Schönen guten Abend von meiner Seite. Herzlich willkommen zu unserem heutigen Online-Vortrag mit dem Titel Versorgen – Wirtschaften für das Leben. Der erste Vortrag im Rahmen unserer Vortragsreihe und Ringvorlesung Anders wirtschaften. Mein Name ist Rainer Rathmeier. Ich arbeite an der Volkshochschule Linz im Fachbereich Natur und ich bin einer der Gastgeber, Gastgeberinnen des heutigen Abends und der gesamten Reihe. Es freut mich, Sie alle hier begrüßen zu dürfen. Der heutige Abend und die gesamte Reihe Anders Wirtschaften ist eine Koproduktion gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, der Volkshochschule Linz, dem Klimabündnis und Südwind Oberösterreich. Im Namen aller Partnerinnen freut es mich, dass Sie alle heute hier bei uns sind und wir auf so breites Interesse gestoßen sind. Wer sind wir heute hier? Eingeladen zu dieser Reihe sind Studierende an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich im Rahmen ihrer Ausbildung, Hochschule Oberösterreich im Rahmen ihrer Ausbildung, Lehrkräfte in Oberösterreich und auch darüber hinaus im Rahmen ihrer Fortbildung und interessierte Menschen aus Linz und Umgebung, Teilnehmerinnen, die über die Volkshochschule Linz zu dieser Reihe dazugekommen sind. die Volkshochschule Linz zu dieser Reihe dazugekommen sind. An alle diese Gruppen herzlich willkommen. Dieses Format in dieser Mischung zwischen Vortragsreihe und Ringvorlesung und auch mit diesen gemischten Zielgruppen findet heuer bereits zum fünften Mal statt. Und wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser bunten Mischung gemacht. Die Bitte gilt an Sie alle, bringen Sie sich ein. Die Veranstaltung und diese Veranstaltungen leben auch von Ihren Gedanken und von Ihren Fragen zum Thema. Bevor wir jetzt mit dem Inhalt und der Vortragenden des heutigen Abends starten, noch einige kurze organisatorische Hinweise. Die Videokonferenz Zoom haben Sie alle gefunden, das freut uns. Sie sind alle beim Eintritt in dieses Treffen automatisch stumm geschaltet. Nicht, weil wir nicht wollen, dass Sie mitreden, sondern weil wir auf eine gute Audioqualität achten möchten. Das heißt, bitte lassen Sie Ihren Ton auch stumm geschaltet, außer wenn Sie eine Frage oder einen Beitrag haben und mitsprechen wollen. Dann können Sie sich natürlich selbst automatisch laut schalten und wir alle können Sie hören. Während des Vortrags können Sie Ihre Fragen oder Diskussionsbeiträge auch in den Chat schreiben. Wir werden da ein Auge drauf haben und werden die Beiträge, die im Chat kommen, auch dann in die Diskussion einbringen. Im Anschluss an den Vortrag wird es ja dann eine Diskussionsphase geben, wo wir noch mehr Zeit haben, uns auszutauschen und gemeinsam zu reden. Wie Sie auch schon bemerkt haben, wird der heutige Abend aufgezeichnet. Die Videos werden auf der Homepage der VHS Linz und im Community-Sender DorfTV, ein Linzer Community-TV-Sender, zum Nachsehen zur Verfügung stehen. Dies nimmt nach dem jeweiligen Abend immer einige Tage in Anspruch, bis die Videos fertig sind, aber dann können Sie sie eben auf unserer Homepage vhslins.at und auf dorf.tv zum Nachsehen finden. Gut, soweit zur organisatorischen Vorrede. Dann darf ich Sie nun bitten, mit mir, mit uns in den Inhalt des heutigen Abends einzusteigen und zu diesen Berufe darf ich als erstes die Vortragende unseres heutigen Abends in unserer Mitte begrüßen. Und ich versuche gerade, ihr Videografie uns alle groß zu machen. Aber das happert ein bisschen. Kurzen Moment bitte. Jetzt funktioniert es. Schönen guten Abend und herzlich willkommen. Es freut mich sehr, dass Sie heute hier bei uns sind, Frau Doktorin Elisabeth Glatzer. Sie können den Applaus jetzt nicht hören, weil ja alle stumm geschaltet sind, aber ich bin mir sicher, dass sich auch alle Anwesenden hier mit mir freuen, Sie zu sehen. Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen. Gerne. Guten Abend an alle. Schön. Frau Dr. Glatzer ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Hochschullehrerin. Sie arbeitet zum Bereich Care, Ökonomie, Care wie Englisch für Pflege. Sie arbeitet zu geschlechtergerechter Wirtschafts- und Budgetpolitik, zu Wirtschaftsbildung und zu Alternativen zum wachstumsorientierten und gleichzeitig krisengenerierenden dominanten Wirtschaftsmodell. Was das bedeutet, darauf wird sie sicherlich in ihrem Vortrag näher eingehen. Wie Sie aus der Einladung entnehmen haben können, der heutige Vortrag trägt den Titel Versorgen – Wirtschaften für das Leben. Wir eröffnen mit diesem Vortrag unsere Reihe, indem wir einen kritischen Blick auf unser dominierendes Wirtschaftsmodell werfen und insbesondere auf seine ökologischen Grenzen, also dort, wo unser Wirtschaftsmodell an seine ökologischen Grenzen stößt, auf die sozialen Widersprüche und auf demokratiegefährdende Tendenzen und globale Krisen, die mit unserer Art zu Wirtschaften verbunden sind. Der heutige Abend fragt, welche wirtschaftswissenschaftlichen Denkweisen denn helfen könnten, diese Entwicklungen zu verstehen, einzuordnen und auch zu gestalten, im Rahmen unserer Demokratie zu gestalten. Im Zentrum steht dabei ein Begriff des Wirtschaftens fürs Leben, dass das gute Leben für alle Menschen, die Care-Arbeit, die notwendige Pflegearbeit, die wir Menschen alle brauchen, soziale Beziehungen und ökologische Verantwortung als die tragenden Säulen des wirtschaftlichen Handelns begreift. In diesem Sinne wollen wir das Thema des Nachdenkens über unsere Wirtschaften ganz breit heute aufmachen und es freut mich sehr, dass wir dafür Elisabeth Glatzer gewinnen konnten. Ich möchte Ihnen das Wort übergeben und um Ihren Vortrag bitten. Sehr gerne, vielen Dank. Ja, als Auftaktveranstaltung, es freut mich sehr, es ist mir eine Ehre, den Auftakt dieser so wichtigen Reihe an das Wirtschaften zu machen. Und ich möchte heute so ein bisschen einen größeren Blick auf Spreizen aufspannen. welche Art von Reaktion gibt es darauf und dann darauf eingehen, wo sind denn Punkte, Ansatzpunkte, zentrale Ansatzpunkte für Veränderung des Wirtschaftsnecks, nenn es hier mit Otto Schama Akupunkturpunkte der Veränderung und abschließend auf dieses Versorgen der Wirtschaften zu schauen, wo es ja schon, also Caring Economy, wo es ja schon sehr viele Aktivitäten gibt. Gerade weil diese Ringvorlesung so schön soziale, ökologische, demokratische Aspekte mit einbezieht, was es braucht, um Bedürfnisse aller Menschen innerhalb, Einkommen, Gesundheit, Nahrung, Wasser, aber auch politenden Systeme, die Frage in welchem natürlichen Umfeld leben wir. Und diese Donut-Ökonomie, Kate Roberts hat einen guten Ansatz mit diesem Bild, indem sie zeigt, dass wir in einem Rahmen, in einer Balance leben können, wenn wir diese ökologische Decke nicht durchbrechen und gleichzeitig auf das gesellschaftliche Fundament schauen. und gleichzeitig auf das gesellschaftliche Fundament schauen. Also ein sicherer, gerechter Raum für gutes Leben und eine regenerative, umverteilende