Oh SILENT PRACTICE Thank you. © transcript Emily Beynon Da ist da einmal eine ganz große, dicke, wie es üblich war, große dicke Linde gestanden. Die Linden waren immer die Richtplätze. Und um diese Richtplätze herum waren praktisch einfach so Planken. Jemand in Schrankenweisen war praktisch, dass er dann in der bei der Linde stehen hat müssen und dann ist die die Verhandlung hat die Verhandlung begonnen. Und das war an dieser Stelle hier. Das war praktisch der Richtplatz für die Aufpassen. Wir sind ja auf der Gemeinde, ist eine Gemeinde Pfaffing da jetzt, die Gemeinde und bis da oben. Das war früher die Herrschaft Frankenburg, daher ist das ganze Frankenburger Würfelspiel, weil es aus dieser Zeit eben die Herrschaft Frankenburg war. Um das Ganze ein bisschen zu erklären, dass man versteht, wie es dazu gekommen ist, müssen wir eigentlich anfangen bei der Schlacht am Weißen Berg. Sagt euch das was? Nicht alle, bitte erklären. November 1920, ich muss noch etwas korrigieren, November 1920 war die Schlacht am Weißen Berg, wo es darum gegangen ist, dass die Katholische Liga, das war praktisch unser Ferdinand II., das war ein richtiger erstkatholischer Herrscher und die protestantische Union, das waren praktisch die Böhmen, die sich dagegen gewehrt haben, die waren die protestanten Evangelischen und bei uns waren die katholischen. Und weil ihm unser Herrscher geglaubt hat, er muss alle katholisch machen, euch machen alle nur katholisch, dieser Spruch kommt von der damaligen Zeit, haben sie natürlich dann geschaut, dass man die, praktisch die Protestanten besiegt und die haben wirklich dann verloren. Aber unser Kaiser, der Ferdinand II., hat wie kein Kaiser bei uns Geld gehabt. Was hat er machen müssen? Was ist Geld? Ausbauen. Ausbauen müssen. Das heißt, er hat Österreich, Oberösterreich, das Land, Oberdach, Inns, hat er verpfändet, der Maximilian von Bayern, das war der Herzog von Bayern, der hat das Geld gehabt. Warum hat er das Geld gehabt? Weil da drüben in Reichenhall so viel Salz abgebaut wurde, dass er wirklich sehr reich war. Allein über den Salzabbau hat er eben sehr viel Geld flog kriegen können und hat dann praktisch dieses Land, wo wir da jetzt sind, den Bayern verpendet und der Mann, der das Ganze geleitet hat, das war der Stadthalter Adam Graf von Herbersdorf. Der Herbersdorf war an sich ein evangelischer von der Geburt an, ist aber nachher katholisch geworden, weil er gesehen hat, dass er als Katholik natürlich wesentlich bessere Chancen hat, in Bord zu steigen. War praktisch jetzt ein Stadthalter in Oberösterreich und hat natürlich das Geld, was der Bayernherzog da investiert hat in das Ganze, hat er natürlich zurückbringen müssen natürlich. Ganz klar, der hat die Bauern zum Teil ausgebeutet. Ja, er war nicht sehr beliebt bei den Bauern. Am Anfang vielleicht schon noch, wo noch nicht sehr viel passiert ist, weil die Geschichte vom Frankenburger Würfelspiel beginnt in Natternbach. Sagt euch Natternbach irgendwas? Natternbach, das ist im E-Viertel draußen, in Richtung Everding da hinunter. Und zwar war im Februar, glaube ich, 1625, war dieselbe Geschichte. Das heißt, wir waren damals alle evangelisch. Aber wir waren alle evangelisch. Warum waren wir evangelisch? Weil die Prädikanten damals bereits vom Luther deutsche Texte aus der Bibel bekommen haben, also immer nur so Zetterl und von dem haben sie gepredigt. Der römisch-katholische hat auf Latein gepredigt, das hat kein Mensch verstanden. Der ist natürlich auch beim Volk nie angekommen. Aber die evangelischen, die Predikanten, die Predikanten waren natürlich sehr beliebt, haben natürlich die Worte Gottes den Leuten nahegebracht und genau das wollten ja die Leute, dass sie von dem was hören. Daher waren wir praktisch im Wesentlichen alle evangelisch. War da die Thomas-Mützer-Geschichte schon vorbei? Die war 100 Jahre vorbei. Der Thomas-Mützer, das war 1525 so circa. Der wollte eigentlich auch wieder evangelisch, aber halt in Deutschland. Nein, nein, nein. Die Geschichte über den Luther war so, dass der Luther