Guten Abend, meine Damen und Herren, liebe Literaturinteressierte, mein Name ist Sarah Püringer und ich freue mich sehr, Sie heute hier im Stifterhaus begrüßen zu dürfen. Zu einer weiteren Veranstaltung im Rahmen unseres Gesprächsformats reden wir über. Heute erwartet Sie bereits der dritte Abend dieser Reihe. Gestartet wurde das Format vor rund einem Jahr, Ende Jänner 2025. Zu Gast waren bereits Theresa Brehauer und Dominik Barter, die sich mit unserem Reihenmoderator Stefan Kutzenberger über die Themen Talent und Liebe unterhielten. Stefan Kutzenberger über die Themen Talent und Liebe unterhielten. Reden wir über möchte AutorInnen die Möglichkeit geben, über Aspekte ihrer Arbeit zu sprechen, die ihnen besonders wichtig sind und die in klassischen Literaturhausgesprächen oft im Hintergrund bleiben oder nur am Rande zur Sprache kommen. Die Themenwahl liegt dabei bei unseren Gästen. Ausgehend von Beispielen aus den Werken der Eingeladenen sowie aus der Weltliteratur entwickelt sich so jeweils eine lebendige und hoffentlich auch unterhaltsame Debatte. Unser heutiger Gast hat sich für ein unvermeidliches Thema des Lebens entschieden. Er möchte gemeinsam mit Stefan Kutzenberger ausgehend von seinem im März im Residenzverlag erschienenen Buch über das Thema das Klosprechen. Bitte begrüßen Sie mit mir Franz Hobel. Ja, und auch wenn der Autor den meisten von Ihnen sicherlich bekannt sein dürfte, seien an dieser Stelle noch ein paar kurze Worte zu seiner Person erlaubt. Franz Hobel wurde in Vöcklerbruck geboren und wuchs in Pichelwang auf. Heute lebt er in Wien und ist seit mehr als drei Jahrzehnten fixer Bestandteil der österreichischen Literaturszene. Er schreibt Prosa, Lyrik und Dramatik. Zuletzt erschienen etwa die Romane Die Eroberung Amerikas 2021, Einstein's Hirn 2023 und 100 Wörter für Schnee 2025. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen seien exemplarisch der Ingeborg Bachmann-Preis, der Florianer Literaturpreis, der Nestreuth-Theaterpreis, der Bayerische Buchpreis sowie mehrere Nominierungen für den Deutschen Buchpreis, der Nestreu Theaterpreis, der Bayerische Buchpreis sowie mehrere Nominierungen für den Deutschen Buchpreis genannt. Ja, es gibt noch vieles über Franz Sobel zu sagen, doch diese Aufgabe obliegt nicht mir, sondern unserem heutigen Moderator. Ich habe ihn bereits angekündigt, möchte ihm aber natürlich nicht seinen Applaus vorenthalten. Herzlich willkommen im Stifterhaus Stefan Kurzenberger. Stefan Kurzenberger wurde in Linz geboren und studierte nach dem Schulabschluss unter anderem Gitarre und Fagott an der Bruckner Universität sowie Sozialwirtschaft an der Johannes Kepler Universität. Es folgten Studienaufenthalte in Wien, Buenos Aires, Lissabon und London. Heute lebt Stefan Kutzenberger als Schriftsteller, Kurator und Literaturwissenschaftler in Wien. Als Autor ist Stefan Kutzenberger mit seiner Romantrilogie und die literarische Figur Stefan Kutzenberger hervorgetreten. Der abschließende Band Kilometer Null erschien 2022 und im März dieses Jahres stellte er bei uns im Stifterhaus seinen neuen Roman Die Liste der Lebenden vor. Ja, wie Franz Vogel so treffend schreibt in seinem rosaroten Buch, Zitat, Klos spielen nur selten in der Champions League des Smalltalks oder der Mensch verbringt durchschnittlich ein Jahr seines Lebens auf der Toilette, trotzdem ist das Klo ein totgeschwiegener Ort. Ja, was liegt da näher, als diesem Thema einen ganzen Abend zu widmen? Wir dürfen gespannt sein, unsere heutigen Gäste haben sicher viel Gesprächsstoff im Gepäck. Ich darf jetzt das Wort an Stefan Kurzenberg übergeben. Vielen Dank, Sarah, für diese schöne Einführung, für die lieben Worte. Liebe Linzerinnen, liebe Linzer, danke fürs Kommen. schon eine große Leistung, statt Biergarten im Sonnenuntergang hier im Stiftehaus zu sitzen und über den Abort zu reden. Aber genau das machen wir jetzt und dass ihr alle hier seid, weist ja schon darauf hin, dass zu wenig über das Klo geredet wird und dass wir das durchaus auch einmal von der Bühne herab tun sollten. Franz Obel, danke für das Buch und danke fürs Hiersein, für das Thema. Man sagt ja, Schriftsteller verzeihen Schriftsteller alles außer Erfolg. Finde ich eigentlich nicht. Ich freue mich eigentlich tatsächlich über jeden Erfolg, den eine Schriftstellerin, ein Schriftsteller einfährt, weil wenn es niemand schafft, dann wäre es noch viel trauriger. Also wir müssen uns ja freuen, wenn Literatur erfolgreich ist. Darum geht es uns ja hier in dieser Welt, in dieser eigenartigen Welt der Literatur, in der wir leben. Aber was ich Franz Obel nicht verzeihe, ist das Thema, weil das Klo war eigentlich mein Thema. Das war der allererste Roman, den ich geschrieben habe als 18-Jähriger, hat nämlich einen Kunstscheißer zum Protagonisten gehabt. Und ich habe damals, ich habe es gesucht, den Roman, leider ist der verschollen, wahrscheinlich irgendwo in einem Klo liegen geblieben. Aber dieser Kunstscheißer hat eben aus den Fäkalien die Zukunft lesen können. Und das hat er dann so schön gemacht, dass er weltbekannt geworden ist damit. Also war das für mich tatsächlich, aber auch jetzt, so viele Jahre später, habe ich mir gedacht, war das für mich tatsächlich, aber auch jetzt, so viele Jahre später, habe ich mir gedacht, eigentlich sollte man das viel öfter thematisieren, weil es uns ja alle betrifft. Wobei, das ist eh schon die erste Frage, Franz Sobel, reden wir halt über das Klo oder reden wir über, wie nennen wir mal, also Klo nennen wir Klo, wie nennen wir den Scheißen hier auf der Bühne? Wie soll man dazu sagen, dass es nicht zu vulgär wird? Naja, es ist beim Klo auch ein Problem. Es gibt im Prinzip kein wirkliches deutsches Wort für Klo. Klosett. Klosett, Toilette, das sind eigentlich alles Begriffe, die aus anderen Sprachen kommen und im Prinzip immer die Ursprungsbedeutung haben von Kämmachen, Umzugs, Örtchen. Im Deutschen gibt es Abort oder Abtritt, aber das sind eigentlich auch Orte, wo man zur Seite geht. Das einzige Wort im Deutschen, das es wirklich gibt für den Ort, ist Scheißhaus oder Häusl. Aber Häusl ist ja im Prinzip auch ein Euphemismus. Das hat ja auch nichts mit der Tätigkeit zu tun, die dort verrichtet wird. Also eigentlich ist das Klo schon auch sprachlich sehr tabuisiert. Man geht auch nicht aufs Klo, man geht Händewaschen, man geht ins Badezimmer, man geht auch immer nur kurz aufs Klo. Also das gehört fast dazu irgendwie, ich gehe nur kurz wohin. Oder wohin ist auch so ein Punkt. Also man merkt schon, dass da auch sprachlich eine große Tabuisierung stattfindet. Gleichzeitig ist das Deutsche eine Sprache, wie ich immer gehört, wo die meisten Schimpfwörter über das Anale passieren. Also während in den romanischen Ländern es eher über das Geschlechtsteil geht oder über den Beruf der Mutter, der dann nicht so gut angeschrieben ist, hat man im Deutschen meistens dieses Gescheißen. Das ist wienerisch, aber irgendwie so diese Kacke. Irgendwie unsere Fluchkultur ist überhaupt sehr eingeschränkt, oder? Also recht viel mehr wie Scheiße gibt es eigentlich nicht. Das ist nicht sehr fantasievoll. Nein, nein, aber es ist eben darauf irgendwie konzentriert in erster Linie. Sehr fäkal, ja. Mit Geschlechtsorganen haben wir weniger einen Hut eigentlich. Oder die Amerikaner eben, die haben überhaupt keine Aufforderung zur Kopulation. Was im Deutschen ja undenkbar ist eigentlich. Nein, gibt es schon. Aber das ist schon aus dem englischen Comment, glaube ich. Ich glaube auch. Auf Niederländisch ist es eigenartig, die fluchen mit Krankheiten. Also die sagen dann Krebs anstatt Scheiße. Oder Typhus. Also die fluchen so mit Krankheiten oder Corona. Oder in der Kombination, dann ist die Steigerung Krebshure. Das ist dann wirklich für unsere Ohren schon ziemlich hart und das ist dort aber überhaupt nicht. Das ist so ganz normal. Das kann man auch beim gehobenen Abenddinner von sich geben. Schön. Ja, aber bei uns bleiben wir eben beim Fäkalen. Wir werden heute schon über das Fäkale reden oder nur über den Ort der Toilette? Im Buch kommt beides vor. Eine Grundidee, warum ich das Buch geschrieben habe, war ja, dass alles, was ist auf der Erde, eigentlich einmal Ausscheidung von irgendeiner Kreatur gewesen ist. gewesen ist. Also wenn man sich das überlegt, es gibt jetzt die Erde seit einigen Milliarden Jahren, seit 13,6 Milliarden Jahren gibt es das Weltall, die Erde gibt es ein bisschen kürzer und hat natürlich lang gedauert. Am Anfang waren nur diese Amöben und so weiter und das hat irgendwie schon, die haben jetzt nicht so wahnsinnig viel zudefekiert, kann man davon ausgehen. Aber dann sind irgendwie schon doch bald die Saurier gekommen und wenn man sich jetzt anschaut, was einfach so bereits ein Kuh in der Lage ist, auszuscheiden, dann kann man sich natürlich denken, dass so ein großer Saurier noch viel mehr in die Welt gesetzt hat. Aber wahrscheinlich ist es auch notwendig, dass einfach überhaupt die Erde entstanden ist. Also gäbe es keine Amphibien, die vom Meer aufs Land gegangen wären und dann einfach angefangen haben, alles zuzuscheißen, hätten sie nie Pflanzen entwickeln können, weil sie keine Dünger gehabt haben. Also würde es uns nicht geben. Also der