Herzlich Willkommen zu Dorothee, ich darf dich kurz vorstellen. Dorothee Kolbe koordiniert für die Caritas Österreich in Tirol Nothilfe und Entwicklungsprojekte und andere in Burkina Faso. Ein Schwerpunkt dieser Projekte liegt darauf, es besonders vulnerablen Personengruppen wie jungen Frauen zu ermöglichen, eine einkommensgenerierende Tätigkeit aufzunehmen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Dorothee Kolbe lebte und arbeitete selbst in Burkina Faso. Sie hat zahlreiche Reisen dorthin unternommen, steht immer wieder in Kontakt mit PartnerInnen aus Burkina Faso. Ja, wenn du etwas ergänzen möchtest, bitte gerne. Ansonsten sage ich herzlich willkommen und danke fürs Hiersein. Ja, sehr gern. Ich freue mich. Ist schon angeschaut. Ist schon angeschaut, okay. Ja, sehr gern. Danke für die Vorstellung, für die Einführung. Ich freue mich, hier sein zu können und stehe bereit für die Fragen. Also ich war jetzt gerade im Februar wieder auf Projektreise in Burkina Faso, habe also ganz neue Eindrücke und verfolge die Entwicklung im Land seit über 30 Jahren, weil ich eben auch schon vor längerer Zeit da gelebt habe und in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet habe. und in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet habe. Ja, ich möchte zu Beginn ein paar Fragen an Dorothee stellen und Sie einleiten, Ihre Fragen zu stellen. Das Gespräch wird aufgezeichnet. Sie haben die Möglichkeit, es im Nachhinein auf DorfTV nachzusehen, auf Radio Froh nachzuhören. Gefilmt wird hier vorne. Sie auf den Sitzen sind nicht sichtbar. Ihre Fragen wird man hören können. Die Regisseurin Traoré Dahlberg sagt zu dem Film, es gibt ein Zitat, ich übersetze, mit diesem Film wollte ich jenen Moment einfangen, bevor Entscheidungen getroffen werden, den Moment, bevor sich alles ändern wird, wenn Träume, Sehnsüchte und Mut mit Meinungen, Ängsten und gesellschaftlichen Erwartungen darüber, wer eine Frau zu sein hat, vermischt werden. Der Film zeigt natürlich nur einen Ausschnitt dessen, wie das Leben für eine Frau in Burkina Faso sein kann und auch nur durch natürlich die Brille der Regisseurin. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, wenn wir uns das Zitat ansehen, wenn wir den Film ansehen, gibt es so etwas wie dominante gesellschaftliche Bilder darüber, was eine Frau sein soll, sein kann? Und ich hätte ganz gerne einfach dich gefragt, was im Laufe deiner Erfahrungen, was ist dein Eindruck dazu, was können die Rollen von Frauen im Burkina Faso sein, wo gibt es vielleicht Unterschiede, was ist hier zu erwähnen? zu erwähnen? Ja gut, natürlich gibt es die Dominanz der Männer, wie glaube ich überall in der Welt oder fast überall, es gibt ein paar wenige matriarchale Gesellschaften und ich glaube, das ist uns auch allen ganz klar bewusst, dass es die alten Strukturen, oder dass es die Strukturen gibt und erstmal die Dominanz der Männer. Ich glaube, es ist im Film schon ganz gut rausgekommen, dass es doch sehr viele Parallelen auch gibt zu uns. Natürlich vielleicht auch zeitlich ein bisschen versetzt, wie überall. Und es ist natürlich ein ganz kleiner Ausschnitt. Wir waren in Vagadougou, also in der Hauptstadt, in einer großen Stadt. Wenn ich auf die Dörfer gehe, sieht es auch nochmal ganz anders aus. Aber ich glaube, auch das haben wir in Österreich oder auch sonst in Europa in vielen Strukturen so zu sehen. Die Frauen sind da, Kinder zu bekommen und den Haushalt zu machen. Auf der anderen Seite, gerade jetzt in Burkina Faso oder auch in anderen Teilen Westafrikas, ist mir das eigentlich schon öfter aufgefallen, da habe ich festgestellt, wenn junge Frauen, Mädchen und Frauen die Möglichkeit haben, eine gute Ausbildung zu bekommen, dass