Vielen Dank. Einen schönen guten Morgen. Ich freue mich sehr, grüße alle sehr herzlich. Es ist ein schöner Moment, ein schöner Moment in nicht ganz leichten Zeiten, aber wem sage ich das? Wirtschaft und neuerdings auch Universitäten haben schwierige Zeiten. Umso wichtiger ist es zu kooperieren, neue Ideen und neue Wege zu leben und auch dann umzusetzen. Und das tun wir heute. Es ist ein glücklicher Moment. Ich begrüße sehr herzlich Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer. Herzlich willkommen. Ich begrüße sehr herzlich Wirtschaftskammerdirektor Gerald Silberhummer in unserer Runde. Und ich begrüße sehr herzlich Wolfgang Spaber, den Geschäftsführer der Lidauer Tischlerei und natürlich auch in der Wirtschaftskammer aktiv. Herzlich willkommen und Ihnen allen ein herzliches, sehr warmes Willkommen an unsere Universität, der Kunstuniversität Linz, die nicht nur kämpferisch eingestellt ist, sondern auch für alles, was Umsetzung, Praxis und Wirtschaft betrifft, immer nicht nur offen war, sondern ein wirklich, glaube ich, guter Partner war und ist und auch in diesem Projekt sein will und sein wird. Also große Freude, herzliches Willkommen, näheres von meiner Seite später. Ich gebe jetzt an die sehr geschätzte Doris Hummer das Wort. Es geht um eine wichtige Kooperation. Dankeschön. Vielen lieben Dank, einen wunderschönen guten Morgen, liebe Frau Rektorin, liebe Brigitte. Danke, dass wir bei dir zu Gast sein dürfen. Und ich darf ein bisschen ausholen, bevor wir sozusagen ins Thema einsteigen. Wie ist denn diese Idee entstanden? Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich für kooperative Forschung, nämlich die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, von Forschern, von Künstlern und von Unternehmen, dass dafür mein Herz schlägt. Weil ich davon überzeugt bin, wenn diese zwei Welten zusammenfinden, dann kann Großes entstehen. Das sieht man im IT-Bereich gerade wieder, hat man gerade wieder gesehen mit MEI, was hier geschafft wurde. Aber das gibt es auch in vielen, vielen anderen Themen bei uns im Land, weil wir darauf einen Fokus haben. Und gleich zu Beginn, als ich die Präsidentschaft übernommen habe, habe ich gesagt, wir haben so tolle Handwerksbetriebe im Land. Die können Qualität. Und dann habe ich es immer verglichen mit den Italienern und die können Design. Und wenn wir es schaffen, dass wir diese zwei Welten, nämlich Topqualität und Design, Weiterentwicklung, Digitalisierung zusammenbringen, dann ist das für unsere Gewerbe- und Handwerksbetriebe eine Riesenchance. Und so ist die Idee entstanden. Und dann sind wir gleich mal an unsere Grenzen gestoßen, weil diese zwei Welten natürlich eine völlig andere Sprache sprechen. Und die ersten Anläufe sind nicht geglückt. Das war vor der Brigitte ihrer Zeit, muss ich jetzt ganz ehrlich sagen. Wo wir versucht haben, hier nämlich genau diese zwei Welten an den Tisch zu bekommen und gemeinsam Projekte zu entwickeln. Dann haben wir gesagt, okay, dann müssen wir einen Profi sozusagen das Projekt übergeben, damit es auch gelingen kann. Und deswegen möchte ich heute beim Robert Oberfrank ganz herzlich Danke sagen dafür, dass er diese Verantwortung übernommen hat. Und weil es so schön passt, dürfen wir ihm heute auch zu seinem 66. Geburtstag ganz herzlich gratulieren, lieber Robert. Mit 66 fängt das Leben an. Das hat schon ein ganz berühmter Österreicher gesungen. Und nicht nur das Leben fängt an, sondern auch dieses Projekt hat so richtig zum Leben begonnen. Und das freut mich persönlich wirklich außerordentlich. 58.