Vielen Dank. darum werde ich sozusagen kurz hier die Begrüßung für Sie übernehmen. Ich begrüße die Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, ich begrüße auch die Vertreterinnen von 52 und ich möchte begrüßen die Künstlerinnen und Expertinnen, die mit uns hier diskutieren werden. Herzlich Willkommen in der Kunstuni. Gleich zu Beginn möchte ich mich bedanken bei der Ministerin für den wichtigen Anstoß dieses Gesprächs. Es ist ein totales Symbol für uns, es ist ein Zeichen, dass wir das hier machen können, dass das sozusagen auf einer politischen Ebene einmal ankommt oder diskutiert wird. Danke vielmals. Ja, die Kunst-Uni ist Gastgeberin. Inhaltlich verantwortlich ist 52. Danke übrigens. Wir gehen nochmal ein. 52. Danke übrigens. Die seit Jahren sozusagen daran arbeiten, genau diese Ungleichheiten in Kunst- und Kulturbetrieb sichtbar zu machen. Und es ist wichtig, dass es sichtbar ist, weil dann kann man es erst verhauen. Danke. Komm ein bisschen jetzt. Meins geht noch nicht. Ja, das betrifft uns genau, dieses Thema betrifft uns natürlich auch als Kunst, weil wir bilden die Leute aus, die später genau in diesem Bereich arbeiten werden. Und wir wollen haben, dass sie in Zukunft besser arbeiten können unter diesen Umständen, das würde ich noch sagen. Genau, es geht sozusagen nicht unbedingt um Einzelmaßnahmen, die da verhandelt werden, überhaupt nicht. Es geht um Ressourcen, es geht um Macht und es geht um Räume, die wir besetzen und so weiter. Ihr kennt alle diese Schlagwörter. Ich glaube, es ist so, was ich irgendwie sagen würde. Danke, Nomi Waller, und ich übergebe an dich. Dankeschön. Als Vertreterin von 52, bitte einen Applaus an die Kolleginnen, die so zahlreich da sind. Sind wir irrsinnig überrascht, Gitti, dass du die jetzt bedankt hast. Weil das macht die Gitti nämlich nicht oft. Und man merkt, wir haben uns nicht angesprochen, weil mein Party wird jetzt kurz. Aber sozusagen 52, die Vernetzungsstelle für Frauen und queere Personen in Kunst und Kultur, gibt es seit fast 30 Jahren. An was wir schon immer schrauben, sind bessere Bedingungen für KünstlerInnen, für Frauen in der Kulturarbeit. Uns ist natürlich völlig klar, dass wir von der Gleichstellung mega weit weg sind. Der erste Gender Report, der jetzt rausgebracht worden ist, hat das auch in Zahlen gegossen. Jetzt haben wir auch die Beweise, auch die neue EU-Strategie zur Gleichstellung 2026 bis 2030 sozusagen fordert das ein. Also es liegt alles am Tisch, die Forderungen sind da und wir freuen uns irrsinnig, dass wir die Möglichkeit haben, mit der wunderbaren Frauenbeauftragten der Stadt Linz, Abena Kati Binner, heute in die Diskussion zu gehen und das eben gemeinsam mit den Vertreterinnen, die die Gitti vorher schon genannt hat. Und ich sage herzlichen Dank, darf um einen großen Applaus für Abena-Kati Binder bitten und verabschiede mich. Danke Valerie für die netten Begrüßungsworte, auch danke Gitti. Und Technik passt? Super, ich werde gut verstanden. Ja, ich begrüße Sie und viele von uns kommen ja vielleicht gerade vom Hauptplatz, da hat ja der Braunstreik stattgefunden im Linz-Hamm des 52 und die IG Kultur Österreich und IG Bildende Kunst dazu aufgerufen, mit ganz klaren Forderungen, denn es reicht. Sie fordern Schluss mit einer Politik, die Armut als Anreiz verkauft, Schluss mit der Erzählung prekärer Realitäten, sein individuelle Entscheidungen, der Erzählung prekärer Realitäten sein individuelle Entscheidungen. Schluss mit systematischer Entwertung von Frauenarbeit. Schluss damit. Auch im Bereich Kunst und Kultur. Und ich finde diese Forderungen spannen einen guten inhaltlichen Bogen, den wir heute im Gespräch haben werden. Und die Veranstaltung wird übrigens aufgezeichnet von DorfTV. Danke auch hierfür. Ich finde es großartig, dass Sie alle da sind und wie wunderbar, dass eben heute unter uns eine Person da ist und mit ihrer Anwesenheit einfach ein ganz klares, wichtiges Signal sendet. Eine Person, die nämlich große Entscheidungsmacht hat. Eine Person, die vieles daran setzt, feministische Anliegen voranzutreiben und die sich klares daran setzt, feministische Anliegen voranzutreiben und die sich klar positioniert. Und auch eine Person, die sich traut, sich kritisch voranzubringen und vor allem auch kritisch zu reflektieren. Ich darf zu mir auf die Bühne bitten, Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner. Ich begrüße unser hochkarätiges Podium. Die nächste Person ist bildende Künstlerin, Filmemacherin und Musikerin. Bitte begrüßen Sie mit mir Karin Fisselthaler. Applaus und Musikerin. Bitte begrüßen Sie mit mir Karin Fieseltaler. Wir haben heute mit uns hier die kulturpolitische Sprecherin der IG Bildende Kunst, Daniela Kowendl. Bitte um Applaus für die Künstlerin, Expertin für Widerstandspraxen und dekulinäre Perspektiven, Adriana Torres Topaga. Und auch ein großes Dankeschön an unsere Expertin für Gender Studies und feministische Forschung und die Begründerin der Wiener Frauenspaziergänge, Petra Unger. Applaus Super Podium. Großartig. Und bevor wir gleich voll in die inhaltliche Tiefe gehen, das haben wir uns so ausgemacht, dass wir bitte kurz eine Selbstvorstellung machen. Das heißt, die Personen stellen sich selbst vor in ein paar Sätzen und vor allem auch die Perspektive, von der sie heute im Podium diskutieren. Magst du vielleicht gleich anfangen, Karin? Ja, das geht noch nicht, glaube ich. Ah doch, mein Name ist Karin Fisselthaler. Ich habe hier an der Kunstuniversität studiert, Bildende Kunst und auch mein Doktorat für künstlerische Forschung absolviert. Bin Lehrbeauftragte hier seit 2018 und hauptsächlich freiberuflich als bildende Künstlerin, Filmemacherin und Musikerin tätig. Und ich berichte heute aus der Praxis zwischen Projektanträgen, Atelierarbeit und prekären Arbeitsverhältnissen in der Kunst. Dankeschön. Mach mal reihum, wenn das für alle okay ist. Ja, ich bin, die Begründerin habe ich ja schon gesagt bekommen, der Wiener Frauensprinz hier ginge. Tatsächlich habe ich den sogenannten Beruf der Fremdenführerin gemacht. Ich lehne diese Berufsbezeichnung ab. Fremd und Führer ist keine gute Wortkombination. In diesem Sinne wundere ich mich nach wie vor, warum die Wirtschaftskammer diese Berufsbezeichnung noch nicht abgeschafft hat, noch dazu für so einen schönen Beruf. Ich habe diesen Beruf dann transformiert in einen Beruf der politischen Bildung im öffentlichen Raum und seit über 30 Jahren recherchiere ich, forsche ich zu Frauenstadtgeschichte in Wien und trage es auch wieder auf die Straße unter Einschließen vieler feministischer Organisationen in der Stadt. Das heißt, ich gehe nicht nur vor die historischen Orte, sondern ich gehe zu feministischen Einrichtungen, zu Künstlerinnen in Galerien. und die zweite Funktion, also einerseits bin ich Kulturarbeiterin und in der politischen Bildung, bin auch Kunstvermittlerin, also habe lange im Museum gearbeitet und andererseits habe ich am Rosa-Mareta-College Gender Studies und feministische Forschung studiert und habe dann diese beiden Bereiche zusammengebracht und war ausgewählt zusammen mit OGM und meinem Kollegen Johannes Klotz, um den Gender Report zu machen, den wir dann 2024 abgeschlossen haben. Und auf den werden wir heute natürlich darauf eingehen. Deswegen freue ich mich da schon voll auf die Expertise von dir. Wir kennen sie alle, aber jetzt werden wir sagen, wir sind inklusiv bitte auch hier um die kurze Selbstvorstellung und welche Perspektive. Wir haben uns vorher darauf geeinigt, wir dürfen per Du sein. Also what a privilege. Ich darf Du zur Frauenministerin sagen, bitte um deine Selbstvorstellung und welche Perspektive. Wir haben uns vorher darauf geeinigt, wir dürfen per Du sein. Also what a privilege. Ich darf Du zur Frauenministerin sagen, bitte, um Deine Selbstvorstellung. Ich bin Maria Holz-Leitner. Mein Name, ich bin Bundesministerin für Frauenwissenschaft und Forschung und deswegen ist mir das Thema unserer heutigen Diskussionsrunde ein großes Anliegen. Das Thema ökonomische Unabhängigkeit von Frauen ist natürlich ein extrem zentrales. Wir haben, denke ich, gerade an diesem Tag heute auch wieder gesehen, dass Kunst, Kultur, Medien nach wie vor ein Bereich ist, wo Machthierarchien gerne ausgenutzt werden und wo Konsequenzen und auch Schutz vor Übergriffen, vor Gewalt dringend notwendig ist. Und das ist eine Perspektive, die ich einbringen möchte in dieser Diskussion. Dankeschön. Es wäre sonst auch noch ein weiteres Mikrofon auf dem Tisch für die Zukunft. Mein Name ist Adriana Torres. Ich bin Designerin, Facilitator und Künstlerin. Und meine Perspektive heute handelt um eine flinte und migrantische Perspektive. Welche Ressourcen gibt es uns in der Kultur, um unsere Arbeit weiter zu üben? Denn diese Ressourcen handeln zusammen mit Raum, Sichtbarkeit und Möglichkeiten. Ohne das können wir unsere Arbeit nicht machen. Und von meiner Ausbildung, ich habe Industriedesign in Kolumbien studiert und später Master in Digitaler Kunst und Raum- und Designstrategien hier an der Kunsttournee studiert. Wobei eine von meinen wichtigsten Universitäten der Ferramais und Kollektiv bis jetzt gewesen ist. Das hat meine politische Haltung noch verstärkt und die reflexive Haltung in alles, was ich mache, in meine künstlerische Arbeit integriert. Schönen guten Abend. Ist das an? Danke. Schönen guten Abend, mein Name ist Daniela Kowendl. Ich bin zuständig für die interessenpolitische Arbeit der IG Bildende Kunst. Im Rahmen dessen ist mein Arbeitsschwerpunkt sind soziale Rechte und ökonomische Absicherung von Künstlerinnen, generell von Kunst- und Kulturarbeit. Meine Politisierung, möchte ich jetzt auch noch kurz sagen, stammt aus der Gewerkschaftsbewegung schon als Schülerin und meine feministische Politisierung über das feministische Magazin Anschläge, das meine Schwester schon in den 90er Jahren abonniert hatte. Und ich betone das deshalb, weil ich gerade freie Medien und feministische Medien auch gleich damit als Grundnahrungsmittel betonen möchte. Danke für die Vorstellung. Ich schlage vor, dass wir ein bisschen mit der Einordnung der aktuellen Situation beginnen, damit wir ungefähr alle dieselbe Basis haben. Der Gender Report für Kunst und Kultur ist schon vorhin angesprochen worden. So ein bisschen als Background-Information, der ist 2020 im Nationalrat einstimmig beschlossen worden, weil Österreich einfach einer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen musste. Mit dem Zusatz, dass er alle fünf Jahre veröffentlicht wird, damit man eben auch wirklich die Entwicklung in dieser Branche schauen kann, bezüglich Gleichstellung, inwiefern wir da fortgeschritten sind oder welche Schritte wir da weiterbekommen haben. Petra Unger, du hast bei dem Report mitgeschrieben. weiterbekommen haben. Petra Unger, du hast bei dem Report mitgeschrieben. Aus deiner Sicht, was hat die Studie gebracht, was wir jetzt an neuen Erkenntnissen gewonnen haben und was hat es einfach bestätigt, was wir eigentlich eh schon ist nicht lang gewusst haben? Ja, also ich muss tatsächlich sagen, danke noch einmal für den Hinweis. Es ist keine freiwillige Aktion, so einen Gender Report zu machen. Wir sind gesetzlich auf der Verfassungsebene, also auch nicht auf einer kleinen gesetzlichen Ebene, sondern auf der Verfassungsebene verpflichtet, das zu tun. alle fünf Jahre, aber es wäre auch möglich gewesen, ihn alle drei Jahre zu machen. Das wurde von der FPÖ hinein verhandelt, dass es nur alle fünf Jahre ist. Es ist auch ganz wichtig zu sagen, dass das ein Überblicksreport ist, der mit quantitativen Methoden gearbeitet hat. Das heißt, wir hatten dank OGM und einem ganz ausgeklügelten Umfragesystem die Möglichkeit, über 3000 Institutionen zu befragen und der Rücklauf war extrem hoch, fast 30 Prozent. In diesem Sinne ist das für so eine Studie sehr viel und auch sehr repräsentativ. Das Bundesministerium hat Künstlerinnen und Kunstschaffende im Vorfeld schon mit einbezogen und ich möchte mich an dieser Stelle auch bei allen bedanken, die da mitgestaltet haben, weil damit haben wir auch ein bisschen gewusst, wo wir den Fokus nochmal hinlegen. Wir haben 14 Thesen formuliert, also ich habe 14 Thesen formuliert und da waren so Sachen wie, je höher die Position, desto mehr Männer in der Position, das wurde bestätigt. Je mehr Budget eine Situation hat, je größer sie ist und je weiter hinauf es in die Hierarchie geht, desto mehr Männer sind dort. In der zweiten Reihe, sofort in der stellvertretenden Position sind die Frauen, also ich würde mal sagen, sie stehen alle in den Startlöchern und sind, das war eine weitere Erkenntnis, höher qualifiziert als die Männer. Und das ist mir ganz wichtig noch einmal zu betonen, weil gerade wenn wir über die Quoten reden, wird immer gesagt, ja, also wenn die Frau gleich qualifiziert ist, gibt es ja gar keinen Grund und die Quote braucht man gar nicht, weil die sind ja dann nur die Guten eh gut genug. Unsere Erkenntnis ist, dass die Frauen wesentlich besser qualifiziert sind. Sie haben nicht nur ein Studium, sondern meistens zwei Studien. Sie haben eine ganze Serie Zusatzausbildungen und die Männer, die an Führungspositionen sitzen, können all das nicht aufweisen. Das heißt also, wir brauchen das und ich greife auch kurz mal vor, wir brauchen auch in den Führungspositionen dezidiert die Anforderung, dass alle, die diese Posten einnehmen wollen, Gender und Diversity Kompetenz haben müssen. Und je größer die Institution ist, desto mehr müssen sie diese Kompetenz haben, weil je mächtiger und je weiter oben die Gefahr zu diskriminieren sehr groß ist, desto mehr müssen sie diese Kompetenz haben, weil je mächtiger und je weiter oben die Gefahr zu diskriminieren sehr groß ist, beziehungsweise auch Diskriminierungen zu übersehen und in diesem Sinne sollten für alle Führungspositionen verpflichtend Gender und Diversity-Positionen ausgeschrieben werden. Jetzt wissen wir aber, dass das die meisten nicht mitbringen und nicht haben. Also der nächste Schritt wäre dann, wie bringen wir unser Führungspostpersonal in diese Richtung. Ein sehr erschütternder Befund war, dass 70 Prozent aller unbezahlten Praktikantinnen weiblich sind und unbezahltes Praktikum ist im Kunst- und Kulturbereich sehr vertreibt verbreitet. Die bezahlten Praktiker sind ähnlich hoch, also 69 Prozent der bezahlten Praktiker sind weiblich. Also die meiste unbezahlte oder Die bezahlten Praktiker sind ähnlich hoch, also 69 Prozent der bezahlten Praktiker sind weiblich. Also die meiste unbezahlte oder schlecht bezahlte Arbeit machen in diesem Feld dann auch die Frauen. Wir haben in vielen Bereichen aber schon gute Weiterentwicklungen. Also es gibt zum Beispiel in den Entscheidungsgremien, in den Juries fast gleich stand. Aber da muss man natürlich auch sagen, wer sitzt in der Jury-Sitzung. Also es sind zwar vielleicht 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer, aber wer macht die Arbeit in den Juries und da erleben wir auch immer wieder, dass da vermehrt dann die Frauen die Arbeit machen und die Strippen sozusagen ziehen dann die Männer im informellen Bereich. Ein weiterer Befund ist, dass es ganz stark von der Sparte abhängt. Wir haben ja einen spartenübergreifenden Blick gemacht und wir haben auch einen intersektionalen Blick gemacht. Das kann ich auch gleich vorwegnehmen. Das heißt, wir haben uns auch angeschaut, wie sieht es mit Migration, mit Alter, mit non-binären Personen aus. Und auch da ist der Befund, es gibt Bereiche in Kunst und Kultur, da kommen non-binäre Personen gar nicht erst hin oder gar nicht erst vor, zum Beispiel in Jury-Sitzungen hinein. Da gibt es fast keine. Und da muss ich auch dazu sagen, wenn es sehr wenig waren, dann konnten wir sie auch im Bericht nicht erwähnen. Wir wissen es im Hintergrund, aber wir haben sie in den Bericht nicht hineingeschrieben, sonst wäre die Anonymisierung nicht möglich gewesen, weil das ja sehr kleinteilige Kunst- und Kulturbetriebe sind. 80 Prozent aller Stücke, die gespielt werden, sind von Männern. 