Die Nahversorgerin Feministische Ein- und Ausblicke aus der Region Gespräche und Geschichten zum Mitnehmen Eine Sendung des Frauenforum Salzkammergut Die Nahversorgerin Jeden ersten Montag im Monat um 10 Uhr live im freien Radio Salzkammergut. Und die Wiederholung am darauffolgenden Dienstag, 19 Uhr. Hallo und willkommen im Studio vom freien Radio Salzkammergut bei der Nahversorgerin. Ich freue mich heute besonders, zwei Gästinnen bei mir zu haben. Einmal Toni Taferna und die Silvia Ritt. Und wir haben heute ein besonderes Thema. Ich freue mich sehr, dass du da bist, Toni. Aber bevor wir die vorstellen, bevor wir ins Thema reingehen, werden wir wie immer zuerst die erste Nummer spielen, die du uns mitgebracht hast. Sturm, Baby, hör doch her. Mein gut gepflegter Kater. Er schnurrt uns leise etwas vor. Ein Hurricane, ein Hungriger. Du bist gefährlich, oh gefährlich. Er streicht sich sanft über deine Beine. Doch deine Hände sind verschränkt. Es riecht nach Lust und nach Verlangen Noch nach den Sünden der letzten Nacht Ich stöhne auf, vergesse zu atmen Die Asterung spritzt auf den Tisch Du nicht zuhelfen, steckst mir deine Feuchtwarmen Finger ins Gesicht Ein Hurricane, ein Hundegang Du bist gefährlich, oh gefährlich Es schlägt sich nichts, aber meinst du Luft in Erregung überwiegt Du frisst stark und immer stärker Ich kann nicht denken, bin besiegt Your baby's gonna rise up out of nothing She can't stand your world, she can change everything Your baby's gonna rise and out of nothing She can change the world, she can change everything Do you remember me? The real me I'm strong like a hurricane High like a hurricane Do you remember me? The real me I'm strong like a hurricane High like a hurricane Do you remember me? The real me I'm strong like a fairy dream You'll never be the real me I'm so like a fairy dream You'll never be the real me I'm so like a fairy dream You'll never be the real me I feel like it's very true You make me so proud You make me so proud I feel like it's very true Ich steh' auf, vergiss' zu atmen Die Geister umspritzt auf den Tisch Du wischst sie auf und steckst mir deine Feuchtrahmenten Finger ins Gesicht Und du hörst laut und ich bin höchstern Denn der Appetit bleibt groß Ja, auch der Mund noch halb geöffnet Ich bin völlig atemlos Allergy, ein Hundiger Du bist gefährlich, oh gefährlich Ja, willkommen. Ihr seid immer noch bei der Nahversorgerin. Vor mir sitzt Toni Taferna. Wer es gehört hat, wer sich erinnern kann, im August habe ich mit der Silvia, eine Sendung gemacht zu ihrem Film Mut macht Geschichte. Einem Film über sexualisierte Gewalt und Würde. Und heute, Toni, sitzt die Protagonistin vor mir. Dem Film vorausgegangen sind ein paar Preise, die du gewonnen hast mit einer Meinungsrede, Victim Blaming. Ich habe mir das aufgeschrieben, weil man merkt es glaube ich gar nicht. Du gehst ins Ort Bad Aussee und hast dort den Klassenwettbewerb mit deiner Rede gewonnen. Dann den Schulwettbewerb. Wurdest dann von der Schule aus zum Landeswettbewerb des Bundeslandes Steiermark geschickt. Hast dort wieder gewonnen in deiner Kategorie und hast beim Bundesredewettbewerb den zweiten Platz gemacht. Und das ist eine unglaubliche Leistung, für die ich noch einmal gratulieren möchte. Ja, ja. Danke schön. Kann man die übrigens wohl nachhören, wenn das jemand interessiert? Also auf Instagram, auf meinem Instagram Pumucklmaus kann man auch die ganze Rede hören und auf YouTube einfach unter Toni Tafferna gibt es den Landesredewettbewerb und den Bundeswettbewerb. Also meine Rede. Okay, um ein bisschen Vorgeschmack zu bekommen, gibt es den Landesredewettbewerb und den Bundeswettbewerb. Also meine Rede, Buchland. Okay, und