Herzlich Dank an all unsere FördergeberInnen, an unsere SporzorInnen, an unsere KooperationspartnerInnen. Also ein Projekt, das natürlich nur möglich ist mit der Unterstützung vieler. Unser ganz, ganz besonderer Dank gilt heute natürlich der Kulturinitiative 0816 dafür, dass wir heute hier zu Gast sein dürfen. Allen voran natürlich auch die Michael Chinesberger für die wunderbare Unterstützung und das tolle Engagement. Herzlichen Tag natürlich auch an dich, Oliver, dass du heute hier bist und dieses Gespräch mit uns führst. Das Gespräch wird auch aufgezeichnet. Sie können es im Nachhinein auf Radio Froh nachhören. Herzlichen Dank auch an die Melanie von Radio Froh, dass sie heute hier ist. Und sie können es auch auf Dorf TV nachsehen. Ja, wir haben jetzt im Film gesehen, kein Gold für Kalsaka, ein internationales Unternehmen. Kommt nach Kalsaka, verspricht dem Menschen so einiges. Und was zurückbleibt, ist praktisch nichts. Im Gegenteil, die Zerstörung der Lebensgrundlage. Oliver, du hast ja schon mit der ÖJAP sehr, sehr lange, Epoch, China, Faso tätig. Wenn du das so siehst, kommen dir solche Bilder bekannt vor, dass internationale Unternehmen kommen, dass viel versprochen wird und im Endeffekt wenig davon geschieht. Danke, Christina. Danke mal auch für die Einladung. Danke ans Welthaus Linz und an die Kulturinitiative für diesen tollen Kinoabend. Ja, genau, also wir sind schon einige Jahrzehnte irgendwo Kinafaso tätig mit verschiedenen NGO-Projekten, wo wir einfach auch versuchen, die Lebensgrundlage von Menschen zu verbessern. Ich habe es eingangs schon gesagt, also ich bin nicht aus dem Bereich des Minings, aber natürlich kommen wir auch damit logischerweise in Kontakt, weil natürlich auch viele Menschen versuchen, sehr schnell, sage natürlich kommen wir auch damit logischerweise in Kontakt, weil natürlich auch viele Menschen versuchen, sehr schnell, sage ich mal, auch in einer Mangelung von Alternativen an Einkommen zu kommen und der Goldabbau ist in vielen Regionen, Burkina Faso ist einfach ein großes Thema. Also es werden, glaube ich, es sind circa 57 Tonnen Gold circa abgebaut jedes Jahr in Burkina. Es ist einfach eine Möglichkeit, schnelles Einkommen zu erzielen. Aber wie wir gesehen haben, sind die Arbeitsbedingungen oft verheerend. Gehe dann einfach damit einher, dass Menschen starken Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Aber natürlich auch die Lebensgrundlage, die Umwelt zerstört wird, Gewässer verschmutzt werden, Trinkwasser einfach nicht mehr brauchbar ist. Und genau, also wir versuchen dem einfach mit Projekt einfach entgegenzuwirken. Einerseits indem wir versuchen mit Jugendlichen zu arbeiten, Jugendliche bei Berufsausbildungen zu unterstützen, damit sie einen Beruf verlernen können, gerade in technischen Berufen. Also wir haben es im Film auch ein paar Mal gesehen, also es gibt sehr viel Metallverarbeitung, Mechanik, das sind so die Elektrotechnik, das sind so Sachen, die in der Stadt gebraucht werden. Am Dorf haben wir jetzt ganz ganz viel gesehen von Kalsacker, gibt sehr sehr viel Subsistenzlandwirtschaft, deswegen sind wir auch in der ländlichen Entwicklung tätig und sind auch in zwei Dörfern, versuchen dort einfach die Lebensgrundlage der Menschen zu verbessern, ein Stück weit. In vielen hat man jetzt viel von der ländlichen Bevölkerung gesehen. Wie ist das denn die Situation in der Faso? Wie ist die Bevölkerung verteilt, Land, Stadt? Wie sind vielleicht die Lebensbedingungen? Wo leben die Menschen? Wovon leben viele Menschen? Welche Sektoren sind wichtig? erst