Schöpfer ist, wenn man so will, quasi eine große Ausscheidung. Und trotzdem ist es... Das ist auch der Rassismus auch zustande gekommen. Das ist eine einzige Ausscheidung. So ist der Darwinismus auch zustande gekommen. Das ist eine einzige Ausscheidung. vor. Es gibt kaum Bilder in der Kunst, wo Klogänge und Klos thematisiert werden. Es kommt in Filmen kaum vor. Du weißt daraufhin, eine berühmte Szene ist in Pulp Fiction, dass dort einer am Klo erschossen wird. Aber so die großen Klos-Szenen der Filmgeschichte gibt es eigentlich nicht und in der Literatur ähnlich. Wie schaut es denn in deiner Literatur aus? Kommen bei dir Klogänge vor? Ja, es kommt bei mir schon sehr viel Verdauung vor. Es kommt viel Essen vor und es kommt viel Verdauung vor. Klogänge gibt es auch ein paar, was ich mir erinnern kann. Ich glaube, die Tabuisierung hat wahrscheinlich mit Sigmund Freud zu tun. Das ist ja nicht eine angeborene Tabuisierung dieser Ausscheidung, sondern mit der kulturellen Entwicklung. Es hat ja, ich weiß, eine Bekannte von mir war in China vor 20 Jahren und die war damals ganz erstaunt, dass man nur kollektiv auf die Toilette gegangen ist und irgendwie sind sie so niemand anders gewesen. Das hat es auch im Mittelalter bei uns gegeben, glaube ich. Oder der Sonnenkönig Ludwig XIV. Oder war es der XIII.? XIV.? Der hat noch seine Morgentoilette vor sämtlichen seiner Minister gemacht. Der ist irgendwie aufgestanden und hat sich ankleiden lassen und hat sich auf dieses Häusl gesetzt und hat währenddessen halt seine ganzen Geschäfte erledigt. Jetzt sowohl als auch. Und das ist schon interessant, dass das, oder jetzt in Wien hat es zum Beispiel im 19. Jahrhundert hat es noch so Puttenträgerinnen gegeben, weil da hat es jetzt einfach nur wenig Gelegenheiten gegeben, im öffentlichen Raum aufs Klo zu gehen. Also der Mobilkloerfinder ist ja relativ bekannt, Reichwarm, hat es damals nicht gegeben. Und jetzt einfach so, obwohl man natürlich kurz davor noch quasi die Nachttöpfe auf die Straße geleert hat, das war im 19. Jahrhundert dann doch nicht mehr ganz so üblich, hat es Frauen, meistens waren es Frauen, gegeben, die mit so großen Holzfässern durch die Stadt gezogen sind und haben dann quasi angeboten für notdürftige Menschen, dass sie sich da drauf sitzen können. Und die haben jetzt einen sehr großen Mantel angehabt, damit sie quasi diese Verrichtung ein bisschen verdecken und sind dann weitergegangen mit dem quasi Erworbenen. Was die damit gemacht haben, ob die dann irgendwie die Weinberge in Wien gedüngt haben und so irgendwie der, wie heißt der, der Schnitt, der Verschnitt, der Wiener Schnitt rausgekommen ist, weiß ich nicht. Aber es hat da schon eine Tabuisierung einfach stattgefunden. Und mittlerweile haben wir in Japan, gibt es zum Beispiel Toiletten, das hat mich auch sehr beeindruckt, auch auf öffentlichen Plätzen, also auch in Parks oder so, geht man in Japan in eine Toilette, die meistens gratis ist, also man muss nichts einwerfen, man bezahlt nichts dafür und hat dann eine beheizte Klobrille und für mich undurchschaubar so eine Art Tastatur mit ganz vielen natürlich auf japanisch beschrifteten Knöpfen. Das Problem ist, man drückt dann irgendwas drauf und hat meistens ein nasses Auge, weil es unglaublich viele Düsen gibt, aber einfach eine hochtechnisierte Ausscheidungshilfsvorrichtung. Ja, aber eben kulturell geprägt. Komplett kulturell geprägt, aber es ist schon spannend, dass es eben, wie du gesagt hast, kaum vorkommt. Das in der Populärkultur, es gibt wirklich in Filmen, es gibt einen Hitchcock-Film, Psycho, da sieht man eine spülende Toilettenmuschel. Das war, wenn man Psycho war, 65 oder so. Er hat dann für einen unglaublichen Skandal gesorgt. Man sieht eigentlich nur das Wasser, wie es abfließt. Gibt es jetzt auch die interessante Theorie, dass in der südlichen Halbkugel aufgrund der Chorioliskraft, heißt die, glaube ich, die Toilettenspülung in die andere Richtung rennt wie bei uns. Ist aber ein Blödsinn. Ist ein Blödsinn. Ist ein Blödsinn, ja. Ja, ist ein Blödsinn. Das hängt irgendwie, die Richtung der Toilettenspülung, wie die abläuft, das hängt von ganz vielen Winkeln, in denen die Rohre quasi zum Klo kommen, ab. Das hat mit der Mondstellung wenig zu tun. Aber das gilt ja dann auch nur für die Tiefspüler. Wir sind eher Flachspüler hier in Oberösterreich. Oder was habt ihr hier daheim? Seid ihr eher Flachspüler oder eher Tiefspüler? Wer von euch hat einen Flachspüler daheim? So wenig? Ehrlich? Also Flachspüler, erklär doch du. Ein Flachspüler ist quasi, das ist so eine Terrasse, wo man quasi das eigene Ausschaltungsprodukt dann präsentiert sieht. Und dann wird das halt weggespült. Der Tiefspüler ist, gibt es jetzt auch verschiedene Varianten, entweder vorne oder hinten. Das ist so ein... Es fällt ins Wasser rein. Es fällt ins Wasser rein. Es ist ein Trichter. Manchmal ist es auch nur so ein Loch, wo Wasser drinnen steht. Und da plumpst es rein. Es gibt auch welche in der Mitte. Und ich habe das schöne Wort Poseidon-Kuss von dir gelernt. Also von deinem Buch. Ich weiß jetzt auch nicht mehr, was das ist. Poseidonskuss? Das ist, glaube ich, das, wenn es ins Wasser fällt und dann spritzt er das Wasser rauf. Und das passiert dann mit dem Flachspüler nicht. Das ist der Vorteil des Flachspülers. Und der Flachspüler ist im 19. Jahrhundert entwickelt worden, vor allem im deutschsprachigen Raum, um die Ausscheidungen medizinisch untersuchen zu können. Also das war wirklich ein positivistischer Gedanke, dass man so die Gesundheit der Gesellschaft vorantreiben kann, indem man selbst diagnostizieren kann. diagnostizieren kann. Und darum gibt es bei uns verhältnismäßig noch immer mehr Flachspüler. Und ich bin dank deines Buches draufgekommen, dass ich noch nie in einer Wohnung mit Tiefspüler gewohnt habe. Also ich habe immer Flachspüler gehabt, aber jetzt bei meiner kurzen statistischen Umfrage bin ich die Minderheit. Also noch einmal, vielleicht seid ihr in der Zwischenzeit mutiger. Wer von euch hat einen Flachspüler zu Hause? Also wenn du in fünf Minuten noch einmal? Ah, da werden schon mehr. Also wenn du in fünf Minuten nochmal fragst, dann haben wir alle. Weil angeblich war es so, dass man sogar in Berlin heutzutage noch den Osten vom Westen unterscheiden kann, weil DDR war Flachspüler und BRD war Tiefspüler. Und in Berlin kann man den Mauerlauf noch anhand der Toiletten nachvollziehen. Was hast du da? Meine Eltern haben beides. Die haben Flach- und Tiefspüler. Die haben zwei Toiletten. Und mein Vater wollte immer einen Flachspüler. Aus genau diesem Grund, aus diesem medizinischen Grund. Oder einfach damit er sieht, was er geleistet hat am Tag. Ich glaube schon, dass der Flachspüler was sehr Deutsches ist. Es gibt es in wenigen anderen Ländern. Habe ich noch nie sonst wo gesehen. Meistens gibt es einen Tiefspüler. Aber der Deutsche will schon irgendwie kontrollieren. Man sieht seine eigene Disziplin und seine Leistung natürlich auch. Es gab übrigens, das bräuchte mir jetzt gerade ein, ich glaube, ich habe es gelesen vom Adalbert Stifter, dass der immer seine eigene Ausscheidung abgewogen hat. Wie er das genau gemacht hat, weiß ich nicht, aber er hat es irgendwie abgewogen und dann getrocknet und auch wirklich ganz genau angeschaut und auch im Tagebuch festgehalten, was er dann irgendwie aufgrund welcher Nahrungsquelle auch immer ausgeschieden hat. Also so viel zum Stifterhaus. Ich muss im Stifterhaus auch erwähnen. In Wahrheit haben die eh nur irgendwo, glaube ich, die Ausscheidungen. Das wird nur selten gezeigt. Das ist wie in Rom. Wenn Sie in Rom schon einmal waren, da gibt es alle Penisse abgeschlagen von allen Statuen. Und diese Penisse sind angeblich alle im Vatikanischen Museum. Also diese Nunziüse, oder wie sie heißen, vergnügen sich damit. Und im Stifterhaus vermute ich, dass die stifterische Ausscheidung wahrscheinlich auch irgendwo konserviert wird. Ja, aber bei Penis über Lulu schreibst du weniger, falls man so sagt. Ja, Lulu ist nicht so aufs Klo beschränkt, glaube ich. Gerade als Mann kann man Lulu aber anders machen. Das ist schon einer der Vorteile, die wir haben. Das muss man, glaube ich, deutlich aussprechen. Er wird manchmal bestraft mittlerweile, leider. Auch der Jean-Paul zum Beispiel, der hat eine Strafe zahlen müssen, weil er in Bayreuth öffentlich uriniert hat. Das nur nebenbei. Wo wurde er öffentlich uriniert? Ich glaube, weil er in Bayreuth öffentlich uriniert hat. Das nur nebenbei. Wo war er öffentlich uriniert? Ich glaube, es war in Bayreuth. Ich weiß nicht, ob es ein Statement auf dem Wagen war. Nein, es war kein Statement auf dem Wagen, aber der Wagen war quasi nach dem Schabau überhaupt erst nach Bayreuth gekommen ist. Oder überhaupt erst geboren worden ist, glaube ich. Aber der hat irgendwie gespürt, da hat der Schabau hingepieselt, da könnte man so einen grünen Hügel bauen. Aber ist bestraft worden. Ein Freund von mir, der lange in Amerika gewohnt hat, der ist dann zurückgekommen nach Wien und gleich den ersten Abend, den er hier war, wieder hat er Bier getrunken natürlich und ist dann durch den ersten Bezirk gegangen und dann hat er so dringend aufs Klo müssen und er hat echt nicht mehr können und hat dann bei der Hofburg gegen die Mauer gepinkelt halt und genau in dem Moment natürlich kommt die Polizei vorbei und kurbelt das Fenster runter und fragt, na muss das sein? Und er hat gesagt, ja. Und dann hat er gesagt, na dann. Und er hat gesagt, in Amerika wäre er verhaftet worden. Also das ist doch schon schön, dass das bei uns akzeptiert wird. Und er hat gesagt, in Amerika wäre er verhaftet worden. Also das ist doch schon schön, dass das bei uns akzeptiert wird. Wenn es sein muss, muss es sein. Ja, apropos Lulu, noch einmal, du hast dein eigenes Bier mitgenommen. Ja, aber es ist leer. Es ist leer. Darf ich in unseren Klo-Bus? Nein. Was wünscht du denn da? in unseren Klo-Bus. Oh. Was wünscht ihr denn da? Wahnsinn. Bier halt. Oder sind die unterschiedlich? Nein, die sind rathsherren. Alkoholfreien. Freischütter Rathsherren Premium. Nicht alkoholfreien. Nein, das ist ja ein rauschend Xcode. Das ist ein Zauberbrot. Bis dann wieder Jesus mit den Fischen. Also, Prost! Du trinkst jetzt. Ja, das ist ein Experiment. Mein erstes Bier seit 26. Jänner. Also mein erster Alkohol seit 26. Jänner. Und das Experiment ist, werdet ihr sehen, was dann das für Ergebnisse hat. Das sind genau vier Monate. 