sie dann meistens eigentlich eher auch im Beruf stehen oder auch in Führungspositionen kommen können als bei uns hier. Also das liegt natürlich auch daran, dass es noch eher so die Struktur der Familie gibt, wobei das auch in den städtischen Regionen immer mehr in der Auflösung ist, wo die Möglichkeit ist, dass eine Betreuung da ist, was ja in vielen Bereichen, also ich kann das einfach aus meiner eigenen Erfahrung sagen, als ich meine Kinder bekommen habe, es gab einfach keine Betreuungsstrukturen, es gab keine Möglichkeiten, ein Kind irgendwie unterzubringen, was jünger als drei Jahre war. Und wenn man dann eben nicht die Großeltern oder Tanten oder irgendjemand hat zur Betreuung, dann ist es ganz schwierig, arbeiten zu gehen. Und diese Strukturen sind eigentlich in Westafrika, in Burkina Faso noch deutlich besser da, dass Kinder betreut werden. Das heißt, die Vereinbarkeit von Kindern mit auch Beruf und vielleicht auch vorwärts zu kommen im Beruf, in Ministerien und so weiter. Also im Moment ist ein bisschen eine andere Situation, da reden wir vielleicht noch drüber. Aber ich kenne es aus den vergangenen Jahren, dass es der Prozentsatz an Ministerinnen deutlich größer war als in Österreich oder in Deutschland. Akzeptanz in den Bereichen, es hat immer wieder geheißen, zu Beginn war es noch schwierig, aber die Akzeptanz auch in männlich dominierten Bereichen wie im Kfz-Bereich wächst. Hast du das Gefühl, dass es Sektoren gibt, wo es vielleicht noch schwierig ist, als Frau Fuß zu fassen? Wie schaut da die Entwicklung aus? im Metallgewerbe viel, viel weniger, also gerade als Lehrberuf, viel, viel weniger junge Frauen als Männer. Und ich kann euch vielleicht ein Beispiel davon geben. Wir haben im Rahmen von einem Projekt, wo es eben auch darum ging, jungen Erwachsenen, die keine Zukunftsperspektive haben, die Möglichkeit gegeben, einen Beruf zu erlernen. Das war im Bereich der Solarenergie, also jetzt nicht gleich ganz groß, aber dass man wenigstens die Solarpaneele montieren kann und anbringen kann aufs Dach und wie das alles funktioniert, also dass es verbinden. Wir haben natürlich gesagt, wir wollen auch Frauen drin haben. Also es ging eh nur um zehn Personen. Und am Ende hat sich tatsächlich eine Frau bereit erklärt, das zu machen. Es sind natürlich die Strukturen, wenn man die jungen Leute fragt, was wollt ihr lernen, dann sind es bei den Frauen immer Schneiderei, Catering-Service, ja, irgendwie in diese Richtung. Und so technische Berufe eher für die Männer. Aber ich denke, es ist ein Anfang, auch überhaupt, das mal auf die Gedanken zu bringen, es geht auch was anderes, so wie es ja auch in diesem Projekt gemacht worden ist. Wir sagen, wir nehmen Frauen, wir nehmen junge Frauen auch für die Ausbildung und so kann es weitergehen. Es ist ein langer Weg, aber wie gesagt, ich finde immer, wir müssen auch in unsere eigene Gesellschaft gucken und schauen, wo sind wir da und wie weit sind wir da. Gerade in Österreich hat es in den letzten zehn Jahren zum Beispiel doch einiges getan, sich die Anzahl der Lehrlingen, der weiblichen Lernenden im Metallgewerbe verdoppelt. Du hast vorhin auch angesprochen, so ein bisschen den Unterschied zwischen Stadt und Land. Jetzt ist in Burkina Faso natürlich auch die Landwirtschaft relativ relevant. Wie schaut es denn da aus? Ja, der Großteil der Bevölkerung lebt auf dem Land. Das sind über 70 Prozent und leben auch vom Land. Wobei wir in Burkina Faso eben das Problem haben, manche haben es vielleicht in den Nachrichten mal mitbekommen oder so, dass es einfach immer wieder terroristische Anschläge gibt und viele ihre Dörfer verlassen mussten. Aber wenn, das Land gehört den Männern, a priori gehört es erstmal den