Wir stellen kurz unsere Panelisten vor. Der erste ist der Privatdozent Dr. Gerhard Soja am Institut für Verfahrenstechnik und Energietechnik der Universität für Bodenkultur beschäftigt. Seit 15 Jahren liegt sein Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Pflanzenkohlen bzw. englisch Biochar, wo er auf nationaler und internationaler Ebene mehrere Forschungsprojekte geleitet oder daran teilgenommen hat. Außerdem ist er der Obmann von ÖBK, das ist der österreichische Verein für die Biomasse-Carbonisierung, der sich als österreichische Plattform und Kontaktstelle für alle versteht, die mit Biochar zu tun oder daran Interesse haben. Vielen Dank, Gerhard, dass du heute da bist. DUNST, ein Pionier in der Erden- und Pflanzenkohleproduktion. Wir haben ja vorher gesehen, diese rohe Pflanzenkohle muss veredelt werden. Das macht die Firma, das Unternehmen von Herrn DUNST. In seinem Erdenwerk im Burgenland, sonnenerde.at, hat er 30 verschiedene Erden auf Kompostbasis entwickelt und vertreibt diese international. Mit dem neuen Produkt CoLoss, mit H geschrieben, wurden von ihm und seinem Sohn Dominik erstmals in Österreich eine industrielle Pflanzenkohle-Produktionsanlage realisiert, die aus organischen Reststoffen wie den Kompostsiebresten über 1000 Tonnen hochwertigste Pflanzenkohle pro Jahr produzieren kann. Diese Pflanzenkohle wird erfolgreich in Form von verschiedensten Produkten vermarktet, wie zum Beispiel Futterkohle, Gülle-Kohle und natürlich, das ist jetzt in dieser Skizze gewesen, eingemischt in die verschiedensten Erden wie Schwarzerde, Bodenaktivator oder Stadtbaumfeinsubstrat, wobei das Produktbezeichnungen der Firma Sonnenerde sind, nehme ich an. haben wir hier als Gast aus der Schweiz. Die Reihenfolge ergibt sich einfach aufgrund der Webseite. Sonst hätte ich ihn als Ersten genannt, den Dr. Hans-Peter Schmidt. Er leitet das Itaka-Institut für Carbon Strategies in der Schweiz. Bereits 2007 hat er die ersten Feldversuche mit Pflanzenkohle angelegt und forscht seither zur Herstellung, Anwendung und auch zur Zertifizierung von Pflanzenkohle und Kohlenstoffsenken. Er ist der Editor des Itaka-Journals, auf dessen Website eine Vielzahl von Artikeln zur Pflanzenkohle und zum Klimafarming abrufbar sind. Dr. Schmidt ist international gefragter Berater bei Pflanzenkohle-Projekten. Pflanzenkohle-Projekten. Dann haben wir den Herrn Dr. August Ragam, ein Visionär im Ruhestand, der seit circa 20 Jahren bei der Idee der Pflanzenkohle nicht locker lässt, Vorträge hält und auch ein zugehöriges Businessmodell auf gesellschaftlicher Ebene unter Einbindung der Landwirte entwickelt hat. Und das ist auch ein wichtiges Thema heute, die Einbindung der Landwirte. Er war assoziierter Professor an der TU Graz sowie leitender Angestellter einer der größten österreichischen Papierfabriken. Bekannt ist er vielleicht vielen in der Holzbranche, vor allem als Gründer der österreichischen Pelletsofenfirma KWB Steiermark in den 2000er Jahren. Das war auch irgendwie als Mercedes unter den Pelletshöfen damals bekannt. Es geht darum, CO2 aus der Atmosphäre zurückzuholen. Und in unserem Fall über Pflanzen und in weiterer Folge eben auch über den Humusaufbau, aber über Pflanzenkohle. Und ich habe das hier als Skizze dargestellt, dass wir das CO2, wie wir alle wissen, zu viel in der Atmosphäre haben. Im Wesentlichen ist es das CO2, andere Gas auch. Und dieses CO2 wird von den Pflanzen beim Wachstum aufgenommen. Diese Pflanzen, wenn sich niemand darum kümmert, sterben irgendwann ab, verroten und das CO2 geht wieder rauf. Wir können sie aber auch verkohlen in einer hier symbolisch dargestellten Anlage als Fabrik zum Beispiel. Heraus kommt Pflanzenkohle, wie wir sie zum Beispiel als Grillkohle oder als Holzkohle typischerweise kennen. Pflanzenkohle können wir dann noch, ich würde sagen, veredeln, passt als Ausdruck, indem wir sie zum Beispiel mit Mikroorganismen beladen, aktivieren im Ganzen zertifiziert, das ist eine qualitätsvolle Pflanzenkohle, dazu kommen wir eh noch später, in den Boden ein, hier dargestellt als schwarzer Fleck sozusagen. Der Unterschied ist, dass das nicht mehr in die Atmosphäre gelangen kann, sondern hier im Boden gesichert, langzeit stabil bleibt, wenn nicht grobe Fehler gemacht werden. Wenn wir das über die Jahre oder über die Jahrzehnte machen, dann wird dieser Fleck hier einfach immer größer, symbolisch jetzt dargestellt. Das heißt, das baut sich auf und holt netto über die Jahre immer mehr CO2 zurück. Zusätzlich habe ich hier noch geschrieben, fördert das den Humusaufbau, aber dazu lassen wir dann bitte die besten Experten sprechen. Als Variante, die sozusagen auch erwähnt werden soll, aber um die geht es heute nicht, ist hier dargestellt, das CO2 aus der Atmosphäre abzusaugen und dann als Gas in den Boden einzupressen, in verschiedenste Gesteinsschichten, wo wir dann hoffen, dass es dort auch bleibt. Im Unterschied zu der vorherigen Variante, behaupte ich jetzt einmal, das können wir dann auch diskutieren, ist das nicht gesichert langzeitstabil. Die Langzeitstabilität kann gar nicht methodisch rein nachgewiesen werden. Und hier haben wir auch die fossilen Brennstoffe, woher eben auch das CO2 kommt und das müssen wir natürlich auch stoppen. Das sind aber andere Themen. Ich will möglichst fokussiert heute auf der Pflanzenkohle bleiben. Das war das Intro. Worum es geht heute. Vielen Dank, dass ihr, ich wechsle jetzt bei den Panelisten zum Du-Wort, euch die Zeit nehmt, dieses Thema voranzutreiben. Und ich bitte jetzt in der genannten Reihenfolge, dass ihr kurz erklärt, wie ihr zur Pflanzenkohle gefunden habt, warum ihr euch bis heute damit beschäftigt und euch damit vielleicht ein bisschen besser selber noch vorstellt, als ich es gerade gemacht habe. Ich bitte den Gerhard damit zu beginnen. Circa drei Minuten. Danke, Frau Person. Danke, Frau Persson. Einen schönen guten Abend in die Runde. Gerhard Soja, danke jedenfalls, Thomas, für die Vorstellung. Ich komme von der Universität für Bodenkultur und habe mich eben dort sowohl mit Pflanzen, kundlichen Pflanzen für logische