Ja, dann einen schönen guten Abend allerseits. Mein Name ist Thomas Moas. Ich bin noch stolze zwei Tage lang lehrender Professor, Hochschulprofessor an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich und seit etlichen Jahren Mitglied im Team Ökolog und darf den heutigen Abend moderieren, referieren, tun andere. Ja, ich finde es persönlich etwas schade, dass gerade heute Abend relativ wenige da sind, relativ wenige gekommen sind, weil ich der Meinung bin, dass die Themen des heutigen Abends gerade im Kontext unserer Vortragsreihe zum Thema Anderswirtschaften, alternative Wirtschaftssysteme von besonderer Bedeutung ist. Nach dem Motto, grau, teurer Freund ist alle Theorie, haben wir nämlich versucht, auch ganz konkrete Praxisbeispiele einzubinden für diese Thematik an das Wirtschaften. Und in diesem Zusammenhang darf ich ganz herzlich begrüßen zum einen die Martina Kastler von Foodsharing, beziehungsweise den Foodsavern und zum anderen die Michaela Janschi von der Solidarischen Landwirtschaft Almgrün. Für beide Referenten sind so ungefähr 20, 25 Minuten vorgesehen, damit wir dann im Anschluss noch etwas Zeit haben für das Gespräch und die Diskussion. Sie sind herzlich eingeladen, alle während der Beiträge Fragen, Anregungen, Kommentare in den Chat zu stellen. Ansonsten machen wir das immer so, dass nach den beiden Inputs oder Impulsen die Fragen gestellt werden können und wir auch gerne in eine gerne auch kontroverse Diskussion einsteigen können. Mit der Martina habe ich das vorhin so vereinbart, dass unser erster Teil oder ihr erster Teil mehr in Gesprächsform stattfinden sollte und dass die Martina einfach zunächst mal erzählt, worum geht es bei Foodsharing? Was ist der Hintergrund? Was ist die Idee dahinter? Vielleicht auch, was ist die Geschichte von Foodsharing? Und dann sehen wir, wie wir uns weiter in irgendwelche Details verhaken. Martina, schön, dass du da bist und bitte dein Einstieg. Vielen herzlichen Dank für die Einladung, worüber ich mich sehr gefreut habe. Eben, wie du schon gesagt hast, mein Name ist Martina Kastler. Ich bin hauptberuflich im Sozialbereich und freiwillig Engagement in der Branche sozusagen Lebensmittelrettung. Beginnen möchte ich grundsätzlich einmal mit der Foodsharing-Geschichte. Ich finde es immer ganz gut zu wissen, für was man sich engagiert, woher das überhaupt kommt und letztendlich auch, warum sich dann Leute da erfinden. Wir gehen zurück zum Jahr ungefähr 2011. Da hat es den Film gegeben vom Valentin Thun, Taste the Waste. Das ist also ein bisschen ein Anlasspunkt gewesen, in Deutschland die Foodsharing-Website zu gründen. Zeitgleich hat es auch Lebensmittelrettenbewegung ins Leben gerufen worden von Raphael Fellmer mit dem Programmierer Raphael Windrich. Und 2014 hat es dann sozusagen eine Fusion gegeben von den beiden engagierten Gruppen. Und letztendlich haben sie sich auf den Namen Foodsharing geeinigt. Und für uns auch noch sehr relevant zu wissen ist, es gibt seit 2013 in Österreich und jetzt seit zehn Jahren in Oberösterreich. Und was heißt das überhaupt, Foodsharing? Das bezeichnet sich selber sozusagen als Umweltbewegung und ist eine Plattform, wo es um Lebensmittel retten geht. Und wir haben dann im Laufe der Jahre, der zehn Jahre sozusagen, seit der Gründung, bei der ich dabei war, beschlossen, wir dann jetzt nicht nur im Zentralraum Linz, sondern auch darüber hinaus in allen politischen Bezirken von Oberösterreich aktiv werden. Und das geht natürlich nur, wenn sie da einfach viele Leute finden, die da auch mitmachen. Genau. Und wir haben zwischenzeitlich, also ich habe heute nachgeschaut, der aktuelle Staunen, ich muss mir das vorstellen, wir haben ungefähr 1200 aktive Leute in Oberstreich, die regelmäßig Lebensmittel retten. Es gibt verschiedene Verantwortlichkeiten, wie unter anderem Botschafterinnen, nennt sich das in dem System, es sind ungefähr 20. Wir kooperieren mit 700 Betrieben und haben bereits über eine Million Kilo Lebensmittel gerettet in den letzten zehn Jahren bei ca. 70.000 Rettungseinsätzen. Also ich denke, die Zahlen sprechen für sich und das sind relevante Infos, sich vielleicht einmal da Gedanken darüber zu machen, was das überhaupt heißt, Lebensmittel zu retten. Und darum habe ich mich eben auch gefreut über die Einladung. Thomas, Maas und ich, beziehungsweise Foodsharing, kooperieren schon eine Zeit lang. Und genau, das hat einfach einen Mehrwert, hoffentlich für alle Beteiligten, die das hören und sehen. Oberfehler. Wenn ich was sagen will, sollte ich das Audio einschalten. Martina, kannst du noch ein bisschen konkreter formulieren, was das jetzt heißt, Lebensmittel retten? Wie können wir uns das ganz konkret vorstellen? Was passiert da? Wie ist es organisiert? Das ist genau über eine Online-Plattform organisiert und da gibt es einfach eine Webseite, da kann man ganz leicht draufgehen, das ist foodsharing.at und da kann ich mir das jetzt mal anschauen und Videos und Texte mir zu Gemüte führen und ein bisschen in die Thematik eintauchen. die Thematik eintauchen. Und vielleicht verspüre ich dann die Motivation, mich noch mehr damit zu beschäftigen. Dann kann ich mich da auch registrieren bzw. wirklich aktive Lebensmittelretterin zu werden. Und der Verlauf ist so, dass ich sage, ich lese mich eben so weit ein, dass ich ein sogenanntes Quiz gut bestehen kann. Und dann werde ich sozusagen aufgenommen. gut bestehen kann und dann werde ich sozusagen aufgenommen. In weiterer Folge gibt es sogenannte Einführungsabholungen, das heißt mit bereits aktiven Lebensmittelretter und Retterinnen, die auch wieder mitgehen und lernen verschiedene Zugänge bzw. verschiedene Betriebe kennen. Der nächste Step ist, ich kann mich dann quasi bei Betrieben auch bewerben, dass ich sage, dort oder da möchte ich gerne mitwirken und ins Team aufgenommen werden. Und das sind ja quasi offizielle Kooperationen mit Lebensmittellä Rettungseinsätze nach Bedarf oder aber auch zu jeder Tages- oder Wochenzeit immer gleich. Und dann bin ich in dem Team aufgenommen und kann mich dann eintragen, quasi auf eine freie Wahl zu sagen, immer am Montag um 10 Uhr zum Beispiel habe ich da Ressourcen, dass ich da hinfahre und wir haben da eben in den Kooperationsvereinbarungen dabei, wie die Abholung aussteuern soll oder der Rettungseinsatz und das kann man sich so vorstellen, die geben uns die Sachen, die an diesem Tag in der Mülltonne landen würden. Und das sind oft zum Beispiel Großverpackungen, wo ich sage, okay, da ist vielleicht eine Frucht von zehn oder ein Gebäckstück oder so, vielleicht nicht mehr gut. Und die Mitarbeiterinnen sind aber verpflichtet, das Gesamtpaket dann zu entsorgen. Und wir haben einfach meistens auch vor Ort die Möglichkeit, das auszusortieren und den Rest einfach mitzunehmen. Und ich als Lebensmittelretterin quasi gehe die Verpflichtung ein, sobald das in meine Hand übergeht, zu sagen, jetzt habe ich die Verantwortung über die Lebensmittel. Und das oberste Ziel ist, dass sie nicht in der Mülltonne landen. das oberste Ziel ist, dass sie nicht in der Mülltonne landen. Okay. Ich erinnere mich an eine Veranstaltung, wo ihr zu zweit, glaube ich, wart ihr, zu Demonstrationszwecken mit einem Einkaufswagen reingerollt seid. Ich glaube, das war ein Eva-Ding. Ein vollgepackter Einkaufswagen mit Waren, die zum Wegschmeißen bestimmt waren. Ich erinnere mich auch, was weiß ich, Austernpilze, perfekt, keine Macke, nichts. Die wären halt weggeworfen worden, wenn ihr Nahrungsmittel, Lebensmittel abholt, die eigentlich zum Wegwerfen bestimmt wären oder gewesen wären? Genau, da kommen wir jetzt eher auf die Betriebsvereinbarungen, wo das ganz klar definiert ist, dass sozusagen die Lebensmittelläden, die uns das überlassen, keine Verantwortung tragen. Es ist tatsächlich so, in diesem Moment übergeht die Verantwortung an mich und wiederum, wenn ich dann die Lebensmittel weiter verteile, sage ich das auch immer dazu, dass ich da keine Verantwortung übernehme, in der Transparenz zu sagen, das sind gerettete Lebensmittel und die wären an diesem Tag weggeworfen worden. Und es gibt ja auch öffentlich zugängliche Kühlschränke, sogenannte Fährteiler. Und auch dort ist quasi die Info platziert, wenn man da was rausnimmt. Das ist unter Eigenverantwortung. Und wir haben ja unsere Sinne, also sprich, wenn ich jetzt daran rieche oder spüre oder schmecke, wie das Lebensmittel grundsätzlich aussehen sollte und wie es jetzt aussieht, kann man sich grundsätzlich auf die Sinne verlassen, ob das noch gut ist oder nicht. Was voraussetzt, dass die Leute zumindest mal Grundkenntnisse haben und Fähigkeiten, Lebensmittel bestimmen zu können und auch ihren Geruchssinn und sonstige Sinne einzusetzen. Kann man das so allgemein voraussetzen? Ja, ich denke schon. Also ja, das sind eigentlich die Indikatoren. Also Es gibt ja das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Lebensmittel sind tatsächlich oft darüber hinaus einfach noch zu genießen. Und da kommt es schon zum Tragen, einfach zu schauen, ob das noch in Ordnung ist und ob das einfach noch verzehrbar ist. Ja gut, da habe ich bei vielen Studierenden andere Erfahrungen, jedenfalls wenn es keine Ernährung- und Haushaltsstudierenden sind, dass viele eben das Mindesthaltbarkeitsdatum verwechseln als das Verderbedatum und dass man es danach nicht mehr genießen darf. Okay, das ist wahrscheinlich auch eine sehr wichtige Bildungsfrage. Was mich noch sehr interessiert, das sind zum einen Lebensmittelwege, die man ja zur Kenntnis nehmen sollte, müsste. Wo kommen die ganzen Waren her? Sind es kurze Wege? Sind es globale Wege? Welche