Ich bin Judith Gatzermeier. Ich mache Malerei und Installation. Ich habe Malerei und Grafik studiert. Es hat sich aber auch schon im Studium etwas kallisiert ist, dass mir die Arbeit mit dem Nachwuchs nicht passiert. Es hat mir schon immer sehr früh so irgendwas mit den Eltern noch nicht passiert. Es ist immer so ein bisschen geschwankt zwischen so Zeichnen und Nähen. Genau, dass so Kunst studieren eigentlich eine Möglichkeit ist, war irgendwie eher so die Idee von meinen Eltern, also irgendwie ganz spannend. Die haben dann halt mal gewonnen, dass man nicht so einen Tag auf der Tür an der Uni gehen kann und so und das war für mich irgendwie dann schon, ja, eigentlich da erst wirklich, eher war die Möglichkeit wieder da und das habe ich mir dann wirklich sehr gut vorstellen können. Ich habe so eine kleine Summature, die Aufmacherprüfung gehabt und habe dann auch noch zum Studieren gestartet. Ich gehe jetzt nicht wirklich von einem Konzept aus in meiner Kunst. Ich mache auf keinen Fall Konzeptkunst. Aber es gibt schon immer wieder eine theoretische Basis. Ich lese für das Fest auf jeden Fall in meine Arbeit ein. In der Malerei geht es mir schon noch stärker an thematischen Faden. In der Ingeniativarbeit geht es mir sehr stark ums Material. Das verknüpft dann natürlich nicht am Konzept, aber das ist eher intuitiver gearbeitet. Da war ich mit einem Material. Ich arbeite zum Beispiel viel mit Kabelbindern, mit Gurten, mit verschiedensten Textilien, Objekten die Findung, die ich konstruiere. Und genau das schaue ich irgendwie, was das Material hergibt. Also ich beschaffe einfach Material, interessiert mich das sehr. Einfach zuschauen, wie wirkt das Material an mit wenigen Handgriffen, Einkommen mit anderen Materialien und einem Arm, also ein Raum spielt da auch eine große Rolle. Also was mich motiviert, kann ich sicherlich leicht beantworten, also es gibt auf jeden Fall eine intrinsische Motivation, Kunst zu machen. Ich glaube, das ist ein Copymechanismus, mit dem, was so in der Welt passiert, besser voranz zu kommen, weil ich das Gefühl habe, dass im ATW ist es auch für mich ein wichtiger Ausdruck zum restlichen Alter. Und auch die Kollaboration mit den Kollegen ist für mich extrem wichtig, ob es im Ausstellungskontext ist, kann man zum einen Leidschwungen machen oder auch bei den Kollektiven. Also das ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Es gibt auf jeden Fall unterschiedliche Arbeitsweisen, ob ich jetzt alleine arbeite oder im Kollektiv. Also an meinem Atelier mache ich und ihr so Sachen, die jetzt mehr von mir ausgehen. Da muss ich jetzt nicht so Rücksicht nehmen auf andere Personen. Im Kollektiv ist es jetzt auch nicht unbedingt so Malerei oder Installation, die ich da mache, sondern ich bin so ganz verschieden, also ich muss auch eher einen aktivistischen, politischen Ansatz haben. Ich darf auch vor allem so gerade jetzt mit meinen, also ich habe so einen Filministischen Medienclub gegründet, Emsing Monster, mit zwei Kunstballinen-Kollegen. Da haben wir einen politischen Ansatz, einen aktivistischen Ansatz, einen eher theoriebasierten Ansatz. Wir haben einerseits monatliche Treffen, wo wir Leute einbauen mit uns über fantastische Schorpe, hauptsächlich so Horrorfilme und so zu reden. Andererseits machen wir auch in der Gruppe Einleitungen, sondern genau für Ausstellungen oder Projekte. Unser nächstes Projekt, das wir in Luxemburg realisieren werden, ist eine Reise nach Großbritannien, wo wir in Haunted Hotels schlafen werden. Da gehen wir, ja, es sind verschiedene Themen, die wir da in dieser Weise angehen. Es ist so ein bisschen Artistic Research also. Diese Hotels sind also, wo vermeintliche oder auch teilweise wirklich belegsame Femizide passiert sind, wo es dann halt genau Geister gibt, die da spucken sollen. Also da geht es um Tourismus oder um die Zerung von Femiziden. Anthologie spielt da auch eine große Rolle, Kolonialismus. Also verschiedenste Themen, die jetzt aktuell auch sehr präsent sind, da haben wir wieder, also jetzt eine ganz andere Arbeitsweise im Studio, jetzt so in meiner eigenen pilztherischen Arbeit verfolgt, aber ja, also auch sehr spannend, weil Zugang und das auch gelernt hat, ich auch sehr viel, also wie kommt, ich mache es für mich auch sehr aus. Finanzierung ist eh allgemein ein großes Thema