Fragen, Fragestellungen mit Atmosphärenchemie, letztlich auch mit Verfahrenstechnik beschäftigt. Also es ist Umweltforschung im breitesten Sinne und dadurch habe ich eigentlich gesehen, dass eben von diesen Umweltproblemen, die uns derzeit Probleme machen, der beschleunigte Klimawandel eines der wirklich drängendsten ist. eines der wirklich drängendsten ist und Pflanzenkohle eines der Verfahren ist, wo wir tatsächlich eine Lösung schon zur Hand haben, die nur in entsprechend größeren Maßstab umgesetzt werden muss. Das war für mich so faszinierend, dass das in den letzten 15 Jahren eigentlich der Schwerpunkt meiner Forschungen gewesen ist. Ich habe das mir immer in der Weise versinnbildlicht, mir die Atmosphäre als großen Parkplatz vorzustellen, wo wir als Menschen durch fossile Energie und andere anthropogene Maßnahmen einfach zu viel CO2 hingeparkt haben. Der Parkplatz ist voll, er ist überbelegt und es reicht nicht zu sagen, es darf nichts weiter hinkommen, so wie wir es durch die Zero Emission Strategien haben. Es ist absolut notwendig auch wieder etwas rauszubringen, weil eben der Parkplatz schon überbelegt ist. Und von den verschiedenen technischen Verfahren, die wir da zur Verfügung haben, ist die Pflanzenkohle eigentlich die am weitesten entwickelte, die am leichtesten im großen Maßstab eingesetzt werden kann. Und weil ich das als ein so probates, nützliches Mittel zur Bekämpfung des beschleunigten Klimawandels sehe und obendrein die Pflanzenkohle eine ganze Menge sonstiger nützlicher Nebenwirkungen hat. Ja, das ist eigentlich der Grund, warum für mich die Pflanzenkohle so ein spannendes Forschungsthema und der Schwerpunkt meiner Arbeit in den letzten 15 Jahren gewesen ist. Vielen Dank, Gerhard. Dann darf ich den Gerald bitten, sich auch weiter vorzustellen. Ja, schönen guten Abend von meiner Seite. Ich komme von einer ganz anderen Richtung zum Thema Pflanzenkolle. Ich bin im Bereich Bodenfruchtbarkeit fast seit Geburt unterwegs. Ich habe 2007 das Humusprojekt in der Ökoregion Keindorf aufgebaut und 13 Jahre lang geleitet. Und im Jahr 2008 bin ich zum ersten Mal auf das Thema Terra Preta gestoßen. Und da war sofort klar, dass Pflanzenkohle der Schlüsselbaustein ist, um diese extrem fruchtbare Schwarzherde zu entwickeln. Aus meiner Sicht ist dieser Fund der Therapreter die größte Frohbotschaft eigentlich seit Christi Geburt. Das heißt, es sind künstlich hergestellte Erden, die extrem fruchtbar sind und das über Tausende von Jahren. Und es geht nicht nur um die Kohle selbst, die da drinnen ist, sondern was die Kohle in diesem Boden auslöst, nämlich zusätzliche Humusanreicherung und extrem hohe Bodenfruchtbarkeit. Und wir haben in einem sechsjährigen Forschungsprojekt dann diese Therapreter nachgebaut, inklusive Mikrobiologie und vermarkten das jetzt sehr erfolgreich. Seit 2012 produzieren wir Pflanzenkohle und jetzt seit zwei Jahren haben wir eine neue Anlage in Betrieb, wo wir aus organischen Rohreststoffen, hauptsächlich Siebreste aus der Kompostierung, hochwertigste Pflanzenkohle produzieren in einer Menge von etwa 1000 Tonnen pro Jahr und dabei auch die gesamte Überschussenergie mehrstufig nutzen und verwenden. Also ich beschäftige mich mit der Pflanzenkohle eigentlich nur deswegen, weil man damit fruchtbare Böden herstellen kann. Das ist die Hauptmotivation. Danke. Vielen Dank, Gerald. Und dann bitte ich den Hans-Peter um seine Vorstellung. Ja, danke. Ich freue mich nach Gerhard und Gerald, langjährigen Freunden, in der Bayerischer Szene sprechen zu dürfen. Ich teile übrigens mit Gerald auch die Ehre, keinen Doktortitel zu haben entgegen der Vorstellung, aber trotzdem mitreden zu dürfen. Ohne das jetzt zu lang zu machen, hat festgestellt, dass im ganzen mediterranen Raum die Böden so degradiert wurden, dass eigentlich nur noch Weinbau und Oliven möglich waren. Ukraine und wurde von Nomaden zum Schwarzmeer gebracht, weil das eigentlich Wildgetreide war. Und weshalb Wildgetreide so fruchtbar sein kann, dass Nomaden das einfach ernten, ohne es zu sehen, hat mich darauf gebracht, zu den Böden zu schauen. Und diese Schwarzerdeböden sind halt sehr reich mit dem, was wir heute Pflanzenkohle nennen. Und das war mein Einstieg in das Thema, nämlich, dass eigentlich die Natur, wenn man es ein bisschen besser versteht, wie sie funktioniert, uns ziemlich genial versorgt, ohne dass wir uns so wahnsinnig eigentlich mit der Technik anstrengen müssen. Und das ist auch die Lehre, die ich bei uns im Weinbau praktiziere, ich eigentlich versuche die Reben eher wachsen zu lassen, als sie zu düngen und zu spritzen. Und das ist mein Zugang zur Pflanzenkohle gewesen, das ist jetzt auch fast 20 Jahre her und das hat einfach Kreise geschlagen, die zu der Zeit nicht vorherzudenken waren. Es hat sich halt im landwirtschaftlichen Bereich gezeigt, dass die Pflanzenkohle eigentlich, vielleicht kommen wir auch auf das Thema noch zu, eigentlich richtig nur in organischen Systemen funktioniert, in der traditionellen oder nicht traditionellen, sondern konventionellen Landwirtschaft mit Chemie, Dünger und Pestizideinsatz ist im Grunde der Einsatz nicht wirtschaftlich und nicht mit den Resultaten durchzuführen, die die Pflanzenkohle zum Erfolg bringen, was wir eigentlich auch in der Industrialisierung der Pflanzenkohleproduktion jetzt sehen. Danke, dass ich heute mit sprechen kann. Vielen Dank, Hans-Peter. Dann bleibt noch der August, bitte sich vorzustellen, wenn du bereit bist. Ich komme aus dem Bezirk Leibniz, der ist in der Südsteiermark und das ist ein Muster Bezirk in der Nachkriegszeit in so kurzer Zeit umgestellt wurde von einem reinen Vieh- und Grünlandbezirk in einen Schweine- und Maisbezirk. Also wir haben in kürzester Zeit, und, 30 Jahre gut gegangen, nur jetzt ist es so, das sind Schotterböden, dass der Mais jetzt schon längst dürr ist und maximal den halben Ertrag liefert. Also wir sind ein Musterbeispiel, deswegen habe ich angefangen mit dem mehr zu befassen, das erste Buch darüber geschrieben, wie es dazu kommt. Wir haben den Fehler begonnen, dann verdunsten sie weniger