Was ist das genau, Jugend im Dialog? Bereich Jugend in der Arbeiterkammer Oberösterreich verantwortlich und wir sind heute hier bei Jugend im Dialog. Was ist das genau, Jugend im Dialog? Also was kann man sich darunter vorstellen? Bei Jugend im Dialog sind Jugendliche anwesend, die auf Arbeitssuche sind. Das sind Jugendliche, die in Arbeitsmarktprojekten sind und das sind Jugendliche, die es nicht so leicht haben, gleich Fuß zu fassen in der Arbeitswelt und diese wollen wir mit dem Tag Jugend im Dialog hier in der Arbeiterkammer unterstützen. Und wie geht ihr da vor? Wie schauen da die Vorbereitungen aus für so einen Tag? Die Vorbereitungen dauern das ganze Jahr über. Sie beginnen mit Spätsommer und schließen dann nicht einmal mit diesem Tag ab, sondern gehen darüber hinaus dann auch mit der Nachbereitung. Wir besuchen die Jugendlichen direkt in den Projekten. Wir haben über 27 Projekte im Vorfeld besucht im Frühjahr und haben über 310 Jugendliche befragt, wie geht es ihnen im Leben, wie geht es ihnen auf dem Weg in die Arbeitswelt. Und was erwartet man sich von so einem Tag heute von beiden Seiten, also sowohl von den Jugendlichen als auch von den Entscheidungsträgerinnen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Genau, also die Jugendlichen haben heute die Möglichkeit, dass den Entscheidungsträgerinnen sagen, wie geht es ihnen im Leben auf der Arbeitssuche und von diesem Tag erwarten wir uns einerseits, dass die Jugendlichen bestärkt werden, weil viele haben in den Workshops gesagt, meine Stimme zählt sowieso nichts. Ich brauche gar nicht wählen gehen, weil was bringt meine Stimme? Aber wenn wir jetzt merken, dass über 300 Jugendliche eine Stimme haben und die Stimme heute hier bekommen, dann ist das schon ein ganz anderes Gewicht. Und viele Politikerinnen und Politiker kommen zu uns und sagen, so direkt wie hier bei Jugend im Dialog kriegen sie das ganze Jahr nicht übergesagt, wie es den Jugendlichen wirklich geht im Leben. Das Motto der heutigen Veranstaltung ist, ich kann was, ich bin was, reicht das? Wie ist man auf dieses Motto gekommen? Das Motto ist deswegen gewählt, weil es einerseits oftmals auch die Sichtweise Jugendlicher widerspiegelt. Wenn Sie sagen, ich kann etwas und ich bin jemand, um noch gut Fuß fassen zu können im Arbeitsmarkt. Und wir möchten Sie mit diesem Tag bestärken, dass es, egal mit welchem Hintergrund, dass Sie kommen, dass Sie als Mensch sowieso gleichwertig sind und Sie sollen nie aufgeben, sondern immer wieder die Möglichkeit finden, den Mut aufbringen, um den Weg zu gehen und sich weiterzubilden und auch Fuß zu fassen am Arbeitsmarkt. Super, sehr schön. Dankeschön für das Gespräch. Danke. Schön, dass du heute da bist. Vielleicht magst du dich kurz vorstellen und kurz erzählen, was dich heute herbringt und wieso dieser Dialog so wichtig für dich ist. Ich bin Ray, ich bin 19, ich bin aus dem Ausbildungs-Fit eigen. Ich bin da, weil wir vom Kurs aus entschieden haben, dass wir herkommen. Und ich finde es wirklich wichtig, dass die Stimmen von Jugendlichen wirklich gehört werden und ernst genommen werden und dass sie etwas verändern können. Was würdest du dir wünschen von den Unternehmen und Entscheidungsträgerinnen, dass sie ändern? Was wäre da für dich ein klares Ziel? Also erst einmal wirklich darauf schauen, dass die Personen wirklich arbeiten wie dort und nicht nur das Zeugnis anschauen, weil das Zeugnis ja nicht wirklich so viel aussagt. Man sollte wirklich dann jedem die Chance geben, sich zu entwickeln und halt wirklich persönlich kennenzulernen. Und was motiviert dich zurzeit, da mitzumachen bei so einem Dialog wie heute? Dass das, was ich zu sagen habe, wirklich gehört wird von Leuten, die es hermüssen, damit sich etwas ändert. Ja, hallo, schön, dass du da bist. Vielleicht magst du dich auch kurz vorstellen und mir kurz sagen, warum du heute hier bist. Hi, ich bin Nele, ich bin 17 Jahre alt und ich bin auch vom Ausbildungsfeld eigen. Und ich stelle mir heute vor, dass mir mehr gehört werden, weil das Geld sehr unter, also auch die Jugendlichen gehen sehr unter. Das Motto heute ist, ich kann was, ich bin was, reicht das? Glaubst