ermöglichen und ernähren. Und das ist schon auch tatsächlich so. Also es ist, obwohl wir sehen, es ist immer stärker Verstädterung und Urbanisierung überall in der Welt, auch in Burkina Faso, aber es sind trotzdem noch circa zwei Drittel der Bevölkerung, die am Land leben und circa ein Drittel in der Stadt, vor allem in der Hauptstadt, in Ouagadougou. Und sagen wir mal, von den Leuten, die am Land leben, ja, es sind auch wirklich wiederum zwei Drittel bis 70, 80 Prozent in der Subsistenzlandswirtschaft tätig. Das heißt Ackerbau, Viehzucht, früchte Getreide, die angebaut werden können. Das sind tatsächlich auch wirklich die Haupteinnahmequellen für ganz, ganz viele Menschen. Und Burkina Faso, muss man sagen, hat auch eine sehr, sehr junge Bevölkerung. Also es ist ca. 50% der Bevölkerung sind unter 18 Jahre alt. Also es ist eine sehr, sehr junge und auch stark wachsende Bevölkerung. Also wir waren bei 15, 16 Millionen Menschen noch vor ein paar Jahren. Jetzt sind wir bei 23,5 geschätzt. Ich sage es mal gleich zu Statistiken. Sie nehmen mal ein bisschen mit Vorsicht zu genießen, auch wenn sie jetzt von der UN oder von der Weltbank kommen, weil ganz einfach, also es gibt kein Katasteramt oder es gibt keine Möglichkeit, ganz genaue Erhebungen zu machen in einem Land, das auch sehr, sehr fragmentiert ist. Aber in dem Dreh ungefähr bewegen wir uns von der Bevölkerung her. Du hast es auch angesprochen, die EU-Abwehr unterstützt auch im ländlichen Bereich. Möchtest du ihr erzählen, was ist euer Eindruck, was hilft den Menschen, was wird benötigt, was gibt es vielleicht, wo gibt es Kompetenzen? Wo unterstützt ihr? Ja, also wir versuchen im ländlichen Bereich, vor allem auch in der Einkommensgenerierung zu helfen. Also wir bauen Kompostlatrinen und Handwaschanlagen in zwei Dörfern. In Burkina Faso haben wir das vor sechs Jahren begonnen, in Samba. Das ist ein Dorf so etwa zweieinhalb Autostunden von der Hauptstadt von Orgadubu entfernt. Das hat zwei wesentliche Vorteile. Meinerseits, es gibt keine Sanitärversorgung in den ländlichen Gebieten. Also Open Defecation wird quasi in fast fast allen Dörfern praktiziert. Von dem her gehen wir her und bauen Kompostlatrinen in den Dörfern, Handwaschanlagen. Es gibt einen lokalen Verein, der Hygieneschulungen durchführt. Und muss ich das vorstellen, Sie haben es ja auch gesehen, also im Film Menschen, die mit Burkina Faso im nördlichen Bereich, also in sogenannten Konzessionen. Wir haben sehr viele dieser Höfe gesehen. Ganz, ganz tolles Bildmaterial. Wir nehmen ca. 15 bis 25 bis 30 Personen zusammen und für diese Konzessionen bauen wir Kompostlatrinen. Da sind wir jetzt in Samba mittlerweile bei über 50 und in Turugu bei etwas über 20 Kompostlatrinen. Einerseits verbessern wir dadurch natürlich die sanitäre Situation vor Ort, schaffen eben, dass es keine Open Deficition mehr gibt, verbessern die Hygiene. Und der zweite Punkt ist aber aussteller, auch einfach eine Möglichkeit, die Einkommen zu verbessern. Und das sehen die halt sehr, sehr wichtig in dem Projekt an. Also bei uns kommen halt keine Baufirmen aus der Hauptstadt, wie das auch sonst leider auch bei größeren Unternehmen der Fall ist. das einfach wirklich mit lokalen Ressourcen zu konstruieren. Und ja, die Bevölkerung nimmt das auch sehr, sehr gut an. Wir haben zwei Projekte eben mit Kompost da drinnen, wo sich auch lokale Vereine gebildet haben, die auch nebenher Baumpflanzungen vornehmen, versuchen wirklich so ein bisschen Forestation zu betreiben und die Umweltsituation einfach auch zu verbessern. Und wir