und machen keinen Kühlbeitrag. Das Albedo, also die Rückstrahlung, sie können nicht mehr kühlen. Jetzt wird es wärmer. Die Sonne scheint und jetzt ist die Frage, wer kühlt. Und jetzt muss man Experten, Atomphysiker, Atmosphärenphysiker fragen, wie erklärt man sich, und um das geht es in Wirklichkeit, dass, wie Zeilinger sagt, kein Mensch vorausgesagt hat, keiner der Experten vorausgesagt hat, den steilen Anstieg von der Temperatur und der CO2. Wir haben keine Ahnung. Und jetzt habe ich, seitdem korrespondiere ich mit Zeilinger und er stellt fest, natürlich, es wird einfach wärmer, weil wir die Kühlung auf der Grünfläche mehr als halbiert haben. Wir wissen nicht genau, bis zu dem Zeit Zeit, wo es Aufzeichnungen gibt, haben wir schon 69% zerstört gehabt. Jetzt wissen wir nicht, wie viel noch übrig bleibt. Es gibt in Wirklichkeit keine sauberen Arbeiten. Das heißt, da haben wir gesagt, da gründet man gleich einmal eine Firma, wo mit dem sterbenden Wald, es fehlt dem Wald das Wasser, das er braucht, um CO2 bieten zu können. Das hat er unglaublich gern und vielfältig getan. Aber mit der Zeit, seit etwa fünf Jahren explodiert der Schadholz im Wald und tatsächlich, ich habe es selbst gewollt, man kann zuschauen, wie er vertrocknet in den Höhen. Ich habe auch Wald in den Mur-Augen, da ist das nicht so, da ist ein Feuchtgebiet, da schaut das anders aus. Das heißt, es geht um den Wald. Und jetzt müssen wir das zusammenbringen, dass der Wald nicht stirbt. das zusammenbringen, dass der Wald nicht stirbt. Das heißt, wir müssen die Humusflächen, das CO2 aus den Humusschichten kam, und zwar in unglaublicher Menge, wesentlich mehr als aus Öl, Gas und Kohle, das müssen wir stoppen und das CO2 wieder in den Boden bringen. Und der sterbende Wald tut das. Er hat das Wasser nicht mehr, er kann das nicht mehr speichern, also stirbt er. Jetzt nehmen wir diesen sterbenden Wald, genau genommen, ich habe das jüngst berechnet, sind das unglaubliche Mengen, die wir verkollen müssen, damit wir das CO2 wieder in den Boden bringen. Und das heißt, es ist nicht ein Humusaufbau. Wir würden 100 Jahre brauchen, um den Humus wieder wasserspeicherfähig zu machen. 100 Jahre haben wir ihn zerstört, haben wir gebraucht. 100 Jahre, glaube ich, brauchen wir, um den aufzubauen. Und dann machen wir einen Trick. Wir nehmen den Wald, verkohlen ihn, die Holzkohle kann 10 Liter Wasser speichern, das Kilo, das geben wir auf den Boden und täuschen dem Boden die Wasserspeicherung vor. Der Kohlenstoff ist übrigens auftreten. Und damit kriegen wir das wieder hin. Das ist eine Überlebenschance. Und das müssen wir tun. Und das haben wir kalkuliert. Wir müssen den Bauern 2.000 Euro für die Tonne Holzkohle zance. Und das müssen wir tun. Und das haben wir kalkuliert. Wir müssen den Bauern 2.000 Euro für die Tonne Holzkohle zahlen und die Geräte auch finanzieren, zum Holzkohle machen. Das ist vorbildlich. August, dass ich dich hier unterbreche, weil du bist jetzt schon wirklich ganz tief im Thema drinnen. Ich danke dir, dass du so einen Primer lieferst. Also wir haben automatisch eine Firma gegründet, die mit kleinen Holzgräuern macht. Genau, aber darauf will ich noch hinkommen, August, bitte. Nur ein bisschen Geduld, damit wir es so sagen, weil wir haben ja viele Leute, die mit dem Thema gar nichts zu tun haben, dass wir so Schritt für Schritt dahin gehen. Und ich habe einen kleinen Gesprächsleitfaden natürlich vorbereitet, der sich zusammensetzt, auch aus Fragen, die schon im Vorfeld des letzten Jahres gekommen sind. Diese Fragen sind sozusagen, alles ist erlaubt zu fragen. Und wir wollen sozusagen von ganz am Anfang anfangen. Und wir wollen sozusagen von ganz am Anfang anfangen mit, ich denke, es sind viele Leute da, die daran interessiert sind, das CO2 rauszuholen. Da gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten, haben wir gesehen. Und die erste Frage ist aber noch, bevor wir das CO2 rausholen, sozusagen eine Entweder-Oder-Frage. Ich lese sie einfach vor. eine Entweder-oder-Frage. Ich lese sie einfach vor. Und diese Frage lautet, ist es nicht sinnvoller, sich darauf zu konzentrieren, CO2-Emissionen zu stoppen, anstatt aufwendig mit Pflanzenkohle zu arbeiten, also erneuerbare Energien, statt fossiler Elektroauto. Ich will jetzt natürlich nicht irgendwas ausspielen, aber ich gebe diese Frage wieder, die ich aus einem Forum habe, wo ich selber Trainer bin und frage, ob jemand hier berufen ist zu antworten. Gerald, bitte. Ich glaube, man darf niemals eine Technik mit der anderen ausspielen. Wir brauchen beides. Wir müssen so rasch als möglich vermeiden und gleichzeitig schauen, alles zu tun, um möglichst viel zu binden. Wir sind schon hinten. Das heißt, es wird immer spannender, wenn wir nichts tun. Die Frage stellt sich für mich nicht, ob das eine sinnvoll ist als das andere. Wir brauchen beides. Danke, Gerald. Hans-Peter, bitte. Das ist eine spannende Sache. Es gibt eine Organisation, die heißt Science Based Targets. Da sind sehr viele internationale Firmen, insbesondere europäische Mitglied. Und dort wird im Grunde gesagt, dass nur die Emissionen, die nicht vermieden werden können, kompensiert werden dürfen. Was eigentlich erstmal logisch klingt, weil das ist klar, wir müssen die Emissionen vermindern. Das Problem ist nur, dass das Resultat ist, dass niemand... Entschuldige, Hans-Peter, kannst du diesen Satz noch einmal wiederholen und vielleicht mit einem Beispiel hinterlegen, weil er für mich zumindest doch relativ kompliziert war zu verstehen. Jetzt äußere ich mich als Dummi. Nur diesen einen Satz. Emissionen, die nicht vermieden werden können. Emissionen, die nicht vermieden werden können. Also zum Beispiel, wenn ich mit einem Benzin betriebenen Auto fahre, das könnte ich eigentlich vermeiden, indem ich ein Elektroauto fahre. Deshalb dürfte ich die Benzinemission meines Autos nicht kompensieren, zum Beispiel mit Pflanzenkohle, weil ich könnte ja die Emission vermeiden und das wäre besser. Verstehe, danke. Und das klingt natürlich auch erstmal logisch. Also deshalb haben diese Wissenschaftler