Wie ist die Buchpräsentation? des slowenischen Sprachgebiets mit sehr unterschiedlichen Fragen der Onomastik, also der Namenforschung, auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt dieser Tagung liegt auf der Frage, wie sich Ergebnisse dieser sehr speziellen Wissenschaft so vermitteln lassen, dass etwa Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, lokal und alltagsgeschichtlich Interessierte, Heimatforschende, ältere und jüngere Menschen, also letztlich ganz durchschnittliche Menschen an diesem speziellen Wissen teilhaben können. Einer, der diese Kunst ganz besonders beherrscht, ist mein geschätzter Kollege Karl Hohensinner, den wir herzlich begrüßen möchten. Er schafft es, nahezu wöchentlich mit einem kulturgeschichtlich interessanten Thema in der Zeitung zu sein und Menschen mit ganz unterschiedlichem Vorwissen für diese Dinge zu interessieren. Und er tut dies, so glaube ich zumindest, immer noch ohne Zuhilfenahme der künstlichen Intelligenz. Aber ich mag mich auch irren. Karl Hunsiner stammt aus Oberösterreich, genauer gesagt aus Grein an der Donau. Er hat an der Universität Wien Germanistikgeschichte studiert Er hat an der Universität Wien Germanistikgeschichte studiert und bei Peter Wiesinger eine Dissertation zu den Siedlungsnamen im unteren Mühlviertel verfasst. Er hat viele Jahre am Projekt Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich gearbeitet und daneben als Historiker und Kulturwissenschaftler gewirkt. Hier im Stifterhaus ist er freier wissenschaftlicher Mitarbeiter, wo er im Bereich OE-Sprachforschung sich vor allem mit Namen beschäftigt, aber auch mit der Aufarbeitung literarischer Vorlässe und Nachlässe befasst ist. Im Rahmen eines mehrjährigen vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, in Österreich heißt das FWF, geförderten Projektes hat Karl Honsiner die Familiennamen mit der Nachsilbe Inga untersucht. Darf ich kurz fragen, wer von Ihnen einen solchen Namen trägt? Sehr gut. Vielleicht kommen Sie alle in diesem Buch vor, vielleicht aber auch nicht. Er hat dafür auch neuartige Methoden entwickelt und in der praktischen Anwendung vielfach erprobt. Er wird diese Methode heute auch vorstellen. Das von ihm geleitete und auch unter Mitarbeit von Berthold Wörs realisierte Projekt hatte eine Laufzeit von 2013 bis 2017. Das digitalisierte Projekt hatte eine Laufzeit von 2013 bis 2017 und nach fast zehn Jahren der Beschdenführer sozusagen. Ich spreche nicht zum Thema als solchen, sondern ich zeige Ihnen das Buch. Ich spreche als Autor dazu, dass Sie meine Sicht kennenlernen, was ich mir so gedacht habe. Ich habe doch viele Jahre sicherlich mit Unterbrechung daran gearbeitet. Wir haben im fachlichen Kreis sehr viel darüber diskutiert. Man hat zum Teil neuartige Methoden angewandt und geschaut, was herauskommt. Der Titel Eichinger, Haslinger, Zeilinger, der Verkaufstitel sozusagen. Wir haben Namen genommen, die einerseits von Prominenten aus Kunst und Wissenschaft getragen werden, aber auch von vielen Personen der Bevölkerung, die die Namen kennen, tragen, sind uns vertraute oberösterreichische Namen. Atlas der Familiennamen auf Inga in Oberösterreich. Es ist ein areallinguistisches Werk. Areallinguistisch heißt, es lebt von Kartenbildern. Jeder Artikel braucht ein Kartenbild, das dann kommentiert wird. Es gibt dann unterschiedliche Typen der Verteilungen, unterschiedliche Gründe, warum in einer Karte was so ausschaut oder wieder anders. Und ich versuche, Ihren Blick dafür zu schärfen. ihren Blick dafür zu schärfen. Die Themenwahl, Sie sehen hier, Geogen Austria ist ein Programm, das kann man sich kaufen. Man sieht dann Verteilungen von Familiennamen in Österreich oder von Teilen von Familiennamen. Man kann auch statistisch abrufen und wir sehen, dass Namen, die auf Inger enden, in Oberösterreich am häufigsten sind. Natürlich geht das formal rein um den Marker Inger, um die Buchstabenkombination. Bei der Bearbeitung des Materials habe ich einige Namen, die Namen wie Finger, Singer, Klinger, Springer, aber ansonsten alles durchgesehen. Also Oberösterreich, ich habe nach einem typischen Merkmal für Oberösterreich gesucht und mich für Inger entschieden. Und das Schöne ist auch, dass das Hauptgebiet der Inger-Namen irgendwie im zentralen Bereich von Oberösterreich liegt. Man würde es nicht glauben. Rund um den Hausrug sind die hochfrequent, an den Rändern werden sie weniger, gehen dann nach Niederösterreich, nach Bayern, aber Richtung Böhmerwald, Richtung Gebirge hinein, werden die sehr dünn und die Ingerfreudigkeit ist dort nicht so. Eine Statistik. Die häufigsten Namen auf Inger in Österreich. Erstens Reisinger, zweitens Wiesinger, drittens Steininger, viertens Haslinger, Holzinger, Feichtinger, Stockinger, Püringer, Eichinger, Edlinger und so weiter. Wir sehen hier, wenn wir so drüber schauen über die Namenoberflächen, das sind meistens irgendwelche Gehölze, irgendwas aus der Natur, was aus der Landwirtschaft. Wir können da so bei Wiesinger die Wiese erkennen, bei Steininger den Stein, bei Haslinger das Haselgebüsch, Holz, das alte Wort für Wald, Stockinger, das ist auch von so Holzschlägen, wo der Holzstock noch drinnen ist, Bühringer, auch Bieringer in vielen Formen, von der Birke, die Bierern, wie man sie zufroren Leichnam hat. Bühringer. Eichinger