so um 1520 in etwa hat er praktisch die Bibel schön langsam übersetzt gehabt und hat es dann drucken lassen. Drucken heißt praktisch, das sind zwei Voraussetzungen, die man eigentlich selten hört. Das erste war, dass er Papier gibt zu einem vernünftigen Preis. Das war die Grundvoraussetzung. Das andere gibt, der die Druckerei entwickelt hat hat aus die chinesen schon seit 500 jahre früher gehabt haben also den druck mit beweglichen lettern und die kombination billiges papier der druck war da und dann hat es was geben was die leute interessiert hat das war die bibel also die worte gottes sagen wir lieber so. Und daher hat man natürlich was soll man sagen, hat man natürlich den Prädikanten viel mehr geglaubt wie an jedem anderen. Also die Rekatholisierung. Das war die Rekatholisierung. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Papasie 1618, 19. Da war der Druck da, dass alle konvertieren müssen, dann kommt die Evangelium wieder zurück, die Katholikon. Das ist ja 1608. Ja, das war an sich der Grundgedanke von Ferdinand II. Nach dem Augsburger Religionsfrieden, aber so weit möchte ich gar nicht gehen, nach dem Religionsfrieden heißt es, wer das Land besitzt, wer das Land besitzt. Das war doch in 1608. Nach dem Religionsfrieden heißt es Quios Regio, Eos Religio. Wer das Land besitzt, der hat es gelangt. Das war doch erst 1648. 1648. 1555 war der Religionsfrieden von Augsburg, wo das dann war. 1648, da war der westfälische Frieden, da war das Ende vom Dreißigjährigen Krieg. Aber das Leute wollten uns ja nicht verbreiten. Also in Natternbach war genau dasselbe. Der katholische Pfarrer hätte eingestellt, also installiert werden müssen. Der evangelische Predigant war da, der war beliebt natürlich. Und der Herberstdorf hat die Redelsführer, weil es war natürlich eine Unruhe, hat die Redelsführer gefangen genommen, hat sie für drei Tage in Haft gesetzt, kann man sagen, und hat sie dann wieder freigelassen, weil er gesagt hat, das sind ja lauter brave Leute, ich brauche ja Leute, die arbeiten, nicht die da irgendwo herin sitzen. Einsperren war damals sowieso sehr was Seltenes, weil derjenige, der eingesperrt worden ist, hat praktisch einen Brauchtieren einsperrt, dann war er als Arbeitskraft verloren, dann hat er einen Brauchtieren versorgt natürlich. Drei Leute können nicht einfach verzichten, wo die Arbeitskraft das Wesentliche damals war. Und, pst, nein. Siehst du? Bei mir haben die Schüler nie so geahnt. Mathematik und Bericht hätten sie auch mal können, gell? Siehst's? Und dann ist folgendes passiert, dem Bayernherzog ist es zu Ohren gekommen, unserem genauso auch, dass er gesagt hat, da ist folgendes passiert, die Redelsführer sind noch drei Tage wieder freigegangen und hat dann der Bayernherzog zu ihm gesagt, natürlich lieber Freund, so geht das nicht. Das nächste Mal wird ordentlich Gericht verhandelt, also mit diesen Leuten, die da sind. Und das nächste Mal war rein zufällig da in Frankenburg das Frankenburger Würfelspiel. Und das Frankenburger Würfelspiel heute haben wir eh Sonntag, das passt wunderbar. Am Sonntagvormittag, also heute Vormittag vor 400 Jahren, man muss sich das so vorstellen, am 15. Mai war wieder dieselbe Rafferei vor der Kirche, das heißt man hätte den katholischen Pfarrer installieren wollen, die Leute, also wir alle, wir waren alle evangelisch, wir haben uns dagegen mit Händen und Füßen gewehrt, es kam zu einer Schießerei nur dazu. Und man hat dann den Pfleger, den man dann drinnen sieht im Museum, der hat einen Diorama, wo das genau dargestellt ist, hat man den Pfleger dann belagert im Schloss Frankenburg. Wie er sich mit dem Auto da hineingefahren ist, hat er um das Schloss Freyhn herumgefahren. Das Schloss Freyhn ist nicht Schloss Frankenburg. Weil Schloss Frankenburg war ein Marktplatz ist das gewesen. Und am Sonntagnachmittag sind praktisch die Bauern alle, weil die waren ja alle Bauern mehr oder minder, haben das Schloss belagert, das Pfleger-Schloss, wo eben der Pfleger drinnen war und der katholische Pfarrer drin war, den haben