26. Mai, vier Monate. Ist gut. Ich glaube, damit ist genug der Fastenzeit. Gut, arbeiten wir was. Tust du ein bisschen was vorlesen aus deinem Buch? Damit wir einen Eindruck bekommen, was du da so komponiert hast. Bitte. Stellen Sie sich vor, Außerirdische kommen auf die Erde und sehen öffentliche Toiletten mit Münzkästen. Was würden Sie davon halten? Kultische Handlungen zu Ehren einer Gottheit oder eines Gottes des Stuhlgangs? Opfergaben? Die alten Ägypter hatten den lüsternen Babiangott Babi, den sie auch mit Exkrementen von Tieren in Verbindung brachten, mit Ausscheidung und Tod. Im Hinduismus ist Agni, das göttliche Feuer, für die Verdauung zuständig. Die Katholiken haben den heiligen Erasmus von Antiocha als Schutzpatron der Verdauung, einen Gotteskloos gibt es aber nirgendwo. Oder doch? Kotogaxi bei den Inkas, Chlorophyll bei den Griechen oder waren die Vestalinen im alten Rom so etwas wie Klofrauen der Hygienier. Zumindest ist die Germanen kannten Thor, einen Gott des Donners. In meiner Familie gab es keinen Herrgottsminkl für Erasmus, aber das Klo hat ihm eine Rolle gespielt. Eigentlich die Angst, dass keines da ist, wenn man eines braucht. Weshalb vor Aufbrüchen stets ein Gedränge und es dann gar nicht stille Örtchen herrschte. Weshalb vor Aufbrüchen stets ein Gedränge und das dann gar nicht stille Örtchen herrschte. Primaten heißt es neigend dazu, vor Ortswechseln ein Häufchen zu machen. Dieses Markieren scheint sich in meiner Familie gehalten zu haben. Vor jeder Reise mussten Groß und Klein noch einmal Groß und Klein. Ähnliches muss sich in der Familie Beethoven abgespielt haben, wie sonst ließe sich das berühmte Klopfmotiv in seiner fünften, der Schicksalssymphonie, erklären. So klopft das Schicksal an die Pforte. Oder begehrt Einlass, um sich zu erfüllen oder zu entleeren. Mein Großvater väterlicherseits war Pumpenschlosser in der Kunstrasenfabrik Lenzing, ein in der Wolle gefärbter Sozialist. Er hatte einen Dackel, Wastl, eine Schildkröte, Cäsar und einen im Nachtkästchen aufbewahrten Granatsplitter Ivan, der ihm in Russland das Leben gerettet hatte. Es befand sich abseits, aber noch im Haus, war unbeheizt und die Kette des Spülkastens war für ein Kind ob ihrer Höhe schwer erreichbar. Flachspüler, Brille aus hellem Holz mit Ölfarbe bemalter Betonboden, die grün gestrichene Tür bestand aus Brettern, daran hing ein schmiedeeisernes Schurnier, ein Haken, der in der Augenschraube am Türstock eingehängt werden konnte, am Boden eine wadenhohe Schwelle aus Beton. Dieses Häusl war von der Wohnküche so weit entfernt, dass es sich in meiner Vorstellung nicht mehr in Österreich, das man mir sehr, sehr klein beschrieben hatte, befinden konnte. Ein zugiger, kalter Ort, der mir Angst machte, weil er so weit weg war von den Wohnräumen, dass man mein Schreien nicht hören würde, wenn mich dort ein Klogeist überfiel. Der Mensch verbringt durchschnittlich ein Jahr seines Lebens auf der Toilette. Trotzdem ist das Klo ein totgeschwiegener Ort, der in der Populärkultur kaum vorkommt. Gut, es gibt das goldene Klo Amerika von Maurizio Cattelan und das Pissoir Fontaine von Hermut, alias Marcel Duchamp, aber bis vor 30, 40 Jahren war es in Filmen so, als würden die Menschen ohne Ausscheidung auskommen. Charlie Chaplin, Marilyn Monroe oder Roger Moore gingen nie irgendwo hin, um ein kleines oder großes Geschäft zu machen. Selbiges gilt für Mickey Mouse und sämtliche Superhelden. Stellen Sie sich vor, Spider-Man müsste für kleine Spinnenmänner, wenn er gerade in einer Hauswand hängt. Die erste weithin berühmte kinematografische Klos-Szene in Hitchcocks Psycho löste einen Skandal aus. Das Kinopublikum war 1960 nicht darauf vorbereitet, in eine Leinwand füllende, gurgelnde Porzellanschüssel zu schauen. Die erste filmische Örtcheninteraktion, die mir einfällt, stammt aus Palm Fiction, aber auch da wird John Travolta auf dem Klo erschossen. Dabei ist das Klo ein Politikum, ein Ort, an dem die Weltgeschichte einschneidende Wendungen nahm. Hätte Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 in Sarajevo nicht das Porzellanpony reiten müssen, so wäre er nicht in das Café gegangen, vor dem kurz darauf der Fahrer des Thronfolgers hielt, um den Wagen zu reversieren. Princip hätte Franz Ferdinand samt Gemahlin nicht erschossen und der Erste Weltkrieg wäre nicht ausgebrochen. 25 Jahre später hat ein von Verdauungsstörungen geplagter Adolf Hitler auf dem Topf beschlossen, Polen anzugreifen. John F. Kennedy kam auf dem Örtchen, die Idee zur Mondmission, Jimmy Carter's Hämorrhoiden waren Schuld am Geiseltraum im Iran, wo Ayatollah Khomeini nur deshalb an die Macht gekommen war, weil die Leute es satt hatten, auf westliche Sitzklos umzurüsten. Hätte Michael Gorbatschow nicht mit Hartleibigkeit zu tun gehabt, wer weiß, ob ihm Glasnostöffnung in den Sinn gekommen wäre. Der Ursprung von Angela Merkels Wir schaffen das liegt eigentlich... Nein, es stimmt alles gar nicht. Alles erlogen, fast alles. Trotzdem, die Bedeutung des Klos wird von der Geschichts- und Politikwissenschaft verschwiegen, obwohl dort wichtige Entschlüsse das Licht der Welt erblickten, während andere in der Kanalisation gelandet sind. 1970 wurde ein Komitee to end paid toilets in Amerika gegründet, das eine weithin erfolgreiche Kampagne gegen öffentliche Klos mit Münzeinwurf betrieb. Donald Trump hat in seinem Badezimmer Geheimdokumente gelagert und die Frage, welchem Geschlecht eine eigene Toilette zusteht, spaltet die Gesellschaft. Und dann gab es noch einen österreichischen Abgeordneten, dem nachgesagt wurde, alle Putin soll gerüchteweise mit einem Toilettenteam reisen. Sicherheitspersonal, das die präsidialen Exkremente sammelt und in einem sogenannten Kotkoffer nach Moskau bringt. Damit ausländische Geheimdienste diese nicht auf Erbanlagen genetische Krankheiten, mögliche Doppelgänge oder ähnliches analysieren können. Analysieren, bitte. Exkremente sind ein offenes Buch. Man muss naturgemäß seine Nase nicht überall hineinstecken, aber so ein Kotkoffer wäre ein interessantes Gadget für James Bond, der in 25 Filmen übrigens nur selten auf die Toilette musste. Und wenn doch, dann hat er dort nicht lang herumgewurstelt, sondern feindliche Agenten ausgeknipst. Ja, sehr schön. Also da sehen wir diesen Rundblick durch die Kulturgeschichte und politische Geschichte der Welt auch. Magst du gleich weiterlesen? Achso. Genau, wenn du schon da mit drinnen bist. Wenn ich schon mit drinnen bin. Um auf die Klose im Haus meiner Eltern zu gelangen, musste man keine dunklen Gänge durchqueren. Es gab moderne Spülkästen, Heizkörper und Waschbecken, weißer Flachspül am Erdgeschoss, sandfarbener Tiefspül im ersten Stock. Die Türen waren 70er Jahre barock, spätes Resopal. Auf den Böden lagen bunte Vorleger. Damals kamen die Kiwis auf und die Zucchini. Und zu Silvester gab es Muscheln aus der Dose, Lachsersatz, Kaviarersatz, Sonnenblumenmargarine, Malzkaffee. Und trotzdem hatte man das Gefühl, alles zu haben. Im Fernsehen trat ein Zauberkünstler auf, der mit Telepathie Löffel verbiegen oder Uhren reparieren wollte und bei Regensburg hielt ein Geist, der aus den sanitären Einrichtungen zu einer Zahnarztpraxis sprach, die Welt auf Trab. Trab. Herbst 1981. Chopper, wie er sich nannte, beschimpfte Patienten und machte der 16-jährigen Zahnarztgehilfin Claudia Komplimente. Kamerateams rückten an, um ihm auf den Grund zu gehen, während die Behörden lange im Trüben fischten. Einmal stürmte ein Kripobeamter auf das WC, weil von dort Schreie kamen. Wird da gerade ein feindlicher Agent ausgeschaltet? Nein, er fand die verschüchterte Claudia, die angab, der Geist aus der Toilette habe sie herbefohlen. Warum sollte die Fliesenabteilung kein Ort für übersinnliche Phänomene sein? Man spricht ja auch davon, sich die Seele aus dem Leib zu scheißen. Nun wiegt die Seele angeblich 21 Gramm. Und es ist gut vorstellbar, dass sie sich befreit vom Körper in der Kanalisation herumtreibt. Ist die Hölle