in Oberösterreich meistens mit AI, nur in seltenen und meistens jungen Schreibungen mit EI. Also Eichinger hat doch einiges mehr. Gar nicht so selten Eichinger mit EI. Man muss immer die Statistik anschauen, man merkt sich dann das oft gar nicht so. Schachinger, Staudinger und so weiter. Also nicht, was man glauben würde, zu einem Ortsnamen, der auf ing endet, der Typus, der altbayerische Ortsname, gebildet aus einem Personennamen mit einer Bildungsweise Inga oder Ingon, Ingen, die Leute des Sowieso. Diese Namen gibt es sehr häufig, vor allem im In-Viertel. Aber die haben meistens nur einen Ursprungsort und statistisch fallen die dann nicht auf. Ein Name wie Reisinger, der wird, ich weiß nicht, 40, 50 Mal parallel gebildet in Oberösterreich. Der eine Ort oder in der einen Pfarre, wo Reisinger gebildet wird, der weiß nicht, dass drei Pfarren weiter, auch wo zeitgleich Reisinger gebildet wird. Die sind nicht verwandt, sind Parallelbildungen und dadurch statistisch so häufig. Ich komme dann zu Inhalten. So, innerhalb Österreichs gibt es eher intensive Zonen und nicht so intensive Zonen. Hier das Beispiel Steininger. Meistens handelt es sich, wie Realproben zeigen. Eine Realprobe ist, wenn man zum Beispiel hingeht und schaut, wie schaut es da aus. Es heißt irgendwas, Moos, das Moor, man geht hin und schaut, ob man sich dort wirklich die Schuhe schöpft. Oder bei Steininger sehe ich dort Steine, wie schauen die aus, die Steine. Meistens auf Müllviertler Granit oder Waldviertler Granit und im Sauwald so Steinkugeln, Wollsackverwitterung, nicht sehr große Formationen, vielleicht das ganze Kugel, diese Morphologie mag sein so groß wie dieser Saal, mehr ist es meistens nicht. Und wenn Sie jetzt schauen, im Süden die Bildung Steinacher und das könnte man jetzt mit vielen Beispielen bringen. Also es gibt Zonen mit stärkerer und schwächerer Ingerbildung und es ist die Frage, warum das so ist. In Oberösterreich gibt es wiederum Zonen mit stärkerer und schwächerer Ingerbildung. Am Hausruck und links und rechts vom Hausruck ungefähr, Sie sehen das Grüne, die grünen Dreieckerl Auinger im Vergleich zu Auer. Man könnte sagen, Auer und Auinger ist vielleicht dasselbe. Es gibt eine Zone, wo einfach leichter Auinger gebildet wird wie Auer. Wenn man das jetzt durchspielt und was anderes probiert. Jetzt haben wir da Dallinger. Sie sehen Daler, Dallinger, es ist nicht genauso wie Auinger, aber ähnlich. Das hat vor mir oder vor meinen Kollegen, wir haben schon ein bisschen öfter darüber bei Tagungen gesprochen, noch keiner entdeckt. Vellinger zu Feld und Fellner. Sie sehen immer da in der Mitte eine Anhäufung. Holzinger zu Holzer. Eigentlich nicht an den Rändern, sondern eine Häufung immer in der Mitte. Das ist Schachinger zu Schachner. Man braucht immer das Referenzobjekt. Ich brauche den Schachen, das ist ein Stück Wald, meistens bei einer Rodung übergeblieben. Dann haben wir hier Wiesinger zu Wieser. Dann haben wir Stadlinger zu Stadler mit Nebenformen. Also hier ist eine Silbe Inga, die irgendwie aktiv wird und die dann von dieser Mitte zu den Rändern strebt. Zu jedem Namenartikel ist eine Karte verfasst worden, gezeichnet worden. In dieser Karte ist zu sehen, das hier ist eine Minimalkarte. Wir fangen ganz klein an und es wird immer mehr und immer komplizierter. Der Familienname Alten Eichinger. Gibt es einen Ursprungsort, Alten Eichet und man weiß, dass die Alten Eichinger, Gibt es einen Ursprungsort, Alteneichet und man weiß, dass die Alteneichinger, das ist ein Wort, das ist nicht die Alten vom Eichinger, sondern Alteneichinger aus Alteneichet kommen. Datensatz Nummer 1, die Personen. In diesem Fall ist es nur eine Person. Datengrundlage sind die Grundbesitzer und Grundbesitzerinnen im französischen Kataster. Hier Grundbesitzer und Grundbesitzerinnen, weil hier die Frauen bereits angeschrieben sind. Seit dem alten Grundbuch um 1790 sind Frauen relativ viel im Grundbuch angeschrieben, vorher kaum oder nicht. So, aus dem Datensatz haben wir eine Person extrahiert und diese eingetragen. So, aus dem Datensatz haben wir eine Person extrahiert und diese eingetragen. Dann haben wir nach einem sprachwissenschaftlich wahrscheinlichen Ursprungsort gesucht, das Alten Eichet gefunden und das Alten Eichet eingetragen. Man sieht, die beiden Punkte fallen fast zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das zusammengehört, ist meiner Ansicht nach sehr groß. Wahrscheinlichkeit, dass das zusammengehört, ist meiner Ansicht nach sehr groß. Die Karten sollen immer die Wahrscheinlichkeit, dass etwas zusammengehört, symbolisieren. Im Text soll dann versucht werden, das zu beweisen, dass der Reisinger wirklich aus Reisett oder Reisach kommt, der Stockinger aus Stocking oder Stockett, Stocker. Und das wiederholt sich immer, dieses Prinzip. 