sehen halt einfach diese Schaffung von zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten ist halt sehr, sehr wichtig, damit Menschen auch nicht gezwungen sind, weil das ist ja auch keine freiwillige Entscheidung, jetzt immer zu einem Goldabbau zu gehen. jetzt immer zu einem Goldabbau zu gehen. Aber es ist einfach oft für viele Menschen eine Überlebensstrategie. Und ich sage, je mehr sinnvolle Alternativen wir haben hier, um lokales Einkommen und Kaufkraft zu erschließen, desto mehr werden wir die Lebensgrundlage von Menschen nachhaltig verbessern können. Du hast jetzt die zusätzlichen Einnahmequellen angesprochen. Du hast davor gemeint, ihr unterstützt auch Ausbindungsprojekte, unterstützt Jugendliche. Was macht ihr da genau? Ja, genau das ist ein bisschen historisch, wo wir herkommen. Also die ÖAB ist eine sehr, sehr getagte Organisation, sage ich schon mal, aber mit jungem Spirit, so versuchen wir es ein bisschen. Also wir haben 1970 eine technisch-gewerbliche Fachschule schon gegründet. Das war damals so die erste Berufsausbildung in Burkina Faso im Prinzip nach dualem Bildungssystem. Wenn man heute durch die Straßen geht in Ouagadougou und mit älteren Personen spricht und das Wort Centro Sto fällt, dann wissen sie noch, das ist ja quasi diese Schule, die damals technische Berufsausbildung gemacht hat. Also das ist so ein bisschen das Historische. Heute versuchen wir einfach Berufsausbildungszentren zu unterstützen in Orgadugu, wo wir der Meinung sind, dass sie, man muss sagen, in Burkina, das ist ein bisschen wie in Österreich, also das sind auch sehr, sehr zertifikathörig manchmal die Menschen, also dass halt einfach Ausbildungen gemacht werden, damit Menschen dann Abschlüsse haben, Zertifikate haben, aber sie sind nicht wirklich am Arbeitsmarkt verwertbar. Und wir versuchen halt wirklich auf diese Praxiskomponente Wert zu legen, arbeiten da auch mit zwei Berufsbildungszentren in Uagatubu zusammen, das ist das CFPP und das Centre de Formation Professionnelle Vénégret. Das sind zwei Berufsbildungszentren, die vor allem Mädchen und junge Frauen unterstützen, einen Beruf zu erlernen. Also man muss sich das Bildungssystem in Burkina so vorstellen, die Primärbildung ist relativ gut gesichert, also wir haben Einschulungsraten von knapp 90 Prozent, aber die Sekundarstufe ist das Problem. Also wirklich das Erlernen eines Berufs und wir sind trotz Waffenburg-Hindern in der Situation, dass es eine etwas patriarchale Struktur ist, also wir haben auch vorher gesehen eine Frau, die sagt, sie hat fünf Kinder, die gehen zwar alle zur Schule, das ist in der Primärstufe sehr oft so, aber gerade bei der Sekundarstufe ist es gerade für Mädchen oder junge Frauen sehr, sehr schwer, auch einen Beruf zu erlernen. Und wir vergeben quasi Stipendien an derzeit 50 Schülerinnen und Schüler in diesen beiden Ausbildungszentren, um jungen Menschen es halt so ermöglichen, einen Beruf zu erlernen. Und eben auch mit dieser Praxiskomponente, die man auch so ein bisschen aus Österreich kennt, ist die duale Berufsausbildung. die man auch so ein bisschen aus Österreich kennt, ist die duale Berufsausbildung. Das war so die ehemalige französische Kolonie. Also Bildung ist sehr, sehr theorielastig. Selbst in technischen Berufen wie der Elektrotechnik kommt es nicht selten vor, dass 70, 80 Prozent eigentlich Frontalunterricht, Theorie im Klassenzimmer sind. Macht natürlich bei Technik nicht sehr viel Sinn. Deswegen versuchen wir mit Zencon zusammenzuarbeiten, die wirklich diese Employability, dass quasi die Leute im Arbeitsmarkt