Science-Based Targets, das heißt also wissenschaftsbasierte Ziele für das Klima, solche Regeln aufgestellt. Das Problem ist nur, dass damit eine Industrie ausgebremst wird, die nicht von heute auf morgen negative Emissionen verschaffen kann, verschaffen kann also co2 aus der atmosphäre zu holen sondern ist eine industrie die braucht zeit die braucht investitionen die braucht forschung die braucht entwicklung und wenn ich quasi das momentan also heute schon unterbinde dass firmen ihre emissionen kompensieren können, dann breche ich damit quasi den Stab über der gesamten Wirtschaft, die sich mit CO2-Entfernung aus der Atmosphäre beschäftigt. Und das ist eigentlich die negative Folge dessen. Also grundsätzlich eine gute Idee, aber die Folge ist im Grunde schlimmer als die gute Intention. Vielen Dank, das war für mich auch neu. Ich glaube, der August möchte auch was dazu sagen, aber vielleicht, August, lässt du mich ganz kurz was sagen und überprüfst, ob du das wiedergibst, was du vielleicht sagen möchtest und andere sagen möchten. Wenn wir die Emissionen stoppen, sage ich jetzt, reicht das nicht, das, was jetzt vor sich geht und was wir beobachten, wie auch immer man das nennen möchte, als zerbröckeln, als klimatisches Desaster, das ist manchen vielleicht zu stark als Begriff, das Vertrocknen des Waldes, August, was du vorher angesprochen hast, das wird damit nicht gestoppt, sondern wir müssen mehr tun, als die Emissionen stoppen, hätte ich jetzt gesagt. Aber ich will dich nicht da abschneiden. August, möchtest du noch was sagen? Hast du aufgezeigt? Entschuldige. Oder wird das falsch gesehen? Ich habe vorhin aufgezeigt. Entschuldigung, Gerhard. Entschuldige, ich habe falsch gesehen. Also du die Hälfte meiner Aussage hast du ohnehin schon gesagt. Ich wollte auch darauf hinweisen, dass das, auch wenn wir total erfolgreich sind und wirklich, sei es jetzt bis 2040 oder 2050, die Netz-Hero schaffen, also Stopp der Emissionen, dass das nicht reicht. Und wie der Hans-Peter sagt, es gibt aber schon nicht vermeidbare Emissionen, sprich der Reisanbau kann nicht so auf einmal völlig umgestellt werden, dass er kein Methan emittiert. dass er kein Methan emittiert. Nicht alle Kühen kann das Methanausatmen verboten werden. Nicht allen Zement können wir wirklich total ohne CO2 Emission produzieren. Also dafür ist es notwendig eben etwas zu entnehmen, weil selbst wenn wir alle sonstigen Möglichkeiten ausgenutzt haben, die Emissionen zu reduzieren, bei denen werden wir es zumindest in dem Zeitraum, den sich wir bzw. die EU vorgenommen hat, die Emissionen zu senken, wird das nicht umgestellt werden können. Vielen Dank, Gerhard. Ich möchte nicht zu lange bitte bei diesem Thema bleiben, weil wir haben nur noch ungefähr eine halbe Stunde und eigentlich noch viele Fragen. Können wir uns darauf einigen, dass es einfach notwendig ist, beides zu betreiben, stoppen und Pflanzenkohle zu forcieren. Dann gibt es noch so eine Frage, die ich nicht unterdrücken möchte. Wenn schon CO2 binden, warum nicht gleich das Holz vergraben? Leute, die sich länger damit beschäftigen, sind vielleicht wegen dieser Frage. Aber bitte einfach, wenn es geht, eine kurze Antwort. Ich habe den Gerald gerade gesehen. Mit Pflanzenkohle kann man einen Zusatznutzen schaffen. Das heißt heißt Boden fruchtbar machen und zusätzlich Humusbildung anregen. Das Zyperditherapret der Böden, das geht nicht nur um den Kohlenstoff der Pflanzenkohle, sondern das achtfache an Menge ist zusätzlich humusaufbau-basiert. Also das ist für mich der größte Vorteil der Kohle, Zusatznutzen, nicht nur Kohlenstoff vergraben. Nicht nur Kohlenstoff vergraben. Abgesehen von dem, Holz zu vergraben, würde es trotzdem in absehbarer Zeit wieder in die Luft bringen. Wenn, dann müsste man das Holz in ein See werfen. Es müsste unter Wasser sein, dass es nicht abgebaut wird. Aber wer will, dass unsere Flüsse, unsere Seen mit Holz vollgestopft werden? Ja, danke. Wir haben eine ganze Liste an Fragen, deswegen bin ich froh, wenn es ganz kurz bleibt. Hans-Joachim Schellenhuber hat ja seit 5, 6 Jahren entdeckt, dass man Holz in Gebäude einbauen kann, um den Kohlenstoff zu fixieren. Ist das nicht viel sinnvoller, weil dann habe ich als Doppelnutzen ja auch gleich das entsprechende Gebäude. Ja, jetzt sind wir bei der gleichen Antwort oder ähnlich wie vorher, wir müssen alles tun und das auch damit. Können wir uns das sozusagen einigen, dass man dann zum, oder will auch jemand was extra dazu sagen? Wir verwenden ja nur Abfallholz oder Restholz, also Baummaterialholz, das ist das Beste, aber wenn man ein Bauholz produziert, bleiben zwei Drittel Restholz übrig. Vielen Dank. Ist Pflanzenkohle wirklich nachhaltig? Kann der Ansatz nicht zu einem Raubbau am Wald führen? Das geht vielleicht für alle Holznutzungen, das könnte man pauschal eigentlich unterstellen. Restholz verwendet überhaupt nicht. Schadholz, du hast gerade gesagt, wir verwenden Restholz. Wir verwenden die Siebreste aus der Kompostierung. Das ist ein perfekter Rohstoff. Das ist in den Zertifizierungen auch so vorgesehen, dass nur solche sind. Dass vermieden wird, dass ein anderwertig stofflich nutzbares Holz eben für die Pyrolyse verwendet wird. Dann hätte man keine zertifizierte Pflanzenkohle. Nein, das ist, also wenn ich für die EBC-Standard spreche, dann ist das, ist zum Beispiel Hackschnitzel aus Schnittholz, ist nicht verboten, obwohl ich das im Grunde verbieten würde, weil es einfach als erneuerbarer Rohstoff in den EU-Gesetzen gilt und ungefähr 90 Prozent der zertifizierten Kohle tatsächlich aus Holzhackschnitzen gemacht wird. Während im Artisanbereich, also das ist eine Zertifizierung für nicht-industrielle Anlagen außerhalb von Europa, ist Waldholz bereits untersagt. ist Waldholz bereits untersagt. Wir sind hierflanzenkohleproduktion zuzulassen. Was eigentlich zu erwarten wäre und eigentlich vernünftig wäre, aber was der gegenwärtigen Subventionsindustrie, die an diesen Waldstoffen hängt, nicht zuzumuten ist. Kann ich fragen? Entschuldige, Gerhard, wollte ich nicht abschneiden. Ich habe meinen