sie ein paar genutzt offensichtlich und haben niemand hineingelassen und niemand herausgelassen aus dem Pflegerschloss. Aber am Dienstag hat er praktisch schon einen Hunger gehabt, der Herr Pfleger, der Abraham Grimbacher hat er geheißen und es sind ein Metzger und ein Zweiter sind hineingegangen und haben offensichtlich einen Brief herausgeschmuggelt. Und dieser Brief ist an den Sohn von Grimbacher, der war in Tümmelkamp für Klapp-Bug in dem Bereich, war er. Das war am Dienstag. Am Sonntag war die Installation, am Dienstag wäre das dann gewesen. Der hat das sofort weitergemeldet zum Herbersdorf. Der Herbersdorf hat damals gewohnt in Schloss Ort, also bei Gmund, das war sein Herrschaftssitz. Ist am Dienstag verständigt worden, hat er natürlich dann zum selben Zeitpunkt alle Soldaten, die da irgendwo einquartiert waren, hat er die verständigen müssen und ist dann am Mittwoch zum Frühmahle. Frühmahl kennt jeder, der mal Haus gebaut hat, das ist der Jasen und Neni. Der Bauer genauso, der geht zuerst mal aufs Feld, macht für die Viecher natürlich die Mahdolls und dann erst um neun ungefähr geht er zum Kaffee, also zum Mahle, zum Frühmahle. Und genau zu diesem Zeitpunkt ist der Herberstdorf bereits vom Schloss Ort da herausgeritten. Hat damals kein Handy gehabt, gar nichts. Sie wissen praktisch, wenn sie zu Fuß gehen oder mit einem Pferd irgendwie da hineinkommen, die können da herauskommen. Die sagen, das soll da auch da sein müssen. Und ein Mito hat einen Brief geschrieben und den Brief, ich glaube, ich habe ihn sogar da, und der Brief, der hat gelautet, dass er am Donnerstag, am Donnerstag, also am nächsten Tag bereits, um drei Uhr Nachmittag müssen die Leute da beim Hausanerfeld ohne Waffen, ohne Wehr erscheinen. Warten Sie mal, ich muss schnell nachschauen. Wenn ich mit habe, gut. Ich weiß ihn zwar fast auswendig, aber trotzdem. Das war der Brief von Herberstdorf. Mein ernstlicher Befehl, dass Sie allesamt, die Bürger sowohl als auch die Bauern, die Innenleute, das waren die Leute, die im Haus gewohnt haben, und Dienstknechte, wie alle Hausgesetzten, so viel euer seid, morgen am Donnerstag, das ist der 15. Mai, aus längstem 3 Uhr Nachmittag, auf dem Haushammerfeld, also hier bei der Großen Linde, unfehlbarlich, doch ohne Wehr und Waffen erscheinend, mit diesem gnädigsten Erbitten, dass wer Gnade begehrt, Gnade finden soll. Räuchte sich an sich ja gut an. Nur muss er wissen, dass Gnade dabei eine andere Bedeutung gehabt hat. Gnade war damals praktisch ohne Reden, ohne Foltern, ohne Vierteilen, ohne Folter, in jeder Form natürlich. Gnade war praktisch normal aufhängen. Ohne... Haben Sie das nicht gewusst? Naja, natürlich. Wir leben in einer anderen Zeit, muss ich sagen. Das war damals. Jetzt sagt sich ja jeder natürlich, wenn ich eh Gnade kriege, dann bleibe ich halt daheim. Im Fernsehen wird schon ein Fußballspiel sein von Rapeter irgendwas holen. Nein, eben nicht. Da geht es noch einmal weiter. Hier und gegen alle jene, die nicht persönlich erscheinen und ungehorsamlich ausbleiben, den Soldaten mit ihrem Hab und Gut, Haus und Hof, Leib und Leben, Sand, Weib und Kind, preisgegeben, mit Feuer und Schwert verdilgt und in Bank gesteckt usw. Jetzt weißt du da auch jeder, wenn ich hingehe, bin ich fällig, aber mit der letzten Konsequenz. Das hat jeder richtig verstanden. Also ohne Folter einfach nur aufhören. Das war damals so. Und wenn ich nicht hingehe, ist die ganze Familie mit allem drum und da, mit Hab und Gut, alles vernichtet. Daher sind die Leute da hergekommen natürlich, ja, die sind da. Diese 5000, das sieht man im Diorama viel schöner, da sind die 5000 Bauern, die damals aus der Umgebung hergekommen sind. Sie müssen sich vorstellen, der Brief ist am Mittwoch geschrieben worden. Jetzt haben sie aber heute schon vom Mittwoch auf Donnerstag, haben es alle Leute von Neukirchen, die sind da drüben, bis Böndorf, das war da oben, der schöne Stückerl, von da weg über Frankenburg hinaus, Frankenburg hinaus, haben sie verständigen müssen. Und die sind natürlich auch alle