150 Mal an circa 500 heutigen Namen wird dieses Prinzip durchgezogen. Es wurden Namen nicht bearbeitet, wo man vielleicht zwei Nennungen hat, aber keine Vermutung, was der Ursprungsort ist. Das kann irgendeine Abspaltung von irgendwas sein, irgendein Wanderungsname. Und nachdem das ja ein Familiennamen Atlas ist, der aus Papier besteht, kann man nicht ein dickes Buch drucken und dann ist auf der Seite mehr oder weniger nichts drauf. So gesehen hat man gewisse Sachen von der Bearbeitung ausgenommen. Es ist kein Familiennamenlexikon. Bei einem Lexikon müsste man alles aufnehmen. Natürlich hat ein Familiennamenlexikon immer das Problem, wenn ich jetzt alle Familiennamen von Österreich, von Abraham bis Zepeteus aufliste, es wird Namen geben, da fällt mir nichts ein. Da kann man nur mehr Hypothesen bilden, von irgendwem anderen was abschreiben. Und das ist eben die Krux der Familiennamenlexika. Und da ist es beim Atlas schön. Da bringt man Beispiele, zeigt Bildungstypen, Untertypen, macht Kategorien. So, das war die Minimalversion. Jetzt wird es größer. Alterdinger. aus Alterding. Der Datensatz Familiennamen zeigt eine kleine Punktwolke, ein wahrscheinlicher Ursprungsort, bringt man die Daten aus dem oberösterreichischen Ortsnamenbuch zum Ursprungsort, ist im oberösterreichischen Ortsnamenbuch nichts drin, schaut man bei Schiffmann nach, findet man dort auch nichts, schaut man in die Urmappe hinein, da gibt es eine Suchfunktion und dann hat man das in der Urmappe und dann klickt man an, Hofnamen und Häusergeschichte und dann schaut man, ob man dort was findet. was findet, dann könnte man noch der Angabe folgen in den Urbanen, das sind Steuerverzeichnisse der Grundherrschaften und dann hätte man das. Es ist auch eine Anleitung für alle Oberösterreicher, die sowas nachmachen wollen. Sie finden eine ganze Anleitung, wie sie sich das selber machen können. Nächster Punkt, die Punktwolke wird größer. Bauchinger, auch wieder dasselbe Prinzip. Immer ein Punkt. Duldinger, geht oft nicht nach einer Richtung, manchmal ist die Wolke mehr gestreut, manchmal sitzen die alle noch in einem Nest, Zeit vor der Industrialisierung, 1827. Nächstes, Emprechtinger aus Embrechting. Eigentlich gut abzuarbeiten. Flattinger aus Flatting. Und so würde es weitergehen. Wir haben nicht alle aufgenommen, die möglich wären. Sie sehen das. Flotzinger aus Flotzer. Imlinger aus Imling, Indinger aus Inding, Sechslinger aus Sechsling ist Grundteilung in sechs Teile. Sechsling, Neulinger zu Neunling in neun Teile geteilt, Vierlinger zu Vierling in vier Teile, irgendwann einmal was geteilt im Mittelalter bei einer Waldrodung oder bei irgendeiner Grundaufteilung, Wackholpinger. Sie sehen auch, es ist irgendwie nicht berechenbar, wie viele Namenträgerinnen und Namenträger da herauskommen von so einem Punkt. Das ist von irgendwas abhängig, sei das genetisch, wirtschaftsgeschichtlich, sozialgeschichtlich. Hier sehen wir nicht hinein. Das wird einfach übertragen. Das Verzeichnis von Herbert Jandarek steht im Oberösterreichischen Landesarchiv. Freihandaufstellung. Herbert Jandarek war der erste oberösterreichische Familiennamen, Forscher kann man sagen. Es ist handschriftlich gebunden und man muss das herauskennen und sich dann heraussuchen. Ich habe dann zu jedem Eintrag gesucht, welche Gemeindenummer, das dazu geschrieben und händisch jeden Punkt eingetragen. Ein Ort Linienspiegel ist da gewesen, also eine mühselige Arbeit. Viele, viele Nächte habe ich mir da sozusagen die Augen ausgeschaut. Jetzt haben wir ein unerwartetes Kartenbild. So, jetzt ist einmal die Frage methodisch, ja ist denn das wahrscheinlich, dass die Gneidinger von diesem Ort abstammen? Der ist doch relativ weit weg. Oder habe ich, weil eine Punktwolke nördlich der Donau ist, vielleicht dort einen Ursprungsort übersehen? Vielleicht hätte ich dort noch mehr suchen sollen? Das ist dann immer die Frage. Eine grüne Punktwolke, kein roter Punkt, wie lange suche ich? In diesem Fall haben wir es nicht mit etwas Bäuerlichem zu tun, sondern berufsbedingt. Es sind Müller. Ein Gneidinger kommt einmal auf eine Mühle und die Söhne heiraten dann wieder auf Mühlen, werden dann Hammerschmiede und die verteilen sich im oberen Müllviertel, so nennt man diese Gegend. Und dadurch sind die auch so gestreut. Das ist ein zünftisches Verbreitungsmuster, was sehr selten ist. Bei den Abdeckern habe ich es auch gefunden. Das sind die Vasenmeister oder wie man das sagen kann. So, jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Jetzt haben wir immer gehabt, ein Punkt, ein Name. Jetzt haben wir ein Punkt, zwei Namen. Andlinger und Antlanger. Zum Fluss Antlang, beziehungsweise einen Ortsnamen. Antlang gibt es auch. Ich muss immer dazu sagen, die Ursprungsorte sind meistens sehr, sehr klein. Es hängt nicht davon ab, wie groß ein Ursprungsort ist, wie viele Nachkommen oder wie fruchtbar das wird oder wie man das nennen kann. Meistens sehr, sehr klein, sehr oft nur Einhofsiedlungen mit alten bis ins Mittelalter zurückgehenden Hofnamen, die eigentlich eine Form von Ortsnamen sind. Man muss eben dann schauen, dass man das irgendwie beweist, dass Antlinger und Antlanger dasselbe ist. Das kann ich jetzt nicht machen, so reicht die Zeit nicht. Ich möchte es nur ein bisschen trainieren, auf die Kartenbilder zu schauen. Vödinger und Vöttinger. Namenpaare. Wir haben den Punkt und den Namenpaar. Es gibt dann auch die Namenbündel. Und es ist oft nicht leicht, dass man dann das alles beweist, dass die zusammengehören. Zum Beispiel in Hofnamen und Häusergeschichte habe ich oft das Glück, eine Person ist einmal als, sagen wir, Permatinger eingetragen und dieselbe Person 20 Jahre später als Permantinger. Dann weiß ich, diese beiden heute existierenden Formen sind ursprünglich dasselbe gewesen. Heute ist der