in in der Kunst. Ich habe einen Teilzeitjob, der mir ein fixes Einkommen bringt, mit dem ich gut über die Runden komme, weil das so ein Gegner zu großen Fixkosten hat. Und natürlich Einreichungen für alles Mögliche. Ich beantrage wenig Förderungen, oder eigentlich für meine eigene künstlerische Arbeit beantrage ich gar keine Förderungen. Das sind eher eigene künstlerische Arbeit beantrage ich gar keine Förderungen. Das sind eher dann so Einweichungen für Ausstellungen von Reisern und so, die ich mache. Weil ja, ich finde diese Förderkonzepte schreiben und so finde ich irgendwie so zeitaufwendig und so mühsam für das, was dann raus schaut. Das ist irgendwie eher über diese Sicherheitsschiene entschieden mit Teilzeitjob und zusätzlich dann mal zu schauen, wo es finanziell reinkommt. Das ist natürlich immer cool, wenn noch mehr dazukommt und dann lebt es sich leichter. Aber ich bin jetzt nicht so abhängig von der Kunst, zum Glück finanziell. Natürlich, Malerei lässt sich leichter verkaufen als jetzt Inspirative, geäxte oder so, da ist schon ab und zu Verkauf raus. Aber das ist auch nicht regelmäßig. Auch gerade so öffentliche, also es gibt jetzt auch Angriffe von Land, Stadt. Das ist natürlich schon immer wieder Thema, aber wenn da mal irgendwas passiert ist, dann ist man halt auch gefühlt auch bei Jahren gesperrt. Und dann wird ja nicht jedes Jahr nochmal eins suchen. Ich habe schon das Gefühl gehabt, dass man durch Projekte, Ausstellungen und so schon so aus der Uni rauskommen kann. also wie so gegen Ende von Studium, von meinem Studium hat man dann halt diesen Rundgang etabliert, also so taktaufend, türmäßig, aber eher genau um Arbeiten von Studierenden zu zeigen. Also das war schon ein Thema an der Uni, aber wirklich so, dass so auf den Kunstmarkt vorbereitet worden sind wir schon sehr wenig. Also es hat viele Veranstaltungen gegeben, wie man ein Portfolio macht. Hier haben wir eine Kunst im öffentlichen Raum Projekt gemacht, wo wir diese ganzen Finanzierungs-Sachen durchgegangen sind. Aber es war jetzt eher nicht so wirklich eine gute Vorbereitung, wie dann das Leben als Künstlerin ist, eine übliche Anleitung oder ein wenig Tipps, die man sich dann finanziert. Es war alles irgendwie eher so, okay, man ist jetzt dann fertig mit der Uni und dann muss man sich mal orientieren und schauen, wie es geht und sich einfach extrem viel dann selbst organisieren und auch beibringen. Gender Tech Advice ist natürlich allgemein ein strukturelles Problem, natürlich in der Kunst auch. Also was ich schon ein bisschen positiv hervorheben möchte, kann ich sagen, dass ich das Gefühl habe, dass ich schon in den letzten Jahren da auch getan habe. Also es gibt schon viel mehr Sichtbarkeit für skriptivierte Personen im Kunstbetrieb. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es auch mehr Frauen in Institutionen oder Spitzen sitzen. Aber natürlich bin ich auch noch ganz bedankt, weil ich habe mich hier wahrscheinlich noch länger gebraucht und viel Optimismus gebraucht, um etwas zu ändern. Mein Wunsch für das Kunst-Klub ist um da was zu ändern. Mein Wunsch fürs künstlerische Weitergehen ist auf jeden Fall wichtig, ein Atelier zu haben. Das ist für mich das Wichtigste, einer von den wichtigsten Orten, weil ohne Atelier hätte ich gar nicht die Möglichkeit, Kunst in dem Rahmen, in dem es jetzt noch weiterzumachen. Ich habe jetzt das Glück, dass ich noch zwei Jahre in dem Atelier da mega in Hoffmannhaus sein kann. Wie es jetzt noch weiter zu machen. Also ich habe jetzt eh Gottes Glück, dass ich noch zwei Jahre in dem Atelier da im Egon Hoffmann-Maus sein kann. Wie es dann auch dann weitergeht, kann ich mir gar nicht so genau sagen. Irgendwie zieht es mich dann schon auch mal aus dem Zweck. Ja und was mir natürlich auch sehr wichtig ist, wir wollen jetzt schon ein wenig in den Wochen weiter in Kontakt mit anderen KünstlerInnen zu sein und gemeinsam Projekte zu realisieren. Also ich habe schon das Gefühl, dass nur so die Arbeit alleine, andererseits irgendwie so ein bisschen traurig ist, so sehr viel alleine im Atelier zu verbringen und vor dem Computer sitzen und Einreichungen zu machen. Aber ja, dass irgendwie so das gegenseitig einfach sehr befruchten können, indem wir kollaborieren und wir dann auch gemeinsam in der Gruppe einfach auch weiterkommen.