... Musik... Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Gäste, man hört mich schon am Mikrofon. Ben, Abendspielleitung, alles passt, Daumen hoch, sehr gut. Ein herzliches Willkommen im Kepler-Salon. Zum wiederholten Male ist es mir eine große Freude, was das Literaturschiff hier im besten Sinne des Wortes veranstaltet. Lieber Christian und Team, Schacke, Rialda, ihr habt so viele tolle Gäste immer wieder hierher gebracht ins Literaturschiff. Und heute möchte ich mit Ihnen gemeinsam Banu Mushtaq herzlich willkommen heißen in Linz. Applaus Sie können im Anschluss das Buch gerne käuflich erwerben, vielleicht auch mit einer kleinen Widmung. Ich darf an dieser Stelle aber auch Barbara Bär, die durch den Abend führt, herzlich begrüßen und eine von mir sehr geschätzte Schauspielerin, Claudia Seigmann, ein herzliches Willkommenkommen euch beiden auch. Lieber Christian, ich übergebe nun das Wort an dich und wünsche Ihnen und euch allen einen wunderbar inspirierenden und berührenden Kepler-Salon. Danke, liebe Cornelia. Meine Hände sind jetzt total nass. Danke für deine warmherzigen Worte. Es ist einfach schön zu wissen, mit Leuten wie mit dir, mit deinem Team, mit allen Menschen hier im Kepler Salon zusammenarbeiten zu dürfen, zu können. Und man muss schon sagen, ihr macht es uns auch sehr, sehr einfach. Danke. Einen Applaus bitte für die Kooperation. Ich glaube, das darf auch mal sein. Große Verneigung. Herzlich willkommen auch von unserer Seite. Es ist immer ein Genuss, hier reinzukommen. Man spürt diese großartige Debattenkultur, obwohl noch gar keine Menschen hier sind. Aber es macht einfach der Raum wirklich sehr, sehr besonders, auch die Geschichte des Raumes. Bevor wir zum eigentlichen Abend kommen, noch ganz kurz. Sie haben es gesehen, es liegen sehr, sehr viele Programme auf bis November. Sie sind die Ersten, die jetzt auch das November-Programm in den Händen halten können. Nehmen Sie sich das Programm mit nach Hause. Wir wussten, dass heute sehr, sehr viele Leute kommen und deshalb haben wir uns erlaubt, Ihnen wirklich alle Programme auf Tische, Tables und so weiter zu legen. Und wir freuen uns immer wieder, so ein großartiges Publikum wie Sie bei uns empfangen zu dürfen. Herzlich willkommen zur kurzen Geschichte des heutigen Abends, weil es zeigt dieser Abend, wie das Buch Räume möglich macht. Es könnte schöner kaum sein. Da gibt es den Verlag Kiona, der gegründet worden ist 2021. gibt es den Verlag Kiona, der gegründet worden ist 2021. Kiona, ich hoffe, ich habe es, okay. Kiona 2021 und das Literaturschiff ist ja auch noch sehr, sehr jung, 2020. Und da gibt es zwei Gründer, den Lars und den Flo. Und ich habe dich nicht gefragt, liebe Tamara, ob du mir gestattest, dich zu erwähnen, aber ich habe es übersehen. Aber ich mache es jetzt einfach. Und dann gibt es die wunderbare Tamara Al-Udad, die für den Verlag Pressearbeit macht, Veranstaltungsarbeit, großartige Korrespondenz, die uns kontaktiert hat, weil Banu Mushtaq ein Writers Residency in Berlin am Literarischen Kolloquium macht. Und da bietet sich die Gelegenheit. Und wir haben dann einfach, also da braucht man nicht lange zu überlegen. Also dieses Buch, meistens bleibt ja die Frau zu Hause. Man kann den Mächtigen ins Gesicht lachen und so weiter mit dem Buch. Einfach großartig. Und liebe Tamara und euer Verlag Kiona verkörpert auch so viel, wie wir verkörpern wollen. Es geht um Empathiebildung bei euren Büchern, die ihr verlegt. Es geht um Aufklärung. Ich habe es so schön gefunden, auch auf eurer Webpage. Bitte besuchen Sie die Webpage kiona.echo, glaube ich. Unbedingt, weil das ist wirklich alleine fantastisch, was man danach liest. Und es ist tatsächlich so, wenn man den Verlag auf einer Buchmesse zum Beispiel vorfindet und besuchen, dann mit den Leuten spricht. Also Authentizität pur. Und genau, abschließend, es ist kein Nachrichtenmagazin, steht auch auf der Homepage, sondern es geht um Bücher, es geht um Geduld und es geht um das Fördern der Denklust. Und ich meine, wir haben uns getroffen. Danke für deine Kontaktaufnahme. Einen Applaus bitte. Das war uns jetzt einfach wichtig. Genau. Und was ich vorhin noch übersehen habe, wir haben heute, bitte bleiben Sie unbedingt noch hier, wir haben nämlich heute ein fantastisches Gewinnspiel für die Ottensheimer Literaturtage, sowas hatten wir noch nie. Bleiben Sie bitte hier und lassen Sie sich natürlich bitte unbedingt die Bücher signieren zum heutigen Abend. Banu Musch, Tag. Ja, wir sind wirklich, um euch herzlich willkommen zu sein. Wir sind sehr, sehr froh, dass wir die Abend mit euch zusammen mit eurem Buch teilen. Wir haben auch die englische Version, Hardlamp, und auch die deutsche Translation Meistens bleibt die Frau zu Hause. Vielen Dank, dass Sie die Möglichkeit gefunden haben, uns hier in Linz zu beitragen. Noch einmal, bitte. Ich habe das Buch gelesen und ich habe es einfach, es erzeugt so eine Sogwirkung, weil das Buch für die Zeit so wichtig ist und nicht nur. Und ich habe das Bano, I told you today already, nicht nur für Indien, sondern für alle Länder, weil wenn man sich ansieht, wohin es geht, dann ja, es ist ein Buch, eben ich habe es vorhin schon gesagt, um den Mächtigen ins Gesicht zu lächeln und um ihnen mitzuteilen, so nicht. Es ist ein Buch von Protestkultur, Protestliteratur und ja, herzlich willkommen. herzlich willkommen. Den heutigen Abend moderieren wird, links an der Seite von Banu Mushtaq, Barbara Bär. Barbara Bär war auch schon immer wieder bei uns auf der Bühne. Sie ist freischaffende Literaturjournalistin, hat Romanistik und Literatur, vergleichende Literaturwissenschaften studiert in Wien und in Kanada und ja, schreibt ganz, ganz tolle Literatur, journalistische Beiträge, Rezensionen im Kurier. Und einen hast du ja auch für das Buch von Banu Mushtaq und über Banu Mushtaq geschrieben, der heute, glaube ich, erschienen ist, richtig? Genau. Liebe Barbara, herzlich willkommen hier in Linz. Schön, dass wir dich empfangen dürfen. Danke, danke schön. Danke, danke schön. Die deutschsprachigen Textstellen wird Claudia Seigmann lesen. Produzentin, Regisseurin und sie bewegt sich in den Grenzfeldern von Performances und Theater, Literatur. Einfach wunderbar, dich hier zu haben, dich hier zu wissen, liebe Claudia. Schön, dass du heute bei uns lesen wirst. Herzlich willkommen. Danke schön. Danke schön. Liebe Barbara, ich darf dir nun das Wort übergeben, bitte. Danke, Christian. Danke auch von meiner Seite, dass ich hier sein darf. Ich bin zum ersten Mal hier. Vielen Dank für die Einladung. Banu Mushtaq, es ist uns eine große Ehre, Sie hier bei uns begrüßen zu dürfen. Ich stelle Sie vielleicht ganz kurz vor. Bhanu Mushtaq, Anwältin, Menschenrechtsaktivistin, Autorin, 1948 in Südindien geboren, hat selbst eine wirklich abenteuerliche Lebensgeschichte. Und sie hat auch in diesem Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde mit Meistens bleibt die Frau ja zu Hause, Lebensgeschichten verschiedener Frauen aufgeschrieben, denen sie