einen Fuß fassen können, fördern. Wir möchten natürlich auch Ihnen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen, die bei Ihnen aufgekommen sind. Meine Kollegin, die Julia, wird bitte das Mikrofon herumreichen, falls jemand Fragen hat. Möchte jemand etwas wissen? Ich habe eigentlich drei Fragen. Also, stimmt das, was ich glaube, dass Subsistenz, Landwirtschaft, das ist, wo einfach die Familien dann vom Boden leben, aber nicht zusätzlich ein Einkommen daraus generieren, oder? Ja, genau, so ein bisschen Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Dann das Zweite, kann der Kompost von den Toiletten dann verwendet werden? Ja, genau. Wofür? Für die Subsistenzlandwirtschaft. Also so eine Kompostlatrine funktioniert so, er hat zwei Kammern. Sobald eine Kammer gefüllt ist, kann die Latrine unten aufgemacht werden und dann kann der Kompost quasi genutzt werden, um Felder zu bestellen. Und die Latrine kann aber währenddessen weiter genutzt werden. Und da werden aber Krankheiten nicht weitergegeben, weil das im Kompost dann abgedüttet wird, oder? Genau, also das ist eben der Vorteil der Kompostierung. Genau, und das dritte war, wie soll man so eine Handwaschanlage vorstellen? Ich habe jetzt leider kein Foto da, aber es ist im Prinzip ein ganz, ganz rudimentäres Metallgestell mit einem Blecheimer und zwei Schalen. Eine im Prinzip, um die Seife drin aufzubehalten und die andere für das schmutzige Wasser. Also es ist ganz, ganz und es gibt dann noch so einen Wasserhahn, einen Robilly. Das ist manchmal schwierig, weil man ist dann mit dem Vokabel in der französischen Sprache vertraut, also in der deutschen. Aber quasi einfach ein Wasserhahn, den du aufdrehst, oben hast du einen Behälter mit Wasser und kommt raus und du musst dir natürlich manuell füllen, also es ist jetzt an keinen Wasseranschluss oder so angeschlossen. Aber in den Dörfern, wo wir sind, geht es brunnen, das heißt, die Menschen bringen dann vom Brunnen etwas mit dem Eimer zur Handwaschanlage und dann können sie es so lange nutzen. Seifen werden lokal hergestellt. Und das ist jetzt ein Vorteil gegenüber der momentanen Situation, dass sie überhaupt die Hände waschen, oder? Genau, also es gibt eine Wasserversorgungsgesellschaft in Burkina Faso, das ist die Onea, die ist staatlich. Die ist eigentlich für westafrikanische Standards ziemlich gut, aber sie ist eigentlich nur in Murgatugo und Bobo de Olasso, also in den großen Städten, tätig. Das heißt, in der allergrößten Mehrheit der Dörfer gibt es einfach keine sanitäre Versorgung. Das heißt, keine Toiletten, keine Handwürfstandlage und auch keine Duschen in der Regel. Duschen werden manchmal ganz, ganz rudimentär gebaut, selbst konstruiert von Mauern. Aber in der Regel ist es wie ein Heimer über dem Kopf. Danke. Ja, danke vielmals. Ich bin selbst in der Entwicklungsdame tätig seit vielen Jahren und deswegen also zuerst würde ich eigentlich gerne einen Kommentar sagen zum Film. Der bestätigt sehr, sehr eindeutig, wogegen wir, also ich bewirke da nicht die Entwicklungsdame tätig, aber wogegen wir kämpfen, also von Zerstörung cultural heritage, aller Umwelt- und Sozialstandards, wirtschaftliche Ergebnisse in den Kommunen etc. Also das ist wirklich eine starken Dokumentation, finde ich. Und sollte definitiv auch weiter in dieser Community geteilt werden. Aber zum Kontext des Mining, jetzt haben Sie gesagt, Sie sind ja aus dem Bereich. Was mir hier interessieren würde, aus der Erfahrung aus Burkina Faso, also das ganze Thema kritische Rohstoffe ist ja ein sehr variables momentan. Also