das dann machen und den Raum verändern, dann ist das Allerschönste für mich, wenn es eben wieder mit den Augen, in dem Augenlicht, in einem anderen Menschen landet, weil genau das ist die Sprache der Kunst, das ist das, was wir leisten können. Einerseits im Licht gibt es Teilhabe, alle können mit in das Licht und wir gehen sogar so weit, dass wir anbieten bei unseren Touren, die wir im November machen werden, mit dem Wiener Licht blicken, dass die, die mitkommen, auch angreifen können, wie das sich anfühlt, wenn ich plötzlich das Licht ganz weit schicke. Und was ist es, was Belichten nämlich auf sich hat. Es fühlt sich nämlich ganz schön arg an, wenn man spürt, wie weitreichend eigentlich der Strahl für die Weiten und selber die Reichweite erhöhen kann. Aber wir alle haben sie. Wir wissen oft nicht, was ein Satz, den wir ganz nebenbei aussprechen, plötzlich in jemand anderem bewirkt. Und wie lang der vielleicht daran kaut oder sich daran erfreut, je nachdem, was es halt ist. Und das Licht ist halt auch so ein Zeichen dafür, was da überhaupt funktioniert. Und Beleuchten wäre ja, dass man das Objekt nimmt und schaut, dass es möglichst so zu sehen ist, wie es ausschauen kann. Also das Parlament ist das ganze Jahr beleuchtet. Wenn wir kommen, wird es mal abgeschaltet, grundsätzlich. Also die meiste Arbeit im öffentlichen Raum ist, die Lichtquellen zu finden, die wir abschalten müssen, und die Leute zu finden, die die abschalten können. um die Leute zu finden, in der Mitte der Altern. Der ist ein sehr wichtiger Ort in Wien. Es ist der zentrale politische Ort, der 1938 dafür missbraucht wurde, zur Gewalt aufzurufen. Und der Staatsvertrag, der im oberen Belvedere unterschrieben wurde, es wurde überlegt, ob er hier unterschrieben werden sollte, 1955. Aber da waren alle noch nicht bereit dazu und hatten Sorge, dass sich das zu stark verbindet. waren alle noch nicht bereit dazu und hatten Sorge, dass sich das zu stark verbindet. Und wie ich dazu eingeladen wurde, von der Burghauptmannschaft dieses Projekt zu entwickeln, war das genau der Moment, ja, es muss das Belvedere, der Balkon des Belvedere, Fiegel hält den Staatsvertrag nach außen. Es wird behauptet, dass er gesagt hätte, Österreich ist frei. Wahrscheinlich hat er es auch in dem Moment gesagt, nur waren keine Mikrofone am Balkon. Aber es ist so naheliegend, dass es so kolportiert wird und das Zeichen hat ja bedeutet, Österreich ist frei. Und genau das ist hier eben zu sehen. Damit ist dieser Balkon überschrieben. Ich bin also zum Belvedere, habe einen Raster drübergelegt, über das Belvedere, habe den Raster drüber gelegt, über das Belvedere, über den Balkon und war dann völlig fasziniert davon, dass der so genau drüber passt. Ja, dass das baulich gar nicht schlecht ist und plötzlich wirklich funktioniert. Und so kann man Orte miteinander neu verbinden und Bedeutungsebenen öffnen. Und wir werden nächstes Jahr weitergehen und eben an diesem Ort ein Projekt endlich realisieren, das wir schon 2021 entwickelt haben. Wie gesagt, es sind immer viele Menschen dabei, in dem Fall die Heidemarie Uhl, eine Zeithistorikerin, die 2023 verstorben ist. einen Text geschrieben, Orange the Balcony. Und da schließen wir dann am 1. März an und werden eine Antithese gegen Gewalt hier zur Visualisierung bringen und an mehreren Orten der Stadt. Das ist jetzt gerade der Plan. Ich möchte noch auf das Bild von Johann Strauss festwerfen. Ich glaube, das war eins davor. Weil es einfach in dem Park, im Wiener Stadtpark, noch einmal ganz anders wirkt. Es lebt sich auch, wenn man da als Gruppe durchgeht. Wir waren vorher im Kino, die Eröffnung war im Gartenbaukino und sind dann als Gruppe in diesen oder große, mehrere hundert Menschen sind dann in den Wiener Stadtpark und vielleicht magst du da auch noch ein paar Worte dazu sagen, weil das eben auch dieses Belichten oder das Überschreiben der Natur und auch wie deine Erfahrung war bei den Touren. Ja, also der Stadtpark, wir haben im Stadtpark auf Einladung von Johann Strauß, ja, vom Intendant Roland Geyer, konnte ich ein Projekt entwickeln, das dann einen Ausmaß von drei Hektar eingenommen hat. Drei Hektar ist in etwa der neue Park, der neue Unterheller Park, der ist auch circa drei Hektar groß, also so groß in etwa. Und die Frage war natürlich, welchen Bezug stellt man her? Strauß, wo, wie, Stadtpark? Und ja, die Frage war, ob es groß werden kann. Ja, das braucht man mir nicht zweimal sagen. Es kann immer sehr groß werden. Das ist ja die schöne Qualität des Lichts. Und wir haben auch so niedrige Energie in den Projektoren, dass wir auch mit dem Klima und Energiefonds 2024 gearbeitet haben, weil es wirklich, man glaubt nicht, wie wenig wir verbrauchen. Aber ich finde das sehr wichtig, weil wir leben natürlich auch vor, dass es ein Umweltbewusstsein auch in der Kunst geben kann. Ich finde das sehr wichtig. Wir müssen das nicht hineinschreiben in die Arbeit, wir brauchen es bloß vorleben und uns daran halten. Also das ist in diesem Fall tatsächlich auch der Fall. Und der Ansatz war dann mit der Dramaturgin, mit der Karin Bonath, wir suchen aus den Straußoperetten sieben Frauen, die in der Straußoperette ein selbstbestimmtes Leben führen und sich für ihre Berufe entscheiden. Und wenn man das weiß, was sich in der Zeit abgespielt hat, Mitte des 19. Jahrhunderts bis Ende des 19. Jahrhunderts, Und wir haben 1848 den Beginn der Demokratie in der Frauengeschichte, denn