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe haben wir in Oberösterreich. Das ist die größte Sparte, der größte Bereich und die sorgt in den Regionen, im ganzen Land für Lebensqualität durch die Produkte, die sie anbieten und sie garantiert auch mit dieser Weiterentwicklung, mit der Innovationskraft dafür, dass Wohlstand gesichert wird in Oberösterreich. Und deswegen war es uns so wichtig, dass wir sie einerseits immer unterstützen, wenn es um Entlastung geht. Da kämpfen wir in der Interessensvertretung genauso wie die Brigitte aktuell für Budget kämpfen wir da dafür, dass die Rahmenbedingungen passen. dass eben Innovation miteinander entwickelt wird und dass man sich sozusagen auch die Mühe macht, den anderen zu verstehen und diese zwei Welten so bestmöglich zusammenzubringen. Und genau das macht dieses Projekt, das wir heute auch schon mit Ergebnissen Ihnen vorstellen dürfen. Wir wollen einfach sicherstellen, dass unsere Handwerks- und Gewerbebetriebe einen direkten Zugang haben zum Know-how, zur Weiterentwicklung, zur Innovation. Das können wir durch diese Plattform sicherstellen. Wir möchten auch neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Durch diese neuen Ideen entstehen neue Produkte, können neue Geschäftsmodelle entstehen. Wenn eben gerade durch digitale Fertigung, durch digitale Unterstützung hier auch zusammengearbeitet wird. Wir unterstützen und fördern ganz konkrete Projektformate in dieser gemeinsamen Initiative. Und was natürlich der Nebeneffekt ist, ein Unternehmen, das sich mit Innovation, mit Technologie, mit Kooperation beschäftigt, ist auch attraktiv für Arbeitgeber. Weil da gibt es immer etwas Neues zu entdecken, da kann man sich weiterentwickeln, da kann man sich einbringen, auch als Mitarbeiterin, als Mitarbeiter. Und vor allem macht es auch für den Chef, glaube ich, mehr Spaß. Aber das werden wir dann im Anschluss noch hören. Also ein wirkliches Win-Win-Projekt. Und dafür sind wir, und das möchte ich auch noch betonen, als Wirtschaftskammer da, dass wir genauso etwas ermöglichen, was von selber nicht wachsen würde. Das haben wir gesehen und deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir heute hier stehen, schon Erfolgsprojekte vorstellen dürfen und auch ein Fördermodell, das jetzt mit 1. Juni startet, dass wir das auch offiziell noch aus der Taufe heben gemeinsam. In diesem Sinne, liebe Brigitte, darf ich das Wort wieder an dich zurückgeben. Vielen Dank, liebe Frau Präsidentin. Du hast es gesagt, es ist wichtig, die Welten zusammenbringen und das scheinbar Undenkbare denkmöglich, aber dann auch tatsächlich werden zu lassen. Und dafür haben gesorgt in diesem Projekt, das wir jetzt gleich vorstellen, Robert Oberfrank, der schon genannt wurde, und Martin Schwab von unserer Seite, der das Projekt auch leitet und der ganz, ich glaube, es ist mittlerweile eine persönliche Freundschaft entstanden, der aber ganz maßgeblich auch in den vielen Iterationsschleifen bis zum Entstehen des heutigen Tages und des Vertrages und der Förderung und der Projekte auch mitgearbeitet hat. Und beiden herzlichen Dank für den langen Atem und für die große Sympathie füreinander und vor allem auch für die Menschen dahinter, für die Universitätsangehörigen, aber auch für die KMUs, für die Handwerksbetriebe und für alle, die eingebunden werden. Vielen Dank. So, bitte einen Applaus. Wo sind wir, meine Damen und Herren? So, aber jetzt die Frage, worum geht es? Also es wurde ja schon angekündigt, es ist eine Kooperation, die zum Kern hat, dass klein- und mittelständische Unternehmen, Betriebe, Handwerksbetriebe zusammenarbeiten mit Studierenden und Kolleginnen und Kollegen des Designs der Wissenschaft der Kunst bei uns am Haus, an der Kunstuniversität. Also es sollen Welten zusammenführen und geführt werden, die, es wurde gesagt, natürlich nicht so von vornherein immer zusammenpassen auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick sieht man aber sofort, und den haben uns geleistet, diesen zweiten Blick, dass sowohl die KMUs und die Handwerksbetriebe enorm innovativ sein müssen, wenn es um Betriebsübergaben geht, wenn es um Zukunftsfitness geht, wenn es auch um die Frage der nächsten Generation geht. Und dass auch unsere Studierenden sehr, sehr viel handwerkliche Kompetenz