um ein bisschen Vorgeschmack zu bekommen, was einem da erwartet, würde jetzt ein kurzer Ausschnitt aus dieser Rede spielen. Einen sehr bewegenden kurzen Ausschnitt. Abschließend, meine Damen und Herren und alle dazwischen und außerhalb, möchte ich euch noch ein Zitat von Dasha Mondka, welches ich auf Deutsch übersetzt habe, mitgeben. Dies bezieht sich auf den Vorwurf, dass man ja selbst schuld sei, wenn man sich auf eine bestimmte Art und Weise anzieht, da man ja damit provoziert. War es wirklich meine Schuld? fragte der kurze Rock. Nein, mit mir ist es auch passiert, sprach die Burka. Die Windel in der Ecke konnte noch nicht mal sprechen. Ich weiß zwar nicht, inwiefern eine Windel provozieren könnte, aber das ist nicht relevant. Denn im Endeffekt ist es egal, was man anhat. Nichts auf diesem Planeten gibt irgendwem das Recht, dich ohne deinen Konsens anzugreifen. Auch nicht der kurze Rock. Dankeschön. Ja, ich weiß nicht, wie oft ich mir den Film jetzt schon angeschaut habe, wie oft ich den kurzen Ausschnitt gesehen habe. Immer wieder berührend, immer wieder Gänsehaut und immer wieder feuchte Augen. Also wirklich gratuliere und Applaus. Es wurde gezeigt, wie toll die Rede angenommen worden ist. Nicht von allen, du hast ein bisschen erzählt, Reaktionen der Männer. Kannst du uns da nochmal sagen, was du erlebt hast? Ja, also am Anfang war es eigentlich eher schon beim Schulwettbewerb, obwohl da sehr viel positives Feedback gekommen ist, aber natürlich hört man die ein oder andere Sachen. Beim Landeswettbewerb ist es dann noch ein bisschen deutlicher geworden, wie die dann geflüstert haben und irgendwie hat es mir umgezeigt haben. Also man hat es auf jeden Fall mitgekriegt und im Endeffekt, ja ich habe übermäßig positives Feedback gekriegt, aber ein paar Aussagen sind gefallen, die wirklich nicht schön waren. Also ich weiß nicht, vielleicht war es nicht direkt im Zusammenhang mit meiner Rede aber ich habe dann schon das ein oder andere mitgekriegt mit ja die hätte es eh nötig oder ja im Sinne von Person XY hätte es nötig dass ihr das mal passiert und das war schon hart das mitzukriegen. Wie schaffst du das, damit umzugehen? Wie schaffst du es, die Hoheit über deine Geschichte, über dein Leben zu bewahren und dem entgegenzutreten? Ich stelle mir vor, man ist ja fassungslos, wenn man mit solchen Aussagen konfrontiert wird. Ja, das auf jeden Fall. Das hat mich natürlich auch getroffen in dem Moment, wo man das mitkriegt. Das ist ja einfach bis zu einem gewissen Grad sehr unmenschlich, wenn man so etwas hört. Im Endeffekt glaube ich, ist einfach meine Distanz zu meiner Geschichte ein bisschen der Grund warum ich das so gut in Anführungsstrichen auffassen kann. Also da das ein paar Jährchen dazwischen waren macht es das ein bisschen einfacher für mich. Und im Endeffekt ich weiß meine Geschichte und das ist eigentlich das Wichtigste, dass ich weiß was passiert ist und dass das auf keinen Fall mein Schuld war und dass sowas nicht passieren sollte ich weiß was abgeht also ich weiß nicht wie ich das erklären soll aber es ist meine geschichte und die kann man keiner nehmen das ist für mich einfach das wichtigste dass ich mir das immer voran halte das ist auf jeden Fall eine gute Sicht auf deine Geschichte. Ja, und du kannst auch nicht beeinflussen, wie andere das sehen oder wie sie darüber sprechen. Leider. Aber man muss sich halt überlegen, was heißt das für unsere Gesellschaft? Oder wenn junge oder ältere Männer, wie auch immer, oder möglicherweise auch Frauen, so dann auf einen Hinterrucks zu reden, weil sie ja eigentlich eh zu feig sind, dass das ins Gesicht zu sagen zum Beispiel. Also wirklich ins Gesicht