vielleicht eine Kläranlage? Oder das Paradies? Derartiges kam nicht einmal Dante in den Sinn. Claudia Judenmann, so hieß die, wurde jedenfalls mit dem sprechenden Klogeist berühmt. Deutschland verfiel in einen Okkultismuswahn, denn tatsächlich konnte sich niemand einen Reim auf die Geschichte machen, Leitungen wurden kontrolliert und erneuert, alles penibelst überwacht, doch der Geist sprach munter weiter. Der Schwindel war so simpel, dass ich ihn hier noch nicht verrate. Für die Auszubildende, den Zahnarzt und seine Frau erwies sich die Geschichte allerdings als Griff ins Klo. Sie erhielten saftige Strafen und hatten für den Rest ihres Lebens genug von Locus Pocus und Geistern aus dem Abort. Das erinnert an einen anderen, nur wenig frömmeren Betrug. Die längst als selige Resel von Konersreuth verehrte Therese Neumann lebte lange Zeit nahrungs- und ausscheidungslos, eine Fähigkeit, derer sich auch manche Yogis rühmen. Wenn man nicht gerade eine Mumie oder ein Engel ist, ist das eigentlich unmöglich. Wie Therese Neumann es schaffte, Besucher und Prüfer zu täuschen, ist bis heute ungeklärt. Heilige und Scheinheilige, die es zu keiner jungfräulichen Geburt gebracht haben, verzichten gerne auf Nahrung, weil die Vorstellung, sie könnten sich an übel riechenden Orten einen aus dem Kreuz drücken, nur schwer mit göttlichem Manner und Ambrosia zusammengeht. Schließlich ist das gelobte Land kein Kacktempel. Oder doch, Gottheiten haben an den Menschen immerhin genug zu kiefeln und zu verdauen. Und einer der wichtigsten Momente der Christenheit hat mit einer Klobürste zu tun, aber davon später. Theoretisch ist alles, was ist, schon einmal durch einen Darm gewandert. Oder vulgärer ausgedrückt, Kacke gewesen. Einzähler, Würmer, Fische, Amphibien, vor 200 Millionen Jahren bekoteten Saurier die Welt. Seit zwei Millionen Jahren sind es Menschen, von denen jeder im Durchschnitt zwei Kilo Fäkalien pro Woche produziert. Das ergibt also im Durchschnitt, bei uns im Westen ist es wahrscheinlich mehr, das ergibt dann 100 Kilo jährlich. Macht mal acht Milliarden fast eine Gigatonne Menschenkot, Peanus. Nein, Pianum. Dazu 900 Millionen Hunde, 10 Milliarden Ratten, 50 Milliarden Vögel, 10 Millionen Ameisen usw., die alle verdauen, verdauen, verdauen. Alles, was ist, ist Scheiße. Die weißen Sandstrände auf dem Malediven etwa sind das Ausscheidungsprodukt von Papageienfischen, weshalb die dortigen Luxusressorts richtig im Kokolores stehen. Der Klogang sollte ein natürlicher Vorgang sein, ist bei Menschen aber schambehaftet, die widerwärtigste natürliche Sache der Welt. Man schämt sich, weil man muss, obwohl alle müssen. Das muss nicht sein und war auch nicht immer so. In der Antike gab es gesellige Gemeinschaftsklo und der französische Sonnenkönig empfing seine Minister während des Einsehbaren Morgenstuhls. Es gab kein königliches Körperteil, das die Sonne niemals anschien. Hieß er deshalb Sonnenkönig? Die Scham ist anerzogen, aber im Moment des Ausscheidens sind die meisten Kreaturen wehrlos. Gut, es gibt Fische oder Vögel, die nicht einmal einen Schließmuskel haben oder Kühe, bei denen es quasi en passant passiert, aber die schutzbedürftigen Blicke der defektierenden Hunde oder Katzen zeigen, wie wehrlos das sich erleichternde Geschöpf ist. Der Mensch verdankt seine Vormachtstellung der Tatsache, dass er schlafen kann, ohne Angst vor dem Verspeistwerden zu haben und weil er in Ruhe kacken kann. Beim Sex und sich entleeren ist man ganz bei sich und preisgegeben. Jäger erzählen, dass sie sich einem Auerhahn nur beim vierten Balzruf nähern, wenn der Vogel in lüstern, ekstatischer Vorfreude schon halb weggetreten ist. Haie hatten zwei Penisse, weil ihnen nach dem Abakt oft das beste Stück von einer Morene abgebissen wird. Und bei der Notdurft, im finsteren Mittelalter, das man besser stinkend nennen sollte, aber auch lange darüber hinaus, war es Usus, den Nachttopfinhalt aus dem Fenster zu schütten. Es gab schmale Gassen, Rue de la Gacke haben die geheißen, Straßen der Erleichterung für die biologische Pause und welch wundersame Geruchsgemenge Lagen das ergeben hat, mag man sich nicht vorstellen. Da war vermutlich selbst der brandige Geruch von Scheiterhaufen in den Ketzerklosten eine Wohltat. Theoretisch war alles, was ist, schon einmal Kacke. Aber riechen kann man es zum Glück nicht mehr. Ja, danke Franz-Oblia, wie immer Akrobat des Wortes und hier aber gleichzeitig auch als Volkserzieher unterwegs. Also man lernt wirklich viel. Die stärkste Stelle des Buchs ist, glaube ich, deine Neudeutung des Neuen Testaments, doch dazu später auch, wie du schon angekündigt hast. auch, wie du schon angekündigt hast. Ich mag jetzt, weil du hast gesagt, man spricht selten über, jetzt nicht über das Klo, die Kloarchitektur spricht man selten eigentlich, aber über den Vorgang, den man dann am Klo macht, sagen wir halt scheißen dazu jetzt, das hat sich bei uns jetzt schon eingebürgert. Aber über scheißen spricht man selten, aber ich glaube, beim Reisen ist eine Ausnahme, oder? Gerade beim Reisen in den Süden, wenn es dann geht um die Verdauung und man weiß nie, heute, heute nicht, oder wie gut ist der Schließmuskel, was ich gelernt habe, den manche Vögel und Fische nicht haben, ist eigentlich eine elegante Lösung, oder? Wenn man das eben nicht hat und es rinnt einfach durch. Aber beim Reisen spricht man sehr wohl immer wieder über die Verdauung und über das Klo. Und wir haben uns im Februar fast in Indonesien getroffen. Das ist eben nur fast eine Geschichte, aber wir waren zeitgleich in Indonesien und haben uns bei verschiedenen Orten immer wieder nur um ein, zwei Tage versäumt. Und in Indonesien habe ich eine sehr schöne Scheißerfahrung gehabt, die ich jetzt mit euch teilen möchte. Wir waren auf der Insel Flores bei einem Reisbauern, der auch einen Fischteich gehabt hat und da waren wir zum Essen eingeladen und nach einer Zeit habe ich halt aufs Klo müssen. Er hat dann gefragt, wo es denn da ein Klo gibt und er war ganz stolz. Er hat gesagt, ja, wir haben wirklich ein Klo. Dann hat er mich so einen Steg in den Fischteig hinausgebracht und am Ende des Steges war so ein Balken, auf den man sich hinsetzen kann und dann hat man direkt in den Fischteig scheißen können und dann habe ich halt gedacht, aber das war kein Klo, kein nix, das war für alle einsichtig. Und genauso war es auch, sobald ich da gesessen bin, hat er ins Dorf reingeschrien, der weiße Mann scheißt! Dann ist das ganze Dorf zusammengekommen und hat mir zugeschaut dabei. Und das ist halt runtergefallen in den Fischteich hinein, die Fische, die wir gerade gegessen haben. Und die Fische sind sofort gekommen und haben das aufgegessen. Also der Kreislauf der Natur war dort auch sehr einsichtig. Also wie du gesagt hast, es ist kulturell unterschiedlich, wie damit umgegangen wird. Du bist ja auch eben ein vielreisender. Was hat es denn bei deinen Reisen so für Erlebnisse und kulturelle Unterschiede bei diesem Thema gegeben? Ja, also was mir jetzt in Erinnerung ist, sind die Toiletten in Nordgrönland. Die hatten quasi normale Klos, aber keinen Abfluss, weil der Boden immer gefroren ist, können die keine Rohrleitungen machen. Jetzt haben die einfach Müllsäcke im Klo drinnen. Und diese Müllsäcke landen dann, also die werden, es hat, wo ich war, ein Hotel gegeben mit fünf Zimmern. Aber auch die privaten Handhaben, das ist natürlich ganz genauso. Und diese Müllsäcke sind, also der der Ort oder die Stadt ist die kleinste Stadt, nördlichste Stadt der Welt, heißt Kanag. Und außerhalb der Stadt gibt es dann einen Müllsack deponiert. Also da waren dann Tausende dieser Müllsäcke, wo man natürlich weiß, was drinnen ist. Und das habe ich schon irgendwie seltsam gefunden. Also ich habe jetzt nicht reingestochert, aber man denkt sich natürlich, das ist so eine, das ist ja alles Felsboden. Also die würden sich natürlich quasi über den Humus so einer Ausscheidung vielleicht eh freuen, weil dann irgendwie Pflanzen wachsen würden. Haben sie aber nicht gemacht. Das war einfach so eine unberührte Landschaft, wahnsinnig viel Gletscher und alles sehr, sehr schön. Aber so außerhalb von dieser Stadt war dann einfach eine Fläche, die war riesengroß. Und das waren dann nur diese schwarzen Müllsäcke, wahrscheinlich unverrottbar. Also wenn der Mensch längst ausgestorben ist und es kommen irgendwelche außerirdischen Finken, die dann in Nordgrönland fekalieren, dann denken sie, das waren aber komische Wesen, diese Humanoiden, die da irgendwie quasi sich so fortgepflanzt haben. Dann gab es natürlich, also in der Sahara gab es auch interessante Erlebnisse, weil einfach da gab es ja dann Kloster, die völlig vom Sand irgendwie zugeweht wurden, wo man überhaupt nicht mehr wusste, wo da das Loch ist, wo es hineingehen sollte. Aber natürlich in der Sahara war ein Wasserklosett dann sehr wohl? Nein, da gibt es dann eine Tonne mit Wasser, wo man nachspülen kann, soweit ich das in Erinnerung habe. Im ganzen asiatischen Raum eigentlich gibt es immer diese Hot Clos, das habe ich auch erst durch dieses Buch gelernt, dass wir natürlich mit unserer Sitzhaltung eigentlich dem Darm nichts Gutes tun, weil wir den irgendwie abschnüren. Also wir biegen