Ich hoffe, es können mich alle gut hören. Vielen Dank, dass ihr zu so später Stunde hier noch vorbeischaut und wir uns hier jetzt eine halbe stunde mit wissenschaftskommunikation beschäftigen wie gesagt ich bin melanie barthus vom büro für öffentlichkeitsarbeit der universität innsbruck dort arbeite ich schon seit 15 jahren im bereich wissenschaftskommunikation und habe schon viele jahre auf verschiedenen ebenen einen fokus auf offene kommunikationsstrukturen ursprünglich komme ich aus der podcasting-Ecke und engagiere mich eben in diesem Feld schon viele Jahre. Ich bin außerdem seit Anfang des Jahres die Leiterin der Arbeitsgruppe Social Media im Deutschen Bundesverband Hochschulkommunikation, befasse mich also mit Online-Kommunikation, Social-Media-Kommunikation auf ganz vielen unterschiedlichen Ebenen, nicht nur innerhalb meiner eigenen Institution, sondern auch darüber hinaus, auch in europäischen Netzwerken. Und seit einigen Jahren ist eben dieser Offenheitsaspekt bei uns an der Institution in Innsbruck ein ganz wesentlicher geworden. Diese halbe Stunde möchte ich gerne dazu nutzen oder auch gerne etwas weniger, weil ich möchte am Schluss gerne noch Fragen auch ermöglichen oder Diskussionen ermöglichen, wie Wissenschaftskommunikation das Netz wieder schöner macht. Ich starte auch hier, auch wenn ich es, glaube ich, an dieser Konferenz und bei der Republika erfreulicherweise, auch wenn wir uns die Entwicklungen der letzten Jahre auch hier bei der Republika anschauen müssen, gar nicht mehr so wirklich erklären muss. Denn wir haben den Erfinder dieses Begriffs ja sogar hier wahrscheinlich immer noch herumlaufen. Zumindest habe ich ihn heute gesehen, nachdem er gestern auch zum Thema N-Jetification diese Keynote hier gehalten hat. Ich zeige diese Folie hier deshalb vor allem, um euch zu zeigen, wie ich in meiner Arbeit vorgehe, wo ich eben ganz viel Sensibilisierungs- und Überzeugungsarbeit an anderen Institutionen, vor allem öffentlichen Universitäten durchführe, sowohl auf individueller Ebene als auch im Bereich der institutionellen Kommunikation. Da finde ich dieses Konzept der N-Jetification, um einmal die Problemlage per se klar zu machen, wahnsinnig hilfreich. Denn in meiner Erfahrung stehe ich oft vor dem Problem, wenn es um offene Kommunikationsstrukturen online geht, dass ich quasi die Lösung für ein Problem präsentiere, das mein Gegenüber vermeintlich noch gar nicht so wirklich zumindest als Problem identifiziert hat. Das ist selbst für professionelle Kommunikatorinnen eine durchaus nicht zu verachten wollende Herausforderung. Aber mit N-Certification als Konzept habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, um einmal dieses Problemfeld aufzumachen. Was meine ich denn jetzt mit Problemfeld aus meiner Perspektive? schon seit mehreren Jahren, wenn wir uns die Entwicklung der Big Tech Plattformen und generell der Online-Kommunikationsräume anschauen. Das heißt, die Frage, wo kommunizieren wir eigentlich und wer hat die Hand über diese Kommunikationskanäle, brauche ich glaube ich auch hier jetzt nicht weiter im Detail auszuführen, lässt sich eben gut anhand der N-Certification darlegen, aber ist eben gerade vielleicht auch im Bereich der öffentlichen institutionellen Wissenschaftskommunikation zunehmend problematisch, weil wir hier uns in Bereiche bewegen, wo man auch ganz klar sagen muss, da wird es ein wenig knusprig sozusagen, wenn man sich überlegt, wie ist das noch mit dem eigenen Leitbild zu vereinen und wie kann ich eigentlich