habe ich sowas nicht bekommen natürlich, dass ich dieses Feedback bekommen habe. Nur ein bisschen schockiert war ich halt trotzdem, weil das immer wieder so ein Realitätswatschen ist. Oh, so weit sind wir doch noch nicht. Aber du sagst es im Film auch sehr schön, die Frage der Schuld. Stößt sie einfach nicht, weil die Schuld ist immer bei den Tätern und auch wenn es gern uns Frauen einen Teil der Schuld mitgeben würden, im Sinne von der kurzen Rock oder was auch immer, das hast du sehr gut ausgedrückt, da gibt es kein Fragezeichen dahinter, die Schuld. Und auch die Scham, wie wir wissen, muss bei den Tätern bleiben und nicht bei uns Frauen. Ich würde sagen, du schaust mir so an, du möchtest Musik hören. Ich hätte gerne die nächste. Du hast uns mit Musik versorgt. Was möchtest du denn gerne hören? Ich glaube, gutes Mädchen passt als nächste. Ganz gut. Du willst dein Liebesding, ganz in deinem Sinne Ich will kein gutes Mädchen sein, nicht ein gutes Mädchen sein Ich hab dirty hair und so laut und quer Ich will kein gutes Mädchen sein Stell dich nicht so an, fremde Hand da am Arsch Ey, das kann ja mal passieren Männer sind halt so, komm sei doch froh, dass man dich nehmen will Ey was hast du denn? Nur ein Scherz, war doch nicht mal ernst gemeint Du willst ein Liebes-Girl, was dich nicht dran stört Ich will kein gutes Mädchen sein Nicht ein gutes Mädchen sein Ich hab Dörr, Dörr, Dörr, bisschen laut und fair Ich will kein gutes Mädchen sein Ich hätte die Hair Und es so laut und fair Ich würd kein gutes Mädchen sein Uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh uh Es ist schon Ironie, dass du Frauen liebst und doch hasst du sie Du bist nur Piss, wenn man anders ist, ein perfektes Bild in die Tonne gibt Was du sagst ist nur bla bla bla, bitte komm mal auf dein Leben klar Ich will kein gutes Mädchen sein, nicht ein gutes Mädchen sein Ich hab dirty hair, aber zu laut und schwer, ich will kein gutes Mädchen sein. Ja hallo, ihr hört die Nahversorgerin im freien Radio Salzkammergut. Bei mir zu Gast Toni Taferna, Silvia Ritt, die Macherinnen des Films Mut macht Geschichte. Ein Film über sexualisierte Gewalt, aber vor allem, du sagst ja auch schon den Titel, Mut macht Geschichte, über deinen Mut, die Geschichte auf die Welt zu bringen, sie zu teilen, aber auch den Weg, den du gewählt hast, nämlich den Weg der Kunst. Wie war das für dich? Wann hast du dir entschlossen, ich gehe mit der Geschichte raus, ich verarbeite sie in einer Rede, ich verarbeite sie auch in Gedichten, so wie du mir erzählt hast, was du schreibst. Wie war dieser Prozess? Also Gedichte schreibe ich schon sehr lang eigentlich. Das war eher generell schon immer geschrieben, um Sachen zu verarbeiten. Das hat man schon immer gut getan. Und ja, das mit der Rede, das war eigentlich gar nicht geplant in dem Sinne. Es war einfach, oh, wir haben einen Schulwettbewerb, den Schulredewettbewerb, und ich muss halt jetzt eine Rede schreiben. Und das Thema zippt mich an. Ich will darüber reden. Und das war einfach, weil ich mir gedacht habe, ja, okay, weiter alles in der Klasse und vielleicht bis zur Schule, schauen wir es eh nicht. Und dann habe ich es doch geschafft. Und das ist dann stetig schwieriger geworden zu reden, weil das Publikum natürlich dann größer geworden ist, fremde Leute auf einmal. Einfach war es auf jeden Fall nicht. Aber ich bin trotzdem sehr froh, dass ich das so gemacht habe. Ja, aber geplant war das gar nicht eigentlich. Es hat sich einfach ergeben und ich bin trotzdem sehr froh, dass ich das so gemacht habe. Aber geplant war das gar nicht eigentlich. Es hat sich einfach ergeben und ich bin froh, dass es so war. Hast du immer die