Du kannst es in diesem Fall im Menü erstellen. Und dann unter dem Audio, einfach auf das Rechteck und da ist dann eh schon Peaking. Geht's? Okay. Mein Name ist Thomas Philipp, ich bin Mitgründer, Organisator und Kurator von Linz FMR. Linz FMR ist ein Festival für Kunst in digitalen Kontexten und öffentlichen Räumen. Das heißt, es geht um zwei Sachen Kunst in digitalen Kontexten. Da geht es um neue Ansätze der Medienkunst, gerade alles was in Richtung Ultra Contemporary Art geht, in Verbindung mit Digitalität, Digital Art, Internet Art, wenigstens mehr. Und Public Spaces, also im öffentlichen Raum, auch im offenen Raum insbesondere. Also wir zeigen digitale Künste, digitale Kunst nicht im natürlichen Habitat, das wäre der virtuelle Raum, das Internet, aber auch nicht im White Space, also in Galerien oder Museen, sondern eben im öffentlichen Raum. Weil wir glauben, dass durch die Konfrontation mit diesen künstlerischen Arbeiten, die ihren Ursprung im digitalen Raum haben, wenn die im öffentlichen Raum gezeigt werden, dass dort bestimmte Störungen, Brüche, Glitschis erzeugt werden, die das besonders spannend machen. Linz FMR ist ein eigenständiger Verein, aber sehr stark noch mit seinen Gründungspartnerinnen verbunden, verwurzelt. Das ist die Kunstuniversität Linz, das ist das Atelierhaus Salzamt der Stadt Linz, das sind die Freiszeneninitiativen Koyoche und Servosati, die ehemalige Sturm- und Dranggalerie, die jetzt in einen zeitgenössischen, philosophischen Salon transformiert wurde. transformiert wurde und wir finden jetzt zum vierten Mal statt. 2019, also Birnalen ist unser Festival, 2019 das erste Mal an der Donnerlende, dann 2021 am Mühlkreis Bahnhof, 2023 im südlichen Hafenviertel und heuer dann am Linzer Schlossberg vom 3. bis 7. Juni mit einem großen Programm, Ausstellung im öffentlichen Raum mit 23 Positionen, dazu ein Diskursprogramm mit Lectures und Talks, eine Concert Night, viele Performances, viel Vermittlung, die es gibt und auch spezielle Angebote, die man hier beim Festival erleben kann. Also wir haben bei Linz FMR natürlich immer das Thema der Ephemeralität, auch der Titel Ephemeros, ein griechisches Wort, das auf Flüchtigkeit anspielt, auf Transition, wenn man so will, auf das Vergängliche. Das hängt natürlich mit digitaler Kunst, mit den digitalen Künsten vor allem zusammen. Und dann gibt es immer Festivalthemen, die wir bespielen. Für FMR 26 sind es vier Festivalthemen, die sich dann sowohl in der großen Ausstellung mit den 23 Arbeiten zeigen, aber auch im Diskursprogramm, in den Online Lectures, in den On-Site Talks. Das erste Thema hängt mit dem digitalen Nachleben zusammen, Digital Afterlife, also was bleibt über von uns, wenn wir sterben, aber auch wenn die digitale Identität, der digitale Avatar, wenn man so will, stirbt. Was bleibt da über? Auch wie wird mit Tod und Trauer im digitalen Raum umgegangen, Stichwort Dead Bots, Grief Bots und ähnliches mehr. Ein zweites Thema setzt sich mit AI Societies Power Structures auseinander, also da geht es um Fragen von Widerstand gegen künstliche Intelligenz insbesondere, also so in Richtung Fuck You, Fascist Tech Bros. Wir würden niemals auf die Idee kommen, so wie den Peter Thiel einzuladen. Drittes Thema, drittes Festivalthema hängt zusammen mit diesem Raum, mit dem wir hier sind. Das ist ein sehr romantischer, idyllischer Naturraum, der sehr stadtnah ist. Da geht es um Digital Idyll, um Digital Isolation, also die Frage von Isolation, Rückzugsräumen, aber auch gerade im Zusammenhang mit Idyll, mit dieser Flucht in eine andere Idylle. Vielleicht auch Fragen von AI Detox, falls das überhaupt möglich ist. Kann man sowas wie AI Detox überhaupt denken? Und dann haben wir noch ein Thema, da geht es um Future Archaeology, also um zukünftige Archäologien. Und da