80 Prozent der Konzerte, die dirigiert werden, werden von Männern dirigiert. Ähnlich sieht es aus in den Museen. Wir haben in den Museen über 70 Prozent Männer, 74 Prozent Männer ausgestellt, auch Retrospektiven, auch zeitgenössische. Und wenn Frauen ausgestellt werden, dann verschwinden sie auch wieder. Also wir haben in den letzten Jahren ganz viele Ausstellungen zu Frauen, feministische, Avantgarde, Einzelkünstlerinnen, Retrospektiven, aber kaum ist die Ausstellung vorbei, verschwinden die wieder ins Depot. Das ist schon in den 80er Jahren konstatiert worden, dass es verborgene Museen gibt. Also eigentlich finden wir die Frauen im Depot und nicht im Museum. Also eigentlich finden wir die Frauen im Depot und nicht im Museum. Auch das hat sich gezeigt, wesentlich besser aber ist die Situation beim Film. Und da muss man auch sagen, das hat sehr viel damit zu tun, dass die Filmbranche und gerade Film in Österreich fast jährlich einen Gender Report macht. Und da nehmen wir uns alle sehr ein Vorbild daran, nämlich je enger, je engmaschiger die Reports sind, desto mehr sieht man, tut sich was, bewegt sich was, geht da was voran. Weil in fünf Jahren haben wir diesen Gender Report schon vergessen und die Ergebnisse ebenfalls. Wenn das aber jährlich gemacht wird und jährlich überprüft wird, dann haben wir auch ganz andere Fortschritte. Ja, wir haben uns auch den Gender Pay Gap angeschaut. Da ist in der darstellenden Kunst der Abstand am höchsten. Frauen verdienen bei der darstellenden Kunst im Schnitt 56,8 Prozent weniger. Am zweithöchsten ist es in den Museen und am niedrigsten ist es bei den Verlagen mit 20 Prozent und bei den Bibliotheken und Archiven mit 22,4 Prozent. Ein wesentlicher Punkt ist auch, selbstständig oder unselbstständig. Bin ich irgendwo angestellt? Und vielleicht noch ganz kurz zur Landschaft. Wir haben sehr viele kleine Kunst- und Kulturbetriebe. Wir haben Klein- und Mittelbetriebe. Wir haben sehr große Tanker, die meistens gut und ausfinanziert sind. Aber je kleiner, desto prekärer und desto öfter selbstständige Beschäftigungen, also prekäre Beschäftigungen. Und da ist der Gender Pay Gap bei den selbstständig Beschäftigten um 38 Prozent. Also Frauen bekommen fast 40 Prozent weniger als Männer, wenn sie selbstständig in Kunst und Kultur arbeiten. Und zum Abschluss darf ich noch, damit es nicht, ihr könnt jetzt noch lang reden natürlich, aber zum Abschluss vielleicht ein wesentliches Detail, was wir kritisiert haben, ist, dass es Kunst- und Kulturberichte seit dem Jahr 1988 gibt. auch die Länder und auch die Städte, die Kulturbeauftragenden zum Beispiel, Subventionsgeberinnen und Subventionsgeber, die Pflicht haben nachzuweisen, wer hat das Geld gekriegt, wohin ist das Geld gegangen. Jetzt muss ich noch dazu sagen, Tirol und Vordelberg hat gar nicht mitgemacht. Die haben sich erfolgreich geweigert, bei dieser Studie mitzumachen, unter der Behauptung, es wäre nicht datensicher, was überhaupt nicht stimmt. Und wir konnten sie ihnen vielfach nachweisen, aber sie wollten dann gar nicht. Und die Kunst- und Kulturberichte in den neuen Bundesländern sind so verschieden, dass wir, wohin die Gelder gehen, nämlich nach Geschlecht definiert. Es ist nicht ausgewiesen, ob die Gelder nachher zu Frauen gehen oder zu Männern gehen. Und deswegen mussten wir von OGM mit Vornamen arbeiten. Und deswegen mussten wir von OGM mit Vornamen arbeiten. dass sie einen ordentlichen Kunst- und Kulturbericht legen. Und aus meiner Perspektive natürlich, dass auf der ersten Seite steht, ob das Männer, Frauen, non-binäre Personen bekommen, wo geht das Geld hin? Und nachdem Geschlecht immer noch eine machtvolle Kategorie ist und eine Diskriminierungskategorie sollte das meiner Ansicht nach auf der ersten Seite stehen. Danke, Petra, dir für den Überblick über die Erkenntnisse, die ihr im Gender Report gewonnen habt. über die Erkenntnisse, die ihr im Gender Report gewonnen habt. Und vor allem, du hast ja gerade erwähnt, dass eben in der Filmbranche das sehr fortschrittlich ist, weil der Gender Report eben halt einmal im Jahr passiert. Karin, du bist spartenübergreifend unterwegs, auch Filmemacherin. Wie erlebst du das in deiner Praxis? Spürst du da eine positive Veränderung? Also ich kann das jetzt schwer nur an einer Sparte ausmachen, weil ich in unterschiedlichen Sparten einreiche. Also es gibt ja keinen interdisziplinären Fördertopf, sondern je nach Projekt reiche ich dann bildende Kunst, Musik oder in der Filmabteilung ein. Aber es ist auf jeden Fall, glaube ich, extrem wichtig, dass Gender Report viel engmaschiger, also mindestens alle drei Jahre in allen Sparten erstellt wird, einfach zugunsten der Transparenz als Kontrollmechanismus, zugunsten der Transparenz als Kontrollmechanismus, weil ich beobachte die Jurybesetzungen ganz genau. Jedes Jahr, jedes Monat tauschen wir mit Kolleginnen aus und man sieht schon so auf und ab, einmal wird es diverser besetzt, dann im nächsten Jahr wird es schon wieder ein bisschen lascher, sage ich mal. Und es herrscht keine Transparenz, wer besetzt diese Jury zum Beiräte, also wer wählt überhaupt die Jurymitglieder aus. Hintergrund oder Vordergrund, je nachdem wie Sie es selbst definieren, diskriminiert, zurückgewiesen und das ist ein riesengroßes Problem, was ich sehe. Und es ist für mich jetzt auch dieses Geballt, das alles zu hören, weil im Arbeitsalltag versuche ich das immer so zu verdrängen, wie diese Missstände wirklich sind, weil es ist vor allem als Künstlerin extrem wichtig, in einem angstfreien Umfeld Kunst zu produzieren, weil es einfach sonst nicht möglich ist. Und dann ist das halt schon heftig, wenn man jetzt wieder alles so geballt hört, weil man kann das auch nur eher verdrängen immer, weil einfach der Arbeitsalltag immer mit Angst verbunden ist. Also es gibt keine ökonomische Unabhängigkeit oder Absicherung. Und ich finde, wenn Sie Österreich als Kulturland, als Kunst- und Kulturland, als weltoffenes, diverses Kulturland positionieren möchte, dann muss es halt den Rahmen dafür schaffen, dass das angstfrei möglich ist und nicht nur für die wenigen Privilegierten, die vielleicht aus einem reichen Elternhaus kommen oder in irgendwelchen Blue-Chip-Galleries landen, diese ganz wenigen Prozente, sondern die ganz, ganz vielen anderen Künstlerinnen, die eben nicht auf das zurückgreifen können, auf so einen Background. Und da gibt es eben ganz, also es sind die meisten. Und was zu den Museumsausstellungen und Repräsentationen von Künstlerinnen zu sagen ist, das beobachte ich natürlich auch. Und umso älter ich werde, umso mehr ist dann natürlich auch die Angst da und umso mehr spüre ich auch diese gläserne Decke in Österreich, wo ich irgendwie das Gefühl habe, also obwohl ich schon, glaube ich, relativ gut oder lang durchhalte, dass es halt einen gewissen Punkt gibt als Künstlerin, wo man nicht drüber kommt, aber die männlichen Kollegen und die wesentlich jüngeren männlichen Kollegen schon längst irgendwelche Einzelausstellungen bekommen haben in Museen oder Institutionen. Ihr habt jetzt, finde ich, beide in euren Statements eben auch die Intersektionalität angesprochen, vor allem die Frage, inwiefern das in den Kulturberichten, wenn nur die Vornamen eben halt dann schlussgefolgert wird, wer das ist. Und du, Karin, hast eben halt auch gerade gesagt, dass der Wunsch von dir stark da ist, dass dem halt auch das stärker mitgedacht wird. Wir haben mit uns eine Kunstschaffende, die sehr stark in diesem Kontext arbeitet. Adriana, du hast eh vorhin schon ein bisschen Einblick gegeben, dass für dich eben halt der künstlerische Praxis gleichzeitig eine soziale Praxis ist, die mit dekulinären Perspektiven, Widerstandsforschung, Arbeit mit Bekannten, weil unter anderem das Kollektiv oder Maiz zu tun hat. Wie siehst du das? Welche Kriterien muss so ein Bericht eigentlich beinhalten, damit wirklich Intersektionalität auch im Kultur- und Kunstbereich gelebt werden kann? Ja, ich kann es leider nicht mehr verdrängen, weil meine Wirklichkeit und die von meinen Kolleginnen und Vereinen und auch einzelnen Künstlerinnen so an der Grenze ist. Ich wollte auch fast weinen, weil die Zahlen so schlagartig sind. Okay, sprechen wir über eine Struktur. Wir wissen schon, es gibt viel Diskriminierung. Es gibt einige Förderungen. Wir wissen auch, wenn man einen Antrag schreibt, diese Zeit wird nicht bezahlt. So fangen wir jetzt schon an. Wie ist dieses Formular auch strukturiert? Ja, ist auch intersektionell strukturiert, weil ich habe vielleicht zwei gute Projekte und wir entscheiden uns für die Projekte. Wie sind die Wirklichkeiten der Künstlerinnen? Wie ist die soziale Wirkung von diesem Projekt? Das sollte auch sichtbar sein bei diesen Formularen. Intersektionell, ja, das ist wirklich ein Wort, das man durchsehen sollte bei dem Design von diesen Formularen, bei der Entscheidung, wer ist in der Jury. Wir wissen es in diesem Report extra, so migrantische und flinte Personen sind auf die letzte Stufe von Prekarität. Aber das ist einfach die Spiegelung, wie die Strukturen sind. Welche Räume werden für wen gegeben? Welche Stimmen möchten wir hören? Und das erfordert viele Veränderungen so in bildung in den kunstbetrieb wie wir diese strukturen ticken wollen ja weil bis jetzt habe ich nur eine Wiederholung gesehen, Wiederholung gesehen. Aber wollen wir wirklich Diversität? Oder laden wir eine Künstlerin ein, um über Diversität zu reden? Ja, so vielleicht. Vielleicht die Quote. Aber welche migrantische oder Flinterstimmen sind in Führungspositionen? Leider, ich muss ein bisschen jammern mit euch, um Lösungen zu finden. Darf ich schnell was dazu sagen? Wir haben natürlich nicht jede Nationalität erheben können, aber tendenziell war klar, oder es ist eine Einschätzung von uns, gar nicht ein Wissen, sondern eine Einschätzung, dass ein Großteil der migrantischen Kunstschaffenden aus nordeuropäischen und der Nordhalbkugel kommen. Das heißt, die Künstlerinnen, die aus dem globalen Süden kommen, haben es doppelt und dreifach schwer. Also wenn sie aus einer gut bestellten Familie kommen, aus einer Akademikerfamilie, ein bisschen ein höheres Einkommen die Familie hat, dann ist es eher wahrscheinlich, dass da eine Kunststudierende und dann eine Künstlerin rauskommt. Und andere wiederum haben wesentlich mehr Hürden zu bewältigen und ich kann das gut nachvollziehen, dass allein die Sprache, es ist auch für uns deutschsprachig schwierig, die Formulare auszufüllen und wie viel schwieriger muss es sein, wenn Deutsch nicht die Erstsprache ist. Und das Nächste, was du jetzt gerade angesprochen hast, finde ich immer ganz problematisch. Wenn Frauen als migrantische Künstlerinnen am Podium sitzen, wird nie nach ihrer Kunst gefragt, sondern es wird nach ihrer Migrationsherkunft oder nach den Schwierigkeiten bei der Integration oder so gefragt. Und das ist eine weitere Form der Diskriminierung. Also das erleben wir auch immer wieder in den Gesprächen oder in den Erhebungen. Danke für den Beitrag. Wir haben es gehört, also Frauen stellen die Mehrheit der Kulturarbeitenden dar, verdienen aber strukturell weniger, entscheiden seltener und sind weniger sichtbar. Eigentlich wirklich ein dramatischer Zustand. Ich schaue jetzt zu dir, Daniela, du bist Kulturpolizeisprecherin der IG Bildende Kunst. Welche konkreten Anknüpfungspunkte siehst du hier? Wie können wir hier als Gesellschaft da eine Veränderung, eine Verbesserung herbeiführen? Sagen ich spontan einmal, faire Bezahlung für alle. sage ich spontan einmal, faire Bezahlung für alle. Diese Daten aus dem Gender Report sind für uns als Interessenvertretung natürlich extrem wichtig, weil sie aktuell mit Zahlen untermauern, was wir aus den Gesprächen mit Künstlerinnen, aus der Beobachtung natürlich auch ohnehin wahrgenommen haben. der Beobachter natürlich auch ohnehin wahrgenommen