des noch guten Gewissens als öffentliche Universität, als öffentliche Bildungseinrichtung abbilden. Also ich würde dafür plädieren, dass wir uns viel mehr auch in der Wissenschaftskommunikation fragen müssen, nicht nur was wir kommunizieren, was natürlich ein wesentliches Thema ist, aber vor allem auch die Frage wo. Und ich glaube, da sollte viel mehr Fokus noch darauf gelegt werden, denn gerade öffentliche Institutionen und ich stehe hier als Vertreterin einer öffentlich finanzierten Universität, finde ich, dass wir gerade auch in der Gestaltung von digitalen Räumen, nicht zum ersten Mal in der Geschichte des Internets übrigens, aber durchaus eine Art Vorreiterin oder Vorbildrolle einnehmen können. Und diese Verantwortung, finde ich, können wir und sollten wir wahrnehmen. Daher würde ich auch dafür plädieren, so analog zu dem Public Money, Public Code, das vielleicht einige von euch kennen. Public Money muss auch Public Communication heißen. Das heißt, gerade im Bereich der öffentlich finanzierten Institutionen, gerade im Hochschulsektor sind das natürlich sehr viele, würde ich wirklich dafür plädieren, dass die Art und Weise der Kommunikation öffentlich zugänglich sein muss. Aus meiner Sicht, und ich glaube, das ist eigentlich ein recht objektiver Befund inzwischen, sehen wir diese öffentliche Zugänglichkeit auf den großen digitalen Big Tech Plattformen nicht mehr und zwar auf mehreren Ebenen nicht mehr. Einerseits brauche ich überall einen Account, um überhaupt Inhalte sehen zu können. Andererseits wird das, was ich dort sehe, selbst wenn ich dort bin, ist zunehmend von anderen Empfehlungssystemen und algorithmischen Entwicklungen sehr, sehr stark geprägt. Das heißt, auch in der Hochschulkommunikation oder in der Wissenschaftskommunikation ist diese sogenannte Reichweite und Sichtbarkeit auf den etablierten großen Big Tech Plattformen in der Form gar nicht mehr möglich. Es sei denn, man nimmt sehr viel Geld in die Hand, um diese Sichtbarkeit zu kaufen. Aber auch da bin ich dann wieder gerade, wo soll denn dann tatsächlich Steuerär das inzwischen schon ist, wurde ja, Meta hat jetzt kürzlich selber bekannt gegeben, dass 93% der Inhalte auf Instagram nicht von den Accounts kommt, denen man folgt. Und das sind schon sehr intensive Zahlen mal und deswegen haben wir, und da möchte ich sagen, war der Anlass vielleicht, aber nicht unbedingt die Ursache, die Übernahme von Twitter durch den Multimilliardär haben wir an der Universität Innsbruck zum Anlass genommen, um da mal wirklich auch grundsätzlich strategisch darüber nachzudenken, wie wir langfristig gedacht im Online-Bereich kommunizieren wollen, weil ich kann auch sagen, für uns war Twitter zum Beispiel ein ganz wichtiger Kanal in der Wissenschaftskommunikation und dann bricht der eigentlich innerhalb von kürzester Zeit aufgrund der Launen oder Vorgehensweise eines einzelnen viel zu reichen Menschen weg. Das war so ein bisschen ein Schockmoment. Wir haben diese Entwicklungen generell schon länger etwas kritisch beobachtet, haben uns aber dann dazu entschieden, wir gehen da jetzt wirklich strategisch vor und haben ein Positionspapier formuliert. Das nennt sich Open Science Communication. Da haben wir als Kommunikationsteam der Universität Innsbruck festgehalten, dass wir uns zur Nutzung, Gestaltung und Förderung gemeinnütziger, datenschutzfreundlicher und quelloffener Medien in unseren Kommunikationsangelegenheiten als öffentliche Universität bekennen. Wichtig ist hier zu betonen, es geht eben