Dr. Andreas Lange Reviewer 1 Hallo und guten Tag, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer. Schön, dass so viele gekommen sind. Wir beschäftigen uns heute mit Atomkraft, Atomstromproduktion und Alternativen dazu. Das ist ein schwieriges und sehr, sehr wichtiges Thema. Super, dass so viele gekommen sind. Ich glaube, das verdient einen Applaus. Jetzt applaudiert jeder für seinen oder seine Sitznachbarin, so laut er oder sie kann. Ja, das ist ein gutes Energielevel. Ich muss gleich mit etwas Unerfreulichem beginnen. Das Programm, das ihr in Händen habt, das ist nicht mehr aktuell. Helga Gromp-Kolb musste gestern Nachmittag aus persönlichen Gründen absagen und wir wollten die Veranstaltung aber unbedingt machen. Deshalb haben wir zum Glück Nikolaus Müllner dafür gewinnen können, er hat sich mit Helga Gromkolb abgesprochen, dass er an ihrer Stadt heute hier vorträgt. Er muss allerdings sehr schnell nach seinem Vortrag weg. Das heißt, wir haben das umgestaltet, nicht so, wie es bei euch im Programm steht, dass am Ende die Fragen gestellt werden können an die beiden Experten, sondern nach dem Input von Nikolaus Müllner wird es die Möglichkeit geben, ihn zu befragen und er muss dann aufbrechen, weil er am Nachmittag einen schon lange vereinbarten Medientermin hat. Medientermin hat. Wir versuchen und werden euch heute immer wieder einbinden in die Veranstaltung und wir machen das mit diesen drei Farbkarten, die ihr habt. Und wir versuchen das einmal mit einer Frage, wo ihr sicher nichts falsch machen könnt. Nämlich, wie ist euer derzeitiger Energielevel? Ich bin voll da, wäre die rote Karte zu heben. Naja, geht so, wäre die blaue Karte zu heben. Und ich warte auf die Schokopause, das wäre die gelbe Karte. Bitte jetzt alle Karten heben. Ja, da sind nicht alle voll da, um es euphemistisch zu sagen. Also der Großteil, das muss man sagen, wartet auf die Schokopause. Und das ist ja auch recht so. Großteil, das muss man sagen, wartet auf die Schokopause. Und das ist ja auch recht so. Ihr sollt euch ja dann in der Pause nach dem ersten Input, nach den Fragen, die ihr euch überlegt habt, gut stärken. So, dass ihr dann nach dieser kurzen Pause wieder mit voller Energie dabei seid. Aber keine Angst, wenn das Energielevel noch nicht so ist, wie es sein soll, wir werden das hinbekommen. Die Vorträge werden interessant sein, ihr werdet immer wieder eingebunden sein. Noch eine Frage, wie viel Zeit habt ihr heute schon am Handy verbracht? Rot ist mehr als eine Stunde, zwischen 15 Minuten und einer Stunde ist blau und gelb ist weniger als 15 Minuten einer Stunde ist blau und gelb ist weniger als 15 Minuten. Ja, weit überwiegend blau, also zwischen 15 Minuten und einer Stunde und etwa ausgeglichen, ich würde so grob schätzen, jeweils 10% waren weniger als 15 Minuten und etwa 10% mehr als eine Stunde. Alle würde ich bitten, jetzt während des Vortrags handyfreie Zeit zu machen. Bitte schaltet euer Mobiltelefon ab. Die Vortragenden sind so gut in ihrem Bereich, dass ihr das nicht im Handy so schnell finden könnt. Die beschäftigen sich viele Jahre mit dem Thema und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr ja nachher die Fragen an die Vortragenden richten. In der Pause das Handy gerne wieder verwenden. Wer es dann nicht mehr aushält nach einer Stunde und im zweiten Teil das Handy bitte wieder weggeben. Ja, so eine Veranstaltung organisiert sich nicht von selbst. Da stehen viele Leute dahinter und da möchte ich gleich zu Beginn zwei Personen besonders danken vom Anti-Atom-Komitee Freistaat. Das ist Gerold und Sandra Wagner. Die haben diese Veranstaltung federführend organisiert, gemeinsam mit uns, mit Atomstopp Atomkraft Freileben. Der Obmann von Anti-Atom-Kommitee Freistaat, Manfred Doppler, wird nach der Pause zu euch kurz sprechen und wird, er ist Zeitzeuge der Katastrophe von Tschernobyl und das ist ja der Anlass, warum wir uns heute hier treffen, dass in wenigen Tagen der 40. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl ist und Manfred wird euch nach der Pause kurz berichten als Zeitzeuge, wie die Zeit damals war. Also es haben es einige erlebt, aber so richtig gut in Erinnerung wird das von uns Manfred haben. Ja, und eine solche Veranstaltung geht nicht, wenn sie nicht gefördert wird. Und da sind wir dem Land Oberösterreich zu Dank verpflichtet, denn das Land Oberösterreich ermöglicht diese Veranstaltung. Und für das Land Oberösterreich eröffnet die Veranstaltung Ann-Sophie Bauer. Ann-Sophie Bauer vertritt heute den Klima- und Umweltlandesrat Stefan Keineder. Und sie ist wie keine zweite Person geeignet für die Eröffnung. Sie ist nämlich von ihrer politischen Haupt, von ihren Schwerpunkten her, für Umwelt- und Europafragen zuständig im Oberösterreichischen Landtag. Beides Themen, die die Anti-Atom-Sache sehr stark betreffen. Umwelt, Nachhaltigkeit, Klima sowieso, das ist klar, aber auch Fragen der Europäischen Union. Die Anti-Atom-Fragen werden im Wesentlichen heute in Brüssel entschieden. Dort wird über Förderungen entschieden und so weiter. Und es kommt noch etwas dazu, warum Ann-Sophie Bauer genau passt. Sie ist die jüngste Abgeordnete im Oberösterreichischen Landtag und sie beschäftigt sich ganz viel damit, wie man junge Menschen einbinden kann in die politische Partizipation, wie junge Menschen mitmachen können. Das ist ja auch etwas, was wir heute hier wollen, euch auf hohem Niveau zu informieren, sodass ihr dann am politischen Prozess teilnehmen könnt. Bitte begrüßt mit einem kräftigen Applaus an Sophie Bauer. Dankeschön. Ja, herzlich willkommen und vielen, vielen Dank für die Einladung. 40 Jahre ist die nukleare Katastrophe in Tschernobyl jetzt aus. Jetzt muss ich auch sagen, vor 40 Jahren war ich auch noch nicht auf der Welt, das habe ich auch nicht direkt miterlebt, aber ich kenne die Geschichten von meinen Eltern und von meinen Großeltern und wenn die diese Geschichten erzählt haben, dann hat man in den Augen gesehen und auch in der Stimme gehört, dass das Geschichten sind, die berechtigterweise auch mit Angst verbunden sind. auch mit Angst verbunden sind. Und Tschernobyl, diese nukleare Katastrophe, ist ja auch kein Einzelfall. Es gibt einen, die kann ich mich noch sehr, sehr gut erinnern. Und zwar war das 2011 Fukushima. Ich war ein paar Monate davor, nämlich selber in Japan, bei so einem Schüleraustausch und habe dort bei einer Familie gewohnt und meine Gastschwester, das hat man so genannt, das war die Narumi. Und als ich dann im Radio gehört habe, dass in Fukushima diese Katastrophe passiert ist, habe ich mir natürlich meinen Laptop aufgeklappt und geschaut, wo ist denn das? Und mitgekriegt, shit, das ist gar nicht weit weg von dort, wo die Narumi wohnt und wo ihre Familie wohnt und wo ich sozusagen auch gewohnt habe. Und