auch die EU, die Europäische Kommission in Brüssel schaut sehr stark darauf, wie kann man stärkere Verbindungen gerade zu afrikanischen Ländern herstellen, um die Rohstoffsicherheit für Energiewende, für E-Mobilität etc. für den europäischen Markt zu sichern. Wie groß ist das Risiko, da sehen Sie das Risiko in Burkina Faso, dass sich solche Situationen dadurch verstärken, weil ja auch in Burkina Faso durchaus einiges an Rohstoffen, kritischen Rohstoffen ist, neben Gold, die eben für diese Technologie notwendig sind. Das heißt, sieht man da auch einen Boom in diesen anderen Rohstoffbereichen? Und wie hoch ist das Risiko, dass sich das verstetigt in den Ländern, dass solche Situationen wieder passieren in Burkina? Oder hat man schon was draus gelernt? Also gibt es schon eine Veränderung? Weil das war ja in einer Situation, in der es sehr stark marktliberalisiert, also der Markt regelt, die Unternehmen bringen das Geld. Zwischenzeitlich sind ja Regulierungsantastungen erfolgt im Land. Aber sieht man das oder eher nicht? Also für den Kontext von Burkina Faso gesprochen würde ich sagen, es ist trotzdem ein relativ rohstoffarmes Land verglichen mit anderen afrikanischen Stakina seit 2022 eine Militärregierung unter Ibrahim Traoré, die auch sehr divers gesehen wird, weil sie einerseits Sicherheitsprobleme im Land schon angeht, gleichzeitig aber auch eine Militärdiktatur ist, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit sehr, sehr stark einschreckt. Also auch haben gewisse Abbaukonzessionen verstaatlicht, also zumindest immer gewisser Prozentsatz an den Staat gehen muss, dass das nicht unbedingt dann immer zu einer Verbesserung führt gegenüber dem, was wir jetzt in den letzten eineinhalb Stunden gesehen haben, ist glaube ich auch klar. Also es gehen da trotzdem natürlich die, es bleiben vielleicht die Ressourcen mehr im Land, weil man jetzt schon sagt, also ausländische Konzerne, so wie jetzt hier war es ein britisches Unternehmen, aber es gibt es genauso mit französischen, mit kanadischen, mit russischen, mit chinesischen. sehr, sehr stark jetzt auch mittlerweile in Westafrika tätig. Mit privaten Konzernen sehen wir das aus Einländern. Jetzt mittlerweile wird versucht, eben ein bisschen ein Riegel vorzuschieben. Also ich glaube, das Geld fließt weniger ins Ausland, bleibt eher im Land mittlerweile auf. Was diese Mining-Geschichten angeht, heißt aber nicht, dass es automatisch bei der Bevölkerung ankommt, sondern es wird halt mehr in den Sicherheitsapparat gesteckt, in Militärausgaben gesteckt. Wie gesagt, die ganz, ganz konkrete Situation, auch wie sie jetzt in Kaiserkreis ist, kann ich nicht beurteilen. Aber ich würde sagen, das ist so die Verschiebung, die wir in Burkina Faso derzeit sehen. Also es ist schon staatlicher, aber nicht unbedingt, dass wir sagen können, es verbessert sich wirklich für die lokale Bevölkerung. sagen können, es verbessert sich jeglich für die lokale Bevölkerung. Ich habe im Winterkopf eine Karte von Afrika, wo es einen grünen Gürtel geben soll. Die Sahara und Sub-Sahara Scheide, das ausbeutende Sahara. Trifft das Burkina Faso auch oder ist das ganz woanders? Im Prinzip schon. Also Burkina Faso ist ein Sah das ganz woanders? Im Prinzip schon. Also Burkina Faso ist ein Sahel. Also es liegt quasi so zwischen Sahara und dem Gebiet, wo es wirklich grün wird. Aber die Entwicklung, die wir jetzt derzeit eher sehen, ist schon, dass sich die Wüste eher ausbreitet. Also es sind einige Quadratmeter im Jahr, die quasi die Wüste weiter ins Land voranschreitet. Also es gibt schon