Familienname nur meine Buchstabenkombination. Permatinger, Permantinger und so könnte man das jetzt dahinspielen. Bermadinger, Bermadinger und so könnte man das jetzt da hinspielen. Genug dieser Beispiele, das nächste. Zwei Ursprungsorte und eine große Punktwolke. Was mag wohl jetzt hier der Ursprungsort sein? Wo schaue ich in den Archivalien weiter? Man will ja nicht zu viel Zeit verschwenden. Es soll effektiv sein, am besten in einer Minute. So, Dickinger. Hier strahlt von einem Ort etwas, der glaube ich weiß nicht, wie er heißt, ich merke mir nicht alle Sachen, die ich geschrieben habe, nach Süden, Richtung Salzkammer gut. Der zweite Punkt, wahrscheinlich nie produktiv geworden. Dann mal weiter. Jetzt haben wir schon mehrere Ursprungsorte, die möglich sind. Eins, zwei, drei, vier, fünf. Und der andere Datensatz darüber gelegt, die grünen Dreiecke. Wir sehen, wie die zusammenfallen, die beiden Punktwolken. Die roten Punkte und die grünen Dreiecke. Die Wahrscheinlichkeit ist einmal sehr groß. Man kann es sehr schön suchen in Archiecke. Die Wahrscheinlichkeit ist einmal sehr groß. Man kann es sehr schön suchen in Archivalien und bald hat man irgendwo den Doblinger in Dobling, Doblern oder am Dobl und der Beweis ist gegeben. Natürlich entsteht hier der Familienname Doblinger, vermutlich eins, zwei, drei, also vier bis fünf Mal parallel zeitgleich nebeneinander. Das ist nicht eine Familie, das sind fünf. Hofmanninger, zwei Möglichkeiten. Was ist das Wahrscheinliche? Hätte man diese Verteilung nicht, man würde zu keinem Ende kommen. Kubinger, drei mögliche Punkte, zwei scheinen fruchtbar geworden zu sein oder produktiv oder wie wir sagen wollen und einer scheint nicht. Samminger, hier im Grundbesitzerverzeichnis nur eine Person, heute sind es ein bisschen mehr, aber auch nicht viel. Wir haben ein Saming im Bezirk Scherding und eines im Bezirk Freistaat. Das im Bezirk Scherding kommt vom Samer, von den Säumern. Und das im Bezirk Freistaat kommt von Slavisch Shabinitsa, ist Krötenbach, Froschbach oder sowas. Also völlig unterschiedliche Sprache, Bildungsmuster, wird irgendwann einmal zu Samming im Jahr 1600 oder so. Und dann kann man den Namen Samminger ableiten. Wenn mich wer fragt, ich habe den vorher schon gehabt, ich kenne Leute, die Samminger heißen, die haben gesagt, kommt das vom Säumer? Habe ich gesagt, nein, weil bei dem Samming in Scherding, Bezirk Scherding, habe ich keine Familiennamenbildung festgestellt und eure Vorfahren kommen aus dem Bezirk Freistaat und da gibt es den Hof Groß Saminger und im Kirchenbuch findet man dann auch die Leute, die in der entsprechenden Pfarre dann Saminger heißen. Also stammt der Name ursprünglich aus der deutschen oder aus der slawischen Sprache, kann ich niemandem sagen, muss ich zuerst nachschauen und den Fall auflösen. Einfach zu sagen, was bedeutet der Familienname sowieso, geht in diesen Fällen nicht. Oder wenn jetzt jemand sagt, kann davon kommen oder von jenem, von diesem oder von jenem. Der Familienname kann nur einen Ursprung haben, der jeweiligen Person. So wie man nur einen Vater oder eine Mutter haben kann. Sinzinger, das würde zu weitergehendes Spiel, drei Punkte, zwei weit voneinander entfernt und einer, wo nichts Grünes rundherum ist. Ich darf jetzt nicht zu viel Zeit verbrauchen. Watzinger, Wazo war ein Personenname im frühen Mittelalter. Wie in Weizenkirchen, Watzenkircher, steckt auch der Name Wazo drinnen. Ja, also es hat immer wieder Freude gemacht, weil wir ein Rätsel auflösen. Plötzlich ist ein Bild fertig. Man schaut dann drauf und denkt sich, ich bin der erste Mensch auf der Welt, der das gesehen hat. Wurzinger. Hier haben wir keinen roten Punkt. Was mag das sein? Ammering ist eine Vogelart. Ich glaube, die Goldammer. Es gibt oft, dass die Leute Vogelnamen tragen, Fink oder irgend so, kann man heißen. Man kann auch Ammering heißen. Aus irgendeinem Grund wird der Vogelname übertragen und aus irgendeinem Grund wird noch ein ER dran gehängt. Es gibt dann Ammering und Ammeringer. Der Datengrundsatz, die Grundlage ist nicht immer gleich. Oft wird Ammering, zum Beispiel Ammering, wird einmal getrennt im Traunviertel und im Hausrogviertel steht in der Kolumne Ammering oder Ammeringer. Jetzt sind das Grenzen der Darstellungsmöglichkeiten. Also das ist kein Ortsname, sondern ein Appellativ, eine Sachbezeichnung, ein Übername vielleicht für einen Vogelfänger im Salzkammergut, vielleicht jemand, der diese Vögel hält über den Winter, wo die anderen kommen, schauen, wie diese Vögel schön singen im Winter, das war so dort. Und ja, also etwas völlig anderes. Dreiling, Dreilinger. Man fragt sich, wie ist es hier? Bei Dreiling, das ist ein Appellativ, eine Maßeinheit, die aus irgendeinem Grund mit dem Weinhandel sehr viel nachweisbar ist. Hier in dieser Gegend auch gibt es Nachweise, wo die Punkte sind. Und dann gibt es einen Hof oder irgendwas, der Dreiling heißt, wo man das Dreilinger legitimieren kann. Es kann der Familienname Dreilinger, kann detoponymisch, also von einem Ortsnamen gebildet sein oder aus einem Appellativ einer Maßeinheit. Im Norden sicher die Maßeinheit, unten wissen wir es nicht genau. Es sind hier auch die Grenzen. Das meiste ist detoponymisch, aber es gibt auch deappellativisches. Jetzt haben wir die Mega-Angelegenheit, die Erle. haben