erlernen hier und mitbringen in den Werkstätten, in allem, was sie hier am Haus und auch in unseren Ausbildungsgängen haben. Holzwerkstatt, Metallwerkstatt, natürlich 3D-Druck, all das, also ob digital oder material, beides ist vorhanden und beide handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind uns wichtig. Also wenn Sie so wollen, tun wir etwas, was in Österreich gar nicht so häufig ist, nämlich wir wollen raus aus den Schubladen. Und diese Schubladen sind eigentlich nicht so da, aber manchmal doch spürbar. Und wir haben wirklich versucht und geschaut, dass wir unsere Bereiche und entsprechend für unsere Universität, also gerade die innovativen Bereiche, wir haben viele innovative Bereiche, aber diese anwendungsorientierten Bereiche wie Fashion and Technology, wie Creative Robotics, wie Crafting Future, also Handwerk auch wirklich mit euren Bereichen verbinden. Und dass wir, es ist ja nicht so gedacht, dass eine Seite davon profitiert. Es ist so gedacht, dass wir voneinander lernen, miteinander arbeiten und gemeinsam Produkte, aber auch vielleicht Geschäftsideen, vielleicht auch neue Projekte entwickeln, die dann wirklich zu weiterem und zu zukünftigen führen. Unsere Bereiche, ob es jetzt das Design ist, ob es jetzt das Industrial Design ist oder auch die Medien, die Architektur, all diese Bereiche, die natürlich bei unserem Haus eine sehr angewandte Ausprägung haben und auch eine sehr, sehr, wie soll ich jetzt sagen, nachhaltig ist ein Begriff, den man ja nicht so gern mehr benutzt, aber eine sehr ökologische, aber auch sehr partizipative, ökologisch und nachhaltig im menschlichen sozialen Umgang miteinander Ausprägung haben. Das ist, glaube ich, eine Spezialität, die dem Handwerk vielleicht auch gut tut und die dem Handwerk auch inne wohnt. Und wir sehen einfach, dass es keine Gegensätze sind. Theorie und Praxis, wenn man so will, wie die Theoretiker so in der Schublade, die so nicht stimmt. Die Praxis, die auch nicht nur Praxis ist, sondern sehr viel darüber nachdenken, wie geht es weiter. Also manchmal auch sehr viel an Zukunfts- und Möglichkeitsräumen überlegend. Die Ausbildung und der tatsächliche Arbeitsablauf, ganz tagtä umso zur Wirtschaften schauen, dass wir wirklich Wertschöpfung haben. Und dann natürlich auch die Welten, die akademische Welt und die handwerkliche Welt, die auf den ersten Blick Unterschied an Land zieht, weil wenn man das gleiche als gegenüber wieder hat, was man eh selber auch mitbringt, sieht man wahrscheinlich gar nicht so wirklich, was denn da alles möglich ist. auch ein bisschen ein internationaler Blick. Wir haben als Universität 40 Prozent internationale Studierende aus 60 Ländern, die aber alle auch nicht einfach irgendwo aus dem luftleeren Raum kommen, sondern aus einem sozialen Gefüge zu Hause, wo es auch Handwerk gibt, wo es auch KMUs gibt, wo man auch seine Brötchen beim Bäcker kauft und seine Möbel hoffentlich noch beim Tischler anfertigen lässt. All das ist wichtig, also auch Tradition und Innovation sind wirklich kein Widerspruch und genau das ist es, was wir hier tun. Dafür danke ich wirklich besonders der Wirtschaftskammer, weil es auch dafür Geld und eine Förderung braucht, weil wir natürlich als Ausbildungsbetrieb mit unseren Studiengängen, wir würden es wollen, aber nicht das Geld haben aus dem eigenen Betrieb, aus dem eigenen Budget, jetzt schon gar nicht in Zukunft, wenn man das glaubt, was da kommt, aber es geht nicht, Geld, das für den Studienbetrieb da ist, umzuwidmen für solche Projekte und danke dafür, dass diese Förderung möglich ist, die dann Workshops ermöglicht, die Zusammenarbeit und Projekte ermöglicht. Ob es jetzt bei uns zum Beispiel, ich darf es nur anteasern, ein Sattel war und ist oder auch ein Sattelbaum, glaube ich, heißt das, wo viele Sättel dann in Zukunft angefertigt werden oder eine steirische Ziehharmonika, die aus Holz gefertigt ist, was ich mir nicht