den ab. Und diese Asiaten, dass sie da irgendwie so hinhockern können, das kennt man ja, also wahrscheinlich, haben Sie das schon mal gesehen, diese Abtritt? Das kennt man schon aus Südeuropa auch. Ja, genau, die Italiener haben es auch lang gehabt oder die Franzosen und man hockert sich da irgendwie hin. Das Problem ist natürlich, wenn man dann irgendwie in ein gewisses Alter kommt und einfach die Knie nicht mehr so funktionieren und man Gleichgewicht halten muss. Und da gibt es ja in Asien gibt es ja zum Beispiel nichts zum Anhalten. Das muss man wirklich freihändig machen. Und dass man das dann unfallfrei überlebt, ist glaube ich nicht so ganz einfach. Aber angeblich wäre es gesünder. Allerdings haben die natürlich auch, die verbringen ihr ganzes Leben in so einer Hockerhaltung, muss man auch sagen. Wenn die auf dem Bus warten, hocken sie da hin. Die hocken da hin und essen. Wenn ich, also ich war mal in Japan und wenn man da in Japan irgendwie sich, also wenn ich mir so in den Schneidersitz sitze, habe ich das Gefühl, ich bin querschnittsgelähmt für mein restliches Leben. Also ich werde überhaupt nicht mehr aufkommen. Und für die ist das völlig selbstverständlich. Leben. Also ich werde überhaupt nicht mehr aufkommen. Und für die ist das völlig selbstverständlich. Und du warst im Februar in Indonesien, da gibt es ja praktisch kein Globapier, oder? Es war immer mit Schlauch. Globapier hatten wir eigentlich immer. Also wir waren da in Raja Ampat. Also das ist natürlich nobler gereist wie ich. Ich habe immer einen Schlauch gehabt. Aber ich bin so verliebt in den Schlauch, dass es daheim, aber ich glaube, es ist völlig falsch, dass wir auf die Idee kommen, das Verschmieren, da ist es echt absolut unhygienisch und armutsfeindlich. Der Schlauch ist in islamischen Ländern eigentlich üblich. Wobei mir das bis heute ein Rätsel ist, wie die das mit ihren langen Kaftans machen, dass sie den Schlauch quasi benutzen und nicht völlig durchnässt sind nachher. Also mir ist das irgendwie ein Rätsel ist, wie die das mit ihren langen Kaffterns machen, dass sie den Schlauch quasi benutzen und nicht völlig durchnässt sind nachher. Also mir ist das irgendwie ein Rätsel. Na, überleg doch auch noch, ob ich daheim einen Schlauch montiere jetzt. Also ich bin echt ein großer Freund vom Schlauch. Es ist viel reinlicher natürlich, oder? Man wascht sich ja. Ja, du könntest auch ein BD. Ja, du gehst dann... Vielleicht einfach, aber... Aber da stehst du dann auf und verschmierst schon. Nein, nein, nein, das ist eine schlechte Idee, ein BD. Ja, aber dann hast du ja nasse Schuhe mit so einem Schlauch. Oder hast du das gelernt? Nein, du musst natürlich gar nicht ziehen. Oder machst du das einbeinig? Nein, ziehen. Oder hast du dann so quasi Stelzen für das Ausschlauchen? Das zeige ich dir nachher dann Backstage. Ja, wahrscheinlich gibt es einen Volkshochschulkurs irgendwie, wie man sich richtig den Hintern wäscht. Was ich auch vorher nicht wusste, es gibt ja auch unterschiedliche, es gibt quasi die Stehwischer und die Sitzwischer. Und es ist für beide unvorstellbar, dass es das andere gibt. Wenn man gewöhnt ist, dass man nur im Stehen wischt, kann man sich nicht vorstellen, dass man auch im Sitzen wischt. Und für einen Sitzwischer ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Magst du eine Abstimmung machen? Obwohl, ich oute mir erst einmal Sitzwischer, ich habe nicht gewusst, dass es Stehwischer gibt. Ja eben, du siehst, der Hammer ist, ich bin der Stehwischer. Wir sind 50-50. Aber Abstimmung, du hast noch immer nicht gesagt, weil du sprichst immer vom Glot deiner Eltern, dass die beides haben, hoch und tief, aber was du selber daheim hast, hast du noch nicht verraten. Ach so, ich bin ja in meiner Studentenwohnung, meiner alten, habe ich auch einen Flach. Das hat mein Vater entschieden. Der wollte das sehen. Der war irgendwie einflusslos. Aber, ich weiß es auch nicht, das ist irgendwie unterschiedlich. Wo wohnst du? Auf welches Klo gehst du in deinem Alltag? Ist das so? Er schreibt ein Buch über das Klo und jetzt ist er ganz verlegen plötzlich. Nein, ich habe so viele Klos. Ein Klo ist natürlich eine Art von Heimat auch. Gerade wenn man unterwegs ist, und man ist immer auf so Fremdklos. Und es geht ja beim Reisen auch viel darum, dass man ein Klo findet. Wenn man ein Klo hat, fühlt man sich schon heimischer. In Wien gibt es eine Klo-App. Ja, wo ist das nächste Klo? Das nächste Klo, ja. Gibt es das, ja? Auch in Linz. Alles gut. Ein Grundthema dieses Buches ist natürlich auch, dass meine Mutter so eine große Kloangst hat. Also die Angst hat, dass kein Klo da ist, wenn sie weg ist. Oder wenn sie da, wo sie ist, dass da kein Klo ist. Aber ich habe eine Studentenwohnung, die hat einen flachen, so eine terrassenartige Schüssel. Meine Freundin hat wiederum einen Plumpser. Also es gibt alles. Also wirklich, dann bist du breit aufgestellt. Ich bin dann eigentlich relativ breit aufgestellt. Ja, es ist mir auch mittlerweile wurscht. Also deine Mutter ist eher ein Reizdarm, wenn man immer Angst hat, überfallen zu werden, vom Drang aufs Klo zu müssen. Wie ist die Tante Gerti mit dir verwandt genau? Die Tante Gerti hat genau das Gegenteil. Die Obstination, die muss irgendwie viel Obst essen, damit sie überhaupt irgendwie... Das ist eine erfundene Figur. Die ist nicht die Schwester der Mutter, die Tante Gerti. Nein, weiß ich nicht. Meine Mutter habe ich aus dem Buch jetzt auch ein bisschen draußen lassen, weil das wäre dann doch zu peinlich wahrscheinlich. Aber das ist ja quasi das Müssen, wenn man nicht darf und nicht müssen soll. Also wenn man das kennt, jetzt hat jeder schon mal einen Durchfall gehabt. Und das ist irgendwie das Gefühl, wo ist das nächste Klo und wie komme ich da hin? Und wenn es jetzt schnell gehen muss, das ist natürlich schon eine existenziell unglaublich bedrohende Geschichte. essentiell unglaublich bedrohende Geschichte. Man merkt irgendwie, wie man fremd ist vielleicht im Leben auch plötzlich. Man ist dann vielleicht in einem fremden Land, die alle nicht verstehen und die nicht wissen, was man jetzt irgendwie braucht. Man ist ja dann immer knapp davor, das ist knapp vor knapp. Aber so einsam ist man selten, wenn man in der Situation wirklich ein Klo braucht. Eben, vor allem die Zeiten ähneln sich ja auch unendlich. Ich habe einen ganz tollen Biologie-Professor gehabt in der Schule und der hat mir schon was gelernt. Der hat gesagt, er ist so gegen diese Sexualisierung der Gesellschaft und ich bin auch gegen die Sexualisierung der Gesellschaft, dass alles sexuell wird und es geht nicht mehr um sexuelle Lust. Und er hat gesagt, die sexuelle Lust, das ist ein Nebenprodukt, was wirklich ein Lustgewinn ist, wenn man ganz dringend aufs Klo muss und dann findet man das Klo. Und wenn man den Moment, wo man dann lockerlassen kann, ist der größte Lustgewinn, den ein Mensch haben kann. Und ich glaube, er hat recht. Es ist eine echte existenzielle Befreiung. Das ist sehr katholisch, glaube ich. Da geht es schon um Sünde, Abwüsen und so weiter. Bahnfahren ist auch interessant. Was? Bahnfahren. Ja, Bahnfahren. Es gibt ja oft bis jetzt die Bahntoiletten. Meistens, wenn ich auf eine Zugstoilette muss, dann sind diese Türen immer die funktionieren dann nicht. Dann geht man auf die eine, da hängt ein Schütter vor, leider, aber die. Dann geht man auf die nächste, alles selbe. Und dann geht man auf die übernächste, da stehen drei Leute davor. Also das ist irgendwie, da muss man nicht schnell müssen. Und beim Bus ist es so, es gibt ja oft keinen. Busfahren ist ganz entsetzlich. Wie ist es mit deiner Schulbus- Erfahrung? Kannst du vielleicht einen. Wie ist es mit deiner Schulbus-Erfahrung? Darfst du da vielleicht einen Schwank erzählen? Mit meiner Schulbus-Erfahrung? Nein, ich bin ja meistens mit dem Zug gefahren, weil es im Zug immer Toilette gab. Und das waren aber auch Toiletten, das war schon interessant. Das war früher üblich, da gab es einfach eine Klappe. Was man da hineingetan hat, das ist unten rausgekommen. Und man hat da schon immer sich überlegt, wer wohnt da und Also was man da hineingetan hat, das ist unten rausgekommen. Und man hat da schon immer irgendwie sich überlegt, wer wohnt da und was kann man da irgendwie. Also wo fällt das hin? Es gibt ja auch, früher hat es ja auch Leute gegeben, die quasi im, also so Schrebergartenhäusl waren das meistens, im Einzugsgebiet von so einer Bahn gewohnt haben. Und da jetzt alles rausgekommen ist und man das irgendwie im blöden Einfallswinkel gehabt hat oder irgendwie vielleicht die Bahn über irgendeine Brücke drüber gefahren ist und dann sind ja auch die ganzen Papieren mit rausgekommen ist und wann das irgendwie einen blöden Einfallswinkel gehabt hat oder irgendwie vielleicht die Bahn über irgendeine Brücke drüber gefahren ist und dann sind ja auch die ganzen Papieren mit ausgefallen. Also das war schon nicht nur für Schafe erfreulich, sagen wir mal so. Und die große Frage, ob der Lokführer ein Klo hat, hast du dir das lösen können? Ja, hat er nicht. Habe ich mir immer gefragt, was macht der Lokführer, wenn der aufs Klo muss? Also ich glaube schon, dass er für die kleinen Not dürfte