wir die Mega-Angelegenheit, die Erle. Die Erle mit dem Kollektiv-Suffix-ach, Erlach. Dann im Dialekt abgeschwächt bis hin zu Ela. Und dann, wer im Erlengehölz, in diesem Ela, Elat und so weiter wohnt, ist dann der Elinger. Jetzt gibt es verschiedenste Verschriftungsmöglichkeiten vom Elinger. Und es gibt auch viele Erlengehölze, die man toponymisch nachweisen kann. Jeder rote Punkt ist ein wahrscheinlicher Ursprungsort für den Familiennamen. Ellinger, Oellinger, Oellinger, Erlinger, Edlinger bis hin zu Orninger habe ich gefunden. Also mindestens zehn unterschiedliche Verschriftungsmöglichkeiten. Es ist ja so, dass die Familiennamen zu einer Zeit entstehen, wo die Schrift natürlich schon erfunden ist. Wo auch der Buchdruck schon erfunden ist. Und man versucht dann bei der Verschriftung von Dialektaussprachen, die eigentlich die einzigen sind, zuerst ist ja das Dialektwort und dann kommt irgendwie die Schrift, das an irgendwas anzugleichen. Irgendwie oder merkbar zu machen. Und jetzt wirkt das Geschriebene wieder aufs Gesprochene. Das sind so Rückwirkungen. Es entsteht ein Coolmoodle, der örtlich ganz unterschiedlich ist. Wir haben hier so verschiedenste Versionen von Ableitungen zu Erlach und die Ursprungsorte. Also ein sehr kompliziertes Bild. Da braucht so ein Familiennamen-Atlas-Artikel dann schon zehn Seiten. Ist natürlich zum Konsumieren nicht einfach, aber ich oder wir haben uns bemüht, dass die Geschichte doch irgendwie lesbar bleibt, auch für onomastische Laien, namenforscherische Laien und auch wissenschaftlich eine gute Qualität hat, war auch der Anspruch. Dann ist die Frage nach Wanderungsnamen. Haben wir den Familiennamen Freisinger? Ja, man würde vielleicht einmal denken in Deutschland, Freising und so weiter, die freisingischen Besitztümer, Kirchengeschichte, Besitzgeschichte. Aber schaut man nach einem Ursprungsort, so finde ich auch einen. In der Freising steht ein Haus. In der Freising, das ist ein Gewässer, das in die Steier mündet, das im 12. Jahrhundert schon genannt ist und das einen slawischen Namen trägt. Irgendwas mit Schleifen, ausgeschliffen, irgendwie Prusnik oder so ähnlich. Also es würde sich ausgehen, eine slawische Etymologie. Nur die Personen sind nicht rundherum. Jetzt ist die Vermutung, die Personen sind durch Wanderung hierher gekommen. Jetzt müsste man dann schauen, gibt es irgendwo Gegenden, wo sich der Name Freisinger sehr häuft, in Österreich zum Beispiel in der Steiermark. Würde man in der Steiermark weiter tun, habe ich wieder die Frage zu klären, aus Freising stammend oder ein slawischer Gewässername, der durchaus in der Steiermark auch sein könnte. Soweit bin ich dann nicht gegangen, da habe ich geschrieben, ja, in der Steiermark gehäuft, in Deutschland da und dort gehäuft und das ist dann. Also Wanderungsnamen bin ich nicht nachgegangen, habe allerdings sehr selten die Vermutung gehabt, dass wo ein Wanderungsname da ist. Straubinger, das ist mit Sicherheit ein Wanderungsname, der über die Donauschifffahrt gekommen ist. Diese Personennamen Straubinger, da kann man sogar ein bisschen was Biografisches finden im 16. Jahrhundert. Die kommen aus einem Ort in der Nähe von Straubing in Bayern. Straubing in Bayern. So, was haben wir jetzt noch? Holzinger. Die beiden Datensätze übereinandergelegt. Holzinger, die Personen und jetzt sind wir in der Urmappe. Holzing, sind wir da richtig? Ja. Die Urmappe. Die meisten, die meisten können wahrscheinlich heute nicht sagen, werden es kennen, 1823. Die Urmappe des heute noch gültigen Katasters. Der Kataster ist die Mappe und die erste Mappe die Urmappe. Man kann in Oberösterreich aber nur darin suchen. Und hier haben wir Holzing. Und dann haben wir, sehe ich es jetzt oder nicht, Moosholzer und in der Mitte ist das Holz noch, die Rotungsrestfläche. Wir haben jetzt in vielen Fällen das abgebildet. Wir haben immer ober- und unterholzing, ist der Wald in der Nähe, liegt das in der Mitte eines Waldes, die Realprobe. Wie mit der Zeitmaschine zurückfahren und zu schauen, ist das Referenzobjekt noch da, ist die Lage so, wie man sie erwartet. Wieder holzing und unterholzing, links und rechts ein Wald. und unter Holzing links und rechts ein Wald. Da geht es weiter im Holz und die Holzinger Wiese. Sie sehen also die Ableitung im Holz und Holzinger Wiese. Da wird schon zu Holz die Zugehörigkeit mit Inga gebildet und hier liegt der Schlüssel auch zu den Familiennamen eine Zugehörigkeit, eine Herkunft zu dokumentieren oder auszusagen. Holzing und Holzmann. Ein Holzmann war ein Forstarbeiter, Waldarbeiter im 11., 12., 13. Jahrhundert. Reisinger. Über Reisinger habe ich Verschiedenes gelesen in der Literatur, allerdings hat niemand irgendwie Quellen gehabt aus Oberösterreich, so habe ich dann die Leute auch nicht zitiert. Mag woanders was anderes gebildet worden sein oder irgendwer was anderes gehabt haben, beweisen ich nicht. Also ich habe nie irgendwo einen Hinweis gefunden, dass Reisinger bedeutet ein Reisender, wie man immer wieder liest. Ich glaube es auch nicht, dass in Oberösterreich Reisinger heißt, weil ein Vorfahre ein Reisender, wie man immer wieder liest. Ich glaube es auch nicht, dass in Oberösterreich Reisinger heißt, weil ein Vorfahre ein Reisender war. Das ist irgendwo im Bereich der anekdotischen Familiennamendeutung meiner