Erfahrungen liegen da bei euch zugrunde und wie geht ihr damit um? Ja, also ich halte es für sinnvoll, jetzt einerseits auch, was wir jetzt gerade geredet haben, einmal zu überlegen, wann ist überhaupt der Lebensmittel noch gut? Also mit dem vielleicht kurz auseinanderzusetzen und nicht, genau, immer nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu gehen und das dann zu entsorgen. Das ist einmal die eine Linie und die andere ist, einmal ganz kurz vielleicht Gedanken zu machen, wo passiert eigentlich die Verschwendung? Was sind da für markante Punkte? Und beginnen sowieso in der Landwirtschaft. Und weiter geht es dann meistens zu Verarbeitungsprozesse bzw. in den Großhandel oder Einzelhandel. beziehungsweise in den Großhandel oder Einzelhandel und möglicherweise auch zur Gastronomie. Und letztendlich landet es aber dann in meinem Privathaushalt. Und jetzt einfach auf das zurückzukommen, dass ich sage, wo ist ja wirklich ein Punkt, wo ich sage, da habe ich einen Handlungsspielraum. Und wenn ich jetzt zum Beispiel bei einem Abhofferkauf bin oder auch bei einem Markt, dann gibt es ja quasi diese Zwischenstationen nicht, dann ist das vielleicht schon mal ausgeklammert, wo bei Transport oder Verarbeitung oder dergleichen möglicherweise etwas zur Lebensmittelverschwendung kommt. Oder dann noch im Großhandel habe ich vielleicht da weniger Einfluss, aber letztendlich im Einzelhandel oder beziehungsweise auch bei mir zu Hause, da gibt es definitiv Ansatzpunkte. Und da würde ich mich auch freuen, dass wir vielleicht nachher dann in der Diskussionsrunde ein bisschen einen Erfahrungsaustausch machen, zu sagen, ich unternehme dieses oder jenes, damit meine Lebensmittel zu Hause nicht so schnell in der Mülltonne landen. Also zu sagen, wo kann ich das wirklich in meinem eigenen Leben jetzt umsetzen, wo kann ich da die Aufmerksamkeit hinlegen, wo kann ich Verantwortung übernehmen und wo kann ich wirklich einen Einfluss nehmen. Übernehmen und wo kann ich wirklich einen Einfluss nehmen. Es gibt ja diese furchtbaren Beispiele von irgendwelchen Großmärkten, wo ganze Paletten weggeschmissen werden, wenn irgendwas, einer ein Stück faul ist oder so. Ich war letztes Jahr in der Nähe von Innsbruck, in Kemmerten, und da war ein Riesenfeld, ich erinnere mich gut, ein Riesenfeld mit reifen Kere mich gut, ein Riesenfeld mit reifen Kohlrabi, alle picobello. Und die waren halt da, das war Oktober oder so. Und da stand eben der Bauer mit dem Traktor daneben und ich habe ihn gefragt, was passiert denn mit dem Kohlrabi? Und er meinte, er wird eingeackert. Also das ist natürlich, was bei der Landwirtschaft passiert, ziemlich verheerend. Aber ein sehr großer Teil der Lebensmittelverschwendung findet auch in den privaten Haushalten statt. Ich glaube sogar, es ist der größte Anteil. Oder täuschen mich. Der größte Anteil in den privaten Haushalten. Was kann man da tun? Wo kann man da ansetzen, dass sich hier so das Mindset verändert? Gibt es da... Ja, also wir haben wirklich schon grundsätzlich eine gute Erfahrung gemacht, zum Beispiel im Bildungssystem anzusetzen, dass wir sagen, wir machen vielleicht Schulworkshops oder dergleichen, um einfach schon Bewusstseinsbildung vielleicht im Kindesalter oder auch in der Jugend zu schaffen. Und siehe da, Überraschung, die haben unglaublich gute Ideen, wohnen bei den Eltern, ist ja wohl klar, und sagen, die Mama oder der Papa machen dies oder jenes. Also da gibt es Potenzial, da gibt es auch ein Bewusstsein. Und wenn man aber dann selber quasi verantwortlich ist für das, was ich zu Hause im Kühlschrank liegen habe und für das, was ich auch verbrauche oder eben auch wegwerfe, da gibt es dann einfach erstmalig die Möglichkeit, da auch mitzuwirken. Und wir machen immer wieder mal Veranstaltungen und dergleichen und es kommen unglaublich viele verschiedene Ideen, wo ich sage, jetzt sage ich mal ein Beispiel, also klassisch, ich gehe jetzt nicht mit Hunger einkaufen, sondern mit einer vielleicht Einkaufsliste oder ich kaufe jetzt keine Großpackungen, nur weil es jetzt vielleicht günstiger ist und also da gibt es schon Möglichkeiten oder Ideen dazu, wo ich sage, ich kann das vielleicht vermeiden und vielleicht bin ich auch experimentierfreudig und mache aus den Resten, die was noch da sind, was und kaufe dann wieder für das nächste geplante Gericht ein. Also Wurstecooking und haltbar machen und solche Dinge, da wären wir natürlich bei grundlegenden Fragen der Ernährungsbildung als wichtigste Präventionsmaßnahme. Wir haben jetzt schon zwei Fragen im Chat, die mag ich noch stellen. Moment, vorher noch eine Frage an dich. Wie läuft es mit der Rekrutierung von Aktivistinnen und Aktivisten bei euch? Die Leute werden aufmerksam und melden sich einfach freiwillig oder wie läuft das genau? Ja, also wir haben ja vor zehn Jahren quasi Aufbau begonnen, Foodsharing in Oberösterreich und da ist es eher über Familie, Freundeskreis und Bekanntschaftskreis gelaufen, weil natürlich spricht man da mit den Leuten, mit denen man zu tun hat und anfänglich haben wir uns einfach tatsächlich noch alle gekannt und haben uns da irgendwie regelmäßig getroffen und austauschen können. Inzwischen ist es ja eben von den vorher genannten Zahlen Foodsharing in Oberösterreich so groß geworden, dass es ja ein Ding der Unmöglichkeit ist. Und sobald jemand mit Foodsharing in Kontakt kommt, habe ich schon den Eindruck, dass da ein großes Interesse besteht. Was ist das überhaupt? Was macht es ja da? Und wenn es einfach auch noch mehr dazu gibt, beziehungsweise auch Ressourcen, dass sich die Leute engagieren anfangen. Und plötzlich macht es ja eine riesengroße Welt auf, von der man vorher vielleicht eben noch gar keine Ahnung gehabt hat. Also so, wie am Anfang, so aktive Öffentlichkeitsarbeit braucht es jetzt nicht mehr. Es ist zwar natürlich gut, weil je mehr Leute dabei sind, desto mehr Lebensmittel können gerettet werden. Aber ich habe ein Gefühl, wie wenn das einfach ein Schauspieler, Selbstläufer geworden wäre. Ich bin nicht mehr skeptisch bei Selbstläufern. Man muss schon dranbleiben, glaube ich. Und da ist der Kontakt zu Bildungsinstitutionen mit Sicherheit ein ganz sinnvoller Weg. Okay, zwei Fragen aus dem Chat und dann sollten wir, glaube ich, zum zweiten Teil übergehen. Peter Kurz fragt, wer sind die potenziellen Abnehmerinnen und gibt es eingespielte Verteilungssysteme? Genau, es hängt in einer gewissen Weise zusammen. Und zwar, wer sind die Abnehmerinnen? In erster Linie bin ich das als Lebensmittelretterin. Und sozusagen, sobald die Verantwortung bei mir liegt, kann ich entscheiden, was ich mit diesen Lebensmitteln mache. Und meine Variante ist zum Beispiel, ich bringe das in einen öffentlich zugänglichen Kühlschrank und da gibt es wiederum Kommunikationskanäle, wo dann viele Leute davon erfahren. Das ist für mich eine sehr einfache Variante, wo ich sage, aber da kann ich halt auch nur bestimmte Lebensmittel reinlegen, also die jetzt vielleicht nicht schnell verderben. Und in weiterer Folge kann ich das auch in meinem sozialen Umfeld weiter verteilen, also sprich zum Beispiel in der Nachbarschaft. Die wissen, dass ich Lebensmittel retten gehe. Die wissen auch, dass das eben Lebensmittel sind, die in der Mülltonne gelandet werden. Da gibt es einfach auch große Motivation von meinen Nachbarinnen, das da mitzutun. Die freuen sich da auch drüber. Und genau wie du, Thomas, vorher gesagt hast, es gibt ja auch die Idee des Haltbarmachens, des Verkochens, des Einfrierens. Also quasi mit den Jahren kristallisieren sich dann einfach bewährte Systeme für uns selbst heraus. Und so habe ich das eigentlich auch bei vielen anderen Foodsaver und Foodsaverinnen erlebt. Ja, und der PH steht ja auch schon lange als Verteiler. In der JKU glaube ich auch immer noch der Verteiler. Es bewährt sich. Die Sonja fragt, gibt es irgendeine Verbindung zwischen Foodsharing und Too Good To Go? Das ist eine Frage, die ich mir schon gestellt habe. Genau. Eine konkrete Verbindung gibt es nicht. Allerdings ist sozusagen die Foodsharing-Haltung diese, dass man sagt, jegliche Plattformen, jeglicher Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung ist willkommen. Also Foodsharing sieht sich niemals mit einer Tafel oder dergleichen in Konkurrenz stehend und auch nicht wie Too Good To Go, sondern dass man sagt, je mehr es gibt, desto besser ist es, desto weniger Lebensmittel landen im Müll. Das ist sozusagen eine Grundhaltung. ist, desto weniger Lebensmittel landen im Müll. Das ist sozusagen eine Grundhaltung. Und durch das ist vielleicht auch wieder ein Bewusstsein bei Kunden und Kundinnen entstanden, wo man sagt, die vielleicht vorher nicht so einen Zugang gehabt haben. Okay. Ja, ich sage mal vielen Dank für jetzt. Wir werden nachher weiter diskutieren und möchte jetzt Michaela Janschi die Gelegenheit geben, die Solar wie Almgrün vorzustellen und uns damit vertraut zu machen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich drauf. Michaela, deine Meinung. Super, vielen Dank. Danke auch für die Einladung. Super wichtiges Thema. Ich habe da jetzt genau einen Sonnenstrahl im Gesicht, also nicht wundern, wenn ich kurz ab und an rüberwanke. Ich habe ein paar Fotos mitgebracht, weil das Gemüse ist einfach immer so schön bunt und da freuen sich alle. Im Frühling kann man es eh kaum erwarten. Das heißt, ich gebe meinen Bildschirm jetzt kurz frei. Einen Moment. Wir haben es geübt vorher. Genau, ich muss meinen ganzen Bildschirm freigeben. Dann starte ich eine kleine Präsentation. Genau. Ihr könnt mich nach wie vor sehen und hören, oder? Wir sehen deine