Teile von Burkina Faso, die da besser gelegen sind, also zum Beispiel Bogo de Olasso in dem Westen, das sieht man auch einfach mit dem Auto, so von Warga nach Bogo fährt, das sind 365 Kilometer, es verändert sich die Landschaft komplett. Also in Bogo de Olasso gibt es sehr, sehr viel Grün, sehr, sehr viel Meer, auch was wir jetzt in Calzaca zum Beispiel gesehen haben. Aber prinzipiell ist Burkina schon davon betroffen, dass es mehr Trockenheit gibt, die Wüste sich ausbreitet. Vor allem von Norden her, also dort ist also die Grenze zu Mali und das ist immer sehr, sehr stark, dass auch die Böden immer benutzbarer werden, was die Menschen halt auch zu einer Landflucht veranlasst. Was dazu führt, dass mehr Menschen nach Ouagadougou kommen in die Hauptstadt, weil sie ihre Felder nicht mehr bestellen können. Binnenmigration ist auch schwierig, derzeit auch in anderen Staaten. Und ja, wir dadurch eigentlich sehen, dass die Leute ihr Land verlassen. Eindruck vom Film war ja auch, Poujier, partout, überall roter Sand, roter Staub. Und das war auch der Eindruck, den unser Sohn in einem Jahr Burkina Faso mitgebracht hat. Schade, dass sich das nicht irgendwo verändert oder weitergeht. Ja, also Poussière partout, es ist roter Staub überall. Also wir sind auch, wenn wir aufs Dorf fahren, mit Corona-Masken unterwegs, auch wenn wir gesund sind. Ich habe noch eine andere Frage. Was ist aus Christoph Schlingensief Ofendorf geworden? Ist das fortgeführt worden? Das Ofendorf von Christoph Schlingensief damals? Christoph Schlingensief, ja, sagt mir was. Also er und auch, dass er da tätig war, aber ich kenne das Projekt nicht genau. Also Landrechte sind sehr kompliziert in Burkina Faso. Es gibt Gebiete, wo das klar abgesteckt ist, also wo es auch Pläne gibt, welches Land quasi wem gehört, ist aber von Region zu Region komplett unterschiedlich. Und jetzt haben wir eben auch gesehen, seit dem Militärputschen 2022, dass sich die Rechtslage und jetzt gerade der Begriff Rechtsstaatlichkeit einfach noch einmal sehr, sehr stark gedreht hat. Da habe ich ganz gut gesehen, dass das halt auch immer wieder ein starkes Thema ist. Ich würde sagen, die Rechtslage und Rechtssicherheit war wahrscheinlich etwas besser, also gerade auch für ausländischeieren, wo sich Leute keinen Anwalt leisten können, wo auch viele Leute einfach darauf angewiesen sind, das zu glauben, was in den Nähen jemand sagt. Also wir haben auch von Analphabetinnen und Analphabeten gehört. Das betrifft ca. 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung immer noch heute in Burkina Faso, also vor allem die Älteren. Führt natürlich dazu, dass das sehr, sehr schwierig ist, auch die eigenen Rechte durchzusetzen. Könnte also diese Bemühungen um ein Grüngürtel in Afrika, die sind ja irgendwo, wie man gehört hat, breitet sich die Wüste trotzdem weiter aus. Hänge das mit dem Klimawandel zusammen? sich die Wüste trotzdem weiter aus, hängt das mit dem Klimawandel zusammen. Ja, leider schon. Also es ist tatsächlich Trockenheit vor allem ist das größte Problem. Also wir gar nichts, muss ich dazu sagen. Auf staatlicher Ebene weiß ich es nicht, aber ehrlich gesagt auch sehr, sehr wenig. Also dadurch, dass es die Militärhunde gibt, ist die burkinische Politik sehr, sehr isoliert, seither auch. Also das ist von beiden Seiten aber auch ein bisschen so gewollt. Von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit? Ja, ja, auch. Ich meine, Burkina Faso ist immer noch Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, von dem wir in Berna schon auch einige Gelder