Plastikflaschen mit hat. Haben sie mir aber nicht zugestanden. Und was ich ja nicht wusste, ist, dass ein Lokführer, ich habe mir gedacht, ein Lokführer, der sitzt da drin und tut Zeit anwesend. Nein, alle 30 Sekunden muss der irgendwo drauf, also so Pedaltreten, damit die quasi im Stellwerk wissen, ah, der lebt noch. Gibt es irgendeinen Co-Piloten in der Lok? Na, wenn der das nicht macht, dann bremst es automatisch. Ja, aber es gibt also, der Lokführer ist alleine, da gibt es keinen Co-Piloten. Nein, nein, der ist... Aber wenn der erst in Hamburg fährt, weil bei Wien Hamburg muss, dann muss es los. Ja, die tun, glaube ich, wechseln. Die wechseln in Regensburg. Und vielleicht in Kassel. Thomas Regensburg ist bekannter gegen die Lokführerscheißen. Genau. Also bei Straßenbahnen gibt es das, habe ich schon öfter beobachtet, dass ein Straßenmann stehen bleibt und der dann irgendwo hinredet. Aber ich glaube, Lokführer, also was ein Lokführer macht, wenn er groß muss, will man nicht wissen. Klein, glaube ich, das kann er irgendwie mit seinem Treten, ich meine, das ist auch schwierig, dass man da noch, das ist wie ein Orgelspieler, nicht? Jetzt müssen sie quasi sich die Blase entleeren und treten da die ganze Zeit. Aber der muss treten, wenn er nicht tretet, macht der Zug eine Notbremsung und der hat ärgste Schwierigkeiten natürlich. Während Lastwagenfahrer zum Beispiel, die ja auch alle unter einem ziemlichen Druck stehen, die haben, glaube ich, auch diese Plastikflaschen. Also man sieht, wenn man genau auf der Autobahn schaut, sieht man manchmal so Plastikflaschen mit so einer bräunlichen Flüssigkeit drinnen. Da habe ich mich oft gefragt, woher kommt das? Es kann nur von diesen Lastwagenfahrern, die aus Südanatolien nach Hamburg fahren müssen, und natürlich, weil sie so eng getaktet sind, nie aufs Klo gehen können, müssen die sich da irgendwie erleichtern. Oder sie haben einen Schlauch in den Tank hinten hin. Da kommt dann eh schon Öl raus wahrscheinlich. Da kann man schon den Motor damit betreiben. Das erinnert an die amerikanischen Hühnerfarmen, wo du auch recherchiert hast dazu. Das sind ganz schreckliche Arbeitsbedingungen. Das ist teilweise wirklich in Amerika scheinbar der Fall, dass die einfach keine Klobhausen mehr, denen keine Klobhausen mehr erlaubt ist. Das sind Arbeiter, die Hühner transchieren, schlachten oder was immer. Und da es natürlich die Notdurft trotzdem gibt, müssen die Windeln tragen. Also im Prinzip ein schrecklicher Zustand. Das ist wirklich menschen... und da es natürlich die Notdurft trotzdem gibt, müssen die Windeln tragen. Also im Prinzip ein schrecklicher Zustand. Das ist wirklich menschen... Also da weiß man nicht, was unwürdiger ist. Die Situation der Händel, die auch nicht die beste ist, die Situation der Menschen, die es dann transchieren müssen oder die Situation der Leute, die das dann essen, was dann da rauskommt. Das will man sich auch nicht vorstellen. Also die Welt wird immer schlechter, was das anlangt. Da ist man schon irgendwie fürs Freischeißen. Das ist irgendwie schon ein bisschen man könnte Partei gründen. In deinem Buch fehlt das Freischeiß, also das Scheißen in der Natur fehlt, aber ist ein Buch übers Klo, darum. Also die Frage ist gerade wieder zurückgenommen. Naja, ich bin jetzt nicht so ein Naturscheiß, aber meine Freundin hat es heute gemacht. In Wien, im ersten. Nein, nicht im ersten. Wir haben ja so ein Häusl in Tulln, so ein Meerhütte, und da ist gestern der Strom ausgefallen. Und wenn der Strom ausfällt, dann gibt es keine Pumpe, die das Wasser raufpumpt. Ich habe nur Glück gehabt, ich habe nur quasi einen vollen Spülkasten erlebt. Also ich konnte noch spülen, ich konnte noch aufs Klo gehen. Und bei ihr war das schon nur mal so weniger voll. Und sie hat sich dann wirklich dazu entschieden, den Garten zu. Ja, aber in der Aue ist ja das durchaus natürlich. Und man gibt der Natur Ebene mehr fürs Geben. Die war jetzt nicht in der Aue, die war in Gorten. Die war in Gorten. Die hat ihre eigenen Blumen damit gedüngt, glaube ich. Also sowas kommt dann auch vor. Aber es ist glaube ich auch sehr, also man fühlt sich schon sehr, oder die Natur fühlt sich mit einem sehr verbunden, möglicherweise. Ob es umgekehrt ist, das weiß ich nicht. Das Problem ist dann natürlich auch, weil man hat ja nicht immer Klobubi dabei, wenn man so ein Naturscheiß so ist. Also es vielleicht auch einmal so Naturbewegungen, Wandervögel oder so, die haben ja im Prinzip auch nur darum gegangen, lösen wir uns vom Klo und gehen wir zurück zur Natur. Buch ist, dass es ja eigentlich den optimalen Kot gibt, der dann so konsistent ist, dass man kein Globapier braucht. Was eigentlich traurig ist, dass das jetzt davor, das heißt, dass ich 54 Jahre lang immer einen schlechten Kot gehabt habe, weil ich immer ein Globapier gehabt habe, soweit ich mich erinnern kann. Aber du sagst, das braucht man eigentlich von der Natur aus nicht. Das hat mir meine Biologie mir eingelernt und manchmal ist es auch der Fall. Ich glaube, dass das bei Naturvölkern auch der Fall ist. Wenn du dich wirklich gut ernährst, dann hat diese Gacke einen leichten Schleimfilm rundherum. Also das ist dann wie so eine, wie ein junges Kätzchen, das geboren wird, mehr oder weniger. Da ist irgendwie nichts Grausliches dabei, sondern das ist ja quasi eingehüllt in dieser, wie so ein Trapedo kommt das raus und ist irgendwie einfach in dem Schleimfilm drinnen. Und da brauchst du überhaupt keine Notwendigkeit für irgendeine Reinigung. Aber natürlich, so wie wir uns ernähren, Aber der Bierschiss ist nicht schlecht. Hast du schon was getrunken jetzt? Ja, ich bin schon total geflaschelt. Du bist ja schon angeflaschelt. Vier Monate nichts trinken und dann ein halbes Bier, das ist ja Wahnsinn. Wie willst du das nun moderieren? Zu Ende moderieren? Ich bin nur anmoderiert, zu Ende moderieren musst du selber. Danke. Ja, was mir auch nur aufgefallen ist in den letzten Wochen, was du vielleicht das klären kannst, aber ich weiß nicht, ich war viel unterwegs in den letzten Wochen auf Lasertour und war in Italien auch und habe da bei einer Freundin gewohnt und die hat eine kleine Wohnung und die kleine Wohnung hat drei Klos gehabt. Und dann war ich letzte Woche in Berlin, habe auch mit einer Freundin gewohnt, die hat eine riesige, schöne Altbauwohnung mit einem Klo gehabt. Und das ist ja ein krasses Missverhältnis. Kleine Wohnung mit drei Klos in Italien, große Wohnung mit einem Klo in Deutschland. Hast du da in deinen Recherchen eine Antwort gefunden, warum? Naja, die Italienerinnen werden Wohnungen zusammengelegt haben und die Deutschen nicht. Aber nein, es gab schon früher, glaube ich, war es Usus, ein Dienstbotenklo zu haben. Aber sonst, ich bin eigentlich, ja gut, meine Eltern haben zwei Klos, aber ich bin eigentlich so in Einklowohnungen aufgewachsen. Ehrlich gesagt, das ist... Wobei natürlich bei einer größeren Familie ist es schon vorteilhaft, wenn es ein Zweitklo gibt. So wie ein Zweitwagen, da sollte man auch das Recht auf das Zweitklo haben. Naja, man ist ja sonst ausgeliefert. Es ist jetzt auch unterschiedlich. Es gibt ja Menschen, also meine Freundin zum Beispiel, die ist eh nicht da, jetzt kann ich das eh sagen, die tut immer, also Handy spielen am Klo. Die verbringt dann irgendwie Stunden am Klo, indem sie halt irgendwelche Blog-Spiele oder was weiß ich, irgendwas spielt sie halt da. Und das kann natürlich dann schon zu brenzligen Situationen führen. Wenn man nur ein Klo hat, ja. Wenn man nur ein Klo hat. Wenn man nur ein Klo hat, ja. Und das will ja dann auch nicht immer stören. Das ist ja irgendwie vielleicht doch ein sehr, fast ein kontemplatives Erlebnis, das man da hat irgendwie auf der Talente. Und manchmal dauert es ja ein bisschen. Man muss ja das rausbeten möglicherweise. Also bei manchen, bei anderen geht es wieder schnell. Also da hofft man dann, dass es nicht zu schnell geht. Also das ist immer so ein... Ja, darum ist eigentlich ein Thema, das durchaus diskutiert gehört und nicht verschwiegen. Hast du eine Klo-Bibliothek? Nein. Liegt die Zeitung oder die Klo-Bibliothek? Nein, nichts. Ich versuche das möglichst schnell abzuwenden von mir. Gehe hin und gehe wieder raus. Also ich verbringe überhaupt wenig Zeit am Klo. Im Gegensatz zu deiner Freundin. Ja, weil ich komme nicht rein. Oder wenn ich drehe, bin ich ein Klopfer. Nein, ich bin irgendwie nicht so. Ich habe das auch nie verstanden. In meiner Schulzeit zum Beispiel haben sich die Mädchen immer am Klo getroffen. Klo ist schon ein sozialer Ort. Wir reden jetzt viel zu viel vom Scheißen eigentlich. Wir wollen ja vom Klo reden. Aber ist das eine Gender-Sache auch, dass Mädchen eher den Klo-Bereich auch als sozialen Raum sehen und den als Safe Space, als sicheren Rückzugraum, wo man sich dann trifft und vielleicht auch Sachen ausmacht. Ich war da nie dabei, ich weiß es nicht. Ja, aber du hast ein Buch darüber geschrieben. Ja, aber nicht über die Mädchen am Schulklub, weil ich habe immer gemerkt, die haben sich immer aufs Klo verzogen und sind dann nie wieder rausgekommen. Die mussten ja nicht, glaube ich. Die wollten ja. Aber keine Ahnung, was die da getan haben. Uns wäre das nicht