Folie und hören dich. Sehr gut, fantastisch. Ich bin hier in meiner Funktion als Gemüsebäuerin der Solidarischen Landwirtschaft Almgrün. als Gemüsebäuerin der solidarischen Landwirtschaft Almgrün. Und ich erzähle euch jetzt ein bisschen was darüber, was solidarische Landwirtschaft überhaupt bedeutet. Unserer Meinung nach ist das eine super Methode, eine gelingende Lebensmittelkultur und eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu erhalten. Und ich klicke mich jetzt einfach durch die Fotos, das ist so mein roter Faden, und freue mich auf Fragen im Nachhinein. Genau, gern schon in den Chat schreiben. Vielleicht ganz kurz einmal zu unserem Bauernhof. Ich mache das jetzt das 11. Jahr zusammen mit einer Freundin, mit der Reingard Prohaska, in Oberösterreich im Almtal. Alle, die den Berg da hinten sehen, wissen ungefähr, wo wir sind. Das ist der Traunstein, den kennen wahrscheinlich die meisten aus Oberösterreich. Und dort pachten wir im Almtal einen Hektar Land. Wir sind beide quer eingestiegen in die Landwirtschaft. Das heißt, wir haben keinen Bauernhof zur Verfügung gehabt. Es ist schwer, in der Gegend im Almtal was zu kaufen. Und deswegen haben wir dann irgendwann Pachtflächen gesucht und fündig geworden sind wir bei der grünen Erde. Kennen vielleicht manche von euch, ist ein ökologisch sehr bewusstes Unternehmen, das ursprünglich aus dem Almtal kommt und das vor zehn Jahren ungefähr ein großes neues Firmengelände errichtet hat, mit ganz viel Flächen drumherum, die sie mit aufgekauft haben, damit dort möglichst viel ökologischer Raum ist. Das haben wir mitbekommen und gefragt, ob sie uns auf dieser Fläche einen Hektar abtreten würden. Und da liegen jetzt unsere ganzen kleingestreiften Gemüsefelder. Also wir sind eigentlich eine ganz klassische, nicht ganz klassische, aber wir sind vom Anbau her ein kleinstrukturierter Gemüsebetrieb. Ganz kurz ein Bild, das ich sehr gerne herzeige. Links vor zehn Jahren, wie wir angefangen haben, war da große Agrarödnis, also es war intensiv genutzte Landwirtschaft und erreichen kann. Also mittlerweile gibt es wieder ein Agrarökosystem als kurzer kleiner Ausflug in die Vergangenheit. Mittlerweile ist alles noch mehr zugewachsen. in dem Gemüse angebaut wird. Also wir sind einfach ein Gemüsebetrieb. Anders ist nur, wie unser Gemüse an die Menschen kommt. Aber dazu später gleich noch mehr. Wir bauen 40 Gemüsekulturen an oder über 40 Gemüsekulturen und diese 40 Kulturen in über 200 Sorten, damit man versteht, was damit gemeint ist. Also eine Kultur ist zum Beispiel Zucchini und ihr seht es da auf diesen Fotos, wie viele unterschiedliche Zucchinisorten wir haben. Also da alleine, wenn man es nachzählen würde, sind es ungefähr sieben verschiedene Zucchinis. Also wir haben eine extrem große Sortenvielfalt. Ich klicke euch nur durch ein paar Fotos durch. Wir versuchen überall, wo es geht, so viele Sorten wie möglich anzubauen und wir versuchen auch Gemüse anzubauen, das nicht so bekannt ist oder in der Regel von weit her kommt. Da in der Mitte könnt ihr Zuckerschoten sehen. Wenn man die im Supermarkt kauft, sind sie meistens irgendwo aus Südostasien. Hier noch einmal die unterschiedliche Sortenvielfalt und da noch ein Bild auch in der Mitte. Ich weiß nicht, wer das von euch wieder kennt, vielleicht mittlerweile schon oder noch kennt von früher. Das sind Mayrüben. Wir versuchen wirklich die gesamte Vielfalt des Gemüses wieder zurückzuholen. Früher waren die ganz weit verbreitet. verbreitet. Also ihr seht, wir sind ein Gemüsehof. Genau, was anders ist bei uns, ist, wie unser Gemüse an die Menschen kommt. Das wird nicht einfach verkauft, sondern wir sind eben eine solidarische Landwirtschaft. Und jetzt ganz kurz, wir können das jetzt nicht so interaktiv machen, aber denkt mal ganz kurz nach, was für euch Solidarität bedeutet. Das ist ein Wort, das hört man eigentlich relativ oft oder jeder kennt es, aber was es genau bedeutet, das fällt oft schwer, aber haltet es mal kurz einen Moment inne und überlegt, was das erste Wort ist, das euch da in den Sinn kommt, wenn ihr an Solidarität denkt. Und dann schauen wir, ob sich das deckt mit der offiziellen Erklärung. Solidarität ist Zusammenhalt und zwar unbedingtes Zusammenhalten, oft aufgrund gleicher Anschauungen und Ziele. Das ist auch bei der solidarischen Landwirtschaft nicht unwesentlich. Schön ist es natürlich, wenn man auch Solidarität zeigt mit Menschen, ist auch bei der solidarischen Landwirtschaft nicht unwesentlich. Schön ist es natürlich, wenn man auch Solidarität zeigt mit Menschen, mit denen man die Anschauung vielleicht nicht teilt, aber das ist jetzt viel zu weit. Es ist ein Unterstützen, ein Eintreten füreinander, ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Es geht viel um Gemeinschaft. Das ist wahrscheinlich auch ein Wort, das vielen in den Kopf gekommen ist. Spannend ist, und das später, wenn ich erkläre, was solidarische Landwirtschaft eigentlich bedeutet, dass es ursprünglich aus dem Juristischen kommt, aus dem Französischen und da gestanden ist für gemeinsam haftend, gemeinsam verantwortlich sein für etwas. Und das ist nicht unbedingt, also das ist spannend für das Konzept der solidarischen Landwirtschaft. Schön finde ich auch die politische Definition. Es ist ein Prinzip, das gegen die Vereinzelung, aber auch gegen die Vermassung gerichtet ist. Das heißt Vermassung im Sinne von der Einheitsbrei, die man im Supermarkt bekommt, aber auch die Vereinzelung. Jeder geht alleine in den Supermarkt und, aber auch die Vereinzelung quasi. Jeder geht alleine in den Supermarkt und kocht dann sein Süppchen zu Hause. Also das sind alles Ideen, die solidarische Landwirtschaft aufgreift oder wo sie eben ein Konzept zu unserem gängigen Wirtschaftssystem anbietet. Ich mache das heute ganz, ganz kriptisch und jetzt endlich die offizielle Definition, was solidarische Landwirtschaft ist. Also bei einer solidarischen Landwirtschaft gehen die Menschen, die die Lebensmittel essen, also die Verbraucherinnen und die Menschen, die die Lebensmittel erzeugen, die Bäuerinnen und Bauern, eine Partnerschaft ein. Und das Ziel ist, faires, also gerechtes, nachhaltiges und ökologisches, landwirtschaftliches Arbeiten zu ermöglichen. Es ist schon mal spannend, dass das Arbeiten im ersten Grund steht und dann die Früchte der Arbeit sind eine Versorgung mit gesunden, regionalen, frischen Lebensmitteln. Und die soll langfristig gewährleistet werden. Das ist die Grunddefinition von solidarischer Landwirtschaft. Schön finde ich auch, das geht noch ein bisschen weiter, das ist auch wieder die Partnership zwischen Farmers und Consumers, aber man teilt sich auch die Verantwortlichkeiten und die Risiken. Das ist in dieser Definition auch noch drinnen. Und die Risiken, das ist in dieser Definition auch noch drinnen. Und ihr seht da schon eine schöne Grafik. Ich habe später noch eine Folie. Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft ist auch so ein anderer Name für solidarische Landwirtschaft. Das verdeutlicht dieses Bild hier sehr schön. Also es geht eben nicht nur um den Austausch von Lebensmitteln, sondern es geht um mehr, damit langfristig landwirtschaftliches Arbeiten möglich ist. Und ein großes Thema heutzutage ist jetzt rechts einen Hagel, den wir vor ein paar Jahren hatten. Da teilt sich eben nicht nur das schöne bunte Gemüse, sondern man teilt sich auch die Risiken. Und nach diesem Hagelereignis hat es einmal drei Wochen lang nicht gar kein Gemüse gegeben, sondern keinen Salat mehr zum Beispiel, der war wirklich kurz und klein gehackt. Also in einer solidarischen Landwirtschaft zeigt man, das ist gerade für kleine Betriebe extrem wichtig. Man kann sich als kleiner Betrieb eigentlich keine Versicherung leisten bei der Hagelversicherung. Mittlerweile kommen Sachen wie Dürre dazu, also Trockenheitsphasen oder Starkregenereignisse, starke Winterereignisse. Also prinzipiell gerade in Zeiten der Klimaveränderung sind die Risiken in der Landwirtschaft immer größer. Nicht nur die tatsächlichen Risiken, was da auch ein großes Thema ist, ist die psychologische Belastung oder die psychische Belastung der Landwirte. Auch da hilft Solidarität für Landwirtschaft durch die Gemeinschaft. Dazu später noch ein bisschen mehr. Genau, also das Risiko wird von allem getragen. Wie das funktioniert, hört ihr gleich. Ah, warte, das war eine Folie dazwischen. Wie schaut das jetzt in der Praxis aus? Also wir haben Gemüse und die Leute wollen das. Und dann ist immer die erste Frage, wie viel kostet das Gemüse jetzt? Und da finde ich ein sehr schönes Zitat von einem der Gründer von solidarischer Landwirtschaft in Europa. Das war in Deutschland der Buschberghof in der Nähe von Hamburg. Bei einer solidarischen Landwirtschaft verlieren die Lebensmittel ihren Preis und erhalten so ihren Wert zurück. Das finde ich ein ganz spannendes Konzept oder einen sehr wichtigen Ansatz, weil die Preise gerade vom Gemüse, das man im Supermarkt kriegt, die funktionieren eh nur, also die sind teilweise absurd und werden durch andere Sachen ausgeglichen. Also wenn ein Bund Radieschen nur, weiß nicht, 30 Cent kostet, da, genau, also das ist einfach keine Kostenwahrheit und diese günstigen Preise funktionieren sowieso nur, weil irgendwo entweder Menschen oder die Natur ausgebeutet werden. Das will solidarische Landwirtschaft anders machen. Deswegen, genau, irritieren wir da die Leute gleich am Anfang einmal, wenn sie fragen, wie viel kostet das? Dann gibt es keine klare Antwort erst einmal, weil es geht nicht darum, wie viel kostet das einzelne Radieschen, sondern es