da habe ich schon gemerkt, okay, jetzt kriege ich es auch ein bisschen mit Angst zu tun und habe sie angerufen und sie hat mir dann auch erzählt, ja, sie weiß jetzt irgendwie auch nicht, was es ist und sie weiß nicht, ob es gefährlich ist. Sie weiß nicht, ob sie evakuiert werden muss, aber sie lebt auf einem Bauernhof. Das heißt, man kann einen Bauernhof nicht einfach evakuieren. Sie hat eine ganz, ganz, ganz alte Oma und ich habe in ihrer Stimme gehört, dass sie es natürlich auch irrsinnig fürchtet und dass sie nicht weiß, was jetzt passiert. Und wenn ich selbst jetzt die Geschichte nacherzähle und eine Vorbereitung, merke ich, dass das in mir ein total ungutes Gefühl auslöst und mich vor allem mit dieser Frage zurücklässt, warum? Warum machen wir das noch? Warum setzen wir Menschen diesem Risiko aus? Warum setzen wir Menschen dieser Gefahr aus dass sie vielleicht ihre Heimat für immer verlassen müssen. Das Gleiche gilt auch für den Atommüll. Warum legen wir kommenden Generationen diese Bürde auf, dass wir Atommüll, radioaktiven Müll vergraben und nicht genau wissen, was damit passiert? So nach dem Motto, naja, es wird schon passen. Ist es fair, ist es gerecht für zukünftige Generationen? Natürlich nicht. Und vor allem deshalb nicht, weil es nicht sein muss. Weil wir alternative Energien haben, die sauber sind, die sicher sind, die uns unabhängig machen. Windenergie, Sonnenenergie, Wasserenergie, das sind die Energien der Zukunft, die funktionieren ganz ohne Strahlenrisiko, ganz ohne Atommüll. Und das ist das, was wir in der Zukunft brauchen. Und die Atomenergie gehört eigentlich in die Vergangenheit. Ich würde sogar sagen, die gehört im besten Fall in ein Museum. Und wenn dann Politiker oder Lobbyisten kommen und sagen, nein, das brauchen wir ganz dringend, weil das ist die billigste Energie und wir brauchen billige Energie, dann schauen wir uns die Zahlen an und erkennen, okay, das ist Bullshit, das stimmt einfach nicht. Es ist nicht die billigste Energie. Und während in den letzten Jahren Windenergie, Sonnenenergie billiger geworden ist, ist die Atomenergie sogar teurer geworden, was ein weiteres Argument dafür ist, die Atomenergie ins Museum zu schicken. Es wurde vorher schon erwähnt, ich darf ja heute den Herrn Landesrat Keineder vertreten. Auch ein Politiker, ja, es gibt solche und solche. Der Landesrat Keineder ist Umwelt- und Klimalandesrat, das heißt er setzt sich in der Regierung dafür ein, dass wir die richtigen, guten, sicheren Energien ausbauen und dass wir zum Beispiel auch, und das ist natürlich auch gemeinsame Arbeit mit dem Anti-Atom-Komitee, dass wir den Ausbau der Atomenergie in Tschechien auch stoppen. Und von ihm darf ich euch natürlich ganz, ganz herzliche Grüße ausrichten. Jetzt bin ich eigentlich auch schon fertig. Es gibt nur noch eine Sache, die mir ganz, ganz wichtig ist. Ich bin Klimasprecherin, wurde auch schon erwähnt. Und wenn dann wieder jemand kommt und uns dieses Märchen erzählt, dass wir für den Klimaschutz und um die Klimakrise abzuwenden, die Atomenergie dringend brauchen, dann glauben wir dieses Märchen nicht. Ich nicht und ihr auch nicht und das ist mir ganz, ganz wichtig. Ich bin mir auch sicher, dass das im Laufe dieser Veranstaltung auch noch des Öfteren thematisiert wird. Ich wünsche euch ganz, ganz viel Spaß. Ich wünsche euch eine gute Schokopause, die gut erwartet wird, wie ich schon mitbekommen habe. Die werdet ihr euch reglich verdient haben und ich möchte mich ganz, ganz herzlich bedanken beim Anti-Atom-Komitee fürs Veranstalten dieser Veranstaltung. Freut mich voll und ich werde auch noch ein bisschen da bleiben. Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, wenn euch irgendwas interessiert, könnt ihr euch immer bei mir melden. Das gilt für alle Politikerinnen. Ich sage das noch, weil es wichtig ist. Wir arbeiten für euch. Wenn euch was nervt, wenn ihr eine Idee habt, könnt ihr uns jederzeit schreiben. Dankeschön. Danke, Ann-Sophie Bauer. Da hast du jetzt wichtige Punkte angesprochen. Der Preis der Atomkraft, die Machbarkeit, das werden alles Dinge sein, die wir heute noch vertiefen. Und wir steigen jetzt mitten ins Thema ein, wieder mit den Farbkarten. Ich stelle Fragen und ihr hebt die entsprechende Farbe. Die erste Frage ist, wie viele kommerzielle Atomkraftwerke sind derzeit weltweit in Betrieb? Also gemeint sind Reaktoren, nicht Kraftwerkstandorte, sondern Reaktoren. Sind das etwa 200, etwa 400 oder etwa 100? Rot 200, blau 400, gelb 100. Ja, also das ist eine sehr, sehr gute Antwort, denn tatsächlich sind es etwa 400 Atomreaktoren, die es weltweit derzeit gibt. Und die zweite Frage, das ist jetzt eher eine Schätzfrage. Wann wird ein Atomkraftwerk, dessen Baustelle heute eröffnet wird, voraussichtlich Strom liefern. Wenn also heute mit dem Bau begonnen wird, etwa 2036, etwa 2044 oder gar nie. Alle die Karte heben. Ja, hier ist ich so ungefähr Gleichstand zwischen, bleib noch oben, ich muss mir das ansehen, ich muss ja zählen. Ja, exakter Gleichstand, ich habe es jetzt durchgezählt, mein Scherz. Ungefähr Gleichstand zwischen 2036 und 2044 und ganz wenige haben gesagt, gar nie. Ungefähr Gleichstand zwischen 2036 und 2044. Und ganz wenige haben gesagt, gar nie. Wenn in Europa jetzt ein Atomkraftwerk begonnen würde, dann wären wir frühestens 2044 fertig. Gar nie. Auch diese Antwort stimmt. Denn es gibt unzählige, etwa 100 Atomkraftwerke, wo schon mit dem Bau begonnen wurde und der eingestellt wurde. Also diese beiden Antworten könnte man als richtig werten. Es dauert also extrem lang, bis ein Atomkraftwerk im Betrieb ist. Atomkraftwerk im Betrieb ist. Und mit dieser kurzen Vorbereitung gehen wir zum ersten Vortrag. Es wird Nikolaus Müllner sprechen. Nikolaus ist Physiker und leitet das Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der BOKU in Wien. Er ist im Nuclear Safety Standard Committee der IAEA, der Internationalen Atomenergieagentur in Wien und ist dort Vertreter Österreichs. In der IAEA hat sie zwei Funktionen. Einerseits überwacht sie die Sicherheit von Atomkraftwerken, andererseits lobbyiert sie auch für Atomstrom. Und da ist es besonders wichtig, dass unabhängige, gute Wissenschaftler drinnen sitzen, die die richtige Sache vertreten. Nikolaus Müllner hat sich ganz kurzfristig bereit erklärt, Helga Gromkolb zu vertreten. Herzlichen Dank dafür und einen kräftigen Applaus für Nikolaus Müllner. Er wird sprechen zum Thema, jetzt habe ich es, Österreich nach Tschernobyl und die Bedeutung von Atomenergie für das Klima und die Energiewende. Bitte Nikolaus. Ja hallo, ich freue mich sehr, dass ich hier sein kann und euch ein bisschen was erzählen kann über Kernenergie. Ich habe genau genommen drei Themen vorbereitet. Das eine ist der Unfall von Tschernobyl. Darf ich mal kurz, weil