Christoph, wie war eigentlich dein erster Sommer als Bürgermeister? Ja, das war natürlich eine ganz spannende und aufregende Zeit. Der Sommer hat ja mit ganz großen Festen begonnen, mit den Sonnementfeiern und mit den Bettlosfeiern, die wir in Schweinbach Edsteinreit heute und in Mittertreffling organisiert haben. Und dann waren natürlich über den Sommer extrem viele Straßenfeste, wo ich eingeladen war, was mich bei jedem wirklich gefreut hat, dass ich eingeladen worden bin. Und da war es einfach die Menschen kennenlernen, die Leute kennenlernen, die Gespräche mit den Leuten und natürlich ist es auch genutzt worden, um Anliegen weiterzugeben und das freut mich auch besonders, weil das in meiner Entzündung ist, dass ich die Anliegen der Leute aufnehme, ernst nehme und auch weiterverfolgen wir uns dann auch schauen, dass wir uns zusammenbringen und dann auch auf eine Rückmeldung gehen. Und die Ferien waren ja auch heuer besondere Ferien, was die Temperaturen betraf. Für die Kinder, glaube ich, hat ja die Gemeinde auch sehr viel unternommen. Ja genau, wir haben unser Ferienprogramm weiterentwickelt zum Ferienkompass, wo die Kinder wirklich fast jeden Tag Aktivität gehabt haben. Und ich habe dann noch mein besonderes Highlight war, dass ich die Kinder eingeladen habe ins Kino, wo 57 Kinder teilgenommen haben. Eine Mutter hat vorher noch zu mir gesagt, alles Gute bei 57 Kindern, aber wir haben vier Begleitpersonen mitgehabt, auch Pädagoginnen. Wir waren so begeistert wie drauf die Kinder waren und wie sehr sie diesen Kinonachmittag genossen haben. 57 Kinder haben sich die Minions angeschaut. Ich wollte fragen, welcher Film die Minions? Ja und dann war glaube ich, wenn wir gerade Jugend sagen, das Jubiläum der Landjugend, das war ja glaube ich auch ein... Das war im Sommer sicher der Höhepunkt der Festivitäten, die 75 Jahre Jubiläum in der Landjugend Engelwitzdorf. Und da hat mich einfach gefreut, dass ich die Landjugend auch unterstützen durfte, auch natürlich mit einer Spende unterstützt habe zum Jubiläum. Aber sie haben ja auch zu diesem Jubiläum ein Jahresprojekt präsentiert, wo es darum geht, dass die Abhofmärkte und Abhofbauernhöfe präsentiert werden auf einer Internetseite und in einem Folder. Und ich habe dem Altmund da helfen dürfen, Internetseiten zu entwickeln. Ich glaube in aller Kürze, was ich so mitbekommen habe, wurde die Seite. Halb Nacht haben wir angefangen und mit dem Nachthaus fertig. Ja und der heutige Sommer war extrem heiß und da haben ja auch viele Gemeinden ganz schön darunter gelitten, was den Wasserbedarf betraf oder womöglich die Wasserverschwendung. Wie ist es da in der Gemeinde gelaufen zu diesem Thema Wassersparen oder dementsprechende Maßnahmen zu setzen? Wir haben natürlich auch in der Bevölkerung aufgerufen, sparsam mit dem russbaum gut Trinkwasser umzugehen. Wir haben laufend natürlich beobachtet wie der Wasserverbrauch ist und auch wie die Wasserförderung ist. Wir haben gerade in den heißesten Tagen, wo man nur 40 Grad gehabt hat, da war ich selber mit dem Wassermeister in der Entsäuerungsanlage, wo unser Hauptprüfung ist, wo wir aus 80 Metern Tiefe das Wasser fördern. Und da haben wir 23 Liter pro Sekunde gefördert. Würden wir das jetzt hochrechnen, kommt man auf ungefähr 5000 Kubik Wasser pro Tag. Und in diesen ganz heißen Tagen haben wir einen Verbrauch gehabt, der war natürlich erhöht, das ist der Durchschnittsverbrauch von 1600 Kubik Wasser. Das heißt, wir haben mehr fördern können als wir gebraucht haben, aber trotzdem muss man einfach sparsam umgehen. Von wegen heißen Sommer und hitzige Debatten, Stichwort, wie war eigentlich die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause und was war da für unsere Bürgerinnen und Bürger wichtig an diesem Tag? Wir haben in der Gemeinderatssitzung aus meiner Sicht vier wesentliche Punkte beschlossen. Das war einerseits die Erstellung eines Einreichplanes für den Radweg von der Stadtgrenze Linz bis nach Mittertreffling, dann den Gusenerlebnisweg, die Umsetzung. Bei dem Projekt zeigt sich auch die tolle Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Garnierkirchen und da freut mich besonders, dass da auch die Brücke bei der Schweinbruchstraße, der Kuselsteig mit erneuert wird. Und wir haben die Einführung eines Kinderbildungs- und Betreuungsverbandes beschlossen. Da geht es darum, dass wir die Kinderbetreuung in der Gemeinde Engerwilsdorf noch weiter verbessern und noch für die Eltern und Kinder noch ein größeres Angebot schaffen. Aber die pädagogische Arbeit ausbauen, die Qualität ausbauen und die Organisation zusammenzufassen. Das heißt, dass sich mehrere Gemeinden für diesen Kinderbildungsverband zusammenschließen. Und das Viertelthema, was wir gehabt haben in der Gemeinderatssitzung, das waren Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Wir haben ja, hat ihr gesehen, wir haben jetzt im