gleiche Rede gehalten? Hast du die dann noch verändert, als es war tatsächlich? Also es war schon die gleiche Rede, ich habe nur ein paar Kleinigkeiten abändern müssen, auch aus rechtlichen Gründen, weil ja viel über Rammstein redet. Also Rammstein wird viel Thema bei meiner Rede und da habe ich mich einfach ein bisschen abdecken müssen. Also es sind nur Kleinigkeiten, die verändert wurden, aber im Großen und Ganzen ist die gleiche Rede. Es gibt ja dieses Arzt for health, es gibt ja so Aussagen, dass Kunst ein Weg der Heilung ist. Kannst du das vertreten? Ist das zu kurz gegriffen? Wie war dein Weg der Heilung? Eigentlich hat Kunst schon eine sehr große Rolle gespielt bei meiner Heilung. ob das jetzt wirklich von Malen bis hin zu Gedichten oder was auch immer, also auch Musik, Kunst war eigentlich immer Teil davon und war eigentlich, ja eigentlich wenn nicht sogar der größte Teil von meiner Heilung tatsächlich, oder einer der größeren Teile, eher so. Und immer noch wahrscheinlich, du arbeitest immer noch mit dem Thema und es wird, du hast in den Filmen gesagt, es wird dich ein Leben begleiten, also die Geschichten sind Teil deines Lebens, mit dem du umgehen musst. Mal besser, mal schlechter wahrscheinlich, aber eben die Kunst ist dabei unterstützend. Die Silvia hat mit dir den Film gemacht, wie ist dir eigentlich gegangen, Silvia, beim Interview mit Toni? Ja, ich war einfach, ich bin den Film gemacht habt, wie ist es dir eigentlich gegangen beim Interview mit Toni? Ich bin total verkühlt, mein Herz. Ich war einfach baff beeindruckt von dem ersten Augenblick an. Ich habe auch die Rede auf YouTube gemacht, bevor wir miteinander geredet haben. an der Stelle ist mir eine Erinnerung geblieben, nämlich, dass du auch gesagt hast, dass du so viele positive Rückmeldungen gekriegt hast, dass sie junge und ältere Frauen dir anvertraut haben. Und durch das, dass du deine Geschichte geteilt hast, andere Frauen das geschafft haben, darüber zu reden. dieser erste Schritt, sich jemandem anzuvertrauen, ist so ein großer und so ein wichtiger. Und von dem her, ja, du hast einfach alles richtig gemacht. Und es macht Mut und es macht so Freude. Ich kann immer wieder Danke sagen, dass du da dabei warst und bist. Und ich bin so unglaublich stolz auf dich und auf uns und auf jede Frau, die den Mund aufmacht. Und dann auch noch in so einer gekannten, schön dargebotenen Rede. Eben, da sind wir wieder bei der Kunst. Das ist ja irrsinnig kraftvoll von der Stimme her und irrsinnig schön zum Auhören und stark. Weißt du? Ja, genau. Und insofern ist es mir gut gegangen. Und auch wieder nicht. Ich meine, ich habe insgesamt drei Interviews geführt und natürlich hat mir das Thema total eine gesagt. Und ich habe mich wütend gemacht und verzweifelt und alles, die ganze Bandbreite war natürlich in mir vorhanden. Wie war es dann für dich letztendlich, weil die Silvia hat mit dir Interviews geführt, wie war es dann für dich, den fertigen Film zu sehen, deine Geschichte mit Bildern ausgedrückt, hinterlegt mit deinen eigenen Worten? Ja, also es war dann ein bisschen, ich habe es irgendwie ein wenig distanziert gesehen dann, weil man dachte so, das bin ich, ich sage das da gerade. Das war einfach schön, es war auf jeden Fall sehr schön, das zu hören. Aber ja, ich glaube, ich begreife das bis zu einem gewissen Grad und teilweise wirklich nicht, dass ich bin, der das sagt. Ich glaube, das war beim Interview dann nur ein bisschen, also wo wir angefangen haben, war das mehr in mir und dann hat es mich auch mehr gefesselt. Also da ist mir auf jeden Fall viel näher getreten, als dann im Endeffekt, als der Film fertig war. Und ich bin eigentlich relativ froh