Kommentar vor allem hinsichtlich der derzeit aktuell laufenden Diskussionen in Brüssel über diese zukünftigen Zertifizierungsmöglichkeiten dieser Kohlenstoffentnahmen aus der Atmosphäre genommen, wo man im derzeitigen Vorschlag wirklich sehr restriktiv gehen möchte und Dinge, die man jetzt durchaus noch als Restholz, das man nicht anders verwenden kann, auch noch eher einschränken möchte. Aber das sind Diskussionen, die derzeit noch nicht abgeschlossen sind. möchte. Aber das sind Diskussionen, die derzeit noch nicht abgeschlossen sind. Kann jemand, wenn wir, das habe ich noch vergessen, das interessiert vielleicht viele, wie viel können wir das CO2 auch wieder herauskriegen können aus Atmosphäre. Aber gibt es so eine Kennziffer, eine griffige, die man vielleicht auf einen Hektar Wald, man kann ja nicht nur aus Holz, aber wenn wir jetzt den Wald nehmen, wie wir hier, wenn wir alles verkohlen zum Beispiel, damit man überhaupt mal ein Gefühl bekommt, wie viel hier wir pro Jahr pro Hektar herausholen könnten oder auch auf die ganze Welt, wenn wir die ganze, ja, fühlt sich da jemand berufen, so eine potenzialgriffige Sache angeben zu können, damit man ein Gefühl bekommt für die Sache? Also ein Kilo Kohle bindet zweieinhalb bis drei Kilo CO2-Äquivalente. Aus der Biomasse kriegt man ein Drittel, sagen wir 30 Prozent etwa, massenmäßig von der Biomasse als Pflanzenkohle. Jetzt müsste man weiter rechnen, wie viel Holz kriegt man aus dem Wald. Aber Entschuldigung August, wenn ich dir da inzwischen gekommen bin. Das passt schon. Da geht es um 200 Millionen Festmeter jährlich, die wir in den Boden bringen müssen über die Holzkohle. Das sind enorme Mengen, wenn wir das CO2 runterbringen wollen. Da täuscht man uns, wenn man das so einfach nimmt. Wir müssten öfter zusammensitzen, das nutzt nichts. Das ist auch den Bauern das Atmen der Kühe, das mit der Hand, das ist völlig harmlos. Das sind lauter Dinge, die man den Bauern in die Schuhe schiebt. Oder könnte ich vielleicht auf den Gerald überleiten, wenn wir jetzt von der Kohle wegkommen, sondern Humusaufbau, Kohlenstoffgehalt des Bodens erhöhen. Da gibt es ja, denke ich, wie ihr vielleicht wisst oder allgemein bekannt ist, diese 4-Promille-Initiative seit 2015, seit dem Paris-Abkommen, wo sich Frankreich dahinter gestellt hat, den Boden-Humus-Gehalt oder Kohlenstoff-Gehalt um 4 Promillepunkte pro Jahr zu erhöhen. Aber es gibt eben auch diese, das kommt daher, dass man, wenn man rein rechnerisch den Humusgehalt erhöht, relativ rasch die CO2-Werte wieder runter kriegen kann, fast auf vorindustrielle Werte. Das ist natürlich nur rein rechnerisch. Habt ihr da vielleicht irgendwie eine griffige Zahl oder etwas hoffnungsgebendes? Natürlich haben wir das. Die 4-Promille-Initiative, das ist eine theoretische Berechnung, wenn wir flächendeckend auf allen Ackerböden 0,4 Prozent Humus anreichen jedes Jahr, dann können wir den derzeitigen Ausstoß komplett kompensieren. Also das ist die Berechnung. flächendeckend gleichzeitig auf regenerative Landwirtschaft umstellen. Ich empfehle dazu unbedingt den Film Common Ground anzuschauen, wo diese Beispiele auf riesigen Flächen demonstriert werden, dass es tatsächlich möglich ist, auch in diesen Größenordnungen. Gabe Brown als Stichwort, Vorreiter in dem Bereich. Danke, ich glaube, das ist wichtig, dass wir dieses Bild haben, wenn wir es schaffen als Menschheit, die Humusgehalte auf den, weiß ich jetzt nicht, welche Böden da alle darunter fallen und ich kenne Leute, für die ist das sehr wichtig. Was kann man jetzt eigentlich noch machen, da hinein seine Energie zu investieren, dass der Humusgehalt wieder angehoben wird? Und die Pflanzenkohle hilft ja auch, den Humusgehalt nochmal zu boosten. Bitte korrigiert mich oder ergänzt mich, vielleicht Hans-Peter Schmidt oder was gibt es denn da für Ergebnisse, dass das beschleunigt wird, dieser Kohlenstoffanreicherung des Bodens durch die Pflanzenkohle? Also es gibt... Dein Mikro ist ausgeschaltet worden unabsichtlich anspeter der gewalt hat hat es für alle auf der welt gezeigt wie humusaufbau geht und wie man das skalieren kann das ist in den tropen noch mal etwas anderes grundsätzlich weiß man wie das geht es gibt aber auf der welt zweieinhalb Milliarden Landwirte und man müsste sozusagen zweieinhalb Millionen Landwirte davon überzeugen, ihre landwirtschaftliche Praxis zu ändern. Die Grenze, wir bekommen ja noch nicht mal viel einfachere Dinge in der Gesellschaft geregelt, als dass wir jetzt zweieinhalb Milliarden Landwirten mit unüberschaubaren Folgen sagen, dass sie jetzt ihr Leben lang das alles falsch gemacht haben und jetzt anders machen müssen. Ähnlich sind diese Hochrechnungen, die auch vom IPCC und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gemacht werden. Da gibt es ja auch die Methode, die heißt BEX, wo halt quasi Wald aufgeforstet wird oder wo Waldholz verwendet wird, um Energie zu produzieren und daraus das CO2 abgespalten und gelagert wird. weiteren Katastrophen wie Eukalyptus, Monokulturen über 100 Millionen Hektar. Und das sind einfach Modellrechnungen, die nicht funktionieren. Was wir innerhalb von 20, 30, 40 Jahren machen können, sind industrielle Prozesse anzutreiben, weil da weniger Leute mitreden, weil da weniger Leute verdienen daran und weil das eine finanzielle Möglichkeit ist, dass Venture Capital in solche Technologien fließen und das ist das Einzige, was skalieren kann. Das leider kann vonunft nicht so schnell skalieren wie Geld. Und das ist eigentlich unser Limit. Das Limit ist, dass die Vernunft nicht da ist, in diese Richtung zu gehen. Dass die Vernunft sich nicht so schnell skalieren lässt. Es gibt ja eine exponentielle Kurve, habe ich gesehen, zu den Entwicklungen der Pflanzenkohlenmengen weltweit und es gibt ja auch immer wieder Webinare, die angeboten werden. Jetzt bewegt sich wahrscheinlich dieser exponentielle Anstieg auf einer ganz absolut kleinen Skala, aber trotzdem, woher kommt dieser exponentielle Anstieg? Wofür wird die Pflanzenkohle wirklich benötigt oder verwendet? Weil das ist ja eigentlich das Wunschdenken, dass