Ansicht nach. Außer irgendwer hätte wirklich einen Beweis. Bei uns geht es immer Reisach, das Flecht Reis. Meistens ein einzelner Hof. Dieser einzelne Hof ist sehr alt, vermutlich schon 12. Jahrhundert, 13. Jahrhundert. Es ist irgendwo ein Bach, der so meandriert, ein bisschen ein Feuchtgebiet, wo dann Bäume wachsen können, wo man Flechtreis herunterschneidet, zum Beispiel um Zäune zu flechten. Man hat das nicht gewusst, ob das so ist. Alle Reisinger haben wir durchgeschaut und geschaut, ist ein Bach in der Nähe, ist ein Einzelhof, der irgendwo erhöht an diesem Bach liegt, ist es plausibel, dass diese Reisinger da das Flechtreis schneiden und dann irgendwo hin verhandeln. Man wollte von der Hypothese möglichst zum Beweis finden. Es ist natürlich mühselig, das alles durchzuschauen und es ist dann repräsentativ abgebildet worden. Dann haben sie auch wieder den Wasserlauf und den Hof dazu. Und das geht jetzt so dahin, man hat geschaut, dass man nicht zu viel Arbeit investiert, aber doch so viel, dass das wirklich plausibel gemacht wird. Und das andere ist ja möglich im Internet dann selber abzurufen, wenn man weiterforschen will. Das Schachen, eine Waldbezeichnung, auch meistens eine Rodungsrestfläche, Schachinger. und dann schaut man wieder, der Ort heißt hier Schacherreuth, also Reuth heißt roden, Wald entfernen, also der Schachen ist hier gerodet worden und man sieht es ein bisschen schlecht, in der Mitte dieses Schachens, der Schachen heißt Reuthschacher und der Ort daneben Schacherreuth, also man sieht, das wird so sein. Da haben wir das Gstockert, da ist der abgeleitete Stockinger zum Gstockert. Stockach, viele Baumstrünke. Und da wieder Schachinger und in der Mitte noch der restliche Schachen. Es ist sehr viel Wald- und Forstgeschichte, Landwirtschaftsgeschichte. Dann der Steininger. Das sind jetzt keine Pflanzen, ich habe es schon angesprochen, die roten Punkte, das sind so blankes, kugelförmiges Stein, so Steinklötze, kann man es nicht sagen, Steinglötze, so Kugeln, sehr romantisch auch, die aus dem Granit des Müllviertels der böhmischen Masse herauskommen. Wir sehen schön die Verteilung Müllviertel, Sauwald und da sind die Steininger. Bildungsmuster. Wir haben schon gesagt, Immlinger, Immilo, ein altdurchdeutscher Personenname, wird dann mit CDN Immling, die Fachleute wissen es und die anderen können es nachlesen. Die Listen habe ich nämlich nicht hineingekopiert, die ist mir verloren gegangen. Jedenfalls haben wir da eben die Immlinger, Indinger, da ist überall der Althochdeutsche Personennamen und das kann man listen, weil es geht wie eine Massenproduktion. Ich muss mal Wasser trinken. Dann gibt es andere Ortsnamentypen, zum Beispiel auf Ehren. Also es sind in diesem Buch alle diese Ortsnamentypen in verständlicher Weise auch beschrieben. Auf Ehren die Leute, die am Felde wohnen, Felllehrern, am Forst, For Forstjahren und so weiter. Am Wald Holzjahren und dann mit Inger entsteht dann Holzinger. Bei den echten Ingenamen, da ist das Inger schon da. Immling brauche ich nur mehr ER und Immlinger ist fertig. Dann gibt es Namen, die irgendwie auf einem Schwa-Laut, das ist so ein aartiger Endlaut, enden. Sprachmaterie, die irgendwie am Ende so einen Schwa-Laut hat, ist prädestiniert, dass sich der Inger, das Inger-Suffix, das Inger-Doppelsuffix oder wie immer man das sagen will, der Schachen hängt sich Inger an, meistens sind es Höfe. Man findet dann den Schnellinger zu Schnaller, den Bonninger zu Bonner, den Greilinger zu Greiler, oft noch im 18. Jahrhundert als Inwohnernamen. Und es gibt Grenzen der Ingerbildung. Plötzlich zieht der Inger nicht mehr so. Aurach von Auerochse, wir haben das heute schon gehabt, das Rind in bayerischen Ortsnamen, dort ist es auch die Gegenden, wo plötzlich nicht Staudinger wird aus Staudach, sondern Staudacher. Wo aus Re die Bildungen nicht Steininger, sondern Steinerer. Wäre im Südwesten von Oberösterreich und im Nordosten ist es ähnlich. Bezirk Freistaat auf einmal ist eine Grenze, wo aus Steinach nicht mehr Steininger entsteht, sondern Steiner. Der Ingerdruck, oder wie man das nennen könnte, lässt ab. Wieder nachgesehen in der Urmappe, Aurach und Aurachkirchen und hier haben wir das Auringerfeld und oben das Auracherfeld. Beides ist möglich. Der Schreiber kann es so tun oder auch anders. Beides ist möglich. Der Schreiber kann es so tun oder auch anders. Dann die Frage bei manchen Namen, man kommt drauf, es muss sich um ein Appellativ handeln, um eine Sachbezeichnung, hier vermutlich ein Rechtsbegriff. Satzung wird zu Satzing. In einer Gegend ist es mehrfach zu finden, da im Bezirk Freistaat, der Familienname Satzinger. Man kennt das Wort auch aus Wörterbüchern. Pfand, irgendwas oder was Eingesetztes, aber man weiß nicht, was das wirklich gewesen ist, urznamenmäßig. Man kann es nur dokumentieren. Man sieht auch Familiennamen gibt es. Das wäre dann der Typ, wo ein Appellativ auf um, über ing zu inger wird im Familiennamen. Satzung, Satzing, Satzinger. Stiftung, Stifting, Stiftinger. Es lassen sich Kategorien beschreiben und Subkategorien. Wir sehen hier sehr schön aus dem oberösterreichischen Ortsnamenbuch, der Martin Satzinger hat das gut auf der Satzing, der Matthias Satzinger und so weiter. Also die sitzen auch dort, man ist dann am Ursprung. Wenn ich den