Ökonomie, die natürliche Ressourcen achtet und aller Menschen Bedürfnisse befriedigt. Das ist der Rahmen und wenn wir diesen Rahmen nehmen, um zu bewerten, wo stehen wir denn jetzt, dann schaut das Bild so aus, nämlich die roten Alarmglocken läuten. Wir steuern auf eine Situation oder sind schon mittendrin, dass es einerseits ein Überschießen gibt. Viele der planetaren Grenzen sind überschritten. Die Frage natürlich des Klimawandels, aber auch der Biodiversität, des Frischwassers, der Verschmutzung, chemische Verschmutzung. Verschmutzung, chemische Verschmutzung. Ja, also hier ein Überschießen in vielen der natürlichen planetaren Grenzen und gleichzeitig im Inneren in Bezug auf die sozialen, menschlichen Bedürfnisse sehen wir eklatante Mängel auf verschiedenen Ebenen. Wenn es um die Frage der Grundlagen geht, der Gesundheit, des Wohnens, der sozialen Kohäsion, der Frage, wie politisch auch Beteiligung möglich ist. Wir sehen, dass hier sehr viele Mängel bestehen und die roten Bereiche immer größer werden. Das heißt, das sind unsere Herausforderungen. Wir steuern hier auf ein nicht nachhaltiges, auf ein sehr ungleiches System mit Überschießen und gleichzeitigem Mangel. Und als drittes Element, mittlerweile wird esiele, leider haben wir sie sehr prardäre, sind einerseits in der Frage der Medien. Wem gehören die Medien, Social Media? Wir haben das Beispiel von Twitter bzw. Ex vor Augen, aber es gibt auch sehr viele Printmedien, Online-Medien, die von reichen Familien, Personen oder auch anderen Institutionen wie Banken besessen werden. Übrigens ist das kein amerikanisches Phänomen, sondern wir wissen auch in Österreich, dass Banken vor allem Reifhäuser und durchaus über reiche Menschen Medien kontrollieren und das natürlich hat sehr viel Einfluss auf die Frage, welche Art von Nachrichten, welche Art von Geschichten werden gemacht. Institutionen, die uns vorgebliche wirtschaftliche Zusammenhänge erklären. Wir wissen, und das nicht nur international, sondern gerade auch in Österreich, dass bewusst Thinktanks aufgebaut werden, wie Agenda Austria beispielsweise, die von der Industrie und vermögenden Menschen finanziert werden, um nicht um neutrale ökonomische Wissenschaft, sondern Wissenschaft im Sinne der herrschenden Strukturen zu verbreiten. Politisch relevant ist auch der Umbau der Univers Interessen doch zunehmend Einfluss finden. Und das ist in einigen Bereichen relevant, aber gerade auch in der Ökonomie, die in den letzten Jahrzehnten sehr stark umgebaut wurde in eine sehr einseitige Ökonomie. Das ist mittlerweile sehr stark eingeengt worden. Dann lassen Sie mich zu weiteren Elementen kommen. Die Frage der direkten Finanzierung von rechten Parteien, Wahlbeeinflussungen, aber auch die direkte Beteiligung von überreichen Personen, vor allem Männern als PolitikerInnen, hat natürlich große Einflüsse. Einflüsse auch und das ist ein bisschen das Bild mit der Kettensäge, wo das ja zelebriert wurde auf der Bühheiten, die fortschrittliche Politik machen. Wir sehen das in den USA sehr deutlich. Allerdings ist unter dem Schlagwort von Budgetknappheit und wir müssen sparen, sind diese Mechanismen auch in Europa und auch in Österreich am Gange. Die Frage einer guten, ausgebauten öffentlichen Verwaltung ist natürlich höchst relevant für die Frage, welche Art von Politik und welche Art von Wirtschaftspolitik kann gemacht werden. Also diese Grenzen, die wir sehen. Ganz kurz noch ein Blick auf weitere Mechanismen, die Schwächung von sozialen Sicherungssystemen, Privatisierungen, Deregulierungen, die Frage des Verschiebens öffentlicher Aufgaben in den privaten Sektor. Warren Buffett, ein jetzt nicht mehr ganz im Vordergrund stehender Mensch, aber der hat es ausgedrückt mit einer sehr treffenden Zusammenfassung. Es gibt den Klassenkampf, ja, aber es ist meine Klasse, die re zu behalten, weil wir die Kosten des gegenwärtigen Systems, das von einem neoliberalen System zu einem autoritär konfigurierten Sicherheitsstaat in Bewegung ist, die Kosten sind extrem hoch und dieser quasi Klassenkampf, Kampf der reichen Klasse geht weiter. Wir hören laufend neue Nachrichten über die Frage, wie stark sich das Vermögen der reichsten Männer, es sind Männer an der Spitze, ein paar Frauen auch, aber vor allem Männer, sich vergrößert hat und wieder vergrößert hat und zunehmend rasch steigt und gleichzeitig sinkt das Vermögen unserer Aller und quasi die Wohlfahrt oder das Wohlergehen unserer Aller. Und das hängt auch zusammen damit, dass zunehmend öffentliche Budgets unter Druck kommen. Und hier vor allem auch habe ich nur eine Grafik, die steht für einen größeren Druck, nämlich dass es ein System gibt, ein Steuersystem, das zunehmend die Menschen, die den Reichtum anhäufen, aus der Verantwortung genommen werden. Einerseits durch das Steuersystem, aber auch durch die Frage, welche internationalen Verträge es gibt, welche Steueroasen, wie die Regeln sind, das Vermögen auch verschoben, versteckt etc. werden kann. Und hier sehen wir, wie stark allein in der Periode zwischen 1990 und 2020 oder 2018 die Unternehmensbesteuerung gefallen ist hier in Form der Steuersätze. Also es ist ein bewusstes Gestalten im Sinne von Stärkung der Ungleichheit und mehr Macht an eben wenige Reiche. Wir werden ja täglich darauf gestoßen, die Frage, was passiert quasi in Bezug auf Krieg, in Bezug auf die Ausgaben für Militär. weltweit, aber vor allem auch in Europa und gleichzeitig das Argument, dass Kürzungen im sozialen Bereich aus Budgetgründen unvermeidbar sind. Europäische Union spielt im Übrigen, die an alle Mitgliedstaaten auch einzigartig eine Empfehlung herausgibt, eine wirtschaftspolitische Empfehlung, die Militärausgaben müssen steigen. steigen. Das ist beispiellos, denn ansonsten sind die Empfehlungen immer so, man muss die finanzielle Nachhaltigkeit wahren, das heißt im Wesentlichen kürzen und zurückfahren, aber bei der Militarisierung ist die Empfehlung, die Militärausgaben müssen steigen. Gleichzeitig sehen wir, dass dieser Umbau auch ein Umbau ist, der mit sich einen geschlechterpolitischen Backlash bringt und totalitäre Tendenzen. Und wir sehen eine enorme Zunahme der Unsicherheit, sowohl der sozialen Unsicherheit als auch der gefühlten Unsicherheit von Menschen. Das ist eine Entwicklung und die Frage ist, natürlich können wir die Augen länger verschließen, aber die Frage ist, wollen wir das, können wir uns das leisten, wenn wir an die Zukunft denken. Lange, gerade der neoliberale Zugang war uns zu predigen, es gibt keine Alternative. There is no alternative, wie wir schon von unterschiedlichen Politikern auch gehört haben, Margaret Thatcher allen voran. Es gibt ausreichend Alternativen. Die Frage ist, ob wir sie gesellschaftlich aufgreifen. Ich habe hier die Termini Fight, Flight or Freeze Sie, dass ich die da einbringe, aber gerade wenn wir auf die Gesellschaft schauen, dann erinnert mich die Reaktion sehr stark daran, nämlich so