Männern und deswegen ist es für die Frauen schwierig. Die helfen schon immer alle mit und gehen mit aufs Feld und bearbeiten das Feld und helfen mit, aber erstmal gehört es den Männern. bearbeiten das Feld und helfen mit. Aber erstmal kürze Männern. Häufig ist es so, dass die Frauen ein kleines Feld haben können in der Nähe von ihren Häusern, was sie bestellen dürfen mit bestimmten Früchten. Es ist eine ganz große Aufgabe, tatsächlich den Frauen auch den Zugang zum Land zu ermöglichen. Das ist eigentlich auch eine Grundvoraussetzung für Entwicklung. Da gibt es auch viele Initiativen, aber auch da ist es leider ein weiter Weg. Auf der anderen Seite haben wir es jetzt in vielen Bereichen auch gesehen, wenn Frauen ein Einkommen erwirtschaften, also wenn sie ihr eigenes kleines Land haben oder zum Beispiel eine Parzelle, wo sie Gemüseanbau machen können, dann ist das eigentlich zum großen Wohle der Familie, weil die Frauen, wenn sie was verdienen, das meistens wirklich in die Kinder stecken, dass sie gute Ernährung bekommen, dass sie eine gute Ausbildung bekommen. Das sind jetzt natürlich auch alles Pauschalurteile und es gibt auch viele tolle Männer in Burkina Faso, ganz klar und keine Frage. Aber eher schauen, natürlich sind sie verpflichtet, einiges für die Familie zu tun, aber auch ansonsten ist es nicht so, dass das Geld alles für die Kinder und die Familie investiert wird in der Regel. Du hast jetzt auch die aktuelle Situation angesprochen. Auch relevant zu wissen, der Film ist von 2017. Es gab die kurze Szene, wo eine Nachrichtensprecherin gesagt hat, die Bevölkerung wartet auf die ersten demokratischen Wahlen seit, ich weiß nicht, 1978? 1987. 1987, schon 1987. Diese Wahlen haben auch stattgefunden. Es hat sich in der Zwischenzeit aber einiges getan. Es hat 2022 zweimal eine Militärputsch gegeben. Es ist nach wie vor Ibrahim Traore an der Macht. Möchtest du da zu der aktuellen Situation vielleicht auch ein bisschen was sagen, dass die Leute das ein bisschen einschätzen können? Wie war auch dein Gefühl jetzt, wo du da warst? Inwieweit merkt man diese Fluchtbewegungen auch in der Sahara besser gesagt eigentlich immer breit, immer mehr breit. war davon lange Zeit verschont. Also es waren schreckliche Überfälle in Mali oder Niger, in den Nachbarstaaten. Burkina Faso war lange Zeit davon verschont, weil der Blaise Comporé, also der Präsident, der 27 Jahre lang an der Macht war und sich an der Macht selber gehalten hat, mehr oder weniger so ein Abkommen hatte mit den terroristischen Gruppierungen. So von wegen, wir machen euch nichts, wenn ihr bei uns auf dem Terrain seid, also bei uns im Land, aber dafür gibt es keine Anschläge bei mir im Land. Und dann ging es immer weiter. Sie haben sich diese Gruppierungen in Burkina quasi verschanzt, hatten da ihr Rückzugsgebiet und haben von dort aus Überfälle nach Burkina Faso. Das Ganze spielt sich vor allem im Norden ab und in den Grenzregionen, eigentlich in allen Grenzregionen, nach Mali, nach Niger, also eher im Nordwesten und im Nordosten und aber auch nach Togo, Benin und in die Elfenbeinküste. Und aber auch nach Togo, Benin und in die Elfenbeinküste. Als der Rock Traoré, Caboret an die Macht kam, war sehr viel Hoffnung in dem Land, dass jetzt alles im Aufbruch ist und alles funktioniert. Und ich glaube, das ist ein allgemeines Problem. Es geht halt einfach nicht so schnell, wenn irgendwas runtergewirtschaftet ist, geht es nicht so schnell. Und vor allen Dingen derisse Unzufriedenheit. Dann war es möglich, dass manche von den terroristischen Gruppierungen eben die sind gerade im Norden in Dörfereien oder in kleine Städte und haben denen viel versprochen, haben gesagt, hier, wenn ihr mit uns was