darüber, dass ich ein bisschen eine Distanz dazwischen habe. Mhm. Weißt du, wir haben uns den Film im Auto... Stimmt.... das erste Mal wieder mit angeschaut. Beim Fahren? Nein. Okay. Ihr seht es nicht über das Radio, da sitzen jetzt eine junge Frau, zwei ältere Frauen und schauen sich gerade ziemlich mit großem Gefühl an und mit viel Verständnis und mit viel Teilnahme und wir sind alle, glaube ich, gerade ein bisschen sprachlos und weil wir jetzt gerade keine Worte finden, wie die sagen, spielen wir nochmal. Und was sagt man? Du hast noch da, lass es kreisen, Lady Something good Gutes Mädchen haben wir gehört Lie, unbeschreiblich Weiblich, no care Ich glaube Lass es kreisen ist jetzt gut Ein bisschen Auflockerung Weißt Du musst gar nicht so viel sagen Du musst gar nicht so viel reden Du musst dich einfach nur mal wieder so bewegen, wie du willst Du musst dich einfach nur mal wieder bewegen, so wie du es gerade fühlst So viele Monate alleine, ja ich glaube übern Winter war dir alles viel zu viel einfach nur mal wieder bewegen so wie du es gerade fühlst so viele monate alleine ja ich glaube über den winter war dir alles viel zu viel Lass es kreisen, lass es raus, lass es kreisen Ich will inmitten der Menge stehen und euch durch das Gedränge sehen Ich will inmitten der Menge stehen, die Lichter sind hell und euch durch das Gedränge sehen Verschwendet mein Geld, angene untergehen, in der Masse der Maskierten Ich will mal wieder mit dir die Kontrolle verlieren Ich will mal wieder mit dir die Kontrolle verlieren Lass es raus, lass es kreisen Lass es raus, lass es kreisen Lass es raus, lass es kreisen Lass es raus, lass es kreisen In diesen seltsamen Zeiten Und wenn du fällst, fang ich dich auf Und wenn du fällst, fang ich dich auf Und wenn du fällst, fang ich dich auf Und wenn du fällst, fang ich dich auf Und wenn du fällst Lass es raus, lass es kreisen Lass es raus, lass es kreisen Lass es raus, lass es kreisen Lass es raus, lass es raus, lass es raus Nach so vielen Monaten alleine musst du mir erstmal beweisen, dass du es noch kannst Tanz Nach so vielen Monaten alleine musst du mir Mal beweisen, dass du es noch kannst Tanzt Lass es dir in einer Unanalyse zum ersten Mal beweisen, dass du es noch kannst Tanzt Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Toni bei mir im Studio, Silvia bei mir im Studio, wir reden über ein sehr ernstes Thema, über sexualisierte Gewalt, aber wir reden vor allem darüber, dass Heilung möglich ist. Du nimmst, Toni, du hast das selbst erlebt, Heilung ist möglich über Therapie, in deinem Fall auch mit dem Weg der Kunst. Mich würde interessieren, Toni, was wünschst du von der Gesellschaft? Sind wir offen für das Thema? Braucht es mehr, wo die Männer sich in der Verantwortung zeigen? Oder hast du eine Idee, wie Männer in die Verantwortung gehen können? Ich finde es unfassbar wichtig, dass auch Männer mehr einstehen bei dem Ganzen. Weil im Endeffekt ist Feminismus nicht nur ein Frauending, auch wenn das immer so dargestellt wird. Ich meine, hauptsächlich geht es um die Frauen und um ihre Rechte, aber natürlich auch die Männer alleine und zu dem Patriarchat und das war vielleicht schön, wenn sie das auch senkt an, dass wir auch versuchen ihnen zu helfen. Andererseits sollte der Fokus natürlich trotzdem bei den Frauen bleiben und ich finde es schwierig, weil es dann immer so wirkt, als müssten Männer in dem Fall mit Samthandschuhen anfassen, weil man der... ich weiß nicht. Also es muss auf jeden Fall von ihnen heraus einmal was kommen und einfach wichtig, dass sie zuhören. Ich glaube das ist das Wichtigste, dass einfach sie uns zuhören und uns ernst nehmen sowieso und vielleicht auch das