selbst in ihrer Tätigkeit als Anwältin auch begegnet ist. Sie ist dafür mit dem International Booker Prize 2025 ausgezeichnet worden. Es ist das erste Mal, dass ein Kurzgeschichtenband ausgezeichnet wurde. auch versteht. Ich möchte als erstes von Banu Mushtaq wissen, wie diese wichtige, prestigeträchtige Auszeichnung ihr Leben verändert hat. Banu Mushtaq, how did the Booker Prize change your life? Booker Prize, it was not, I never expected I will get Booker Prize because I live in a small town in Karnataka state and the population of my place is about 1.5 million and it is like a village. I lived there comfortably without any publicity and without any more glimmering accolades in the literature. But in Kannada literature has recognized me and they have, I mean, encouraged me. And the government, as well as various organizations, they had given me a lot of awards, cash prizes, everything. And one of my stories, that is Black Cobras. It was made into a film by a reputed director called Girish Kasarvali. And it has won three national awards. And it is a landmark in the Kannada film industry. Even though I was recognized in my place, I never thought I would go into the international contest. That Booker Prize, it was a different thing. The entire process was new to me. I never knew what would happen among the European countries. There are many layers of contested programs there. But I went to London. I was invited by the publisher and other stories, and they invited me to London. I was a bit afraid because I never had traveled to any European countries. I had visited only South Asian countries. So to help me, about seven of my family members, all my three daughters, sons-in-law, grandchildren, they accompanied me. They had their vacation with me at the booker event and i got some strength and i got some confidence to go over there but it was quite different and it was quite tough for me and even more I had a greatest trouble was when I was traveling from Bangalore to London I lost my baggage everything was lost and when I alighted at the Heathrow airport there was nothing for me and the officials the airport officer said you just lodged a complaint here and you can go we will inform you but for 15 days i could not locate next morning i never had any clothes and more than that the problem was i am a heart patient and I have undergone major heart surgery, robotic surgery. And the doctor has advised me that I should not skip medicine even for a single day. Because blood thinner is very essential for me. And there was no trace of my medicines. All of them, it has gone. And my sons-in-law was so in trauma and stress. They contacted each and everybody. They contacted so many persons, doctors. But though I had prescription, there was nobody to dispense the medicine to you. So it was the greatest, with all these greatest troubles, So it was the greatest, with all these greatest troubles, I wrote, I posted a post in FB, back home, and I said, see, I have come to London, and I have lost my baggage, and I am in great trouble, everything. And believe me, there was not even a single soul who sympathized with me all of them said okay it's okay madam don't worry about it but don't forget to bring booker to us how shall I get booker to them I am in real trouble i i just wanted one or two sympathetic words for them but said repeatedly they start pestering me you should bust and should bring booker to canada and we are awaiting you and i got horrified see what is this position i then i was in great distress without medicine. And somehow my people got it from Bangalore. It's a different, after three days, it's a different thing. Medicine I got and all of them, they took me to Central London and purchased Western clothes for me conveniently and I had to wear it. And further, when the people started demanding Booker back home I got terrified and I asked my people one day about five days earlier from Booker I asked them to go for sightseeing leaving me at home we had a air phb accommodation I said I will be at home you can go and then I could not I mean stop me from weeping continuously I wept for 10 to 15 minutes I was lost I didn't know what to do I don't know what is Booker and I don't know how they are going to judge me. And these people are demanding Booker to be brought to Kannada. Yeah, what a great situation I was strangled in. So I wept completely. Then I wiped my home and I prayed for 15 minutes. Then with full calmness, I started writing acceptance speech of Booker. Minuten. Dann, mit voller Körbnis, habe ich angefangen, die Akzeptanz-Sprache von Booker zu schreiben. Also wir merken es, wir haben es hier mit einer Literatin zu tun. Das war schon per se eine wunderbare Kurzgeschichte. Ich kann jetzt nicht alles wiederholen, aber nur um es kurz zu machen. Sie kommt aus einem kleinen, kleinen Dorf dort und hätte sich natürlich nie erwartet, so einen Preis zu bekommen. Aber sie war in ihrer Heimat sehr wohl schon eine anerkannte Schriftstellerin, bevor sie diesen Preis bekommen hat. Also es ist auch eine Kurzgeschichte von ihr. Black Cobra ist von einem sehr renommierten Filmemacher verfilmt worden, war auch in Cannes zu sehen, viele Preise und so weiter. Der Booker-Preis war dann halt schon noch einmal eine andere Nummer und sie ist da mit ihrer ganzen Familie, Kinder, Enkel und so weiter nach London gereist, hat auf der Reise dann leider lebenswichtige Medikamente verloren, also der ganze Koffer war weg und dann hat sie also nach Hause irgendwie um Hilfe gebeten, man möge ja helfen bei der Suche nach ihrem Koffer. Und also die Leute daheim haben immer nur gesagt, wir wollen den Booker-Preis, wir wollen den Booker-Preis. Und das war also eine ziemlich außergewöhnliche Situation, die sie dann zuerst mit einer ziemlichen Verzweiflung und dann aber doch einem kleinen Gebet und einem Zu-sich-Kommen gemeistert hat und dann also die Bukka-Preis-Dankesrede geschrieben hat. Und ja, die Menschen daheim sind jetzt auch glücklich, weil der Bukka-Preis dort angekommen ist. Ich glaube, wir sollten gleich zu einer ersten Lesestelle kommen. Ich möchte nur sagen, all diese Geschichten, das hat mir Banu Mushtak in einem Interview, das wir im Vorfeld geführt haben, auch erzählt. All diese Geschichten beschreiben Frauen, die Banu Mushtak als Anwältin auch selbst kennengelernt hat. Bitte Claudia. Gerne. Ja, auch ein herzlich willkommen von meiner Seite. Ich freue mich sehr, nach langer Zeit wieder einmal hier zu sein. Shaista Mahal Ich hätte Ihnen gleich sagen sollen, wer Mujahid überhaupt ist. Also, Mujahid ist mein Hausmann. Naja, das trifft es nicht ganz. Meistens bleibt ja die Frau zu Hause. Deshalb nennt man sie ja auch Hausfrau. Nach dieser Logik wäre Mujahid wohl eher mein Büromann. Ach was, das stimmt auch nicht. Das Büro gehört ja nicht mir. Also, wie soll ich ihn dann nennen? Wenn ich ihn Herr nenne, wäre ich wohl seine Sklavin. Ich könnte genauso gut ein Stück Vieh oder ein Hund sein. Aber ich habe