macht oder euch zu uns wendet, dann geht es euch viel besser. Es gibt da auch Goldminen und ja, darum geht es letztendlich auch um Macht. Naja, und auf jeden Fall haben sich die terroristischen Gruppen, die Anschläge und so hat sich immer weiter ausgebreitet. Man muss auch sagen, damals gab es noch Frankreich mit Soldaten oder natürlich auch hauptsächlich die Franzosen, die ja eigentlich auch als Schutzmacht mit da waren. Ich weiß nicht, ob irgendwer von Ihnen gelegentlich doch mal was in der Zeitung gelesen hat, wo es dann immer hieß, die bösen Burkina Be, die schmeißen jetzt die Franzosen raus oder die Europäer insgesamt. Da kann man viel und lang darüber diskutieren. viel und lange darüber diskutieren, aber Tatsache ist einfach, die Franzosen waren da, aber haben letztendlich auch zugeguckt, wie sich diese, wie Burkina Faso eigentlich die Regierung immer mehr Land verloren hat oder die Oberhoheit über Land. Und das Ganze wurde immer schlimmer, dann gab es den Militärputsch 2022 im Januar, am 24. Januar 2022. Einfach, weil sie gesagt haben, der Präsident ist nicht stark genug und er schafft es nicht. Und der Danimba ist auch mit großen Versprechungen angetreten. Es hat sich wieder nichts getan. Es gab ganz furchtbare Anschläge. Also unter anderem auch ein Konvoi, wo auch Material für Projekte drin war. Da haben wir es einfach ganz hautnah auch miterlebt und ich habe auch die Bilder gesehen. Und dann kam eben der andere Militär und hat wieder gesagt, ich mache es jetzt besser und putsche. wieder gesagt, ich mache es jetzt besser und putsche. Und als erstes war die Bevölkerung eigentlich sehr, ihm sehr, sehr wohlgesonnen und sehr, sehr froh darüber und hat ihn verglichen mit Thomas Sankara, der ja auch vorkam und so ein bisschen diese, ja, so ein Ideolfigur war. Der hat auch sehr viel Gutes getan, hat natürlich auch, auch da war es so, dass manche Leute denunziert worden sind und bestraft worden sind. Der wurde dann, der war mit Blaise Camparet, das war eigentlich so ein Kumpan, zusammen an die Macht gekommen und Blaise Camparet und die Leute und drumherum ihn haben ermorden lassen. Genau, also auf jeden Fall wurde das, der Thomas Sankara ist immer noch sehr, sehr wichtig in großen Teilen der Bevölkerung, weil er wirklich die Alphabetisierungsrate sehr, die ging sehr, sehr hoch in den Zeiten, also ich war eben das erste Mal 93 in Burkina Faso und da hat man wirklich den Hauch noch gespürt oder die Ideen von ihm, aber das wurde dann immer weniger. Also auch wirklich mehr für die Allgemeinheit tun und nicht nur für die Eliten. Und ja, dann kam der neue, der jetzt der Ibrahim Traore als Militärführer für Burkina Faso. Es wurden jetzt viele Freiwillige rekrutiert, die das Land, die einfach auch für die Verteidigung von den Dörfern sein sollen. Aber es ist auf der anderen Seite so, dass es immer mehr Restriktionen gibt, immer mehr Pressefreiheit. Es war jetzt gerade ganz neu, am Ostersonntag wurde ein Kommuniqué veröffentlicht von der Regierung, wo man sich furchtbar aufgeregt hat, weil Human Rights Watch hatte am 2. April den letzten Bericht veröffentlicht. Und da werden halt auch Übergriffe von diesen Freiwilligen oder vom burkinischen Militär angegriffen oder angekreidet. Die mir, also die vielen glaube ich, Sorgen machen und auch dafür sorgen, dass viele in der Bevölkerung sich auch wieder von ihm abwenden, aber eigentlich keine große Möglichkeit haben. in der Hand von touristischen Gruppierungen waren, also unter der Herrschaft von Touristischen, wiedergewonnen werden konnten. Aber weiter im Norden zum Beispiel hat die Regierung keinen, ja, da hat die nicht die Oberhand darüber, da regieren andere. Das war jetzt ein bisschen länger, aber um den