geht darum, kurz, das ist der Buschberghof von der ersten solidarischen Landwirtschaft, nur um zu zeigen, dass wir das nicht erfunden haben. Das Konzept gibt es schon ganz lange. Auch in Japan gab es da starke Strömungen. Ich switche jetzt da noch einmal ganz kurz. Ich habe es schon erwähnt, es gibt viele unterschiedliche Namen. Solidarische Landwirtschaft, gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft. Auf Englisch hört man oft CSA. Das ist einfach nur die Übersetzung von gemeinschaftsgetragener Landwirtschaft. In der Schweiz heißt es regionale Vertragslandwirtschaft, also ganz korrekt. Es gibt es auch in Frankreich, da ist es am MAP zum Beispiel, in Italien Agricultura Civile, aber das ist im Grunde genommen mit den unterschiedlichen Nuancen ist alles eine Philosophie dahinter. Und jetzt wieder kurz zurück zum Preis. Also die Frage bei uns ist nicht, wie viel kostet das Radieschen, wie viel kostet das Kilo Tomaten, sondern wie viel kostet ein Jahr Landwirtschaft. Wir haben ein Budget, das wir brauchen, damit wir diese Landwirtschaft nach 100 Ernteanteile und auf die wird das Budget aufgeteilt. Und das wird jetzt aber nicht einfach quasi 100 Haushalte, also unser Budget, die wird jetzt durch 100 Haushalte, sondern die Leute können sich bei uns selber einstufen, wie viel sie zahlen wollen. Wir geben einen Richtwert, damit sie sich ungefähr vorstellen können, ab welchem Beitrag wir wirklich kostendeckend arbeiten können, ab welchem Beitrag wir Rücklagen anlegen können, ab welchem Beitrag wir uns vielleicht ein bisschen mehr auszahlen können, weil unsere Löhne sind zwar für uns okay, aber sie sind jetzt reich, wenn wir nicht, ich sage mal, wir können gut leben davon, aber wir werden nicht reich davon, ist auch nicht unser Ziel, aber manchmal, genau, also ein bisschen mehr wird nicht schaden. Das wird alles aufgeschlüsselt und dann müssen sich die Leute selber einstufen, je nach ihren finanziellen Möglichkeiten und das ist schon einmal, genau, das ist wirklich anderes Wirtschaften. Das irritiert die Leute am Anfang ganz oft, aber uns war ganz wichtig, dass Bio-Gemüse in unserem Fall kein elitäres Produkt bleibt, dass sich dann nur die Gutverdiener leisten können, sondern dass wirklich auch Menschen mit wenig Gehalt zu gutem Gemüse kommen können. Und Leute, die sowieso viel verdienen, für die macht es wenig Unterschied, ob sie jetzt 24 Euro oder 28 Euro in der Woche zahlen. Aber dafür kann irgendjemand anderer halt dann 22 Euro zum Beispiel zahlen. Das ist ein Aspekt, der so ein bisschen eine andere Form des Wirtschaftens schon aufzeigt. Ich rede jetzt immer von Gemüse. Solidarische Landwirtschaft gibt es in Österreich in erster Linie im Gemüsebereich, aber geht theoretisch in jeden Landwirtschaftsbereich. Hier seht ihr das Ganze noch einmal ein bisschen, also hier seht ihr die klassische Grafik eigentlich, man hat eine Gruppe Menschen, die zahlt Geld an die Landwirtschaft, die dann Gemüse hergibt. Ich habe diese Grafik erweitert und sehr unübersichtlich gemacht. Jetzt schaut sie nämlich so aus. Solidarische Wirtschaft ist mehr als nur der Fluss von Lebensmitteln von der produzierenden zur konsumierenden Seite. die einfach zeigen, dass solche Arten von solidarischen Wirtschaften, egal in welchem Bereich, weil ich könnte theoretisch auch eine solidarische Fahrradwerkstatt oder eine solidarische Kleidungsproduktion machen, dass das so viel mehr bietet. Wenn ihr jetzt kurz oben schaut, der Teil, wo das Geld fließt, fließt in unserem Fall nicht nur Geld, sondern es fließt, ich habe vorher gesagt, die psychische Belastung durch die sich ändernden Umweltfaktoren. Ihr seht hier Herzen und einen Regenschirm und eine Hand. Also wenn ich Mitglieder habe, die mich persönlich kennen, die mir dann Schokolade auf den Acker bringen, wenn es gehagelt hat und so weiter, das macht Landwirtschaften einfach möglicher. Ich weiß nicht, wie sehr in der Thematik drinnen seid ihr, aber die psychische Gesundheit unter Landwirtinnen und Landwirten ist nicht gerade gut, weil es mittlerweile echt belastende Arbeit ist zum Teil, weil es immer schwieriger wird. Und da hilft das einfach, wenn man nicht nur Geld kriegt, sondern Wertschätzung und emotionale Unterstützung auch. Und ihr seht es unten, man kauft nicht nur Gemüse, sondern man kauft das ganze Ökosystem drumherum und die ganzen Ökosystemleistungen, das heißt einen gesunden Boden, die Biodiversität, die drumherum leben kann, einfach dadurch, dass wir nicht Profit maximieren müssen, dadurch, dass wir finanziell abgesichert sind von unseren Mitgliedern, können wir schauen, dass wir so wirklich ökologisch und nachhaltig wirtschaften. Und ihr seht rechts die Grafik mit den zwei Männchen, die im Austausch stehen. Man kriegt auch wieder ganz viel Wissen. Du hast vorher Ernährungsbildung, ist gefallen das Wort. Auch das Wissen darum, wie die Landwirtschaft eigentlich läuft, was hinter dem Gemüse steckt. Das ist auch etwas, was zum Großteil verloren gegangen ist. Auch das erwirbt man mit. Also man kauft nicht nur Gemüse. Und zu guter Letzt ist auch die Gemeinschaft der Mitglieder, links im Bild, wirklich dann eine Gemeinschaft. Das heißt, man steht nicht anonym irgendwo bei einer Kasse, sondern man lernt sich kennen, entweder am Acker, bei Mithilfetagen, wenn man kommen mag, bei der Abholung von Gemüse. Und auch da entstehen neue Ideen, neue Gemeinschaften, neuer Austausch, der eben für unsere Gesellschaft zurzeit in diesen krisenhaften Zeiten total wichtig ist, meiner Meinung nach, dass diese Communities einfach wieder gestärkt werden. gut meistern können. Das ist so ein großer Teil. Die Verbraucherinnen, wir haben es eh schon gesehen, haben wirkliche Transparenz, haben Gemeinschaft, haben eine viel gesündere Ernährung, dadurch, dass die Sachen wirklich aus der unmittelbaren Region kommen und total erntefrisch sind. Aber dazu mehr. Sie haben die absolute Sortenvielfalt, habe ich vorher eh auch schon ein bisschen angesprochen, aber da springe ich jetzt ein bisschen drüber. Auch die Vorteile für die Umwelt, ich habe es kurz erwähnt, aber das geht in dem kurzen zeitlichen Rahmen jetzt nicht, dass wir das alles machen. Wir können wirklich biologisch arbeiten, nicht nur biologisch, so wie es die Vorschriften vorschreiben, sondern weit darüber hinaus. sondern weit darüber hinaus, dadurch, dass wir nicht jeden Quadratzentimeter Boden umdrehen müssen und schauen müssen, dass wir da maximalen Gewinn rausfahren. Und da kommen wir jetzt zum vorherigen Thema. Warte jetzt einmal, Entschuldigung, da ist das Ding im Weg, oder? So, jetzt ist das wieder weg. Zu einem wichtigen Thema, nämlich die Wertschätzung für die Lebensmittel. Das ist aus der japanischen Solavi-Bewegung, wenn man es so nehmen will. Und das finde ich einen total spannenden Satz. Die Consumers, also die Menschen, die die Lebensmittel beziehen, sollen das so akzeptieren, wie es wächst und sollen ihre Ernährung vor allem an dem ausrichten, was da ist. Und das finde ich ein total spannendes Konzept, weil das ist natürlich dann wirklich ultimative Saisonalität. Und das bedeutet ja ultimative Regionalität, weil in der Region wächst nur das, was gerade Saison hat. Und da werden dann eben auch solche Karotten gegessen, wie links im Bild sind. Da werden auch Gemüse gegessen, an die man sich vielleicht erst wieder gewöhnen muss, aber die hier wachsen und die in unseren Böden gut wachsen und eben dann nicht nur Zucchini und Tomaten. Und es wird auch akzeptiert, wie man rechts im Bild sehen kann, dass das Gemüse nicht makellos ist. Also es leben andere Lebewesen auf dem Acker auch. Wenn ich die nicht alle wegspritze, dann hat der Salat einmal ein Loch. Aber deswegen ist er nicht schlecht. Also nur weil etwas nicht makellos ist, heißt das noch lange nicht, dass die Qualität nicht passt. Das ist auch was, was Leute einfach wieder neu lernen oder wo wir auch quasi die Leute in die Verpflichtung nehmen, quasi alles, was der Acker produziert, ist wertvoll und kann verwendet werden, außer etwas ist verdorben. Das passiert natürlich auch dann nicht, das ist eh klar. Aber genau dieser Aspekt, glaube ich, passt da auch ganz gut rein zum vorigen Thema. Also eben genau auch das alles ist volles Gemüse. Man kann einen Rettich auch essen, wenn er vier Finger hat und die Gurke muss nicht draht sein. Genau, sowas wird es in den Supermärkten nicht schaffen. Nicht einmal zu den Wunderlingen, die sie dann immer so, genau, ist ja auch nur eine Marketingschiene von ihnen. Da jetzt noch ganz ein wichtiger Faktor, der finde ich genau, also der genauso im Vordergrund oder genauso wichtig ist, wie das die Lebensmittel, die gegessen werden, ist eben diese Gemeinschaft, wir machen einmal im Jahr ein Erntedankfest, das kann man da jetzt gerade sehen und quasi ohne unsere Mitglieder wird das alles nicht funktionieren. Sie müssen bei manchen Sachen mithelfen, aber es stimmt eigentlich auch nicht. Also wir bauen zum Beispiel Fisolen und Zuckerschoten an und die bauen wir einfach an. Und wenn sie reif sind, schreiben wir aus, jetzt ist Erntezeit. Das dauert, wenn man für 100 Haushalte Zuckerschotten erntet, dauert das ungefähr 10 Stunden. Das ist eine Arbeit, die könnten die Reingart und ich nicht machen, weil wir andere Sachen am Acker machen müssen. Und die Mitglieder, die dann kommen, ernten für alle. Und wenn zwei Leute kommen und ernten, gibt es vielleicht nur 50 Gramm pro Person. Und wenn zehn Leute kommen, kriegt jeder 500 Gramm. Also so tragen die Mitglieder auch bei. pro Person und wenn zehn Leute kommen, kriegt jeder 500 Gramm. So tragen die Mitglieder