auch ein bisschen studiert. Ich habe einen Bachelor gemacht. Es gefällt mir überhaupt nicht, unsere Beziehung mit der von einem Herrn und seiner Sklavin zu vergleichen. Vielleicht sollte ich ihn Ehemann nennen. Ehemann, Wehemann. Als würde ich auf ein großes Desaster warten. Aber warum gleich an so viel Unglück denken? Ich könnte ihn meinen Gemahl nennen. Aber keine Frau würde Ihnen ihren Mann vorstellen, indem sie sagt, dies ist mein Gemahl, oder? Diese Bezeichnung wird umgangssprachlich nicht oft benutzt, sie ist eher literarisch. Außerdem möchte man dann sofort Herr Gemahl daraus machen und das klingt beinahe wie Herrgott. Diesen Status will ich Mujahid nicht zugestehen. Es ist bei uns, das heißt bei uns Muslimen, schon so, dass für uns Frauen hier auf Erden der Ehemann wie ein Gott ist. Ganz wie Gott da oben im Himmel. Stellen Sie sich vor, der Körper eines Mannes wäre mit eiternden und blutenden Wunden bedeckt. Seine Frau stünde auch dann noch in seiner Schuld, wenn sie all diese Wunden mit ihrer Zunge sauber leckte. Egal, ob er ein Trunkenbold oder ein Ehebrecher ist oder ob er seine Frau Tag und Nacht wegen der Mitgift drangsaliert. Egal, wie viele Ob und Wenn tatsächlich zutreffen, er bleibt immer noch ihr Ehemann. Ganz egal, welche Religion Sie sich anschauen, die Frau ist immer die untertänigste Dienerin Ihres Mannes, seine Sklavin. Dankeschön. Wir haben jetzt gehört, den Anfang der titelgebenden Geschichte dieser Kurzgeschichtensammlung und ich würde sagen, die ist sehr typisch für diese Sammlung, denn im Ton beginnt sie fast harmlos und mit einer gewissen Heiterkeit und schleicht sich dann an und entfaltet ihre ganze Bitterkeit, die von Frauen in dieser Region, aber nicht nur in dieser Region spricht. Die Geschichte von Shaista Mahal. Erinnerst du dich, wann du diese Geschichte geschrieben hast und was war der Kontext dieser Geschichte? I wrote this story about 35 years back when I was in the social movement. Because I had seen so many people. If your husband dies, a woman lives there throughout her life with his memories but whereas if your wife dies husband has got a lot of pretext a lot of defenses and he would say there should be somebody to look after my children. But it is not for the children, as in the case of Mujahid. In the case of this story, it is he who wants a wife for his own purpose. And the society approves. Even if there is a wife living, the society approves. Second wife, third wife, anything. How many wives he likes. But it is not the case with the women. So when I observed these anomalies of the society, the society, surely it is patriarchal. It is surely patriarchal. It defends only the values of men in the name of religion, in the name of relationship. If you want to be my wife, you do it. If you don't want, you can get out. I will divorce you. That is the condition imposed. So the husband dictates her, the society dictates her, the husband dictates her the society dictates her the power dictates her the government dictates her and each and everybody want to control her in the various names and this is one family relationship wherein when she was alive, he goes on saying, I love you so much. I cannot live without you. You are the only savior of me. Everything she convinces her. But within a short period after her death, he gets married, remarried. That too, there should be some woman to look after my children. But children f find themselves. The wife is for his pleasure. And this story, and this is the common story I have observed in so many families, gentlemen there who are continuously declaring their life their love for their life and here is another one aspect I want to say that whatever the name relation you refer to that relation it says the master. It says husband as the master. In Kannada they say ganda, ganda means master. And then there is husband, husband is animal husbandry, he is the master. And everywhere husband, I don't know here but in the Indian context whatever name you refer to him it is it says that he is the master and I have asked if he is the master is the wife servant what is her position that in the starting itself it comes here well in Austria it's not like this the husband is not the master but but repeat so many women so many women they agree that he's the master and that's why in a story tape I have asked, why do you admit him as a master? It is as if degrading yourself. And it has been prescribed in the university as a text. Back home. This story is a text in the university. Okay, wow. And most of the stories, they have been prescribed as text. Okay, wow. Und die meisten von diesen Geschichten sind als Texte besprochen worden. Und ich würde sagen, fünf Forschungsschüler haben auf diese Geschichten gesucht und sie haben einen Ph.D. gewonnen. Ich werde es kurz übersetzen, ist das okay? Ich werde kurz übersetzen, was Sie vorhin gesagt haben. Ja. translate quickly, is that alright? I'm going to translate quickly what you just said before you continue. Diese Geschichte hat sie vor 35 Jahren geschrieben, aber vieles hat sich noch immer nicht geändert. Also es ist nach wie vor so, the husband is the master. Sie haben das eh gehört und auch, glaube ich, verstanden. Und das perfide ist, dass sehr viele Frauen diese Dinge auch mitmachen. Und es ist also nach wie vor selbstverständlich, dass die Männer sich immer weitere Frauen aussuchen können. Sie sagen dann, wenn eine Frau stirbt, sie brauchen jetzt eine neue Frau, weil das ist zum Wohle der Kinder. In Wahrheit geht es immer um die Männer. Und das Paradoxe ist, das hat mir Banner Muschtag auch im Vorfeld erzählt, also es gibt sehr wohl einen progressiven Teil der Bevölkerung, der ihre Arbeit auch sehr, sehr schätzt. Sie war ja auch lange Journalistin und eben Menschenrechtsaktivistin. Viele ihrer Geschichten sind mittlerweile auch Schullektöre, werden an den Universitäten auch unterrichtet, aber nach wie vor gibt es da so eine ganz starke, beharrende Masse, muss man sagen. What I would like to know is you just said you wrote this 35 years ago. Has it changed since? Is it better? That is what I told you. When the teacher explains these concepts to the university students, university students, they will start thinking about it. They will understand what I have told. Because these things, if I write an essay or a news item, they will read and forget. And when they bring it in the form of a story, it remains in their heads. Because a story or an art piece or a song or a dance or a theatre, anything you say, any art form, it will not end. The process starts when you read it. Afterwards the process starts in your minds. Thereby you will come to some conclusion. When it grows in your mind, it gives a different concept to you. You go on nourishing it. You go on watering it. You go on nourishing it. You go on watering it. You go on gardening it. In a garden, the seed is sown and it grows in its own way. Thereby, you remember it repeatedly, remember it repeatedly. The same