haben. Und jetzt kommt ja dazu, dass generell die Verdienstmöglichkeiten und Einkommensmöglichkeiten in Kunstkultur schon durchwegs prekär sind. Es gibt unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse, die wenigsten können von der Kunst alleine leben. Es gibt dann noch kunstnahe Tätigkeiten, die dazukommen, kunstferne Tätigkeiten. Es gibt selbstständige Tätigkeit, die zu kombinieren ist mit unselbstständiger Tätigkeit. Und umso prekärer die Arbeitssituation ist, umso öfter sind Frauen und auch nicht-binäre Personen betroffen, wie wir aus dem Gender Report wissen. Aber jetzt nochmal so diese Ausgangslage. Es gibt so alle zehn Jahre, das ist nochmal seltener als im Gender Report, eine Studie zur sozialen Lage. Die letzten Daten sind auch entsprechend alt von 2018. Aber die Ergebnisse von damals, um es einfach nochmal in Erinnerung zu rufen, in der bildenden Kunst war das Medianeinkommen, das Jahreseinkommen 11.000 Euro. Und davon aus der künstlerischen Tätigkeit 3.500 Euro. Also das sind wirklich kleine, minimale Beträge. Das können wir sagen, dazwischen liegt die Inflation. Wir wissen nicht, wie sehr sich das gut verändert hat. Was es auf jeden Fall dazwischen gab, war die Pandemie, die nochmal einiges sehr verschoben hat und Sichtbarkeiten reduziert hat, aber auch einen VRP-Prozess, der enorm wichtige Dinge in Gang gesetzt hat, gerade in der bildenden Kunst, wo es bis vor kurzem wirklich noch state of the art war, einfach nichts zu bekommen, wenn ich mich bei einer Ausstellung beteilige. Einfach null Ausstellungshonorar. Und die Künstlerinnen, die nachgefragt haben, manche konnten das erfolgreich verhandeln, da wissen wir jetzt nicht in Zahlen gegossen, wie da der Gender Big Gap ist, wer erfolgreicher ist. Das dürfen wir uns ausmalen. Oder man galt nicht unter auch schnell einmal als lästig, diese Frage immer wieder zu stellen. Und wozu das führt, sind letztlich Ausschlüsse. Und das ist ganz klar. Wer kann diesen Beruf ausüben? Wer kann ihn nicht ausüben? Wer kann diesen Beruf ausüben, aber auch gar nicht selten sind das wohlhabende Familien. Also das Arbeiterinnenkind, das Kunst studiert, ist viel, viel seltener zu finden als Kinder von wohlhabenden Mittelklasse oder darüber hinausgehenden gesellschaftlichen Schichten. wohlhabenden, mittelklasse oder darüber hinausgehenden gesellschaftlichen Schichten. Und dann kommt noch die Kategorie dazu, komme ich von Arbeitsschwerden zu Kunst und Kind zurück, den wir zehn Jahre lang in der EGB in Kunst hatten. Wer kann es sich leisten, Kunst zu machen, wenn ich so schwierige Arbeitsbedingungen habe, hier zu überleben? Das kann ich mir leisten, wenn ich den finanziellen Rückhalt habe aus der Familie, wo auch immer. Das kann ich mir leisten, wenn ich den finanziellen Rückhalt habe aus der Familie, wo auch immer. Das kann ich mir leisten, wenn ich genug zeitliche Ressourcen und Kraft und Gesundheit habe, um einen anderen Job zu machen, der hoffentlich gut bezahlt ist. Das ist auch eher in den kunstfernen Bereichen als in den kunstnahen Bereichen und ich kann es mir noch eher leisten, wenn ich keine Kinder habe. Ich habe da jetzt keine aktuellen Zahlen dazu, aber es ist, Bietra nickt schon, aber ich weiß aus einer noch älteren Studie, dass die Kinderquote oder Rate bei Künstlerinnen mit kleinem E nur halb so hoch war wie in der Gesamtbevölkerung. Bei Künstlern war sie nicht niedriger als in der Gesamtbevölkerung oder nicht auffallend niedriger. Das ist ja auch schon ein Statement. Und dann gerade in der Gesamtbevölkerung oder nicht auffallend niedriger. Das ist ja auch schon ein Statement. Und dann gerade in der Situation, ich habe ein Kind zu betreuen, ich will ja Zeit mit dem Kind verbringen, ich habe einen Job, der sehr schlecht bezahlt ist und ich brauche einen Job, der mir das Überleben sichert. Dann ist schnell die Frage, was muss ich aufgeben, um meine Existenz zu sichern? Und da kommt ganz schnell die Kunst unter die Räder. Und das ist etwas, wo es halt auch politische Steuerungen, Mechanismen natürlich dann braucht, um zu sagen, wir wollen ja nicht, dass diese ganzen Frauen verschwinden, die ganzen Künstlerinnen verschwinden, sobald Kinderbetreuungspflichten da sind, sondern es braucht einen Rahmen und Ermöglichungen. Und das sind oft kleinere Sachen. Wie gehe ich um mit Arbeitszeiten? Wann mache ich Termine aus? Wie pünktlich starte ich Treffen? Das macht schon einen kleinen Unterschied, aber ändert natürlich noch nichts in der ökonomischen Situation, um sich diesen Beruf leisten zu können. Und deswegen allerhöchster Respekt vor allem, die diesem künstlerischen Beruf treu bleiben, die das überleben können, die das machen können. Und ich erinnere mich auch, ein Ergebnis im Gender Report ist ja auch, dass die Fluktuation so unglaublich hoch ist. Wie viele Frauen gehen aus der Kunst- und Kulturbranche verloren? Und das waren allein in diesen fünf Jahren, die der Untersuchungszeitraum waren, ich glaube um die 17 Prozent. Genau, das jetzt mal so als erste Bestandsaufnahme dazu. Und genau, weil du auch Katharinen gefallen hast, auch der Migrationshintergrund oder weniger der Migrationshintergrund, aber natürlich auch ist, welche Aufenthaltspapiere brauche ich oder brauche ich Aufenthaltspapiere, um in Österreich die Niederlassungsbewilligung Künstlerin zu erhalten. Und auch die ist geknüpft natürlich an ein gewisses Einkommen, das ich lukrieren muss. Und die Aufenthaltspapiere Künstlerin, die sind ja auch wieder genau für die Tätigkeit als Künstlerin. Das heißt, ich kann nicht mit der Niederlassungsbewilligung Künstlerin 700 andere Jobs ausüben, sondern das ist begrenzt. Und es muss auch, also ich habe keinen Zugang zum Arbeitsmarkt im Sinne von einer unselbstständigen Betätigkeit, die ich da jetzt schnell mal aufnehmen kann, sondern ich kann als neue Selbstständige, weil ich einen Gewerbeschein brauche, ist vielleicht noch leichter der Zugang, aber die zentrale Message ist, ich muss auch ein gewisses Einkommen lukrieren. Im Moment sind das 1.300 Euro monatlich als alleinstehende Künstlerin. Für ein Paar ist es höher, mit Kind kommen noch mal 200 Euro dazu. Und wenn wir alleine diese Zahlen dem gegenüberstehen, was Künstlerinnen verdienen, ist auch ganz klar, wer hier wieder strukturell am leichtesten ausgeschlossen werden kann. Ja, ich kann dazu vielleicht nur ganz kurz ergänzen, die Zahl ist 18 Prozent von Frauen im Vergleich zu 13 Prozent Männer, die den Beruf wechseln, also die Kunst verlassen, um ein Stück weit weniger und wesentlich höher im Vergleich zu anderen Gesellschaftsgruppen mit anderen Berufen, da wird weniger der Beruf gewechselt als in der Kunst. Wir haben im Gender Report auch abgefragt, haben sie Stillräume, haben sie Betreuungseinrichtungen für Kinder, gibt es einen Betriebskindergarten? Und je nachdem, wie groß die Institution war, konnte sie das ankreuzen. Und natürlich ist das Ergebnis, wir haben ganz viele kleine Kunst- und Kulturfestivals und die arbeiten mit dem minimalen Budget, die haben keine Kinderbetreuungseinrichtungen. Und dann ist das wiederum ganz spartenabhängig. Schauspielerinnen spielen am Abend, da müssen die Kinder betreut sein, da gibt es keinen Kindergarten in keinem Land der Welt. Und da ist unter anderem auch unsere Überlegung oder unsere Empfehlung gewesen, wir brauchen auch neue Kinderbetreuungsformen. unsere Empfehlung gewesen, wir brauchen auch neue Kinderbetreuungsformen, weil tatsächlich ist es so, dass oft bei Schauspielerinnen die Mutter oder die Großmutter der Kinder mitfahrt, damit sie die Kinder, solange sie klein sind, betreuen und dann erst, wenn sie irgendwo fix angestellt sind oder mal länger bleiben können, dann gibt es natürlich Kinderbetreuung. Und wir haben das Konzept der Flying Nannies sehr attraktiv gefunden. Hochqualifizierte Kinderbetreuerinnen und Kinderbetreuer, die am Abend kommen, wie das früher eben beim Babysitten war, die man zahlen muss und dass man Kinderbetreuungskosten auch in den Förderantrag hineinschreiben kann und der mit abgegolten wird, weil das eine Voraussetzung ist, um überhaupt Kunst machen zu können. Und kleine Bemerkung. zu können. Und kleine Bemerkung. Es darf und muss Vater auch deswegen investieren, weil die Männer es immer noch nicht machen. Ich schaue da jetzt unsere Frauenministerin an. Daniela hat vorhin so schön gesagt, es braucht einen Rahmen, der ermöglicht. Und ich glaube, du kannst zu einem Rahmen setzen oder zumindest nehme ich dich so wahr, dass du eben halt auch besonders bist, die Gleichstellung in unterschiedlichen Lebensweichen sehr stark vorantreibt. Du hast jetzt ganz viele Punkte gehört. Wo gibt es da jetzt konkrete Ansatzmöglichkeiten, wo du als Frauenministerin Verbesserungen ermöglichen kannst? Also ich finde die Diskussion insofern extrem interessant, weil viele Zahlen, Daten, Fakten sind ja durchaus etwas, wo wir Parallelen insgesamt sehen zu frauenspezifischen Problemlagen, Themen, Ungleichheiten, die bestehen und gleichzeitig so wie in den unterschiedlichen Branchen oder Sparten, große Unterschiede, wo man einfach auch individuell nochmal eingehen muss. Ein Punkt, der auch in unserer Verfassung verankert wäre, beispielsweise ist das Thema Gender Budgeting, wo der Bund in der Finanzgebahrung auch definitiv noch Luft nach oben hat und wir hier auch Gender Budgeting besser erleben werden und werden müssen. Aber Gleiches gilt natürlich auch bei Kunst- und Kulturförderungen. 80 Prozent gehen an Institutionen direkt und hier wird sehr wenig eben darauf geachtet, ob die Gelder, die man bekommt als Institution, dann eben auch zu Geschlechtergerechtigkeit beitragen. Und ich glaube, das ist ein ganz zentraler Punkt, den man sehr einfach und gut auch umsetzen könnte. Gender Budgeting sozusagen auch bei den Kulturförderungen beziehungsweise bei den Institutionen stärker verankern und etablieren. Ein zweiter Punkt ist natürlich, Förderungen auch an Bedingungen zu knüpfen. Frauenförderpläne, auch etwas, wo wir vielfach in der Privatwirtschaft, so wie Quoten, Frauenförderpläne fordern. Und auch das ist etwas, wo man sehr, denke ich, mit wenig Mittel, aber sehr nachhaltiger Wirkung Frauen, Künstlerinnen, Kulturschaffende aktiv unterstützen kann und auch unterstützen muss. Also Gender Budgeting auf der einen Seite und eben unter anderem Frauenförderpläne. Ich glaube, das sind zwei ganz, ganz, ganz konkrete Punkte, wo man eben auch Förderungen so aufteilen kann und auch aufteilen muss, dass sie eben auch gerechter ankommen bei den betroffenen Personen. Einen Punkt, den ich auch noch ansprechen möchte. Ich wäre als Frauenministerin sehr froh, wenn es einen Frauenbericht tatsächlich in den vergangenen fünf Jahren regelmäßig gegeben hätte. Der letzte Frauenbericht ist noch viel, viel älter. Und auch das spiegelt, denke ich, dennoch eine Parallele wieder. Dass dort, wo Ungleichheiten noch wie vor sichtbar sind und wir sie auf jeden Fall tagtäglich fühlen, spüren und ja, die dennoch auch mit statistischen Zahlen unterlegt werden können, dass es Personen, in dem Fall auch Frauen geht, denke ich, ist einerseits eben der Gender Report im Kunst- und Kulturbereich zentral, aber auch eben ein Frauenbericht allgemein für Österreich. Auch den werden wir in dieser Periode anstoßen, neu auflegen, weil das ist dringend an der Zeit. den werden wir in dieser Periode anstoßen, neu auflegen, weil das ist dringend an der Zeit. Und auch hier ist natürlich das Thema, in welchen Bereichen arbeiten die Frauen und wo sind sie mit prekären Bedingungen konfrontiert, wie der Kunst- und Kulturbereich. Das ist natürlich auch etwas, mit dem wir uns dann in einem neuen Frauenbericht befassen müssen. Und ich denke, dass wir da sehr viel auch auf bereits bestehende Zahlen, Daten, Fakten und Berichte beziehungsweise Grundlagen auch durch den Gender Report zurückgreifen können. Das ist extrem wichtig. Also hier muss man die Berichtslegungen dann auch gut verschneiden, damit man eben das Maximum an Lösungen und an politische Antworten auch geben kann und die Rahmenbedingungen entsprechend verändern kann. Und eine Parallele, die ich noch ansprechen möchte, weil sie nicht nur im Kunst- und Kulturbereich, sondern auch im Wissenschaftsbereich immer wieder sichtbar wird. Globaler Norden und globaler Süden. Und hier absolut nicht nur den Blick drauf zu werfen, sondern zu überlegen und zu unterstützen, wie eben die Berufs- oder Bildungswahl nicht noch stärker vom Geldbörserl der Eltern oder vom eigenen Hintergrund abhängt. Ich glaube, das ist unabdingbar wichtig. In vielen Bereichen wird sehr oft auf Exzellenz oder Großartigkeit oder sonst irgendwas abgezielt und wir wissen alle, natürlich kann Kreativität in jeder Familie und in jedem Kind in Wahrheit vorkommen. Wenn wir aber diese Potenziale nicht heben, entgeht uns definitiv etwas als Gesamtgesellschaft. Und das ist im globalen Süden genau dasselbe Fall wie im globalen Norden, aber dennoch haben wir hier einfach extrem große Ungleichheiten. Und dieser ganz spezifische Blick, denke ich, ist nochmal besonders wichtig, weil sonst kann man definitiv nicht von Inklusivität sprechen. spartenübergreifende Kunstschaffende. Wie glaubst du, wirkt sich das in deinem Arbeitsalltag aus? Würdest du da Verbesserungen spüren, wenn das jetzt kommen würde? Also ja, auf jeden Fall, was jetzt die großen Institutionen betrifft, glaube ich, gibt es auf jeden Fall Verbesserungsbedarf, dass es da nicht nur Empfehlungen gibt, also zum Thema Fair Pay oder Geschlechtergleichheit, sondern wirklich das an Förderbedingungen geknüpfte, weil ich glaube mit Empfehlungen kommt man nicht weit, wenn es dann nicht sanktioniert wird, wenn sie die Institution nicht daran haltet. Und generell auch die Besetzung von Stellen in den großen Institutionen. Also mir als Künstlerin, ich will eigentlich noch, also ich habe viele Erfahrungen gemacht mit männlichen Kuratoren, Museumsdirektoren und so weiter, dass ich eigentlich