Herkunftsnamen zurückführe, bis der wieder zu Hause ist sozusagen, dann bin ich draußen aus der Familiennamenangelegenheit. Dann bin ich im Bereich der Ortsnamen. Und oft ist das eine uralte Materie, die lange Zeit irgendwie dahin gebildet, gespalten, vermehrt und so weiter, irgendwie gewachsen ist. Tal, jetzt haben wir es. Das ist im Tal, du hast dreimal Tal. Hier haben wir die Talergründe, die Gründe im Tal. Und hier haben wir die Thalingergründe. Dem Schreiber ist es möglich, sowohl Thalergründe als auch Thalinger Gründe zu schreiben. Und das nicht einmal, damit er es nicht weiß und ein bisschen ausgeglichen sein will und niemanden bevorzugen will, über den Thalergründen steht wieder Thalinger Gründe. Und da oben steht wieder Thalergründe. Ist typisch die Zone, wo Inga nicht mehr so stark zieht. Inga-Ableitung zu Ortsnamen. Sehr, sehr häufig, wir haben viele Beispiele gefunden, einige, die sehr einprägsam sind. Zu Haus, das Hausingerfeld. Zu Holz, Holzingeräcker. Zu La, das Laingerfeld. Wir sehen, hier wird eine Zugehörigkeit ausgedrückt. Zu Rupprechtshofen, das Rupprechtshofingerfeld. Zu Tabor, das Tawingerfeld. Und so könnte man das fortsetzen. Das sind Bildungsmöglichkeiten. Ursprünglich vielleicht ein echter Ing-Name mit einem Appellativ gebildet, mit ER abgeleitet, dann Thalären, die Leute im Tal, dann gibt es noch einen Typ, die Ing-Jahren, das ist überhaupt ganz was Kompliziertes und dann einfach ganz simpel Tal plus Inger. Gibt es dann Sachen wie Dörflinger zu Dörfel, Grammlinger zu Grammel, Möslinger zu Mösel, also zu Diminutiven kann das auch gebildet werden. Stadlinger zu Stadel, von Diminutiven kann das auch gebildet werden. Stadlinger zu Stadel von Diminutiven. So, jetzt ist die Frage, was ist da passiert, dass Inga manchmal so produktiv ist und in anderen Gegenden nicht? Man hat lange Zeit darüber nachgedacht, es muss hier irgendwas sein in Oberösterreich. Irgendwie hat wer einen Stein ins Wasser geworfen oder spaßeshalber haben wir intern oft gesagt, die Ingerdrüse. Das ist irgendwo eine Ingerdrüse, die sendet was aus, so Hormone und dann entstehen überall Inger. Es wird ein Wuchs von etwas angeregt. Wo kam die her? Kam die vielleicht aus dem Bereich des Appellativischen? Man kennt so Appellative wie, es gibt die Schandamen gegeben, das gibt es ja heute nicht mehr. Hat man gesagt, die Schandinger. In Linz ist ein Wochenmarkt immer am Freitag. Da verkaufen Blinde so Bürsten und andere Erzeugnisse. Wollte ich irgendwas kaufen, ich glaube einen Badwisch oder irgend so was ähnliches, sagt er vom Nebenstand und sagt, der Bäsinger kommt eh gleich. Also der Bäsinger, so nennen sich die gegenseitig am Markt in Linz. Dann habe ich ein bisschen zugehört, da war Schneedruck, sind so Stromleitungen abgerissen worden. Telegrafen, wie man so sagt, die haben geredet, die Telegrafinnen kämen eh gleich, also die, die für die Telegrafenleitung zuständig sind. Jetzt war die Frage, ist das alt? Kommt dieses Inge vom Appellativischen in den Bereich der Proprier oder ist es der letzte Ausläufer dieser Inga-Bildung? Wir haben dann gutes Datenmaterial erhalten von der Akademie der Wissenschaften, damals noch das WBÖ, aus der WBÖ-Sammlung, Wissenschaften, damals noch das WBÖ, aus der WBÖ-Sammlung, etwa 300 Wörter steht da drinnen. Die Auswertung hat gezeigt, dass das sehr viele Spontanbildungen sind, sehr viele moderne Bildungen, Ad-Hoc-Bildungen, Scherzbildungen, Gaunersprachliches. Also diese Inga-Bildung geht dann einmal in den Bereich des Appellativischen, um Personen oder auch Dinge zu benennen. Hier haben wir mittelalterliche Belege. Hans Merzinger zu den Merzingern. Ein Hans hat den Beinamen, weil ob der erblich ist, wissen wir nicht, aber schaut noch erblich aus. Es gibt ja mehrere, den Uldrich, den Jörg, Merzinger oder die Merzinger. Das ist noch nicht so fix wie heute bei den Familiennamen. Wenn es steht die Merzinger, ist es mehr eine Herkunftsbezeichnung, als wie ein erblicher Name. Niederer Adel, irgendwo im Bereich des Hausrucks. wie ein erblicher Name, niedriger Adel, irgendwo im Bereich des Hausrucks, haben zu Lehein ein Gut, das den Merzingern. So, sie haben den Beinamen oder Herkunftsnamen Merzinger. Sie wohnen wo? Wo es heißt, das heißt bei den oder zu den, bei den Merzingern. Sind woher gekommen? Vermutlich aus einem Ort, der Merzingern. Sind woher gekommen? Vermutlich aus einem Ort, der Merzing heißt. Ein echter Ingname und so weiter. Die von dort Gekommenen heißen Merzinger. Bekommen wo was, kaufen sich wo an und das, was sie dann wirtschaften, das mag sein um 1300 oder 1400, ungefähr zu dieser Zeit, heißt dann bei den Merzingern. Wie wenn ich jetzt irgendwo hingehe, ich heiße Hohensinner und das heißt dann bei den Hohensinnern. Und hier wird plötzlich etwas zu einem Muster, Copy and Paste, dieses Ingern. Etwas zu einem Muster. Copy and Paste. Dieses Ingern. Hier entsteht es. Es gibt hier. Der Ortsnamentyp Ingern. Er wurde vor vielleicht 20 oder 30 Jahren von Hermann Scheuringer und Richard Reuthen einmal kurz beschrieben und wir haben jetzt alle diese Namen aufgelistet, die historisch dieses Ingen enthalten. Und hier liegt mit größter Wahrscheinlichkeit der Schlüssel für diese intensive und massive Ingerbildung. Dieses Dieses Doppelsuffix-inger tritt ja hier in diesen Gegenden so massiv