du, dass das reicht und glaubst du, dass das ArbeitgeberInnen auch so sehen? Ich hoffe es, ich hoffe es sehr und ich glaube, dass wir echt was erreichen können. Ihr habt ja heute die Chance, mit Entscheidungsträgerinnen darüber zu sprechen, was euch belastet, was ihr euch wünscht. Hast du da konkrete Themen, die du ansprechen möchtest? Ja, für mich ist Mobbing ein sehr großes Thema. Also ich will, dass Mobbing auch fährt, weil es belastet einen wirklich sehr und ich möchte halt auch, dass andere in bessere Minuten gehen können und auch mehr Unterstützung kriegen. Hallo, schön, dass du da bist. Vielleicht magst du dich kurz vorstellen und uns erzählen, warum du heute hier bist. Ja, ich bin der Lorenz, ich bin 22 Jahre alt. Ich habe vor meiner Zeit, also in der Jetzt-Zeit, bin ich ich bei der beruflichen Qualifizierung am Hof Toilette und früher habe ich drei Jahre als Gärtner gearbeitet, habe aber die Lehre aus gesundheitlichen Gründen leider aufgeben müssen. Dialog heute so wichtig? Du hast ja gerade erzählt, dass du aussitzen hast müssen. Was möchtest du, dass die andere Seite, also Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, was möchtest du, dass sie ändern? Naja, was ich unter anderem gemerkt habe in meiner Lehre, dass solche niederen Berufe, wie zum Beispiel Gärtner, recht wenig verdienen in der Lehrzeit und das ist schon mal der erste Knackpunkt, die monetären Werte, nämlich im ersten Lehrjahr, dass wir da wirklich um ein paar hundert Euro aufgehen. Wie soll man sich mit knapp 900 Euro eine eigene Wohnung und Essen da leisten sollen? Das ist meine größte Bitte. Und ihr habt heute ja schon ein paar Workshops gemacht. Was habt ihr da genau gemacht und was hast du mitgenommen? Was ich besonders mitgenommen habe, das ist, und das empfinde ich als großes Problem, wir verlieren unsere Toleranz in Bezug auf andere Menschen, weil das Wichtigste, was wir nicht sehen, wir sind alle Menschen, wir teilen uns diesen Planeten. Und wir haben jetzt sehr viel gehört und ich sehe hier auch ganz viele Plakate, aber gibt es etwas Positives? Gibt es etwas, das dich motiviert in dieser Zeit, wo es so das dich motiviert in dieser Zeit wo es so viel Negatives gibt auf dieser Welt? Ja schon weil solche Veranstaltungen wie heute in Linz wo die Jugend auch wirklich mitentscheiden kann das motiviert mich wieder und ich finde dass solche Veranstaltungen mehr gefördert werden damit wirklich nicht über die Jugendlichen hinweg entschieden wird, sondern mit den Jugendlichen gemeinsam, dass mit denen gesprochen wird und dass dann gemeinsam eine Lösung oder beziehungsweise nicht keine Lösung, es kann auch ein Mittelweger sein. Ja, danke, dass du heute hier bist. Vielleicht magst du dich kurz vorstellen? Also, ich bin Leon, komme von beruflicher Qualifizierung Fokus Mensch. Heute sind wir ja beim Format Jugend im Dialog. Was habt ihr heute schon gemacht? Also wir haben über sehr viele Themen geredet, was gerade zur Zeit so abgeht und was wir auch möchten, dass das vielleicht die Politik auch ändert. Und da ist dann sehr viel auch rausgekommen bei uns, die wir dann auch auf der Bühne dann auch sagen. Gibt es etwas, das du auf der Bühne sagen möchtest? Ja, einerseits wegen Jugendticket, also Jugendnetzticket, das ist ja nur für ganz Oberösterreich. Und wir haben auch bei uns sehr viele Jugendliche, die auch jetzt außerhalb von Oberösterreich sind. Ich komme zum Beispiel aus Monse und ich muss dann wieder extra dafür zahlen, dass ich dann zu mir heimkomme. Und das Motto der heutigen Veranstaltung ist, ich kann was, ich bin was, reicht das? Wie findest du dieses Motto generell? Ich finde das Motto sehr gut, weil das uns auch dann einmal zugekauft wird, was unsere Meinung ist. Und wenn du heute hier rausgehst, was möchtest du, dass die andere Seite sich mitnimmt, von euch Jugendlichen? Also was ich möchte, dass sie mitnehmen, ist, dass sie besser auf uns hören, was wir für Probleme und so haben, warum wir uns so schwer tun. und so schwadern, weil es gibt da fünftausende verschiedene Sachen, bei jedem ist es anders und da muss man einfach zuhören und das auch verstehen. Sehr schön, danke schön. Danke.