vorstellen kann. Aber ich habe es schon in der Hand gehabt. Es ist toll, es hat ein anderes Gewicht und es ist wirklich auch fein, das Instrument in der Hand zu haben. Also Sie merken, da ist eine Begeisterung dahinter. Ich darf aber auch nicht verhellen, die Begeisterung für die Sache ist das eine, es aber dann zu tun, dran zu bleiben und vielleicht auch manchmal jemanden auszuhalten, der sagt, na, wir brauchen dafür Geld und wir brauchen fixe Zusagen. Das ist das andere. Hier sitzen diejenigen, die es ausgehalten haben. Hier ist jemand, der es ermöglicht hat und nicht nur ausgehalten hat, sondern Mittreiber war dieser Idee von Beginn an. Ich kann mich erinnern, als wir alle zusammen, Frau Präsidentin, Herr Direktor und Kolleginnen und Kollegen bei mir am Tisch saßen, im Büro vor einiger Zeit und uns überlegt haben, das wäre doch toll. Wir haben nicht gewusst, wie viele Iterationsschleifen es braucht dann, aber es ist gelungen. Und ich kann mich noch erinnern, wie wir miteinander gesprochen haben. Es war ein super feines Gespräch, weil wir beide gemerkt haben, wir zwei haben die Scheuklappen nicht. Und dann haben wir gesagt, schmeißen wir es über den Haufen, wir werden was miteinander machen. Und jetzt ist es so. Vielen Dank dafür. Ich gebe dir, lieber Gerald, das Wort. Oder? Nein, wir sind bei Ihnen, Herr Sparber. Entschuldigung, ich habe meine eigene Choreografie über den Haufen geworfen. Herr Sparber, wir sind bei Ihnen. Es geht um die Frage, was erhoffen Sie sich von den Projekten oder auch um welche Projekte geht es? Und was ist die Sichtweise aus einem Handwerksbetrieb heraus, einem Handwerksbetrieb, der wie Ihr Haus extrem innovativ ist und bleiben wird? Ja, vielen Dank einmal für die Einladung. Es freut mich sehr, dass ich hier sein darf. Für mich ist diese Kooperation in mehreren Bereichen sehr wichtig gewesen schon. Und ich fände in nächster Zeit noch wichtiger. Wir haben verschiedene Projekte auch in Verbindung mit der Universität Linz und Steyr gemacht und auch mit Kassel. Also das Schöne daran ist, weil man digitale Ideen mit dem Handwerk verbinden kann und wir ja vor Problemstellungen sind, wie zum Beispiel haben wir einen Roboter installiert in der Firma, der die Fugen für unseren Bootsbau ausfugt und das war natürlich statisch für den Mitarbeiter eine sehr schwierige Arbeit und auch nicht lustig und zeitraubend. eine sehr schwierige Arbeit und auch nicht lustig und zeitraubend und er kann in dieser Zeit ja etwas viel Wichtigeres machen und seine handwerkliche Fähigkeit ausüben statt hier Fugen auszufüllen. Und hier bin ich ja über die Wirtschaftskammer damals ja über den Robert Oberfranken unten zu einem Vortrag gekommen, wo die Universität Steyr das vorgezeigt hat, was sie alles können. Und dann habe ich den Herrn Helmut Nömer gefragt, ob er mal zu uns kommen kann und sich das anschaut. Und so ist schon in zweijähriger Arbeit, muss man auch betonen, etwas entstanden, wo wir jetzt schon die letzten drei Jahre, glaube ich, mit diesem Roboter diese Fugen ausfüllen. Also die Qualität ist immer gleichbleibend und die Leute brauchen das nicht mehr machen. Der Roboter wäre natürlich für viele andere Dinge auch noch zu gebrauchen, aber hier ist dann genau wieder die Frage, wir als Tischermeister oder als Fachleute oder auch Leute, die von uns, von der HTL kommen, haben dann nicht dieses Können, etwas damit noch weiter umzusetzen. Oder auch nicht die Zeit. Und hier sehe ich eine Kooperation als sehr wichtig, dass man miteinander arbeitet. Ein weiteres Beispiel für uns haben wir mit Linz, wo der Herr Braumann auch beteiligt war, mit dem Stefan Everveen gemacht, wo wir ein Softwareprogramm, also ein Zeichenprogramm in die Firma implementiert haben, wo wir inzwischen alle 3D zeichnen und das leistbar ist und auch alle Voraussetzungen für uns mitbringt. Und wo wir aber jetzt an einem Punkt angelangt sind, wo wir unsere Zeichnungen auch alle