dieses Erstarren, auch zu gestalten, aber derzeit sind wir in einer Situation eines Teufelskreises, der Fortschritt zu verhindern scheint. die steigende wirtschaftliche und soziale Unsicherheit, die Prekarität, die Ungleichheiten, dieses enorme Auseinanderklaffen als Ursachen für das zunehmende Gefühl von Unsicherheit, für soziale Spaltungen, Aufstieg der Rechten, gesellschaftliche Spannungen und auch Krieg, der ja sehr stark, gerade das sehen wir ja jetzt bei den Kriegen, die jetzt vorangetrieben werden, sei es in Lateinamerika, sei es im Nahen Osten, wie stark die auch mit Interessen, vor allem Interessen der fossilen Industrie verknüpft sind. Ökonomische Interessen treiben auch Polarisierung voran, die falschen Antworten. Und gleichzeitig sehen wir, dass es auch einen Mangel an gemeinsamen kollektiven Handeln gibt. Wir sind in einer Situation, so eine Art politische Lähmung würde ich wahrnehmen. Und das gilt es aus diesem Kreislauf auszubrechen. Und ich freue mich sehr, dass dieses Anderswirtschaften das Motto für die ganze Reihe ist, weil da gibt es sehr viele Ansatzpunkte. Bevor ich zu den Ansatzpunkten komme, noch einmal drauf zu schauen, was passiert individuell. Ich versuche immer wieder mit Menschen zu sprechen und zu schauen, wie geht es uns. Und da sind diese Schlagworte, ach, ich bin so müde, ich habe so viel gemacht, kann nicht mehr, erschöpft, großer Pessimismus oder auch die einfachen Lösungen, die oft dann propagiert werden. sehen wir zum Teil ein Kämpfen und Bekämpfen, ein Zurückziehen, aber auch sehr oft, wir haben schon so viel gemacht, diese Hoffnungslosigkeit, dieses Abwarten, das Überlassen des Feldes der Gestaltung Anderen, das Aufkommen von autoritären Figuren und rechten Bewegungen. Wir sehen das ja tagtäglich. Und natürlich ist diese Situation verständlich und wir können auch, ja, wir können,inden wir die Lähmung, in der wir jetzt sind. Und ich finde es ja ganz toll, dass es eben diese Reihe und Sie hier sind, weil gerade in der Bildung, gerade als Menschen, die Pädagogik studieren, ist es natürlich ganz, Sie haben eine ganz wesentliche Rolle. Und ich möchte hier den Übergang beginnen mit einem Zitat von Arundhati Roy. Hier ist es auf Englisch, aber ich bringe es auf Deutsch. Sie sagt, eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auf dem Weg. An einem stillen Tag kann ich sie atmen hören. Und vor diesem Satz kommt noch der andere Teil, der hier ist die Konsequenz der Revolution der Konzerne, nämlich das Überschreiten aller Grenzen. Aber sie sagt, die Revolution der Konzerne wird zusammenbrechen oder eben dieser Kampf von oben, wenn wir uns weigern, das zu kaufen, was sie verkaufen. das zu kaufen, was sie verkaufen. Ihre Ideen, ihre Version der Geschichte, ihre Kriege, ihre Waffen, ihre Vorstellung der Unausweichlichkeit. Denkt daran, wir sind viele und sie sind wenige. Sie brauchen uns mehr als wir sie. Da ist natürlich sehr viel dieser Aufruf zu gemeinsamen Aktivwerden drinnen, aber auch dieser Aufruf zu schauen, welche Art von Wirtschaften wird uns denn verkauft. von Unausweglichkeit, ihre Ideen, dass Wirtschaft nur so geht, wie es jetzt geht, nämlich dass einige wenige Konzerne ganze Märkte dominieren, ganze Länder dominieren und einige wenige Menschen davon unvorstellbar reich werden. Wir sind viele und eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auf dem Weg. Und dazu ist jetzt der zweite Teil, nämlich die Frage, was sind denn die Ansatzpunkte fürs Gestalten? Einerseits, dass wir es nicht mit den gleichen Instrumenten lösen können wie bislang, das ist klar. Das heißt, wenn wir jetzt die Konzernbosse zusammenbringen und fragen, wie tun wir denn aus der Krise raus, dann kommt das, was jetzt kommt. Noch mehr Waffen kaufen, noch mehr Liberalisierung, noch weniger Öffentliches, weil das ist ja ein Dorn im Auge, Kürzungen der Sozialleistungen etc. Also das heißt, wir brauchen einen anderen Weg. Otto Schama reinbringen, der mit der Theorie U, und U heißt diese Form wie hier in dieser Grafik, einen Ansatzpunkt bringt, wie ein Prozess ausschauen kann, die quasi die Zukunft, die entstehende Zukunft kommen zu lassen. Nämlich das U hat zwei Seiten. Das eine ist diese linke Seite, die Herausforderungen sind ries diese Realität auch wahrzunehmen, eben nicht Augen verschließen, sondern wahrzunehmen einerseits, was da gesellschaftlich passiert, aber auch wahrzunehmen, was macht das denn mit uns selber. Uns selber. Weil diese Ohnmacht ist ja nichts, was wir uns herbei wünschen oder auch gesellschaftlich nicht, sondern das ist ja durch die Strukturen auch hervorgerufen. Und sich die Zeit nehmen, sich das gut anzuschauen, gut zu spüren, wahrzunehmen und auch mit sich selber in Dialog zu kommen, um das Ganze zu sehen, weil wir sind ja ein Teil des Systems. Und diese linke Seite, dieses tiefe Wahrnehmen auch dem Zeit zu geben und das ernst zu nehmen, um dann Schwung zu nehmen und in das neue Denken zu kommen und zu schauen, eben nicht Antworten mit den gleichen Instrumenten, sondern welches neue Denken, eben Reframing, welche neuen Paradigma-Konzepte brauchen wir, welche Prozesse und Strukturen und Praktiken. und Strukturen und Praktiken. Und versorgendes Wirtschaften ist so ein Teil dessen, eben von neuen Paradigmen aus tätig werden. Also das ist nur ein ganz kleines Highlight auf eben diesen Zugang zu sagen, um Zukunft entstehen zu lassen, braucht es einen Prozess. Es reicht nicht zu sagen, ich weiß, wie es geht und jetzt das setzen wir um, sondern dieser Prozess braucht ein in gewissem Maße Atem holen und da ist ja Bildung ganz, ganz wesentlich, dieses Wahrnehmen, Spüren von neuen Konzepten. Neuen Konzepten. Gut, und es geht unser Wirtschaftssystem von diesem Individualismus getriebenen, Ego getriebenen, wie Otto Schama auch sagt, E weil sie zeigt, dass es auf vielen Ebenen gleichzeitig Ansatzpunkte braucht. Die Frage, also die ökologischen Abgründe sind ja ganz stark von diesem unbegrenzten Wachstum getrieben und gleichzeitig die Ignoranz, dass wir begrenzte Ressourcen haben. Da gibt es ja mit Degrowth schon viele Ansätze, hier anders zu wirken. Auch die Frage der Einkommensverteilung, der Ignoranz von ganz grundlegenden Menschenrechten, um Geld anzuhäufen oder Profite zu maximieren. Auch die Finanzblase, das Finanzsystem vom Kopf auf die Beine zu stellen, das ist der realen Wirtschaft dient, Technik, die Frage der Governance-Führung, die Art, welcher Konsum oder welches Maß vom Wohlstand, die Frage des Eigentums und die Frage der Grundprinzipien des Wirtschaftens sind ganz wesentliche Elemente und an all denen können wir ansetzen, eben mit so einem Ökosystemansatz, der Caring in den Mittelpunkt stellt. den Mittelpunkt stellt. Ein zweiter Punkt, den ich ganz kurz einbringen möchte mit dem Modell von Luise Gubitzer, das Fünf-Sektoren-Modell, das zeigt uns, dass wir eigentlich daran denken müssen, was Wirtschaften denn ist oder hinterfragen müssen. Weil Wirtschaft