sie in den Boden eingebracht wird, aber sie wird vielleicht für ganz was anderes verwendet. Kann da jemand was dazu sagen? Oder du, Hans-Peter? Ich weiß es nicht. Ja. Also, sagen oder du hans peter ich weiß es nicht wer also man müsste eigentlich jetzt ein bisschen länger ausholen es gibt in den letzten fünf jahren gibt es in größere investitionen im pyrolyse bereich die durch die möglichkeit der co2 zertifizierung Fremdkapital aufnehmen. Das heißt, das sind Firmen, die Geld bekommen, um eine Technologie aufzubauen, mit der Hoffnung, dass irgendwann das profitabel wird. Das verfälscht im Grunde die gesamte wirtschaftliche Lage. Das verfälscht im Grunde die gesamte wirtschaftliche Lage. Firmen wie Sonnenerde, die aus Eigenkapital die Technologie aufgebaut haben und entwickelt haben und selber Produkte herstellen, mit allen Schwierigkeiten, aber wirtschaftlich sind, sind in dem Bereich, in dem exponentiellen Wachstumsbereich von diesen Kurven, die die EBI zeigt, die absolute Ausnahme. Also erfolgreiche Biochar-Firmen, die Biochar-Produkte für die Landwirtschaft machen, sind sehr, sehr rar. Gerald, darf ich dich fragen? Du bist jetzt gerade genannt worden. Welche Bedingungen müssen stattfinden, dass es viele solche Anlagen gibt, wie du hast, oder dass entweder du weitere betreibst oder andere nach deinem Modell betreiben können, dass das auch exponentiell wirklich stattfindet? Ja, die Schwierigkeit liegt einfach im Finden von jetzt schon ökonomischen Modellen. Also ich muss Anwendungsfälle finden, wo es jetzt hochwirtschaftlich ist, wenn man die Kohle verwendet bei den derzeitigen hohen Preisen. Da gibt es für uns mehrere Anwendungsfälle. Das Wichtigste für mich ist der Biogasbereich. Im Biogasbereich ist die Anwendung der richtigen Kohle sofort wirtschaftlich. Das heißt, wenn ein Biogasanlagenbetreiber um 1.000 Euro Kohle kauft, hat er sofort um 2.000 bis 3.000 Euro höhere Gaserträge. Das heißt, solche Anwendungsfälle müssen wir finden. Und dann skaliert sich das von selbst. Wir sind leider wirtschaftlich getrieben und nur wenn sich etwas rechnet, wird es auch großflächig umgesetzt und nachgefragt. Und der zweite Bereich ist Futterkohle und in dem Bereich muss man einfach vorhandene Strukturen aufbrechen. Also das ist sehr, sehr schwierig. Zum Beispiel im Geflügelbereich versuchen wir das schon lange. Wir haben nachgewiesen in vielen, vielen Versuchen, dass wir 100% Antibiotika geflügeln mästen könnten, wenn man die Futterkohle einsetzt. Aber die Branche wehrt sich. Die wollen das einfach nicht, weil das pro Schlachtkörper dann um 2 Cent mehr kosten würde. Und das ist scheinbar nicht finanzierbar, sagt die Branche. Also es gibt einfach Strukturen, die einfach das Thema nicht heranlassen wollen, weil dann andere Geschäftsinteressen dahinter stehen. Aber im Biogas-Bereich ist, glaube ich, die größte Chance, dass wir das kolliden können. Ja, du sprichst ganz richtig an, wie wichtig es ist, dass es wirtschaftlich weitere Strandbeine für die Kohle geben muss. Aber wenn man jedenfalls etliche andere nützliche Nebenwirkungen der Kohle betrachtet, die zwar ein Grund wäre für Landwirte, sie anzuwenden, wie verringerte Lachgasemissionen aus dem Boden oder verringerte Nitratauswaschung, sprich mehr Stickstoff im Boden halten. Das sind Dinge, die einfach nicht remuneriert werden finanziell und wo der Landwirt leider zu wenig sieht davon. Die Landwirte sind jetzt angesprochen und irgendwie sehe ich diese Talk auch auf die Landwirte hin bezogen. Die Frage ist jetzt aus Perspektive eines Landwirts, warum soll er jetzt rein technisch, egal, er kriegt die Geschenk, die Kohle, diese Kohle in den Boden einbringen, beziehungsweise muss er vor irgendwas Angst haben, wenn er diese Kohle in den Boden einbringt, vor irgendeinem Risiko. Ich rede mal gar nicht von den Kosten jetzt, nur rein vom Technischen. Ich denke, dass das auch einig interessieren könnte. Gerald, ich denke, du hast da wahrscheinlich durch deine Kundenkontakte Erfahrung. Ganz wichtig, damit das Risiko wirklich minimiert ist, muss man darauf achten, dass die Kohle, die Pflanzenkohle nach dem österreichischen Düngemittelgesetz zugelassen worden ist. Da gibt es die Möglichkeit einer Einzelbewilligung und im Rahmen dieser Bewilligung wird genau verprüft, ob es Schäden geben könnte. Wir reden da zum Beispiel von der viel gepriesenen Backbelastung, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, hochkrebsregende Substanzen. Da gibt es sehr, sehr strenge Grenzwerte und es wird nur Kohle zugelassen, die diese Grenzwerte wirklich einhält. Wenn man dann diese zugelassene Kohle verwendet, kann sich der Landwirt sicher sein, dass keine Schäden entstehen können. Das heißt, da gibt es sehr umfangreiche Metastudien, danke Hans-Peter für diese tollen Studien, die du gemacht hast, die zeigen, dass eigentlich nahezu ausschließlich positive Wirkungen zu erwarten sind. Also ich glaube, wenn der Landwirt das geschenkt bekommen würde, dann würde jeder Landwirt sofort aufspringen, weil es nur Vorteile bringen kann und keine Nachteile. Und der größte Vorteil ist sofort einmal Wasserspeicherung und bei sauren Böden Beharbeit, Anhebung. Also das kann man sofort beobachten. Wie viel kann er denn, wenn er sagt, bei diesem lustigen Modell bekommt es geschenkt, wie viel kann er denn maximal aufbringen und minimal sollte er aufbringen, damit es irgendwo sinnvoll ist in dem ganzen agrarischen Zusammenhängen. Aber bitte auch Gerhard, wenn du was dazu sagen willst oder Hans-Peter. Ich glaube, die meisten Studien zeigen ab 10 Tonnen super Ergebnisse. Ab 10 Tonnen und das ist pro Jahr und Hektar? Einmalig, einmalig. Einmalig. Wir wollen aber CO2 immer mehr rausholen. Ich träume jetzt weiter. Flächendeckend auf allen Flächen 10 Tonnen hätten. Da arbeiten wir eh lange. Warum darf man nicht so, du schaltest mich immer weg. Gehen wir vielleicht im August, oder Gerhard, stüt ich das, einen kurzen Slot bitte. August, bitte. Ich rechne alle Jahre 8 Tonnen pro Hektar. Das schafft man nicht so leicht, weil so viel kann ein Bauer nicht brauchen. Man