eingefallen, dass wir jetzt aufs Klug gehen. Bei uns kommt das seltener vor, oder? Ja, es ist. Das gehen wir mal aufs Klo. Nachher zeige ich dir, wie ich das schon wische. Ja, auch die Nicht-Flughafen-Toiletten zum Beispiel, da gibt es ja unglaublich lange Schlangen bei den Frauen, die meistens, die gehen ja quasi bis zum Check-In-Schalter vor, also bis zum Parkplatz raus hat man das Gefühl, das hört überhaupt nicht auf. Und bei den Männern ist meistens gar nichts. Also irgendwie ist da schon eine andere Bezüglichkeit da. Ich habe mir dann irgendwie sagen lassen, es hat mit den Hygieneartikeln zu tun und man hat so viele Kleidungsstücke, die man aus- und anziehen muss. Weiß ich nicht. Wissen wir nicht. Wissen wir nicht, nein. Wir wissen das nicht. Man weiß es nicht. Man weiß es nicht. Jetzt müssen wir über die Erotik auch noch reden, obwohl das ja nicht auf der Hand liegt, aber wir als Saatleserinnen, Marquise Saat war ein großer Analerotiker, nein, Analerotiker ist falsch, ein Ausscheidungserotiker. Und du hast recherchiert, dass er das mit Heinz Konrads teilt. Marquise Saat und Heinz Konrads. Konrads teilt. Marquis de Sade und Heinz Konrads. Ja, das ist eine interessante Geschichte, die Hermes Fettberg in die Welt gesetzt hat. Und ich habe es dann zitiert, dass der Heinz Konrads, der wirklich, Sie kennen den alle natürlich, das ist der, ich weiß nicht, was war der? Er war ein bisschen schweinig. Aber irgendwie, der ORF hat gedacht, der Österreicher liebt den Heinz Konrads. Aber wahrscheinlich war es er nicht davor, ich würde ihn nicht mögen. Und jedenfalls hat der irgendwie immer so eine Prostituierte bestellt und hatte einen Glastisch in seiner Wohnung und hat sich da runtergelegt und hat dann irgendwie der zugeschaut, wie die da sich quasi erleichtert. Was jetzt, glaube ich, sehr schwierig ist. Also für eine Prostituierte jetzt auf Kommando scheißen ist ja nicht einfach. Und ich glaube nicht, dass er da jetzt Abführmittel gegeben hat, weil das wäre dann fad, wenn du das irgendwie so aussagierst. Das muss schon irgendwie so wie eine Geburt sein wahrscheinlich. Und der hat da wahrscheinlich Stunden unter dem Glas Tisch verbracht und darauf gewartet, dass jetzt bei dieser Prostituierten, vielleicht hat er ja gesagt, sie soll vorher was essen, was ein bisschen abführend wirkt, oder hat irgendwie so Dörrzwetschgen gegeben oder keine Ahnung, oder Feigen oder was halt da hilft oder Klaubersalz. Und dem hat das irgendwie gefallen. keine Ahnung, oder Feigen oder was da hilft oder Klaubersalz. Und dem hat das irgendwie gefallen, dass sich so quasi eine Analrosette öffnet und dann so aus einem Universum geboren wird, könnte man fast sagen. Also da kommt dann einfach so die... Für manche ist es ja scheiße, aber für den Heinz Konrads muss es irgendwie eben mehr gewesen sein. Und das hat er geliebt. Und das hat der Hermanns Fettberg so erzählt. Und ich traue es ihm zu, dem Konrad. Weil er ein bisschen... Ja, genau. Das ist so. Servus die Madl. Servus die Buam. Grüß euch. So war es. Ich habe darum heute mit meinem Biologielehrer und sage, dass mit der sexuellen Lust ist alles sehr zweifelhaft. Von der sexuellen Lust machen wir jetzt einen großen Sprung zum, wie ich echt meine, den stärksten Teil des Buchs, nämlich zur Religion. Deine Bibelauslegung, die hat mich schon sehr beeindruckt. Magst du da eine Lesung aus dem Buch Franz Opel machen oder einfach frei diese Bibelauslegung uns den Besten geben? Die Stelle ist sehr kurz, ich weiß noch nicht, ob ich es finde. Es ist schwierig zu finden, weil die Kapitel nach Beatles-Songs benannt sind, die aber mit dem Kapitel dann überhaupt nichts zu tun haben, wenn ich es richtig verstanden habe. Also es ist schwierig, die Jesus-Auslösung zu finden, aber Gott sei Dank habe ich einen Index angelegt. Du hast einen Index angelegt? Seite 42 ist der Jesus. Seite 42. Okay. Ja, da liest du das ganze Kapitel. Wie wichtig Klopapier ist, merkt man erst, Okay. zu. Ein Vorwisch, ein Hauptwisch, ein Nachwisch, ein Kontrollwisch. Am liebsten hätte er Schleifpapier mit grober Körnung empfohlen. Die schüchterne Nachfrage, was zu tun sei, wenn denn der Kontrollwisch eine Bremsspur zeige, wurde mit Latrinedienst belohnt. Während der Pandemie, Sie erinnern sich, wurde Toilettenpapier zur heißen Ware. Nichts ging schneller aus. Die Qualitätsmerkmale sind Reißfestigkeit, Feuchtigkeitsaufnahme, Wiederauflöslichkeit. Wer fürchtet, dass sein Arsch immer größer wird, kann aber beruhigt werden, das Klopapier wurde kleiner, nämlich um 19 Prozent. Konsumentenschützer bemängeln die unverhältnismäßige Preissteigerung, unter sich früher 200 Blatt auf einer Rolle befanden, heute aber oft nur noch 140. So wird der Kunde gerollt, papierelt, beschissen. Es wird noch so weit kommen, dass Globaby im Briefmarkenformat daherkommt und eine beidseitige Verwendung empfohlen wird. Der Erfolg liegt dann auf der Hand. Wendung empfohlen wird. Der Erfolg liegt dann auf der Hand. Es gibt die geflügelte Wendung sogar zum Scheißensteppert. Aber so selbsterklärend ist die Sache nicht. Bereits beim Wischen gibt es verschiedene Lehrmeinungen. Da steht die Fraktion der Knüller den Faltern gegenüber. Außerdem gibt es Wickler und Einzelblattabreißer. Sowohl das von hinten nach vorne als auch von vorne nach hinten Wischen hat leidenschaftliche Verfechter. Und dann unterscheidet man noch die Sitzwischer, denen es unvorstellbar ist, dass man das Hinterteil anders reinigen kann, von den Stehwischern, denen es ein Mysterium ist, wie man die Hand zwischen Klobrille und Backe bekommt, um das Saubermachen sitzend zu vollführen. Genauer betrachtet ist das Wischen ja ein Verschmieren, weshalb viele Menschen Klos mit ausfahrbarer Reinigungssonde oder Wasserschlauch bevorzugen. Wie die es schaffen, nachher nicht auszusehen, als ob sie in einen Wassertrog gefallen wären, bleibt ein Rätsel. Irgendwo dazwischen sind Feuchttücher, allerdings verstopfen die Rohre und Kläranlagen und auch den darin enthaltenen Weichmachern ist nicht zu trauen. Dabei wäre das Wischen gar nicht notwendig, ist die perfekte Kacke laut der siebenteiligen Bristol-Stuhlform-Skala doch in einen Schleimfilm gehüllt und flutscht heraus wie ein Katzenembrüder bei der Geburt. Leider sind wir beim großen Latrinum von diesem Ideal oft weit entfernt. Vermutlich essen wir zu wenig Ballaststoffe und zu viel Süßkram, klebt der Stuhl doch oft wie gekochter Reis. Gibt es deshalb so viele Sesselkleber, sogar zum Scheißen steppert. In dem 2032 spielenden Film Demolition Man von 1993 hatte man statt des Toilettenpapiers drei Muscheln. Wie das funktionieren soll, bleibt ein Geheimnis der Produzenten. Nicht weniger rätselhaft sind die Holzstäbchen, die man früh in Asien zur Intimreinigung benutzte, die man früh in Asien zur Intimreinigung benutzte, während die römischen Schwämmchen an Holzstäben, Tersorien, griechisch Xylophognien genannt, von hoher Hygienekultur zeugen. Ob der Gladiator, der sich im Abort eines Amphibientheaters Mitte des ersten Jahrhunderts das Leben nahm, indem er sich wie Seneca berichtet, so einen Schwammstecken in die Kehle rammte, ein Christ gewesen ist, vielleicht gar ein erster übersehener Märtyrer, ein potenzieller Pümpelpatron. Auch dem am Kreuz hängenden Jesus wurde solch ein in Essig getauchtes Tersorium xylophognium gereicht. Im Johannesevangelium heißt es, dass Jesus sprach, mich dürstet. Und weiter, es stand aber ein Gefäß da, voll Essig, und sie füllten einen Schwamm mit Essig, steckten ihn auf einen Isopstängel und brachten ihn an seinen Mund. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er, es ist vollbracht, und das Haupt neigend übergab er seinen Geist. Johannes 19, 29, 30 Der von einem römischen Soldaten gereichte antike Klobesen ist somit kein Akt des Mitleids, für den er geflissentlich gehalten wird, sondern der Gipfel aller Demütigung. Erst damit wird der gegeißelte, tornengekrönte, gekreuzigte Sohn Gottes endgültig heruntergemacht. Es ist eine solch absolute Erniedrigung, dass es ihn zumindest in der christlichen Heilslehre schon wieder erhöht. Noch menschlicher als von Unmenschen gedemütigt kann ein Gott nicht werden. Die Methoden der Reinigung sind vielfältig, von den Blättern der großen Kresse bis zur linken Hand, von parfümierten Tüchlern bis zum flaumigen jungen Gänschen, wenn man es so fasst, dass der Kopf zwischen den Beinen zu liegen kommt, was bei Reblay als bester Arschwisch empfohlen wird. Ja, die Frage ist natürlich, warum ist da bei dem Kalvarienberg ein Bottich mit Essig gestanden. Aber im Prinzip ist es tatsächlich so, dass dieser Klobürstenbesen und das, was man dem Jesus gereicht hat, sehr nahe besonnen ist. Und das ist irgendwie eine spannende Deutung. Ist eine stimmige Deutung, vor allem, dass es eine Erniedrigung... Also man hat da schon einen Isoppen auch verwendet, auch für den Klobesen. Also insofern hat der Isoppen, auf dem der Schwamm steckt, ist auch irgendwie in der Bibel die Rede. Also es gibt da schon merkwürdige Projekte. Aber das ist nicht ein Klobesen, das ist ein Klobapierersatz eigentlich. Ja, genau. Ja, so ein Reinigungsgerät. Also Gerät ist übertrieben. Ja, und das haben wir auch gelernt, dass du völlig anders