thing will happen to the students and the readers who read it and they will start thinking. And whenever they want to refer, he must master immediately. There is a point which will check them, not to select that. So it's a story, but it creates awareness. That awareness is what I want. Bano hat jetzt ein sehr schönes Bild erwähnt. Sie hat da auch die Wichtigkeit von Literatur unterstrichen. Mit diesen Kunst, mit diesen Kurzgeschichten schafft sie es, also so eine Art von Samen in das jetzt nur ein Frontalvortrag wäre, aber dadurch, dass es Literatur ist, kann das in den Menschen arbeiten und Bewusstsein schaffen. Und Bewusstsein schaffen, das ist das, was Bhanu Mushtaq mit ihrer literarischen Arbeit erreichen möchte. It's a concept. What I am doing is I am just thrashing the images. Whatever images the society has created and instilled in our minds and in the system, I am trying to smash those images and I am posing uncomfortable questions to them. And that uncomfortable questions, sometimes the society answer in a crooked way. And sometimes it cannot give any answers. That will be the end. And thereby, the younger generation, the other readers, they start questioning in the same lines. It's a new concept to them. Till then, everybody has admitted Swami, yes, Swami is Master. Yeah, everybody has admitted Him as Master. But here, why we should admit? There will be a question. Those uncomfortable questions, this society is not ready to face. And thereby, they start, the peers of the society, they start threatening me. That's a different aspect of my life. Was sie erreichen möchte mit ihrem Schreiben ist, fest verankerte Bilder in der Gesellschaft aufzusprengen. Sie möchte unangenehme Fragen stellen. Sie möchte, dass die Menschen beginnen, sich Fragen zu stellen zu ihren bisherigen Vorstellungen. zu ihren bisherigen Vorstellungen. Das gelingt zu einem beträchtlichen Teil. Die andere Seite der Medaille ist aber auch, dass sie selbst auch mit sehr unangenehmen Konsequenzen konfrontiert ist. Sie wird nicht nur bewundert, sie wird auch bedroht. Do you want us to read another story? Okay, dann würde ich vorschlagen, wir machen gleich weiter bei der Geschichte vom Arabischlehrer. Genau. Der Arabischlehrer und sein Gobi Manchuri. Manche Dinge sehen ganz einfach aus und sind alles andere als einfach. Ich habe meine Gründe, mir Gedanken darüber zu machen, dass manche Leute sich seltsam und unerklärlich verhalten, wenn sie Angst haben, dass wir ihnen Verantwortung zuschieben wollen. Aber ich bin erst vor kurzem, das heißt erst mehrere Jahre nach den hier im Folgenden geschilderten Ereignissen, zu der Einsicht gekommen, dass ich deshalb auch mein eigenes erratisches Verhalten nicht rechtfertigen kann. Einzelne Aspekte dieser Angelegenheit kommen ab und zu aus den Tiefen der Erinnerung hervor. Damals trug ich allein die ganze Verantwortung für meine beiden Töchter. Neben der Belastung durch meine Anwaltskanzlei musste ich mich um ihre Erziehung und Versorgung, ihre Schulbildung und ihr Benehmen, alle Feierlichkeiten und Feste kümmern. Und nicht nur das, die Kinder mussten unbedingt eine ordentliche religiöse Erziehung erhalten. Ihr Vater, das heißt mein Mann, hatte natürlich jede Menge Zeit, aber die ganze Familie hatte ihn von jedweder Verantwortung für die Erziehung der Kinder freigesprochen und eine Fatwa ausgesprochen, die diese Pflicht der Mutter, also mir, zuschob. Dieser Urteilsspruch war im Einklang mit dem damaligen gesellschaftlichen Klima, könnte man sagen. Nicht umsonst heißt es in einem Sprichwort, wie der Faden, so der Sari, wie die Mutter, so die Töchter. Der einzige Unterschied zwischen unseren beiden Familien war, dass die Verwandten meines Mannes die Verantwortung einfach mir aufluden, während meine Familie sich bemühte, mich bei der Erfüllung meiner Pflichten zu unterstützen. Das Ergebnis ihrer Bemühungen war, dass mein Bruder Imad mich damals anrief. Didi, ich habe einen Arabischlehrer für die Kinder eingestellt. Sag mir, wann du zu Hause bist, dann komme ich mit ihm vorbei. Ungefähr eine Woche zuvor war mir die Aufgabe übertragen worden, einen Arabischlehrer ausfindig zu machen. Als unsere Köchin mir die Tür öffnete, erkundigte ich mich sofort. Sind die Kinder schon aus der Schule zurück? Dann ging ich ins Schlafzimmer, ließ mich aufs Bett fallen und fiel sofort in Tiefschlaf. Ich muss wohl einige Zeit geschlafen haben. Gerade als ich aufstehen wollte, hörte ich aus der Küche mehrere Stimmen. Meine ursprünglichen Befürchtungen in Bezug auf den Arabischlehrer nahmen auf einmal in meinem Kopf gigantische Ausmaße an. Ich rannte die Treppe hinunter, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, und war in einem Satz in der Küche. Dort wurde gerade Öl in einer Pfanne erhitzt. Daneben stand eine Schüssel voll Blumenkohlröschen. Asir und Aminas Hände waren vollkommen mit Öl, Mehl und anderen Zutaten verschmiert. Der Arabischlehrer hatte sich einen Stuhl in die Küche gestellt und thronte über dem Geschehen. Sobald Asir und Amina mich sahen, erschraken sie. Hasrat wirkte, als würde er gleich in Ohnmacht fallen. Ich verstand nicht, was hier los war, aber der Arabischlehrer sah sofort, dass ich fuchsteufelswild war und ergriff die Flucht. Der Zustand der Küche erzählte mir eigentlich schon die ganze Geschichte, aber Asir und Amina erklärten mir unter viel Weinen und Schluchzen ausführlich, was geschehen war. Ihre Aussage nach war es so. Der Arabischlehrer war verrückt nach Gobi Manchuri. Er gab jeden Tag eine Menge Geld aus, um sein Bedürfnis nach diesen indokinesischen Blumenkohlhabben zu befriedigen und so zumindest eine gewisse Zufriedenheit zu erlangen. Aber sein Wunsch, sich daran satt zu essen, blieb unerfüllt. Er war zu dem Entschluss gekommen, dass es gerade in unserer Küche einen unbegrenzten Vorrat an Gobi Manschuri geben müsse. Deshalb hatte er eines Abends mit Asir und Amina zusammen einen Plan ausgeheckt. Die beiden Mädchen hatten die Köchin nach dem Rezept gefragt und es aufgeschrieben. Die Köchin konnte solches Junkfood gar nicht zubereiten. Aber weil sie den Kindern ihre Bitte nicht abschlagen wollte, dachte sie sich irgendein Rezept aus, das ihr plausibel erschien. Als die drei dann schließlich ihren geheimen Plan in die Tat umsetzen wollten, war ich plötzlich dazwischen gekommen. Nachdem ich die Geschichte bis dahin gehört hatte, seufzte ich erleichtert. Ich freute mich, dass nichts wirklich Schlimmes passiert war. Nicht auszudenken, wenn nicht ich an dem Tag unvorhergesehen nach Hause gekommen wäre, sondern irgendjemand aus der Verwandtschaft das alles gesehen hätte. Die Begebenheit hätte garantiert Flügel bekommen und sich bei einer anderen Person mit schmutzigerer Fantasie in die seltsamsten Gerüchte verwandelt. Gott sei Dank ist uns das erspart geblieben. Meine Vermutung, dass der Arabischlehrer es danach nicht mehr wagen würde, sich auch nur nach unserem Haus umzudrehen, erwies sich ebenfalls als richtig. Aber ich hörte weiter ab und zu etwas