gekommen, weil sie genau gewusst haben, worum es geht. Und dann haben sie ums Leben würfeln dürfen, müssen, was weiß ich jetzt nicht, wie man sagen sollte. Weil wir heute in einer anderen Zeit leben, wir sehen es heute anders. Aber es war damals wirklich so. Weil das Würfeln ums Leben, das war damals bei den Landsknechten üblich. Da haben die zum Beispiel im Dreißigjährigen Krieg, irgendwer hat eh schon gesagt, also im Dreißigjährigen Krieg, irgendwer hat eh schon gesagt, also im 30-jährigen Krieg, der 1818 angefangen hat, so mehr oder minder. Wenn da zum Beispiel die Landknechte durchs Dorf durchgezogen sind... 1618, danke. Ich bin schon wieder meiner Zeit voraus, gell? Furchtbar. Wenn die durchgezogen sind, haben sie natürlich, die sie was zum Essen gebraucht. Was haben sie gemacht? Sie haben die Bauern ausgeräumt, als sie da waren. Sie haben genau gewusst, die Jungen, die da sind, die sind mitgegangen mit dem Heer, damit sie Überlebenschance haben. Und die Alten haben es zum Teil würfeln lassen, haben uns die Bayern erzählt, die ja den Dreißigjährigen Krieg, den wir nicht gehabt haben da drinnen. Die haben das erlebt, haben es zu, die haben es ums Leben würfeln lassen, weil die haben gesagt, ihr verhungert euch alle und haben es dann verschlagen. Die haben es dann aufgehängt, die haben es einfach verschlagen. Da gibt es von Andech ein interessantes Buch, wo der Abt von Andechchs die Geschichte beschreibt von dem Umfeld von Antechs. Wenn ihr das zum Beispiel lest und ihr haltet es aus bis zum Schluss, dann habt ihr einen guten Mohl. Also die Grausamkeiten, die damals waren, da ist das Aufhängen noch immer die einfache Sache gewesen. Gnade. Eine Gnade. Aber das Begnadete ist damit nicht gemeint, oder? Nein. Da ist echtes begnadigt gemeint. Nein. Also übrigens, das Würfeln war immer ein Gottesurteil. Ein Gottesurteil war immer, er entscheidet, immer der andere. Ganz klar. Er entscheidet. Das Würfeln ist ja ein Gottesurteil. Natürlich, das ist eh keine Frage. Man muss sich eins vorstellen, die Chance bei diesem Gottesurteil zu überleben war 50%. Wenn eine Frau von einer Nachbarin als Hexe irgendwo verunglimpft wurde, hat es dann die Wasserprobe gegeben. Wasserprobe sagt euch was? Ja. Man hat die Frau ohne viel Gewand ins ist wassernig geschmissen. Und wenn es runtergegangen ist, sie ist ertrunken. War es zwar unschuldig, aber leider Gottes eben nicht mehr von da. Und wenn es aber nach außen geschwommen ist, war es mit dem Teufel im Bund, ist verbrannt worden. Die Chance für eine Frau damals war null. Das war Gottes Urteil. Das ist eine andere Form von Gottesurteil. Und weil ihm natürlich der Henkersknecht, der Büttel, die ich heraustauchen hätte müssen aus dem Weiher, das war eine Arbeit gewesen, deswegen hat er es auf einem Schnürl angelegt. Da habe ich so eine, wie soll man sagen, es ist kein Angeln gewesen, aber so etwas ähnliches. Da steckt er halt mit einem Stierl dran. Und wenn er Geld braucht, hat er es herausgelassen natürlich, hat er es rausgezupft, hat gesagt, er hat einfach da hin und hat einen Haufen Geld verdient. Wenn er aber sehr drunten ist, hat er nichts davon. Dass man sich die Zeit vorstellt, wie es raus und getan ist. Ich möchte noch etwas sagen zum Begriff Gnade, weil das war ein zentraler Begriff für den Luther. Der hat gesagt, das ewige Heil kriegen wir nicht durch die Verdienst der Werke, sondern rein aus Gnade. der Werke, sondern rein aus Gnade. Das ist das ewige Wissen. Und dass man den Begriff dann noch so verwendet, dass man sagt, aus Gnade tue ich dich einfach nur freundlich umbringen, aber nicht boten dabei. Das ist ein kleiner Zynismus in meinen Augen. Besonderer Zynismus finde ich eventuell möglich. Ja, der Anbezeichnis dieser spricht auch von der Freiheit des Christenmenschen spricht. Dass die Bauern das anders verstanden haben natürlich. Die Freiheit des Christenmenschen haben die Freiheit von der Thronherrschaft, von der Herrschaft, die ihnen vorgestanden ist. Dabei hat er nur die Freiheit im Glauben. Das hat er erst angemacht. Der