weitergeben was wir sagen und vielleicht ja wird das dann mehr gehört wenn es auch von ihnen mal was kommt und ja Du sagst auch im Film, es wird schon helfen wenn Männer in gewissen Situationen weniger bedrohlich auftreten Ja definitiv, also ein bisschen ein Gefühl dafür zu haben, die Situation einzuschätzen, war wirklich wirklich gut. Ich glaube, da habe ich auch im Film das gleiche Beispiel gebraucht, wenn man irgendwie nachts auf der Straße ist und man irgendwie als Mann sagt, okay, vor mir ist eine Frau und die wird jetzt schneller, dass man vielleicht um die Straßenseite wechselt oder irgendwie einfach zeigt, ich will da nichts tun, ich bin nicht gefährlich, damit man ein bisschen mehr Sicherheit bekommt. Und ich glaube vor allem das Wichtigste ist, dass Männer sich gegenseitig ein bisschen an die Nase nehmen und gegenseitig aufmerksam machen auf die Fehler. Weil das ja auch, ja, also irgendwie wenn wir zehn Männer im Raum haben, einer davon ist ein Täter, auch davon schweigen und einer lacht, dann sind für mich alle zehn Täter. Also wenn man einfach einmal mehr was sagen darf, dann hat das schon immens geholfen. Da kann ich da nur beipflichten. Da gibt es gar nichts drauf zu sagen. Mir kommt halt vor, wirklich in einem Gespräch mit Männern, dass in dem Augenblick, wo es das Wort Feminismus und oder Patriarchat sind, gehen die Scheuklappen runter und dann kommt nur mehr Rechtfertigung. Und dann ist aber die Diskussion aus. Dann geht nichts mehr weiter. Das finde ich total schade. Das finde ich total schade, und ja, das finde ich einfach schade, ja. Ja, da geht es dann auch darum, vor allem schon mit jungen Männern zu arbeiten, denke ich mal, im Sinne der Prävention. Gibt es in der Richtung was bei euch in der Schule? Hast du das erlebt? In dem Sinne nicht wirklich. Also ich glaube unsere Schule ist noch eine die sich mehr bemüht, aber bis ich mit meiner Rede das aufgebracht habe ist eigentlich gar nichts gekommen und danach ist das erst Thema, aber auch nicht wirklich groß. Das fällt auf jeden Fall auch in den Schulen, dass darüber geredet wird. Absolut, angesichts der Tatsache, wir können jetzt wieder die öffentlichen Zahlen zitieren, jedes dritte Mädchen, ob 15, ist betroffen, oder junge Frau oder nur. Und 15% erleben eine Androhung von Gewalt. Und wir haben auch in der letzten Zeit diese irren Geschichten mitgekriegt von Todesfällen und von Mitzinnen. Das stimmt. Die Prävention kann gar nicht bald genug beginnen und ich glaube, ich habe mein Recht, Männer, macht es in den Mund auf und schweigt es nicht in Stamm es in den Mund auf und schweigt nicht in Stammtischrunden, schweigt nicht am Arbeitsplatz, sondern bitte bekennst Farbe, bekennst Meinung zu dem Thema. Es ist für uns Frauen ganz einfach wichtig, dass ihr uns auch unterstützt und das Thema sichtbar und hörbar in die Gesellschaft bringt. Ich denke, da geht es nur, wenn man zusammenarbeitet und nicht gegeneinander arbeitet. Und zum Thema Prävention und Schulen, an alle Pädagoginnen, die uns gerade zuhören, an alle Lehrerinnen und Lehrer, den Film Mut macht Geschichte gibt es auf www.medienportal.at kann man sie runterladen und eignet sie wirklich, wirklich gut, um Workshops zu planen und zu machen. Und werde ich Tone live noch einmal erleben, wie ich mache jetzt einmal eine Vorankündigung, jetzt habe ich nur das Datum vergessen, 25. November 18 Uhr, in der Kurdirektion Bad Ischl, wird der Film gezeigt und es wird dann eine Podiumsdiskussion geben zu dem Thema, aber auch wieder da, es geht der Blick in die Zukunft und der Blick geht vor allem darauf, wie ist Heilung möglich, es wird eine Therapeutin dabei sein und jemand von der Männerberatung