dieses Kartensystem, ich finde das gut, dass wir das haben, kann ich mal kurz ausprobieren, wer kann mit Tschernobyl irgendwas verbinden? Wenn ihr wisst, worum es geht bei Tschernobyl, bitte die rote Karte. Wenn ihr es nicht wisst, die blaue. Okay, gut, alles klar. Okay, super. Fast nur rote Karten. Also das heißt, ja, also zum Unfall. Ich möchte ein bisschen was sagen. Was ist da eigentlich passiert dort? Warum ist dieser Reaktor in die Luft gegangen? Nächstes Thema, wie war das in Österreich? Wie hat sich der Tschernobyl, der ist ja mehr als 1000 Kilometer von Österreich entfernt, wie hat sich das in Österreich ausgewirkt? Letztes Thema, trotz des Unfalls, trotz den Auswirkungen in Österreich, wird immer noch angedacht, Kernkraft für das Klima, als Klimaschutztechnologie zu verwenden. Da hat sich unser Institut mal angeschaut, was kann die Kernenergie so wirklich beitragen und das würde ich euch auch gerne erzählen. Zwei Einstiegsfragen, um einfach zu wissen, also ich habe den Vortrag sehr kurzfristig vorbereitet und ich erzähle das normalerweise immer meinen Studierenden. Und jetzt einfach nur, um ein bisschen zu wissen, wo ihr seid. Also es geht jetzt nicht Wissensfragen, also schon Wissensfragen, aber es geht mir darum, einfach um zu schauen, wie viel muss ich erklären im Vortrag und was kann ich voraussetzen. Also durch welchen Prozess wird bei einem Kernkraftwerk der Reaktorkern erhitzt? Rot, Uran oder Plutonium-Atomkerne werden gespalten und dabei wird Energie frei und der Reaktor... Okay, alles klar. Kurz brauche ich die anderen Antworten gar nicht mehr vorlesen. Das zweite wäre in Wirklichkeit die Kernfusion, nicht die Kernspaltung. Und das dritte ist eben die nächste Frage. Warum ist ein Kernreaktor zum Beispiel gefährlicher als ein Kohlekraftwerk? Wo ist das Problem? Kohlekraftwerk. Was ist bei einem Kernreaktor jetzt das Problem? Erstens, in einem Kernreaktor wird viel mehr Energie freigesetzt als in einem Kohlekraftwerk. Das ist gefährlich. Zweitens, wenn es zu einer Kernschmelze kommt, dann dringt der geschmolzene Reaktorkern immer weiter in die Erde ein, bis er auf der anderen Seite der Erde wieder zum Vorschein kommt. Das wird manchmal als China- Phänomen bezeichnet. Oder im Reaktorkern entstehen während des Betriebs stark radioaktive... Okay, auch alles klar. Gut, danke. Okay, ich sehe, da kann ich schon einiges voraussetzen. So, nochmal ganz kurz, auch wenn die Antwort von euch völlig richtig war. Was ist an einem Kernreaktor besonders? Ihr habt das schon richtig gesehen, das Problem sind die radioaktiven Spaltprodukte, die entstehen. Wenn ich einen Kernreaktor betreibe, dann wird eben, wie ihr richtig gesagt habt, das Uran oder Plutonium wird gespalten. Es entstehen zwei, das sieht man hier, es entstehen zwei sogenannte Spaltprodukte oder zwei kleinere Teilchen und diese beiden Teilchen hier, während das Uran ist leicht radioaktiv, die Spaltprodukte sind hoch radioaktiv. Und die Spaltprodukte, da ist auch nicht ganz klar, wie sich dieses Uran teilt. Das kann sich in verschiedenen aufteilen. Da können alle möglichen chemischen Elemente rauskommen. Und das ist das eine. Also das ist eigentlich das Hauptproblem. Diese Ansammlung von Radioaktivität im Reaktorkern, das ist das, was die Kernkraft von anderen Technologien unterscheidet. Und dadurch ist diese Technologie so gefährlich. Wenn das rauskommt, wie man bei Tschernobyl gesehen hat, dann kann ein riesiges Gebiet, bei Tschernobyl waren das 2000 bis 3000 Quadratkilometer, das sind etwa drei bis vier Prozent von der Fläche Österreichs, sind jetzt seit 30 Jahren Sperrzone. Also das ist schon enorm, was das für ein Potenzial hat, diese radioaktiven Materialien im Reaktorkern für Katastrophen. Okay, das ist mal das eine Problem. Das zweite Problem ist, das sieht man hier schon, die sogenannte Kettenreaktion. man hier schon die sogenannte Kettenreaktion. Ein Uran wird gespaltet, dann entstehen drei Neutronen und dann fliegen die zu einem nächsten Uranteilchen und das wird wieder gespaltet. Also eben eine Kettenreaktion, die sich selbst erhält. Und jetzt ist das Problem bei dieser Kettenreaktion, dass die kontrolliert werden muss. Also wenn das nur die Zeiten hier von einer Spaltung bis zur nächsten Spaltung, die sind extrem kurz. Das sind tausendstel, hunderttausendstel Sekundenbruchteile. Und wenn das jetzt nicht genau eins ist, sondern zum Beispiel zwei, also das heißt ein Uranatom wird gespaltet und dann nachher kommt es aber nicht zu genau einer Spaltung, sondern kommt es zu zwei Spaltungen, dann entsteht so schnell so viel mehr Energie, dass ich bei einer Atombombe bin eigentlich. Da bin ich im Bereich von Atombomben. Das heißt, da bleibt dann überhaupt nur Mikrosekundenteile zusammen, der Urankern. Dann ist die ganze Energie freigesetzt und die treibt den UrKern auseinander. Also das ist etwas, was man und dann habe ich eben die Freisetzung von diesen ganzen Spaltprodukten. Also das ist irgendwie das Hauptproblem bei der Kontrolle von einem Kernkraftwerk. Ich muss es schaffen, dass dieses Kernkraftwerk unter Kontrolle bleibt. Und das dritte Problem, aber das wäre ich vielleicht nicht so genau, da wird Markus Traperlik mehr darauf eingehen, das ist die sogenannte Nachtzerfallswärme. Ich kann einen Kernreaktor nicht wirklich abschalten. Okay, der produziert immer noch Energie, auch wenn ich diese Kettenreaktion unterbreche. So, jetzt, was ist eigentlich passiert beim Unfall von Tschernobyl? Was ist damals passiert? Also kurz ein paar Vorbemerkungen zu den Kernreaktoren. Erstens, der Reaktor von Tschernobyl, das war ein spezieller Reaktor. Wir verwenden in der Welt sind 80% dieser 400 Reaktorblöernobyl, das war ein spezieller Reaktor. Wir verwenden in der Welt 80% dieser 400 Reaktorblöcke, das sind sogenannte Druckwasserreaktoren. Die restlichen 20% sind Siedewasserreaktoren. Das sind sogenannte Leichtwasserreaktoren. Also mit Wasser ist immer gemeint, dass der Reaktor durch Wasser gekühlt wird. Und dann gibt es noch ein Phänomen, das muss ich leider auch kurz. Diese Neutronen hier, die müssen auch durch das Wasser gebremst werden, bevor sie wieder ein Uranteilchen spalten können. Wenn die vom Wasser nicht gebremst werden, dann fliegen sie sehr schnell aus dem Reaktor raus. Und dann ist die Kettenreaktion zu schnell aus dem Reaktor raus. Und dann ist die Kettenreaktion zu Ende und der Reaktor schaltet sich ab. Das heißt, ich brauche was nennt man moderieren. Diese Neutronen abbremsen, damit sie wieder spalten können. Das nennt man einen Reaktor moderieren. Wenn ich jetzt Wasser als Moderator verwende, also wenn ich Wasser verwende, dann hat das den Vorteil, also nur mal möchte ich wieder die Karten ausprobieren, also wir haben gesagt, ich brauche das Wasser, um diese Kettenreaktion