auch glaube, dass da viel mehr Awareness braucht in der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen, weil also ich eigentlich nur mal mit Frauen oder Flinterpersonen oder non-binären Menschen zusammenarbeiten will, nach meinen Erfahrungen und ich glaube vielen meiner Kolleginnen geht es genauso nach negativen Erfahrungen, die man in großen Institutionen oder Institutionen macht. Also das ist nicht nur für Österreich beschränkt, sondern leider international und da braucht es eben auch, es gibt eh Anlaufstellen, aber es kommt leider noch immer viel zu oft vor, also dass diese Machtverhältnisse spürbar werden, Übergriffe, Kommentare, also Dinge, die einfach meine männlichen Kollegen nicht erleben in ihrem Arbeitsalltag. Wenn ich da ganz kurz einhaken darf. Ich denke, das ist wirklich ein zentraler Punkt und insbesondere das Ausnutzen von Machtverhältnissen oder eben auch Gewalt, die man erlebt in Einrichtungen, das darf auf keinen Fall sein. Wir haben deswegen sehr bewusst auch im Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen ein Kunst- und Kulturkapitel drinnen und da geht es nicht nur und darf es vor allem nicht nur darum gehen, Schutzmaßnahmen zu etablieren als verpflichtenden Aspekt bei Förderungen, definitiv verpflichtende Schutzkonzepte, sondern auch Sanktionen, wenn etwas passiert. Also es muss ja auch ein Kulturwandel in den Institutionen insofern stattfinden, dass man nicht nur präventiv arbeitet, sondern wir wissen, es kommt vor und wenn was vorkommt, dann muss es auch Konsequenzen geben und das kann man beispielsweise dadurch etablieren, dass es dann wirklich auch eben zu finanziellen Sanktionen kommt für die Institutionen. Das Geld ist oftmals ein Hebel, das sage ich an dieser Stelle als Sozialdemokratin, das ist vielleicht in dieser Situation aktuell schwierig, aber ja, auch wir haben definitiv Hausaufgaben zu erfüllen, soll heute nicht das Thema sein, aber ich denke trotzdem, dass finanzielle Sanktionen ein Hebel sein können und die müssen halt dann schmerzhaft sein. Darf ich was sagen? Darf ich was sagen? Ich stelle mir vor, Arbeitsgruppen, die wirklich ins Auge halten, diesen intersektionellen Anspruch. Weil die Gewalt ist, man braucht nicht an Femizid und Gewalt zu reden. Die Gewalt ist sehr still. Die Künstlerinnen arbeiten irgendwie. Und die Vereine schaffen es irgendwie. Aber das ist eine Aufgabe, die sie so nicht erledigen sollten. Ich habe es vorhin erwähnt. Wie sind diese Formulare von den Förderungen? wie sind diese Formulare von den Förderungen? Es gibt sogar, wenn dies auch einige fliegende Kriterien berücksichtigt, das wäre für mich ein Fortschritt. Und wie du gesagt hast, okay, sind Menschen, die auch Arbeit machen müssen, dann kommen alle diese Interfektionelle. Welche, ich weiß nicht wie, aber das ist eine Herausforderung. Welche ist die finanzielle Situation von dem Mensch, der diese Forderung sucht. Diese Gruppen sind nicht Gewalt oder Sexismus, das ist wichtig, aber die Gewalt ist sehr still. Und wenn ich darüber rede, ich spüre es auf meinem Rücken, weil wir tragen, und die Vereine, mit denen ich arbeite, die in dem Sozialbereich sind und auch im Kulturbereich, arbeiten unter einigen Verhältnissen, die unglaublich sind. Und wir sprechen über Budget auch. Wie wird diese Budgetierung gemacht? Für das Soziale, das ist ein Trennwald. Sozial, kulturell, Kunst, Frau. Das ist alles verknüpft, das Finanzielle. Darf ich da vielleicht ganz kurz anmerken? Eine unserer Empfehlungen war, wieder interministerielle Arbeitsgruppen einzuführen. Die sogenannten IMAGs. Das heißt, verschiedene Repräsentanten und Repräsentantinnen der verschiedenen Ministerien, also eben Sozialministerium, Frauenministerium, Finanzministerium, Kunst- und Kulturministerium und die setzen sich alle zusammen an einen Tisch und schauen, wie sie die Situation von Künstlerinnen verbessern können. Diese IMAGs wurden zwischenzeitlich abgeschafft und ich habe einen Luftsprung gemacht, wie ich es mir gerne wünschen würde. Ich darf nicht krank werden, das kennst du sehr gut, das kenne ich sehr gut. Wenn ich dann meine Fördergelder nicht abrechnen kann, weil ich krank war, das sind alles extreme Stresssituationen. Wobei ich ehrlicherweise persönlich die Erfahrung habe, dass da die Behörden sehr kulant und entgegenkommend sind, weil wenn man immer verkrankt ist, kann man auch als selbstständige Künstlerin nicht arbeiten, so ist es. Und dann muss man auch nicht alles zurückzahlen. du deinen Auftrag nicht erfüllen kannst und du das nächstes Jahr erfüllst und nächstes Jahr abrechnest, muss es da eine Toleranz geben. Es gibt ja oft Fördergelder, die auf ein Jahr begrenzt sind und dann gibt es einen Abrechnungszeitpunkt, bis dahin muss ich abgerechnet haben und da muss einfach an die Künstlerinnen und Kunstschaffenden kommuniziert werden, du kannst krank werden und wir werden dich nicht zwingen, das jetzt sofort zurückzuzahlen, sondern wir kommen ins Gespräch und wir zahlen es, wenn es wieder möglich ist. Der andere Punkt ist, dass bei diesem, das ja auch zum nationalen Aktionsplan dazu gehört, dass Leute eine eigene Wohnung haben müssen und ein ausreichendes Einkommen und dass Frauen vor allem dann besonders gewaltgefährdet sind, wenn sie nicht rechtzeitig aus nicht mehr funktionierenden Beziehungen aussteigen können und dazu gehört auch die Wohnung. Wenn wir einen engen Wohnungsmarkt haben, dann können die Frauen nicht raus, dann steigt die Gewaltspirale und dann eskaliert die Gewalt. Das habe ich als Privatperson gesagt gerade. Tatsächlich ist es so, dass wir im Gender Report keine sexualisierten Übergriffe oder sexualisierte Gewalt inbarer als die darstellenden Künstler. Also die sind, was Sichtbarkeit anbelangt, sogar den Männern voraus, aber es gibt eben andere Bereiche, wo man einfach ganz andere Arbeitsbedingungen hat. Eine Schriftstellerin hat mit ganz anderen Sexismen, Strukturproblemen zu tun. Es zeigt sich auch, was das Alter anbelangt, dass viel mehr Einzelförderungen an junge Frauen gehen, viel zu wenig Einzelförderungen an ältere Frauen und das blendet auch wieder die Lebensrealität der Künstlerin aus, wenn nämlich die Kinder dann endlich draußen sind, sind sie Thema Alter noch mit zu berücksichtigen. Unter welchen Bedingungen kann eine ältere Künstlerin arbeiten und wie ist sie dann jede Künstlerin im Alter abgesichert? Das heißt, wir brauchen spartenspezifische Erhebungen und ich möchte noch einen weiteren Punkt einheben, dass nicht alle fünf Jahre, also würden wir jetzt unsere vielen Sparten, die wir haben, im Fünfjahresrhythmus erheben, brauchen wir 80 Jahre. Das wäre nicht zielführend. Unser Vorschlag wäre, dass wir innerhalb dieser Fünfjahres-Gender-Reports, die überblicksartig sind und die durchaus auch qualitativ sein können, also mal weg von der quantitativen Erhebung hin zur qualitativen Erhebung, wo wir die Künstlerinnen selber fragen, wie schaut da eine Situation aus. Und dazwischen machen wir die Spartenerhebungen. Also in diesen fünf Jahren gibt es in diesen fünf verschiedene Spartenerhebungen, wäre mein Vorschlag. Ich weiß, das braucht wieder Budget, das wir nicht haben und dem politischen Willen, der auch teilweise nicht da ist, aber Betonung liegt auf teilweise. Und mein letzter Punkt ist, damit wir uns nicht gegenseitig nur anjammern und sagen, es ist alles schlecht und die Welt geht morgen unter, darf ich schon auch erwähnen, der Fair-Pay-Prozess, der hat begonnen 2022, ich müsste mich korrigieren, und hatte ursprünglich ein Budget von 6,3 Millionen. Jetzt hat er 10 Millionen. Also es ist aufgestockt worden. Und es muss natürlich auch, das ist der nächste Punkt, und da kannst du vielleicht von der EG Kultur nochmal sagen, ob das überhaupt bei allen angekommen ist. Was ist der Fair-Prozess, Fair-Pay-Prozess? Wer kann sich das holen und wie funktioniert es? Das wirst du besser wissen. Den Ball greife ich jetzt sehr gerne auf. Also ich mache jetzt keine Serviceveranstaltung daraus, wie es funktioniert, aber es gab oder so hat es begonnen, auf der Ebene des Bundes Zuschüsse zur VRP beantragen zu können, um den sogenannten VRP-Gap zu schließen. Was heißt das? Die Differenz zwischen den Honoraren oder Gehältern, die bezahlt werden wurden und jenen Beträgen, die die Interessenvertretungen empfehlen. Das heißt, das war implizit ja auch zum ersten Mal, und das ist wirklich bemerkenswert und gut, eine Anerkennung dieser Empfehlungen, die die Interessenvertretungen gemeinsam mit Künstlerinnen, sind ja auch Künstlerinnen selbst in den Vorständen, über Jahre hinweg entwickelt haben, weiterentwickelt haben. Und da ist viel getan und genau mittlerweile sind es 10 Millionen, die im Budget dafür vorgesehen sind, um diesen VRP-Gap im Anteil des Bundes zu schließen. Und mit der VRP-Strategie sind auch Länder und Gemeinden als weitere Fördergeberinnen eingebunden. Aber dazu kommt natürlich jetzt diese fatale Situation mit einer Sparpolitik und die freie Szene trifft das insofern, als dass diese 10 Millionen, die zwar jetzt als VRP-Zuschuss weiterhin zweckgewidmet sind, ist genau der gleiche Betrag, 10 Millionen Euro, die an der Kulturförderung in der Freien Szene gestrichen worden sind. Und das heißt, ich fördere zwar weiterhin die faire Bezahlung, aber insgesamt gibt es weniger Budget. Das heißt, manche bekommen halt jetzt kein Budget mehr. Sie bekommen weniger Budget, Wenn ich weniger Budget bekomme, aber einen Raum zu finanzieren habe, Fixkosten habe, ist dann die offene Frage, was kann ich mit den VRP-Zuschüssen, die ich habe, noch machen? Ich muss sie natürlich zweckgewidmet für faire Bezahlung verwenden, aber kann man ganz klar sagen, irgendwer in der Kulturninitiative wird dann wieder gratis arbeiten und unfreiwillig gratis arbeiten. Das ist von Anfang an eine klare Forderung, auch von Interessenverrätungen gewesen, eine klare Vision. Faire Bezahlung kann am Ende des Tages nur erreicht werden, wenn die Budgets insgesamt auch steigen. Das ist im Moment in der Sparpolitik einfach nicht gegeben. Das wird sich weiter verengen. Trotzdem hat der VRP-Prozess etwas enorm Wichtiges angestoßen. Es gibt weiterhin diese VRP-Strategie, daran zu arbeiten. Und zum Budgetpunkt noch das Letzte, diese 10 Millionen Euro in der Kulturszene, die da gestrichen worden sind, also die freie Szene, der institutionalisierte Betrieb, die Bundestheater, Museen, die ganz andere Rechtsgrundlagen haben, da sind auch Einsparungen, aber in einem anderen Ausmaß. Diese 10 Millionen Euro, wenn wir uns jetzt ansehen, wie hier die ökonomische Situation ist bei den Kulturarbeiterinnen und Künstlerinnen, dann machen diese 10 Millionen Euro einfach so viel mehr an Effekt aus, was in diesem Feld fehlt, im Vergleich dazu, was diese 10 Millionen Euro im Gesamtbudget bringen, an Einsparung. Und wenn wir dann wieder auf die feministische Perspektive kommen, wen trifft es denn am meisten? Die, die jetzt schon weniger verdienen. Und wenn da noch was wegkommt, ist es halt nochmal prekärer und prekärer als es vorher schon war. Und wir wissen ja auch, die Armutsgefährdung in Kunst und Kultur ist enorm hoch und das ist ein dominoeffekt, der dann wieder fortgeführt wird. Deswegen super, dass es die 10 Millionen weiter gibt, aber es gibt sie auch wiederum nicht, weil sie ja woanders genauso fehlen. woanders genauso fehlen. Und ich wollte genau noch zurückkommen, genau ein Punkt mit, was sind so Hürden und auch mehr intersektional zu denken und auch in Sprachen zu denken. Was ganz einfaches wäre, dass einfach alles, was mit Förderformularen und Förderinformationen zu tun hat, zumindest in einer zweiten Sprache auch verfügbar ist. Ich weiß, es gibt heute sehr gute Übersetzungsprogramme und das ist wahnsinnig hilfreich für solche Einreichungen. Aber trotzdem ist es eine Hürde, wenn ich einfach noch nicht lange in Österreich bin. Und die Kunst- und Kulturszene ist einfach enorm international. Es sind Kurzauffahrteile, es sind mehrjährige Jahre, die hier gelebt werden. Und es ergibt sich auch wieder mal privat oder beruflich eine andere Situation. Und wer mal migriert, ist migriert vielleicht auch nochmal wieder leichter und ist mehr in der Mobilität. Oder es erfordert auch rein die berufliche Tätigkeit. Und da möchte ich noch zu einem Punkt kommen, weil wir auch so über Strukturen gesprochen haben und was im Moment auch, genau, Arbeitsgruppe, interministrelle Arbeitsgruppe, gibt es auch eine zu rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen und da ist gerade ein richtig großes Thema das Streichen der Zuverdienstgrenze zum Arbeitslosengeld und Notstandshilfebezug. Und dieser Gesetzesentwurf, der war so mit dabei bei den Budgetbegleitgesetzen, da sind 75 oder 74 Gesetzesmaterien in einem großen Paket gewesen und ein Punkt davon war das Arbeitslosenversicherungsgesetz. Und jeder Gesetzesentwurf braucht auch eine wirkungsorientierte Folgenabschätzung und das habe ich mir jetzt nochmal angesehen. Da muss es auch darum gehen, welche Auswirkungen hat das unterschiedlich auf die Geschlechter. Da ist kein großer unterschiedlicher Effekt festgestellt worden, also in der Einschätzung durchaus, aber die Anmerkung, dass es in absoluten Zahlen Männer mehr betrifft, weil in absoluten Zahlen mehr Männer, aber so ist es gar nicht in das Detail gegangen. Aber was so meine Message ist, was aber nicht dabei berücksichtigt worden ist, Frauen verdienen ja schon weniger, haben dementsprechend weniger Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe. Wenn ich dann nicht dazu verdienen darf, trifft das Frauen natürlich ungleich härter. Und sowas ist schon brutal dann zu sehen, wie sowas in einer Folgenabschätzung einfach ignoriert wird, was das im realen Leben dann als Effekt hat. Wenn wir uns das jetzt ansehen, wer verdient dazu? Es gab ja diese immer wieder viel zitierte WIFO-Studie und die sagen auch ganz klar, die haben bei 22 Szenarien durchdekliniert, was sind mögliche