vergeben. Die ADA arbeitet halt schon primär mit NGOs zusammen, die dort Projekte machen. Ich glaube, sonst die wirtschaftlichen Kooperationen sind derzeit eher deutlich am Abnehmen, weil, wie gesagt, die Kontakte zwischen Österreich und Burkina Faso jetzt eher geringer werden dadurch, dass sich Burkina Faso dem Westen auch gänzlich abgewandt hat. Aber vielleicht letztes dazu, also wir selbst als NGO achten halt auch wirklich darauf, dass wir uns politisch da trotzdem raushalten. Also wir haben natürlich unsere Meinung, wir sind auch mit lokalen Gemeindeverwaltungen logischerweise in Kontakt, arbeiten mit denen zusammen, wenn wir Kompostlautröhne irgendwo bauen, das geht gar nicht, jetzt irgendwie alle rauszuhalten, weil wir arbeiten jetzt nicht mit Ministerien oder der Regierung zusammen, wenn wir Kompostlautröhnen irgendwo bauen. Das geht gar nicht, jetzt irgendwie alle rauszuhalten, weil wir arbeiten jetzt nicht mit Ministerien oder der Regierung zusammen, wollen das auch ganz, ganz bewusst nicht, um uns da auch nicht die Finger zu verbrennen und in schwierige Gefilde zu kommen, sondern unsere Partner vor Ort sind halt wirklich NGOs. Also es ist eine Arbeit von NGOs, mit NGOs für die Zivilbevölkerung. Und das ist unsere Zielgruppe. Ja, es ist eine Arbeit von NGOs, mit NGOs für die zivilen Bevölkerung. Und das ist unsere Zielgruppe. Ja, es ist eine breite Thematik natürlich. Die Zeit schreitet voran. Ihr werdet im Nachhinein noch eine Möglichkeit haben, Oliver ist noch da, wir sind noch da, eure Fragen dann im Nachhinein noch zu stellen. Mich würde es noch interessieren, man liest sehr wenig über Burkina Faso und wenn wir etwas lesen, sind es vor allem schlechte Nachrichten, abgesehen von Gold. Was kannst du denn berichten? Was gibt es für Schätze in Burkina Faso? Hast du irgendwelche Dinge, wo du sagst, das ist besonders, das ist etwas Schönes, das ist eine Stärke, das möchte ich heute vielleicht noch teilen? Gutes Essen, also Knoblauchrum kann ich sehr empfehlen oder Reis mit diversen Soßen, also vor allem mit Erdnusssoße, das ist ganz, ganz großartig. vor allem mit Erdnusssoße, das ist ganz, ganz großartig. Turkinische Kulinar ist jetzt vielleicht nicht übermäßig spektakulär, aber extrem lecker. Im Dorf gibt es ein selbstgebrautes Bier, Dolo, auch sehr, sehr empfehlenswert. Da muss man aufpassen, das ist sehr, sehr heiß, 45 Grad, und das Bier hat auch mehr als 5 Prozent. So, da muss man aufpassen. Und, und, das ist der dritte Punkt, die Gastfreundschaft ist sehr, sehr groß. Deswegen muss man Zandolo auch trinken und muss dann eben aufpassen, wie viel man davon konsumiert. Also Menschen sind wahnsinnig gastfreundlich, herzlich und ja, also wenn man einmal in Burkina Faso war, dann bleibt auch ein Stück seines Herzens immer in Burkina Faso. Das kann ich sagen. Das kann vielleicht ihr Sohn bestätigen, wenn er auch mal dort war. Also man möchte eigentlich nicht immer wieder. Ja, vielen herzlichen Dank. Ich denke, das waren sehr schöne Abschlussworte. Bitte nutzen Sie noch die Gelegenheit, wenn Sie möchten, draußen mit uns und vor allem mit Oliver ins Gespräch zu kommen. Oliver hat auch noch Informationsmaterial mitgenommen. Das liegt draußen bei den Tischen auf. Es gibt auch Südwindmagazine zur freien Entnahme, wen das interessiert. Ja, und ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich bedanken bei der Kulturinitiative 0816, bei Oliver Böck, bei allen unseren Partnerinnen und Partnern und vor allem auch bei Ihnen fürs Kommen. Vielen, vielen herzlichen Dank. Danke. Bis zum nächsten Mal.