da sollte der allererste demokratische Frauenverein in Österreich gegründet werden, in Wien im Volksgarten damals, blutig niedergeschlagen, nicht lang her, möchte ich nur dazu sagen. Also wir können die Welt sehr wohl verändern. Und es vorstellt sich die Welt verändert dar, seit meiner Kindheit. Das möchte ich auch dazu sagen. Also sieben selbstbestimmte Frauen. Zu der Zeit muss es allerdings, das hat man so genannt, einen Zensurschluss geben. Und wir haben gesagt, okay, wir lassen die jetzt weg. Den Zensurschluss brauchen wir nicht. Wir gehen einfach auf diese Figuren zu, anstatt dann die Frauenfiguren mit Schauspielerinnen und Sängerinnen zu besetzen, habe ich Frauen ausgewählt, die auch ein selbstbestimmtes Leben in der Öffentlichkeit führen und sich dazu entschieden haben, in der Öffentlichkeit zu performen. Die Theresa Vogel eben als Moderatorin, die Aida Loos als Kabarettistin, die Helena Soronkina, die wir gesehen haben, im Amalienbad verkehrtsitzend, weil sie dort auch gesungen hat. eine Kurdin, die gekämpft hat, bevor sie nach Österreich gekommen ist und hier dann tatsächlich auch eine sehr schöne Karriere als Sängerin jetzt macht. Wer fehlt mir noch? Irgendeiner fehlt mir, glaube ich. Das kommt nachher noch. Ich habe es auf jeden Fall mit. Aber es geht ums Licht. Es geht auch um dieses Licht dieser Frauen. Und die Frauen kamen zu mir ins Studio und ich habe mit ihnen im Studio gefilmt. Und man kann sie auch heute noch in den Stadtpark stellen, in diesen Lichtraum. Und um sie zu erkennen, um ein Attribut zu finden im Stadtpark, wo sind eigentlich ihre Lebensräume, habe ich Blüten gewählt. Ich habe das mit ihnen abgesprochen, welche Blüte passt zu wem. Und die Blüten haben ein. Ich habe das mit ihnen abgesprochen, welche Blüte passt zu wem. Und die Blüten haben ein großes Habitat aufgemacht, in dem sie leben. Und tatsächlich sind 35.000 Frauen hineingestellt worden in den öffentlichen Raum, mittels Augmented Reality, und haben ein ganz schönes Statement abgegeben im Stadtpark, denn es gibt dort nur männliche Skulpturen, außer dem Donauweibchen. Also wir können auch auf die Art und Weise eingreifen. Und diese Lichträume sind von sehr vielen benutzt worden. Wir haben 47.000 Besucher gezählt, Besucherinnen gezählt. Und es war immer wieder faszinierend, wie die Menschen informiert gekommen sind. Oft waren es Mütter, die Jugendliche mitgebracht haben und ihnen erklärt haben, wie die Augmented Reality funktioniert. Das fand ich besonders faszinierend. Die waren vorbereitet, damit sie mit ihnen fotografieren können, weil man kann Screenshots machen gemeinsam mit den Frauen im Park, die dort performen, die wir auch immer noch haben. Das heißt, die Lichtarbeit hat sehr viele Dimensionen gehabt und eine davon war eben das. Und die Blüten mussten halt sehr groß werden, weil die haben sich ja dem Parking übergestellt. Und was man hier an diesem Bild auch sehr schön sieht, ist der Ausdruck des chromatischen Lichts. Man sieht die Spektralfarben an den Rändern der Linien und das macht das Licht so reichhaltig. Wir haben jetzt hier zu viel Licht, deswegen sehen wir das hier nicht ganz so, aber tatsächlich sind das eben auch ganz wichtige Elemente, die Spektralfarben, alle Farben gemeinsam im Licht ergibt Weiß. So ist es und das ist ein schönes Metapher für uns als Menschen. Unsere bunte Vielfalt ergibt uns gemeinsam als Menschheit. Ja und was man hier auch schön sieht an diesem Beispiel ist eben der öffentliche Raum, den du bespielst, Was man hier auch schön sieht an diesem Beispiel ist eben der öffentliche Raum, den du bespielst, den du öffnest, der als sozialer Raum fungiert und auch ein Raum der gesellschaftlichen Aushandlung wird. Ich denke mal, das ist da ein sehr gutes Beispiel. Hast du auch negative Erfahrungen gemacht mit diesen Projekten? Also äußerst selten. Es gab schon mal irgendwo einen Moment, wenn ich, ja, nein, wo irgendwer sagt, wo man plötzlich wirklich zum, ja, Künstler wird, zur Künstlerin wird, zum Staatskünstler, zur Staatskünstlerin. Staatskünstler ist ja bis jetzt eher männlich verwendet worden, aber halt dann zur Staatskünstlerin zu Staatskünstlerin. Staatskünstler ist ja bis jetzt eher männlich verwendet worden, aber dann zu Staatskünstlerin in dem Fall, wo dann gesagt wird, ja, aber was kostet das alles, ohne dass die Leute nachfragen, was es wirklich kostet. Es ist nämlich gar nicht so teuer. Es ist sehr viel weniger teuer, als man glaubt. Und im Verhältnis zu dem, was wir hier in der Größe machen, für so und so viele Menschen, das steht in keiner Relation zu manchen anderen Ausgaben, die gar nicht so viele Menschen mitnehmen. Und können wir auf Kultur verzichten? Können wir auf Kunst verzichten? Man stelle sich vor, das Parlament hätte in Covid komplett das Licht abgeschaltet, nämlich überall. Wie wäre denn das rübergekommen? Dann hätte man ja gesagt, die arbeiten nichts. Also so hat man gesagt, endlich haben sie es eingesperrt und sie arbeiten. Das war nämlich wirklich der Spruch, der dann entstanden ist und die fanden das ziemlich lustig im Parlament, dass das so ausgesprochen wurde. Aber eigentlich nein, wir haben eher wirklich das Gegenteil. Tatsächlich gibt es Situationen wie zum Beispiel in Zypern, also ich arbeite ja auch mit verschiedenen Welterbestätten oder sehr speziellen Orten, die auch gesellschaftliche Veränderungen repräsentieren. Und ich hatte vorher die Sorge, wenn da 75.000 