Justierungen in der Arbeitslosenversicherung, die in der politischen Debatte waren und welche Auswirkungen hat das. Und bei allen 22 Szenarien war der Befund, es trifft Frauen ungleich stärker, Frauen werden von den Kürzungen ungleich stärker überproportional hoch das zu spüren bekommen. Gleichzeitig gibt es auch vom Arbeiterkamm und ÖGB eine sehr klare Ansage in einem Factsheet, wo sie vorgerechnet haben, das ist von 2022, in dem Malanser sind sie nicht so stark verändert, dass 50 Prozent der Frauen, die zum Arbeitslosengeld geringfügig dazu verdienen, schaffen es damit überhaupt erst die Armutsgrenze zu erreichen. Und ich finde, klarer kann die Aussage fast gar nicht sein, wie das Braun ganz besonders betrifft. Und jetzt ist diese Umsetzung in Kraft. Es ist seit 1.2.2026. Und da ist auch nochmal so ganz klar der Appell Richtung Regierung, da braucht es einfach auch aus einer feministischen Perspektive unbedingt eine Reparatur. Es waren zunächst vier Ausnahmen, es gab im Dezember dann noch eine Welle zu einer fünften Ausnahme. Wir hören auch immer wieder, ja, wir können nicht so viele Ausnahmen machen und es gibt ja schon einige Ausnahmen, es ist schon entschärft. Es gibt keine Ausnahme für alle Armutsbetroffenen, es gibt keine Ausnahme für alle Frauen. Und dann ist natürlich die Frage, wie viele Ausnahmen denn noch, um es noch komplizierter zu machen. Also unsere Forderung als Interessenvertretung ist ganz klar, diese streichende Zuverdienstgrenze zurückzunehmen, weil auch eine siebzehnte Ausnahme jetzt für Künstlerinnen oder für alle, die Kunst- und Kultur arbeiten, Auch eine siebzehnte Ausnahme jetzt für Künstlerinnen oder für alle, die Kunst und Kultur arbeiten, wird am Ende des Tages nicht funktionieren, weil Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen auch nicht nur in Kunst und Kultur tätig sind. Sie brauchen auch andere Einkommen. Sie wollen auch andere Branchen haben, in denen sie tätig sind. So sind einfach Lebensrealitäten. Und nochmal verstärkt eben in Kunst und Kultur, aber genauso in der freien Wissenschaft. nochmal verstärkt eben in Kunst und Kultur, aber genauso in der freien Wissenschaft, es gibt nicht den lebenslangen Job, der eine Vollversicherung über Jahre hinweg bringt, also gibt es schon auch vereinzelt, aber wenn ich einen Dreh habe als Schauspielerin, als Kamerafrau, Regisseurin, der dauert einfach ein paar Wochen und dann ist die Beschäftigung vorbei und wenn das jetzt, keine Ahnung, Beispiel, Co-Produktion UF, wir wären ja auch nicht interessiert, permanent die gleichen Schauspielerinnen, die gleichen Leichen im Tatort, die gleichen Personen immer zu sehen. Oder auch Bundestheater, die haben ja teilweise fix angestellte Schauspielerinnen, aber natürlich auch freie andere Schauspielerinnen, weil es das für gewisse Rollen auch braucht. Danke, dass Sie diesen Elefanten im Raum auch ansprechen. Weil, wenn wir ganz ehrlich sind, es ist das bestimmende Thema aktuell in der Kunst- und Kulturszene, das Thema Zuverdienstgrenze bzw. Abschaffung des Zuverdienstes beim Arbeitslosengeld. Und ich kann Ihnen da noch sagen, ich habe natürlich auch mit dem Kunst- und Kulturminister vorab nochmal gesprochen vor dieser Diskussion. Und ich weiß, dass für ihn die aktuelle Regelung so nicht in Ordnung geht. Und wir unterstützen ihn da natürlich auch aus frauenpolitischer Perspektive. Weil wenn dann letzten Endes die Situation jene ist, dass man sich entscheiden muss, entweder ich arbeite etwas, also muss ja gar nicht im Kunst- und Kulturbereich immer sein, sondern ich suche mir einfach was anderes oder ich lebe ausschließlich in Arbeitslosen- oder Notstandshilfe, dann ist das natürlich für viele Personen im Kunst- und Kulturbereich überhaupt nicht zufriedenstellend und kann natürlich auch Kreativität hemmen, kann irgendwie die Zukunftsperspektive sehr stark hemmen. Und von dem her weiß ich, dass das eben im Kunst- und Kulturressort etwas ist, wo man wirklich drauf und dran ist, eine Lösung zu finden. Und ich kann Ihnen da nur sagen, dass wir da absolut unterstützen, eben aus der frauenspezifischen Perspektive. Weil, wie Sie richtig sagen, in diesem Bereich trifft es vorwiegend Frauen und deswegen braucht es da auf jeden Fall eine Lösung. Also noch kurz nachhaken, das ist in der ministeriellen Arbeitsgruppe jetzt auch Thema, das wird noch ein bisschen dauern, bis das Thema genau auf einer Agenda stehen wird in einem Termin, aber so eine Bitte wäre, wir hätten gerne einen Termin mit der Sozialministerin, weil im Moment laufen wir dort noch gegen Wände. Wir würden uns wünschen, einen Termin mit der Sozialministerin, weil im Moment laufen wir dort noch gegen Wände. Wir würden uns wünschen, einen Termin mit der Frauenministerin und der Sozialministerin gemeinsam, um da den direkten Kontakt zu haben, um mit der Sozialministerin da mal ins Gespräch zu kommen. Und wir schätzen auch sehr die Unterstützung natürlich des Kulturministers in der Sache. Da sind wir auch im Gespräch. Das nehme ich auf jeden Fall sehr gerne mit. Und da können wir uns dann nachher noch austauschen, wie wir da am besten Termine einfädeln. Danke. Danke. Cool. Ich finde das eine wunderbare Idee, interministerielle Gesprächsstunden, wo alle Zuständigen und Verantwortlichen beieinander sitzen und man nicht drei verschiedene Termine machen muss. Effizienz von Frauen. Wunderbar gut, bitte darum. Vielleicht können wir es nachher noch diskutieren, aber ich würde ja gerne wissen, was erwartet sich oder hat sich die Regierung erwartet davon, dass sie sehenden Auges Armut produziert mit dieser Maßnahme. Was ist das Ziel? Warum hat man die Zuverdienstgrenze abgeschafft? Oder diese Zuverdienstmöglichkeit? Was wollte man damit? Weil da ist ja irgendein Gedanke dahinter, nehme ich mal an. Naja, die Intention oder beziehungsweise wie die Regelung geschaffen worden ist, war der Kunst- und Kulturbereich, muss man offen sagen, so nicht im Fokus, sondern es ist mehr um andere Bereiche gegangen, wo man geglaubt hat oder der Verdacht dahinter war, dass durch eben den Zuverdienst, der Eintritt in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis, das die Eigenständigkeit sichern soll, schwieriger gemacht wird, weil man dann nicht Vollzeiterwerbstätig sein kann, kein Angebot bekommt, keine Stelle findet oder auch nicht möchte und das war der Hintergedanke. Aber das betrifft vermutlich gänzlich andere Branchen als die Kunst- und Kulturszene in dem Bereich. Und da sind wir wieder bei dem Grundthema, dass es zwar vielfach aus frauenspezifischer Perspektive Parallelen zu anderen Themen gibt, aber auch eben ganz, ganz große Unterschiede. Und das ist wohl einer der sichtbarsten, wenn wir über ökonomische Unabhängigkeit sprechen und irgendwie die Unterstützung von Selbstbestimmung von Frauen, dass man eben zum Beispiel beim Thema Zuverdienst oder eben überhaupt ökonomische Möglichkeit für ein sicheres Leben hier im Kunst- und Kulturbereich vermutlich andere Maßnahmen benötigt als in anderen Branchen? Also ich möchte noch anmerken, es kann nicht jeder und jede voll berufstätig sein. Das ist nämlich der nächste Punkt. Vielleicht müssen wir diese voll berufstätige und Vollbeschäftigungsfantasie nochmal neu diskutieren, ob das und wo es Sinn macht, sie anzuwenden und wo es keinen Sinn macht, sie anzuwenden. Da wären wir dann bei einer anderen Diskussion, nämlich grundsätzlich, was ist Arbeit und wie viel Arbeit wird entlohnt und welche wird wie entlohnt und wann. Anderes Thema. Ich würde gerne nochmal zurückkommen zu einem Phänomen aus der Studie und auch, das jetzt vorhin auch von dir angesprochen wurde, nämlich die Interdisziplinarität der Künstlerinnen und auch die spatenübergreifende Arbeit der Künstlerinnen. Also man kann oft nicht sagen, die ist Malerin, die ist Tänzerin, die ist Filmerin, die ist Schauspielerin, die ist Bildhauerin. Manchmal sind das die Künstlerinnen in einer Person. Und das ist ja auch das Schöne und das Gute an der Kunst, dass sie sich nicht an Spaten halten, dass sie die Spaten überschreiten, dass sie die Gruppen, die sozialen Bereiche, auch die Themen überschreiten und da bleibt man eben nicht in seiner Spate. Und ich denke, auch da, glaube ich, müssen wir ein Stück weit weiter denken. Natürlich ist das ein Verwaltungsinstrument. müssen wir ein Stück weit weiter denken. Natürlich ist das ein Verwaltungsinstrument. Wir haben in unserer Studie, da gibt es zwei Kategorie, Kataloge sozusagen. Einerseits das Likus-System, das in den 80er Jahren entwickelt wurde von einem Staatsbeamten, der eben versucht hat, das, was die Frauen und Männer in der Kreativwirtschaft machen, einzuschachteln in die Verwaltungslogik. Und das sage ich Ihnen aus meiner eigenen Erfahrung, das ist eine enorme Übersetzungsleistung, die beide Seiten machen müssen. Also die Verwaltung tickt völlig anders als die Kunst und Kultur und die Kunst und Kultur tickt völlig anders als die Verwaltung. Und das sind zwei Fremdsprachen. Und die müssen übersetzt werden immer wieder. Also in diesem Sinne glaube ich schon, dass es Sinn macht für die Budgetüberprüfung und über die Zielüberprüfung und Verwendungs Und einen Punkt haben wir noch gar nicht angesprochen, nämlich das Publikum. Wer konsumiert denn Kunst und Kultur? Wer hat was davon? Und da haben wir beispielsweise im Gender Report feststellen müssen, dass fast keine Kunst- und Kultureinrichtung Publikumserhebungen macht. Und zwar knapp 20 Prozent und die teilweise nur rudimentär. Das heißt, wir haben mehrere Phänomene. Wir haben einerseits, ich spreche jetzt mal ganz plakativ, bei Bildern der Kunst, wir haben die, die Kunst sammeln. Das sind historisch gesehen meistens die, die Geld haben und das sind weiße Männer der herrschenden Oberschicht. Da wissen wir dann auch, was sie sammeln. Und die bringen dann ihre gesammelten Kunstwerke in eine Privatstiftung ein, für die sie keine Steuern oder sehr wenig Steuern zahlen müssen. In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn man endlich einmal Privatstiftungen besteuert. Und das Thema der Steuern, also Einnahmen durch Steuern, noch viel heftiger thematisiert und vorantreibt, als ständig beim Sparstift anzufangen. Wir entgehen wahnsinnig viele Gelder, weil einfach keine Steuern eingehoben sind. Und das ist Geld, das ist da. Das ist nicht irgendwo verschwunden. Wir gritschen dauernd in die Moderation rein. Es tut mir total leid, so kompetente Moderatorin. Du musst dich wehren. Ist voll okay, ich lasse dich den Gedanken noch rausnehmen und dann nehme ich den ersten Punkt nochmal auf. Genau, und dann kommen wir wieder zurück zum Publikum. Wer geht denn ins Theater? Wer geht denn in die Kinofestivals? Wer schaut sich denn das Museum an? Wer macht denn die Museumsführungen mit? Und da fehlen uns tatsächlich und definitiv Daten. Wir wissen es intuitiv, Frauen kaufen die Karten, Männer gehen mit, weil die ganze Organisationsarbeit machen die Männer nicht sehr gern, da müssen wir noch nachtelefonieren und sagen, Schatzi, weißt du, dass wir heute Abend Theater haben. Das kennen viele Frauen. Und auf der anderen Seite haben wir dann aber auch ganz viele Gruppen in der Gesellschaft, die aufgrund der Sprachschwierigkeiten, nicht einmal Sprachschwierigkeiten, sondern einfach aufgrund des nicht herangeführt worden Seins an diese Bereiche unserer Gesellschaft, und das braucht jede und jeder ein Stück weit, gar nicht hineinfinden würden. Und dann sind die Hürden enorm hoch. Ich sage momentan nur, weil es mir gerade vor ein paar Wochen entgegengekommen ist, extrem hohe Eintritte im Kunsthistorischen Museum, das kann sich kein Mensch leisten. Oder Albertina, ich kann mir den Eintritt in die Albertina nicht mehr leisten. Genau, also da müssen wir dann auch strukturell noch einmal hinschauen, wen wollen wir denn im Museum haben? Und ich habe den Eindruck, jetzt nehme ich nur die Museen, da wollen wir ganz bestimmte Leute nicht haben. So kommt es mir momentan vor. Also Barrierefreiheit auch in diesem Sinne hinein in die Kunst- und Kulturbereiche, weil ich finde auch Kunst und Kultur generell ist ein Lebensmittel, wie die Emy Werner gesagt hat. Und das brauchen wir alle. Ich schaue zu Renate Heitz, Landtagsabgeordnete in Oberösterreich, ob eigentlich der Jugend-Kunst- und Kulturpass schon eingeführt worden ist. Jugendkunst- und Kulturpass schon eingeführt worden ist. Seit langem beschlossene Sache, dass in oberösterreichischen Museen eigentlich freier Eintritt, genau, beschlossen worden wäre. Gibt es noch nicht. Und jetzt grätschen wir nicht mehr in die Moderation rein. Dankeschön. Ich würde da gerne kurz anschließen, aber ich würde nicht reingrätschen. Aber darf ich da eine Frage mitgeben, wo du es anschließen kannst? Weil du hast es ja eben erwähnt, dass du dir den Eintritt nicht leisten kannst. Das heißt, da geht es ja auch darum, welche Lebensrealitäten werden mitgedacht und welche werden nicht mitgedacht. Und du hast ja auch sehr viele Erfahrungen jetzt bei den Förderanträgen. Und als spartenübergreifende Person, wo fühlst du dich dann eigentlich sichtbar und wo bist du eigentlich unsichtbar? Oder wo musst du dich in ein Kastl reinstecken, damit das ins System unter Anführungszeichen passt? Also du meinst jetzt bei den Kategorien? Ja, eben das ist bei mir je nach Projekt, was ich gerade oder welches Medium ich umsetze. Also manchmal ist es ein bisschen unkonkret auch für mich. Natürlich wäre es gut, eine interdisziplinäre Kategorie zu haben, wo alles reinpasst, aber eben es gibt entweder bildende Kunst oder eben ein bisschen Medienkunst, wo Video dann noch reinfällt oder eben Musik. Aber ich muss mich da immer so ein bisschen durchschlängeln, wo ich einreichen kann oder wo es irgendwie gerade passt. Also ich weiß aber nicht, ob eine interdisziplinäre Kategorie zusätzlich eher zum Nachteil wäre, also weil ich dadurch vielleicht auch mehr Fördermittel im Moment kriegen könnte für meine Projekte, als