nicht nur um die Nutzung von schon bestehenden Diensten, die ich dann noch näher vorstellen werde, sondern gerade in diesem Bereich, wo eben nicht sehr viel datenkapitalistische Logiken dahinterstehen, was auch den Erhalt dieser Plattformen betrifft, wo wir im Open-Source-Bereich sind, eben in diesem offenen Zugang, halten wir es für ganz wesentlich in der institutionellen Kommunikation oder in der Wissenschaftskommunikation, diese Kanäle nicht nur zu nutzen, sondern sie auch im Idealfall bereitzustellen und in ihrer Entwicklung jeweils als doch oft sehr in kleinem Maßstab entworfenen Open-Source-Projekten zu unterstützen, mit unserer Anwesenheit, aber auch mit der Zusammenarbeit. Das werde ich dann noch genauer zeigen. Für uns hat dieser Zugang Open Science Communication dann auf mehreren Ebenen eine durchaus logische Schlussfolgerung aus allen Überlegungen der letzten Jahre bedeutet. Also ich glaube, diese Diskussion um digitale Souveränität, wir wollten uns die Kontrolle über unsere eigenen zentralen Kommunikationsräume zurückholen. Wir sehen da durchaus auch eine Verbindung von Open Science. Ich denke, Open Science sollte vielmehr eben auch sich nach der Frage des Wohs der Kommunikation Überlegungen anstellen. Das heißt, deswegen würden wir sagen, Open Science muss auch Open Science Communication heißen. Die Rolle der öffentlichen Vorreiterinnen im gesellschaftlichen Diskurs, in einer Situation, wo wir zunehmend merken, und ich glaube, da kommt jetzt auch, wenn wir alleine das Programm der heurigen Republika anschauen, wirklich zunehmend Konsens rein, dass wir es einfach mit demokratiepolitisch inzwischen gefährlichen Entwicklungen zu tun haben, wo gerade der öffentliche Sektor, öffentliche Institutionen oder auch die Hochschullandschaft ein Gegenkonstrukt dazu liefern kann. Und ein anderer Punkt, natürlich Third Mission, wie alle Universitäten, der ganze Hochschulsektor, hat das natürlich zunehmend zu Recht als Aufgabe. In diesem Falle bin ich wieder bei diesem Public Money, Public Communication, In diesem Falle bin ich wieder bei diesem Public Money, Public Communication, aber auch aus einer anderen Perspektive, die sich bei mir zuerst in den letzten Jahren auch herauskristallisiert hat, im Austausch mit anderen Universitäten, dass wir schnell nutzbare Kommunikationskanäle brauchen, die Konzepte haben müssen für Krisenkommunikation, bemerke ich jetzt zunehmend, dass Mastodon, wo ich jetzt dann noch zukommen werde, zunehmend explizit auch für diesen Fall gedacht ist, weil niemand einen Account braucht, um diese Informationen sehen zu können. Die sind immer öffentlich. sind immer öffentlich. Das heißt, da kommen dann auch viele Learnings und interessante Aspekte zunehmend ins Spiel sozusagen. Wie haben wir das jetzt gemacht? In der aktuellen Ausbaustufe, wie gesagt, prinzipiell, wir haben dieses Positionspapier formuliert. Die Herangehensweise war bis zur Universitätsleitung hinauf, in Österreich heißt das Rektorat, mit allen abgestimmt. Das heißt, wir haben das wirklich als strategische Herangehensweise in die gesamte Universität hineingetragen. Ich kann es aus unserer Perspektive auch tatsächlich nur empfehlen, diesen Weg zu wählen, um ihn gleich strategisch irgendwo aufzuhängen, weil die weitere Argumentationsgrundlage ist, wenn einmal ein gewisses gleichmäßiges Bett an Verständnis der Sachlage gerade im Online-Kommunikationsbereich da ist, kann man viel besser auch weitere Schritte argumentieren, kann man viel besser erklären, warum man eben