Menschen um den Ring gehen und das waren 30 Arbeiten um den Ring gesetzt, 30 Jahre friedliche Revolution. Und wir haben bereits im September damit begonnen. Es war ein langfristiges Objekt und ich hatte allein den Auftrag. so intensiv wahrgenommen werden? Wird das dann Jahrmarkt? Oder welche Stimmung entsteht da? Und tatsächlich war es unglaublich schön, weil es hat diese magische Stimmung behalten. Und das hat mir dann den Mut gemacht, in Wien, 2020 war ich in Wien, und alles war hier, und alles war zu. Und mit dem Menschenrechtsbüro der Stadt Wien, mit der Schrammser Saade, habe ich dann tatsächlich das Projekt begonnen, die Wiener Lichtblicke 2020, weil wir gesagt haben, genau jetzt müssen wir in den öffentlichen Raum. Wann dann? Wann, wenn nicht jetzt? Und ja, aus dem einem Mal wurde nicht 10. Dezember bis 10. Jänner, sondern 10. Februar, 10. März, 21. Mai Jänner, sondern 10. Februar, 10. März, 21. Mai, so lang war nämlich der Lockdown. Und dann war klar, okay, im Herbst machen wir das wieder, boom, wieder Lockdown. 21. Und so ging es weiter. Und wir sind dann geblieben. Wir haben einfach weiter und weiter und weiter gemacht und es hat eben, wir haben in der Zeit sehr verschiedene Formate ausprobiert, weil der öffentliche Raum und Teilhabe, das muss man sich auch erarbeiten, aber wo erarbeit, weil das ist eigentlich unser Raum und ich verstehe das schon. Wir haben alle sehr wohl sicher schönere Wohnungen wie vor 60, 70 Jahren. Wir haben alle mittlerweile WCs drinnen, was vor 60, 70 Jahren noch nicht so war. Ich erinnere an die vielen Gang-WCs, die Bersener Wohnungen. Also wir haben das eigentlich, die Galerien sind nicht mehr so abgefuckt, die sind auch wunderschön, die Kunsträume sind wunderschön, überall wird investiert in die Räume. Ja, das ist angenehm und da kann man gut investieren, aber eigentlich sollte man in die künstlerische Arbeit investieren und die kann auch auf der Straße stattfinden, die kann überall stattfinden und die wird auch immer stattfinden, denn man weiß es aus allen Situationen, die noch so dramatisch sind, immer wieder überlebt das Gestalterische, die Kunst, neue Wege, neue Blicke, es gibt Menschen dazwischen und wir erzählen nicht umsonst die Geschichten von den Ameisen und dem Heuschrecken, der dann fiedelt und die Ameisen arbeiten. Warum wird das überhaupt erzählt oder warum gibt es diese ganzen Märchen, die immer wieder darauf hinweisen, dass es doch auch ein wichtiges Element ist. Licht strahlen zusammen wie beim Frederik. Das haben mir natürlich meine Kinder irgendwann mal geschenkt. Ich habe noch zwei Aspekte, die für mich deine Arbeiten seit vielen Jahren sehr prägen oder vereinen. das ist das Vergemeinschaften durch das Erlebnis, die Resonanz, die dadurch entsteht und auch dieses Staunen. Ich glaube, das sind Erlebnismomente, die deine Rezipientinnen eigentlich so eint oder berühren. Ich glaube, das ist auch eine ganz wichtige Geschichte und nicht umsonst kommt Teilhabe und das alles ausgerechnet jetzt, wo auch sehr wohl die Frauen erstarken und die Frauen bereits in den Studien sind. Wenn man jetzt schaut in die Universitäten, wer da studiert und wer abschließt, dann braucht man doch nur ein bisschen warten, bis die Sesseln anders besetzt sein werden. Es wird sich gar nicht verhindern lassen. Es wird nämlich die Männer gar nicht mehr geben an den verschiedenen Orten, weil sie nämlich diese Studien teilweise nicht machen. Vielleicht auch, weil sie zu wenig verdienen. Aber die Welt besteht nun mal aus mehreren Dingen. Also wie drehen wir dann das Mindset? Und daran arbeiten wir ja sehr wohl. Also nicht alle, aber eigentlich der Ruf eint uns ja sogar rechts und links und Mitte, dass wir eine Veränderung wollen. Nur haben wir ein sehr unterschiedliches Verständnis von dieser Veränderung. Aber tatsächlich haben wir eigentlich ein Ziel, wo man anknüpfen könnte. Nur wie macht man das? Ich weiß es natürlich auch nicht. Ich kann Lichträume schaffen mit vielen anderen und es performen ja dann auch Profis drinnen, aber es können auch ganz normale Menschen einfach reingehen, weil es ist nichts schöner, als sich dann in einem besonderen Licht zu fotografieren für sehr viele. Natürlich nicht für alle, klar. Aber das verbindet dann auch und es erzeugt dann eine neue kollektive Wahrnehmung, die zu einer neuen gemeinsamen Erinnerung wird. Weil zum Beispiel eben in Zypern, da haben wir mit einem Ort gearbeitet, Paphos, zur Kulturhauptstadt von Paphos, Kulturhauptstadt, ja. Und es gibt in Zypern, diese kleine Insel ist geteilt in den Norden und den Süden und ein Teil ist EU und ein Teil nicht anerkannt. Gar nicht. Und die berühmteste Moschee sitzt im Süden, während die, die die Moschee brauchen, im Norden sitzen. Die berühmteste Kirche sitzt im Norden, während die diese Kirche besuchen wollen, griechisch-orthodox natürlich in Zypern, sitzen halt einfach nur mal im Süden. Und wer erlaubt jetzt wem dahin zu gehen und wer erlaubt das nicht? Also das sind Machtverhältnisse, wo man heute beginnt bei den Religionsgeschichten, bei den Treffen, auch vielleicht die radikalen Religionen da einiges plötzlich wegzulassen und gar nicht mehr zu erwähnen. radikalen Religionen da einiges plötzlich wegzulassen und gar nicht mehr zu erwähnen. Es wird sehr spannend, weil Religion, die Medien und die Politik können sowohl vereinen wie auch massiv trennen. Also wir entscheiden uns ja für die eine oder andere Seite. Aber