wird oft gesehen als die For-Profit, die gewinnorientierte Wirtschaft, die Unternehmen, die quasi unsere Wirtschaft im Laufenden halten. Allerdings ist Wirtschaften aus der Care-Perspektive auch ganz neu zu denken. Der Kern jeglichen Wirtschaftens ist die Sorgearbeit, die Care-Arbeit, die steht im Zentrum. Das ist das eine, denn ohne Care steht alles still. Und das andere ist, dass es nicht nur den gewinnorientierten Sektor gibt, der wirtschaftet, sondern wir wissen, der öffentliche Sektor, Staat ist ganz wesentlich für die gute Versorgung von Bedürfnissen, ebenso wie der nicht gewinnorientierte Sektor, der dritte Sektor, Non-Profit. Und auch der oft vergessene Teil des Wirtschaftens, nämlich was passiert denn in den privaten Haushalten? Datenhaushalte, die die wichtigsten Leistungen für ein gutes Leben und Bedürfnis befriedigen, produzieren zentrale Bedürfnisse der Menschen und zusätzlich dann auch der illegale kriminelle Sektor, der natürlich auch eine Rolle spielt. Ja, also Wirtschaften ist viel mehr und wenn wir uns die Stunden anschauen, dann wird unbezahlte Arbeit sehr viel mehr geleistet als bezahlte Arbeit. einer Zukunft, die im Entstehen ist, einer versorgenden Zukunft bringen. Wie Ina Pretorius sagt, es geht um eine geschlechtergerechte Neuausrichtung einer postpatriarkal verfassten Politik für ein gutes Leben aller in unserem bedrohten Lebensraum Erde. Und Denk- und Handlungsweisen sind wichtig, die Würde und Freiheit, gegenseitigen Respekt, Offenheit gegenüber von Vielfalt favorisieren, scheinen ganz zentrale Werte, aber oft im Wirtschaften oft ignorierte Werte. Und nur durch so einen Zugang ist es auch möglich, ein zukunftsfähiges Wirtschaften zu entwickeln. neu zu entdecken oder vielleicht auch neu zu denken oder eben vielleicht auch neu zu entdecken, denn die Ökonomie funktioniert ja auf der Basis eines viel breiteren Systems als das, was jetzt im Mittelpunkt steht. Und für die Frage der ökonomischen, der Veränderung von Wirtschaften ist es ganz wesentlich, die vorherrschende Ökonomie und die zugrunde liegenden Paradigmen zu überwinden. ja die Ökonomie ist da, um menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, aber eigentlich ist dann die ganze ökonomische Wissenschaft damit beschäftigt, den Markt als Fetisch, also der Fokus auf Tauschakte, die Nachfrage, die Nutzenmaximierung, Gewinnorientierung stehen im Mittelpunkt. Sorgearbeit wird entweder nicht bezahlt, ignoriert, schlecht entlohnt, an den Randherrschung und vor allem Externalisierung von Kosten auf die Natur und Ausblendung von Macht- und Ausbeutungsverhältnissen. Daring Economy, die grundlegenden, die gegenseitigen Abhängigkeiten sind wesentlich als Ausgangspunkt und eine grundlegende Bedingung, Voraussetzung menschlicher Existenz. Beziehung und Sorge ist essentiell fürs Überleben und daher ist das Wirtschaften auch an der Logik des Sorgens, Versorgens und Vorsorgens auszurichten. Also die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, Lebensqualität, Lebenserhalt im Mittelpunkt. Und hier komme ich dann zu diesem versorgenden Wirtschaften. Dann zu diesem versorgenden Wirtschaften, Sorgearbeit im Zentrum, Keere Vertretung und mehr Rechte für diese Arbeit. Das ist so die Zusammenfassung dessen, was im Kern an Verschiebung nötig ist. Und ich möchte nur betonen, dass ich Care hier im weitesten Sinne sehe, gerade dieses Neudenken von Wirtschaften. Care für das gesamte System und auch für das eigene in der Welt sein und die Konsequenzen, also Verantwortung übernimmt. Ups, Screen Sharing wurde geschlossen. Entschuldigung, ich werde jetzt einen Moment zum Atemholen geben und das nochmal starten. Da ist was passiert. Moment. Und ich werde. So, jetzt bin ich wieder da. Es geht weiter. Also dieses Anerkennen von der Zentralität von Sorgearbeit ist ganz, ganz wesentlich, nämlich Care-Arbeit schafft das Wertvolle, damit der restliche Teil von Wirtschaft und Gesellschaft überhaupt funktioniert. funktioniert. Und im engeren Sinne oder weiteren Sinne, Care-Arbeit stärken ist hier inkennen, wahrzunehmen, wie viel Care-Arbeit überhaupt geleistet wird, zu verektoren, aber einer der wenigsten bezahlten. Und auch Represent, vertreten, eine Stimme geben, damit diejenigen, die Care-Arbeit leisten, auch einen wesentlichen Anteil haben an der Frage wirtschaftspolitischer Entscheidungen, an der Frage der Gestaltung. wirtschaftspolitischer Entscheidungen an der Frage der Gestaltung. Ganz konkret, das waren jetzt die Prinzipien einer versorgenden Wirtschaft, ganz konkret, wenn wir denken im Sinne einer revolutionären Realpolitik, wo können wir jetzt ansetzen? Das eine ist die Frage der Zeitpolitik. Die Gestaltung von Zeit. Wir sind ja jetzt alle in einem Radl, wo Erwerbsarbeit einen größten Teil ausmacht und Lebenszeit umverteilen im Sinne einer ausgewogenen Zeit für unterschiedliche Bereiche. Frigga Haug, eine deutsche Politologin, politische Ökonomin hat so schön das genannt, vier in einem Perspektive oder Leben im Viervierteltakt, dass für Sorge, Sorge für andere, für Selbstsorge, für Erwerbsarbeit und politisch tätig sein, jeweils gleich viel Zeit da ist. Das ist so eine Umorientierung und dann natürlich mehr Geld und mehr Wert in Care-Leistungen und öffentliche Investitionen in CARE. Wir sind jetzt in einer Zeit, wo sehr viel Geld bereitgestellt wird für gewisse Bereiche, für Steuerkürzungen, für Militärinvestitionen, für Unternehmenssubventionen, aber viel zu wenig für Investieren in Care. Diane Elson nennt das so schön. Die Frage ist, investieren wir ins Leben oder investieren wir in den Tod? Das Care-Leistungen und Versorgung und Sorge aller zu haben. Und ein weiterer Teil, ich habe anfangs gesprochen vonlegearbeit vor allem sehr oft verschoben wird in den gewinnorientierten Sektor und unter dem Schlagwort kein Profit mit unserem Leben gibt es Initiativen, die daran arbeiten zu sagen, wir brauchen öffentlich und gemeinnützig organisierte Care-Arbeit, denn wenn sie dem Profit unterliegt, dann gibt es die Dramen, individuell und kollektiv, die wir ja sehen, die bei einzelnen Skandalen ans Licht kommen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben. Ein weiterer Ansatzpunkt ist gute Verteilung unbezahlter Arbeit. Wir wissen, dass hier die Geschlechterverteilung sehr ungleich ist. Also hier von Karenzregeln angefangen braucht es hier bessere Ansatzpunkte. Weitere Wege der Veränderung sind natürlich die Frage, welche Art von Bildung, quasi Bildungsarbeit wird geleistet, wie weit wird in Bildungssystemen auch dieses Anderswirtschaften promotet und diese Ringverlesung ist ein wunderbares Beispiel. Und gleichzeitig, also diese Bildungsarbeit, um friedensfähig zu werden und gleichzeitig die Investition in echte Friedensarbeit. Ich schaue jetzt, nachdem ich schon ein bisschen lang rede, was noch wesentlich ist, ja, Steuergerechtigkeit. Wir haben übrigens, und das ist ganz was Konkretes, wir reden jetzt immer von wegen wie