über ihn. Aber ich hörte weiter ab und zu etwas über ihn. Er hatte sich in ein paar Familien von Klienten unserer Kanzlei nach einer Braut umgesehen. Aus keiner seiner Anträge wurde etwas. Die Gründe dafür waren merkwürdig. Abdul Supan, einer unserer ältesten Klienten, kam oft bei Büroschluss vorbei, um ein bisschen über seinen Fall und über persönliche Angelegenheiten seiner Familie zu sprechen. Eines Tages stand er in der Bürotür und erzählte, Madam, sehen Sie, wir haben einen Heiratsantrag für meine jüngste Tochter erhalten. Der Bräutigam ist Molavi in der Asim-Moschee. Aber er ist nicht von hier. Er kommt irgendwo aus dem Norden. Wenn nötig, würde ich sie lieber an einen Nichtsnutz von hier verheiraten. Ich vertraue den Leuten von außerhalb einfach nicht. Sie haben recht. Und was passierte danach? Er hat ihren Namen erwähnt. Darauf habe ich zuerst zugestimmt. Ich dachte, ich könnte ein Haus für ihn zum Mieten finden. Ich hätte schon selbst den Vorschuss gezahlt und auch für die Einrichtung gesorgt. So hätte ich meine Tochter und meinen Schwiegersohn ganz in meiner Nähe gehabt. Aber er ist eben nicht von hier, dieser junge Mann. Er kommt von da irgendwo im Norden. Was, wenn er meiner Tochter ein oder zwei Kinder macht und sie dann sitzen lässt? Wo soll ich dann nach ihm suchen? Wer soll sich dann um die Kinder kümmern? Darauf hatte ich keine Lust, also habe ich die Sache fallen gelassen, Madam. Ich fand, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Danach mochten noch einmal zwei, drei Monate vergangen sein. Eines Abends suchte mich Salima Jan auf, die früher bei uns die Küchenarbeit verrichtet hatte, bevor sie aus Krankheitsgründen gegangen war. Sie wusste noch genau, wann ich beschäftigt und wann ich frei war. Beiläufig erwähnte sie, die Tochter von meiner kleinen Schwester hat einen Mann gefunden. Ich mache ja nichts, bevor ich sie nicht um Rat gefragt habe, also bin ich hergekommen. Das Mädchen hat ihren Bachelor gemacht und ist Lehrerin an einer Schule. Ihre Eltern haben sonst keine Kinder. Er hat absolut niemanden. Sie haben sich gedacht, er könnte bei ihnen wohnen. Sobald ich diese Einleitung gehört hatte, begann ich zu ahnen, wer der Held in dieser Geschichte war. Aber ich zähmte meine Ungeduld und fragte gelassen, wer ist der Bräutigam? Malawi Hasrat, der, der hier ihren Kindern Stunden gegeben hat, der. Mir schwante schon, dass irgendetwas nicht in Ordnung war. Überall wurde mein Name hinaus posaunt. Ja, und? Ist etwas aus dem Antrag geworden? Wann ist die Hochzeit? fragte ich. Wie kann schon aus so einem Antrag was werden? Unser Mädel geht ja nicht mal in die Schule ohne Burka. Aber er wollte sie überhaupt nicht sehen. Er hat gar nicht gefragt, was ihm ihre Eltern zur Hochzeit schenken und auch nicht, was sie von ihm haben wollen. Stattdessen hat er darauf gewartet, dass das Mädel aus dem Haus geht. Dann hat er sie mitten auf der Straße gestoppt und sie gefragt, ob sie Gube Manchi machen kann. Was ist denn das bitte für ein Mann? schien sie sich selbst zu fragen und schwieg einen Augenblick. Dann schaute sie sich um, ob der Hausherr oder die Kinder irgendwo zu sehen waren oder ob irgendjemand hören konnte, was sie sagte. Sie scannte das ganze Haus mit Augen und Ohren. Als sie niemanden bemerkte, schien sie beruhigt zu sein. Sie näherte sich mir ganz dicht, zog den Schleier an ihrer Burka noch weiter herunter, sodass niemand auch nur die Bewegung ihrer Lippen sehen konnte. Man könnte meinen, er ist kein richtiger Mann. Er hat ja niemanden, der ihm etwas über das Eheleben erzählen kann. Natürlich, er hat studiert. Tag und Nacht ist er in der Moschee beschäftigt. Immer hat er den Namen Gottes auf den Lippen. Er gibt Leuten Ratschlägen und fällt Urteile. Außerdem dachten wir uns, dass sie schon zurechtkommen wird, wenn es nicht gut läuft. Er sie verlässt und in seine Heimat zurückgeht. Sie wird schon ein Auskommen finden. Aber er interessiert sich gar nicht für die Ehe und auch nicht für das Mädel. Er will, dass wir für die Hochzeit diesen Gubematsch machen und noch irgend so was anderes kochen. Deshalb habe ich mir gedacht, ich frage lieber nochmal bei Ihnen an. Sie sind gebildet, Sie sehen solche Spinner bestimmt oft. Sagen Sie uns, was wir tun sollen. Dankeschön. Dankeschön. So, diese Geschichte von diesem Arabischlehrer und seinem Grobi Manschuri, sie klingt ja relativ absurd in den Ausschnitten, die wir hier gehört haben. Aber was ist denn der Hintergrund dieser Geschichte? So that story sounds a bit absurd, but can you tell me the background of that story? When did you write this story? I wrote it about 25 years back. Here are various concepts and there are layers. First of all, Manchurian is not Indian dish. It is Chinese dish. But it was invented and Indianized with a lot of spices, everything. And people started loving it. They liked that delicious food. loving it. They liked that delicious food and young men like this Arabi maestro, Arabic teacher, most of them were in love with that Gobi Manchurian because it was Indianized and it appealed to their taste. And soon it became a street food. It was easily available in the street until and unless, till recently, about six months back, when Karnataka government banned it for various reasons. Because they were not using hygienic water to clean it. There would be some worms in it. And they used a color which was prohibited, a yellow color which was prohibited. So Karnataka government banned food. But it was when it was selling in large scales. And this Arabic teacher, he was in love with this gobi manchuri he could not afford it daily because he was a arabic teacher he used to and his income is meager not more he used to go to home and there he would teach the girls about arabic the recital of Arabic, Quran, everything. Normally, young Arabic teachers are not preferred in their homes. They are not welcomed. Because there should be always, there should be some guard to guard their daughters and the teacher. That's why they avoid it. But this lawyer, she appointed him. Because, see here, one is about the taste. And second, about the Arabic teacher is, in our society, there are some basic characters, basic ideas. They say they give some particular, the society gives some particular, what they say, qualities to male and female. Like a woman should speak with low tone and she should be modest when she wears clothes she should cover her body entirely and she should not talk back to the elders of the family she should obey all the dictates of the family like this and the same way the boys they should not weep they should be always heroic they should not weep and they should not i mean go into kitchen and they should not make any experiments about the cooking they should be there on the table only demanding play oh bring this bring that only they should be there on the table only demanding, oh bring this, bring that, only they should be ordering. But here there is a man who can weep and who can say, I