auslesen können und dann übergehen in CNC-Programme oder solche Dinge. Und da ist wieder der Punkt, wo du sagst, okay, jetzt wird es für uns schwierig, obwohl ab und zu möglicherweise nur ein kleiner Input fehlt, um weiterzumachen. Und hier sehe ich auch eine Kooperation sehr wichtig, um die Wertschöpfung dann in Betrieb zu lassen, weil wir haben alle miteinander in diesen Betrieben, in diesen handwerklichen Betrieben, das Problem, dass wir sehr hohe Softwarekosten schon haben. Und wenn die noch höher werden, dann ist die ganze Wertschöpfung woanders als im Betrieb. Und da sollten wir, das ist mein Zugang, versuchen miteinander zu kooperieren und etwas Wertvolles für die Region zu bewerkstelligen. Ja, ein interessantes Projekt war dann auch mit Frau Marie-Therese Hannunkurt von der Universität Kassel, wo wir für die Kulturhauptstadt 2024 Bad Ischl, zwei Pavillons in Fichtwang, also Gemeinde Scharnstein errichtet haben. Wieder das gleiche Zeichenprogramm. Es ist ganz interessant, es kommen immer wieder die gleichen Dinge zusammen, das wir auch im Betrieb verwenden. Aber hier wurde dann mit 3D-Brillen mitten in der Botanik gearbeitet, im Wald. Und da wurden die Pavillons aufgestellt. Und das sind so Kleinigkeiten, die wir als Handwerker dann auch nicht wissen. Aber dass man zum Beispiel durch die 3D-Brille das Umfeld sieht und auch das Projekt genau drinnen sieht und zum Beispiel die Befestigungspunkte schon festlegen kann, auf welchen Baum, in welcher Höhe das alles vermessen werden kann. Also das sind dann schon so Dinge, wo man sagt, okay, das kann für uns auch etwas sein. Und der Zugang und ich glaube, der schnellere Zugang in die Zukunft, also dass wir besser rein starten können digital, wäre da sehr wichtig, mit den Universitäten zusammenzuarbeiten. Vielen Dank. Einen kleinen Hintergedanken haben wir natürlich auch noch von Seiten der Kunstuniversität. Auch unsere Absolventinnen und Absolventen sind zu einer Vielzahl dann auch selbstständig, also beginnen einmal als KMU. Und insofern, glaube ich, schadet es auch nicht, die Praxis in Bezug auf das Unternehmertum gleich einmal von Beginn an und mit im Studium mitzuerleben und auch vielleicht die Schwierigkeiten oder auch die Herausforderungen, sagen wir so, die damit verbunden sind. Und insofern haben wir viel Chance, miteinander und voneinander zu lernen. Jetzt sind wir aber nach einer doch blumigen Ankündigung meinerseits. Bitte erinnern Sie sich an diese blumige Ankündigung. Sie gilt genau für jetzt, lieber Gerald. Es ist an dir, bitte deine Worte. Ja, vielen Dank, Brigitte. Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Vertreterinnen der Kunst, des Designs und der Wirtschaft. Sie sehen, wir haben eine Riesenfreude mit dem, was jetzt hier beginnt. Man hat Kammern bezeichnet als Bewahrer des Bestehenden und wir zeigen Ihnen heute mit dem Beginn dieses Projektes, dieser Zusammenarbeit, dass das Gegenteil der Fall ist, dass es uns darum geht, das Neue zu denken und das Neue zu ermöglichen. Der oberösterreichische Zentralraum ist dafür bekannt. Man hat hier als erstes Industriedesign auf akademischem Niveau betrieben. Man hat hier als erstes in Österreich das Studium der Informatik entwickelt, von dem sich der Raum Oberösterreich sehr, sehr viel profitieren konnte und umsetzen konnte. Man konnte hier erstmals in Österreich Soziologie oder Marketing studieren. Und wenn Sie sich hier umschauen aus diesem wunderbaren Raum, die Meile, die Kulturmeile, die Ballung an Kreativität, die hier entstanden ist, mit der Kunstuniversität nebenan, das Lentos ein Stück weiter unten, die Tabakfabrik gegenüber die Ars Electronica, hinter uns weiter oben das Schlossmuseum. Das ist eine erstaunliche Zusammenballung und wenige Gehminuten entfernt ist unser Haus der Wirtschaft am Hessenplatz, wo sich Unternehmerinnen und Unternehmer treffen, um Neues zu erdenken und Neues zu entwickeln. Ich glaube, genau darauf