auch auf Plattformen präsent ist, die jetzt nicht irgendwelche viralen Milliardenreichweiten vermeintlich haben. Das nützt enorm, kann ich nur aus unserer Erfahrung auch schildern und auch bei anderen Institutionen, wo ich einen ähnlichen Prozess beobachtet habe oder begleitet habe, ist dieser Zugang, hat sich, glaube ich, ganz gut bewährt. Schon einmal grundsätzlich auch in der Institution sensibilisieren, warum das sehr viel Sinn macht. Die zwei Ebenen, die wir jetzt eben haben, Open Science Communication im Moment an der Universität Innsbruck, bedeutet zwei Sachen in der ganz konkreten Umsetzung. Das eine ist, wie ich jetzt ja schon angedeutet habe, das Fediverse als gemeinnütziger, datenschutzfreundlicher Spiegel der uns bekannten Social-Media-Landschaft, der eben nach anderen Logiken funktioniert, da haben wir den berühmtesten Vertreter Mastodon, auf den wir hier speziell gesetzt haben. Das heißt, wir haben Mastodon als Microblogging-Alternative sozusagen für Twitter, Außerkoren und setzen sehr auf diese Fediverse-Strukturen. Da werde ich dann auch noch einmal im Detail genauer eingehen. Das Zweite, was mir auch hier jetzt ganz besonders ein Anliegen ist, weil ich die Wahrnehmung habe, dass speziell der Aspekt in der Hochschulkommunikation viel zu wenig genutzt wird, aber enorm viel Potenzial drinnen liegt, ist ein Fokus auf Kommunikation, wenn man es so nennen will, in Wikimedia-Projek auch mit Wikimedia Deutschland, in Kontakt mit der lokalen Community vor Ort. Da werde ich dann auch noch ein, zwei Worte dazu sagen, die wirklich hervorragende Erfahrungen da mitgemacht. Ich möchte an der Stelle auch betonen, weil es ja auch hier immer wieder diskutiert wird und jetzt mal sagen, aus heutiger Sicht Zuverlässigkeit wahrnehmen, weil wir eine nachvollziehbare Form der Dezentralität beobachten, was uns einfach ein wichtiger Ansatz ist. Und wir haben Infrastrukturen, die sich schon relativ gut etabliert haben, natürlich allen voran Mastodon. Für mich auch ganz wesentlich oder für uns, es ist billionaireionaire-Proof, das heißt, das Fediverse kann niemand kaufen, auch wenn er sich oder sie sich noch so bemüht. Das ist für uns dieser dezentrale Ansatz, gerade in dieser langfristigen, nachhaltigen Kommunikationsperspektive ganz ein wichtiges Argument. Wir haben Mastodon bei uns an unseren Servern installiert an der Universität mit Social UIBK CAT eine eigene Mastodon Instanz etabliert, die allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und es sind über 5000 zur Verfügung steht, auch alle Organisationseinheiten, das heißt Institute, die Fakultäten, alle anderen, also so strukturellen, organisationsverbundenen Kommunikationsagenten können auch dort einen Account haben. ist, dass wir das an Single Sign-On angeknüpft haben. Das heißt, alle Mitarbeiterinnen haben mit ihren Uni-Anmeldedaten, die sie auch in allen anderen Zusammenhängen verwenden, automatisch auch einen Mastodon-Account. Sie brauchen sich nur einloggen über die normale Uni-Anmeldemaske. Das ist für uns auch ein großes Anliegen gewesen, um diese institutionelle Verankerung auch noch einmal wirklich quasi haptisch zu machen in der Anwendung. Wir planen als weiteren Schritt eine Instanz für unsere Studierenden. Da sind dann noch einmal ein paar andere Herausforderungen, aber das ist fix in der Planung, dass wir auch für unsere Studierenden und davon haben wir circa 30.000 eine Mastodon-Instanz zur Verfügung stellen, weil wir diese Dienste und da komme ich dann wieder zurück in diese