need something to eat. And that he starts experimenting because he cannot afford to buy it. He starts experimenting from the home of this lawyer where it was a disastrous effort and he was who stayed out and thereby this thing continued the people started asking though he was considered as a good groom people started judging him. If he's a man, he should demand dowry. Dowry is a man demands, if I want to marry this girl, I should be given 50,000, 1 lakh, 10 lakh, with fridge, motorbike, our car, everything in marriage they should demand. People judge him, he should demand dowry, but why he is very particular about this Gobi Manchuri? What is this Gobi Manchuri nonsense? So that way, people said he is not a good match to their daughters. They rejected him. And thirdly, there is also one layer which says, to properly educate the girl child, it is the major, I mean, compulsory duty of a mother. to talk how to cook how to wear sari or let me say or how to move silently she should not i mean keep long steps and start like walking like a man she should be very highly modest in all her activities and it is the prime duty of our mother to teach the girl child. Here, though she is an advocate, she is a lawyer, she has to teach her children, her daughters. And there is another theme in this society because in the theme, the theme is a mother who has given birth to sons, she is given priority. Because she is the mother of sons. And a woman who has given birth to daughters, she is low in esteem. Oh, she has given birth only to girl children. Why? Why she doesn't have? See, I have got three daughters and a son. He is the fourth one. She has given birth only to girl children. Why she doesn't have? See, I have got three daughters and a son. He is the fourth one. Till then, even now, they say, see that woman, that writer. She has got all the girls to her. And she has to see them to be educated. She has to find a proper match to those girls. And she has to get them married off. So she's having so much of audacity to question the society. Let us see how she gets married to her daughters. It was my situation there. So daughter's mother, she's not considered as a great person in that society that also comes there all these concepts come there and finally his marriage is at distress because he demanded gobi manchuri what type of man is he he's not at all manly they considered it if you want gobi manchuri gobi manchuri he doesn't demand dowry he he demands gobi manchuri it is satirical i want to say don't paste the men or women with your ideals Die Männer sind Frauen. Mit ihren Idealen. Die Mädchen sollten so sein, die Jungs sollten so sein. Es ist sie. Ich meine, sie sind Menschen. Sie wissen, wie sie leben. Lassen sie sich so leben. Das war anmutet und mit dieser Absurdität möchte die Autorin eigentlich Muster in der Gesellschaft aufzeigen. Es ist so in der indischen Gesellschaft, dass also wenn eine Mutter nur Mädchen hat, dann ist sie einfach nicht so eine tolle Mutter, wie wenn sie Buben auf die Welt bringt und diese Geschichte von diesem merkwürdigen arabisch Lehrer, also der ist mehr oder weniger ein sehr seltsamer Typ, weil er da unbedingt immer dieses komische Junkfood, Gobi Manchuri haben möchte. Das ist nicht einmal ein indisches Essen, das stammt irgendwie aus China und ist dann mit Gewürzen verindischt worden und war dann irgendwie lange Zeit so ein weniger Streetfood, bevor es dann behördlich verboten wurde, aus hygienischen Gründen und so weiter. Aber dieser Typ ist so verrückt nach diesem Gobi Manchuri. Und das ist natürlich eine satirische Erhöhung, weil also diese Gesellschaft, die so drauf aus ist, alles zu tun für den Mann. Jeder sagt ihm, also der Mann ist ja mehr wert. Und jeder sagt ihm, also wenn du heiratest, dann musst du von der Familie deiner Braut alles verlangen. Also ein Haus und ein Moped. Die müssen alles für dich zahlen. Und er ist irgendwie so ein Trottel, der süchtig ist nach diesem Junkfood. Und dann wird er, obwohl er ein Mann ist, dann wird er selbst in dieser Gesellschaft auch verurteilt für das, was er ist, nämlich we might hear a third story. We would like to read parts of the story, High Heels. Please, Claudia. High Heels. You can say that the world is small or big. High Heels. Du kannst sagen, dass die Welt klein ist oder groß. Du kannst sagen, dass die Welt rund ist und dich darüber amüsieren, dass sie ein Dorf geworden ist. Sag irgendwas. Aber was auch immer du sagen magst, es macht keinen Unterschied. Wenn es jemals einen Unterschied gegeben hat, dann nur bis vor fünf oder sechs Jahren. Das war nämlich so, wenn damals jemand in den Ferien von der Arbeit in Saudi-Arabien zurückkam, waren er und sie die Könige oder Maharajas in den Familien. Was sage ich? Weltherrscher waren sie. Von den Windeln, die sie ihren Kindern um den Popo klebten, bis zu den Plastiktuben voller Zahnpasta, mit denen sie sich die Zähne putzten. Ihre Frauen trugen ausgefallene, hauchdünne, bunte Nachthemden mit Rüschen und zarter Spitze und wickelten sich in Saris, die sich um sie wandten wie Schlangen und jede Kurve ihres Körpers so zeigten, as it is. Mit jedem Pulsschlag verströmten sie den Geruch von Parfum, sie hatten teure Armbanduhren und Koffer von Samsonite und dann trugen sie um den Hals Anhänger, auf denen ihr Name stand. Als ob sie Angst hätten, ihren Namen zu vergessen. An den Fingern jede Menge Ringe, goldene Armreifen und Armbänder bis zu den Ellbogen. Es verstand sich von selbst, dass jedes einzelne Stück aus echtem Gold war. aus echtem Gold war. An den Ohren hing filigraner Schmuck und dann diese dünne, blütenweiße Baumwollunterwäsche. Es blieb völlig unklar, ob sie aus einem oder zwei Teilen bestand. Und dann Badeschlappen so leicht wie Pfauenfeder. Ach ja, ihre Schuhe, Flipflops, Sandalen. Wenn Nias Khans Fantasie mit ihm bisher hierher durchgegangen war, dann fing sie jetzt an zu lahmen. Wie ein altes, klappriges Pferd vor einem Karren weigerte sie sich schamlos, auch nur einen einzigen Schritt weiterzugehen. weigerte sie sich schamlos, auch nur einen einzigen Schritt weiterzugehen. Aber Nayaz Khan wollte auch gar nicht weiter vordringen, als in die magische Welt dieses einen Paars Schuhe, das ihn sich selbst vergessen ließ. Es war jetzt drei Jahre her, dass seine Schwägerin Nazima zum ersten Mal aus Saudi-Arabien zurückgekehrt war. Die Radour, die sein Bruder Mebapkhan ihm mitgebracht hatte, glänzte nicht nur an seinem linken Handgelenk, sie gab auch Anlass zu Neid unter seinen Kollegen. Naja, es war nur ein zweitrangiger Büroangestellter beim staatlichen Bildungsamt. Sein Kollege Raif, der nebenher ein Pfandleigeschäft führte, rechnete damit, dass diese Uhr eines Tages in seine Hände fallen würde Aber darüber machte sich Najaz keine Gedanken Sein ganzes Interesse kreiste um Nasimas Schuhe Obwohl sie schon fast 40 war, hatte sie nichts von ihrer Schönheit eingebüßt Aber Najaz sah keinen ihrer äußerlichen Vorzüge. Wie Lakshmana aus dem Ramayana war seine ganze