sollten wir uns besinnen, die vorhandenen Kräfte, die vorhandenen Möglichkeiten zusammenzuführen, dass wir nicht jeder für sich alleine dahin werkeln, sondern dass wir uns, dass wir die räumliche Nähe und die unglaubliche Dichte an Kreativität und Intelligenz, die hier versammelt ist, nutzen, um neue Anwendungen, neue Produkte und auch neue Betriebe daraus zu schaffen. Sie wissen, dass wir durch das zum Glück erworbene Wohlstandsniveau im internationalen Maßstab hohe Löhne bezahlen, dass wir unsere Produkte und Dienste, die wir erbringen und in die Welt verkaufen, relativ hohe Preise haben, dann ist es auch notwendig, dass man dem gegenüber einen ganz besonderen Wert, eine ganz besondere Qualität bieten kann. Und dieser neue Wert, diese neue Qualität wird hier geschaffen, unter anderem durch diese Zusammenarbeit zwischen Kunstuniversität und Wirtschaftskammer. Sie werden vieles von uns sehen, vieles von uns hören. Sie können eine Menge erwarten. Es macht unglaublich Spaß. Ich darf mich bei euch beiden auch noch einmal ganz herzlich bedanken für Ihre großartige Entwicklungsarbeit und wünsche uns allen ein gutes Gelingen und viel Freude auch im Tun. Danke. So, vielleicht noch in der Dramaturgie, ich weiß nicht, ob es geplant ist oder nicht, ich würde nur die beiden Herren gern zu uns bitten, weil die soll man nie vergessen, die die Dinge wirklich machen. Und vielleicht möchtet ihr uns auch noch kurz sagen, was jetzt ganz konkret die nächsten Schritte sind und was geplant ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren, geschätzte Medienvertreter, ich freue mich auch, dass es zu dieser Kooperation gekommen ist. Ausgehend war ja diese Idee, zumindest im Salzkammergut, wo ich herkomme, von der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024. Ich habe die ersten Gespräche gegeben und das dauert halt eine Zeit, bis man dann wirklich auch das Geld findet, um das Ganze umsetzen zu können. Und da möchte ich mich ganz besonders bedanken, nicht nur bei den Geldgebern Wirtschaftskammern, sondern auch bei der Gemeinde Bad Gäusern, die das sehr unterstützt. Hier in Bad Gäusern ist das Handwerkshaus beheimatet und das ist schon eine sehr lebende Kooperation, die auf diesem Niveau arbeitet und die auch jetzt sehr viel zu diesem Projekt beitragen wird. Genauso gibt es einen Verein zur Förderung der Technologiezentren in Gmunden. Auch dieser Verein wird ebenfalls diese Idee finanziell unterstützen und in der Umsetzung mitarbeiten, Projekte zu finden, Betriebe zu finden, Handwerker zu finden, die eben bereit sind, Ideen weiterzuentwickeln. Die Nachfolgeorganisation der Kulturhauptstadt 2024 ist ebenfalls im Boot und hier gibt es auch viele Partner und Projektpartner, die am 1. Juni beginnen, Projekte, die die Voraussetzung haben, dass Handwerksbetriebe, KMUs, Mitglieder der Wirtschaftskammer zusammen mit Abteilungen, mit Organisationseinheiten der Kunstuniversität Projekte beschreiben. Projekte beschreiben. Dann wird diese Idee einer Jury vorgelegt, die aus neun Personen besteht, Vertretern der Kunsthunde, Vertretern der Wirtschaftskammer und aus den weiteren Fördergebern. Und dann wird entschieden, wer eben Projekte zugesprochen bekommt. Aber vielleicht sagt der Martin ein paar Worte dazu, welche Art von Projekten wir uns hier vorstellen. Danke. Ja, wie du lieber Robert schon gesagt hast, vielleicht auch noch kurz, auch wenn wir zwei das da jetzt vorangetrieben haben, die letzten, einen längeren Zeitraum, hinter dem Projekt stehen sehr viele Menschen. Also wir sind eigentlich 30, 40, 50 Personen, die da über die letzten Jahre seit Salzkammergut24 daran arbeiten und das vorantreiben, wo wir eben versuchen, die Schubladen zu öffnen, zu durchmischen und Neues gemeinsam zu kreieren. Dieses Neue gemeinsam zu kreieren ist im Bereich der Akademie, der Universitäten, wir haben ja vor Augen mit Wissenschaftsförderung eine Lücke, die sich genau an unserer