steckt so der Gedanke dahinter, naja, wir bimmen uns jetzt ein paar hundert Jahre nach vor. Wir spielen Archäologinnen und Archäologen und was würden wir dann ausgraben? Wir sind hier am Schlossberg, das ist ein sehr historischer Ort, der Limes-Schlossmuseum, aber vor allem Ausgrabungsstätte auch, Römerzeit, Keltenzeit. Gut, und wenn man jetzt als jetziger Archäologin oder Archäologe reinkrebt, dann wird man irgendwelche Fundstücke, Artefakte aus der Römerzeit oder Kettenzeit vielleicht finden. In 400, 500 Jahren kann man irgendwas noch ausgraben, was mit unseren digitalen Kulturen in Verbindung steht. Wie gräbt man ein Meme aus zum Beispiel? Das ist so eine Frage, was bleibt von dem Meme? Und das sind die vier Festivalthemen, die für uns interessant sind bei FMI 26. Was hat es mit die Schafe auf sich, die man immer wieder sieht? Die Schafe? Da gibt es gar keine große Geschichte dazu, außer dass wir eine unglaublich gute visuelle Designerin haben von Studio S, die Verena Panholzer und die denkt sich immer ganz schräge Sachen aus. Jetzt sind wir da am Berg, am Schlossberg, 336 Meter über dem Meeresspiegel. Für andere Länder, Niederlande oder Dänemark oder so, ist das schon der höchste Berg des Landes. Für uns ist das nicht einmal erwähnenswert, wenn man in Oberösterreich aufgewachsen ist. Trotzdem ist es ein Berg, ein Hügel und mit dem spielen wir natürlich auch, dass wir gerade diesen Bergraum und dieses Vor-Vor-Alpine irgendwie aufgenommen haben und darum die Schafe. Und auch in unserer Bewerbung jetzt ist es irgendwie schräg. Wir haben ja auf der einen Seite natürlich einen sehr starken Zugang zu elektronischer, experimenteller Musik, Neues und so weiter. Das sieht man auch bei der Concert Night. Aber der Großteil, glaube ich, unserer wichtigeren Social-Media-Videos waren Jodeln und irgendwelche Bergtiere, die da herumblöcken und muhen. Wir sind hier vor einem Wohnwagen, der aus Schweden hierher gekommen ist. Die Künstlerin Selma Käsen ist tatsächlich aus Malmö hierher gefahren mit dem Wohnwagen, hat den Wohnwagen dort schon vorbereitet. Nämlich ist es eine künstlerische Arbeit, der gesamte Wohnwagen, aber vor allem was war drinnen. Dann sieht die Arbeit heißt The Crisis of Belonging und was Selma Käsen in diesem Wohnwagen während des Festivals macht, ist, dass sie fast einen sakralen, kultischen Raum hier schafft, wo eben die neuen Götter, die neuen Götzen auch angebetet werden, insbesondere die künstliche Intelligenz. man dann durch diese Rituale, die dann in Performances stattfinden, in verschiedene Utopien, aber vor allem in Dystopien dann auch eintauchen wird. Also man kann sich das fast vorstellen wie irgendein vollkommen abgefahrenes, krudes, bizarres, schamanisches Ritual, aber ohne Esoterik, klarerweise. Und in verbindung mit ganz vielen kleinen fassadstücken die halt auch auf digitale kulturen hinweisen und insbesondere dann auf künstliche intelligenz wird die künstlerin während dem Festival da drinnen untergebracht bleiben eigentlich? Das ist ein guter Nebeneffekt für unser Festival. Wir sind wirklich ein kleines Festival, kämpfen immer mit den Förderungen und Finanzen und in dem Fall ist das sehr gut, weil wir sparen uns dann den Hotelraum, das Hotelzimmer, weil die schwedische Künstlerin tatsächlich in diesem Wohnwagen dann auch die Nächte verbringt. Das war jetzt natürlich gelogen, sie wird bei uns unterbracht in einem schönen Appartement. Aber tatsächlich ist sie die meiste Zeit hier jetzt dann vor Ort, weil gerade im Aufbaustress, glaube ich, die letzte Nacht war sie tatsächlich da drinnen und sie ist während des Festivals dann auch, glaube ich, an sieben, acht Zeitpunkten, so zwei Stunden lang, mit dieser Performance dann beschäftigt. Gut, oder? Gehen wir. Bieten wir das eigentlich ein oder hat man diese