viel wir kürzen müssen in allen Bereichen von der Gemeinde bis hin zum Bund. Und die letzte Regierung, Schwarz-Grün übrigens, hatte allein bei der Einkommenssteuer und Konzernbesteuerung circa sechs bis acht Milliarden Steuersenkungen durchgeführt, wo uns heute 6 bis 8 Milliarden jährlich fehlen durch diese Steuersenkungen. Die Steuersenkungen kamen vor allem Menschen mit hohen Einkommen und Konzernen zugute und wir alle haben jetzt die Kürzungen. Das heißt, die Arbeit an einem gerechten Steuersystem ist ganz, ganz wesentlich für jegliches andere Wirtschaften und die demokratische Gestaltung. internationalen Arbeit kommen, zum Beispiel die Frage, wenn es um Sicherheitspolitik geht, welche Sicherheit favorisieren wir und ganz klar menschliche, soziale Sicherheit, in der Grundbedürfnisse erfüllt sind. Ein ganz wesentliches Element, Hopsala, für Wege in die Richtung von Anderswirtschaften ist die Frage, welche Narrative wir stärken. Deswegen ist es so wichtig, wie ich anfangs gesprochen habe, welche Art von wirtschaftspolitischen Thinktanks gibt es denn und welche Art von Erzählungen oder Erklärungen von Wirtschaften hören wir und werden promotet. Wenn es jetzt um Finanzbildung übrigens an Schulen geht, wo es darum geht, wie kann ich mein Geld am besten anlegen, ist das keine nachhaltige Wirtschaftsbildung. Und da geht es um die Frage dessen, wie eben die Ausbildung auch dieses nachhaltige, versorgende Wirtschaften vermittelt. Ja, hier sehen Sie das Bild vom magischen Vieleck. Ich finde es ja ganz spannend, dass zur Zeit, wo ich eben an der Universität war, ganz stark noch diese vielfältigen Ziele der Wirtschaftspolitik im Vordergrund waren und mittlerweile hat sich das eigentlich sehr stark verengt auf monetäre Größen. Und hier gibt es sehr schöne Arbeiten, die zeigen, dass wir wieder ausweiten können und müssen in Richtung einer wohlstaatsorientierten Wirtschaftspolitik. Mit dem Hinweis, dass es sehr viel an Bewegungsarbeit gibt in Richtung Care und Versorgen des Wirtschaften in Österreich, eben die Organisation Versorgen und auch andere Bündnisse in Deutschland, Care Revolution und übrigens in Deutschland und der Schweiz Wirtschaft ist Care, gegründet und getragen auch von Ina Pretorius, die ich schon genannt habe, die auch sehr viel, eben aus dieser Versorgengruppe raus, zum Beispiel die Frage alternative Budgetrede. Wofür kann Budget denn eingesetzt werden? eingesetzt werden. Ein ganz wesentlicher Teil unserer Arbeit ist die Frage oder der Hinweis darauf, Budgetpolitik ist nichts Unausweichliches, sondern es geht immer um die Frage, welche Prioritäten werden gesetzt und hier braucht es durchaus Umsteuerung. Und zuletzt noch, damit möchte ich schließen, mit dem Hinweis auf den Band Wirtschaft neu ausrichten. Das ist ein schöner Band der Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, zusammenbringt, die alle an einer kehrzentrierten Neuausrichtung der Wirtschaft arbeiten. Vielen Dank! an einer kehrzentrierten Neuausrichtung der Wirtschaft arbeiten. Vielen Dank. Danke Ihnen. Danke Ihnen für diesen Vortrag und für diesen sehr kompakten Einstieg ins Thema, der, denke ich, die ganze Bandbreite des Andersnachdenkens über das Wirtschaften uns gezeigt hat und viele Themen angetippt hat und geöffnet hat. Danke vielmals für diesen Einstieg ins Thema der Reihe mit uns. Ja, und jetzt an alle gerichtet. Wir haben jetzt noch eine halbe Stunde Zeit in unseren Terminkalendern reserviert, sozusagen, dass wir noch gemeinsam ins Gespräch kommen können, denn das ist uns auch wichtig in diesem Format, dass es nicht bei einer Einbahnkommunikation bleibt, sondern dass wir uns die Themen auch aneignen können im Gespräch miteinander, im Austausch, im Nachfragen und im Einbringen der eigenen Perspektiven. Daher jetzt mal meine Frage ans Plenum, an alle. Gibt es Fragen? Gibt es Beiträge? Gibt es Reaktionen, die Sie hier zur Verfügung stellen möchten oder mit Elisabeth Glatzer besprechen möchten, dann gibt es jetzt die Möglichkeit, das in den Chat zu stellen oder die Hand zu heben beziehungsweise sich laut zu schalten und mit uns ins Gespräch zu kommen. Und ich sehe eine erste Wortmeldung von Thomas Moers. Thomas, bitte. Ja, vielen Dank. Vielen Dank, Frau Glatzer, für den Vortrag, der für mich persönlich ein optimaler Einstieg war in diese Vortragsreihe. Für mich persönlich, weil ich da, glaube ich, auf ziemlich gleichem Level liege. Aber von Kenneth Booling, vielleicht kennen Sie den noch, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, gibt es den berühmten Satz, wer in einer Welt mit begrenzten Ressourcen an immerwährendes Wachstum glaubt, ist entweder ein Irrer oder ein Ökonom. Das ist so die Alternative. Und eigentlich wissen wir das ja, wir können nicht so weiter wirtschaften. dass ja, wir können nicht so weiter wirtschaften. Aber ich kann alles unterstreichen, was Sie gesagt haben, in jeder Hinsicht. Aber wenn man sich die weltpolitische Situation anschaut, die geopolitische Situation anschaut und was allen Teilen los ist, ob in Deutschland, Amerika, sonst was, es geht um Wachstum, Wachstum, Wachstum. Und vor dem Hintergrund die Rückfrage. Es klingt alles gut, aber ist es doch so ein bisschen Wunschdenken und naiv? Soll ich gleich darauf antworten? Ja, beginnen wir so einen Dialog, Diskurs. Und es ist, glaube ich, naiv zu glauben, wenn wir so weitermachen wie bislang, dass es eine Lösung gibt. Es ist naiv zu glauben und es wird uns Glauben gemacht. Nur mehr Waffen, nur den nächsten Krieg und dann quasi kommt der Friede oder dann quasi kommt irgendwie eine Lösung und also sprich umgekehrt, es ist dieses und das war auch der Beginn so, wir können natürlich irgendwie so weitermachen oder wir können natürlich unsere Augen verschließen, aber es ist für die Frage einer guten Zukunft ist das absurd oder ist das eigentlich naiv? Und wir wissen und die besten Köpfe, viele ausgezeichnete Köpfe haben sich schon viel überlegt und es gibt in allen Bereichen gute Konzepte. Wir wissen, wie wir einen Welthandel aufstellen können, der faire Handelsbedingungen schafft. Wir wissen, dass die Welthandelsorganisation genau das Gegenteil macht, nämlich quasi ein ganz asymmetrisches Handelssystem, das einige, die ohnehin schon quasi stark sind, einige Länder, Konzerne bevorzugt und ganze Regionen oder Kontinente irgendwie in Schach hält oder in die Armut bringt. Wir wissen das, wie es funktionieren kann. Naiv ist auch zu denken, dass sich von selber was ändern wird. Es ist auf jeden Fall eine wichtige Auseinandersetzung. Wichtige Auseinandersetzung. Und was ganz wesentlich ist, ist, dass die Ökonomie als und Ansätze gibt, die eigentlich besser sind, desto mehr. Ich habe bewusst auch die Bewegungsarbeit, nämlich die Initiativen, jetzt nur aus dem deutschsprachigen Raum genannt, aber die gibt es ja weit darüber hinaus. Es gibt, es braucht Bewegungsarbeit, es braucht die Auseinandersetzung. Die besten Konzepte werden es nicht