auch bei, aber Mithilfe ist bei uns nicht verpflichtend. Viel wichtiger ist einfach dieses Kennenlernen, einfach wieder wissen, wer sind die Menschen, die die Lebensmittel anbauen, die Kinder, das ist total schön. Wir haben Babys, die sind von klein auf mit dabei, kennen das Gemüse jetzt schon zum Teil besser als ihre Väter, also nicht nur als Baby, aber als Kinder wissen sie genau, wenn Park Joy auf der Liste steht, wo sie da hingreifen müssen. Also das ist einfach, ja, das ist wirklich gelebte Gemeinschaft. Und diese Verbindung, die wieder entsteht zur Landwirtschaft, allein das Thema, wie ist das Wetter gerade, also das ist so spannend, dass die Leute wieder einen Blick dafür bekommen, dass das Wetter wichtig ist für die Landwirtschaft. Und wenn es einen Monat lang die Sonne scheint und es nicht regnet im Sommer, dann ist das nicht super. Dann ist das schön, weil man kann baden gehen. Aber für die Landwirtschaft ist das eine Katastrophe. Und das wissen unsere Leute wieder. Also einfach diese Entkoppelung da wieder auflösen. unsere Leute wieder, genau, also einfach da diese Entkoppelung da wieder auflösen. Genau, ich habe vorher schon gesagt, nach dem Hagelereignis, die Mithilfe, den Lauch wieder so putzen, dass er nachwachsen kann, Schokolade vorbeibringen, für die im wahrsten Sinne des Wortes niedergeschlagenen Bäuerinnen, die ganze Ernte, also der ganze Acker zerhagelt wurde, das sind diese Sachen, die sich einfach dadurch ändern, durch diese Art des Wirtschaftens. Total schön ist auch zu sehen, die Solidarität innerhalb der solidarischen Landwirtschaften. Es gibt einen Verein mittlerweile für alle Solar Wies in Österreich. Das ist eines von den Vernetzungstreffen und es ist wirklich wunderschön zu sehen, wie groß, also es gibt überhaupt keine Ellbogenhaltung und Verdrängungshaltung, sondern alle arbeiten zusammen, alle teilen ihr Know-how. Wenn sich bei uns jemand meldet, der von weiter weg ist, dann sage ich nicht, ja, bitte komm unbedingt zu uns und fahr, was weiß ich, 50 Kilometer, sondern sage ich, schau mal, bei dir in der Nähe gibt es eine solidarische Landwirtschaft, die haben auch noch Plätze frei, melde dich lieber bei denen. Genau, also diese gegenseitige Unterstützung und dieses ja, so ein totales Antikonkurrenzdenken, das ist auch wirklich wertvoll und beflügelnd. Genau, und auch irgendwie ein schönes Vorleben, wie das vielleicht in anderen Branchen auch gehen könnte oder was wir Gesamtgesellschaft vielleicht sowieso brauchen würden. Hier jetzt ein paar Links für alle, die sich in das Thema vertiefen wollen. Ich halte jetzt mal ganz kurz in die Kamera. Kann man das sehen oder blendet es? Das blendet es jetzt aus. Natürlich, warte, dann müsste ich ganz kurz. Naja, dazu muss ich erst mal wieder auslocken. Ich sage es euch einfach so, es gibt ein sehr spannendes Buch. Das heißt Höfe der Zukunft. Solidarität für Landwirtschaft, weil es sich da vertiefen möchte. Und es gibt in Oberösterreich ein tolles Projekt, Evo das Klimabündnis auch dabei ist. Das heißt Appetit of Zukunft oder Gutes. Jetzt weiß ich nicht mehr gerade, was der aktuelle Name ist, ist irgendwann geändert worden, da gibt es eine tolle Broschüre, ich zeige sie euch jetzt, wenn ich es neben mein Gesicht halte, auch nicht. Kurz war sie scharf, genau. Es gibt eine Broschüre über solidarische Landwirtschaft, kann man sich downloaden, da findet man auch einmal alle möglichen Infos. Solavi Leben ist die Seite vom österreichischen Verein, da ist auch eine Karte, wo die Solavis in Oberösterreich eingetragen sind, genau. Also man findet auch im Internet, wenn man sich zu dem Thema vertiefen möchte, genau, ganz viele Infos. Und damit würde ich es jetzt einmal lassen von der Zeit, passt es, glaube ich, oder Thomas? ganz viele Infos. Und damit würde ich es jetzt einmal lassen von der Zeit. Passt es, glaube ich, oder Thomas? Du hast dein Mikro noch nicht an. Dann würde ich... Michael, du kannst gerne noch ein paar Minuten drauflegen, wenn du noch Material hast. Okay. Vielleicht, ich habe nämlich vorher, achso, warte jetzt mal, dann muss ich jetzt noch einmal, sorry, dann starte ich das jetzt doch noch einmal. Ich bin nämlich ein Foto übersprungen. Genau, dieses hier. Also ich kann noch ewig weiterreden. Ich starte das jetzt noch einmal. Seht ihr es jetzt wieder? Ja, oder? Genau. Also vielleicht ganz kurz, weil das so diese ganz praktische Frage ist, wie das dann wirklich im Alltag funktioniert. Also die Leute werden Mitglied bei uns, bekommen dann für diesen Jahresbeitrag, den sie zahlen, den sie sich selber ausgesucht haben, bekommen sie dann, solange die Saison ist, das ist jedes Jahr ein bisschen anders, aber im Durchschnitt sind das bei uns 32 Wochen, bekommen sie wöchentlich einen ihren Anteil an der Ernte. Es ist so, die wirklich regelmäßigen Ernten starten ungefähr Anfang Mai. Davor gibt es so alle zwei Wochen ungefähr Gemüse, weil da kommt noch alles aus den Gewächshäusern. Und im Mai wird es dann im Freiland auch langsam reif. Und genau, ungefähr bis Mitte November. Und die kommen dann zu uns und holen sich das ab. Wir haben drei Abholstationen. Da seht ihr die Reingart bei einer von den Abholstationen. Und sie ist gerade sehr stolz, weil sie einen sehr schönen großen Sellerie produziert hat. Sellerie ist ein ein führiges Gemüse, deshalb freuen wir uns immer, wenn der gut gelingt. Das schaut ein bisschen aus wie bei einem Marktstand. Das heißt, es gibt eine Tafel, oder das heißt, es schaut aus wie bei einem Marktstand, es stehen lauter Kisten, wo das geerntete Gemüse drinnen ist, das ist noch nicht aufgeteilt, sondern es hängt dann diese Liste dort, hier jetzt ein Beispiel beim 19. Ernteanteil, also die 19. Erntewoche, und da steht dann, wie viel man sich nehmen kann, genau. Und dann geht man Kiste für Kiste durch und packt das ein, es gibt eine Tauschkiste, damit die Leute Gemüse, das sie nicht gerne mögen, jetzt dürft ihr dreimal raten, was das ist. Also meistens Fenchel und Mangold sind so Dauerkandidaten, wobei wir helfen dabei, dass man Gemüse lieben lernt. Ich habe früher auch kein Fenchel gegessen, mittlerweile mag ich ihn total gern. Es gibt natürlich Beratungstipps und Rezeptetipps dazu. total gern. Beratungstipps und Rezeptetipps dazu. Genau, also es ist wirklich oft so ein bisschen das Schulküchenessen, das die Menschen da traumatisiert hat. Genau, also es gibt eine Tauschkiste, wenn man wirklich sich gar nicht anfreunden kann mit irgendwas, dann kann man das da umtauschen. Es gibt auch eine Schenkkiste, wenn was zu viel ist, weil wir haben manchmal wirklich große Ernten und wenn man sagt, ich brauche nicht zwei Salate, mir reicht einer, kann man den anderen in die Schenkkiste geben, es können sich die anderen Mitglieder dann dafür mitnehmen. letzten Jahren verschlechtert hat und die eigentlich gar nichts mehr zahlen können und die kriegen dann trotzdem Gemüse. Entweder wenn Leute auf Urlaub sind, dann sagen sie, heute schenke ich mein Gemüse her oder eben die Sachen in der Schenkiste landen. Wir versuchen auch da in beide Richtungen, also Solidarität geht nicht nur in die eine Richtung, dass die Leute uns finanziell absichern, sondern wenn Leute jahrelang Mitglied waren und dann auf einmal sich durch Krankheit oder Veränderung von Familienverhältnissen sich die finanzielle Situation ändert. Warum geht die Solidarität in die andere Richtung auf, dass sie weiter Gemüse bekommen, auch wenn sie gerade nicht mehr finanziell zumindest nicht mehr so viel beitragen können. Genau, das war noch so ein bisschen zum Praktischen, wie es funktioniert. Also eben, wir haben drei Abholstationen in der Gegend, wo man sein Gemüse dann immer an einem Tag in der Woche, also es ist wirklich komplett erntefrisch, wird in der Früh geerntet, am Nachmittag holt man es sich ab. Das ist jetzt eben bei Gemüse, aber das Ganze gibt es auch mit Milch und mit Honig und mit Fleisch. In anderen Ländern gibt es da schon sehr viel mehr, bei uns ist es noch ein bisschen, genau, dauert immer ein bisschen, aber auch da gibt es schon ein paar erste Betriebe, wo es eben über das Gemüse hinausgeht. Du hast das Beispiel vorher, Thomas, vom Kohlrabi, der eingeackert worden ist. Im Grunde genommen ist es ein bisschen Planwirtschaft, wenn man es so nennen will, weil wir wissen ja, wir haben die 100 Haushalte und wir wissen, genau wie viel müssen wir pflanzen, damit wir dann jede Woche einen Salat im Kistal drin haben zum Beispiel, damit jeder einen Kaffiol kriegt und so weiter und so fort. Also wir können das wirklich, jetzt abgesehen davon, dass man nie weiß, durch die Wetterverhältnisse, welches Gemüse wächst, wie gut. Also wir haben auch manchmal von Sachen zu wenig oder Überschüsse, weil einfach genau in manchen Jahren wächst das eine besser, in anderen die anderen. Ganz genau kann man es natürlich nicht planen, aber wir haben eine relativ genaue Vorstellung davon, wie viel Gemüse wir anbauen müssen und somit wird eigentlich nichts schlecht. Und wie gesagt, wenn der Kohlrabi aufspringt, weil es zu viel regnet, dann wird er nicht eingeackert, sondern trotzdem genommen, weil der ist ja nicht schlecht. Wenn man so einen im Hochbeet im Garten hat, wenn man im Garten einen Apfel hat, der eine angeschlagene Stelle hat, weil er runtergefallen ist, dann schneidet man die weg und isst den Rest. Aber der Supermarkt hat halt keinen Platz. Oder im Supermarktsystem funktioniert das halt nicht genauso. Das heißt, bei uns wird wirklich am Ende von so einem Abholtag eigentlich kaum noch was über. Genau. Genau, so viel dazu vielleicht noch und lassen wir vorher ein