aufrechtzuerhalten. Angenommen, ich habe jetzt einen Druckwasserreaktor und dort bricht mir eine Rohrleitung und das ganze Wasser rinnt raus. Was passiert mit dem Reaktor? Rot, der produziert weiter Energie. Blau, der schaltet sich ab ok ok das ist ein bisschen gemischter also ich meine ich habe die frage vielleicht auch nicht ganz richtig gestellt der punkt ist er schaltet, also die Kettenreaktion bricht zusammen. Das war jetzt halb-halb etwa die Antworten. Also die Kettenreaktion bricht zusammen, weil eben diese Neutronen, die die Kettenreaktion einleiten, die müssen durchs Wasser gebremst werden. Wenn das Wasser ausringt aus dem Reaktor, dann wird er zwar nicht mehr gekühlt, aber das Wasser, das notwendig ist für diese Kettenreaktor, dann wird er zwar nicht mehr gekühlt, aber das Wasser, das notwendig ist für diese Kettenreaktion, ist auch nicht mehr da und er schaltet sich ab. Das ist eine tolle Sache bei Druckwasserreaktoren. Tschernobyl war aber kein Druckwasserreaktor. Tschernobyl war kein Druckwasserreaktor. Tschernobyl war kein Druckwasserreaktor. Und statt die Neutronen mit Wasser zu bremsen, hat man dort Grafitblöcke verwendet. Das sieht man hier. Hier sieht man den Kreislauf. In diesen Röhren sind 1500 solche Kanäle. In diesen Kanälen ist das Uran drinnen, die Brennelemente. Und rund um die Kanäle sind so Grafitblöcke angeordnet. Und die Grafitblöcke waren dafür zuständig, die Neutronen zu stoppen. Was passiert bei einem Tschernobyl-Reaktor, wenn eine Rohrleitung abreißt? Ups, Entschuldigung. Was passiert beim Tschernobyl-Reaktor, wenn die Rohrleitung abreißt? Schaltet sich der Reaktor ab oder produziert der weiter Energie? Ah ja, Entschuldigung. Rot ist, er schaltet sich ab. Blau, er produziert weiter Energie. Jawohl, das ist völlig richtig. Der Tschernobyl-Reaktor hat eben dieses Problem, dass bei dem, der produziert weiter Energie, wenn die Kühlung ausgeht. Also jetzt noch ein kleines Detail. Ein wesentlicher Punkt bei diesem Unfall war der sogenannte Leistungskoeffizient. Falls irgendwas nicht verständlich ist, wir können es auch so machen, wenn es irgendwie zu schwierig ist, oder wenn es irgendwie nicht mehr verständlich ist, was ich sage, dann bitte die rote Karte hochheben, gerne. Weil, wie gesagt,lich ist, was ich sage, dann bitte die rote Karte hochheben. Gerne. Weil, wie gesagt, das ist eine Vorlesung, die sich eigentlich an Studierende richtet. Also wenn das irgendwie... So. Aber jetzt nochmal. So ein Vergleich. Diese... So. Der sogenannte Leistungskoeffizient. Leistungskoeffizient, das bedeutet, wie ändert sich die Leistung, wenn sich die Leistung erhöht oder erniedrigt. Das ist ein bisschen eine komische Definition, aber da ist gemeint, wenn jetzt aus irgendeinem Grund der Reaktor etwas mehr Energie erzeugt, was passiert dann? Und da ist es bei Leichtwasserreaktoren so, wenn der mehr Energie erzeugt, was passiert dann? Und da ist es bei Leichtwasserreaktoren so, wenn der mehr Energie erzeugt, dann wird das Wasser heißer, weniger dicht, also bei den normalen Druckwasserreaktoren wird heißer, weniger dicht und kann dadurch die Neutronen schlechter stoppen. Und das heißt heißt automatisch wird dann die leistung geht dann die leistung wieder zurück und man kann sich das und umgekehrt ist es genauso ja wenn die leistung aus irgendeinem grund runter geht ja bei einem druckwasserreaktor dann wird das wasser dichter kann mehr neutronutronen stoppen, also kann die Neutronen besser stoppen und die Leistung erhöht sich wieder. Das heißt, man kann sich das ein bisschen so vorstellen wie so eine Schale. Das sind eben die Druckwasserreaktoren, die sind in der Mitte, die Leistung ist in der Mitte. Wenn die Leistung höher wird, dann wird die automatisch die Leistung wieder zurückgeregelt zu dem Punkt, wo sie am Anfang war. Oder auch wenn es kälter wird, dann geht die Leistung automatisch wieder zurück zu dem Punkt, wo sie am Anfang war. Also in beide Richtungen, wenn es wärmer wird oder wenn es kälter wird, dann regelt der Reaktor automatisch die Leistung wieder zurück. Der sogenannte RBMK-Reaktor, das ist dieser Tschernobyl-Typ-Reaktor, bei dem ist das anders, durch dieses Grafit, das der hat, um die Neutronen zu bremsen. Wenn bei dem nämlich die Leistung höher wird, dann wird das Wasser wärmer. In diesen Kanälen, wie gesagt, in den Kanälen habe ich schon Wasser, um die Wärme abzutransportieren, aber nachher habe ich rundherum Grafit, um die Neutronen zu bremsen. Das heißt, ich habe schon Wasser dort, um ihn zu kühlen, aber nicht, um die Neutronen zu bremsen. Und wenn dort das Wasser heißer wird, machen wir mal kurz wieder eine Frage. Wem ist der Begriff der Dichte bekannt? Wer weiß, was die Dichte des Wassers ist? Rot für ich weiß es, blau für ich würde es gerne erklärt haben. Okay. Gut, also alle wissen, was die Dichte vom Wasser ist, oder fast alle. Das heißt, ich brauche darauf nicht eingehen. Das heißt, wenn das Wasser heißer wird, dann wird es weniger dicht. Und Wasser hat jetzt noch eine zweite Eigenschaft, außer dass es die Neutronen stoppt. Es ist auch, außer dass es die Neutronen stoppt. Es ist auch so, dass es ein paar von diesen Neutronen absorbiert. Und beim RBMK-Reaktor ist eben dieses Absorbieren von Neutronen das Wesentliche. Und das heißt, wenn der RBMK-Reaktor heißer wird, dann werden die Neutronen zwar nach wie vor gleich gut gestoppt, weil dafür ist das Graphit verantwortlich und das Graphit ist dann nicht beeinträchtigt, wenn der Reaktor heißer wird, aber das Wasser wird ebenfalls heißer, wird weniger dicht und fängt weniger Neutronen ein und das führt dann dazu, dass wieder die Leistung, die Kettenreaktion angekurbelt wird und noch mehr Leistung produziert wird. Das heißt, bei den Tschernobyl-Typreaktoren kann man sich vorstellen, dass das eher so ausschaut. Das ist eher so, wenn ich die Leistung erhöhe, wenn sich die aus irgendeinem Grund erhöht, dann ist es wie eine Kugel, die sich auf einer umgekehrten Schale runterrollt. Dann wird die Leistung immer noch höher. Andersherum, wenn die Leistung negativ ist, also wenn der abgeschaltet wird, dann tendiert er dazu, sich immer noch weiter abzuschalten. Und das nennt man einen positiven Leistungskoeffizient, wenn es in die gleiche Richtung geht. Die Leistung erhöht sich und dann tendiert sie dazu, sich immer weiter zu erhöhen. Und hier bei den Leichtwasserreaktoren, das nennt man einen negativen Leistungskoeffizienten. So, jetzt mal kurz, wer glaubt, dass ein Druckwasserreaktor da besser ist und wer glaubt, dass ein RBMK-Reaktor besser ist? Druckwasserreaktor rot, Rmk reaktor blau ok ja ich bin da ganz eurer meinung also ein system das sich selber zurück regelt ist sicher besser als ein system wo man ständig eingreifen muss ja es ist nämlich jetzt nicht so dass man wenn