ändern, sondern es ist immer ein gesellschaftlicher Kampf um die Frage, welche Konzepte gewinnen die Oberhand. Und das andere, was ich noch sagen wollte, ich habe es im Vortrag nicht eingebaut, weil ich nicht zu technisch werden wollte. Investitionen, wie die Diane Elson sagt, ins Leben, nämlich Care-Investitionen in Bildung, in Gesundheit, in Pflege, in Elementarpädagogik, Gesundheit, in Pflege, in Elementarpädagogik sind alles Investitionen, die ökonomisch sehr gleichzeitig ganz viele Rückflüsse an den öffentlichen Sekt, in dem zu verharren, wo wir jetzt sind. Ich weiß, ja, wäre schön, nur die Frage ist doch, weil Sie den Aspekt auch angesprochen haben, Macht. Wie bringen wir die Klatsers, die Winkers, Nico Pech, Timothy Jackson und whoever, wie bringen wir die an die Macht konfrontiert mit einem Irren im Weißen Haus, mit einer nach wie vor dominanten Wirtschaftswachstumsideologie, mit einer Lobbymacht, die weltweit so gigantisch ist. Ja, Sie machen das Beste, was Sie machen können. Und das ist wunderbar, indem Sie eben eine Bildungsveranstaltung organisieren, die genau aufzeigt, dass es auch anders geht. Wir alle machen das, was wir an unseren Plätzen machen Schockstarre verfallen, sondern aktiv sein. Und wir wissen nie, was denn, übrigens gesellschaftliche Entwicklung ist ja kein Kontinuum. Es gibt immer Brüche und man weiß nie, wann der Level erreicht ist, dass es wirklich zu einem abrupten Wandel kommt. Aber ich bin überzeugt, dass wir alle und vor allem Sie auch in der Bildungsarbeit ganz Wesentliches leisten, um diesen Wandel möglich zu machen. Danke. Danke für diese positive Bestärkung. Vielleicht kommen wir da auch noch ein bisschen in den Austausch dazu oder möchte da jemand etwas teilen oder eigene Ansichten teilen oder eigene Geschichten, Narrative teilen, wie sie selbst sich hier ermächtigen oder wie sie hier mitwirken möchten. Wäre schön. Es gibt eine weitere Wortmeldung von Peter Kurz, oder ist die hinfällig? von Peter Kurz, oder ist die hinfällig? Sie schlägt ein bisschen in die gleiche Kerbe, denke ich. Der erste Punkt ist, ich bin mit ziemlich allem einverstanden, was Sie sagen, und ich finde es sehr ermutigend, was Sie sagen, und ich denke, es war wirklich ein sehr feiner Vortrag. Sie haben gestartet mit dem Modell von der Kate Rehwerth. Und ich denke mir, da steckt für mich gleich mal so ein erstes Dilemma drinnen. Wir kennen dieses Modell und Sie haben dann gleich auf der zweiten Folie gezeigt, wo die Grenzen überschritten werden. Und wir kennen auch den Hintergrund. Dieses Modell ist ja empirisch überprüft worden. Und wir wissen, dass gerade die Gesellschaften, die eine sozial gute Absicherung haben, die demokratiepolitisch gut aufgestellt sind, dass das die sind, die aber mit dem Überschreiten der ökologischen Grenzen. Und das wird uns ja immer vorgeführt mit diesem Totschlagargument, dass wir, um unsere Sozialsysteme, um unsere Bildungssysteme absichern zu können, brauchen wir das Wachstum. Wir sind auf Wachstum angewiesen. Und das ist auch das, was uns eigentlich immerse macht. Ja, ich denke, das ist eine sehr harte Aussage. Aber wir werden tagtäglich jetzt mit Informationen von Seiten konfrontiert, die eigentlich mutlos machen. Und wir wissen auch, was der Hintergrund ist. Also die Personen, die die Strippen in der Hand haben, die haben natürlich auch die hegemoniale Macht, die Kommunikationskanäle zu bestimmen. Und genau da, denke ich, ist auch das nächste große Dilemma. Wie können wir dem entkommen? Ich fühle mich selber irgendwie bombardiert von Meldungen, Sie haben es selber gesagt, was da von Amerika die ganze Zeit herüberkommt, aber natürlich auch bei uns in Europa. Aber ich komme da nicht aus, da muss ich die Nachrichten abdrehen und ich tue es mittlerweile auch, weil ich nicht mehr hören kann, den ganzen Schmarrn und gleichzeitig wissen wir, wo das herkommt. Die haben die hegemonale Macht, dass sie diese Botschaften steuern die ganze Zeit. Also was sitzt man dem dem entgegen, was Mut machen kann? Ja, vieles und vieles ist auch schon im Laufen. Und ich habe ja auch, ich meine, es gibt ja so viele Ebenen, an denen anzusetzen ist. Und auch auf der Narrativebene ganz zentral. Und Sie haben ein wesentliches Narrativ hier genannt, nämlich wir können unsere soziale Sicherheit und ausgewogenen Wohlstand nur garantieren, wenn es Wachstum gibt. Und auch das ist zu hinterfragen, weil wo geht denn das Wachstum jetzt hin? Das geht ja nicht in unseren Wohlstand, sondern das geht in den Überreichtum einiger weniger. Das heißt, auch eben das wäre so ein Narrativ. Und die Frage dieser wirtschaftspolitischen Alternativen, ich habe sie jetzt vorhin in der Antwort kurz angesprochen, also ökonomisch sinnvoller und auch quasi von der Frage der Staatseinnahmen, also der Finanzierung des öffentlichen und sozialen Sicherungssystems ist es gewinnbringender, wenn wir mehr in soziale Sicherheit investieren, abgesehen von den hohen Folgekosten von Ungleichheit. Da gibt es ja Studien, eine relativ rezente OECD-Studie zum Beispiel, was Kinderarmut oder quasi die sozialen Nachteile, die viele Kinder leider haben zu Beginn ihres Lebens aufgrund der Ungleichheit, wie viel an wie zig Milliarden, die auch in Österreich uns jährlich kosten, sowohl individuell als auch gesellschaftlich. können wir ein gutes Leben haben, genau das ist zu hinterfragen und zu widerlegen und der Diskurs in eine andere Richtung zu gehen, weil der enorme, wilde Reichtum, und Sie haben es ja dann selber gesagt, wohin der geht, wohin das Wachstum geht, in eben Finanzierung von Thinktanks, Beeinflussung über diverse Kanäle etc. Über Beinflussung, über diverse Kanäle etc. Und andererseits noch einmal, also dieseiberale Paradigma so zum quasi überhaupt zur Dominanz kam. Das ist ja auch nicht aus sich herausgewachsen. Im Zweiten Weltkrieg war der Konsens ja da für mehr Ausgleich für soziale Sicherungssysteme, zumindest in Europa, ein wenig in Amerika. Und dann sind bewusst zum Beispiel die Mont-Pelerin-Society von Ökonomen gegründet worden, die jahrelang ihren Einfluss geltend gemacht haben, um Neoliberale, um marktorientierte, also kapitalorientierte Ökonomie zu fördern. Denn Novellpreise sind zigfach vergeben worden an Mitglieder dieser Mont-Belarin-Society, nicht weil sie besser oder so tolle Wissenschaftler waren, sondern weil es ökonomisch, machtpolitisch opportun war, diese Form von Ökonomie zu fördern. Also sprich, lange Rede, kurzer Sinn, jetzt mache ich einen nächsten Vortrag, das wollte ich nicht, ich wollte den Austausch. Das ist ein Prozess, der gestaltet wurde, diese Dominanz des Kapitals. Und genauso können andere Prozesse in Richtung anderes wohlstandsorientiertes, gerechtes Wirtschaften gestaltet werden. Und es sind ja schon ganz viele dran. Es gibt das Moment-Institut als einen Think Tank unter anderem. Es gibt Sie als Engagierte in der Bildungslandschaft. Es gibt Initiativen etc. Da dranbleiben und das