es sind diese drei Elemente. Und wenn die drei toxisch zusammenkommen, nämlich dass die Religion und die Politik und die Medien in eine Hand kommen, die radikal negativ ist und einfach vernichtet, dann ist es am allerschlimmsten, und zwar in allererster Linie erstmal für die Frauen, dann ist erstmal Schluss. Das kennen wir aus vielen Beispielen und ich denke, wir haben jetzt aber die Mittel, dagegen zu arbeiten und ich glaube, Licht kann eines dieser Mittel sein, denn nach wie vor ist es schon so, dass wir mit den Lichtarbeiten habe es jetzt nicht beforscht, wie das weitergegangen ist. Man hat gesagt, Frauen haben einen zweiten roten Rezeptor. Möglicherweise sehen Frauen mehr Farben. Möglicherweise. Mehr. Muss aber nicht sein. Sie sehen teilweise eher in das rote Spektrum, die Männer mehr in das grüne Spektrum, aber wir liegen ja in der Mitte. Aber tatsächlich ist es nicht ausreichend, also vielleicht ist es beforscht, nur ich habe mich damit noch nicht ausreichend befasst. Aber wir wissen, die meisten Kerzen werden überall auf der Welt von Frauen gekauft. Ich weiß nicht, was das für eine Bedeutung hat. Kann jeder selber überlegen. Aber tatsächlich glaube ich, dass wir mit dem Licht Möglichkeiten haben, neue Räume aufzumachen. Und zwar Erscheinungsräume des Politischen. Das ist ja das, was du auch vorhin angesprochen hast, das ist ein Begriff von der Hannah Arendt. Wenn zwei Menschen zusammenkommen und einen Augenblick teilen, dann ist ja auch schon ein Lichtraum entstanden. Und dann ist schon ein Erscheinungsraum des Politischen entstanden. Und wir können mit dieser Arbeit diese Räume vergrößern, erweitern. Plötzlich ist es abgegrenzt hier drinnen, da findet das jetzt statt. Und so möchte ich dir auch gern konnotieren. Das sind Räume, wo die Menschenrechte gelten und zwar ansatzlos und auch ohne Kompromisse, wo Gleichberechtigung gilt. Trittst du in diesen Raum ein, in diesen Lichtraum, und sei es eben dann vielleicht am Heldenplatz, vor den Altern, das Licht wird dann ab 1. März, so wie wir das jetzt planen, auch über den Heldenplatz fließen ein Stück weit, dann ist dort der gewaltfreie Zone. Vielleicht nützt es und man trifft sich dort und fängt ein neues Gespräch an. Also, wie auch immer, ich glaube, wir können sehr viel mehr schaffen, als wir es manchmal glauben. Und in Zypern war eben die Geschichte die, weil ich das kurz angefangen habe zu erzählen, drei Architektinnen haben einen Ort in Paphos am Hügel ausgewählt, um dort ein Projekt zu machen, das versöhnlich sein sollte. 1974 war in Zypern der Einmarsch im Norden mit den türkischen Truppen und der Bürgerkrieg, Stellvertreterkrieg zwischen türkischen und griechischen Zyprioten war dermaßen massiv, dass wirklich geschlachtet wurde und die einen in den Norden fliehen mussten und die anderen in den Süden. Und seitdem gibt es die Buffer Zone und die geht mitten durch Nicosia durch, ist von ein paar Metern bis ein Kilometer breit und man kann da wirklich nicht hinein. Man kann nur durch an drei, vier Checkpoints. und durch an drei, vier Checkpoints. Ich konnte rein, weil wir sind geführt worden über das Außenministerium, das ist vereinbart worden mit, und es war wirklich extrem, also es ist unvorstellbar eigentlich. Und das ist aber noch in vielen Menschen drinnen. Und ich war eben bei diesem Projekt dazu eingeladen, einen Lichtraum zu bauen in Mutterlos, dem Bezirk von Paphos, um auch von unten aus dem Ort das sichtbar zu machen, dass dort jetzt eine Veränderung stattfindet. Projekt, nicht gegen das Lichtprojekt. Das Projekt war größer, das hat auch eine Fotoserie, verschiedene Bastelgeschichten, Tanz gemeinsam und so weiter. Es war ein sehr groß angelegtes Projekt, was an vielen sehr sensiblen Punkten angegriffen hat, um eine Verbindung mit der Bevölkerung aufzubauen und zwischen den Menschen. Und dort sind noch Straßennamen türkisch. Und dort gibt es eine Moschee und es gibt einen Friedhof bei der Moschee und da sieht man die jungen Männer als Fotos. Ich habe dann einen Lichtraum gesetzt am Abend, am Vorabend und dort waren Menschen vor dem Haus, dass ich da mit bespielen wollte. Und ich habe mit denen gesprochen, ich eine konnte ein bisschen englisch und tatsächlich sind die vorne gesessen waren auch so redelsführer in dem ganzen ort und ich habe gesagt das liegt ist so einfach wir schalten sie einfach ab wenn es nicht passt oder machen es kleiner und machen es zu oder wenn die farbe nicht passt es ist ganz flexibel ist ganz gut beweglich es hat damit geendet dass wir ganz viel zu essen und trinken bekommen haben. Ich war dann am Sonntag zum Mittagstisch eingeladen von derjenigen, die Englisch konnte. Und ich hatte ein Flashback in meine Jugend, in meine Kindheit. Nicht nur, dass es zufällig Grillhändler mit Risi-Bisi gab, wie bei meinen Großeltern jeden Sonntag. Es war auch seltsam, das Gefühl war total seltsam. Und es hat sich aufgelöst. Es waren ihre Kinder und Enkeln eingeladen und es war wirklich so ein Familientisch, wie ich das in meiner Kindheit gekannt habe. Wir waren fast jeden Sonntag bei den Großeltern und da gab es halt eben Risi-Bisi mit Grillhändl. Keine Wiener Schnitzel. Und nach dem Essen hat sie mich nach hinten geführt in das Haus. Dieses Haus war ein verlassenes Haus einer türkischen Familie, türkisch-zypriotischen, weil sie haben an diesem Ort die Familien, die vom Norden fliehen mussten, angesiedelt. Die Familie, die also dort war, war