das wenn das langsam genug geht ja diese leistungserhöhung, also wenn die sehr schnell geht, dann kann ich das System nicht steuern. Wenn das langsam geht, die Leistung erhöht sich, dann kann ich mit den sogenannten Steuerstäben eingreifen. Jetzt eine Wissensfrage wieder. Wer weiß, was die Steuerstäbe bei einem Reaktor machen? Rot, ich weiß es. Blau, ich hätte es gerne erklärt. Okay. Gut, da habe ich es halb-halb, dann sage ich es kurz. Steuerstäbe, das sind tatsächlich Stäbe, die kann ich in den Reaktor reinstecken und das sind Materialien, die Neutronen einfangen. Und das heißt, was passiert, wenn ich jetzt die Steuerstäbe in den Reaktor einfahre? Mal rot, die Leistung wird höher. Blau, die Leistung wird niedriger. Ich stecke meine Steuerstäbe rein. Jawohl, die Leistung wird niedriger, weil ich diese Neutronen einfange. Und mit den Steuerstäben kann ich das eben ausgleichen. Wenn ich so einen positiven Leistungskoeffizienten habe, dann kann ich das mit den Steuerstäben abfangen. Wenn ich die Steuerstäbe einfahre, dann geht die Leistung wieder runter. Aber das Problem ist, ich muss ständig mit den Steuerstäben die Leistung nachführen bei einem RBMK-Reaktor. Das ist bei einem Leichtwasserreaktor nicht so schlimm. Was ist jetzt passiert an diesem 26. April 1986? Die Operateure dort haben ein Experiment gemacht, das völlig normal war und das eigentlich an vielen RBMK-Reaktoren immer gemacht wurde bei der Inbetriebnahme. Die wollten nämlich schauen, wenn ich den Reaktor abschalte, wie lang produziert die Turbine noch Energie. Wie gesagt, das war ein Experiment, das an anderen RBMK-Reaktoren bereits gemacht wurde und das im Grunde genommen für diesen Reaktor völlig normal war. Das Problem war, dass durch verschiedene Umstände dort der Reaktor zuerst fast ganz abgeschaltet wurde und dann wieder hochgefahren wurde. Und dann gab es noch, sie haben ihn dann nicht auf die Leistung gebracht, ich will jetzt nicht genau darauf eingehen, aber er wurde nicht auf die Leistung gebracht, ich will jetzt nicht genau darauf eingehen, aber er wurde nicht auf die Leistung hochgefahren, auf der er eigentlich hätte sein sollen. Und das ist typisch, das ist normal bei solchen Reaktoren, weil eigentlich, wenn man die runterfahrt, dann muss man eigentlich einen Tag warten, bevor man sie wieder rauffahren kann. Aber die Operateure wollten dieses Experiment machen und sind dann gleich wieder hochgefahren. Es gab grundsätzlich aus sicherheitstechnischer Sicht keine Bedenken gegen dieses Vorgehen. Also der Chefingenieur des Atomkraftwerks Tschernobyl war bei dem Experiment anwesend. Der hat das Experiment geplant, der hatte eine gute Ausbildung und der hat entschieden, wir machen trotzdem mit dem Experiment weiter. Und jetzt, was ist passiert? Der Punkt ist, ohne dass es die Ingenieure gewusst haben, die dort gearbeitet haben, hat dieser Leistungsbereich, in dem man war, hat dazu geführt, dass die Steuerung von hier, von so einem Profil, wo ich mit den Steuerstäben die Kugel sozusagen wieder balancieren kann, hat sich das verändert, die Neutronik des Reaktors hat sich verändert, dass es eher so ein Profil geworden ist. Das heißt, wenn ich den Reaktor, wenn sich die Leistung ein bisschen erhöht, erhöht sie sich gleich enorm. Das war das Problem von dem Experiment bei Tschernobyl. dann gab es noch ein zweites Problem. Das zweite Problem war die sogenannte betriebliche Reaktivitätsreserve. Ich will das jetzt nur ganz kurz machen. Das Problem war, das hier ist der Steuerstab bei Tschernobyl. Das hier sind die Steuerstäbe. Und wenn ich die einfahre, dann habe ich hier noch einmal so einen Grafitkörper. Den hat man reingegeben, damit der Reaktor im laufenden Betrieb besser arbeitet. Das Problem mit diesem Grafitkörper ist, dass hier unten, wenn der rausgedrückt wird, verdrängt der Wasser. Und statt dass dem Wasser, das jetzt die Neutronen absorbiert, habe ich jetzt hier Grafitt, das die Neutronen bremst. Das heißt, was passiert hier mit der Leistung? Blau bitte für die Leistung sinkt, Rot für die Leistung steigt. Was glauben Sie? Gelb? Ich weiß es nicht. Okay. Okay. Also überlegen Sie noch einmal. Grafit war dafür da, dass die Leistung, dass die Neutronen gesenkt werden und die Kettenreaktion stärker angefacht wird. Das Wasser ist eigentlich hier beim RBMK-Reaktor nur zur Kühlung da und absorbiert, das heißt fängt Neutronen ein. Das heißt dort wo Wasser ist, werden die Neutronen eingefangen und dort wo Grafit ist, werden die Neutronen gebremst und können wieder zur Kernspaltung beitragen. Also das heißt, dort wo ich Grafit habe, dort steigt die Leistung. Deshalb steht hier auch ein Plus. So und jetzt was ist hier oben? Deshalb steht hier auch ein Plus. So, und jetzt, was ist hier oben? Hier oben habe ich Wasser. Und dann fahre ich hier mit meinem Steuerstab ein. Was passiert hier oben mit der Leistung? Rot, die Leistung steigt. Blau, die Leistung sinkt. Gelb, ich weiß es nicht. Okay, ja, mehrheitlich blau, sehr gut, sehr gut. Die Leistung sinkt. Also wie gesagt, der Steuerstab fängt die Neutronen ein und das macht er noch viel, viel, viel besser als Wasser. Und was man aber nicht gewusst hat, ist, dass durch diese spezielle Art, durch diesen speziellen Zustand vor dem Experiment, war die Leistung nicht gleich verteilt über den ganzen Steuerstab, sondern hier unten war die größte Leistung. Und zusätzlich hat meine Leistung noch so ausgeschaut. Das heißt, was ist jetzt passiert, glauben Sie, als die Operateure ihr Experiment starten wollten und die Steuerstäbe eingeführt haben in den Reaktor? Rot, die Leistung ist gestiegen. Blau, die Leistung ist gefallen. Jawohl, die Leistung ist gestiegen. Jawohl, die Leistung ist gestiegen. Und jetzt noch einmal. Rot, die Leistung ist extrem explosionsartig angestiegen. Blau, die Leistung ist ein bisschen angestiegen. Jawohl, genau das ist passiert. Die Leistung ist fast explosionsartig angestiegen. Und das Ergebnis war eigentlich das hier. fast explosionsartig angestiegen und das Ergebnis war eigentlich das hier. Jetzt muss man sagen, wenn man das so im Nachhinein analysiert, dann klingt das irgendwie sehr einfach, dann klingt das sehr leicht. Tatsächlich war es so, dass die Leute, die damals den Reaktor geplant haben, nicht gewusst haben, dass der in so einen Zustand kommen kann. Und sie waren sich auch nicht genau bewusst, dass diese Steuerstäbe diesen Effekt hatten. Das hat man hinterher dann analysiert. Also es war eigentlich ein Fehler in der Planung des Reaktors. Es gab eine lange Untersuchung, wer ist schuld? Ich weiß nicht, Sie haben vielleicht gehört, dass die Operateure schuld sind. Das ist das Problem, das ist das Problem, der... Ah, ich muss es auf der Folie zeigen, okay. Also, es wird manchmal so dargestellt, dass die Operateure einfach