Sie werden sich sagen oder denken, endlich der Letzte. Ich werde jetzt einen Kontrast einbringen. Ich möchte jetzt einen Kontrast einbringen. Ich neige eher in letzter Zeit zur Misanthropie. Ich danke aber für diese positiven Perspektiven. Es geht zuerst um Tiere. Wie viele Jahrtausende hat es gedauert, deine Fänge, deinen Schnabel zu schärfen, die Spannkraft in deinem Körper zu entwickeln, den samtenden Glanz in deinem Gefieder, den Sichelschwung in deinen Schwingen, deine Augen, in denen sie spiegelt, die Weite der Gefilde. Die Erde von oben ist wie ein Tischtuch, je nach Gelände ausgebreitet oder wie von einem Windstoß in Falten gelegt, Wiese oder Feld, auch die Ränder der Straßen, Tag und Nacht befahren von Ameisen gleich Emsigen in ihren Kapseln, die in Supermärkten Beute machen und diese in ihren überdachten Behausungen verzehren. Nichts ist außer dem, was sich in deinen Augen bewegt. Du schlägst zu, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Dein Auge, dein Flug, dein Abwartenkönnen wird sich um Nuancen weiterentwickeln, neuen Gegebenheiten anpassen. Du wirst nach unserem Verschwinden einer der Letzten sein, der diese Erde befädet. Fundstück Schädel eines Schafs am Waldrand, aufgespießt an den Augenhöhlen, am Ast eines Ahorns, mit Spuren vom Fell auf der knöchernen Stirn, flockiges Grün wie Moos in den feinen Klüften zwischen den Zähnen des Oberkiefers. Im dürftigen Gras Schüppel von Wolle, nach dem Durchnässen wie oft schon, wieder getrocknet, vom Schneedruck geplättet, aber noch immer in ihrer Zartheit wärmend die kalten Finger, die eine Hand voll aufnehmen, um mit Blick auf den Schädel Weiches zu spüren. Fledermaus Junges Hielt inne im Gehen über die Grät Mein Blick hatte im Grau einen dunklen Etwas länglichen Fleck erfasst Etwas noch nie gesehenes Flach wie ein Stück Schwarzgummi Klein wie der Nagel einer großen Zehe. Ich bückte mich, sah Ameisen am Werk, sah winzige Krallen an den Enden von Händchen und Beinchen, winzige weiße Zähne in einem halboffenen Schlitz, ein aufgequollenes Bäuchlein und schwarze Haut. Ich hob ihn auf, den zu einem toten Tierchen gewordenen Fleck, entgegen seiner Bestimmung gefallen und nicht geflogen, wird auch, dem Sein entzogen, nie mehr fliegen, nächtens, um zu jagen nach Insekten. Fasanhahn Am sandigen Weg zwischen Wald und Feld der abgetrennte Kopf eines Fasans, blinkt das Auge, Schnabel geschlossen, eine Rose, die flache Kopfseite mit dem purpurroten Kinnlappen. Staub verschmutzt seine Federuhren, an einem spannenlangen Stück Halswirbel die wildfleischbraune Fasern. Vermutungen über die Todesart stellen sich ein. Habicht, Fuchs oder verletzt von einer dieser schweren Maschinen, die der Feldarbeit dienen, leichte Beute dann von Marder, Katz oder steinendem Hund. Der Fuchs Nächtens belebt er die Landschaft, bewegt sich hungrig und wachsam zugleich unter kreisenden Sternen und am Mond über die Gezeiten der Ozeane bewirkt. Selten hortet er seine Beute, der Quarz in den Felsen schimmert. Er hat sein Revier markiert. Er hält inne, lauscht, gräbt sich ein Loch zu einer Maus am Feld rein, trabt weiter durch Wälder leichtpfotig seine rote Streift über blühende Heidelbeersträucher, gleitet bei Schnee als klare Spur über Wellen und Gräben und verschwindet auf einem Blatt Papier. und verschwindet auf einem Blatt Papier. Jetzt im engeren Sinne zur Lage. Wer möchte nicht gern Hoffnung sehen, sehen, in dieser Zeit da ringsherum, bis nah, ganz nah, ungemach, das an vermeintlich längst Vergangenes erinnert, an unsere Schwellen brandet, an und hinter denen all die unzufriedenen und verblendet Ahnungslosen sich versammeln. So man die Chiffren an der Wand vermag zu deuten, nicht fatalistisch und geschichtslos lebt, er müsste da nicht aufgerüttelt sagen, dieses schamlos Vorgebrachte erinnert an das Zaudern, an das Zündeln, das wir schon vor hundert Jahren hatten. Ich möchte, obwohl nicht wissend wie, gern Hoffnung sehen, geben, Gemüt und Hirn bewegen. Denn dem Kriegsgott Mars sollte keiner niemals, nie und nimmer Herrschaft geben. Kein Splittern und kein Rad, das foltert. Keine Feuerwoge und kein Fallen von Gemäuer sollte weder dich noch deine Ländereien treffen. Hier und jenseits aller Gräben, die nicht von uns gezogen oder gar gegraben. Du und du, ihr möget, ja, ihr solltet eure Köpfe heben, drehen, deutlich eure Stimme erheben. Damit weder Reich noch Herrschaft bleibe, den Männern, die uns euch beschenken, mit Trojanern Fake News lügen und ihren wohl sortierten Todesgaben. Prediger des Hasses, die versuchen, all das schwesterlich und brüderlich Geeinte und Vereinte gewissenlos entzweihe zu schlagen. Ja, wir sollten deutlich unsere Stimme erheben, um den Herren, die uns mit ihren Phrasen quälen, deutlich zu entsagen. Bereits die Feuerflammenzeichen sind wir buchstabierende Sektierer, die Börsenkurse deutend, unheilahnend, uneins, machtlos, heute hier, um Kassandrisch wie vergeblich, schlicht und einfach zu erinnern und zu mahnen. zu erinnern und zu mahnen. Es wäre eigentlich als Einführung ganz gut gewesen. Und jetzt zuletzt Flechten. So hätten wir sein sollen, uns bewähren sollen, hiernieden, wie die Flechten. Sie bewohnen den Stein, aber spalten ihn nicht. Danke.