Universität immer wieder aufgetan hat, ist aus diesem Bereich der technischen Förderung, die wir alle gut kennen, die FFG, oder wirklich aus der sehr intensiven wissenschaftlichen Förderung, dem FWF, ergibt sich für uns oft eine Förderungslücke. Also wirklich muss man sagen, alles was im Bereich der anwendungsorientierten Gestaltung, Wissenschaft passiert, ist unterfördert, da treue ich mir sozusagen so zu sagen. Und genau an diesem Punkt haben wir angesetzt, zu versuchen, wirklich eine niedrigschwellig zugängliche Finanzierungsmöglichkeit für anwendungsorientierte konkrete Projekte zu finden. Im Rahmen von Design, Handwerk, Technologie heißt es in den nächsten drei Jahren, dass wir wirklich konkret Projektformaten in einem kleineren Umfang, wo man sozusagen versuchen kann, kleinere Projekte zu starten oder eben über Impulsstudios, Ideenfindungen, wirklich niedrigschwellig, einfach mal Menschen zusammenbringt, Ideen entwickelt, erste Entwürfe erarbeitet und diese dann in einem größeren Projektformat, unseren sogenannten Leitprojekten, wirklich zu einer ersten konkreten Umsetzung im Sinn von Prototypen zu bringen. Und das ist uns eigentlich der wichtigste Punkt, am Ende dieser Projekte soll etwas Angreifbares stehen, sei es digital oder real. Wir wollen etwas schaffen, etwas umsetzen. Ja, und vielleicht in diesem Zusammenhang, also wir haben einige, also die Kunstuniversität Linz ist sehr international, sehr europäisch und daher hoffe ich, dass wir als europäischer Zentralraum da vielleicht dieses Projektformat, das ist wirklich etwas einzigartiges, dann über die nächsten Jahre weiter hinaustragen können in Europa, um da Vorbildwirkung zu haben und das wirtschaftliche Rückgrat Österreichs und Europas, die kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken und innovativ zu halten. Danke. Vielen Dank. Sie merken schon viel, viel an Energie und Herzblut. Willst du noch etwas ergänzen? Vielleicht nur einen Satz. Es sollte natürlich nicht nur eine Einbahnstraße sein. Es sollten von den Betrieben, von den Handwerksbetrieben alte Techniken sozusagen auch den jungen Studenten zugänglich gemacht werden. Und Wolfgang Spaber hat noch beim Herfahren gesagt, den Studenten aus Kassel hat er schon erklären müssen, es handelt sich bei der Produktion oder bei dem Werkstoff um Holz. Und das kann man nicht in alle Richtungen biegen und drehen, was der Computer sozusagen erarbeitet. Und das ist dann sozusagen der Vorteil auch für die Studierenden, dass hier eben mit alten Techniken aus dem Handwerk gearbeitet wird. Bevor das jetzt anfängt, weil es liegt mir auf den Lippen, gearbeitet wird. Bevor das jetzt anfängt, weil es liegt mir auf den Lippen, unsere Architektur hat im Botanischen Garten einen großartigen Holzpavillon gebaut, wo man sieht, dass unsere Studierenden wissen, wie man mit Holz umgeht. Hier sitzen auch wesentliche Vertreter und die Leitung der Architektur bei uns, also das Institut für Architektur. Hier hinten ist zum Beispiel auch Creative Robotics vertreten mit der Leitung Herrn Braumann und seiner Tochter. Also wir sind hier, Industrial Design ist durch die beiden Leitungen vertreten. Also es ist hohes Commitment da, aber es stimmt. Natürlich, so ist es nicht. Wir haben ja auch Werkmeister und vor allem auch wirklich Meister, Tischlermeister und so weiter bei uns in den Werkstätten. Unglaublich, was die Studierenden davon lernen. Ein bisschen was können wir aber dann vielleicht auch sagen, was wir an Kreativ- und Designmethoden einbringen können. In diesem Sinn, mit guter Stimmung geht es an die Frage, wollen Sie noch etwas von uns dazu wissen? Gibt es Nachfragen Ihrerseits? Falls das nicht so ist, oder gibt es noch eine Meldung? Ja, bitte. Also zwei Fragen. Einerseits würde mich interessieren, es gibt schon einen fixen Projektrahmen, wie viele Förderungen da zur Verfügung stehen, jetzt einerseits von der Wirtschaftskammer, als auch von