Argumentationsgrundlage rund um Open Science Communication, einfach auch als infrastrukturelle Maßnahme sehen, die wir unseren Mitarbeiterinnen und allen Universitätsangehörigen als Service zur Verfügung stellen können, einfach weil wir das können. Die Serverleistungen und die Herausforderungen in der Etablierung von einer Mastodoninstanz sind für universitäre Verhältnisse wirklich keine Raketenwissenschaft. Das haben wir meine IT-Kollegen mehrfach bestätigt. Das zweite große Anliegen ist Wikipedia. Das habe ich schon erwähnt. Da haben wir eine Herangehensweise gewählt, die ganz unterschiedliche Aspekte betrifft. Wir kooperieren bzw. holen uns sehr viel Expertise von, in unserem Fall natürlich vor allem Wikimedia Österreich, aber auch jetzt in anderen Zusammenhangen Wikimedia-Institutionen kann ich nur sehr empfehlen. Die sind sehr offen und erarbeiten auch mit einem gemeinsamen Zugänge, die für den Wissenschaftskommunikationsbereich hier vielleicht interessant sein können. Wir haben ganz intensiv den Austausch zu unserer lokalen Community an Wikipedia-AutorInnen gesucht. Das heißt, die haben Meetups, die gibt es fast in allen Städten oder solche Stammtische. Da sind wir einfach hingegangen und haben gesagt, hallo, wir sind die Uni und wir würden gerne unsere Türen für euch öffnen und wir haben jetzt schon mehrfach Führungen für sie angeboten, exklusiv für Wikipedia- AutorInnen, ohne irgendwelche Erwartungshaltungen, um Ihnen unsere Archive botanischer Garten, Schausammlungen und so weiter von ExpertInnen erklären zu vorletzte Woche eine Tagung gehabt mit dem Thema Wissen vermitteln oder Wissenschaft vermitteln mit Wikipedia. wo wir wirklich Vertreterinnen aus unterschiedlichen Branchen jetzt wieder bei uns zu Gast hatten, von Bibliotheken, Archiven, Universitäten, Wikipedia-Autoren selber, von Wikimedia Österreich. Und wir haben uns zwei Tage Zeit genommen, um zu überlegen, wie wir besser die Inhalte, die gerade an öffentlichen Institutionen so massiv da sind, besser in Wikimedia-Projekte übertragen können. sind, besser in Wikimedia-Projekte übertragen können. Wir selber in der ganz konkreten Arbeit im Büro für Öffentlichkeitsarbeit bzw. im Kommunikationsteam sind selber keine Wikipedia-Autoren. Das kann auch nie der Zugang sein. Das ist auch aus guten Gründen so nicht vorgesehen. Was wir aber machen, ist unsere Inhalte, sei es Bildmaterial oder auch Videomaterial, Creative Commons zu lizenzieren, sodass sie kompatibel sind mit Wikipedia, beziehungsweise vor allem auch Wikicommons und Wikidata-Projekten, um sie sozusagen greifbar zu machen, weil wir kennen vielleicht auch viele, wenn man Forschungsvideos oder solche Dinge macht, die versumpern dann irgendwo auf YouTube, haben natürlich keine Chance gegen andere Inhalte dort. Und wenn wir uns anschauen, was wir an Inhalten auf der Wikipedia haben, gerade auch im Videobereich, das sind Zugriffe, die sind jenseits von allem, was wir jemals auf YouTube hatten, weil sie einfach in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden können. Was ich an der Stelle auch noch erwähnen möchte, wir haben Y-SICON gegründet. Das ist das Wikimedia Science Communication Network. Da sind schon einige Institutionen auch dabei. Das kann man so einfach googeln. Das ist ein Meta-Wiki, wo man sich einfach eintragen kann, auch ohne, dass man Wikipedia-Autorin oder Autor ist und da gerne mitmachen. Wir sind total offen für alle Interessenten. Es braucht keine Vorkenntnisse. Ich finde es gerade total spannend, gerade in dem