verstärken ist ganz wesentlich. Und verknüpfen. Ökonomie und Wirtschaft nicht als was gottgegebenes Wissenschaft, sondern Ökonomie ist das Terrain, wo jetzt ein wichtiger Kampf stattfindet. Wie geht es denn weiter? Weil diese Form von Ökonomie, die wir jetzt haben, die führt uns alle in den Abgrund. Und das einmal zu erkennen, das ist ja auch so ein Teil dessen. Jetzt habe ich lang geredet, entschuldigen Sie. Aber es ist eine zentrale Frage, die Sie stellen. Und es gibt auch nicht die eine Antwort drauf, sondern ganz viele Perspektiven. Und das ist ein gemeinsames Am Wegsein. Ja, aber ich möchte nur auf den Punkt der Kommunikationskanäle zurückkommen und wie die Kommunikationskanäle eben dominiert werden und das, denke ich, ist das, was mir einfach Sorge macht. Ich glaube, an dem steht und fällt, ob die Botschaften gut und richtig sind, denke ich mir, ist eine Frage. Nur wie sie gestreut werden, ist die andere. Und wenn man da die zweite Geige spielt, dann ist es schwierig. Und es gibt kleine und große Ansätze. Das DorfTV jetzt, das übertragt unseren Austausch, ist ja schon einmal ein Ansatz, ein Teil. Also Frau Glatzer, ich finde es großartig, wie Sie uns mit Hoffnung hier infiltrieren, sozusagen in jedem Satz. Und es regt mich selber auch dazu an, zwei Anmerkungen zu machen. Das eine ist, ich sage gerne in dem Kontext, was Biografisches von mir selber, was mir jetzt eingefallen ist. Also ich nehme ja für mich, ich habe für meine Berufslaufbahn sozusagen den Bildungssektor gewählt in der Erwachsenenbildung, auch im Bereich der Care-Arbeit. herkommt oder wo diese Weiche gestellt worden ist bei mir, dann war das in der Schule. Und zwar war das, sozusagen kann ich mich sogar jetzt noch erinnern, eine Unterrichtseinheit mit einer Lehrerin, wo es überhaupt nicht um soziale Themen ging, sondern es war französisch. Aber da hat es irgendeinen Text gegeben über Sozialarbeit und wir waren 16 im Gymnasium und niemand von uns konnte erklären, was denn Sozialarbeit eigentlich ist. Und das hat diese Lehrerin so geärgert, dass sie uns eine richtige Standpauke gehalten hat, wie es denn das gibt, dass man sozusagen 16 ist und nicht erklären kann, was Sozialarbeit ist. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt so greifbar machen kann, aber das war für mich so ein kleiner biografischer Baustein, der meine Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung bewegt hat. Und wo sozusagen ich jetzt nur sagen kann, was für weitere Prozesse, sie für mich da Bildungsprozesse, sich daran angeknüpft haben. Und Peter, weil du gesagt hast, Kommunikation natürlich, da gibt es sehr viel über Macht in sozialen Medien, Mediensystem und so weiter, aber ich würde doch vielleicht die These wagen in diesem Kontext, dass wir als Bildungsarbeiterinnen und Bildungsarbeiter immer noch näher dran sind, sozusagen an Menschen, an jungen Menschen und sozusagen die Möglichkeit haben oder das Privileg, jede Woche einige Stunden im direkten Austausch sein zu können und da auch Weltsicht prägen zu können. Sicher nicht wie ein Automat, also dass man sagen kann, ich mache das so und dann kommt bei allen das raus, aber letztlich wissen wir auch nie genau, auf welchen Boden die Samen fallen, die wir ausstreuen und wann sie wo aus aufgehen, in welcher Form. Also das wäre mein Gedanke da dazu. Jetzt hat sich der Thomas noch gemeldet, bevor mein zweiter Gedanke kommt. Ja, ja, okay. Wenn sich die anderen nicht rühren, dann rühre ich mich gerade im Hinblick auf das, was du gerade gesagt hast, Rainer, ist für mich ein Indikator dafür, wie unglaublich wichtig der Faktor Bildung ist und wie unglaublich wichtig auch unser Verständnis von einem qualitativen Blick auf den Begriff Bildung ist. Blick auf den Begriff Bildung ist. Bildung beeinflusst ganze Biografien, was du ja auch gerade angedeutet hast, von dieser einen Begegnung mit der französischen Lehrerin. Und von daher glaube ich, dass Bildung so etwas wie ein Schlüssel ist, um auch gesamtgesellschaftlich ein anderes Mindset zu etablieren. Von daher glaube ich schon, dass Initiativen wie die unsere wichtig sind, hochrelevant. Das ist ein Plädoyer für die Graswurzel sozusagen. Ist es Graswurzel? Ich weiß nicht, ob es Graswurzel ist, Peter. Sind wir Graswurzel? Ich weiß nicht, ob es Graswurzel ist, Peter. Sind wir Graswurzel? Wir sind doch eine übergeordnete Bildungsinstitution. Ist das Graswurzel? Okay, ich weiß nicht. Und gleichzeitig geht es schon so, dass die direkte Beziehung sozusagen größere Bedeutung hat. Und das finde ich, ist halt ein krasser Wurzelansatz. Finde ich auch richtig. Ich denke mal, das ist ja das, was einen selber antreiben kann. Und gleichzeitig möchte ich schon auch einwerfen, Sie sind sich dessen eh bewusst und sicher auch da drinnen, dass der Kampf um das, was Teil der Bildung ist oder welche Qualität von Bildung auch da drinnen, dass der Kampf um das, was Teil der Bildung ist oder welche Qualität von Bildung auch dauernd läuft. Zum Beispiel wurde ja von EU und OECD und auch in Österreich diese Finanzbildung, ich habe sie schon erwähnt, sehr promotet oder sehr gefördert mit ganz viel Geld. Und in Österreich sind da die Banken drinnen, die primär Finanzbildung irgendwie versuchen zu definieren. Und natürlich mit dem Interesse zu sagen, Finanzbildung ist, wie und Finanzinstitutionen zu helfen, dass sie irgendwie noch mehr Gewinne machen. Nicht die Gesellschaft in Richtung eine Aktiengesellschaft zu machen. Dieser Kampf, welche Art von Bildung und welche Art von Wirtschaftsbildung wird gefördert, ist einer, der gerade im Moment ganz wesentlich ist. Und hier haben auch Sie oder wir alle eigentlich, und es gibt ja auch eine Allianz von zivilgesellschaftlichen Akteurinnen, um eben hier andere Akzente zu setzen in dem, was es an Bildung braucht, weil das es da ganz viel braucht, auch in Bezug auf Bildung, was ist Wirtschaften und wie wirtschaften wir, ist ganz, ganz klar. Dankeschön. Ich möchte noch einmal mich bewusst an alle Teilnehmenden wenden, die noch hier sind und fragen, gibt es etwas, das sie fragen möchten, etwas, das sie interessiert. Und während gefragt wird, zeige ich nur dieses Buch. Jetzt kommt nicht. Vielleicht das Gesicht, ihr eigenes Gesicht verdecken damit. Aber außerdem ist es verkehrt. Ich sage es. Es ist von dieser Allianz, die ich für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Finanzbildung, ist ein Buch herausgegeben worden, das heißt, wir alle machen Wirtschaft. Das ist Armutskonferenz, Attack etc. Genau um dieser Art von Finanzbildung, wie sie jetzt gemacht wird, ein Gegengewicht zu liefern. Und das wollte ich nur jetzt auch erwähnen. Also da gibt es ganz tolle Beiträge drinnen, was eigentlich Wirtschaftsbildung ist. Selbst wenn Sie es nicht sehen, wir alle machen Wirtschaft, ist der Titel dieses Buches. War auch der Ausgangspunkt für uns, Sie einzuladen für diesen Eröffnungsvortrag. Dieses Buch, eine große Empfehlung. Ich hoffe, es ist