Thomas Münzer ist zuerst gerade gefallen. Der Thomas Münzer war ein starker Vertreter von der Idee des freien Christenmenschen, aber in jeder Form der Freiheit. Dass der Bauer sich aussuchen darf, was für Pfad auf seiner Kanzel hat. Richtig, dass das, was er tut, auch mehr oder weniger ihm gehört natürlich. Der Luther war ja, glaube ich, eher ein Verfechter der Herrschaft, der Leibeigenschaft. Nein, zuerst war er nicht. Zuerst war er auf der Seite der Bauern, bis er dann begriff, dass die Bauern das anders verstanden haben und sich entsprechend aufgeführt haben. Und wenn jemand einmal wegen einem Diorama nach Sachsenhausen rauskommt, zum Münster denkt, das ist sehenswert. Das ist ein riesen, ich glaube 300 Quadratmeter ist ein Bild, wo die Schlacht bei Sachsenhausen von damals... Frankenhausen. Frankenhausen, wie Sachsenhausen? Sachsenhausen war KZ. Sachsenhausen war KZ. Da sind wir wieder durch. Ja, Sachsenhausen. Ja, Sachsenhausen ist KZ gewesen, wo die Fälscher, die dann auch bei uns da waren, die die Pfundnoten gefälscht haben. Das war Sachsenhausen. Danke, Frankenhausen. Da ist das Bierraum. Gut. Und nachher sind, wie es so üblich war natürlich, nachher sind die Leute ausgeknöpft worden, dass da drinnen bei uns im Museum, an einem Einzelsgarten, die verschnitten worden sind, wo bei der Kirche draußen die Leute herunterhängen, die aufgehängt haben. Da hat sich keiner aufgehängt, versandterweise. Wie stört so was? Und dann sind sie abgenommen worden, weil über den Sonntag durfte niemand einen Baum hängen, wie es so schön heißt. Und Man hat sich nachher dann auf die Spieße gesteckt und längs der Straße als Abschreckung aufgeschickt. Ja, leider. Es war eh so. Gut, und dieses Denkmal, wo wir da jetzt sind, das war im 1925er Jahr errichtet worden. Wo wir da rauf gegangen sind, haben sie die Steine herauftransportiert und sie sind dann nachher abgeklebt worden. Es ist dreimal eröffnet worden. Wie dann die große Eröffnung war, da hat es natürlich schon verschiedene Gruppen gegeben. Da waren auf der einen Seite die Nationalsozialisten auch schon da, die hat es auch schon gegeben, infosanterweise. Die sind mit den Hockenkreuzfeuern schon übereinander gerannt. Dann hat es die Sozialdemokraten gegeben, dann hat es die Kaisertreuen gegeben, alle Varianten hat es damals gegeben. Und damit da keine Rauferei rauskommt, wir kennen es heute nur von den Rappidlern und von den Austrianern, die mussten auch trennen voneinander. Da war eine genaue Aufstellung, da waren die einen, dann war ein neutraler Bereich, wo die Musikanten entstanden sind, dann waren die Nächsten. Schön getrennt, dass ja auch nichts passiert. Das hat sich nicht wirklich verändert. Aber quasi schon die Inszenierung der Würfelspiele war da? Nein, nein. Oder nur die Errichtung des Denkmals. Das Würfelspiel nachher ist dann eigentlich so nach dem Itzinger, das ist ein brauner Schreiberling aus der Nazi-Zeit, ist in den 50er Jahren in Frankenburg dann aufgeführt worden und zwar in der Leitra Stetten. Das ist in Frankenburg in so einem kleinen Kessel drinnen, wo rechts und links Bäume sind und dann sitzen die Leute. Für alles wirklich sehenswert, kann ich nur empfehlen. Dort wird es aufgeführt und weil natürlich die, die umgehängt sind auf den Bäumen, das waren die Evangelischen, die Opfer, der ist da unten gestanden, die Täter. Das waren die Katholischen. Und der Pfarrer Kohler natürlich, der war ein erstkatholischer Pfarrer, der wollte mit allen möglichen Dingen verhindern, dass das aufgeführt wird, weil er ganz genau wusste, dass es gegen die Kirchen geht, logischerweise. Und hat ein paar Tage vor dieser Aufführung, oder Salzar oder Schwefelsalz, ich weiß nicht, hat er zu dem Baum hingeschüttet, der schön da gestanden ist, in der Leitere Stetten, und der Baum war natürlich kaputt. Jetzt haben wir natürlich in der Schnelligkeit, in der Schnelligkeit hat man einen Baum herbringen müssen, jetzt hat man aus dem Wald so einen riesen Baum natürlich, mit so einem Durchmesser hergebracht. Das hätte keiner geglaubt, dass das der Baum ist, wo in Recht gesprochen wurde. Jetzt haben es natürlich die Bauern, haben andere Bäume geschäpst. Schäpsten heißt praktisch die Rinden runterziehen voneinander und haben sie herumgestellt. Wir haben bei uns im Museum Bilder gehabt, wo in der Mitte ein kleiner Baum steht und herum die geschäbten Rinden, dass sie ein wenig nach Baum ausschauen. Wann war die erste Aufführung? In den 50er Jahren. 