ganzen Hintergrund zu verstehen, glaube ich, war es wichtig. Genau, gut um zu kontextualisieren, auf jeden Fall. Ich möchte nun auch Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Fragen zu stellen, wenn Sie etwas interessiert. Meine Kollegin wird das Mikro weiterreichen. Auf jemanden fragen,, jemand etwas wissen. Weiß man, was mit den Frauen aus dem Film passiert ist? Also wie geht es denen heute? Also zu den ganz konkret, die Namen weiß ich jetzt nicht. Aber es ist tatsächlich so, dass 78 Prozent der Absolventinnen von den C4-Lehrstätten in ihrem Beruf dann tatsächlich auch eine Arbeit gefunden haben. Und auch einige auch als Selbstständige haben ja auch ein Beispiel gesehen. Es ist wohl so, dass 20 Prozent dann in anderen Bereichen arbeiten. Es wurde ja auch gezeigt, es geht ja nicht nur rein um diesen Lehrberuf, sondern die jungen Frauen lernen ja auch Mathematik und es geht auch um viele, also auch Gesellschaftskunde und um Betriebswirtschaft zum Teil, also viele Sachen, die man auch für andere Berufe verwenden kann. Und ich glaube, es sind nur zwei Prozent, die noch auf der Suche sind oder dann nichts gefunden haben. Also finde ich sehr, sehr respektabel und wirklich ein ganz großer Erfolg. Ich habe mir das mal ein bisschen genauer angeguckt. Das ist wirklich auch vom Konzept meiner Ansicht nach sehr gut und auch ein bisschen holistisch aufgesetzt. Also es ist auch so, dass die Ausgebildeten, dass die dann danach noch ein Jahr lang weiter betreut werden. Also dass es danach, nach dem Schulabschluss, eben auch noch Hilfe gibt, dass man irgendwo erstmal vielleicht noch ein Praktikum machen kann oder eben auch einen Arbeitsplatz bekommt oder noch weitere Kurse für die, die selbstständig werden wollen, zu ein bisschen betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Wie viele Prozent von die Schülerinnen schaffen eigentlich diesen Abschluss, weil ich denke mir, dass sehr viele vielleicht aus einem Hintergrund kommen, dass vielleicht anderen verbitten sind oder wie man in dem Film gesehen hat, die Kinder betreuen müssen und ich glaube, man weiß nicht, bei dir hat das Kind jetzt einfach mitgenommen, aber es gibt wahrscheinlich auch Frauen, die dann mehrere Kinder haben und die wahrscheinlich nicht alle mitnehmen können. Also ich denke mal, es wird ja schon auch eine Vorauswahl gemacht. Die Plätze sind ja trotz allem rar. Und ich habe ehrlich gesagt keine Zahlen dazu, wie viel den Abschluss nicht schaffen kann, nicht sagen. Nach allem, was ich so gelesen und gehört habe, ist das glaube ich der Anteil nicht groß, aber wie gesagt, ich habe die Zahlen nicht. Es ist aber so, dass die Schule oder die schon genau auch überlegen, bei wem macht es überhaupt Sinn und gerade, dass man so ein Kind mitnimmt oder so, das ist viel, viel natürlicher und normaler. Und das ist eigentlich in der Gesellschaft häufig auch einfach besser handelbar. Ein Kind muss nicht so heißen, dass gleich alles völlig zusammenstürzt. Also auch das knüpft vielleicht gleich an das an, was ich ganz am Anfang gesagt habe. Das knüpft vielleicht gleich an das an, was ich ganz am Anfang gesagt habe. Frauen, die auch wenn sie am Arbeiten sind und wenn sie dann wieder zur Arbeit gehen, die haben halt regelmäßig Pausen, in denen sie ihre Kinder stillen können. Das geht natürlich auch einfacher, wenn man nicht weit wohnt oder beziehungsweise wenn man halt auch irgendjemand hat in der Familie, der oder diejenige dann kommt mit dem Kind in die Arbeit, damit es gestillt werden kann. Dazu vielleicht auch noch ganz interessant, also dieses Zentrum, das man hier sieht, das Sifiam in Orgadogo, das ist eines von vieren. Es gibt ein zweites in Orgadugo und in zwei weiteren Orten auch