Bereich über Wissenschaftskommunikation nachzudenken, weil da so viel an Möglichkeiten noch da ist. an Möglichkeiten noch da ist. Eine gute Nachricht möchte ich noch mitgeben, weil es auch in dem Kontext relevant ist. Seit 4. Mai sind 16 deutsche Stiftungen mit einem eigenen Mastodon-Server mit Stiftungen Social präsent. Das durfte ich auch dabei sein, das zu begleiten mit Workshops. Da sind natürlich auch wissenschaftsnahe Institutionen dabei, finde ich, einen ganz schönen Schritt, der lange vorbereitet wurde, auch entlang der Initiative von Safe Social. Und da haben wir jetzt wirklich viele auch sehr große Player im Fediverse mit Mastodon vertreten. ganze Diskussionsgrundlage, die ich ganz viel erlebe, dass das alles so kompliziert sei und nicht machbar sei, da möchte ich inzwischen doch mit einigermaßen Selbstbewusstsein sagen, das kann ich so nicht mehr stehen lassen. Ich würde sagen, es stimmt nicht mehr. Es war gerade im Online-Kommunikationsbereich, wenn wir auch das Fediverse oder ähnliches heranziehen, das war nicht immer einfach, aber ich glaube, es hat sich sehr viel verbessert und da möchte ich auch noch die großartige, für unseren Kontext sehr wesentliche Instanz für den gesamten deutschsprachigen Raum, für alle Universitätsangehörigen und die Institutionen, WISCOM Social erwähnen, die als offene Instanz vom Informationsdienst Wissenschaft IDW bereitgestellt wird. Und so kann man eigentlich auch ganz schnell in diese ganze Welt eintauchen. Das wäre es von meiner Seite und jetzt freue ich mich über Kritik oder Fragen, Anmerkungen. Ja, vielen, vielen Dank auch von mir. Genau, einen kleinen Applaus bitte. Ja, wer von euch Fragen, Kritik oder Sonstiges hat, da haben wir jetzt noch einige Zeit. Sonst nehme ich jemanden dran. Ja, hallo. Dankeschön für die... Ich fand es super interessant. Ich finde es auch sehr cool, dass ihr auf Mastodon seid, weil ich bin da selber auch Nutzer und mag die Plattform. Gleichzeitig denke ich mir, es ist, da sind nicht super viele Leute drauf und Universitäten haben schon Webseiten, die sind frei verfügbar für alle Leute. Sollen die Webseiten nicht wichtige Rollen spielen? Und wenn dann das Argument ist, man muss die Leute erreichen über die Plattform, dann muss man vielleicht einfach Geld in die Hand nehmen und das an TikTok und Insta geben. Ich sage nicht, dass das richtig ist, aber ich kann es nicht komplett nachvollziehen, wie die Abwägungen waren. Also ich möchte auch sagen, dass das keine Schwarz-Weiß-Strategie ist. Ich bin eine große Vertreterin auch der Plus-Eins-Strategie von Ralf Stockmann. Das heißt, dass man alle öffentlichen Institutionen dazu animiert, zumindest einen weiteren öffentlichen Kanal zu bedienen. Wir haben an der Universität Innsbruck weiterhin die traditionellen Kanäle im Einsatz. Also Instagram, LinkedIn, TikTok jetzt tatsächlich immer weniger, aber die sind ja weiterhin da. Wir haben da nicht alles verworfen. Wir haben da nicht alles verworfen. Ich stimme auch zu, dass das Bereiche sind, gerade in einem offenen Kontext, wo man noch sehr viel entwickeln kann. Aber ich glaube, wenn man so einen gewissen Konsens hat, dass es wert können, die da eben Vorreiter sind, im Sinne, dass dann auch mehr Leute nachkommen. Und ich verstehe dieses Argument, das höre ich ständig, da ist noch nicht so viel los, aber da sind nicht so viele Leute. Aber da sage ich ja immer, wenn man möchte, dass irgendwo mehr Leute sind oder mehr Präsenz ist, dann wäre der erste Schritt mal selber hinzugehen. Also