50, 51. Aber der Baum, die Rinden herum sind noch, ich glaube, zehn Jahre mindestens gestanden. Aber 1925, da waren ja unglaublich viele Leute da. Drei Mal. Am 1. Mai waren praktisch die Sozialdemokraten da und die Sozialdemokraten wollten unbedingt einen Tag der Arbeit feiern. Das war damals für die Sozialdemokraten ein wichtiger Tag. Erst unter dem Hitler ist der erste Mai zum Staatsfeiertag erhoben worden. Und die wollten unbedingt, das war schon fertig, unbedingt eine Feier haben. Weil früher war Parteikundgebung immer natürlich im öffentlichen Raum, logischerweise. Und das war aber praktisch bereits eingehaust, also in so einem Verschlag drinnen. Da hat die Gemeinde gesagt, wenn ihr es ordentlich aufbaut und nichts kaputt macht, dann dürft ihr da oben eure Feier machen. Die nächste Feier war dann praktisch, wo der Grundstein gelegt wurde. Der Grundstein, das wisst ihr alle, ist an sich nichts anderes als eine Metallhülse, wo bestimmte Dinge, da ist ein Geldgründer da sind Anschließkarten drin, ein paar Namen, das ist da hinten verborgen. Also hinter der Platte ist diese Hülse drinnen, wie wir heute waren, beim Kirchenturm, ein neues Kreuz hinaufkommt, das in der Kapsel genauso auch gemacht wird. Da sind auch immer wieder Sachen drinnen. Und es war dann am 15. Mai war dann die Grundsteinlegung und am 15. August war dann wirklich die Eröffnung von diesem Denkmal. Und da waren sehr viele Leute da. Da hat es extra Krügerl gegeben, die haben wir bei uns im Museum da. Da hat man sie dann kaufen können mit einem Bier, das hat man mitnehmen dürfen. Und es hat einen Platzring gegeben, den es zehn Jahre vorher nicht und zehn Jahre nachher nicht gegeben hat. Es sind die Leute, die da im Aquadrainer gestanden sind, sind natürlich fluchtartig von da weggerannt. Und die Buben haben tagelang nachgenommen, die Schuhe gefunden, was sie dann ausgezogen hat, natürlich. Und die Leute haben natürlich keine Krögerl gekauft, sondern sind sofort zum Bahnhof und haben geschaut, dass der Sieg gekommen ist. Und zu dieser Feier sind Braunauer, der Thurner Bund ist gekommen, von Braunau sind sie am Abend auf den Boden weggegangen, die ganze Nacht durchgegangen, bis am nächsten Tag zur Öffnung von dem Deckmüll da sind. Wie bewohnt war das Top hier bei der dritten Feier. Ich schätze so 5-6.000. Zählen hat es keiner, aber es steht in allen Berichten so 5-6.000. Wie damals geöffnet worden ist, steht auch dabei 5-6.000. Warum, weiß ich nicht, aber es waren immer 5-6.000. Aber nur ganz kurz zur Erinnerung. Wir haben ja heute 26 Jahre, wo der Bauernkrieg war und in Pinzdorf drinnen war eine große Schlacht. Ist euch das geläufig? War eine große Schlacht, wo die Papfenheimer eingesetzt waren als Soldaten und die waren wirklich eine brutale Mannschaft. Die haben zuerst einmal bei der Schlacht ein paar tausend Bauern erschlagen. Zwei tausend. Ha? Zwei tausend? Zwei tausend. Zwei tausend, ja. Es kommt immer wieder zwölf, fünf bis sechs tausend, vier bis neun. Ich weiß nicht warum. Und dann sind natürlich die Bauern, die es noch gesehen haben, die haben gesehen, nein, hoch gewinnen wir nicht mehr. Die sind natürlich abgeschischt, die Bauern, ganz klar. Was haben die Baubäume gemacht? Sie sind denen, es waren glaube ich 300 so circa, nachgerieben. Im Wald drinnen haben die auch noch erschlagen. Also von den 300 wird nichts gesagt. Die sind 17 gewesen natürlich. Da war ein örtlicher Hintergrund mit Namen. Also von dem wissen wir was. Da war ein örtlicher Hintergrund mit Namen, also von dem wissen wir was. Dass wir wissen, also nicht die Zahl macht es aus, sondern wenn man jemanden namentlich kennt