aus dem Norden geflogen. Und die, die eigentlich das Haus bewohnt haben, mussten in den Süden fliehen. Sie mussten in den Süden fliehen. Sie mussten in den Norden fliehen. Und sie hat mir dann die Bilder gezeigt von ihrem Bruder, ihrem Onkel. Man sagt gefallen, aber eigentlich ermordet. Weil was macht der Krieg? Fallen Menschen oder werden sie ermordet? Eigentlich reden wir viel zu freundlich noch über all diese Gewaltsituationen. Und dann habe ich plötzlich verstanden, okay, ich in den 70er Jahren bei meinen Großeltern, das ist 30 Jahre später, nach 1945, kann man gut hochrechnen. Ich bin jetzt in Zypern, 74, das ist ein bisschen mehr, aber es fühlt sich sehr ähnlich an. Und ich habe plötzlich verstanden, dieses Schweigen, 74, das ist ein bisschen mehr, aber es fühlt sich sehr ähnlich an. Und ich habe plötzlich verstanden, dieses Schweigen, das auch bei uns zu Hause war, was ich als Kind nicht zuordnen konnte. Aber dort konnte ich es plötzlich und plötzlich habe ich verstanden, was wir eigentlich alles da erleben und wie uns das weitertragt. Und ich hatte diesen Raum, den Lichtraum, mit roten Linien durchzogen, also auch mit einem roten Element, weil es ging gar nicht anders, da war so viel Schmerz, dass ich wirklich mit dem Rot darauf reagiert habe. Und ich habe aber anders rot Magenta gelegt. Und das Magenta ist eine Farbe, mit der dann weiter geheilt werden kann. Das ist im Indischen sehr stark, bei uns ist auch nicht beforscht, dass man sagen könnte, das stimmt genau. Aber es ist eine sehr besondere Farbe, da machen wir einen eigenen Salon darüber, über das Magenta. Tatsächlich ist es aber so, ich konnte dann auch reden und es sind uns am nächsten Tag die Architektinnen entgegengelaufen gekommen, den Botschafter und mir, und haben gesagt, jetzt läuft's, alle freuen sich über das Projekt, jetzt ist es gut. Und ich konnte eben eine Rede halten, eine ganz kurze, hatte eine griechische Übersetzerin direkt neben mir und ich konnte darüber sprechen, dass dieses Rot da ist, weil ich diesen Schmerz hier verspüre und das Magenta ist da, dass wenn der Schmerz hochkommt, auch in der Zukunft, vielleicht denken sie an dieses Magenta. kommt, auch in der Zukunft, vielleicht denken Sie an dieses Magenta. Und damit kann der Schmerz in irgendeiner Form sich gut vernarben, sodass man dann ein besseres Leben führen kann. Und das war eigentlich dann etwas, was wirklich so sehr berührend stattgefunden hat. Also wir können mit der Kraft der Kunst wirklich unglaublich viel machen und das ist nicht ein Beleuchten oder ein technisches Medium, sondern in dem Moment, wo in das Licht ein Störfaktor kommt, wie zum Beispiel diese Filter, die ich da mitgebracht habe, das sind so Gläser, die wir da einsetzen, das eine ist eh das Glas von Belvedere, das andere sind die Linien, die ich mit der Hand hineinschneide, selbst vor Ort oder wo auch immer ich arbeite. Und wenn also so ein Störfaktor reinkommt in das Licht, dann rückt uns das Licht etwas näher und berührt. Lagerfeuer kennen alle, da funktioniert es. Kerzen, funktioniert auch, verbrennt Material. Tänzerinnen und Tänzer im Licht, Schauspielerinnen, wer auch immer ins Licht geht und es unterbricht, kann es zu einer anderen Sache machen, die uns plötzlich näher rückt. Wie das Augenlicht. Das kann es auch. Ich möchte jetzt den Raum öffnen, wie du es vorhin auch gesagt hast. Wir haben eine Frage aus dem virtuellen Raum und ich darf den Abendspielleiter Ben bitten, dass er die Frage mit uns teilt. Sehr gerne. Sehr gerne. Wir haben sogar zwei Meldungen. Eine E-Mail von Werner. Vielen Dank für die spannenden Projekte. Sie haben gesagt, auf Estnisch gibt es 30 Wörter für Licht. Was unterscheiden die? Welche verschiedenen Bedeutungen gibt es? Unterscheidet man zum Beispiel Kunstlicht und natürliches Licht? Und wie steht es mit Ihrer Kunst zum Thema, wie stehen Sie mit Ihrer Kunst zum Thema Lichtverschmutzung? Und ich lese die aus dem Livestream auch gleich vor von Erplena. Ich finde, Sie leisten eine wunderschöne Arbeit. Mich würde interessieren, wie Sie zum Thema Lichtverschmutzung stehen, über das zunehmend gesprochen und informiert wird. Lichtarbeiten herangetragen wird und ich kann sie sehr einfach beantworten. Dadurch, dass das Licht hier direkt geführt wird über Linsensystememutzung, sondern ganz präzise so, dass es verwendet werden kann. Die Projekte laufen auch nicht die Nacht durch, üblicherweise, außer es ist aus Sicherheitsgründen wichtig. Das kommt schon auch vor, dann geht die Sicherheit in dem Moment noch vor Lichtverschmutzung, falls man das als solches verstehen möchte. Wir verwenden auf jeden Fall auch Farben, die die nachtaktiven Tiere nicht stören oder nicht besonders anziehen. Es ist schon so, dass Mücken schon ins Licht fliegen. Ich weiß es, wenn ich mit dem Licht irgendwo arbeite oder fotografieren möchte, muss ich mich schon auch ein bisschen schützen, weil dann erlebe ich das schon mit. Aber man kann es reduzieren. Und die Lichtverschmutzung betrifft eine unkontrollierte Überhellung von allen möglichen Dingen. Und die allergrößte Lichtverschmutzung, die nie angesprochen wird oder fast nie, sind ja Straßenwerbungen. Also das ist komplett unkonzentriert. Neonröhren, die irgendwie zum Beispiel, ja, oder die überhellten Reklamen, die großen Tallhell bleiben und über die Auslagenscheiben dringt das Licht nach außen. Und das ist dann auch unkontrollierbar. Und je mehr zu viel helles