bisschen mitgeschrieben. Genau. Zu dem Gemeinschaftsthema zum Beispiel, also so ein schönes Beispiel ist, dass sich jetzt zum Beispiel ein Mitglied von uns, die hat einen Pferdehof, wo sie Reiten anbietet und die hat dieses solidarische Prinzip jetzt da übernommen und gestaltet die Kosten für ihre Reitstunden jetzt auch solidarisch. ihre Reitstunden jetzt auch solidarisch. Es ist schön zu sehen, wie sich das so langsam ausbreitet, dieser solidarische Gedanke. Ich glaube, das war es jetzt von meiner Seite. Vielen Dank, liebe Michaela, für den spannenden Vortrag oder den Impuls. Ich habe mir eine ganze Reihe von Stichworten... Ja, gerne. Also so ein Gedanke ist für mich gerade naheliegend, weil du das gesagt hast, von wegen Planwirtschaft, ist für mich eigentlich schon seit Jahrzehnten so ein Gedanke, ob nicht Landwirtschaft die Produktion von Lebensmitteln raus muss aus diesem kapitalistischen oder neoliberalen System, weil das einfach zu katastrophalen Situationen führt und dass man Landwirtschaft anders denken muss und mit einer anderen Logik angehen muss. Also das ist so für mich eine Überlegung, die die Schlangen mit mir umschleppt. Da stimme ich dir zu 100 Prozent zu. Ich habe mir auch vorher ganz am Anfang, wie ihr kurz erwähnt habt, dass es schade ist, dass gerade heute weniger Leute sind, mir noch einmal aufgeschrieben. Also Essen ist einfach die Basis von allem. gerade heute weniger Leute sind, mir noch einmal aufgeschrieben, also so Essen, also Essen ist einfach die Basis von allem. Und deswegen finde ich auch, also wir können nicht leben ohne Essen. Und deswegen ist es so ein wichtiger Faktor, dass man dorthin schaut. Und es spielt bei vielen Leuten immer weniger eine Rolle oder eine zu geringe Rolle, was auch spannend ist, weil anhand von dem, wie wir uns ernähren, zeigen sich ganz viele Fehler auf oder Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft. in unserer Gesellschaft. Also dieses zum Beispiel keine Zeit mehr haben. Also was ist für viele Leute der Grund, warum sie wieder aussteigen bei uns, ist, weil sie keine Zeit haben zu kochen. Und da kann man sich ja eigentlich schon fragen, also es ist mir schon klar, dass das jetzt nicht von heute auf morgen geht, aber das heißt ja eigentlich, wir müssen weniger Erwerbsarbeit machen. Weil wenn ich nicht mehr die Zeit habe, mein eigenes Essen zu kochen und mich gesund zu ernähren, dann heißt das ja, ich arbeite eigentlich zu viel. Das heißt, also das ist so spannend, man kann anhand der Ernährung wirklich fast alle Themen, wo es gute, genau, verkürzte Arbeitszeit, bedingungsloses Grundeinkommen und so weiter und so fort, dann würden solche Sachen auf einmal gehen. Und wie du gesagt hast, das ist absurd, dass die Basis unseres Lebens, nämlich noch hat Elon Musk nichts erfunden, glaube ich, dass wir kein Essen mehr brauchen und dass das quasi am freien Markt gehandelt wird, so wie alles andere hat, wie du sagst, zu katastrophalen Umständen geführt und also ich meine global gesehen ja sowieso. Aber auch in Österreich, das ist mir auch so wichtig. Klar, wir haben einen hohen Anteil an Biofläche, aber auch in Österreich werden unser Nachbarbauer spritzt drei bis viermal im Jahr mit Pestiziden. Das kriegt man nicht mit, das dauert eine halbe Stunde, wenn man nicht zufällig genau in dem Moment in der Früh mit dem Auto an dem Feld vorbeifährt, wenn man in die Arbeit fährt, dann kriegt man das nicht mit, aber wir kriegen es mit, weil wir sind jeden Tag am Acker und arbeiten dort, wir kriegen mit, wenn es auf einmal nach Chemiefabrik riecht und wir kriegen mit, wie oft das pro Jahr ist und ich sage jetzt gar nicht, also es ist irre schwer zu bestehen. Es gibt viele Landwirte, die würden das gerne anders machen, aber es geht nicht, weil es sich finanziell nicht ausgeht, weil sie verschuldet sind, weil sie Reifessen sie auf Jahrzehnte lang quasi in Abhängigkeit gebracht hat, weil die Landwirtschaftskammern dementsprechend beraten haben, dass man nicht doch einen Schweinestall noch bauen soll. Und genau, die Enkelkinder, wenn sie Glück haben, sind dann schuldenfrei. Genau, also ja, und dann ganz abwesend davon, was das Handeln mit Lebensmitteln an der Börse für eine Absurdität ist und auslöst dann wirklich, wie das die Preise bis ins Kleinste, bis wirklich zum Landwirt hin beeinflusst. Und dann gar nicht anfangen mit der Supermarktkonzentration in Österreich. Also das ist ungesehen, das gibt es in kaum einem anderen Land. Diese Machtstellung der mittlerweile nur noch drei großen Konzerne, die eigentlich unser ganzes Lebensmittelsystem kontrollieren. Genau, ja, also alles keine guten Entwicklungen. Genau, das hat sich eh bei Covid hat sich das gleiche Mal gezeigt, dann sind alle auf einmal Rennart geworden, wie man so schön sagt. Da haben wir ganz viele Neuanmeldungen gehabt. Handelsketten und eben auch jetzt die Düngemittel, die jetzt nicht mehr durchkommen, weil es Blockaden von wichtigen Handelsrouten gibt. Aber ja, ich stimme dir zu. Besser wäre es, wir würden unsere Lebensmittel planvoller produzieren. Früher oder später wird es sowieso zwingend notwendig sein, weil wir können nicht auf einem begrenzten Boden ewig lang so weiter wirtschaften. Und wir haben uns gedacht, wir fangen schon mal an damit, wie es anders gehen könnte. Kenneth Boulding, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Umwelt- bzw. Mitweltaktivist, hat den schönen Satz geprägt, wer in einer Welt mit begrenzten Ressourcen an immerwährendes Wachstum glaubt, ist entweder ein Irrer oder ein Ökonom. Und jetzt möchte ich ja gerade den deutschen Bundeskanzler auf den Hals hetzen von wegen weniger Zeit für die Arbeit und mehr Zeit für Kochen usw. Aber ich möchte Epikur zitieren mit dem Satz, den ich sehr liebe. Anfang und Ursprung alles Guten ist die Freude des Magens. Selbst Weisheit und alles, was über sie hinausgeht, steht in Beziehung zu ihr. Das ist wirklich der Punkt, mit dem wir anfangen zu existieren und mit dem wir auch anfangen sollten, irgendwie zu philosophieren, auch eine Einsicht von Ludwig Feuerbach. Aber okay, ich will das jetzt nicht so an mich reißen. Zwei Fragen im Chat bis jetzt von Peter Kurz. Werden hier, also in der Solabi, Rücklagen mitkalkuliert, also zum Beispiel für Investitionen, aber auch für soziale Wechselfälle der Beteiligung? Für Investitionen schon, also das ist in unserem Budget drinnen, einfach ein bestimmter, quasi ein Teil vom Budget ist immer Rücklagen und dann, klar, je höher sich die Leute einstufen, je mehr sie zahlen, desto mehr Rücklagen können wir auch bilden. Wir haben zusätzlich noch so als kleines Nebenstand bei, dass uns auch so ein bisschen eine Puffer verschafft ist. Wir haben einen Jungpflanzenmarkt für drei Tage einmal im Jahr, weil wir sowieso für uns die Jungpflanzen produzieren und wir machen einfach ein bisschen mehr. Und genau, also das hilft hilft auch nochmal ein bisschen. Ich weiß jetzt nicht genau, was du meinst, Peter, mit sozialen Wechseln. Also das ist in der Diskussion bei mir aufgepoppt, aber du hast es dann eh angesprochen, dass sozusagen Schwangerschaft oder Krankheit oder wenn jemand ausfällt, dass für das vorgesorgt ist. Ja. Da wird es dann ein bisschen kritischer. Ein Thema, das auch viel diskutiert wird in der Landwirtschaft bei kleinen Betrieben ist die Altersvorsorge, weil also mit den Sozialversicherungsbeiträgen, die wir uns leisten können aktuell, wir sind zwar vollversichert über die Landwirtschaft, aber mit der geringsten Stufe und da gehen sich keine existenzsichernden Pensionen aus. Wir haben aktuell noch das Sozialsystem, dass man quasi die Ausgleichszahlungen kriegt, wenn du quasi keine unter der Grenze der existenzsichernden Pension bist. Genau, ja, das ist ein Thema. Wenn jetzt quasi die ökonomische Lage besser wäre, würde ich mich trauen, das noch anzusprechen und sagen, eigentlich müssten alle noch 10 Euro mehr zahlen, damit wir im Alter auch abgesichert sind. Aber das ist was, was viele kleine Betriebe und Solavies, aber nicht nur Solavies, mitkriegen. Die Leute fangen beim Essen, viele Leute fangen als erstes an, beim Essen zu sparen. Weil der Supermarkt bietet das Essen und auch das Bio-Gemüse extrem billig an, weil es, wie ich schon gesagt habe, also auch das Bio-Gemüse, das aus Italien kommt, ist auf dem Rücken von Menschen, die quasi flüchten mussten in diese Länder, ist auf dem Rücken von diesen Leuten angebaut. Also es gibt so ein bisschen bessere Regelungen im Bio, aber genau, auch nur ein bisschen besser. Es ist genau, vor allem nicht in jedem Land gleich, wie streng da die Auflagen sind. Die sind in Österreich ein bisschen besser, aber in Italien ist auch bei dem Bio-Getrieben das ein großes Problem. Genau, aber also da gibt es noch quasi in diesem Bereich gibt es noch Verbesserungspotenzial nach oben, was man aber eigentlich nur durch mehr Geld lösen kann. Aber ich meine, vielleicht entwickeln wir uns auch in eine Richtung, wo dann im Alter nicht nur noch, klar, man braucht auch Geld, aber vielleicht kann auch eine Community quasi andere Arten von Absicherungen geben und Unterstützungen für Menschen, die nicht mehr erwerbstätig sind. Mit Blick auf die globale Landwirtschaft ist völlig zu Recht die Rede von moderner Sklaverei. Das ist ja ein... Ich wollte eigentlich genau das gleiche ansprechen. Im Prinzip werden die Kosten externalisiert. Passiert dann irgendwo anders die Ausbeutung? Ja. Aber so ist es. Natürlich. Die Paradeiser aus Almeria und sonstige Phänomene. Der Rainer schreibt, da schließt sich ein Bogen zum Thema Care-Arbeit, mit dem wir die Reihe gestartet haben. Care