und dementsprechend... Vielleicht noch eine Frage zum Gedenken? Entschuldigung, noch ganz kurz. Wenn ihr jetzt Fragen habt, wenn ihr was dazu sagen wollt, ich weiß ja nur das, was ich praktisch aus den Büchern heraus erlese, aber wir haben sehr spezielle Bücher aus unserem Bereich. Der Hillinger Walter, der drinnen ist, hat einen acht Seiten langen Bericht vom Herberstorf selber geschrieben. Wenn da jemand zwei Worte wissen kann, dann muss er irrsinnig gut sein. Der hat eine klare gehabt, einen besonderen Wort. Den hat er aufgetrieben, diesen Bericht. Den kennen die Fragerberger offensichtlich nicht. Aber wir haben ihn halt da. Und schon entziffert? Ja, das ist meine Arbeit. Ich tue so gerne so alte Schriften, so von 1400 aufwärts, die ich übersetze, dass man es auch lesen kann. Weil so ein alter Zähl bringt dir gar nichts, wenn du nicht weißt, was draufsteht. Kann interessant sein, kann schmarrn sein, alles möglich. Das ist dann halt mal eine gewisse Zeit. Zum Gedenkstellen selber, die Namen, die da angeführt sind, sind die Schultzähle. Die wären an sich Vollzähle. Das heißt, es waren insgesamt 36 Leute, von denen sind zwei begnadigt worden. Das war der Metzger mit seinem Spätzle, der wahrscheinlich was zum Essen reingebracht hat und den Brüder rausgebracht hat. Daher sind zwei begnadigt worden, daher waren 34 über und 17 stehen da. Herr Kramer, vielen, vielen Dank. Ich würde sagen, einen ordentlichen Applaus. Ja, danke. Und wenn wir dann beim Museum sind, da haben wir einen Meilenstein dort stehen, wo ich erklären kann, wie Männer Frieden machen. Da sind wir gespannt. Ja, ja, das ist auch von der Formulierung her, weil was ist Frieden? Frieden ist Hauptwesenheit vom Krieg. Gerechtigkeit. Muss nicht sein. Es gibt einen gerechten Krieg auch. Lassen Sie die Bibel. Nein, da müssen wir streiten. Nein, da müssen wir streiten. Nein, da müssen wir nicht. Aber ich weiß nicht, dass die katholische Kirche immer so gesagt hat. Dass es einen gerechten Krieg gibt. Aber heute würden sie das nicht mehr sagen. Was sagt der Jay-Z, wenn Sie gerade sagen? Nein. Nein, nein. Die katholische Kirche hat eine Tradition von 2000 Jahren. Und was jetzt in den letzten 50 Jahren passiert ist, das war eben jahrhundertelang anders. Und was jetzt in den letzten 50 Jahren passiert ist, das war ein Jahrhundert lang anders. Dankeschön. Ich wollte eigentlich auch mit dem Brief vom Graf Herbersdorf anfangen, aber den haben wir jetzt schon gehört. Und ich möchte einen Bezug herstellen zum Thema Frieden. Also das Standgericht am Haushammerfeld war einfach menschenverachtend und es hat noch eine große Wut gegeben und ein Entsetzen darüber und das war mit ein Auslöser für die Bauernrevolte, die ein Jahr später angefangen hat. Ziemlich genau ein Jahr später. Von den 17 zum Tode verurteilten Männern aus Frankenburg und Umgebung wurden einige sofort auf der Linde, also genau hier an Ort und Stelle, erhängt. Und das sind, man kann es auch da jetzt nachlesen am Denkmal, Georg Breiner von Hausam, Georg Wilhelm von Kampan. Hausam ist da, nur ein bisschen zu weit, das ist die Ortschaft. Georg Berner von Bergham, das dürfte bei Pinzdorf sein, der wird zu Baumgarting. Die anderen sind zur Abschreckung mit Glockenstricken, haben es ist schon gesagt, an die Kirchtürme erhängt worden. Am Kirchturm von Frankenburg haben sie erhängt den Richter Christoph Strattner, den Ratsherr David Müller, den Ratsherr Hans Frödel, Hans Streicher von Point, Michael Pauer von Egnern und Abraham Hammer von Dorf. Den Färbergeselle Sigmund haben auch sie schon gesagt, der ist nachträglich gefangen worden und gerichtet. Am Kirchturm zu Vöcklermarkt haben sie erhängt den Marktrichter Sebastian Nader, den Ratsherr Sebastian Tichler und den Färber Wolf Fürst. Am Kirchturm zu Neukirchen ist gehängt der Wilhelm Hager zum Kien, der Johann Goizner zum Windbichl und Tobias Strohmeier zu Au. Und im Anschluss hat der Passauer Bischofshof reagiert in einem Schreiben an den Pfleger zu Stahemberg bei Haag. Und da steht Folgendes. Ich verwundere mich, dass