wenn ich es nur in eine Kategorie einreichen könnte. Und dann könnte ich definitiv nicht überleben, glaube ich. Und wo ich jetzt noch anschließen wollte, ist eben der Hinweis, wer konsumiert Kunst, wer sammelt Kunst und auch Steuer und auch wenn es um die Querschnittsmaterie von Kunst und Kultur geht, zu anderen Bereichen, möchte ich halt auch die Bemerkung oder meinen Eindruck schildern, von Kunst- und Kulturförderungen habe ich den Eindruck, da geht so über 70% direkt in die Wirtschaft, also es ist eigentlich eine indirekte Wirtschaftsförderung, es geht das meiste Transporte, Kunstmaterialien, Druck, Rahmenmacher, also es fließt fast alles wieder in die Wirtschaft, was eigentlich das also ein bisschen was, also Minimalbetrag in mein Honorar, aber sonst ist es eigentlich eine direkte Wirtschaftsförderung und da kann man, glaube ich, irgendwie eine Maßnahme ergreifen, zum Beispiel mit der Mehrwertsteuer, die sich die Regierung eh wieder zurückholt dann. Also, ich glaube, da ist irrsinnig viel Geld da, was man auch, also ich glaube, anders oder direkt den Künstlerinnen wiedergeben könnte. Vielleicht möchtest du, Adrena, ja, ich wollte dich eh gleich gerade anschauen, das auch aufgreifen, weil wenn du dann auch Förderung bekommst, da geht ja dann auch voll viel rein in Räumlichkeiten. Wie siehst du das? Wie viel bleibt dann eigentlich für die kunstschaffende Person selbst? Welche Kunst wird konsumiert auch? Und welche Kunst hat einen Wert? Ja, weil wir sprechen jetzt von Institutionen, aber die Kunst, die wir auch hier beim Verein Maiso für ein Kollekt zu machen, so niederschwellig möglich, um zu hören, was die Menschen denken, um soziale Transformation zu ermöglichen. Ja, wir müssen über Wirtschaft reden, aber wie soll letztendlich Kunst? Weil Kunst hat diesen transformativen Charakter. Wir können uns andere Welten vorstellen, wir können uns die Zukunft vorstellen, andere Strukturen vorstellen und so weiter. Okay, das braucht Zeit, diese Transformation. Wir sprechen über diese Institutionen, die doch eine Förderung bekommen. Eine Idee wäre, meine gute Freundin Martina, okay, diese Martina Lorenz, diese Institutionen sollten auch Raum geben für die alternative Szene. Zum Beispiel, wir haben ein Musiktheater, ein Brückenhaus, eine Tanzuniversität, aber wo können die Performerinnen hier in Linz performen? In Sonnensteinloft, dank einem der Vereine Red Zapata, aber der Musiktheater hat auch einen Black Box oder Brüggenhaus kann anders gestaltet werden, damit wir mehr Bühnen haben, auch für Produktion, aber auch um die Kunst zu zeigen. So, es sind verschiedene Aspekte. Eine, diese Gruppe, die nicht vielleicht erwähnt wird, welche in der Wirtschaft, okay, was bringt uns diese Gruppe? Die Geflüchteten, die auch Kunst konsumieren. Ja, das ist alles. Moment. Danke. Ja, das ist alles. Momentan. Das ist für die Produktion und die Kunst zu sagen, aber Arbeitsraum auch. Wir haben darüber geredet. In Wien gibt es diese fünfjährige Ateliers für Künstlerinnen. Wir brauchen, dass die Stadt, also in Linz, dass das auch passiert. Und auch ein bisschen weg von diesem Projekt, logisch, wir sind immer ständig beim Schreiben und wir sind in der Mitte des Projektes und dann müssen wir wieder an das nächste Projekt denken, aber wir sind voll beschäftigt. Wenn wir auch eine Künstlerin, wenn Künstlerinnen auch eine Basisunterstützung hätten und auch die Vereine, nicht jährlich, sondern drei oder hoffentlich fünf Jahre, dann kann man interessante Sachen machen und nicht immer so nach Luft schnappen müssen. Ich möchte nochmal ein Plädoyer für Kunst und Kulturarbeit natürlich halten in einer anderen Form, nämlich mit der Perspektive auf Publikum und kulturelle Teilhabe. Also kulturelle Teilhabe sehe ich schon immer auch einerseits. Ich kann Kunst und Kultur machen, mir stehen die Möglichkeiten offen, aber ich kann Kunst und Kultur besuchen, konsumieren, hören, wahrnehmen, teilen. Das sind ja auch Treffpunkte. Und da finde ich ganz, ganz wichtig auch noch zu betonen, wie wertvoll kulturelle Teilhabe ist im Sinne einer Stärkung von Demokratie, im Sinne von ganz, genau, Stärkung von Demokratie. Und ich wollte eine Studie da noch herausgreifen, dass kulturelle Teilhabe Demokratie stärkt. Das ist in mehreren Studien sehr, sehr anschaulich belegt. Aber es gibt eine Studie, eine italienische, mit dem Titel dann Knocking on Hell's Door. Und die zeigt auf, wie sehr ein Prozent mehr kultureller Konsum zu führt, dass Hasskriminalität um 20 Prozent sinkt. Und das beginnt von Verhetzung, von Drohungen über Übergriffe bis hin zum Mord. Und das finde ich schon sehr, sehr spannend und wertvoll zu betonen, weil ein Prozent mehr Kulturkonsum ist wirklich nicht viel. Es wird sicher einen Unterschied machen, wie niederschwellig ist etwas. Und da glaube ich ganz groß an die Kraft gerade von Kulturninitiativen mit niederschwelligen Angeboten. Und es macht sicher auch einen Unterschied, nehme ich an einem Chorbesuch mal teil oder mache ich, nehme ich sogar teil oder besuche ich ein Konzert oder gehe ich ein Museum, wo das Ticket schon 25 Euro kostet. Und das finde ich gerade angesichts der politischen Lage auf Bundesebene, aber auch in vielen Bundesländern, diese starke Zunahme von den Rechten in jeder Wahl und auch auf der Bundesebene. Ich finde es immer ein bisschen so täuschend, weil diese stärkste Partei jetzt nicht in der Regierung sitzt, heißt nicht, dass sie unsichtbar ist, sondern die arbeiten sich vor. Und gerade deswegen auch nochmals Plädoyer in Kunst und Kultur zu investieren, das lohnt sich, das ist wirklich notwendig und wertvoll für die Stärkung der Demokratie, die wir alle ja wirklich verteidigen müssen. Die Stärkung der Demokratie, die wir alle ja wirklich verteidigen müssen. Eine Nachbemerkung wollte ich noch machen, weil hier ganz konkret KHM und Albertina und die enorm hohen Eintrittsweise angesprochen worden sind. Es gibt seit vielen Jahren, eigentlich Jahrzehnten, einen Künstlerinnen-Ausweis, einen internationalen, von der International Association of Artists. Der wird in Österreich auch ausgestellt von der IG Bildende Kunst. Und mit diesem Ausweis können bildende Künstlerinnen in wirklich viele Museen gratis hinein, aber nicht in die Albertina und nicht mehr ins Kunsthistorisches Museum. Und da findet, jetzt eine Einladung, diese Woche am Donnerstag eine Protestaktion in Wien vor dem Kunsthistorisches Museum um 16 Uhr statt. Und ich lade alle herzlich ein, da dabei zu sein und gegen diesen Ausschluss, diese nicht mehr Akzeptanz des Künstlerinnenausweises dort zu protestieren. Nähere Infos auf der Website der IG Bildende Kunst. Ich bin in einer anderen Funktion auch immer wieder mit Geschichte und auch mit Kunstgeschichte beschäftigt und ich darf an dieser Stelle festhalten, dass erstens all diese Häuser mit unserem Steuergeld finanziert werden. Wir alle finanzieren das mit unseren Geldern. Das ist ja ein Quell, der nicht vom Himmel. Der zweite Punkt ist, dass wir ja, und da müssen wir schon ein bisschen in die Geschichte schauen, die Ausgliederungen hatten. Es war schon mal anders. Es war schon einmal so, dass tatsächlich all diese Museen, Bundesmuseen und zwar voll rechtskräftige Bundesmuseen waren und die sind ausgegliedert worden. Das heißt, sie sind teilprivatisiert worden. und das hat die Dynamik angekurbelt, dass jetzt plötzlich der Markt sozusagen hereingespült werden soll. Und da haben sich gerade diese beiden Museen auf diese Strategie ein Stück weit auch hingetrieben gesehen, nämlich Blockbuster-Ausstellungen. Blockbuster ist im Übrigen ein Begriff aus dem Militär. Das sind Bomben, die große Bereiche zerstören. Also in diesem Sinne auch ein bisschen unsere militarisierte Sprache, die wir schon lange haben und die jetzt wieder ganz gut passt. In diesem Sinne muss man auch ein bisschen schauen, wer hat denn diese Ausgliederung der Universitäten und der Museen gemacht? Wer hat denn überhaupt so eine Konstruktion wie die Privatstiftung Leopold möglich gemacht? Das waren immer wieder auch entweder einerseits große Koalitionen, aber sehr stark getrieben auch von der ÖVP. Das muss man offen dazu sagen. Also die Partei, die auch ganz viel mit ihren Klientels in diese Museen geht und die Publikum dort sind. Und wir müssen immer wieder auch in die Geschichte schauen, es geht anders, es war schon mal anders, das ist das, was ich damit sagen möchte. Und um zu dir nochmal zu kommen, also diese transformative Kraft und diese Kräftebündelei durch Anträge schreiben, was wir da an Energie, ich bin ja auch Kulturschaffende, ich reiche Klein- und Kleinstbeträge ein auf niedrigster Ebene, nämlich auf Bezirksebene. Und was das Zeit und Geld kostet. Und dann werden wieder Gelder zurückgehalten ohne Vorwarnung. Plötzlich werden sie zwei Monate nicht ausgezahlt. Dann wird wieder was Neues, eine neue Richtlinie ohne Vorankündigung. Wir stehen wieder zwei Monate ohne Geld da. Oder es ist während Covid jahresübergreifend möglich gewesen, abzurechnen und das war sinnvoll und das hätte man einfach weiterführen können. Jetzt muss man wieder mit Jahresende abrechnen und hat wieder engere Abrechnungsfristen. Kabarett, weil es teilweise tatsächlich absurde Situationen gibt und ich weiß schon, wie vorhin gesagt, das hat manchmal mit dieser Übersetzungsleistung von Verwaltung und Kunst zu tun, aber gleichzeitig hat das auch wirklich strukturelle Probleme und ich finde deine Anregung wahnsinnig gut, machen wir doch die großen Häuser, die eh so riesen viel Geld bekommen, hier und da auf für die kleinen Initiativen, die um Räume kämpfen, die um Zeit kämpfen, die um Ressourcen kämpfen, dann einfach denen diese Räume für Üben, für Performance, für alles Mögliche zur Verfügung stellen. Die Räume sind da, das Geld ist da, man muss es nur einfach anders ordnen. Danke. Ich werde jetzt dann auch gleich den Punkt der Projektförderung aufgreifen mit einer Frage an unsere Frauenministerin. Nur für das Publikum zur Vorbereitung. Wir werden dann bald das Gespräch öffnen. Das heißt, Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Es wird ein Mikrofon durchgegeben. Sie dürfen sich gerne vorbereiten auf Ihre Fragen. durchgegeben. Sie dürfen sich gerne vorbereiten auf Ihre Fragen. Wir haben es jetzt schon von mehreren Personen gehört, Projektförderungen und vor allem, wie intensiv das ist, dass man Antrag nach Antrag schreibt und dann das vielleicht eine Einjahresfinanzierung ist, wenn überhaupt, und Basisförderungen eben halt nicht möglich sind. Und dann gibt es immer NGOs wie oder Vereine wie 52. 52 berät seit 1998 kostenlos zu Förderungen, Sozialversicherung, Diskriminierung, Visa und noch ganz viele Punkte und finanziert sich über Mitgliedsbeiträge von 15 Euro im Jahr und Projektförderungen. Und das ist halt einfach super prekär, weil dann halt einfach die Planbarkeit von der Arbeit sehr, sehr erschwert ist. Geht da bitte mehr? Mehr Jahre? Also ich kann Ihnen sagen, aus dem Bereich, für den ich zuständig bin, wo es ja auch vielfach um Förderungen geht, dass wir schon überlegen und versuchen und ich glaube, das ist etwas, was auf viele Bereiche eben zutrifft, dass man Projektförderungen wirklich auch längerfristig denkt. Auch aus einer demokratiepolitischen Perspektive, wo ich kurz eine Lanze brechen möchte für die Autonomie der Universitäten. Also ich glaube, das ist schon sehr wichtig, dass wir die haben und dass da keine enge Anbindung mehr besteht zum Ministerium. Also ich glaube, das ist extrem, extrem wichtig und auch, weil wir hier an einer Kunstuniversität sitzen, ist nämlich insbesondere der Druck auf die Kunstuniversitäten von manchen politischen Parteien extrem groß, wenn sie in Verantwortung kämen, weil wir das natürlich aus Plenardebatten kennen, dass Abgeordnete insbesondere immer die Kunstuniversitäten extrem kritisieren für ihre offene Arbeit, für ihren offenen Zugang mit den Studierenden, mit den unterschiedlichen Dingen, die sie tun. Und ich glaube aber, dass es ein extrem hoher Wert ist, dass wir Kunstuniversitäten haben, die auch öffentlich finanziert sind. Und das muss auf jeden Fall so beibehalten werden. Und ich glaube, das ist extrem, extrem zentral. Nicht nur, weil wir heute hier an der Kunstuniversität Linz sitzen. Aber das ist schon ein großer Schatz, den wir hier auch beherbergen, den man unterstützen muss. In Bezug auf Projektförderungen glaube ich, dass tatsächlich, da wäre Entbürokratisierung teilweise sicher sehr praktikabel. Also ja, es ist teilweise sehr kompliziert, sehr irgendwie aufwendig und natürlich, wenn es um öffentliche Gelder geht, braucht es immer eine gewisse Transparenz und eine gewisse Belegbarkeit, was mit öffentlichen Mitteln passiert. Das muss öffentliche große Institutionen genauso betreffen, wie wir zu Beginn gesprochen haben, in Bezug auf Frauenförderpläne, in Bezug auf Gender Budgeting. Das muss natürlich auch bei kleinen Projekten gelten, aber nicht überbordend, dass die eigentliche Arbeit dadurch nicht mehr möglich gemacht wird, sondern man sich irgendwie in diesem Strudel der Förderungen ständig verheddert und eigentlich nicht weiterkommt. Also von dem her eine gewisse Flexibilität zuzulassen, glaube ich, wäre durchaus sinnvoll und vor allem auch wirklich eine stärkere absichernde Perspektive. Wir versuchen das in unserem Bereich bei den Frauenförderungen auf jeden Fall so künftig mitzudenken, weil es wie gesagt auch eine demokratiepolitische Komponente hat, nämlich die Absicherung auch über eine Legislaturperiode hinweg. auch über eine Legislaturperiode hinweg. You never know, wie Wahlen ausgehen. Wir sehen das ja global überall. Und von dem her, glaube ich, muss man wirklich gerade in den Bereichen, wo wir ja wissen, dass sie sehr gerne als politischer Spielball benutzt werden. Ja, das sind Kunst- und Kulturförderungen. Ja, das sind Frauenförderungen. Ja, das sind Integrationsförderungen, wo sehr schnell eben dann rigoros gestrichen