das... Jetzt geht's, ah super. Ja, dass die Operateure sich schlecht, dass die schlecht ausgebildet waren, nach Hause wollten. Tatsächlich ist es so, es gab nach einer langen Untersuchung, andere Operateure für diesen RBMK-Reaktor hätten sich ganz genauso verhalten. Die waren gut ausgebildet, sie haben leichte betriebliche Vorschriften überschritten. Allerdings war der Chefingenieur der Anlage dort. Das wäre der, der solche Überschreitungen bewilligt hätte. Er hat das ad hoc gemacht und ohne Analyse, das war nicht richtig. Aber es war nichts bei diesem Versuch, was jetzt irgendwie darauf hingedeutet hätte, dass das eine schlechte Betriebsmannschaft war. Es waren einfach Fehler in der Planung. Und das Problem war, die Ingenieure, die den Reaktor geplant haben, die wussten, die konnten mit den damaligen Methoden einfach nicht genau berechnen, wie sich dieser Reaktor verhält, wenn das ganze Wasser ausläuft. Man hatte da ein anderes Bild, als dann tatsächlich passiert ist. Okay, und was ist das Ergebnis? So schaut eben, das war das Kernkraftwerk vorher, Tschernobyl, hier hinten ist dieser vierte Block, das ist der vierte Block nach der Katastrophe und so schaut es jetzt aus. Also es ist unglaublich radioaktives Material herausgeschleudert worden, dort gibt es eine riesige Sperrzone, 2000 Quadratkilometer, das ist eine unglaublich große Fläche, sind abgesperrt. Man kann dort nicht mehr rein. Seit 30 Jahren sind dort nur mehr Wildtiere eigentlich und gelegentlich Wissenschaftler, die dort reingehen. Und jetzt hat man hier, damit hier nichts mehr rauskommt, zuerst wurde ein Betonsakufag gebaut und dann wurde eine Hülle drüber geschoben. Das ist momentan der Zustand dort. Wie war es in Österreich? In Österreich gab es vorher, sechs Jahre vorher, gab es diese riesige Zwentendorf-Abstimmung. Wer weiß, was Zwentendorf ist? Rot für ja, ich weiß es. Blau für ich weiß es nicht. Ihr seid bestens informiert. Das heißt, in Österreich war man schon informiert und Österreich hatte ein Messnetz für radioaktive Strahlung. Und da sieht man, wie sich die radioaktive Wolke ausgebreitet hat nach dem Unfall. Nach Schweden rauf und dann hat sie eben Österreich auch erwischt. Und die Wolke ist durchgegangen. Das große Problem war, wenn es zu Regenfällen gekommen ist, während die Wolke durchgegangen ist. Und das sieht man hier. Also hier sieht man, wie die radioaktive Wolke in Österreich eingetroffen ist. Und hier sieht man, das hier ist die Hintergrundstrahlung, also die Ortsdosisleistung heißt das, also das ist, wie viel Gammastrahlung ich habe. Und da sieht man, dass hier regnet, da habe ich mal im Weiß, hier regnet es, habe ich mal einen Anstieg, dann ist es hier zu Regen gekommen, dann ist es wieder zu einem Anstieg, dann ist es hier zu Regen gekommen, ja, ist wieder zu einem Anstieg, hier wieder, diese kleinen schwarzen, das sind immer die Regenfälle und da diese durchgezogene Kurve, das ist, wenn die Strahlung ansteigt. Man sieht halt immer, wenn es abgeregnet hat, ja, dann ist es zu einem Anstieg gekommen und hier war dann, hier bei den Regenfällen, da war dann offensichtlich die Wolke schon vorbei. Und St. Johann, Bad Ischl, Rauwes, hier sieht man immer, wie das korreliert, es regnet runter, die Strahlung steigt. Bodenbelastung durch Cesium-137, das kann man immer noch messen. Das kann man in Österreich immer noch messen. Jetzt ist trotzdem Kernkraft als Klimatechnologie, wird trotzdem noch andiskutiert. Ich möchte jetzt ein bisschen schneller da durchgehen, dass wir noch Zeit für die Fragen haben. Okay, also warum wollen die Leute, man wird immer wieder gefragt, viele Leute setzen oder glauben an die Kernkraft, die von der Leuen sagt, wir müssen das in Europa ausbauen. Sind die Leute alle verblendet und nur wir wissen die Wahrheit? Und der Punkt ist, es ist aus meiner Sicht, warum es jetzt wieder eine Diskussion gibt um die Kernenergie, das ist einfach eine Kombination aus der Energiekrise. Wir haben ein Problem, es scheint so, als hätten wir zu wenig Energie und wir bräuchten ganz dringend Energie. Und das Zweite ist, die Kernenergie verspricht, dass sie CO2-arm Energie zur Verfügung stellt. Und wenn man dann alles ausblendet, dann kann man sagen, okay, nehmen wir das doch in Kauf. So viele Reaktoren sind schon nicht in die luft gegangen wird schon bei uns nicht passieren ja bauen wir es halt und während das ganze in betrieb ist habe ich habe ich kein problem die abfälle da wird mir schon irgendwas einfallen ja also das ist so ein bisschen das ist eine andere sichtweise auf das problem und wir haben uns angesch, was spare ich denn tatsächlich jetzt für die, also wenn ich jetzt vor allem, wenn ich sage, ich will die Kernenergie, weil ich brauche Energie ohne Kohlenstoff, ohne CO2-Ausscheidung, um eben die Klimakatastrophe abzuwenden. Was würde die Kernenergie da wirklich beitragen? Und wir haben uns mal zuerst angeschaut, wie viel kommt eigentlich bei der Kernenergie, wie viel setzt die eigentlich an CO2 frei? Weil es ist nämlich so, es stimmt natürlich bei der Kernspaltung, da entsteht kein CO2. Aber ich brauche ja von irgendwo das Uran, das hole ich aus einer Mine raus. Und dabei brauche ich auch wieder Energie. Woher kommt die Energie? Das sind meistens dann irgendwelche Minenfahrzeuge, die da mit Diesel herumfahren. Ich muss Gesteins erklären, woher kommt da die Energie? Also das heißt, wenn ich das alles mit einrechne, dann kommt nämlich heraus, dass Kernenergie sehr wohl CO2-Emissionen hat. Allerdings sind das jetzt mit 66 Gramm pro Kilowattstunde CO2 nicht wahnsinnig viel. Also es ist nicht so, dass Kernenergie überhaupt keine CO2 freisetzt, aber es ist jetzt nicht wahnsinnig viel. Aber es ist jetzt nicht wahnsinnig viel. Okay, dann ist die Frage, die nächste Frage, die man sich stellen kann, ist, geht es überhaupt ohne Kernenergie? Also manchmal wird gesagt, wir brauchen so viel Energie, dass egal, was wir an Energie erzeugen können, CO2-arm, alles, was wir an Energie erzeugen können, sollen wir bitte nützen, weil sonst schaffen wir es nicht. Und da gibt es den sogenannten Global Energy Assessment. Das war eine Studie unter der JASA. Das ist schon etwas älter, aber ist immer wieder abgedatet worden. Und die haben sich sehr schön angeschaut, wie kann ich CO2-frei jetzt den Strombedarf und den Energiebedarf decken. Und da habe ich hier so drei, das sind so sechs Blöcke, die man hier sieht. Der eine Block hier ist, wie kann ich den Energiebedarf decken, wenn sich der Energiebedarf immer weiter steigert? Wie kann ich den Energiebedarf decken, wenn der Bedarf mehr oder weniger gleich bleibt? Und wie kann ich den Energiebedarf decken, wenn der Bedarf sinkt? Und was ich dann hier sehe immer, dann habe ich noch hier, der Transport wird kann ich CO2-frei den Energiebedarf