den anderen Projektpartnern. Und die zweite Frage, wie kommen die Unternehmen zu der Initiative? Müssen die schon eine eigene Idee haben oder wie kommen sie dazu? Zum Projektrahmen darf ich ganz kurz beginnen. Wir stellen als Wirtschaftskammer jetzt einmal im ersten Jahr 70.000 Euro zum Starten zur Verfügung. Das wird dann Jahr für Jahr angeschaut, wie sich die Nachfrage, wie sich die Projekte entwickelt und dann kann das gegebenenfalls auch erweitert werden. Unser Ansinnen ist natürlich eine möglichst breite, über Oberösterreich aktive Initiative zu entwickeln. Insgesamt haben wir an Budgetmittel für die nächsten drei Jahre jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Da sind die anderen Projektpartner auch mit im Boot und die werden wir dann über diese Projekteinreichungen vergeben. Und wie war die zweite Frage? Grundsätzlich versuchen wir natürlich die Unternehmen und die Universität zusammenzuführen und da steht einerseits die Wirtschaftskammer und andererseits die Kunstuniversität. Und dort kann man einhängen, eines der Projektformate, also in einer Höhe bis 4000 Euro, ist wirklich dafür gedacht, Unternehmen, unterschiedlichste Unternehmen und Disziplinen der unterschiedlichen Disziplinen der Universität zusammenzubringen und erst die Ideen zu entwickeln. Also wirklich so aus diesem Punkt gemeinsam zu beginnen. Also man muss nicht zwingend mit einer Idee kommen, kann aber mit einer Idee kommen oder einfach nur mit einer Herausforderung. Es gibt bereits Interessenten, die Projekte einreichen möchten. Aber Partner suchen auf universitärer Ebene. Gern weitere Fragen, weil Sie haben noch Dinge gefragt, die wir noch nicht gesagt haben. Das haben Sie schon recht gehabt. Gut so. Gibt es sonst noch Fragen? Ich möchte an den Projekten vielleicht noch ganz kurz ergänzen. Es gibt unterschiedliche Laufzeiten für die Projekte. Ich habe es nämlich mitgenommen, dieser Weiterbildungs- und Qualifizierungsworkshop, wo man Ideen sammelt. Das ist für drei bis fünf Tage angelegt. Dann gibt es Dauern, die bis vier Monate angelegt sind. Also je nachdem, welche Stufe gibt es unterschiedliche, auch Förderhöhen und unterschiedliche Dauer, die in den Projekten hinterlegt sind. Und natürlich ist dann auch das Ziel, dass man schaut, gäbe es denn da nicht woanders auch noch eine Unterstützung, wenn man so Projekte hat. Es gibt ja von Landesseite, von Bundesseite auch entsprechende Töpfe. Und da sitzen natürlich die Experten dann auch zusammen. Und da werden wir auch kreativ sein. Der Vorteil liegt natürlich bei den Betrieben, dass dann jemand an der Hand haben, der eben umgehen kann mit diesen Förderinstrumenten. Weil der typische Handwerksbetrieb, kleiner Handwerksbetrieb ist nicht in der Lage, diesen ganzen Förderdschungel sozusagen da gerecht zu werden. Und da erwarte ich mir schon einen Riesensprung, dass eben diese Mittel dann nicht nur bei uns, sondern auch von anderen Fördergebern abgeholt werden. Eine Projektidee, und das Projekt sollte ja nicht nur im Salzkammergut stattfinden, sondern in ganz Oberösterreich, aus Scherding, da gibt es einen sehr innovativen Sägewerksbetreiber, Sägewerksbetreiber, der möchte gerne aus dem Abfallholz, das bei seinem Schnitt, bei seinen Arbeitsvergängen sozusagen übrig bleibt, Tiny Häusern entwickeln. Und da gibt es schon konkrete Vorstellungen. Also wir können uns das wahrscheinlich nicht so richtig vorstellen, wie er das angehen wird. Aber da sollte man mal nachdenken darüber. Sollte überhaupt etwas mehr gemeinsam gesprochen, gemeinsam nachgedacht werden in Zeiten wie diesen? Nur so als kleiner Sidestep. Gibt es sonst noch Fragen? Sehr gerne. Gibt es sonst noch Fragen? Sehr gerne. Wenn das nicht der Fall ist, dann halten wir den guten Moment fest. Danke Ihnen allen sehr fürs Kommen. Wir wissen es zu schätzen, es ist ein Startpunkt. Wir freuen uns darüber nochmals. Danke an die Partner und Ihnen allen einen guten Tag.