Schamanische Kirche. Hier sind wir vor der Martinskirche. Sie gilt als die älteste oder eine der ältesten Kirchen Österreichs. Grundstein gelegt 799. Zumindest so lange ist es nachweisbar. Es ist wirklich ein sehr altes, sakrales Bauwerk. Und wir haben hier die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Diözese Linz eine Arbeit zu zeigen. Ist eigentlich gar nicht so unseres bei Effe mehr. Es ist nicht, dass wir mit der Diözese zusammenarbeiten würden, sondern dass wir in einen Raum reingehen, weil man gesagt hat, man ist sehr stark auf öffentlichen, offenen Raum fokussiert. Gut, bei der Kirche könnte man überlegen, das ist schon ein öffentlicher Raum, aber offen halt weniger. Aber sie bietet sich einfach unglaublich gut an für eine Arbeit, die wir im Zuge des kuratorischen Prozesses auch ausgewählt haben, nämlich von zwei italienischen Künstlerinnen Martina Pizzigoni und Alessia Felicio, bekannt als Duo unter dem Namen Ma Alex. Die haben eine Arbeit, die nennt sich Tutta Notte Buia. Bei dieser Arbeit geht es in Verbindung mit dem Festivalthema Digital Afterlife, um die Frage, was bleibt von einem übrig. Man kann den Kirchenraum dann betreten, wird vor einem Interface stehen, dort gibt man seine Daten ein, Name, Vorname, Nachname, E-Mail, das eine oder andere zusätzlich noch. Und dann wird im Hintergrund gesammelt, was man alles über eine oder über einen weiß. Und in einer sehr schönen ästhetischen Art und Weise wird das dann auch präsentiert einem, also quasi eine digitale Identität, alles da ist oder die Identität im virtuellen Raum und dann switcht es um und es wird eine Frage gestellt, nämlich, do you want to be forgotten? Also möchtest du vergessen werden? Und wenn man dann Ja drückt, dann wird alles gelöscht. LinkedIn, Insta, TikTok, alles was da war, eigene Website, egal, die Dorf-TV, Biografie, alles weg. Also mit dem Gedanken wird zumindest gespielt, klarerweise. Und wenn man dann wirklich Ja drückt. Und wenn man das dann tatsächlich macht, dass man seine digitale Identität vollkommen gelöscht haben möchte, dann wird in einer wunderschönen Visualisierung das auch begleitet, nämlich von zwei Klageweibern, von italienischen Klageweibern, von trauernden Frauen. Und das ist auch der Hintergrund dieser Arbeit. von italienischen Klageweibern, von trauernden Frauen. Das ist auch der Hintergrund dieser Arbeit. Eine der Künstlerinnen stammt aus Süditalien, wo diese Tradition des Caramangi, dieser trauernden Frauen, sehr stark verankert ist. Vor allem ältere Frauen, die man gegen Bezahlung engagiert, um bei dem eigenen Trauerzug teilzunehmen oder bei der Trauerveranstaltung teilzunehmen, die dann in Tränen ausbrechen und laut zu schluchzen beginnen. Sie haben da auch eine sehr interessante Art-based Research, Feldforschung betrieben, waren längere Zeit danach unterwegs, das wird auch gezeigt. Also dieser Hintergrund, da wird in der Dokumentation. Und in der Mitte, also dort wo normalerweise der Altar steht, ist dann während des Festivals die Arbeit zu sehen. Du bist ready? Hier sind wir bei der Platane am Schlossberg. Das ist eine sehr bekannte Platane, ein Naturdenkmal mit einem wunderschönen Ausblick, Donaublick Ost über die Donau auf die Nibelungenbrücke. Und hier ist seine Arbeit positioniert vom Tangible Music Lab, der Sound- und Space-Klasse rund um Florian Gößke, die sich auseinandersetzt mit Found-Footage-Gegenständen, und zwar in Referenz auf Tevid Tudor, auf seine Arbeit Rainforest 4, seiner Pionier der elektronischen Musik, der sich in den 1970er, 1980er Jahren sehr intensiv mit neuer elektronischer Musik auseinandergesetzt hat und bekannt dafür ist, dass er oft Found-Footage-Elemente verwendet hat, unter anderem in seiner Arbeit Rainforest 4. Das wird hier auch passieren. Das heißt, dass man hier einen kleinen