decken. Wenn ich ein X habe, dann bedeutet das, mit diesem Mix hier kann ich es nicht decken. Und hier sieht man dann immer verschiedene Annahmen für CO2-freie Technologien, die den Energiebedarf versuchen zu decken. Und was hier das Interessanteste ist, wenn ich jetzt annehme, dass der Energiebedarf zunehmen wird und wenn ich weiter annehme, dass der Transport sich nicht umstellen wird, dass wir konventionell bleiben, dann fallen mir eigentlich alle meine Optionen hier weg, bis auf zwei. Das eine ist, ich verwende wirklich alles, was geht und das zweite Szenario ist, ich verwende alles, was geht, aber keine Kernenergie. Das heißt, nach diesem Global Energy Assessment ist es so, dass ich selbst, wenn ich annehme, dass wir den Transport nicht hinkriegen und selbst wenn ich annehme, dass der Bedarf immer weiter steigt, wir brauchen nicht unbedingt die Kernenergie. Es funktioniert auch das Szenario ohne Kernenergie. auch das Szenario ohne Kernenergie. Was man hier auch sieht ist, das Effektivste ist mit Low Demand, Demand heißt Bedarf, niedriger Bedarf, das Beste ist, wir gehen mit unserem Bedarf runter. Weil dann funktioniert nämlich jedes Szenario zur Energiebereitstellung. Was heißt das in der Praxis mit dem Bedarf runter? jedes Szenario zur Energiebereitstellung. Was heißt das in der Praxis mit dem Bedarf runter? Energiesparen. Also in der Praxis heißt das, wenn wir einfach nicht so viel Energie mehr verbrauchen, sondern wenn wir versuchen ein bisschen zu sparen, dann haben wir es viel leichter. Okay, jetzt ist die Frage, was könnte, was kann Kernenergie leisten als Beitrag? Nachdem es ist eine Option, und es ist die Frage, was leistet die Kernenergie? Und da haben wir, da haben wir eben so eine Abschätzung gemacht, wie viele Kernkraftwerke werden gebaut in Zukunft? Und das kann man sehr gut abschätzen, weil es wurde schon gesagt, Kernkraftwerke werden gebaut in Zukunft. Und das kann man sehr gut abschätzen, weil es wurde schon gesagt, Kernkraftwerke, und das war auch eine Frage am Anfang, Kernkraftwerke haben eine extrem lange Vorlaufzeit. Wenn ich die jetzt baue, wenn ich die jetzt in Planung gebe, kommen die in 20 Jahren ans Netz. Und das heißt, wenn ich mir jetzt anschaue, wenn ich jetzt wissen will für die nächsten 20 Jahre, welche Kernkraftwerke werden ans Netz gehen, dann brauche ich mir nur die Projekte anschauen, die jetzt in Planung sind. Weil wenn jetzt etwas noch nicht in Planung ist, dann habe ich das 2050 höchstwahrscheinlich auch nicht zur Verfügung. Das heißt, ich kann eine sehr genaue Prognose erstellen, wie viel wird die Kernenergie beitragen in den nächsten 25 Jahren, was für neue Kraftwerke habe ich, was für Kraftwerke schalte ich ab, was für Kraftwerke verlängere ich. Das ist eine extrem langsame Technologie, die einfach da sehr gut vorhersagbar ist. Und wenn ich mir dann anschaue, wenn ich jetzt annehme, okay, ich würde diese Kernkraftwerke nicht haben und stattdessen verwende ich alle anderen Kraftwerke, die ich habe, um den Strom zu erzeugen, dann spare ich mir bei einem niedrigen Szenario 3% ein von den CO2-Emissionen, bei einem Ausbauszenario 5% der CO2-Emissionen bei einem Ausbausszenario 5% der CO2-Emissionen. Also das heißt, es ist jetzt kein wirklich signifikanter Beitrag. Okay, ich gehe zum Ende, um noch Fragen zu haben. um noch Fragen zu haben. Also erstens, Kernkraftwerke haben niedrige CO2-Emissionen über ihren Lebenszyklus, nicht keine, aber sie haben niedrige. Sie können aber nicht so schnell ausgebaut werden. Also mit der Kernenergie das Klima zu retten, wenn wir sagen, wir bauen sie jetzt, dann kommen sie zu spät. Wir haben dann 2050 die ganzen Kernkraftwerke und da müssen wir aber schon längst CO2-neutral sein, weil sonst überschreiten wir alle möglichen Kipppunkte beim Klima und bei der weltweiten Temperatur. Das heißt, wir brauchen eine Technologie, die man schneller ausrollen kann. Das sind die Erneuerbaren. Die Kernenergie kann, wenn man sie so weiter betreibt, wie man sie jetzt hat, und das wird wahrscheinlich passieren, wird sie etwa 3 bis 5 Prozent der gesamten, über alle Sektoren der Treibhausgasemissionen verhindern oder einsparen. Das ist nicht nichts, aber das ist jetzt auch nicht ein Beitrag, der nicht durch andere Technologien ersetzbar wäre. Und man nimmt dafür das Risiko von katastrophalen Unfällen, Probleme mit der Endlagerung, da bin ich gar nicht drauf eingegangen, und sogenannte Polyferationsrisiken in Kauf. Wer weiß, was Polyferationsrisiken sind? Blau für euch weiß es, rot für euch weiß es nicht. Okay, ja, das ist ein schwieriges Wort. Damit ist gemeint, dass ein Kernkraftwerk auch immer verwendet werden kann, um Atomwaffen herzustellen. Also das geht irgendwo Hand in Hand. Wenn ich die Technologie habe, um ein Kernkraftwerk zu betreiben, dann habe ich meistens auch die Technologie in der Hand oder bin sehr nahe dran, um eine Atombombe herzustellen. Und momentan haben wir acht Länder, die Kernwaffen haben. Wenn ich weltweit dann diese Kernenergieprogramme ausweite, dann wird sich das nicht in dieser Zahl halten lassen. Okay, und damit möchte ich schließen. Danke, Nikolaus Müllner. Ich wollte deinen Applaus, der dir gebührt, nicht unterbrechen. Ich wollte testen, ob das Mikro schon funktioniert. Also der Applaus wäre länger gewesen. Nikolaus Müllner steht uns jetzt noch für Fragen zur Verfügung. Zuerst habe ich eine Frage, weil du jetzt nicht auf den Atommüll eingegangen bist. Eine kurze Frage. Wenn man den Atommüll dann lagern muss, für wie lange muss man diesen Müll lagern, sodass Menschen nicht mehr schädigt? Für wie viele Menschheitsgenerationen? Ja, Menschheitsgenerationen müsste ich mir überlegen, aber das derzeit, das wird ein bisschen unterschiedlich gehandhabt in den verschiedenen Ländern. Manche Länder sagen mindestens 100.000 Jahre, manche Länder sagen eine Million Jahre. Also das ist so das, was die Aufsichtsbehörden von den Betreibern von diesen Endlagern als Sicherheitsnachweis verlangen. Zeigen wir bitte, dass die radioaktiven Abfälle über 100.000 Jahre sicher gelagert werden oder noch eher über eine Million Jahre. Ich meine, muss man sich vor Augen halten, wie lange gibt es denn Homo sapiens sapiens? Mein Sohn hat das vor kurzem im Biologieunterricht gelernt. Vor etwa 200.000 bis 300.000 Jahren sind wir als Menschen entstanden. Und jetzt müssten wir ein Lager bauen, das die dreifache Menschheitsgeschichte sicher den Atommüll lagert. Also eine extreme Herausforderung und keine sehr befriedigende Lösung. Ja, jetzt ist es an euch, Fragen zu stellen. Wir bringen euch das Mikrofon. Wenn ihr Fragen an Nikolaus Müllner habt, er muss um drei Viertel weg, weil er, wie gesagt, kurzfristig eingesprungen ist. Aber für zehn Minuten steht er euch für Fragen noch zur Verfügung. Wer eine Frage hat, ich bringe das Mikrofon. Bitte mutige aufzeigen. Da hinten ist eine Frage. Ich laufe, damit es nicht zu lange dauert. Bitte leise sein, damit die Frage des Kollegen gut gehört. Auf was soll man denn als erstes eingehen? Ich würde sagen, was würde die Kernenergie beitragen? Sie haben da einiges gesagt dazu. Ich habe allerdings da einige Studien gefunden, peer-reviewed, der wissenschaftliche Konsens. Eine davon ist zum Beispiel Positive Externalities of Decarbonization, Quantifying the Full Potential of Avoided Deaths and Displaced Carbon Emissions from Renewable Energy and Nuclear Power von Benjamin K. Sovako et al. Diese Studie hat unter anderem erwiesen, dass wenn Atomkraftwerke zum Beispiel in den USA abgeschaltet werden würden, pro Jahr über 5200 weitere Tote anfallen würden aufgrund der Luftverschmutzung. 