oder gekürzt wird. Und deswegen hier auch absichernd tätig zu werden, ist jetzt auf jeden Fall etwas, was wir in unserem Ressort in den kommenden Jahren vorantreiben und stärker verankern wollen. Ich kann Ihnen da jetzt noch nicht konkret sagen, wie die Lösung ausschaut, weil wir die gerade eben noch ausarbeiten, aber insbesondere bei den Frauenförderungen strukture Unterstützung gut funktioniert, sondern die, die in diesen Bereichen arbeiten, eben auch eine gute Absicherung haben, gute Arbeitsbedingungen haben und gute Rahmenbedingungen vorfinden und ich glaube, dass das eben ein zentraler Punkt ist. Also ich habe da sehr starkes Problembewusstsein herausgehört. Ich habe da sehr stark den Drang daraus gehört, dass man das verändern möchte und dass dort alles versucht wird im Rahmen deiner Möglichkeiten, dass es vorangetrieben wird. Finde ich super. Ich schaue ins Publikum. Gibt es Fragestellungen, die Menschen aus dem Publikum stellen möchten, stellen wollen? Erstens einmal danke, dass du uns mitgedacht hast. Also 52 bekommt schon Jahresförderungen, das wollte ich jetzt nur sozusagen ergänzen, aber es geht sich das Jahr nicht aus. Das heißt, wenn wir von Jahresförderungen reden, können wir ungefähr bis Juni, Juli überleben. Und ob dann sozusagen, wenn die Projektförderungen wegfallen, fallen die Menschen weg, dann bringt uns fair pay nichts mehr, weil wir haben die Angestellten nicht mehr und die Räume können nicht gezahlt werden. Und ich glaube, das trifft eben nicht nur den Kunst- und Kulturbereich, genauso den Integrationsbereich,, den Sozialbereich, den Jugendbereich, also das Problem haben wir eh. Und was mir noch wichtig war zu sagen, dass vielleicht braucht man einen Unterschied eben zwischen Projektförderungen, die, wie du gesagt hast, Karin, ja eigentlich zu 80 Prozent das glaube ich auch, wieder in die Wirtschaft zurückfließen, also könnte die die Wirtschaft ja übernehmen, das Wirtschaftsressort übernehmen. Das hat auch genug Geld, dass ständig weiße Männer irgendwie Geld für Investitionsprojekte gibt. Stichwort AWS. In der Kunst träumt man von 50.000 Euro. Beim AWS fängt man da gerade einmal an, dass man ein bisschen recherchiert und einmal schaut, ist die Idee überhaupt machbar. Ehrlich gesagt, mir gehen ein bisschen auch die Innovationen, also recht viel kenne ich nicht, was jetzt innovativ aus Österreich auszukommen ist. Und ich glaube, die zwei Sachen, die es gibt, die Runtastic, sind irgendwie sehr gewinnbringend verkauft worden. Vorher haben es wir alle gezahlt, wie ihr schon mehrmals gesagt habt. Und vielleicht müssen wir da zum Separieren auffangen, nämlich was brauchen auch KünstlerInnen, freischaffende KünstlerInnen, selbstständige KünstlerInnen, die brauchen Stipendien, die brauchen glaube ich auch eine längere Zeit, wo abgesichert ist und wo wir uns auch von diesem neoliberalen Gedanken wieder verabschieden, dass sozusagen immer ein Output in jeder Kunstproduktion geben muss. Es gibt da die schöne Geschichte mit Einstein, die Relativitätstheorie wäre nie erfunden worden, so wie quasi nach Bologna jetzt Wissenschaft und Kunst gedacht werden. Genau, und jetzt höre ich schon wieder auf. Also ich bin für mehr Stipendien und Strukturförderung mehrjährig. Danke. Einen positiven Punkt hat das AWS jedoch. Bei Förderungen schütten sie nur 100% der Förderungen aus, wenn Frauen beteiligt sind. Das finde ich ist ein guter Punkt. Aber man zählt mit 25% als Frauenprojekt. Gut, da ist dann halbe halbe noch nicht erreicht, aber den Ansatz finde ich kann man sich auf jeden Fall schon abschauen. Also vielleicht kommen wir nachher noch zum Plaudern. FWF, AWS, da hätte ich ein paar Ideen. FWF hat uns übrigens letztes Jahr den Frauen drei Millionen gestohlen. Also das finde ich auch nicht unrelevant, wenn dann sozusagen dezidiert Frauen Förderungen, also da reden wir jetzt von der Wissenschaft, quasi, die sind eingestellt worden, weil es hat sozusagen nicht genug Anträge gegeben und die, die es gegeben hat, waren wahrscheinlich auch nicht gut genug. Jetzt ist sozusagen der ganze Topf geöffnet worden mit mehr Geld. Es ist eine 50-50-Quote und wenn man sich die Zahlen ausrechnet, sozusagen können die Frauen jetzt aktuell um drei Millionen weniger sozusagen erreichen durch die 50-50-Quote, wie ihnen vorher über die Frauenfördertropfe zugestanden ist. Und das finde ich auch irrsinnig spannend, also was man sich einfach mitnehmen kann, dass sowas auch schief geht, wenn es natürlich wieder von Menschen gedacht wird, die nicht im Sinne der Gleichstellung agieren. Und genau, warum hat es weniger Anträge von Frauen gegeben? die nicht im Sinne der Gleichstellung agieren. Und genau, warum hat es weniger Anträge von Frauen gegeben? Weil wir ein sozioökonomisches Problem haben und nicht sozusagen, weil es ja die Wissenschaftlerinnen nicht gibt. Weil die Frauen Homeschooling gemacht haben. Das war ja bei Covid unter anderem. Also während der Covid-Zeit war es so, dass die Männer wesentlich mehr Anträge gestellt haben, während die Frauen mit Homeschooling der Kinder beschäftigt waren, war eine der Analysen. Gibt es Reaktionen aus dem Publikum? Gibt es weitere Wortmeldungen, Fragestellungen? Wir können gerne ein paar sammeln. Bitte einfach erkenntlich machen. Sonst greifen wir... Ja, bitte. Naja, für mich ist der Elefant im Raum ja eigentlich die 10 Millionen. Wie kann man in einem Feld, wo man weiß über Studien, die Akteurinnen und wir wissen, also vor allem die Akteurinnen sind betroffen, haben einen Jahresgewinn von 3500 Euro. sie kommen mit Zuverdienst und Blablabla und Lösungs- und Arbeitslösungen, die beinhalten. Ich habe zwei Jobs und mache noch Kinderbetreuung, Haushalt, das und das und das auch noch dazu. Und das mache ich alles selber. Und für die Kunst habe ich auch fünf Jobs, weil ich ja nicht nur die Kunst mache, sondern auch alle Anträge, alle Abrechnungen, alle Kommunikation, alle bla bla bla. Für solche Leute und dann leben die, sagen wir mal, über 30 Jahre an und um die Armutsgrenze. Und dann geht man da hin und sagt, ja, wir müssen da jetzt sparen. Also wo will man da sparen? Das muss mir mal wer erklären, wie man da überhaupt auf die Idee kommt zu sparen oder das erfolgreich durchargumentiert nicht das, ja hallo, das sind Akteurinnen, die sind schon unter der Armutsgrenze. Wohin wollt ihr die jetzt zurückschleudern? Also in welches Jahrhundert sollen wir da jetzt abgeschüttelt werden? Ich kann Ihnen da ehrlicherweise im Detail zu den Budgetüberlegungen des gesamten Ressorts recht wenig sagen. Ich glaube, es ist, auch wenn Sie es wissen, es anzusprechen, ist natürlich wichtig und es spiegelt auch die Diskussion und auch die Wortbeiträge, es anzusprechen, ist natürlich wichtig und es spiegelt auch die Diskussion und auch die Wortbeiträge, die heute gekommen sind, natürlich auch dem Kunst- und Kulturresort wieder. Also von dem her, total zentral, das in der Diskussion nochmal aufzugreifen und zu sagen und zu benennen und ich kann nur an dieser Stelle sagen, dass ich es mitnehme, wie gesagt, was die genaue Budgetüberlegung war in der entsprechenden Untergliederung, um es technisch zu sagen, das kann ich an der Stelle nicht sagen. Aber ich nehme es auf jeden Fall mit. Wenn ich vielleicht auch so die Fragestellung aufgreifen darf, wo bleibt der Aufschrei? Also ich habe den Aufschrei am Podium definitiv gehört, aber vielleicht auch, wo bleibt der Aufschrei in unserer Gesellschaft? auch wo bleibt der Aufschrei in unserer Gesellschaft? Und da ist eben auch die Frage, wie können wir als Gesellschaft da eben halt mehr aufschreien, aber eben halt auch uns besser positionieren, dass wir eben halt den Rücken stärken. Ich schaue jetzt dich an als Sprecherin von IG Bildende Kunst. Wie können wir da unterstützen? Als wir bezeichnest du jetzt? Gesellschaft jetzt. Also ich glaube, es fängt viel an mit Wertschätzung und Sichtbarmachung von Künstlerinnen, generell von Kunst und Kultur. Ich glaube, dass es enorm wichtig ist, dass auch als, jetzt muss ich den Arbeits-AMS-Chef Johannes Kopf zitieren, der gemeint hat, in der Zuverdienstdebatte ja dann eben auf normale Berufe wechseln. Also Normalitätsbegriff ist nochmal ein eigenes Feld, aber ich frage mich auch, wie normal ist es, AMS-Chef zu sein im Vergleich zu Kunst zu machen? Nein, in dem Sinne auch von Zahlen. Wie viele Leute machen Kunst und Kultur? Wie selten ist es, AMS-Chef zu sein? Also das sind ja alles spezielle, besondere Berufe mit speziellen Qualifikationen, die erforderlich sind. Aber das spiegelt ja etwas wider. Auch wenn wir in Mainstream-Medien sehen, wie in Foren teilweise diskutiert wurde, als berichtet wurde oder kommentiert wurde, was mit dieser Zuverdienstgrenze passiert, welche Auswirkungen das auf Kunst und Kultur hat. Und ich denke, wie auch immer das gewachsen ist, wir könnten gerne sagen, Fliegen sind Legereisen, Privatvergnügen. Kein Mensch muss Fliesen haben. Wenn du Fliesen legen magst, poste ich dich auf Social Media. Ist halt nicht so passiert. Es sind die Leute in Kunst und Kulturfeld. Und es ist sehr komisch natürlich auch gerade in einem Land wie Österreich, wo man ja schon sehr viel auf Kunst und Kulturfeld. Und das ist sehr komisch natürlich auch gerade in einem Land wie Österreich, wo man ja schon sehr viel auf Kunst und Kultur hält, wo das ja auch ganz viel zum internationalen Tourismus beiträgt, die Kunst- und Kulturproduktion, die stattfindet. Klar, es gibt ein paar große Aushängeschilder, es gibt Festivals, aber die Künstlerinnen, die dort ihre Auftritte haben, gezeigt werden, sichtbar sind, die haben ja irgendwo anders auch begonnen. Und genau diesen Nährboden, kann man jetzt mal sagen, oder diese Felder, also die Kulturnetzteam, diese freien Medien braucht das, weil da wird das Know-how gesammelt, da wird die Expertise gesammelt, genauso wie die Kunstuniversitäten. Das sind alles ganz, ganz wichtige Zentren, um künstlerische und kulturelle Produktion zu ermöglichen. Ich glaube, wenn wir uns, also wir als Gesellschaft, ich adressiere da jetzt sicher genau die, die ich nicht adressieren muss, aber wenn wir uns alle mal überlegen, wie oft konsumieren wir Kunst und Kultur, wie oft konsumieren wir Medien, wie sehr bestimmt das unser aller Leben eigentlich, dann ist es schon enorm respektlos, so über Kunst zu sprechen. Und ich glaube, genauso wie in einer feministischen Debatte, es geht permanent darum, dagegen zu halten. Und da muss ich jetzt auch gerade wieder denken, heute auf dem Hauptplatz hier in Linz, auch vor dem Parlament in Wien, wir haben uns hingelegt, eine Stilllegung gemacht und gestreikt, weil wir es satt haben, immer diskriminiert zu werden, schlechter gestellt zu werden und da lässt sich vieles auch so auf das Bild von den Künstlerinnen übertragen. Wir müssen permanent dagegenhalten, anders wird es nicht gehen. Es ist bitter genug, es erfordert so viel Kraft und Energie, aber wir werden nicht aufgeben. Ich glaube, organisieren ist deswegen ein zentraler Punkt. Insbesondere als Interessensvertretung ist organisieren wohl der zentralste Punkt, wie man unterstützen kann. Ich habe auch noch einen ketzerischen Gedanken. Darf ich den? Ich war wahnsinnig wütend und die mit mir einen Haufen Journalistinnen im Land, als im Theater in der Josefstadt der scheidende Theaterdirektor für seine letzte Saison ausschließlich Stücke von Männern aufs Programm gesetzt hat. Und ich frage mich, warum denn dann einfach das Theaterpublikum nicht wegbleibt. Also man kann doch, oder mit Transparenten im Publikum sitzt und sagt, also so nicht, wo sind die Frauen? Wir wollen das nicht. Ich erinnere mich an die Barbara Klein, die das Kosmos Theater in Wien gegründet hat, die mir einmal gesagt hat, wir Frauen gehen ins Theater und müssen uns dann auf der Bühne anschauen, wie die Frauen vergewaltigt, umgebracht und schlecht behandelt werden und das ist die Hochkultur in Österreich. Und jedes Mal möchte man schreien, wenn man diese alten Stücke sieht und deswegen brauchen wir neue Stücke und neue Schauspielerinnen und deswegen ist es ein Skandal, dass irgendein, und der passt ja wirklich ins Klischee, ein klassischer weißer Mann an der Spitze, sagt, naja, das werden die Frauen nach mir dann regeln müssen. Also diese Kuzpe hat er auch noch gehabt. Keine Sekunde eine Einsicht, dass er da was falsch gemacht hat, dass das heutzutage nicht mehr geht, dass mehr als die Hälfte seines Publikums weiblich ist, dass dieses Publikum vielleicht andere Dinge sehen möchte. Und da ist dann schon auch mein Aufruf an die Frauen und das gehört ja letztendlich auch dazu. Und die Forscherin Christina Thürmer-Rohr hat schon 1989 gesagt, sie hat begonnen in der Faschismusforschung und hat das dann in die feministische Theorie hineingetragen. Es gibt auch so etwas wie eine Mittäterinnenschaft. Und solange wir geduldig sind, hat die Johanna Donal gesagt, die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen, also mal Schluss mit geduldig. Und dann können wir auch als Kunst und Kulturonsumentinnen, sage ich jetzt einmal, oder Rezipientinnen, gefällt mir besser, natürlich auch aufstehen und fordern. Es ist unser Steuergeld. Und wir können auch solidarisch ganz viele Klein- und Kleinstinitiativen, die können gar nicht Frauenförderung machen, weil die kämpfen ununterbrochen ums Überleben. Und wenn man da jetzt sagt, habt ihr Frauenförderpläne? In Wirklichkeit ja, weil sie unterstützen eh die mehrheitlich weiblichen Kunst- und Kulturschaffenden, die diese kleinen Initiativen am Leben halten. Also wir müssen dann auch immer wieder schauen, von welchen Dimensionen sprechen wir, wie groß oder klein ist die Institution und wir müssen natürlich ein anderes Maß anlegen an eine Josefstadt oder an Riesentanker oder Riesenmuseen als an kleine Kunst- und Kulturinitiativen und wir müssen noch einmal andere Maßstäbe anlegen an so Kunst- und Kulturinitiativen und so lebenswichtig. Und ich komme noch einmal auf