noch. Und zumindest an zwei dieser Orten wurden auch Kinderkrippen von diesem Zentrum eingerichtet, beziehungsweise von der NGO Atus Iñiga eingerichtet, um da eben auch nochmal die Möglichkeit zu schaffen, dass auch Frauen mit Kindern die Ausbildung gut absolvieren können. Können Sie noch ein paar Worte über die Finanzierung sagen, wie sich das Ausbildungsprogramm finanziert oder welchen Teil vielleicht die TeilnehmerInnen dabei leisten müssen? Also es ist so, dass prinzipiell müssen die natürlich was zahlen oder sollen es auch selber zahlen. Aber es gibt halt viele, die es nicht können. Und das Ziel ist ja auch gerade, ich finde es hat an mehreren Stellen angeklungen, dass die zum Teil aus sehr, sehr schwierigen Verhältnissen kamen, wo der Vater nicht mehr da war oder sehr, sehr viele Kinder in der Familie. Und in dem Fall wird es dann, auch wenn sie jungen Frauen das nicht können, wird es dann übernommen von der Schule. Es gibt Verein dazu, Jenninger e.V., da gibt es praktisch auch eine Basis in Deutschland, in Münster. Und die haben eben den Partnerverein und die NGO in Burkina Faso. Es ist auch so, dass in diesen ganzen Entwicklungen, gerade von diesen vier Standorten, da gibt es eine ganze Menge Geldgeber, die, ja, also die dänischen, eine dänische Organisation, die GEZ aus Deutschland, also ganz viele verschiedene, die Teilbereiche auch finanziert haben und unterstützt haben. Aber im Prinzip versucht es natürlich der Verein zu machen und es ist wohl so, dass ungefähr 50 Prozent der Lernenden unterstützt werden. Also ja, entweder ganz oder zum Teil, wenn sie nicht alles selber zahlen können. Ich glaube, Sie hatten auch eine Frage, oder? War das jetzt ein einmaliges Projekt oder wie oft findet so etwas statt? Also das ist ein Projekt, was eben 1999 gegründet wurde, der erste Standort und es läuft immer noch weiter. Ich wollte eigentlich an meinem letzten Tag jetzt in Burkina Faso tatsächlich auch das Zentrum, eins von den Zentren in Magadougou besuchen. Aber ich bin leider am Donner, also am Vorabend oder in der Nacht krank geworden. Was mir zum Glück eigentlich sonst nie passiert, wenn ich in Burkina Faso bin. Und dann musste ich schauen, dass ich wieder fit wurde, um nachts abends ins Flugzeug zu steigen. Aber ich weiß, dass es existiert. Und du hattest, glaube ich, auch jetzt vor kurzem noch Kontakt mit denen. Ja, oder? Vielen Dank. die diese Zentren gegründet hat. Und die Jenninger e.V., also dieser Verein in Deutschland, der wurde nur zur Unterstützung von Artus Jenninger gegründet. Das heißt, die Burkinische Organisation hat diese Zentren gegründet und der Deutsche Verein unterstützt sie finanziell. unterstützt sie finanziell und das besteht eben seit, ich glaube, 1997 war sogar noch eins davor, ein Zentrum, das öffnet wurde. die Zahl der Auszubildenden ein bisschen zurückgeht, einfach aufgrund der schwierigen Situation im Moment, dass sich einfach weniger Familien eine Ausbildung leisten können beziehungsweise sich leisten können, dass die Frauen über einen Zeitraum von drei Jahren, die diese Ausbildung im Schnitt dauern, die diese Ausbildung im Schnitt dauern, ausfallen, was das Beisteuern von finanzieller Unterstützung zur Familie betrifft. Aber es gibt Unterstützung vom Verein Jenenga e.V. und es wird immer wieder versucht, hier auch natürlich noch weitere Plätze zu schaffen für weitere Studierende. Gibt es noch Fragen? Wir sind nämlich schon relativ am Ende unserer Zeit. Vielleicht noch abschließend, welche Berufe werden dort erlernt oder können die Frauen dort erlernen? Ist das SIFI-Jahr jetzt nur für Mädchen und Frauen da oder ist es eine Schule oder eine Lehrstätte, wo alle teilnehmen können? Genau, das waren... Also insgesamt