kann nur von Gerald zurückgreifen, von ihm das kaufen. Das ist eine Möglichkeit. Ich hoffe, dass 1 Tonne pro Hektar, das habe ich bei Gerald Dunst bei den Tagungen gehört, gibt es Bauern, die schon begeistert waren mit 1 Tonnen pro Hektar jährlich. Dann hat er wahrscheinlich schon einen hohen Ertrag, einen normalen Ertrag. Bei uns im Bezirk Leimitz wäre das dann etwa 1400 Euro, die er dann zusätzlich hätte. Und damit würde sich das rentieren mit der Holzkohle. Jetzt die Frage, wie viel zahle ich für die Holzkohle? Wir sagen, die Bauern werden das nur machen, wenn wir es nicht machen. Das ist der Natur gleich. Und die löscht den Menschen aus. Das heißt, es wird uns jeder Preis wert sein. Wir werden, wenn wir nichts mehr zu messen kriegen, wenn die Temperaturen steigen, wenn der Meeresspiegel steigt und die Leute in den Städten ersaufen, dann wird man all das geben, um das wieder in Ordnung zu bringen. Wenn man draufkommt, dass es nur die Hummerschichten waren, die wir zerstört haben, wenn wir die in Ordnung bringen, dann überleben wir. Und das ist das Haupt. Das muss uns versperrt sein. Und ich rechne also, dass wir den Bauern alles zahlen müssen. die rachtet jährlich 20 Milliarden. Wir haben das. Wir importieren bereits wieder zusammengesamt über 40 Milliarden Ölflaschenkohle finanziert. Das ist nicht so einfach. Wir haben eine Chance, wenn wir den Humus aufbauen. Und das tun wir mit der Holzkohle. Und ich könnte meine Holzkohle, oder jeder, in meinem Garten Holzkohle voll, das schaffe ich locker, dann habe ich mir eine Arche Noah gebaut. Das heißt, ich verhungere nicht. Ob ich dann den Nachbarn verhungern lasse oder mit ihm teile, ist eine andere Frage. Da bin ich reingelig, was ich mache. Ich weiß es nicht. Aber in anderen Gebieten ist das so. Die Leute hungern auf der Welt. Und das kommt auf uns zu. Deswegen hat sich die Kirche bei uns eingeschaltet und interessiert sich für das Thema. Wir müssen verhindern, dass wir uns gegenseitig die Schädelbänke ums letzte Stück Brot einschlagen. Und das kommt auf uns zu. zu einem Produkt, aber wenn man sagt, dieser Kohlenstoff, eine Tonne Kohlenstoff für einen Hektar, kannst du da ungefähr sagen, wie viel man da zahlen muss, jetzt ohne Förderungen, was man wirklich sozusagen am Tisch legen muss, wenn man das kaufen möchte? Ganz ein grober Richtpreis, eine Tonne 1.000 Euro circa. Das ist unterschiedlich in einem Produkt. Eine Tonne am Hektar funktioniert erst dann, wenn man es konzentriert verwendet, also wenn man sehr stark aufgeladene Kohle als Konzentrat reinbringt, zum Beispiel ein Bohrloch macht im wurzelnahen Bereich und hier Konzentrate einangen zu rechnen, wie viel müsste die Kohle maximal kosten, damit sich das rechnet und dann könnte man einen Förderbedarf ermitteln, Die Zeit ist dahin gegangen oder geht dahin. Ich würde am liebsten noch vier solche Sendungen oder solche Talks machen. Das gibt es locker her, weil die Fragen, die ich auf meinem Gesprächsleitfaden habe, nicht wirklich durch sind und nur angerissen sind. Leitfaden nicht wirklich durch sind und nur angerissen sind. Ich möchte noch kurz was ein... Das geht sich eh nie im Leben alles aus. Wir können vielleicht noch weitermachen, aber ich will jetzt mal den Martin Auer, der das Ganze im Hintergrund technisch managt, um seine Meinung fragen. Martin, wie lange haben wir denn noch deiner Sicht nach, bis wir die Fragen starten müssen? Solange das Publikum durchhält, wir sind ja nicht gebunden an diese Zeit, aber wenn wir das allzu sehr überziehen, dann fürchte ich, werden unsere Gäste müde werden. Richtig. 15 Minuten höchstens und dann bitte zu den Fragen übergehen. Wenn jetzt ein Landwirt das ausprobieren möchte, probieren wir gerne, nehme ich einmal an, nehmen wir das einmal aus und möchten das sehen woanders, so wie ich die Landwirte kennengelernt habe. Wie geht er denn da jetzt vor? Er könnte natürlich gleich was kaufen, er könnte versuchen, selber zu machen. Das tun sich vielleicht viele nicht an. Kann man dazu etwas sagen, jetzt hier auf Österreich bezogen eigentlich im Wesentlichen? Wie sind da die nächsten Schritte als interessierter Landwirt? Da würde ich schon gerne was sagen. Bitte, August. Man kann mit einigen Hackschnitzel-Heizungstypen könnte jeder Bauer, der für sich Energie braucht und selber auch gut hat, könnte sich das auch gut machen. Das ist unser Geschäft, das machen wir. Wir bauen bestehende Anlagen um, damit man damit Holzkäufe machen kann. Und dann hat er das, er muss sich kümmern drum, aber er kriegt ja auch die Förderung, wenn er wirklich was Gescheites macht. Nun jetzt ist die Förderung leer. Wir müssen also auch schauen, dass wir auf die leidende Wirtschaft unter einem Bunker, wem geben wir unser Geld? Wem fördern wir? Aber zuerst, um zu überleben, sollte man den Bauern das finanzieren, dass er seine Anlagen umbaut und Holzgehalte macht, so viel wie möglich. Sonst wird die Temperatur dramatisch steigen. Wie zeitlich er es hat. Niemand hat vorausgesehen, eigentlich wissen wir nicht, wie das geht. Aber es ist das große Speicher, grüne Fläche der Erde, die wir zerstört haben. Wenn Sie den Speicher nehmen, so können Sie die Stürme, Sturzfluten, Trockenheiten und Überschwemmungen erklären. Wir müssen das erklären können. Ja, da darf ich nur kurz nachhaken. Ihr habt in deinem Umfeld eine Firma gegründet, die für Kleinanlagen ein Zusatzmodul zu Hackschnitzelgesseln bietet, wo qualitätsvolle, im Sinne von, es gibt dieses Zertifikat, das wurde ja heute schon erwähnt, EBC, eben zum Beispiel packfreie Kohle hergestellt werden kann. Das ist das, was du gerade geschildert hast. Ja, da geht es um ganz was anderes. Der Park ist ja nicht nur für den Boden vorgeschrieben, dass diese Giftstoffe ferngehalten werden, sondern auch für die medizinischen Zwecke. Wenn Sie ein Darmproblem haben, dann essen Sie Holzkohle. Aber am besten nicht, die Sie normalerweise kaufen kriegen, sondern wenn Sie das hängen von der Art des Gerätes ab, mit dem Sie es machen. Und wir haben eine Länge von zwei Zentimeter, wo das Holz brennt, Wärme abgibt und bis zur