Licht in der Stadt ist, desto schwieriger ist es auch in der Nacht zu erkennen, wenn es dann dunklere Flecken gibt. Weil tatsächlich adaptieren sich ja die Augen. zu erkennen, wenn es dann dunklere Flecken gibt, weil tatsächlich adaptieren sich ja die Augen. Und in unseren Lichträumen ist es so, dass die Augen sich gut adaptieren und eben über die Farbigkeit und über die Filterungen hier genau darauf geachtet wird, dass nichts einfach so irgendwo hin in den Äther dringt. Die andere Frage, die erste war, ja ich kann das leider nicht genau beantworten, aber ich habe eben mit einer Künstlerin schon zusammengearbeitet, die das jetzt mal ausgehoben hat, ihre Mutter nämlich, aus einer alten Bibliothek, die vielen Farbnamen, und die sind erst dran, das genau zu verstehen. Dazu muss man natürlich auch ein großes Sprachverständnis haben,, man braucht die Native People. Das interessiert mich aber sehr und daran möchte ich gerne noch arbeiten. Ich schaue in den Raum. Gibt es Fragen, Beteiligung? Ist die Einladung nun an unsere Gäste im Kepler-Salon? Kurzes Handzeichen, bitte. Stefan bringt das Mikrofon. Da vorne, bitte. Mir ist leider jemand zuvor gekommen, ich wollte auch zur Lichtverschmutzung fragen und da ist mir das absurde Bild, die dunkle Seite des Lichts eingefallen. Ja, die dunkle Seite des Lichts, die ist bei uns mit dabei. Die ist nämlich sehr wichtig, denn das Licht wird so präzise geführt, dass man eben auch mit Schatten arbeiten kann. Und wir arbeiten teilweise auch mit Farbschatten ganz bewusst. Also jetzt hier, wenn ich da anfange ein bisschen mit dem zu arbeiten und da irgendwie... Das sind übrigens Miniaturprojektoren und wir arbeiten gerade an einem Projekt, das wir in Berlin vorstellen werden. Im Ende Jänner am österreichischen Kulturforum. Also du besitzt da mein Objekt. Aber hier sieht man, wie man mit dem Farbschatten eigentlich schon anfangen kann. Das ist jetzt nicht für alle sichtlich, je nachdem, wo man sitzt. Aber es ist eben sehr wichtig, dass man mit wenig Licht arbeitet. Ich fange auch immer, vielleicht ist das auch interessant, zur Lichtverschmutzung oder überhaupt zu dem Thema Licht. Ich habe sehr oft mit dem Stephansdom gearbeitet, in Summe jetzt viermal, also wirklich große Projekte im Dom. Das letzte war 2017 und davor 11, 12, 13. Und dort habe ich angefangen, mit dem Dom, mit der Gotik, das Licht zu verstehen. Und es fällt ja auch in eine Zeit Wismotrix, nämlich die bewegenden Kräfte von Kepler, der ja plötzlich irgendwie sagt, hey, da bewegt sich was, die Sonne ist nicht satisch. Und das war ja ketzerisch, das war ja nicht einfach so. Er hat das, glaube ich, gar nicht mal überlebt, diese Ansage. Doch, er ist 1626 genau aus diesem Haus weggegangen, weil er selbst Hofmathematiker nicht sicher war, aufgrund seines protestantischen Glaubens verfolgt, und er ging dann freiwillig weg, tatsächlich jetzt auf 400 Jahre genau. Aber auch eben wegen seiner Anschauung, weil sich plötzlich die Sterne, weil sich alles um die Sonne dreht. Das war von ihm neu gesetzt, dass nicht wir im Mittelpunkt stehen, sondern dass die Sonne der Mittelpunkt ist, um den sich die Erde dreht. Das war, glaube ich, seine absolut neue Erkenntnis. Tatsächlich. Aber jetzt habe ich ein bisschen den Faden... Der Dom. Ah, der Dom. Genau, jetzt habe ich ein bisschen den Faden... Dom, und ich glaube im Dom war auch noch... Genau, da habe ich es eben verstanden, was mit dem Licht, was überhaupt Licht bedeutet. Weil der Stephansdom und alle Kathedralen dieser Zeit sind andersrum gebaut, als wir vielleicht denken. Es gibt in der Romanik davor die bemalten Wände. Und dann kam irgendjemand auf die geniale Idee, das weiß man gar nicht, wer das war, und hat diese Wände transparent gemacht. In diesen Kathedralen sind also keine Fenster eingebaut, sondern transparente Wände. Und die haben dann eben in diesen tollen Verglasungen die Geschichten erzählt, statt auf der platten Wand. Das war natürlich ein Riesenwunder auch in der Zeit und man hat noch dazu gedacht, in diesem Licht wird das Göttliche gespeichert und das geben dann diese Wände nach innen ab. Also man hat ein ganz anderes Denken gehabt und die Figuren, Also man hat ein ganz anderes Denken gehabt und die Figuren, das Figurenprogramm im Stephansdom zu Allerheiligen, also es sind ja, ich weiß nicht, 113, 114 Säulenheilige. Und die sind aber bemalt worden, nachdem die Gläser eingesetzt wurden. Man hat sie also in diesem Licht bemalt. Und bis zu Krieg, bis zum Brand im Stephansdom, Krieg zu Kriegsende, waren ja farbige Verglasungen im Dom. waren ja farbige Verglasungen im Dom. Und nur die Fenster vorne, weil mal da, die waren ausgebaut. Und deshalb haben die überlebt, weil man sie nämlich während des Kriegs nicht eingebaut hat, sondern erst danach wieder. Und jetzt hat der Dom ja eine transparente, zarte Verglasung mit Fenstern aus Tirol. Und wenn man darin fotografiert, hat man plötzlich eine Kunstlichtstimmung. Das merkt man natürlich nicht, wenn man reingeht, weil die Augen adaptieren sich ja an Tageslicht und Kunstlicht. Aber tatsächlich, wenn man analog fotografiert, da ist das sehr genau mit dem Material, sieht man plötzlich hoppala, wir stehen in einem Kunstlichtraum. Das Kunstlicht wird aber erzeugt durch diese Farben, durch diese Spezialverglasung, die der Dom jetzt hat. Nicht durch Licht, sondern durch die Filterung vom Sonnenlicht in einem warmen Ton. Und das schaut gar nicht