ist es nicht nur für junge Frauen, sondern auch für Männer. Es gibt verschiedene. Und es wird auch zunehmend wichtiger, weil jetzt gerade auch durch diese Übergriffe, diese Überfälle auch, von denen ich auf die Dörfer gesagt habe, gibt es eben sehr, sehr viele Binnenflüchtlinge. Es gibt über zwei Millionen. Also so genau kann man die Zahlen nicht, kennt man sie nicht mehr, weil der Staat auch keine weiteren Flüchtlingszahlen oder Zahlen von Binnenflüchtlingen rausgibt, weil er den Anschein machen will, dass es alles immer besser wird. Und deswegen sind natürlich auch in der Hauptstadt viele junge Leute, also viele Geflüchtete, aber eben auch viele junge Menschen und auch viele junge Männer. Und es ist ganz, ganz wichtig, auch denen einfach eine Zukunftsperspektive zu geben. Weil sonst natürlich die Gefahr da ist, sie sagen, okay, dann werden die abgeworben von solchen Gruppierungen. Und wenn dann halt auch, du kriegst ein großes Motorrad, auf dem du rumfahren kannst und eine Kalaschnikow in die Hand und dann machst du mal Ärger. Und wenn ich nur rumhänge den ganzen Tag und nichts zu tun habe und deswegen auch an anderen Projektstandorten, die wir jetzt zum Beispiel von der Caritas haben, ist es ganz wichtig, wirklich auch den jungen Männern eine Perspektive zu geben. Und zu den Berufen, also es gibt Schneiderei und es gibt Karosseriebau, es gibt Elektrik, also auch eher Elektrik im Bereich mit den Autos und Kfz-Mechanik, Kfz-Elektrik, Karosserieinstandsetzung und Lackiererei, Elektronik und Schneiderei, wobei die Karosserieinstandsetzung und Lackiererei momentan ruhend ist aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten. Es ist aber geplant, das wieder aufzunehmen. Also gerade an diesem Standort, den wir jetzt gesehen haben. Genau, das haben wir auch gesehen, dass da ein ganz großer Akzent eben auf der Karosseriebauerei oder aus dem Ausbeulen und Wiederherrichten der Karosserie lag. Ja, wir sind schon am Ende dieses Abends. Ich möchte noch kurz die Gelegenheit nutzen, Sie auf ein anderes Welthausprojekt aufmerksam zu machen. Begegnung mit Gästen. Vielleicht haben Sie schon davon gehört. Von 2. bis 9. Mai haben wir Gäste aus Bolivien bei uns in Oberösterreich. unter dem Titel Stimmen des Widerstands Indigene Frauen gegen Umweltzerstörung zwei Aktivistinnen zu uns kommen, die seit Jahren mit indigenen Gemeinschaften in Bolivien arbeiten und sich für nachhaltige Landwirtschaft und Umweltmanagement und die Stärkung der Rolle der Frauen engagieren. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, mit den Aktivistinnen in Kontakt zu treten, auch ein bisschen zu sehen, was wird in Bolivien gemacht, was hat das vielleicht auch mit uns zu tun, wie kann es Austausch geben. Und wenn Sie sich dafür interessieren, auf der Webpage vom Welthaus finden Sie alle Informationen, auch zu den öffentlichen Terminen. Es gibt auch einen Newsletter, für den Sie sich sehr gerne registrieren können. Wir haben draußen noch eine Liste, in die Sie sich eintragen können. Da bekommen Sie natürlich auch die wichtigen Infos. Draußen liegen Südwindhefte auf, die Sie sich gerne mitnehmen können. Wir haben auch noch ein Körbchen für Spenden aufgestellt für Südprojekte des Welthauses. Wer da etwas dalassen möchte, sagen wir auch ganz herzlichen Dank. Ansonsten gilt es nur mir, mich sehr herzlich für Ihr Kommen zu bedanken, mich nochmal bei allen Partnern und Partnerinnen zu bedanken und vor allem, liebe Dorothea, nochmal ein ganz, ganz herzliches Dankeschön an dich, dass du von Tirol hergekommen bist und deine Erfahrungen geteilt hast. Vielen herzlichen Dank und einen schönen Abend. Ganz herzlichen Dank von meiner Seite fürs Kommen und fürs Interesse. Vielen Dank.