Kohle wird. Und dann ist es getrennt und sie nimmt keine Giftstoffe aus der Kohle aus. Ein Beispiel ist die Meiler. Die schwelgen da dahin und die Kohle, die rauskommt, hat ein paar tausend Milligramm BRKs. Ja, da bin ich mir nicht so sicher, dass ich da meine Meinung auch einbringe. Es gibt ja da in Niederösterreich, wo ich mir auch neun Säcke Holzkohle selber geholt habe. Ich bin mir nicht sicher, ob nachgewiesen ist, dass die wirklich so schlimm, dass die Endkohle betrifft, Produkt das weiß ich nicht. Aber ich will ja gar nicht das bitte zusätzlich vertiefen. Ich wollte eigentlich wissen, was kann ein Landwirt jetzt machen? Er kann diese hohe Schiene machen, indem er gleich selbst Holzkohle herstellt. Und dann müsste ich die Holzkohle dann kontrollieren lassen. Damit er sieht, wie gut er war. Dass sie gut ist, genau. Und da gibt es zufällig wieder im Bezirk Leimels bei uns eine Firma neu, die fantastische Einrichtungen hat für Lebensmittelkontrolle. Giftstoffe, Lebensmittel. Und die können auch genau nach Norm die BRK-Werte bestimmen. Das empfehle ich den Gerald Dunz und allen anderen zu einem super vernünftigen Preis. Unsere hat er bestimmt jetzt mit normalerweise Kohle. Entschuldige, August, wir sind fast am ende ich wollte noch sozusagen die andere schiene wenn einer sagt ich stelle sicher keine holzkohle selber her möchte aber in diese richtung gehen was du da jetzt richtung exkursion und verholung wir werden unsere anlagen bis 100 oder 500 kW bauen und liefern die an Hackstädtler Heizungen, Dorfzentralheizungen, an große Heizungen. Das werden wir verlinken. Die können dann so viel Holzkohle nehmen, die Bauern liefern das und dann kriegen die Holzkohle. Und in Wirklichkeit sparen sie sich im Sommer, fahren sie dann nur mit der Holzkohle und liefern die Wärme, die Sie auch im Sommer liefern müssen. Bei uns ist es so, ich habe so eine Anlage im Ort, da verhandeln wir gerade mit der Firma Edler, die hat 50 solche Werke in Betrieb. Die werden jede Menge Holzkohle machen in Zukunft. Gut, August, Entschuldigung, ich muss noch kurz unterbrechen. Ich denke, es ist jetzt wirklich Zeit für Fragen, aber ich möchte diese eine Frage noch an den Gerald stellen. Wenn ein Landwirt sagt, ich mag sicher gerne eine Holzkole jetzt herstellen, das interessiert mich nicht, aber ich möchte den Effekt auf meinem Boden haben, wie tut er da jetzt weiter, damit er sozusagen ein Gefühl kriegt und nicht nur alles im Internet lesen muss. Wer unterstützt ihn da? Ja, einfach eine Anfrage stellen und dann wird das immer individuell beantwortet, weil es ist ja jeder Boden anders, jede Bewirtschaftung anders und es ist sehr schwierig, da allgemeine Empfehlungen zu geben. Bei euch, bei der Sonnenerde. Gibt es von der Landwirtschaftskammer da irgendwie eine Schiene, dass die bekannt wäre? Ich bin bekannt, wo jetzt Holzkohle experten sondern land also an die firma sonnenerde wenden ja wir sind meistens einzige produzent in österreich ist leider so die worte super war hat bis jetzt auch noch nicht so hoch wirtschaftlich das ist vielleicht der grund warum es noch nicht viele gibt. Entschuldigung, der Gerhard hat, glaube ich, einen ganz guten Punkt jetzt, oder? Diese Broschüre des Ministeriums eingeblendet, die auch allgemeine Informationen, aber auch österreichische Verhältnisse zurechtgeschnitten darstellt. Es ist also weniger als 100 Seiten. Es ist ein gut lesbares Broschüren für verschiedenste Anwendungen. Also auch da würde man sich einen allgemeinen Überblick und ein dickes Fachbuch wälzen zu müssen, verschaffen können. ganz besonders muss ich sagen, wenn Hans-Peter Schmidt, der aus der Schweiz auch das Wert gefunden hat, sich da einzubringen und das nicht als rein österreichische Sache zu sehen. Und ich wollte doch noch ganz kurz hier was einblenden, das geht sich gerade noch aus, um sozusagen zu zeigen, wie es für die, die interessiert sind, hier weiterzumachen, weil mir scheint die Zeit zu kurz, um dorthin zu kommen, wo ich gedacht habe, wir könnten dorthin kommen, so ein Modell, dass wir doch die Landwirte verstärkt einbinden, ein bisschen haben wir es gestreift, aber wer weitermachen möchte, dass wir hier Druck machen, Zug erzeugen, bitte schreibt mir einfach ein E-Mail. Wer bei den Scientists for Future in deren Rahmen ja dieser Talk stattfindet, mitmachen möchte, bitte einfach auf die Website gehen und hier mitzumachen. Sprich, man sollte ein Akademiker sein im Idealfall und trägt hier seine E-Mail-Adresse ein und kriegt dann einen Newsletter alle Monate oder zwei Monate circa. Wir brauchen einfach engagierte Leute. Wenn ihr Themenvorschläge habt, worüber wir hier in dieser Reihe noch reden sollen, bitte einfach ein E-Mail an diese Adresse schicken. an diese Adresse schicken. Nochmal die Literatur, die zu dem Thema passt. Das war dieser Leitfaden, den der Dr. Soja hergezeigt hat, von 2024, der österreichische, ganz aktuell. Dann dieses Buch hier, finde ich, vermittelt Hoffnung und da kommt auch die Pflanzenkohle zu Wort, in einem Beitrag von Stefan Spatter, glaube ich, wie wir gegen die Dürre etwas tun können. Das war ja heute auch das Thema. Und dann möchte ich auch für dieses Buch, das Wissenschaftsbuch des Jahres 2020 Werbung machen, wo man die Mikrobiologie, die heute ganz am Rande auch das Thema war, mit der die Pflanzenkohle ja zu tun hat, im Boden, finde ich sehr gut verständlich, auch für mich als Nicht-Biologen aufbereitet war.. Martin Grasberger hat noch zwei weitere Bücher geschrieben, die ich sehr spannend finde. Das letzte 2024, regenerativ, also wie können wir hier ins Positive kommen. Peter Schmidt, wo man immer wieder was zur Pflanzenkohle findet. Vielen Dank fürs Dabeisein an die Zuhörer und Zuschauer. Und vielen Dank an den Martin für die super Betreuung und an das Team von der AG Öffentlichkeitsarbeit von Scientists for Future. Thomas, danke für die Organisation. Vielen Dank auch von meiner Seite. Gerne. Bleibt gesund. Danke, die Organisation. Vielen Dank auch von meiner Seite. Gerne. Bleibt gesund. Danke, ihr auch. Hat mich echt gefreut. you you you you you you