ich glaube, das meine ich auch mit diesem Perspektivenwechsel. Ich glaube, wir müssen auch zunehmend davon wegkommen, dass das Internet alles nur aus vorbereiteten, schon etablierten, entwickelten Räumen steht, wo wir uns nur einlocken und dann ist alles schon am besten durch irgendwelche Algorithmen da und am besten können wir uns das immer noch kaufen. Zahlen betrifft, ich meine natürlich, ich verstehe das, wie gesagt, ich bin in dem Feld jetzt seit 15 Jahren tätig, durch meine anderen Tätigkeiten bin ich ja auch durchaus in anderen Social Media Kanälen, vor allem auch Instagram immer wieder am Beobachten, welche Entwicklungen und Potenziale es gibt, wenn wir gerade auch an Studienmarketing denken, da muss ich auch sagen, da ist ja Microblogging überhaupt nicht der richtige Fall, zumindest nicht für alle Fachrichtungen. Aber diese Herausforderungen, würde ich sagen, die sind da. Da kann man jetzt auch nicht sagen, das ist alles schon vorbereitet. Aber ich denke, da liegt so viel Potenzial drinnen, sich da wieder Kontrolle über diese Räume zurückzuerobern und sie bereitzustellen, dass es auf jeden Fall wert ist, weil ich denke, jede Perspektive oder Vorhersage, wie das alles weitergehen wird, traue ich mich auch nicht wirklich zu machen, aber ich glaube nicht, dass es so weitergeht einfach, weil wir sehen, was mit X passiert ist. Wenn wir Meta anschauen, muss man leider ganz offen sagen, wirklich auch sehr problematische Entwicklungen. Wir haben einen starken Fokus, inhaltlich bei mir ist zum Beispiel die Klimakommunikation und wenn dann Climate als Hashtag geshadowbanned wird oder wir überhaupt sehen, dass da inhaltliche Aspekte nicht mehr funktionieren, weil das auch von der Plattform gar nicht gewollt ist, aus gutem Grund. Wissenschaft ist da natürlich nicht der beliebteste Kandidat. Dann muss man ja irgendwie, also ich bin immer so, ich möchte da nicht so gerne mich einfach zurücklehnen und sagen, da kann ich jetzt nichts machen, da müssen wir uns ausliefern. Wir versuchen das proaktiv anzugehen. Ja, haben wir noch Zeug? Ja, hallo, vielen Dank für den Vortrag. Mich würde noch interessieren, es ist ja gerade so ein Zeitfenster auch da, um diese Wissenschaftskommunikation auf Social Media neu zu gestalten und das Social Media mit Wissenschaftskommunikation innerhalb des Media neu zu gestalten und das Social Media mit Wissenschaftskommunikation innerhalb des Wissenschaftsuniverses, sage ich mal, neu zu gestalten, muss die Wissenschaft ja auch machen, weil zum Wissensteil war ja auch TikTok und Konkurrenz. Das scheint jetzt ein bisschen zu kippen. Inwieweit hat sich die Wissenschaftskommunikation selbst, also sprich nicht mehr so der eigene Elfenbeinturm in der Kommunikation, sondern auch ein bisschen weiter runter, ein bisschen öffentlicher verändert für eure Wissenschaftler und für euch selbst? Also sozusagen, dass ihr gelernt habt von den Großen und jetzt sozusagen dieses Wissen nehmen könnt, um da euren eigenen Raum wieder aufzubauen? da euren eigenen Raum wieder aufzubauen? Also ich glaube, aus der Wissenschaftskommunikationsperspektive würde ich sagen, was da ein ganz klarer Aspekt ist, ist dieser offene Zugang, der da tatsächlich infrastrukturell auch ernst genommen wird. Das heißt, wenn wir sagen, wir wollen mit Wissenschaft und wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Breite hinein, dann ist man, glaube ich, gut beraten, auch jene Kanäle zu bedienen, die das tatsächlich auch tun. Dann ist man, glaube ich, gut beraten, auch jene