dein Argument zurück und ich möchte das noch einmal betonen. Kunst und Kultur ist demokratiefördernd. Und die ganze Gesellschaft hat was von der Arbeit dieser Personen und dieser Frauen. Und es ist schlicht und einfach eine Zumutung, dass so wunderbare Projekte wie das Kollektiv oder Mais einfach abgedreht werden. Und jetzt arbeiten die Mitarbeiterinnen, die bis jetzt einen Lohn bekommen haben, ehrenamtlich. Und das tun sie nicht, weil sie so lieb sind, sondern weil sie die Frauen nicht fallen lassen wollen. Und das sind die Migrantinnen, die wir heute am Platz unten gesehen haben, die darum bitten, dass sie Bildung bekommen, dass sie soziale Absicherung bekommen. Und da merken wir die Doppelmoral unseres politischen Diskurses um Integration. Es wird nämlich die ganze Zeit verlangt von den Migrantinnen, sie sollen sie integrieren und dann gibt es endlich Einrichtungen, die echte Maßnahmen treffen und echte Chancen aufmachen und dann werden sie abgedreht. Und das, finde ich, ist ein demokratiepolitischer Skandal und das lässt sich wiederum sehr gut instrumentalisieren. Und in diesem Sinne bin ich wirklich der Meinung, wir sind alle aufgerufen, Kunst und Kultur zu unterstützen und noch viel mehr solidarisch mit Migrantinnen und den Schwächsten in der Gesellschaft zu sein. Und aufzustehen, wann immer wir können, egal zu welchem Thema, weil sonst geht unsere Demokratie dorthin, wo wir es gerade beobachten können, in den Vereinigten Staaten, in Ungarn oder allen anderen Ländern. Es ist unsere aller Aufgabe und wir dürfen aufstehen und uns wehren. Widerstand ist auch ein Lebensmittel der Demokratie im Übrigen. Danke, Petra. Vielleicht den letzten Punkt aufgreifend. Ja, das ist natürlich bezeichnend, dass es insbesondere jene Parteien sind, die ständig eben Integration fordern und irgendwie das ist oberstes Credo, irgendwie verlangen, dass Personen, die zu uns kommen, dann sich auch eben entsprechend einen Arbeitsplatz oder sonst irgendwas suchen sollen, aber eben diese Programme und Unterstützungsmaßnahmen abdrehen. Also das ist ja genau das Thema, weshalb Migraria und Mais jetzt vor diesen großen Problemen stehen, finanzieller Natur. Es ist auch sehr klassisch weiblich, dann zu sagen, wir machen weiter bei widrigsten Umständen und eben überhaupt nicht existenzsichernd. Und das ist wirklich eine extreme Doppelzüngigkeit und ein riesengroßes Problem, weil Integration kann ich natürlich nicht möglich machen, wenn es derartige Vereine nicht gibt und Unterstützungsmaßnahmen nicht gibt und insbesondere nämlich auch aufsuchend Frauenarbeit leistend, wie es diese Vereine tun, ist total wichtig. Ich möchte nur zu den Frauenförderplänen schon noch einen Punkt sagen. Natürlich müssen die Maßstäbe je nach Größe der Institution unterschiedlich sein und von einer ganz großen Institution kann und muss man etwas anderes verlangen als bei Kleinen. Ich denke aber dennoch, dass es wichtig ist, sie überall zu erwähnen, weil gleichermaßen dürfen wir dann nicht zulassen, dass man sagt, kleine Institutionen, da müssen wir nicht hinschauen, weil da passt es eh, weil genau das ist natürlich auch das Argument, das wir auf anderen Ebenen immer wieder hören, bei kleineren Betrieben, da braucht es keine Maßnahmen, weil das ist überbordend und das geht sich nicht aus. Also ja, natürlich unterschiedliche Arten an Dingen, die man einfördert, aber dennoch überall wirklich als Priorität setzen. Und ich denke, das geht sich auch gemeinsam aus. Also Frauenförderpläne überall zu etablieren, geht sich aus, auch bei unterschiedlichen Maßstäben, bei Betriebsgrößen natürlich. auch bei unterschiedlichen Maßstäben, bei Betriebsgrößen natürlich. Ganz selbstverständlich. Wenn ich da noch ergänzen darf, wir hatten die Idee zum Beispiel, dass man, wenn man Publikumserhebungen macht und dann ganz kleine Kunst- und Kulturbetriebe sagen, was soll man denn noch alles machen, wir haben kein Personal, um solche Publikumserhebungen zu machen, dass dann eben von staatlicher Seite zum Beispiel digitale Tools auch vorbereitet, fertig gemacht werden und zur Verfügung gestellt werden, sodass im Tagesablauf dann diese Dinge nicht mehr Arbeit machen. Also gerade Kartenverkauf und welche Karte geht an wen, wer hat was von der Karte, wer kauft die Karte, das Hackerl, männlich, weiblich, non-binär, das kann man sehr schnell einführen und der Kartenverkauf geht oft schon online. Und da nochmal ganz neu mit solchen Methoden, die relativ einfach sind, kann man dann solche Methoden auch einführen und dann kann man die Kleinen eben von staatlicher Seite unterstützen, wie man das leichter macht mit der Frauenförderung. Und selbstverständlich habe ich jetzt nicht gemeint, dass die glauben, wir haben es eh schon, wiewohl ich schon dazu sagen muss, das ist ein Ergebnis unserer qualitativen kleinen Wortmeldungen im Gender Report. Wir haben ja einen Teil im Gender Report gehabt, wo die Leute selber reinschreiben konnten, wie sie das finden, wie sie die Fragestellung finden, wie sie die beantworten würden mit ihren Worten. haben sich als Avantgarde der Geschlechtergerechtigkeit empfinden, dass aber dann unsere Zahlen herausgezeigt haben, dass es leider so nicht ist. Und zwar von den ganz Großen bis zu den ganz Kleinen. Also es braucht da tatsächlich auch immer wieder Weiterbildung, Ausbildung, Unterstützung. Was heißt Geschlechtergerechtigkeit in meinem Kunst- und Kulturbetrieb? Und auch das kann man sehr niederschwellig, finde ich, von staatlicher Seite zur Verfügung stellen, weil da gibt es Expertisen und da gibt es Expertinnen. Und das kann man auch fördern oder man kann es als Voraussetzung für Förderung auch etablieren, dass es eben Schulungen, Weiterbildungsmaßnahmen oder eben auch diversitäts- und geschlechterspezifische Perspektiven im Team benötigt. Also auch das kann natürlich und muss meiner Meinung nach eine Anforderung sein, ob ich Umförderungen ansuchen kann als größeres Team zum Beispiel. Also ganz viele Ideen und ich spüre auch ganz viel Gesprächsbedarf. Keine Angst, nach dem Talk gibt es dann noch Möglichkeiten, im gleichbilateralen Gespräch die Sachen noch zu vertiefen. Ich würde jetzt vorschlagen, wenn keine Fragen mehr vom Publikum sind, machen wir jetzt schon ein bisschen die Schlussrunde und bei der Schlussrunde habe ich jetzt eine Frage an alle Personen. Du bekommst eine spezielle Frage. Die Frage, die ich an euch vier stelle, eben, was braucht die nächste Generation an jungen Kunst- und Kulturschaffenden, die heute hier in diesem Raum sind oder sich das dann zu Hause anschauen, was brauchen die damit, die einfach auch einen Raum und vor allem einen feministisch gerechten Raum haben, wo sie wirken können? Ich fange mit dir an, Petra. Das kommt davon, weil ich so koschert bin immer. Das Erste, was mir jetzt spontan eingefallen ist, ist Widerstandsgeist. Weil ich tatsächlich der Meinung bin, und Solidarität, das sind die zwei Dinge, die mir einfallen. Weil wenn wir eine gesamtgesellschaftliche Tendenz in Richtung Autoritarismen haben, oder zumindest die Gefahr im Raum steht, dann ist es das, was uns hilft, solidarisch zueinander stehen, politisch aktiv zu werden und widerständig zu sein, um sich diese Räume ein Stück weit auch selber schaffen zu können. Weil tatsächlich glaube ich auch nicht daran, zu sagen, Papa oder Mama Staat soll alles richten, damit wir Kunst und Kultur machen können. Also ich will auch das nicht. Ich will nicht von oben zwangsbeglückt werden mit einem Geldregen. Aber ich will diese Räume, weil die entstehen. Also ich möchte die Kombination aus beiden. Dass wir sagen können, was wir wollen, wie wir arbeiten wollen, wie es gehen soll. Und dass auch gleichzeitig dann die Dinge ausverhandelt werden, weil das ist für mich der Punkt der Demokratie, das Ausverhandeln und zu gemeinsam entscheiden, was wir damit machen. Und in diesem Sinne wünsche ich jetzt, abgesehen von mehr Geld, mehr Räume, mehr Gender, mehr Diversity, also Intersektionalität, das ist für mich so quasi die Grundvoraussetzung und darüber hinaus dann Solidarität und Widerstandsgeist. Danke. Adriana, was wünschst du dir? Ich glaube, offene Institutionen sollen offensichtlich zugänglich sein. Das ist das Erste. Wenn wir über Demokratie reden, dann sollten das nicht für Flinta und migrantische Menschen auf der Symbolik bleiben, sondern solche Menschen sollten auch bei Führungspositionen Zugang haben. Ich berüste sehr interministrische Arbeit bei der Regierung. Es muss geben, weil dass man sagt, das ist bei diesem Ministerium, diese andere, alles ist verstricken. Frau Ministerium sollte auch über Kulturwissen, über Wirtschaft und alles, übereinander was wissen. Muss unbedingt sein. Und die neuen Generationen können es nicht leicht. Aber wir gegenüber, wir arbeiten dafür auch Solidarität, wo es Macht gibt, diese Macht verteilen. Wo es Privilegien gibt, so wie wir heute über Institutionen geredet haben. diese Institutionen sollen offen sein und wirklich gezwungen sein, diese Räume und Möglichkeiten zu geben vonseiten der Regierung. Viel Kraft und wir brauchen auch viel Liebe miteinander. Wie siehst du das, Daniela? Da schließe ich an. Organisierung ist schon gefallen. Ich glaube, um genau diese Wut, die Selbstbestimmung zu organisieren, um Widerstandskraft schlagkräftig zu machen, braucht es Organisierung. Dazu gibt es 52, dazu gibt es Interessengemeinschaften, dazu gibt es Gewerkschaften, dazu gibt es feministische Kollektive. Und umso größer und in mehr Allianzen wir gemeinsam etwas verfolgen, umso besser wird das auch möglich sein, gegen Ungleichbehandlung aufzutreten. Und was anderes natürlich, sowas wie ein Grundeinkommen, wir haben vorhin darüber gesprochen, im Idealfall ein bedingungsloses Grundeinkommen, existenzsichernd, aber als Beispiel möchte ich noch kurz das Pilotprojekt in Irland erwähnen. Da gibt, das war vor drei Jahren, hat das begonnen, wurde mit einer Studie begleitet. Da wurden alle Künstlerinnen, die sich beworben haben, die Voraussetzungen gefüllt haben, gelost. Das waren 3000 Künstlerinnen oder 2000, die daran teilnehmen konnten in der ersten Pilotphase. Und es waren, ich glaube, um die 325 Euro pro Woche, die die Teilnehmung erhalten hatten. Es wurde mit einer Studie begleitet und die Studie hat auch parallel als Kontrollgruppe Künstlerinnen mit untersucht, die das nicht erhalten haben. Und die Ergebnisse waren derart positiv, sei es aus der Perspektive der öffentlichen Förderung, wie auch der Fördernehmerinnen in Kunst und Kultur, dass es jetzt fortgeführt wird. Weil die Wertschöpfung so groß ist, weil so viel in die Gesellschaft zurückfließt, weil Künstlerinnen sich so viel mehr der Kunst und der künstlerischen Tätigkeit widmen können. Und das ist etwas, was, glaube ich, ganz wichtig ist, weiter zu verfolgen und unterstreicht nochmal sehr schön, was durch künstlerische Produktion wieder zurückkommt in die Gesellschaft, welcher Wert hier eigentlich auch lukriert wird. Ja, danke, dass du das Beispiel sagst aus Irland. Welcher Wert hier eigentlich auch lukriert wird. Also es ist so eine Win-Win-Situation und ich wünsche mir jetzt unabhängig davon auch natürlich eine breite Komplizienenschaft über alle Bereiche. Natürlich, dass nicht immer alle gegeneinander arbeiten, sondern eben die Vorteile von Kunst für Gesellschaft gesehen werden. Nicht, dass das immer eine Belastung ist und man nicht immer die Bittstellerin ist, sondern dass eine ganze Gesellschaft davon profitieren kann und auch von einer Diversität natürlich profitieren kann. wie ich lang schon auf ihren Privilegien sitzen, dass zumindest auch die mit einbezogen werden, dass diese Privilegien abgebaut werden, dass es da in der ganzen Struktur eine Veränderung geben könnte. Also das würde ich mir wünschen als Künstlerin, ja. Ich glaube, wir haben heute Abend ganz viele Vorschläge, konstruktive Verbesserungsmöglichkeiten gehört. Die Wirtschaft zur Kasse bitten ist zum Beispiel gefallen. Gibt es jetzt konkrete Punkte oder mögliche Next Steps, die du dir vom heutigen Abend mitnimmst? Ganz viele natürlich. Und eines, das habe ich vorher schon versucht anzukündigen, ist natürlich die Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturministerium, die schon passiert, aber auch das konkrete Rückspiegeln der Forderungen, der Meinungen und Positionen aus der heutigen Diskussion. Weil die Zusammenarbeit zwischen den Ministerien muss natürlich passieren und die passiert ja auch im täglichen Austausch. Also von dem her, das ist ein ganz zentraler Punkt. Das wirkliche Etablieren und Vorantreiben nicht nur von Frauenförderplänen, sondern vom Gender Budgeting auch in den unterschiedlichen Institutionen bzw. ganz grundsätzlich im Kunst- und Kulturbudget, wie wohl im gesamthaften Budget des Bundes, ist glaube, auch so ein zentraler Punkt. Und vor allem, dass wir ein Gespräch suchen in Bezug auf die Zuverdienstmöglichkeiten für Kulturschaffende. Das ist, glaube ich, ein ganz zentraler Next Step. Danke für den Einblick. Ich weiß, es kommen sicher ganz viele nächste Schritte, aber dass du es einmal jetzt konkretisiert hast. Und vor allem, also ich bin voll zuversichtlich, ich gehe heute sehr gut gestimmt raus, weil ich weiß, du hast nächste Schritte mit. Plus wir wissen, dass 52 da sicher mit der Expertise beiseite stehen wird, um die in dieser nächsten Schritte umzusetzen. Danke an euch. beiseite stehen wird, um die in dieser nächsten Schritte umzusetzen. Danke an euch. Es war ein großartiges Gespräch. Danke an Sie alle, dass Sie sich die Zeit genommen haben und dass wir uns gemeinsam diese Missstände angeschaut haben. Ist ja auch nicht immer leicht. Es gibt jetzt noch die Möglichkeit eines Austausches. Unten einen Stock tiefer. Ich bedanke mich bei allen herzlich und auch ganz, ganz besonders bei dir. Danke dir. Ist eine große Wertschätzung, dass du den Kunstwerfenden auch gibst mit deiner Anwesenheit. Danke. Danke. Ma asusin kõik kõde misiks.