Aufmerksamkeit auf die Füße seiner Schwägerin gerichtet. Ihre Schuhe dominierten seine Gedanken. Auf weichem, schwarzem Leder blühten leicht schimmernde Kristalle in Blütenform. Sie hatten hohe Absätze, die sich nach unten verjüngten. Die Schuhe sahen aus, als wären sie speziell für ihre Füße gemacht worden. Weben. Er war davon überzeugt, dass jemand, der solche Schuhe trug, ganz sicher fallen oder sich den großen Zeh brechen oder zumindest den Knöchel verstauchen würde. Sie wird mit Sicherheit fallen, dachte er. Aber zu seiner Überraschung geschah gar nichts. Er hatte fest damit gerechnet, dass Nazima die Schuhe da lassen würde. Dann würde er sie reparieren lassen und seiner Frau Arifa zum Anziehen geben können. Aber daraus wurde nichts. Es ist ihm dann doch gelungen, so wunderbare Schuhe für seine Frau zu bekommen, über andere Wege. Und seine Frau trägt diese Schuhe nun. Und seine Frau trägt diese Schuhe nun. Ihre fünf Sinne hatten sich tief in sich zurückgezogen und sie meinte, weit weg von allen Gefühlen und Eindrücken zu sein. Aber in dem Augenblick erhielt sie eine unglaubliche Botschaft. Eine Bewegung des Lebens in ihr. Mama? Ja, mein Liebling, antwortete sie. Als sie begriff, woher diese Stimme kam, dieser bescheidene, mitleidige Schrei, erschlaffte ihr Körper. Ihre Augenlider schlossen sich unwillkürlich. Ihr gesamtes Bewusstsein für die Außenwelt schaltete sich ab und es war nicht sie selbst, die auf mirakulöse Weise mit dem Baby Kontakt aufnahm. Für einen Moment war alles still. Dann rief es wieder aus einer Ecke der Gebärmutter, wo es sich zu einem Ball zusammengerollt hatte. Mama! Ja, sag mir, sprich mit mir, mein Liebling. Sie streichelte sanft ihren Bauch. Durch die zarte Berührung wurde es ihm ein wenig leichter. Er sagte langsam und leise, was ist los mit dir, Mama? Auf mir lastet zu viel Gewicht. Aber wie, wie, was für ein Gewicht, mein kleines, mein Herzchen. Ich weiß es nicht, Mama, das ganze Gewicht deines Bauches liegt auf mir. Ich kann mich nicht bewegen, Mama. Mein armer Schatz, was habe ich dir angetan? Ich wusste von nichts. All deine inneren Organe lasten auf mir und jetzt schau, ich habe gar keinen Platz mehr. Aus Arifas halbgeschlossenen Augen strömten die Tränen. Mein Leben, was ist mit dir geschehen? Oh weh, was soll ich nur tun? Ihre Beine begannen zu zittern. Sie war fest entschlossen, unter keinen Umständen zu fallen. Aber je mehr sie versuchte, sich aufzurichten, desto weicher wurden ihre Knie. Sie befürchtete, dass das Kind Schaden nehmen könnte, wenn sie fiele. Aber in dem Augenblick unterbrach es ihre Gedanken. Mama, was ist mit deinen Füßen los? Auf einmal war ihr alles klar. Sie hatte mit ihren hochhackigen Schuhen übermäßig viel Gewicht auf das ungeborene Kind geladen. Ihr Herz schmolz. In der Dunkelheit tastete sie unbeholfen nach den Schuhen, die sie trug. Sie zerrte an der Schließe, um die Schuhe herunterzureißen und wegzuschmeißen. Aber sie bewegten sich nicht. Und nicht nur das. Je mehr sie sich anstrengte, desto fester klebten sie an ihren Füßen. Sie schienen wie eine zweite Haut. Je mehr Gewicht auf der Gebärmutter lastete, desto weniger Platz hatte das Baby. Sie spürte, dass es ein Kampf um Leben und Tod war. Ich bin keine Mutter, ich bin eine Hexe, eine Dämonin. Trotz ihrer großen Bedrängnis kam ihr ein Fünkchen von Einsicht. Ich habe noch ein bisschen Zeit, dachte sie. Sie musste einen letzten Versuch unternehmen, das Leben des Kindes zu retten. Sie sah sich nach ihrem Mann um, aber er war nirgendwo. Er hatte ihr diese Schuhe an die Füße gezogen und dann war er verschwunden. Zerknirscht schaute sie zum Himmel empor. In der Dunkelheit sah sie nichts. Schließlich trieb eine schwache Stimme an ihr Ohr. Mama. Dieser Ruf erweckte eine Quelle der Liebe in ihr und erfüllte sie mit einer enormen Kraft und Entschlossenheit, von der sie nicht gewusst hatte, dass es sie besaß. Sie legte beide Hände auf ihren Bauch. Reglos konzentrierte sie ihren gesamten Willen auf das Baby und füllte jeden Winkel ihres Herzens mit der unschuldigen, süßen Gestalt des Kindes, das bald geboren werden würde. Dann verlagerte sie mit ihrer ganzen Kraft ihr Gewicht auf die hochhackigen Schuhe. Sie drückte auf die Schuhe, bis sie schweißgebadet war. Gerade als sie glaubte, dass ihr Baby dem Gewicht zum Opfer fallen würde, explodierten die hochhackigen Schuhe wie durch eine göttliche Kraft in abertausende Stücke. Sie leuchteten auf wie ein Meteor, ihre Asche fiel irgendwo hin und dann waren sie vollkommen And ARIFA stood stable and on solid ground, like the earth itself. Thank you, Claudia. So, this story, it's almost surrealistic. It's surrealistic from the beginning. It seems so absurd, this man who has a fixation of high heels. And then at the end, it's almost fantastic. Can you please tell us the background of this story? The story is, it, let me say, during 1970, feminism entered India. and 1970 was considered as the girl child year in the UNO and most of us the writers we were impressed and they enter feministic theories were Indianized by me and most of the women writers in India, in which we used to have slogans. We coined many slogans. And one slogan is, Yes, dear yes, I said I will marry you but not carry you. In the same way, this story goes. In this story, society is there. Man is there. He is the master. Master is there. And he gives some specific instructions of his whims and fancies to the woman and she should follow it. Here also, it is only highly significant. The husband is highly fond of high heel shoe worn by his sister-in-law, elder brother's wife, who had come from Saudi, with all the foreign goods, everything. And every time, even at home, she wears high heel shoe. And he always observes her feet, and he is highly fascinated about it. And one time, even thinks thinks can I steal those shoes. But luckily the elder brother is highly considerate about the younger brother's wife. And asks her not to cook on that day. And asks her to get her medically examined because she is carrying a child in her womb. So he takes her for outing. The entire family goes. And there, once again, her husband sees a pair of high-heeled shoes and he takes his wife there and sees that she should wear it somehow he squeezes the shop owner squeezes her feet into those high heeled shoes and somehow she was asked to walk on those high heeled shoes she cannot walk she doesn't have any practice of wearing high heel shoe. She is a housewife and she is pregnant also and it causes her great difficulty. She could not walk. She could not walk a few steps but there is nobody there to help her. Her husband is not sympathizing with her and he should have some sense to ask a pregnant teddy to wear high heel shoe and walk in the road besides him but he is happy that she has worn those high heels then the unborn child starts conversation with her it says mama i am It says, Mama, I am uncomfortable. I am, it is causing me pain. It is giving me different swings which I cannot