Kanäle zu bedienen, die das tatsächlich auch tun. Noch einmal, ich bin sehr skeptisch, was dieses Argument, man müsse dort hingehen, wo die Leute sind, betrifft. Denn ich kann aus unserer eigenen Erfahrung und auch aus den Stimmen, höre ja viele Geschichten eben auch von Kolleginnen, wir erreichen sie dort nicht mehr wirklich. Und ich glaube, dass dieser Aspekt von Wissenschaftskommunikation hat die Aufgabe, dort präsent zu sein, wo sie offen auch zugänglich ist von ihrer Definition im Online-Bereich, dann sind diese Aspekte, da möchte ich schon sagen, vor allem auch Wikipedia, ja schon genau der Ort, wo das hingehört. Und aus meiner Sicht ist auch dieses, vielleicht passt auch dieses Webseitenthema noch dazu, ja. Wir glaube, ich sehe aber, dass die Leute nicht mehr auf Webseiten gehen, zumindest nehmen wir das ganz deutlich wahr, sondern sie gehen gleich direkt zum LLM der Wahl. der Wahl. Und deswegen schauen wir, dass unsere Inhalte dafür optimiert sind und da wissen wir zum Beispiel, dass Wikipedia eine ganz wichtige Quelle ist dafür. Das heißt, dort wo es geht, seriöse Inhalte deponieren, damit sie auch in der realen Nutzung zugänglich sind. Ist, glaube ich, auch ein Aspekt, was wir gelernt haben aus unserem Zugang zum Verständnis von Wissenschaftskommunikation. Also, dass sie nutzbar ist tatsächlich für die Anwendungsfälle, die wir real gerade auch bei jungen Menschen sehen, weil die gehen nicht auf unsere Website. Die Fragen, ChatGPT. Okay, ich glaube, dann eine machen wir noch, aber kurz bitte. Ja, gerne. Meine Frage wäre, habt ihr sich schon mit Plattformen wie EU, die ist ja ganz neu beschäftigt, und Substack oder Reddit, gerade wenn es jetzt um KI-Suche geht, sind das ja auch Plattformen, die durchaus relevant sind. Gab es da schon Tests, Gedanken? KI-Suche geht es, sind das ja auch Plattformen, die durchaus relevant sind. Gab es da schon Tests, Gedanken? Also ich kann berichten, dass in unserer Bubble sozusagen, in der Bubble der Hochschulkommunikatoren im deutschsprachigen Raum, ich beobachte, dass auf der Ebene vor allem Reddit zunehmend ein Thema wird. Ist aber für uns natürlich schwierig in der Hand zu haben, weil auch dort ist man jetzt als institutioneller Player nicht unbedingt willkommen oder beliebt. Das ganze System funktioniert anders. Wir wissen aber, dass Reddit auch ganz wichtig ist für die LLMs. Ich glaube, was wir da halt haben, ist auch wieder eine Plattform, die nicht auf offenen Standards funktioniert, sondern da ist wieder, haben wir eigentlich die nächste proprietäre Plattform, wo wir die einen oder anderen N-Citification-Befürchtungen zu Recht, glaube ich, haben müssen. Deswegen ist es immer eine Frage, worauf fokussiert man, was lassen Ressourcen dann auch zu? Aber auch da passiert viel. Also ich glaube, wir haben im Moment so eine sehr starke Ausdifferenzierung von dieser ganzen Online-Kommunikationslandschaft, wo ganz viele unterschiedliche Aspekte ins Spiel kommen. mehr zum Thema, ob und was man da tun könnte. Aus unserer Sicht ist es natürlich, so wie ich jetzt hier stehe, ist das jetzt nicht der erste Weg in der aktuellen, fällt jetzt nicht unter Open Science Communication. Dann vielen, vielen Dank, dass du hier warst. Danke, dass ihr hier wart. Und ja, falls ihr noch Fragen habt, du bist ja sicherlich noch ein bisschen hier unterwegs. Dann einen kleinen Applaus bitte zum Abschluss und wir sehen uns morgen ab 10.30 Uhr hier an der Lightningbox. Eins wieder, bleibt uns erhalten und einen schönen Abend euch noch.