Klangraum erzeugt, wo es als Referenz auf Rainforest 4 geht, aber vor allem auch andere Found-Footage-Objekte eingesetzt werden. Zum Beispiel hier bei dieser Arbeit von drei Künstlerinnen aus der Sound-and-Space-Klasse, die Gegenstände gesammelt haben auf Linzer Flohmärkten, die oftmals auch vielleicht achtloser oder weniger und weniger genutzt sind, zum Beispiel eine Keksdose, die man hier sieht und zwar alte Keksdose, weil sie auch damit spielen mit Gegenständen, die hier unter uns vielleicht verborgen sind oder im Berg drinnen sind. Warum sage ich das? Wir sind hier am Schlossberg, aber unter uns ist der Schlossbergstollen, ein Tunnelsystem, das 1943 von den Nationalsozialisten errichtet wurde, unter anderem auch von Forced Labour, von Zwangsarbeit. In diesen Granit und Gneis wurde ein Stollensystem reingesprengt und reingearbeitet, um im Zuge des Luftschutzes hier für 6000 Menschen Platz zu schaffen. Keine großen Räume, sondern wirklich ein verschachteltes Stollensystem. Und die Arbeit, wenn man sich da mit dem Narrativ auseinandersetzt, die spielt auch mit dem, was wurde dort vielleicht zurückgelassen, welche einfachen Gegenstände wurden dort zurückgelassen, weil was man unter uns finden würde, wenn man jetzt in das Stallensystem reinkommen könnte, das sind Waschküchen beispielsweise, das sind Räume, wo so kleine Lazaretts zum Beispiel, die man finden würde und ganz viel Infrastruktur, die da unter uns offenbar wäre in den Schlossbergstollen. Natürlich alles 75, 80 Jahre fast nicht mehr angerührt. Viele Sachen natürlich, die rausgekommen sind, aber es schaut noch immer so aus wie vor 75, 80 Jahren. Man kommt leider in den Schlossbergstollen nicht rein, also öffentlich zugänglich ist er nicht mehr haben aber eine arbeit die auch teil dieser sound and space klasse ist die im stollen drinnen mit sound spielt es gibt eine sound installation die im schloss bergstollen dann situiert ist und dem auch raus etwas darum geht dass das schloss bergstollen resoniert, zu uns spricht und man kann zumindest, da gehen wir aber jetzt nicht hin, weil das ist ein relativ langer Weg, man kann zumindest dann von der Donaulände in den Schloss Bergstollen über ein vergittertes Tor dann reinschauen und wird dann dort die, soviel kann ich verraten, die Orgelpfeifen sehen, es sind vier Orgelpfeifen von der Pöstlingberg Kirche, von der ehemaligen Orgel, die dort positioniert sind und mit denen dann Sound generiert wird. Das ist, wie gesagt, die Sound and Space Klasse, das Tangible Musoclap und Florian Gerschke. Hier sind wir bei einer Arbeit des deutschen Künstlers Herr Claire, Claire Pötzschi. Claire Pötzschi setzt sich in seiner Arbeit unter anderem damit auseinander, was KI kann im künstlerischen Zusammenhang. Die Frage wäre für ihn wahrscheinlich zu einfach, kann KI Kunst? Aber was er hier versucht ist, die Frage zu stellen, kann KI auch Kunstkritik? Dazu hat er eine Maschine programmiert, Aden, und hier verpackt in einem wunderschönen alten Automaten, dem Rotomat Monarch und diese Maschine, die funktioniert als autonome Maschine, die ohne großartige Beeinflussung, ohne sich beeinflussen zu lassen, auch autonom eben halt auch entscheidet, ob jetzt deine künstlerische Arbeit gut oder schlecht ist, was ansprechend ist, was weniger ansprechend ist, was der ästhetische Wert ist, was an ästhetischen Werten fehlt, wie sie inhaltlich vielleicht funktioniert oder auch nicht funktioniert. Man macht das mit künstlerischen Arbeiten, aber auch mit Formaten, wie zum Beispiel mit Festivals wie Linz FMR und FMR 26. Ich bin schon sehr gespannt, wie der Monarch nach diesem einen Woche Festival dann FMR 26 beurteilen wird. Haben Sie das aus der Beschreibung richtig verstanden? Es werden Werke vom Festival, während der Festival schon Monarchen für das Spiel.