bist wie ich, eben ein Stehwischer und ein Wasserschlauchverweigerer. Und dass man eigentlich die Menschheit so vielleicht einteilen sollte. Es gibt so viele Gender Troubles bei uns, Mann-All, Weiber-All, alles was dazwischen ist. Vielleicht völlig falsche Herangehensweise. Vielleicht sollte man die Trennung zwischen der Menschheit in Stehwischer und Sitzwischer vollziehen. Ich glaube, da müssen wir nachher noch gemeinsam darüber reden und wieder mal Abstimmung machen. Was mich eben vielleicht zum letzten Programmpunkt bringt, weil ich glaube, dieses Thema bietet sich ganz besonders an, dass wir das Publikum öffnen und Fragen von euch. Du willst das Publikum öffnen? Ich möchte dem Publikum... Bei dem Thema ist das gefährlich. Es wird alles geöffnet werden. Wir öffnen unsere Intimsten-Geheimnisse. Heute wird alles offen diskutiert. Aber bevor wir vielleicht euch, ihr könnt euch erst ganz stimmige Fragen oder Gegenreferate überlegen, bevor es soweit ist, noch die Frage an dich, ob du irgendwas noch zum Besten geben möchtest und wenn nicht, ob du noch ein paar Klos-Sprüche Seite 47 uns zum Besten geben kannst. Seite 47 war super. Sehr gut. Fristschleifpapier der Windhund, ist danach ein Hintwund. Hinterlässt du Spuren deiner Bürste, sei so gut, benutzt die Bürste. Wer Freude und Eintracht sehen will, der braucht nicht viel zu wandern. In unserem schönen Österreich scheißt einer auf den anderen. Ich sitze hier am Scheißhausrand und rauche Peters Töwesand, ist das, was in die Schüssel fällt, der Duft der großen, weiten Welt. G'soffen, na, g'fressen, g'soffen, g'socht und g'speem, Krönnerin budert, schuldig bleem. Der Jesuspäht, Krönung und Bruder schuldig geblieben. Der Jesus sagt zum Judas, du holst das ohne Bruder. Sie zogen aus mit bunten Wimpeln und kehrten heim mit wunden Pimpeln. Das waren noch Zeiten, als wir Gipfel mit Z und Gut mit F schrieben. Gagilulu erdbefrufu. Wie Adolf Hitler sitze ich hier, die braunen Massen unter mir. Das finde ich einer der besten. Komme gleich, go do. Ja dann. Nein, das ist vielleicht eine interessante Art der Kommunikation, diese Klosprüche. Ich weiß nicht, ob es das jetzt überhaupt noch gibt, aber das ist so eine Art Kollektiv-Policy, weil jeder mitschreiben kann und es irgendwie auch was Öffentliches, Unöffentliches ist und es ist irgendwie wahrscheinlich auch etwas, was man früher auch die Zeiten überdauert hat und eine Kommunikation mit, im Prinzip ist es so ein Vorläufer vom Chatten vielleicht. Also man kennt das Gegenüber nicht und kann sich doch alles mögliche vorstellen. Also so eine spannende Geschichte. Leider, glaube ich, immer weniger wird. Es gibt immer weniger Klos mit Sinnsprüchen. Bierwischerinnen und Sprühschlauchbenutzerinnen. Gibt es Fragen? Was Sie immer schon wissen wollten, aber sich nie zu Fragen trauten. Fragen oder Gegenreferate? Alles ist erlaubt. 1999 zwischen Kärnten und Berlin und wohnte dann immer auf dem Bauernhof. Und irgendwann war was passiert, was ich jetzt nicht erzählen will. Und wir mussten dann zur Tochter der Bäuerin. Und dann war es so, dass wir in der Küche saßen. Klar, irgendwann kommt es dann nach dem Essen. Und dann sage ich, wo ist denn eure Toilette? Und der Enkel so mit sieben sieben Jahren, sagt, ach, komm mal mit. Und dann sind wir so einen Stiegel da hoch und macht die Tür auf und dann sage ich, du willst mich doch voll verarschen. Und dann sage ich, wo ist denn euer Klo? Das ist unser Klo und dann war es wirklich, und es war so 1990 ein Plumpsklo und es stank und so weiter und da mussten wir aus bestimmten Gründen auch öfter mal übernachten oder länger da sein. Also das war für mich ein Erlebnis, was eingegangen ist bei mir. So ein richtiges Klunks mit Holzdeckel, im Haus war das, das muss man sich vorstellen, nicht draußen, wie man es früher mal war das, das muss man sich vorstellen, nicht draußen, wie man es früher mal kannte, als ich noch Kind war in der ehemaligen DDR, also ich komme aus dem Westen, aber als die Mauer gebaut war, die hatten auf dem Grundstück halt Plumpsklos, aber so, ich war so fertig, nachher habe ich mich dran gewöhnt, ja. Plumpsklo im Haus, ja. Das war 1960. Aber im ersten Stock finde ich es interessant. Das war interessant, wenn es auf die Mezzaninbewohner dann runterfallen würde. Das war in der Nähe vom Schlafzimmer. Ja, das ist interessant, dass es in der Wohnung ist. Normalerweise sind diese Plumpsklöss schon ein bisschen außerhalb gewesen. Ich habe das irgendwie auch schon mehrmals erlebt. Es hat was sehr Natürliches eigentlich. Früher hat man das, glaube ich, mit Kalk gelöscht, dann war das relativ unbedenklich das Ganze. Oder manchmal ist es natürlich, also das ist ein Beruf, den, glaube ich, die wenigsten ausüben wollen. Ungute Semeter. Wie? Ungute Semeter. Ja, ja, das ist das auf jeden Fall. Aber es gibt eben dann die Ausraumer, die Plumpsklausraumer. Nein, das ist eine auf jeden Fall. Aber es gibt eben dann die Ausraumer, die Plumpsklo-Ausraumer. Nein, das ist eine Plumpsteine, die ist nicht zu was. Naja, kommt drauf an, vielleicht wird er dann warm. Ja, das stimmt. Ja, also da haben wir schon eigentlich einen großen Luxus. Das merkt man schon, wenn man unterwegs ist, wenn man dann wieder so ein Klo hat. Das ist schon was unglaublich Luxus. Das merkt man schon, wenn man unterwegs ist, wenn man dann wieder so ein Klo hat, das ist schon was unglaublich Luxus. Ich habe das jetzt bei dem Häuschen gemerkt, wenn wir kein Wasser hatten, man hat kein Klo, was so selbstverständlich ist. Und wenn das auf einmal abgeht, dann merkt man schon, wie man irgendwie da nackt ist, ausgesetzt ist, der Natur, wo man sich gewöhnt hat also irgendwie, wo man sich halt gewöhnt hat, fehlt. Und früher hat's ich glaube, meine Großeltern haben auch ein Blumsklo gehabt. Das war irgendwie, die sind da rausgegangen im Garten und haben halt irgendwie ja, und das war vielleicht für die Verdauung auch gut, weil man ist natürlich bei der Köden nicht so oft aufs Klo gegangen. Das hat man sich dann schon überlegt. Da ist man auch nicht lange am Klo geblieben. Eben, da hat es diese Darmprobleme, die es heute gibt, also mit dem Handy. Es gibt ja Untersuchungen, dass die Menschen sitzen ja teilweise bis zu einer Stunde mit dem Handy am Klo. Oder Zeitung, ja, mittlerweile. Jetzt sind es mehr Handys, glaube ich. Und natürlich, wenn es da draußen minus 5 Grad ist, wenn du nicht anfrierst, bleibst du nicht so lange. Aber länger, oder? Strenger und länger. Ja, eben, das stimmt. Eine Geschichte aus meiner Studienzeit. Wir hatten, also meine Freundin und ich haben zusammen gewohnt und wir hatten ein Klosprüchehefter am Klo hängen. Und die Besucher haben ihn da eingetragen und eingetragen und nicht nur eingetragen und eingetragen, weil wir dann in der Festl gehabt haben, man hat kaum aufs Klo gehen können, weil es da besetzt war, weil die Leute dann das Kloheftl Sprüchlein, also diese Sprüchlein selbst gelesen haben und es war sehr zeitintensiv, weil sehr viele Sprüchlein drinnen waren. Das ist vielleicht der Ursprung der Literatur, ist eigentlich der Klosproch. Man glaubt immer die Bibel und so, oder irgendwelche, was weiß ich, babylonischen Dokumente. In Wirklichkeit ist so ist wahrscheinlich die Schrift erfunden worden. Bei den Menschen einfach Fahrtwörter am Klo zu sitzen und dann hat es zuerst mit Zeichen angegangen und dann haben sie Klosprüche gemacht. Auf einmal hat man Literatur gehabt. Wir profitieren eigentlich schon sehr davon. Das Stifterhaus zum Beispiel, das ist ein Tempel der Klosprüche. Oder jede Bibliothek, muss man sich immer vor Augen halten. Oder Blödsinn. Ja, und die Krone dieser Entwicklung der Literatur ist dieses Büchlein hier. In Zukunft werden keine Klosprüche mehr an die Wand geschmiert, sondern dieses Buch in jeder Toilette gelesen. Kauft es euch, nehmt es mit heim und legt es aufs Klo. Und wer jetzt das Klo muss, schaut noch auf die Toilette, ob wir hier einen Hoch- oder Tiefspüler haben und ich bedanke mich sehr für euren Besuch. Danke. Ja, zum Abschluss des Abends möchte ich mich noch für diesen klorreichen Abend bedanken bei Stefan Putzenberger und Franz Obel. Ich hatte jetzt ein bisschen Zeit zum Nachdenken für diesen Wortwitz. Der Büchertisch ist schon ganz kurz angeklungen. Er befindet sich hinten am Ausgang und wurde eben in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Fürstlberger heute organisiert. Also wer Lektüre für die eigene Toilette möchte, kann gerne vorbeischauen. Ich bin mir auch sicher, dass Franz Hobel gerne die Exemplare signiert. Ich möchte Sie auch noch auf die nächste Veranstaltung hinweisen. Am Donnerstag haben wir Petra Piuk zu Gast mit ihrem KI-Roman Hotel Love. Es werden auch zwei Forscherinnen von der JKU zu Gast sein und über AI-Girlfriends, über künstliche Intelligenz und auch der Kommerzialisierung über romantische Beziehungen sprechen. Wird sicher ein interessanter Abend. Ich würde mich freuen, Sie wieder hier begrüßen zu dürfen und falls Sie noch bei uns im Haus bleiben möchten, unser Literaturcafé hat noch offen. Also Sie können den Abend auch gerne bei einem Getränk ausklingen lassen. Vielen Dank für Ihr Kommen. Bis bald wieder hier im Stifterhaus. Auf Wiedersehen.