5200 weitere Tote anfallen würden aufgrund der Luftverschmutzung. Die Klimafolgen, die dadurch verursacht würden, sind noch nicht einmal einberechnet. Was sagen Sie dazu? Ja, ich meine, ich finde es sehr lobenswert, dass Sie sich die Studien raussuchen und dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen. Es sind verschiedene Sachen, die sie da ansprechen. Wenn ich mir CO2, also wenn ich CO2-Vermeidung anschaue, dann rechne ich das nicht in Klimatode um. Ich vermute, da wurde angenommen, dass die Kernkraftwerke durch Kohle ersetzt würden. Und man ist wahrscheinlich, hat man gerechnet, ohne jetzt diese Studie im Detail zu kennen, wahrscheinlich hat man gerechnet, Todesfälle durch Kohle im Vergleich zu Uran. Man hat gerechnet, realistische Aufbau der Erdbeer, die diese Schale offen, Uran. Also wenn ich Kernkraftwerke durch erneuerbare Energien ersetze, dann kann ich alle Kernkraftwerke durch erneuerbare Energien ersetzen. Das hat zum Beispiel die WNA in Zusammenarbeit mit der Organisation, in der Sie Mitglied sind, genauso wie mit der WHO% der wegfallenden Energie, wenn man Atomkraftwerke weltweit abschaltet, durch Kohlekraft ersetzt werden müsste, selbst wenn alle Möglichkeiten für erneuerbare Energie in der nächsten Zeit, in den nächsten 10, 20 Jahren vollends ausgeschöpft werden? Also, dass die WNA zu säulen, das ist die World Nuclear Association, dass die zu säulen am Schluss kommt, das glaube ich sofort. Allerdings ist die World Nuclear Association eine Vereinigung der Kernkraftwerkbetreiber. Das ist keine wissenschaftliche Organisation, sondern es ist tatsächlich eine Organisation, die die Kernkraft propagiert. Unser Institut hat selber ein Peer-Reviewed-Paper zu den Einsparungen herausgegeben. Diese 3 bis 5 Prozent sind eigentlich unbeschritten. Es gab nachher weitere Studien der IAEA, die haben unser Paper zitiert und dort ist man zu den gleichen Studien gekommen. Ich habe vor kurzem eine Studie von chinesischen Kollegen reviewed, die sind zu den gleichen Studien gekommen. Ich habe vor kurzem eine Studie von chinesischen Kollegen gereviewt, die sind zu den gleichen Ergebnissen gekommen. Es ist auch keine sehr schwere Rechnung. Also, dass man Kernenergie nicht, ich meine, die Frage, muss ich sie jetzt ersetzen oder nicht, stellt sich im Grunde genommen nicht, weil die Länder, die sie betreiben, derzeit vorhaben, sie bis zum Ende der Laufzeit zu betreiben. Natürlich, wenn ich von einem Tag auf den anderen alle Kernkraftwerke abschalte, kriege ich ein Problem, so wie das in Japan nach Fukushima war. Aber tatsächlich, wenn Sie sich die Kernenergie anschauen im Vergleich zur weltweiten Stromerzeugung, ist das nicht sehr viel. Das könnte man durchaus durch andere Energien ersetzen. Du, Du Chemicals, ein amerikanisches Chemieunternehmen, das hat in den 1980er Jahren tausende Tonnen von Teflonmaterial in die Umwelt eingeschüttet. Und das Material, das die freigesetzt haben in die Umwelt eingeschüttet. Und das Material, das die freigesetzt haben in die Umwelt, das ist nicht natürlich auseinandersetzbar und es wird für die nächsten 100.000 Jahre vielleicht nur mehr bestehen bleiben. Und vor allem ist das erwiesenermaßen krebserregend, die Chemikalie. Und jetzt ist meine Frage an euch alle, ob das ein größeres Verbrechen an die Menschheit wäre, wenn man eine kontrollierte Ressource wie Atommüll sicher lagern darf, versus ein Unternehmen, das in einem Imperium an Petrol- und Ölverarbeitung spezialisiert. Ob das ein Tumul oder wirklich das kreissende Übel dazwischen ist. Das ist jetzt meine Frage an euch. Eine kurze Antwort von meiner Seite. Wir wollen ja nicht auswählen zwischen den größten Übeln, weil es andere Umweltprobleme gibt. Bei Teflon, ich kenne die Studie nicht, aber wenn das so sein sollte, müssen wir uns ja nicht entscheiden, wollen wir 100.000 Jahre durch irgendwelche Teflon-Abbau-Produkte vergiftet werden oder durch Atommüll. Wir sollten uns ja nicht entscheiden müssen, durch was wir uns eher vergiften lassen. Bitte Nikolaus, magst du was sagen? Ja, ich würde genau das Gleiche sagen. Ja, natürlich ist es nicht sinnvoll, aber es ist ja nicht die Alternative, sich vergiften durch Teflon oder sich vergiften durch radioaktive Abfälle. Also würde ich genauso beantworten. So, wir hätten noch Zeit für eine Frage, wenn es ruhig ist. Der Herr Kollege hat als erster aufgezeigt. wenn es ruhig ist. Der Herr Kollege hat als erster aufgezeigt. Bitte, aus Respekt dem Kollegen gegenüber, ganz leise sein bei der Frage. Eine Frage bitte. Eine Frage? Eine Frage, ja. Okay, also meine erste Frage ist, es ist ja da eine einseitige Präsentation von der Grünen-Partei und ich frage mich, warum Sie das nicht so betiteln. Verzeihung. Weil wenn man sich anschaut, die PowerPoint, Sie haben da Landtagsabgeordnete benannt und haben die Partei aber nicht dazu gesagt. Wir wissen alle von welcher Partei, aber warum wollen Sie das verstecken? Ist keine Frage an den Nikolaus Möller. Danke, Herr Kollege. Politisch gut informiert an Sophie Bauer ist eine Abgeordnete der Grünen Partei. Sie vertritt den Herrn Landesrat. Und der Herr Landesrat ist auch von der Grünen Partei, aber er wird vertreten als Landesrat. Also in seiner Funktion beim Land Oberösterreich und alle Politiker, die beim Land Oberösterreich Funktionen haben, gehören einer Partei an. Und Ann-Sophie Bauer vertritt als Landtagsabgeordnete den Herrn Landesrat. Also hier ist keine politische Einfärbung feststellbar, aber ein interessanter Einwand, Herr Kollege, gut, dass wir das aufklären konnten. Ja, dann danke ich für die interessanten Fragen. Danke Nikolaus Müllner für den Vortrag. Noch einmal ein kräftiger Applaus, aber Moment noch. Wir haben ein kleines Geschenk vorbereitet. Nikolaus Müller muss nämlich gleich wieder zum Zug. Er hat noch eine andere Veranstaltung heute Nachmittag und deshalb überreicht ihm Elisabeth Hackel-Winkler vom Anti-Atom-Komitee Freistaat ein kleines Dankeschön.