die meutemacherischen Bauern eine so große Lust zum Strick haben. leutemacherischen Bauern eine so große Lust zum Strick haben. Ist schier zu viel, dass man die Gotteshäuser und Kirchtürme mit ihnen verunehret. Geherreten billiger auf einen Schinterwasen, ein Aasplatz ist es, wo die Raben und anderes Ungeziefer sich gern versammelt. Also wie Raben und Ungeziefer sind die angeschaut worden, diese quasi Aufständischen. Dieses Blutsgericht, die Not der Bauern und die vielen Abgaben und der Zwang, katholisch zu werden, waren ein Jahr später der Auftakt zur Erhebung der Bauern. Die Bauern wollten evangelisch bleiben. Im Evangelium entdeckten sie die Freiheit und sie entdeckten, dass sie Menschen mit Würde waren, Bauern wie Adam und Eva und von Gott geschaffen. In ihrem Zusammenschluss entdeckten sie eine Gesellschaft der Brüderlichkeit. Die Männer entdeckten eine kollektive Kraft in ihrer Bewegung, die im gemeinsamen Leben und im gemeinsamen Marschieren bestand. Meine Ansprache hat das Ziel, eine Verbindung zur Gegenwart zu schaffen und das fällt mir nach einigen Überlegen allerdings schon, fällt mir trotzdem jetzt nicht so schwer. Die vielen Menschenleben, die die Revolte der Bauern kostete, die Traumata, die die Familien nach der Ermordung der Väter erlebten, der katholische Glaube, der den Menschen aufgezwungen wurde, sofern sie nicht das Land verlassen haben. All das wirkte Generationen und wahrscheinlich wirkt bis heute nach. Vielleicht, weil die Mächtigen damals mit aller Härte zurückgeschlagen haben, fehlt uns heute der Mut zum Handeln. Wir Frauen für Frieden wollen durch unsere kleinen Aktionen Mut für einen gewaltfreien Protest machen. Denn wie die Bauern vor 400 Jahren befinden auch wir uns heute in einer Gesellschaft der zunehmenden Militarisierung. Der militärisch-industrielle Komplex vernichtet weltweit Leben. Er hilft wenigen zu horrenden Profiten. Er untergräbt die Demokratie, horrenden Profiten. Er untergräbt die Demokratie, zerstört die Umwelt und rückt den Frieden in immer weitere Ferne. Wir Frauen für Frieden Oberösterreich hoffen auf eine kräftige Friedensbewegung in Österreich und in Europa. Wir wollen unsere Stimmen gegen Militarismus und Kriegstreiberei erheben. Für mich persönlich ist klar, wir müssen unsere Stimme erheben. Wir brauchen vielfältige Formen des Protests. Unsere Erde ist gerade dabei zerstört, statt gerettet zu werden. Friede bedeutet dabei auch heute nicht nur Waffenstillstand. Frieden ist eine gesellschaftliche Vision und beruht auf Gerechtigkeit zwischen allen Menschen der Erde. Die Feministin und Friedensaktivistin Lynn Adams aus den USA hat in der Zwischenkriegszeit schon formuliert, der wahre Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern der wahre Frieden ist die Anwesenheit von Gerechtigkeit. Was stellen wir uns vor? Wir wollen uns selbst befrieden und Friede schaffen in unserem Herzen, in unseren Familien, in unserem Umfeld. Wir treten für gesellschaftlichen Frieden in unserem neutralen Land ein. Wir protestieren dagegen, dass im neutralen Österreich Waffen oder Waffenbestandteile produziert werden und auf Umwegen in kriegsführende Länder gelangen. In unserer Umgebung nenne ich da die Firma Rotax in Gunzkirchen und die Firma Rheinmetall Waffe Munition AGES GSMBH in Schwanenstadt. Mit der Solidarwerkstatt Österreich unterstützen wir einen Ausstieg aus den Militarisierungsartikeln des EU-Vertrags und fordern eine Politik der wirkmächtigen Neutralität in Österreich. Weiters brauchen wir Friedensarbeit an den Schulen statt Unterrichtseinheiten, die für das Bundesjahr werben. Wir wollen, dass unser Steuergeld für Frieden statt für Aufrüstung verwendet wird. Und wir unterstützen keine Kürzungen bei Sozialleistungen, um die Militarisierung in Österreich zu fördern. Und schlussendlich, wie es Wilp, die Frauenbewegung, der auch Jane Addams angehörte, so treffend formuliert, auf Englisch, Move the money from war to peace, bewegen wir doch das Geld von der Kriegswirtschaft zur Arbeit für den Frieden. Dankeschön. Thank you.