an der Bibliothek der PHO Österreich erhältlich auszuleihen. Wichtiges Buch für angehende Lehrer, Lehrerinnen, denke ich. Gut, ich möchte gern noch einen Beitrag von meiner Seite bringen. und was erzählen wir und wie sprechen wir, sozusagen ein Ergebnis dessen, dass diese neoliberale Wirtschaftserzählung so mächtig ist, im Moment ist, dass ja der Staat, das Gemeinwesen, der Staat einen ganz schlechten Ruf bekommen hat. Es wird ja auf breiter Basis fast ausschließlich über den Staat und Steuern und staatliche Leistungen diskutiert und wie überschießend die Bürokratie ist, wie ineffizient die Verwaltung ist, was alles abgebaut werden kann, was alles abgebaut werden muss. muss und das geht ja vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk bis hin zu allen möglichen Regelungen oder zur Frage, was soll denn als staatliche Leistung organisiert sein oder was kann alles noch privatisiert werden im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich und so weiter. Und ich würde es für sehr wichtig halten, da Gegenerzählungen zu finden, die aktuell sind, die modern sind und die aber auch zeigen können, dass der Staat in unserer Demokratie ja eigentlich das ist, was wir alle gemeinsam haben und dass er sozusagen Leistungen für uns alle gemeinsam zur Verfügung stellen kann und soll. für uns alle gemeinsam zur Verfügung stellen kann und soll. Nur, ich tue mir selber schwer damit, weil ich finde, dieses Fundament, dieses argumentative Fundament ist schon so erodiert oder der Ruf ist schon so schlecht, dass das eine schwierige Angelegenheit ist. Wie würden Sie das sehen? Also wäre das ein guter Ansatzpunkt, hier stärker die Diskussionen aufzumachen, was an staatlichen Leistungen gesichert werden soll, wichtig sein soll? Und wenn ja, wer macht das Ihrer Wahrnehmung nach im Moment gut in Österreich oder in Europa, wo man sich verbünden kann oder wo man sich ein Beispiel nehmen kann daran. Ja, das ist eine der zentralen Herausforderungen und Sie haben es schon so schön aufgespannt, wie groß die Herausforderungen in mehreren Dimensionen sind. Einerseits ist das Öffentliche und der Staat ein zentrales Kampffeld. Auch in dieser, wie Sie ja gesagt haben, neoliberalen quasi Verfasstheit braucht es einen Zwang, den Staat zu reduzieren, weil eben Gewinnfelder quasi aufgemacht werden sollen, auch für Konzerne. Dieser Druck auf öffentliche Finanzen, der übrigens auch von der EU institutionalisiert sehr, sehr stark ist mit Fiskalregeln etc., der hat einen machtpolitischen Zweck, nämlich den Zweck, Zwang zum Kürzen auf staatlicher Ebene, auch zum Teil wird dann privatisiert. Völlig absurd, weil die Einnahmen sind viel kleiner als die, quasi Einnahmen von Privatisierung sind oft viel geringer als die laufenden Ein Dieser Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat ist ja ein kleiner Teil und genau also Polizeistaat, Militärstaat, unterschiedlich in unterschiedlichen Ländern. Aber diese Tendenz und diese Verschiebungen sind gerade jetzt, die EU hat gerade den nächstjährigen Finanzrahmen, also das nächste siebenjährige EU-Budget vorgestellt, da ist ganz viel. Also das ab 28 gilt, ganz viel Geld geht in diesen Ausbau des Sicherheitssektors, Militarisierung etc. Also dieser Umbau ist im Gange. Was wir auch sehen, ist sehr viel dieser Drehtüreffekt zwischen Konzerninteressen und staatlichen Interessen. Also beispielsweise besonders auf EU-Ebene, dass es einen laufenden Austausch gibt zwischen hohen Managern in Konzernen, die dann in der EU arbeiten und umgekehrt und damit diese Collusion, also dieses staatliches oder in dem Fall EU-Gebilde, doch sehr stark unternehmens- oder konzernfreundlich. Wir hatten das auch in Österreich, gibt es genug Beispiele. Während der Finanzkrise war plötzlich Raiffeisenmanager im Finanzministerium und hat sich selber die Regeln geschrieben, wie man die Banken quasi wieder rausbringt. Also sprich, Banken quasi wieder rausbringt, also sprich Banken rettet, also sprich, da gibt sehr viel an Umbau und wie Sie sagen, schlecht geredet. Ich glaube, ein Ansatz und das andere an Beispielen, ich bin sehr viel international unterwegs und Österreich ist eines der wenigen Länder, wo wir wirklich einen guten öffentlichen Sektor haben und besonders auch in Wien mit den Leistungen, wie wohl da jetzt auch viel leider unter diesem quasi Kürzungsdruck gekürzt wird, aber das zu sehen, was für ein gutes Beispiel, was für ein gutes Leben oder auch Bildung, die bei uns möglich ist, soziale Absicherung, Gesundheit etc. Also da gibt es mittlerweile nur mehr wenige Länder, wo es vergleichbar ist oder ganz wenige, wo es vielleicht ein bisschen besser ist. Sprich, da gibt es auch viel zu retten und wir sehen das viel zu wenig. Das ist das eine und das andere ist jetzt lange Einleitung, aber ich glaube, wir brauchen auch ein Neudenken vom Öffentlichen, zum Beispiel im Bildungssektor, wie demokratisch, wie gut können denn Lehrende und Studierende SchülerInnen mitgestalten, tatsächlich mitgestalten, also da sind wir ja ein bisschen knockerpatzinert, wenn es um das tatsächliche Mitgestalten geht. Sprich, da ist so dieses, nicht Flucht nach vorn, sondern Schwung nach vorn, diesen öffentlichen Sektor, Neudenken, Besserdenken, demokratischer, sozialer, gerechter Denken, das ist jetzt so das, weil wir sind ein bisschen, ich rede lange, aber es, ja, nein, wir sind ein bisschen so in diesem Verteidigen, was wir haben. Und das ist eine schwierige Situation, weil wir damit irgendwie automatisch so ein bisschen abwehren alles. Aber ich glaube, die Herausforderung ist, besser in die Zukunft gehen. Wir können demokratischer, gerechter, dynamischer einen öffentlichen Sektor, der Wohlstand für alle bringt, denken. Und das ist jetzt die Herausforderung. Und anfangen, letzter Satz, anfangen bei der konkreten Lebensrealität. Zum Beispiel, wie wollen wir Bildung, nämlich gemeinsam mit SchülerInnen, Studierenden denken, Lehrenden denken. Wie wollen wir eine gute Bildung gestalten und da dynamisch Angebote machen? äußerst spannenden, kompakten und reichen Vortrag und für die inspirierende Diskussion jetzt. Danke, Elisabeth Glatzer, dass Sie heute bei uns waren. Ich möchte gerne kurz noch einen Ausblick auf nächste Woche werfen. Der zweite Abend der Ringvorlesung und der Vortragsreihe ist nämlich schon nächste Woche. Und dort werden wir uns näher mit einem Thema, das heute schon angeklungen ist, und dort werden wir uns näher mit einem Thema, das heute schon angeklungen ist, dort werden wir uns näher mit der Frage beschäftigen, braucht Wohlstand Wachstum? Warum das nicht stimmt und wie wirtschaften stattdessen gehen könnte, darüber wird Doktorin Andrea Vetter vortragen und dann mit uns diskutieren. Genau. Ich wünsche Ihnen allen, uns allen noch einen schönen Abend. Kommen Sie gut nach Hause oder bleiben Sie gut zu Hause, je nachdem, wo Sie jetzt sind. Und ich würde mich freuen, Sie im Rahmen unserer heurigen Ringvorlesungen