auf und erstmals. Und das dürfte hier die Grundlage sein. Dieses Kartenbild. Und wenn ich jetzt weiter schaue, jetzt sind wir wieder dort Richtung Anfang. Thalinger zu Thaler. Gehen wir mal zurück. Schauen Sie. hier und hier. Und jetzt diese Struktur. Hier dürfte der Auslöser sein. Hier dürfte der Stein ins Wasser gefallen sein oder etwas aufgeblüht sein. Und von hier breitet sich das aus und hier sind eben dann diese vielen Inga entstanden, für die Oberösterreich so typisch ist und die eben so sekundär sind. Aber, aber, aber, aber, es ist die Frage, wie geht es denn weiter? Wie schaut es in einem anderen Bundesland aus? Ja, man muss überall dann schauen, wo habe ich Material. Ich kann jetzt keine Prognose machen, ich kann nicht über die Rückseite des Mondes reden, wenn ich die Vorderseite gesehen habe. Ich habe jetzt geschaut, wie es in Tirol ist. Da gibt es gutes Datenmaterial und es zeigt sich, dass es dort punktuell auch solche Entwicklungen gibt. Dass aus allem möglichen Sprachmaterial, toponymisch, Familiennamen auf Inga gebildet werden können. Nicht in diesem Maße, aber es sind Ansätze da. Das auszuarbeiten ist schwierig. Wie ich schon gesagt habe, es geht hier nach Niederösterreich, da bei Steyr, Enz dürfte dieses typisch oberösterreichische weitergehen. Auch da bei Scherding wieder hinaus nach Bayern. angeschaut, es ist wirklich sehr schwer etwas zu prognostizieren. Man weiß, zum Gebirge hin hört es auf, Böhmerwald kam, hört es auch auf, Richtung Waldviertel hört es auf, im Waldviertel selber dürfte es andere Ingertypen geben, als wir es in Oberösterreich kennen, weil es gibt dort auch andere Ortsnamen. Das zum Beispiel aus einem genetivischen Namen wie Rheingerz, Reininger wird. Wir haben diese genetivischen mehr oder weniger gar nicht in Oberösterreich, weil es ist eine derartige Siedelgrenze zwischen Müllviertel und Waldviertel, dass die andere Typen haben, da geht die Siedlung irgendwie anders. Diese Typen müsste man beschreiben. Was ich nicht gefunden habe, sind Namen mit Adjektiven gebildet. Was ich frech, weil man frech ist, Adjektiv frech, Frechinger oder so. Angeblich ist es in Tirol nachgewiesen, dass dieses Muster existiert. In Niederösterreich wird es bei Pongratz sehr viel behauptet, In Niederösterreich wird es bei Pongratz sehr viel behauptet, aber ich habe das Buch von Pongratz, die ältesten Waldviertler Familiennamen, mehr oder weniger rezensiert. Das steht da drin. Also es ist Leihenwerk. Man hat das Gefühl, dass hier Bildungsmuster direkt erfunden wurden. Weil ein Bildungsmuster, das ich behaupte, muss sich zumindest in einem einzigen Fall dokumentiert haben. Dann kann ich sagen, das gibt es überhaupt. Ansonsten ist es nur Hypothese. Die Datengrundlagen in Oberösterreich sind exzellent. Es ist sehr viel möglich. Man könnte hier noch hunderte oder vielleicht tausende solche Artikel schreiben, wahrscheinlich zu jedem Familiennamen, auf Dorfer, Berger, Hammer, Hammer, Reiter, Eder, könnte man so einen Artikel anlegen. Bei manchen wird man mehr Material finden, bei anderen weniger. Man muss halt aufpassen, es gibt immer wieder Abspaltungen, Verschreibungen. Man weiß dann nicht mehr, wo gehört das hin, wo ist das abgespalten oder ist es einen eigenen Artikel wert. Wir haben gewisse Artikel verwerfen müssen. Die Datengrundlage war so vermischt, dass oft in einem Landesviertel, was haben wir gehabt, Söllinger und Saldinger und nur sprachlich ähnliche Namen getrennt erfasst worden. Und in einem anderen Landesviertel war Saldinger und Söldinger zusammengefasst. Man hat das nicht sinnvoll darstellen können, darum finden es leider den Namen Söldinger und Söldinger nicht drinnen, weil das Material hat es nicht hergegeben. Also wir haben das Einwohnerverzeichnis, es gäbe das auch für Niederösterreich, für Salzburg ist gut zugänglich, sogar gedruckt. Wir haben die Urmappe durchsuchbar, sonst nirgendwo in Österreich. Wir haben das Projekt Hofnamen und Häusergeschichte, erstklassig nur für Oberösterreich. Das oberösterreichische Ortsnamenbuch, Konrad Schiffmanns historisches Ortsnamenlexikon. Ich habe vorgezeigt, wie es geht. Es ist natürlich aufwendig, aber man könnte sich, wenn man wollte und die Liebe dazu hat, hineinarbeiten und es wäre das Muster irgendwie vorhanden, hier das Buch weiterzuschreiben. Dankeschön. Vielen Dank. Gibt es irgendwelche Fragen oder Anregungen von Ihrer Seite, dann würde ich Ihnen das Mikrofon bringen. Oder sind Sie noch erschlagen von der Materialfülle? Es gibt auch die Möglichkeit, dass Sie dieses Buch einfach kaufen. Es hat 672 Seiten, glaube ich. Es kostet 34,20 Euro, also an jeder Seite kostet 50 Cent. Heute bekommen Sie es um 30 Euro, nur heute. Es gibt auch andere Publikationen des Hauses aus der Sprachwissenschaft. Wenn es keine Fragen gibt, dann danken wir für Ihren Besuch und Ihr Interesse. Sie können den Kollegen auch informell noch fragen, zu ihm hergehen. Sie können vielleicht das Buch auch signieren lassen. Morgen geht der Tag wieder weiter mit diesem Symposium der Namenforscherinnen und Namenforscher. Das Programm liegt hinten auf, ist auch auf der Homepage. Es ist frei zugänglich. Wenn Sie Interesse und Urlaub haben, dann können Sie auch morgen kommen. Und ansonsten wünsche ich Ihnen einen schönen Abend und viel Freude mit dem neuen Buch. Danke.