so warm aus, wenn man reingeht, aber tatsächlich ist es so. Also da lernt man enorm viel mit dem Dom, mit den Kathedralen. Das war für mich so ein Schritt, wo ich plötzlich wieder verstanden habe, ich muss viel großzügiger werden in den Linien, ich muss da irgendwie, der Raum kann gar nicht, das Licht kann so große Räume bauen, so große Skulpturen, so große Objekte. Und dann ist es ja noch dazu lustig, wenn man das andersrum denkt, aus der künstlerischen Perspektive, du hast einen Lichtraum, du hast ein Lichtobjekt, das überschneidet sich mit dem realen Raum und dann siehst du von diesem Objekt, von dieser Lichtblase immer nur das Innere. Du kannst nie von außen auf diese Lichtblase schauen. Du stehst ja immer mittendrin. Du siehst ja, wo sie auftrifft. Also überall, wo wir hinschauen, wir schauen immer von innen drauf. Weil von außen, okay, ich könnte eine transparente Leinwand hängen, dann sehe ich es vielleicht von außen. Aber irgendwie finde ich es lustig, dass wir mit dem immer verwachsen und dass wir eine Art inverse Skulptur damit haben. Ein Teil davon. Sie sind ein Teil davon. Ich glaube, dass dieses, weil wir über Teilhabe gesprochen haben und dieses Miteinander, ja, ich sehe das auch bei anderen Frauen und auch bei anderen Männern heute, das ist eine Tendenz in unserer Zeit, dass die Kunst sich weiterentwickelt zu einer Form der Teilhabe, die nicht nur heißt, ich interpretiere jetzt die bildnerische Arbeit, das Bild neu für mich und bin Teil davon, weil ich ein Rezipient bin, der irgendwie betroffen ist, sondern ich kann wirklich auch etwas angreifen und bin wirklich drinnen. Und dann stellt sich die sehr spannende Frage, ja gibt es da noch Exzellenz in der Kunst? Oder verlieren wir die dann? Wenn es plötzlich für alle offen ist, alle gemeinsam, aber vielleicht ist ja nichts davon das Ende vom Lied. Vielleicht ist tatsächlich der Chor singt, aber es gibt trotzdem jemand, der komponiert. Und wie viel ist interpretiert in der Musik? Da sind ja auch Professionisten an der Teilhabe beteiligt, also sind Teilhabende von einem musikalischen Werk, da wird es schon hineinkomponiert. In der Bildungskunst ist es sehr langsam, kommt es sehr langsam, aber es ist auch schon da. Es gibt immer wieder spannende Beteiligungsformate und ich glaube, das hat mit unserer Demokratie und mit dem Miteinander zu tun. Ich glaube, es ist immer weniger notwendig, dass wir den großen Turm sehr hoch bauen, sondern es ist vielleicht nötig, dass wir Räume aufmachen. Und wir haben sie ja. Darin wachsen unsere Kinder. Also diese Räume nach außen tragen und sie für alle aufzumachen, ist auch ein Teil unserer Arbeit. Sieht man auch in den Formen. Ich möchte die letzten zehn Minuten noch ein Thema ansprechen. Du hast in der Via Activa dich mit Hannah Arendt, mit ihrem Denken viel beschäftigt, kommend von ihrer Vita Activa, dem Arbeiten, dem Herstellen und dem Handeln. Möchtest du uns da ein bisschen einführen in diese Welt und auch deine konkrete Auseinandersetzung mit ihr, mit ihrem Denken als politische Theoretikerin? mit ihr, mit ihrem Denken als politische Theoretikerin? Also, wie aktiver ist der Titel von einem Projekt im Stephansdom 2013, wo ich das allererste Mal, ich habe mich vorher rein ästhetischen Fragen gewidmet in meiner Arbeit. Also, wie funktioniert das Licht, wie können Bildräume entstehen, wenn ich also Licht als materiales Medium zulasse, was ändert das dann an der Malerei, speziell an der monochromen Malerei? Und so sind Bildwerke entstanden, also rein ästhetische Fragen und damit rauf und runter, wie funktioniert das Licht, wie kann ich es besser verstehen, wenn ich malerische Elemente reinsetze, also tatsächlich gemalte Filter. Von dem weg, Figuration, wenn ein Mensch reingeht, wenn Menschen in das Licht gehen und sich diesen Raum quasi teilen, dann bringen sie ihre eigene Figuration rein. Also wenn das Licht dort stattfindet, dann ist das der Fall. Wenn wir aber in den öffentlichen Raum gehen, und das Stephansdom ist für mich so ein Raum, oder tatsächlich der öffentliche Raum, dann muss die Lichtsprache noch extremer und stärker werden. Deshalb sind hier auch diese weißen Linien eingeschnitten, anders mit der Farbe gearbeitet. Da kann ich nicht etwas ganz Minimalistisches setzen, weil plötzlich wird es zur Beleuchtung, weil man dem nicht mit Formen entgegnet. Weil wir haben so viele Formen im öffentlichen Raum. Der einzige Raum, wo ich wirklich formenfrei bin, ist mein Bildraum. Ja, der hat eine äußere Form. Wenn ich die normiere, dann muss ich nicht mal mehr das berücksichtigen. Wenn ich in einen Wide Cube gehe, habe ich auch ein bisschen mehr Form schon, weil es ist der Würfel. Und dann gehe ich in den öffentlichen Raum. Und das ist eigentlich auch das, was mich dann, wie ich im Stephansdom gearbeitet habe, habe ich dann angefangen, das zu Raum. Und das ist eigentlich auch das, was mich dann, wie ich im Stephanszoo gearbeitet habe, habe ich dann angefangen, das zu verstehen. Und ich habe mich parallel schon sehr viel mit der Hannah Arendt beschäftigt. Und dann war es naheliegend, das eben wir aktiver zu nennen. Und zu der Zeit war mein Neffe aus Worwig da, der hatte da gerade sein Bachelor gemacht, war dann ein Jahr in Wien. In der Zwischenzeit hat er in Oxford sein Doktorat gemacht in politischer Theorie und zu der Zeit, wie er in Wien war, habe ich genau an diesem Projekt gearbeitet und er war ja der beste Punching-Partner, was