Wien. Und du, Toni, wirst auf der Bühne sitzen und euch auseinandersetzen. Wie geht man um? Die Geschichte ist da, aber wie kommt man raus und wie kann man gut trotzdem weiterleben? Selbstbestimmt. Selbstbestimmt, genau. Und fröhlich. Bei der letzten Frage möchte ich nur kurz anschließen, weil mir das jetzt auch noch eingefallen ist, wegen der Prävention. Es ist auch, und ich glaube nämlich vor allem für die Männer wichtig, zu wissen, wo Gewalt überhaupt anfängt. Weil Gewalt ist nicht erst das erste Mal, wo man geschlagen wird, sondern Gewalt fängt schon vorher an. Es gibt ja verschiedene Stufen der Gewalt und es ist wichtig, sich damit mit dem Eisberg auseinanderzusetzen. Wo kann ich anfangen, dass alles andere danach nicht passieren muss. Also der nächste Schritt ist ja nicht direkt der Femizid, es fängt ja an mit sexistischen Beleidigungen oder Catcalling und es steigert sich dann halt auch immer mehr, bis halt dann ein Femizid passieren könnte und das ist, glaube ich, wichtig, das halt nochmal zu erwähnen, dass man auch viel früher was sagen muss und viel früher einschreiten muss, weil sonst Schlimmeres passieren könnte. Danke, Toni, super. Ich wollte gerade sagen, das sind eigentlich so richtig super Schlussworte, die eigentlich übrig bleiben, sollten wir gar nichts mehr drauf sagen. Fühle ich. Was möchtest du hören? Vielleicht ein Live. Listen up, let me tell you a story About a friend I had who had much worries He had something to see inside Something that's deep inside his mind You're gonna die He says he will need some distance Says he'll be away for a while But don't you know it's a matter of fact Some distance said he'll be away for a while But don't you know as a matter of fact He still came by Well I'm done here, no more regrets That's what he said to me Don't you know as a matter of fact He crawled back to me But you know I need my distance But I still can't pay As a matter of fact I told you I'd lie Hold your life Ah ah ah ah ah Eeeeee And you're still gonna die Well he still came back for more Until I said something to him But not something about that, no, no Something very different I made a joke, maybe two But he wasn't compliant to my move I still wanted some more And I tried it better than before But you know I need my distance But I still come by As a matter of fact I told you a lie You were lying I told you I'd lie So there was nothing more left All these jokes fell to him like He turned around with a grunt I was completely stunned What is wrong with you? Why you act up like a fool? But you know I need my distance But I still come back As a matter of fact I told you a lie But you know I need my dissent I don't know why I need my dissent I don't know why I need my dissent I don't know why I need my dissent Danke. Ja, Toni, es bleibt mir nur mit zu bedanken, dass du da warst. Danke Silvia für die Unterstützung an der Technik. Danke Sabine für die Einladung. Ja, danke, dass wir da sind. Und Toni, ich finde schon, also diesen zweiten Platz Bundesredewettbewerb unglaublich mit einer Meinungsrede Victim Blaming. Machst du uns bitte nur mal so, wo kann man es hören und sehen? Genau, also auf YouTube einfach Toni Taferna, da gibt es dann mal Reden vom Landesredewettbewerb und vom Bundesredewettbewerb. Und auf Instagram unter Pumucklmaus findet man als Reel auch meine Rede vom Bundeswettbewerb nochmal. Danke und ich freue mich schon, wenn wir uns wieder sehen im November in der Kurdirektion Bad Ischl. Eine Sendung des Frauenforum Salzkammergut. Die Nahversorgerin. Jeden ersten Montag im Monat um 10 Uhr. Live im freien Radio Salzkammergut. Und die Wiederholung am darauffolgenden Dienstag, 19 Uhr.