Sommer die Bodenmarkierungen. Ich setze da wirklich ein Schwerpunkt auf die Verkehrssicherheit. Und im Gemeinderat haben wir beschlossen, dass wir uns den Bereich Heid bis Kronenwurf noch einmal anschauen und dort Verbesserungsmaßnahmen machen mit sogar Erklärungshilfen. wie einen Zebrastreifen und das geht bis hin in den Blumenweg, wo sich Bürger gemeldet haben, die gesagt haben, sie möchten dort die Straßenbeleuchtung verbessern, weil die Blumenweg-Siedlung ist ja eine relativ junge Siedlung und dort sind junge Familien, wo die Kinder jetzt in das Schulalter kommen und dass die einfach einen sicheren Schulweg haben. In den heurigen Sommermonaten war sicher auch das Thema eben, weil es fast nie geregnet hat und Klimawandel auch das Thema Bodenversiegelung und die Diskussion um die Oberflächen, Wasser, die eben einfach abfließen und nicht mehr in den Boden sickern können, wo wir es dringend brauchen würden fürs Grundwasser. Welchen Zugang hat da die Gemeinde aus heutiger Sicht? Wir haben da einen ganz klaren Zugang und zwar den, dass wir uns hier wirklich Maßnahmen überlegen müssen, die auch greifen. Ich habe jetzt zwei Projekte gestartet in diesem Jahr. Das sind zwei Oberflächen-Wasserschutzkonzepte, wo wir auf der einen Seite Siedlungen und Häuser schützen wollen bei Starkregenereignissen, dass wir das Wasser besser lenken können, dass nicht immer so etwas passiert wie letztes Jahr im Juni, wo das ganze Simingfeld das Wasser im Keller hatte und wirklich eine Riesenbelastung für die Leute war, da haben wir ein Projekt gestartet, da werden auch die Bürgerinnen und Bürger eingekommen. Da bin ich im guten Austausch mit der Jelena Lipsch, der Obstfrau von der Gründungsfraktion, die ja auch Ausschussobstfrau vom Innenausschuss ist, also hier auch ein großes Thema ist. Und da haben wir auch gerade diese Woche eine Besprechung mit der Innenkommission, wo wir gesagt haben, welche Möglichkeiten gibt es, und das wollen wir gemeinsam mit den Parteien wieder vorantreiben. Nur so viel zunächst. Was glaube ich auch noch viele Menschen in unserer Gemeinde interessiert, ist die Entwicklung des Kulturzentrums. Wie es da jetzt weitergeht, weil da glaube ich, es soll ja nicht mehr im Schöffel heißen, gibt es Veränderungen. Ich glaube, das könnte auch viele interessieren. Es ist das Kulturhaus am Schöffel. Das dürfen wir aufgrund des Härteausgleichs kein Kulturprogramm mehr anbieten, was die Gemeinde organisiert und finanziert. Damit wir aber die Kultur und die Veranstaltung nicht verlieren, wollen wir bemühen, dass sich ein Verein findet, den wir mit dem Verein gründet. Freunde der klassischen Musik in Schöffel heißt dieser Verein, der sich da gegründet hat. Und der wird auch die Kulturveranstaltungen in Schöffel weiterführen. Und es hat eine Namensänderung gegeben, das heißt jetzt Gemeindezentrum Schöffel. Und die Kulturveranstaltungen gehen weiter. Es soll auch zu Silvester wieder ein Programm geben, was sich viele Leute gewünscht haben. Und gleichzeitig haben wir damit auch eine Verbesserung geschafft. Also ich habe gesagt, wenn wir Kultur nicht selber anbieten dürfen, motivieren wir jemand anderen. Das hat uns ermöglicht, dass wir allen Vereinen das Gemeindezentrum noch mehr öffnen. Christoph, wenn jetzt ein Jahr vergangen ist und wir würden wieder hier auf deiner Terrasse sitzen, was sollte sich da in diesem Jahr denn so alles getan haben? Also von meinem Zugang her möchte ich, dass wir einfach unsere Menschen, Bürgerinnen und Bürger in Engelwitz dürfen und ihre Anliegen bestmöglich unterstützt haben. das sehe ich eigentlich als Aufgabe von Bürgermeistern, eine erste Ansprechperson für die Menschen zu sein und mich wirklich anzunehmen. Und das ist auch das, wozu ich auch immer einlade, dass bei jedem Thema, das es gibt, jeder willkommen ist und ich mich wirklich bemühen werde, dass wir irgendeine Rahmen- und Möglichkeiten haben, eine Lösung zu finden oder zumindest eine Verbesserung. Und in einem Jahr sollen die Leute sagen, ja, der Bürgermeister ist wirklich bemüht und er setzt sich wirklich ein für unsere Anliegen. Das ist meine Motivation für meine Zukunft. Ein paar Dinge sind mir schon gelungen und habe ich schon geschafft. Und das ist auch meine Motivation, die ich habe. Aufgrund deiner Umtriebigkeit glaube ich, dass wir uns nicht erst wieder in einem Jahr hier auf der Terrasse sehen, sondern sicher zwischendurch auch oft mehrmals bei Aktivitäten der Gemeinde oder durch Initiativen, die du immer wieder startet und auch schon gestartet hast. Ja, dann eben gerne auch nach Gemeinderatssitzungen, dass man da auch wieder kurz berichten muss, dass es in der Gemeinderatssitzung wichtige Beschlüsse gegeben hat. Und ich dir auch danke für deine Zeit, dass du dazu auf die Terrasse gekommen bist, für dieses Gespräch heute. Es hat Spaß gemacht und ich wünsche dir auch weiterhin viel Erfolg und alles Gute.