for the people mit gutem Essen, Care for the Earth mit ökologischer Landwirtschaft im Vollsinn. Und er schließt an, habt ihr für eure Solawi passend Mitglieder oder gibt es da Knappheit? Was motiviert eure Mitglieder dabei zu sein? Möchte ich mit einer persönlichen Frage verknüpfen. Meine Tochter hat hier im Bezirk Scherding so eine Food-Koop gegründet und die haben riesige Probleme, Mitglieder zu kriegen. Was ist da euer Marketing-Modell? Wo wir hingegangen sind, in diesem Du musst, wenn du dich in so einem Nischenbereich oder wenn du gegen den Strom schwimmst und solidarische Landwirtschaft isst. Ich glaube, es wächst bei vielen Leuten diese innere Unruhe und das Bewusstsein ist da, dass wir uns das gesamtgesellschaftlich was falsch rennt und dass wir eigentlich alle nicht glücklich sind mit dem, wie wir das da alles machen. Aber klar, die Leute, die den Schritt dann wirklich gehen und Mitglied bei einer Foodcorp werden, wir haben hier bei uns auch eine Foodcorp im Ort gegründet und die dümpelt auch an der Untergrenze der Mitgliederzahlen hin, aber ich glaube, dass mittlerweile glaube ich nach viel Frustration und drüber nachdenken, dass eine Sache, die ganz wichtig ist, ist mit vollem Herzen und voller Überzeugung dabei sein und das lieben, was man macht und das toll finden. Und nur so werden wir Leute anstecken können. Und wir müssen auch jedes Jahr Mitglieder suchen. Und dieses Jahr ist es wieder besonders zäh, weil einfach, also es geht vielen solidarischen Landwirtschaften in Österreich gerade so. Und ich habe gerade gesagt, die Leute fangen beim Essen an zu sparen oft, weil das irgendwie so, ja, weil das teure Auto hat man sich verkauft, genau, und ich kann jetzt nicht, also da ist einfach der Umstieg aktuell noch sehr einfach, eben dann kaufe ich halt wieder Bio im Supermarkt und genau, aber dieses klingt jetzt ein bisschen esoterisch, aber in dieser Überzeugung bleiben, dass das das Richtige ist, was man macht. Und nur dann kann man andere anstecken damit. Das hilft auf alle Fälle. Und früher oder später kommen die Mitglieder dann auch. Also wir sind jetzt dann auch, es war jetzt langsam dieses Jahr, aber wir sind jetzt dann bald wieder dort, wo wir sein müssen, damit es sich finanziell auswirkt für das Jahr. es ist so, dass du über die Jahre quasi einen immer größeren quasi so Stamm oder Kernmitglieder, die wirklich aus totaler Überzeugung dabei sind. Und das ist spannend, das ist unterschiedlich. Es gibt Leute, für die steht die gesunde Ernährung und die Regionalität im Vordergrund. Dann für andere, für die das Bio und die ganze Philosophie dahinter, quasi die antikapitalistische Philosophie dahinter im Vordergrund steht. antikapitalistische Philosophie dahinter im Vordergrund steht. Also das ist wirklich, wir haben ein doch recht gemischtes Publikum bei unseren Mitgliedern, auch von jung bis alt. Da ein großes Lob an die älteren Mitglieder, die wir haben, die da teilweise noch so ein bisschen weniger verwöhnt sind mit dem, ja, was koche ich jetzt mit dem, ich weiß aber nicht, Pak Choi, Mimimi mit dem Fenchel. Und so die älteren Mitglieder, die sagen quasi, das haue ich einfach alles in die Gemüsepfanne und klar haue ich da nichts weg. Also so dieses Lebensmittel werden nicht weggehauen. Das ist ein kleiner Exkurs, genau, dass das auch in den älteren Generationen noch ein bisschen irgendwie besser ist, dass quasi die weg von diesen Extrawürstel, sondern ich verbrauche einfach, was da ist, lasse ich mir was einfallen. Genau, wir haben sehr bunt gemischte Mitglieder und ja, ich kann nur wiederholen, was wir gesagt haben, wir machen einfach schon mal vor, wie es anders gehen kann. Und ich glaube, es ist wichtig, den Fokus auch in den Food Corps, wichtig, den Fokus drauf zu haben, auf die Sachen, die schon gut laufen und somit andere Leute anzustecken. Ich bin schon seit Ewigkeiten bei Food Corps. Ich war bei der ersten Food Corp in Wien, die sich gegründet hat, dabei. Das war 2007, glaube ich. Also wirklich lange her schon. Und das musste ich so sehen, dass sich genau die Themen bleiben. Und irgendwann sagt man, genau, also einfach auf das konzentrieren, was gut geht und überzeugt sein davon, dass das eine coole Sache ist und mit der Freude dann noch mehr Leute anstecken. Aber genau, man muss sich einfach bewusst sein, wir sind noch nicht bei dieser kritischen Masse, dass dieser gesellschaftliche Umbruch komplett kommt. gesellschaftlicher Umbruch komplett kommt. Aber ich bin mir sicher, dass er irgendwann kommt, weil er eh kommen muss. Weil, wie du gesagt hast, endliche Welt und so kann sich nicht anders ewig weiterentwickeln im Wachstum. Genau. Und einfach sehen, dass es super ist, wenn man diese Strukturen schon aufbaut und aufrechterhält, auch wenn es vielleicht jetzt noch nicht einschlägt wie ein Komet. Diese Verbindung, die Rainer angedeutet hat, dieser Bogen zwischen unserer heutigen Thematik und dem Thema Care-Arbeit, der interessiert mich noch. Wie siehst du das, Martina, also diese Care-Thematik, die gehört ja bei der Landwirtschaft und bei der Versorgung mit Lebensmitteln eigentlich unmittelbar dazu, oder? Magst du was sagen, Martina? Es hat ja auch viel mit Lebensmittelverschwendung zu tun, dieses Zeitthema. Gerne du und dann ich. Genauso, da ist es so ein bisschen Self-Care, also quasi wie, ich weiß nicht, man misst irgendwie den Entwicklungsgrad einer Zivilisation daran, wie wenig Leute in der Landwirtschaft arbeiten und was total absurd ist und die Frage ist halt wirklich, ist das die richtige Entwicklung und wenn ich quasi den Salat, den fertig geschnittenen und gewaschenen Salat im Sackerl kaufen muss im Supermarkt, weil es mir zu, wenn ich, aber ich meine, ich verstehe es eh, wenn ich nach einer, also gut, ich arbeite auch 40 Stunden und mehr, aber ich bin halt irgendwie meine eigene Chefin, vielleicht macht das nochmal was anderes aus, wie K.O. man am Abend nach Hause kommt, aber wenn ich 40 Stunden die Woche arbeite und dann die Kinder zu versorgen habe, den Haushalt zu machen habe, dann ist es was anderes, wenn ich mich am Abend hinstelle und dann die Karotten schrubben muss, bevor ich sie kochen kann oder wenn ich sie quasi komplett fertig gewaschen, aber halt dann auch dementsprechend nicht mehr so gesund, weil quasi Haut schon beschädigt und in irgendwelchen Lagern gewesen. Also die Leute, die unsere Karotten essen, die sehen das dann, die sehen so, boah, ich habe noch nie in meinem Leben eine Karotte gegessen, die nach so viel geschmeckt hat. Also ja, nach 40 Stunden Erwerbsarbeit sich hinstellen, Karotten waschen, Salat waschen, putzen und dann diese Arbeit machen, wenn man noch kleine Kinder nebenbei hat. Ja, das ist halt einfach, das geht nicht. Aber eben, ich kann mich dann auch nicht mehr kümmern um die älteren Menschen in meiner Familie, weil ich eigentlich zu viel arbeite oder ich übernehme mich dabei. In meiner Welt würde man alle weniger arbeiten. Das ist eine spannende Verknüpfung und das Thema Kochen zeigt das voll gut auf. Wenn ich keine Zeit habe, mir selber eine gesunde Mahlzeit zuzubereiten aus den Lebensmitteln aus der unmittelbaren Region und die auch zu beziehen, direkt ohne Supermarkt. Also gerade so Supermarkt ist ja ein bisschen ein Henne-Ei-Problem, aber der Supermarkt hat uns ja total hintrainiert zu dem auch. Also mit Supermarkt wird dieses quasi diese Lebenszeitausbeutung der Menschen auch nicht funktionieren, weil der bedient ja genau das. Ich kann schnell nach der Arbeit um 19 Uhr noch in den Supermarkt rennen, mir irgendein Convenience Food kaufen und das dann schnell in, genau, Tiefkühl oder Pizza oder so in die Pfanne hauen, den Salat aus dem Packerl dazu, fertig. Also Supermarkt und unser kapitalistisches und Lebenszeit der Menschen ausbeutendes System gehen Hand in Hand. Okay. Mathilde, möchtest du was ergänzen? Also aus meiner Sicht ist es ja immer quasi eine Frage von Ressourcen. Also was habe ich zur Verfügung und was mache ich daraus? Und da bin ich schon grundsätzlich bei der Michaela, wenn ich sage, ich habe jetzt einerseits möglicherweise Familie, Beruf, eben freiwilliges Engagement, Care-Arbeit in anderen Belangen, sei es jetzt pflegende Eltern oder dergleichen. Genau, wo bleibe ich? Wo bleibt die Ressource, mich um Essen zu kümmern? Und in welcher Art und Weise und mit welchem Aufwand? Also ich sehe das auch bei Foodsharing selbst. Also früher war es ein bisschen eine Standardantwort, ich habe keine Zeit, mich da zu engagieren. Und für mich geht es schon da auch um den, also was sich quasi auch jetzt mit dem vorhergehenden Input deckt, den Lebensmitteln den Wert zu geben, den sie auch haben. Und dem auch diese Ressource einzuräumen, dass ich mich genau dann vielleicht noch hinstellen kann oder aber auch bestenfalls vielleicht die Kinder mit eingebunden habe. Nach Möglichkeit halt auch. Weil da geht es ja auch wieder um Bewusstseinsbildung und um Praktikables, was ich den Kindern mit auf den Weg gebe. Also das sehe ich ja auch bei meiner Familie so, dass ich sage, durch quasi dieses freiwillige Engagement, durch diese Auseinandersetzung mit der Thematik, hat sich da ja auch in meinem Privatleben einfach viel verändert. Und der Wert der Lebensmittel ist einfach so deutlich gestiegen im Vergleich zu vorher, dass ich sagen kann, das hat allemal Sinn für alle Beteiligten. Es gibt momentan keine weiteren Fragen im Chat. Eine Sache, die mich von Anfang an bewegt hat, Michaela, und eigentlich auch schon bei dir, Martina, gleich auf der ersten Folie dieser Begriff neue Lebensmittelkultur. Ich möchte einfach daran erinnern, dass