Hannah Arendt betrifft, weil er über sie geschrieben hat in seiner Bachelor-Arbeit eben, über den Begriff der Versöhnung. Schwieriger Begriff, ja. Aber ich glaube, das machen wir heute nicht auf dieses Feld. Vielleicht im Anschluss dann noch. Ja, tatsächlich gibt es für mich einen Schlüsseltext in der Hannah Arendt Lektüre, das ist Freiheit und Politik. Man kann den auch hören, es gibt auch von ihr gesprochen, tatsächlich, den findet man online. Er ist eben, ich habe es ja heute mit, es ist nicht einfach nur in der Vita aktiver, sondern es ist vor allem da, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Da drin gibt es auch eine sehr schöne Skizze zur Gegenwart zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und man sieht, es ist ein Arbeitsbuch. Immer wenn sie diesen Text, die Hannah Arendt hat ja nicht alles immer neu geschrieben, sondern sie hat vertieft. Sie hat immer weiter vertieft, die Gedanken vertieft, verschiedene Richtungen abgeklopft. Und eben Freiheit und Politik ist so für mich ein Text, wo irgendwie alles vorkommt. Natürlich, in der Zeit gelesen, natürlich ist es schwierig. Ich weiß gar nicht, wie soll man denn heute erkennen, wenn jemand gerade lebt und etwas entwickelt, wie das überhaupt einzusortieren ist, wie das positioniert werden soll. Natürlich ist sie ein Kind ihrer Zeit und sie hat einen sehr klassischen Kunstbegriff. Also für mich ist jetzt nicht ihr Kunstbegriff das, was mich da so interessiert, sondern ihr politischer Begriff. Und der politische Begriff bedeutet eben, erstens mal frei sein können wir nur miteinander. Allein kann niemand frei sein. Das ist ein Teil davon. Und alle Politikerinnen und Politiker, die den Staat nur verwalten, ja, das ist halt schwierig. Eigentlich gehört ein größerer Gedanke drüber. Aber was passiert denn dann? Kannst du dann noch einzelne Schicksale beachten? Oder wie fährt man dann drüber? Aber dieses Aufmachen von Räumen, zum Beispiel auch Ihr Begriff von der Oberfläche, sie handelt denn so ab, dass das Oberflächliche vielleicht doch ein Hinweis auf das Drunterliegende sein könnte. sind einfach sehr schöne Dinge drinnen, die mich schon sehr lange begleiten und diese Erscheinungsräume des Politischen, das ist einfach ein Ziel, was ich immer wieder verfolge, aber auch eben die handelnden Menschen. Acting Concert ist ein Begriff von Barclay, den sie da mitnimmt und das heißt einfach gemeinsames Handeln entscheidet und das Handeln ist nun mal das höchste Gut. Wie handeln wir miteinander und wenn das in der Kunst vorkommt, dieses Miteinanderhandeln, dann ist das für mich etwas, was funktioniert und was erstrebenswert ist und wo wir viele mitnehmen können. Ja, da muss niemand übrig bleiben, der nicht mitgenommen wird. In der Kunst können wir das. Wir müssen es ja nicht Kunst nennen, wenn es alle abschreckt. Aber das ist auch eine sehr spezie die Kunst der Politik oder und, und, und. Aber wenn wir von Kunst sprechen, weil in erster Linie bildende Kunst stimmt natürlich nicht, weil es gibt Filmkunst, es gibt Musik, es gibt alles Mögliche, gehört ja alles in die Kunst. Nein, wir sagen lieber Musik und Kunst, stimmt auch nicht, weil eigentlich ist ja alles Kunst. Es gibt in Deutsch wirklich eine sehr große Einschränkung und ich möchte diesen Begriff aber sehr groß öffnen. Denn ich glaube, dass alle ein Recht auf Kunst haben, alle ein Recht auf Beteiligung an Kunst und es muss aufhören, dass man schon bei den kleinsten Kindern irgendwie sagt, du kannst aber nicht zeichnen, weil es schaut ja nicht aus wie ein Pferd. Was ist denn das, was du da machst? Du kannst ja gar nicht singen. Dieses ewige, wie viele Menschen entschuldigen sich bei mir, wenn sie kommen und sagen, aber sie verstehen nichts davon. Und ich denke mir, what? Ich mache das nicht nur für Leute, die es verstehen. Dann kann ich ja gleich in meine eigene Blase gehen. Aber die Entscheidung war, in den öffentlichen Raum zu gehen und damit die Räume zu öffnen. Und da gibt es einen sehr schönen Text von HC Artmann zum poetischen Akt, die Achtbukte-Proklamation des poetischen Akts. Und da schreibt er darüber, wie man plötzlich reinpurzelt in ein Kunstwerk, ohne dass man es merkt. Ich kann es jetzt nicht wiedergeben, wäre auch zu lange. Aber das gehört auch dazu, dieses plötzlich wo auftreffen und reintreffen und plötzlich fängt man ein Gespräch an. Und wie wir mit Rast und Stacheldraht am Helmdorfer und am Michaelator gearbeitet haben 2016, war ja gerade die Drehung von der Willkommenspolitik in alle müssen raus, wir müssen die Grenzen dicht machen und so weiter. Kommenspolitik, alle müssen raus, wir müssen die Grenzen dicht machen und so weiter. Und mir war es wichtig, das in die Stadt zu bringen. Und die Menschen sind tatsächlich hingegangen, um dort zu debattieren, in diesen Lichträumen. Nur dazu müssen sie statt oben am Boden sein. Also nicht in der Luft, sondern am Boden und dann gibt es auch keine Lichtverschmutzung mehr. Sondern dann ist ja alles mitgenommen in das, was wir eigentlich wollen. Das ist ein sehr schöner Schlusssatz. Danke, liebe Viktoria Köln, für deinen Besuch, für deine Ausführungen. Danke für die Einladung und die schönen Fragen. Dir, liebe Viktoria, noch einmal danke. Ich nehme ja zwei, drei Begriffe mit. Das ist diese Großzügigkeit, die großzügige Linie, großzügige Linien und miteinander handeln. Und dazu darf ich Sie und Euch recht herzlich einladen. Schönen Abend. you