tolerate. And it starts requesting her to come out of those chappals. But she cannot throw it away. She cannot throw it away because it is her husband who has made her to wear it he has shelled down the amount and he sees that she should wear then the unborn child it has a dialogue and says that there is lot of dialogue between the mother and the unborn child and finally the child urges her to just make her feet in a particular angle and to break the heel the same way she takes one of her leg feet in a different angle and she breaks that heels that means the women should be able to break the uncomfortable loss imposed on her in the name of patriarchy. Banu hat jetzt kurz nochmal diese Geschichte rekapituliert, die wir gelesen haben. Aber ist ein Symbol dafür, wie Frauen insgesamt imstande sein sollten, die Fesseln des Patriarchats zu durchbrechen. Und diese Geschichte stammt auch aus einer Zeit, aus den 70er Jahren, oder erinnert an die 70er Jahre, als auch nach Indien erste Frauenrechts-Vibes gekommen sind. Ich sehe, wir sind jetzt schon relativ knapp mit der Zeit. Ich wurde gebeten, die Möglichkeit einer ganz kurzen Fragerunde, wenn es im Publikum eine Frage gibt. Ansonsten... Ja, da bitte... Ich glaube, wir brauchen es für die Menschen, die online mithören, damit sie alle gut verstehen. Wären Sie so lieb und würden das noch vorgeben, bitte? Bitte. Mich hat gewundert, dass für Inder die Araber eher weltlich oder dass sie diese High Heels hatten und die Inder nicht. Für uns sind die Araber ja extra die speziell patriarchatischen und die nicht so fortgeschritten sind. Also das hat mich richtig verwundert. and that are not so advanced. So that really surprised me. Yes, difficult. Now I don't know how to translate the question. So the woman was wondering how come there's that obsession with high heels because to us the high heels seems more like a Western symbol. How come also in this part of the world there's that obsession with with high health and i i i would say also with western goods uh it's very it's very commercial um in this story yeah my intention was a woman there should be a choice for her. A woman should wear whatever she wants. Nobody should impose anything to her. That is the main intention. Nobody, even the society or anybody, in the name of religion or power or government or anything, nobody should impose her what to wear and what not to wear. But in my place, it is the main question each and every day people are asking. Each and every day. I tell you, I can quote one incident. There was one deputy commissioner. I think you understand what is deputy commissioner she is the uh he or she they they take competitive examinations and they will be is you know indian administrative service indian administrative after passing indian administrative service she will be the he or she will be the chief of the administration to that entire district, IAS, Indian Administrative Service. So there was one lady IAS officer who went for spot inspection and it was, I think some was, there were some thorns or some such thing, I don't know what it was I think some was there were some thorns or some such thing I don't know what it was there she wore pant and shirt and went to spot inspection you know there was a great discussion for one month as to being a lady deputy commissioner she has worn Western dress what would happen to the culture of our country what will happen to this and that finally myself and another author by name Rupa we stepped inside and we started questioning okay men you Okay, men, you can wear pant and shirt. You can wear suit. Why don't you wear lungi? For official office going, why don't you wear lungi? Why don't you wear jubba? Who has given you power to impose dress code on a woman IAS officer. She's all in all. She's directly responsible to report to chief minister. That lady was not spared. She was questioned, and she was in tears. Finally, we started challenging, who are you to impose dress code on women? And finally that question, that abuses, they were stopped. This is the kind of society at present, even today, even today there are people who say women should be like this and she should not be like this. People who say women should be like this and like she should not be like this. These parameters I want to question through these stories. That is our context. Even if I want to say I am not allowed to write whatever I want. What you are reading is self-censored version of mine. I have not given you the full and whole original writing. And I am sorry to say, it is completely self-censored. it is completely self-censored and even today if I want to write anything, I weigh even a single word. What will be the consequence of this word? That is why in this context, Booker is highly important to me and writers, me, who are back home. It gives us sufficient strength, sufficient confidence, and sufficient material for us to write. Because I have seen so many incidents where I have been questioned for each and every word I write, every sentence I write, and I have faced life threat. I have seen person entering into my office. I am also a lawyer. Entering to my office with a long knife and wanted to assault me, wanted to kill me. I have, I mean, faced all these things for the love of literature, for the love of the reader, and for the love of the people who are really with me. That's why these are all, of course, I know even there are girls there are women who wear high heel shoe even in India but it is written about 25 years back this story and the context was completely different wherein I have held up the rights of a woman to wear anything of her choice not the one which was imposed on her die Rechte einer Frau, was sie wählen soll, nicht das, was sie an ihr geimpft hat. Vielen Dank, dass Sie das mit uns teilen. Vielen Dank. Ich sage einmal den harmloseren Teil. Es geht in der Geschichte, das ist ein Synonym für Kleidervorschriften und überhaupt Vorschriften. Den zweiten Teil, den Bano jetzt mit uns geteilt hat, das fällt mir auch schwer zu übersetzen, muss ich sagen. Sie hat gesagt, also sie, alle diese Geschichten, die sie schreibt, das ist in gewisser Weise eine Verbrämung der Realität. Da ist literarische Verbrämung. Es ist eine Art von Selbstzensur, denn sie kann nicht die Realität so beschreiben, wie sie wirklich ist. nicht die Realität so beschreiben, wie sie wirklich ist. Sie ist noch viel, viel, viel, viel schlimmer. Und sie hat es eh vorhin auch schon angedeutet. Sie wurde selbst schon bedroht. Es sind Menschen in ihr Anwaltsbüro gekommen, haben sie mit einem Messer bedroht. Sie ist in Gefahr. Sie ist in Gefahr. Aus diesem Grund ist der Booker Prize auch so wahnsinnig wichtig für sie, für ihr Schreiben, für die Frauen in Indien und auch hier dieser Kreis und diese Öffentlichkeit ist sehr, sehr wichtig. Und ja, ich sage vielen, vielen Dank. Danke. Thank you, thank you very much for sharing this with us. Thank you. Vielen Dank. Danke. Gracias.