unser Begriff Kultur aus der Landwirtschaft kommt. Es geht ursprünglich bei Kultura um die Bewirtschaftung des Bodens, um die Kultivierung des Bodens. Und das ist eigentlich dieser Nukleus oder dieser Kern, wo der Begriff Kultur herkommt. Und dessen sollten wir uns vielleicht wieder mal bewusst machen, dass diese Landwirtschaft auch die Kultivierung des Bodens eine völlig andere Bedeutung erhält für unser Leben, für unsere Lebensgestaltung. für unser Leben, für unsere Lebensgestaltung. Das eine, was mir noch natürlich wichtig ist, als Vertreter einer Bildungsanstalt, einer Bildungsinstitution, und auch VHS ist ja auch eine Bildungsinstitution, was wünscht ihr euch von Schule, gerade auch im Hinblick auf die Entwicklung eines neuen Bewusstseins, eines Mindsets mit der Zielsetzung, mich erinnert, du hast es angedeutet, dass sich gesellschaftlich, gesamtgesellschaftlich etwas verändern kann. Wie seht ihr da die Rolle der Bildung? Ich glaube, es ist eher ein Thema, das in Österreich schon lange irgendwie durchgekaut wird und wo meiner Meinung nach sich zu wenig tut, ist dieses, dass man es halt vorlebt. Also das Essen, das es dort gibt und wo das Essen herkommt, ist halt einfach nach wie vor super optimal. Das ist ein Extrembeispiel in einer Schule, wo ich mal, also ich habe Umweltpädagogik studiert eigentlich. Und in einer Schule, in der ich hospitiert habe, das noch so eine Umweltschule ist, da hat der Koch Händelbruststücke oder Keulen bestellt über seinen Zulieferer. Und dann hat er auf die Packung geschaut, wie das angekommen ist. Und die kamen aus Malaysia. Und dann hat er gesagt, das kann so nicht sein. Aber das war vorher nicht einmal klar. Es gibt in welchem skandinavischen Land, jetzt nicht, welches skandinavisches Land, aber es ist natürlich ein skandinavisches Land, wo die Schüler und Schülerinnen wirklich eingebunden sind ins Kochen, in der Kantine und die mit dabei sind, weil genau, also viele Familien schaffen das halt zu Hause nicht, das ausreichend zu transportieren. Aber ich meine, es fängt schon damit an, dann muss es Cola-Automaten an Schulen geben, muss es es Cola-Automaten an Schulen geben, muss es Snack-Automaten mit der ganzen Bandbreite von Nestle oder Kraft Foods oder wer sie auch alle sind, dann Schokoriegeln geben und so weiter und so fort. Also da könnten wir schon viel machen. Aber ich glaube, das Wichtigste wäre wirklich, Kinder und Jugendliche aktiv einbinden, es gibt super Projekte mit Schulgärten und genau, also da gibt es schon einzelne Initiativen, aber quasi dieses Kochen, aber dann vielleicht nicht als Fach, sondern wirklich so im Alltag, das, genau, das zu zeigen, was das Spaß macht und die Skills auch fördern. Weil, so wie du gesagt hast, Martina, wenn man sich dort mal hinentwickelt hat, ist Kochen ja eine unglaubliche Bereicherung. Und das, was man isst, ich kann mir das gar nicht vorstellen, weniger Zeit für Kochen zu verwenden, weil das, was du vorher gesagt hast, weniger Zeit für Kochen zu verwenden, weil das, was du vorher gesagt hast, was EpiPur, glaube ich, dass die ganze Gesundheit damit beginnt und das Wohlbefinden. Und mittlerweile weiß man es ja, ist es ja auch schon das, was er schon vorausgeahnt hat, wissenschaftlich bewiesen, dass genau wie wichtig unser Mikrobiom für die psychische Gesundheit ist und wie wichtig für unser Mikrobiom für die psychische Gesundheit ist und wie wichtig für das Mikrobiom regionale Ernährung ist. Und gerade zum Beispiel ungewaschenes Gemüse, wo so wichtige Mikroorganismen drinnen sind, die die Vielfalt im Mikrobiom wieder beleben und so. Also das ist ja wirklich alles extrem vernetzt. Und eben nicht als lästige Pflicht zu sehen, sondern als Genuss und auch als Zeit, die man miteinander verbringt. Genau, und wenn das Schulen vorleben können, wo es wirklich im Alltag integriert ist, würde es, glaube ich, viel bringen. Und das, was ich vorher schon erwähnt habe, wir haben ja unter anderem immer wieder mal Schulworkshops gemacht und bestenfalls haben wir da einfach auch die Eltern mit einbezogen. Also, dass es da quasi auch möglicherweise Informationsveranstaltungen für die Eltern gegeben hat. Abgesehen davon auch das OK einzuholen. Ja, wir dürfen auch mit den Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit geretteten Lebensmitteln arbeiten, AD verarbeiten, AD wieder verzehren und das, was ich auch eingangs gesagt habe, welche guten Ideen gibt es und was habe ich für Möglichkeiten eben auch bei mir zu Hause umzusetzen. Und wo kann ich vielleicht das eine oder andere Mal auf mein Kind horchen. ich vielleicht das eine oder andere Mal auf mein Kind horchen. Ich wäre noch ganz kurz noch als viele, viele Jahre lang von dem Fach Mathematik geplanter Mensch wäre ich dafür, den Mathematik Lehrplan auf die Hälfte einzukürzen. Und die andere Hälfte könnte man dann so wie es in den Waldorfschulen der Fall ist, ein landwirtschaftliches Praktikum machen. Also in Waldorfschulen müssen sie bis sie, ich glaube im Alter von 14 oder 15 Jahren, ein dreiwöchiges Praktikum auf einem landwirtschaftlichen Betrieb machen. Als ganz regulärer Teil der Ausbildung. Das wird auch schon viel. Genau, das wäre auch eine super Sache. Mitbeteiligen, aktiv teilnehmen lassen. Es gibt jetzt noch eine Frage im Chat. Danach machen wir langsam Schluss. Die Sonja fragt, gibt es irgendwelche Überlegungen, wie man Menschen mit Disabilities in diese Projekte, Konzepte, Systeme mit einbeziehen kann, steckstrich soll, sowohl auf Teilnahme als auch auf Einschränkungen finanziell, körperlich bezogen. Also inklusive solidarischer Landwirtschaft. Also der Buschberghof, den ich kurz erwähnt habe, der hat, glaube ich, von Anfang an quasi Menschen mit eingebunden, mit Disabilities, ist dann auch wieder ein bisschen ein zweischneidiges Blatt quasi. Wie findet die Entlohnung dann statt und so, dass da nicht eigentlich dann doch auch Arbeitskraft ausgenutzt wird, finde ich manchmal ein bisschen gefährlich. Aber jetzt so von unseren Kundinnen her, boah, ja, haben wir wenig Anknüpfungspunkte und sind dadurch, ja, haben wir wenig Anknüpfungspunkte und sind dadurch genau, also haben wir uns ehrlich gesagt noch nicht viele Gedanken gemacht, aber ist was, was man mehr machen sollte. Ich denke es mir immer wieder in allen Bereichen und freue mich über genau, freue mich da über Inputs, weil das ist wirklich kein Thema. Ich meine, was irgendwie von alleine passiert, ist, dass immer wieder mal Menschen zu uns kommen zum Mithelfen. Aber das ist bis jetzt eher auf einer freiwilligen Basis oder halt über Sozialprojekte mit psychischen Vorerkrankungen. Projekt mit psychischen Vorerkrankungen, weil es ist, glaube ich, auch schon belegt in zahlreichen Studien, dass es quasi in der Landwirtschaft arbeiten einfach total heilsam ist. Zu sehen, wie Sachen wachsen, in der Erde arbeiten, mit lebenden Sachen arbeiten, an der frischen Luft sein. Also das schon genau. Aber wir merken dann schon auch, da sind wir halt dann finanziell als kleiner Betrieb auch schnell einmal an unseren Grenzen, dass wir quasi sehr genau schauen müssen, wie viel Geld können wir ausgeben für Leute, die mitarbeiten. Und da muss dann auch eine entsprechende Leistung rausschauen, damit es sich ausgeht. Und das ist dann halt schon wieder das Thema, wenn jemand durch eine Krankheit eingeschränkt ist, das ist für uns dann nicht so easy. Aber das wäre, genau, ich meine, ich weiß, es gibt ja Förderprojekte, aber das wäre ein, genau, ja, es ist ein wichtiges Thema. Ja, okay. Wenn es diese Kooperation mit Sozialinitiativen gibt, dann sage ich ja immerhin, das ist ja schon mal ein sehr positiver Ansatz, ein positiver Aspekt, wenn Leute mit Einschränkungen eben diese Erfahrung machen können, mit Erde, mit Lebensmitteln und allem drum und dran, was das bedeutet. Okay. Also bei Foodsharing gibt es sogenannte Arbeitsgruppen, die sich mit unterschiedlichsten Thematiken auseinandersetzen. Die sind jetzt nicht nur möglicherweise auf die Region bezogen, sondern auch überregional, weil Foodsharing gibt es ja nicht nur in Österreich, sondern auch überregional, weil Foodsharing gibt es ja nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und in der Schweiz und da gibt es einfach immer wieder Personen, die Thematiken aufgreifen und dann eine Vernetzung und wird dazu gearbeitet. Ich traue mir zu behaupten, dass das auch in diesen Belangen passiert. Okay. Ja, Debbie, die Sonja hat noch nach Okay. Ja, es ist, die Sonja hat noch nachgehakt, aber es ist jetzt 19.30 Uhr und wir machen eigentlich immer pünktlich Schluss. Ja, ich möchte mich sehr herzlich bedanken bei euch beiden. Ich fand den Abend sehr spannend und anregend. Ich hätte noch etliche Stichpunkte, zu denen wir heute nicht mehr kommen. Das Thema ist einfach gewaltig und so vielschichtig. Aber ich bin total froh, dass wir das integrieren konnten, diese Praxisimpulse. Ich möchte abschließend jetzt noch hinweisen auf die nächste Veranstaltung am 12. Mai, Dienstag, 12. Mai, wiederum um 18 Uhr, wiederum eine Online- Veranstaltung. Es wird wieder um um 18 Uhr, wiederum eine Online-Veranstaltung. Es wird wieder um praktische Aspekte gehen, selbstorganisierte Lebens- und Begegnungsräume, anders wirtschaften, praktisch, mit Hausprojekt Willi Fred und dem interkulturellen Treffpunkt Kitchen Hub. Das wird also am 12. Mai stattfinden und alle sind natürlich herzlich eingeladen, wieder dabei zu sein und gerne noch jeder drei, vier Leute mitbringen. Vielen Dank, Martina, vielen Dank, Michaela, hat Spaß gemacht und Ihnen euch allen noch einen schönen Abend. Danke. Danke. Ja. Schönen Abend. Danke.