Ja, Rudolf, wir sind heute im Jägerzimmer bei dir, du bist ein bisschen passend mit der Jäger, aber es geht uns in Wirklichkeit um die Reitergruppe Grüne Kirchen. Wir haben junge Burschen geworden, ist diese gegründet worden. Wie ist denn das eigentlich entstanden? Mein Vater und der Hacklzkels haben sich in Wiesner so wie da auf den Sonntag zum Stammtisch und haben dann auf das Gespräch gekommen. Ein Jahr vorher hat die Lichtenberger Gemeinde eine Reitergruppe gegründet. Und das war der Herr Mittermeier und mein Vater haben gesagt, bloß die kennen mich auch. Und so ist das entstanden. Dann hat der Akel einen Grund zur Verfügung gestellt und dann ist er mal auf die Suche gegangen, wer tut denn da mit. Und viele Leute, die angefangen haben und dann Baumann, dann haben wir auf der Ackerl-Wiese unsere Übungen angehalten. Und dann ist zur ersten Ausrückung gekommen. Und zwar unter Bürgermeister Schöffl und Landeshauptmann Stöffeltreiter Blöchl ist der Güterweg Gallusberg geöffnet worden. Das war unser erster Ausritt. Da gibt es ein Foto dazu. Es war wirklich für uns ein schöner Anfang, muss ich sagen, weil wir uns dort vorgestellt haben und die ganze Gemeinde hat gesagt, super, dass es so etwas gibt. Und dann ist es eigentlich losgegangen, es hat Bewerbe gegeben und zwar bei den Volksfesten in Ried und in Wöss, da sind wir eingeladen worden. Das waren super Erlebnisse, da haben wir Quadrillen geübt und auch das Voltagieren. Und wir waren sehr erfolgreich damals schon. Was wir brauchten, das war der Engineer Möstl. Der hat uns gefördert, der hat gesagt, so eine Jugendgruppe brauchen wir das. Und hat uns auch überall mitgeholfen. Ganz gleich, was war, wie du sagst, vom Transporten angefangen. Wir haben nur die Treibkosten zahlen müssen als andere. Ich weiß nicht, wer es gedeckt hat, aber wir nicht. Unter anderem sind wir vorhin zum sogenannten Georgierie. Und wie gesagt, bei den Volksfesten. Und das waren immer einschneidende Erlebnisse für uns Jugendliche. Und nach einer bestimmten Zeit aus Altersgründen, der Herr Baumann hat aufgehört und der Herr Winkler hat mit uns dann trainiert. Was war denn für dich eine bleibende Erinnerung? Eine bleibende Erinnerung war die Gemeinschaft. Es hat immer einen Zusammenhalt gegeben, es war immer gute Unterhaltung. Es hat sich gefreut, wenn wir da dorthin gekommen sind. Das ist einmal die größte Erinnerung für mich. Und ja, es ist ja nicht nur beim Quadrillenleiten geblieben, sondern wir haben auch wollte Skiern getan. Und da waren unter anderem auch relativ mutige Sachen dabei. Unter anderem sind wir stehend zu Pferd rundherum den Parcours bewältigt, wenn ich so sagen darf. Es ist schön, wenn man zurückdenkt. Und es war wirklich ein angenehmes Erlebnis damals für uns alle. Du bist aber dann, erfolgreich geworden im Wagensport. Ja gut, das habe ich auch von der Heimat mitbekommen. Der Vater war Pferdezüchter und ich bin mit ihm aufgewachsen. Mit vier Jahren bin ich schon auf die Weide gelaufen und habe gesagt, das brauchen wir uns am Einspannen. Bin ich rausgekommen und bin bei der Main aufgekupft. Durch das wachsen wir so viele zusammen. Das ist auch nicht von heute auf morgen. Wir sind mit sechs, sieben Jahren, das erste Jahr bin ich in die Schule gegangen, bin mit dem Steirerwagen auf Kohle gefahren, in Begleitung. Da habe ich gesagt, so, rauf, wir ziehen in den Tank und es geht schon. Und da lernt man sehr viel. Und was war dein größter Erfolg im Fahrsport? Der größte Erfolg von der Reitergruppe war, dass ich Landesmeister geworden bin. Da drückt man heute die Trennung raus, weil es einfach eine gewisse Leistung bringen muss. Aber ich hatte den Vorteil, dass ich meine zwei Pferde angehabt habe. Der Braumer hatte das Auge, das ist dann schlechter geworden. Mein Vater hat dann gesagt, nimm den an, dann geht es schon. Das ist ein bisschen, ein paar Prozent. Das ist einfach, wenn zwei schon jahrelang mit einem Pferd gehen, ist es besser als wenn zwei zusammen sind. Und umgehen musst du auch gerne, dass du die Zähne richtig in der Hand hast. Na ja, Rudolf, 57 gegründet, 15 Jahre lang hat das gedauert, aber es ist natürlich dann das Problem gewesen, die Mechanisierung hat eingesetzt in der Landwirtschaft. Zum Beispiel ich habe aufhören müssen, weil wir kein Pferd mehr gehabt haben. Und einige haben aber weitergemacht. Und du hast dann im Jahr 72 alle zusammengerufen. Und dann ist sozusagen das restliche Geld, das noch da war, in gemütlicher Runde konsumiert worden und alle waren dankbar, dass sie diese schöne Zeit gemeinsam erleben haben dürfen. Franz, wie du es sagst, das sind Erinnerungen, die werden ewig bleiben, so alt kann man nicht sein. Und es haben sich wieder Sachen ergeben, die was für das Leben bringen. Und wie gesagt, ich habe dann durch das Fahren und so, dort habe ich mich konzentriert und das hat mich dann gefreut. Und dann reißen wir sie noch ein wenig mehr zusammen und das war mein Erfolg, muss ich sagen. Dann sagen wir Danke. Es sind einige schon verstorben aus unserer Gruppe, aber dass wir uns noch zurückerinnern dürfen und euch so damit als Seher ein bisschen einen Rückblick in unsere Jugendtage gestaltet haben.