Und fröhliche Aggression ist vielleicht auch ein Beitrag zur Verbesserung der Lage, aber es muss nicht sein. Rambos letztes Gefecht 2035 mitten in Mitteleuropa. Die linksgrün versiffte Elitenbabel hat die schweigende Mehrheit der normalen Bevölkerung unter ein wokes Terrorregime gezwungen. Meinungsfreiheit ist nur noch eine brennende Sehnsucht, in der man darf gar nichts mehr sagen. Wir sehen aufwühlende Szenen des Terrors, ein Tribunal, in dem wackere Familienväter und Leistungsträger von hysterischen, alleinstehenden, kinderlosen, frustrierten Unrechtsrichterinnen ins Unerziehungslager gesteckt werden. Etwa ein 65-jähriger Kaschmir-Rollkragen-Pulli-Träger, der nur darauf hinweisen wollte, dass die Ukranazis Russland provoziert haben, um ein Wettrüsten auszulösen. Dasselbe Schicksal ereilt einen Alt-68er, der im Sinne des Anti-Imperialismus nur meint, dass Israel von der Landkarte zu tilgen sei. Ein Audi-Fahrer, der in den sozialen Medien einen sehr lustigen Witz gemacht hat, in dem die Frauenministerin umgebracht wird, beruft sich auf die Freiheit der Kunst und satire vergeblich. Ein entmachteter FPÖ-Landespolitiker hat bloß vorgeschlagen, objektiv die in die Jahre gekommenen Menschenrechte einmal neu zu denken. Das sei einem antifaschistisch-linksextremen Schuldkomplex der Nachkriegszeit geschrieben worden. Es dürfe keine Denktabus geben, verurteilt. Sogar eine Frau erwischt es. Sie hat geschrieben, dass Transfrauen keine echten Frauen seien. Sie wollte damit nur die Rechte der Frauen stärken. Wir sehen, wie die Meinungspartisanen nach Bad Schallerbach geführt werden. Sie singen. Die Gedanken sind immer frei, wir wurden verraten. Unsere Zeit ist vorbei wie nächtliche Schatten. Eine bauliche Maßnahme umfängt den gesamten Kurort. Die Männer müssen sich die Zimmer teilen, in jedes kommt ein Schnacher. Dann die Kuranwendungen. Statt ordentlicher Duschen gibt es nur so tripselnde Regenduschen, die Körperhygiene eine chinesische Tröpfchenfolter. Das Essen vegan und aus regionalem Anbau. Schon nach drei Tagen sind alle ausgemergelt. Denn ein Mann braucht Fleisch, einen Löwen kann man nicht mit Tofu füttern. Und drehen die Insassen den Fernseher auf, sehen sie die vier Golden Girls, die mittels KI-Technik in verteilten Rollen das sanfte Gesetz von Adalbert Stifter vorlesen. Chinesische Tröpfchenfolter für das Innere des einst stolzen Männerkopfes. Jenseits des Atlantiks, im Land der großen Freiheit, schlüpft derweil Sylvester Stallone noch einmal in seine größte Rolle, leider nicht die des sympathischen Rocky, sondern des revanchistischen Vorkämpfers US-amerikanischer Militärhegemonialmacht, der ätzende Rambo. Er soll die Männer aus dem Würgegriff der Flinters und LGBTQIAs und Nicht-Arschlöcher befreien. Schon ist er über den großen Teich im Militärjet gebracht worden. Im Untergrund agieren der Freischerler, der AfD und FPÖ, quasi die Mujahedin der Menos 4, empfangen den einsamen Rächer im Bayerischen, jetzt kommt ein sehr guter Witz, in Zell. Bei Traunstein ist das. Mit nacktem Oberkörper schlägt er sich durch. Er hat sehr viel trainieren müssen, denn gerade Botebilder kriegen Winkfleisch im Alter. Stellon hat in den Wochen zuvor nur Eiweiß gegessen. Es muss ja überall Protein rein, weil sonst wirst du zur Frau. Rambo der Siebte ist überrascht. Er trinkt einen Österreich wie in eine konsensuelle Frau. Niemand will mit ihm kämpfen, da kann er sich noch so auf seine starke, füllige, runde, halloße Männerbrust trommeln. Die Menschen lachen und machen Spott-Tik-Toks. Du hast den Jack Norris lassen, ha, ist der leicht beim Pilates. So was sagen die Feinde, statt sich mannhaft von Rambo in die Luft sprengen zu lassen. Da steht er vor den Toren Pachalapachs und versteckt sich im ehemaligen Clubkeller der Identitären Landjugend. Von dort ruft er einen vermeintlich Verbündeten an, den ehemaligen Stammesfürsten, der einst mit Hilfe der Volksmutscher Hedin das Land unter Kontrolle hielt. Stellt, grüß Gott, wer spricht? Ja, Mann, it's me, Rambo. I came to take revenge. Was? Ha, geh, Leni. Komm her, da ist einer am Telefon, den versteh ich nicht. Aus der Ferne hören wir, Papa, leg auf, das ist so ein Scammer, der will nur deine Philharmoniker Münzen. What's going on? Let me save you. Are you in jail too? I can hear the waltz, those bitches. Leni ist am Apparat. Listen, you are the one who ends up in jail. Leave our dads alone. Yes, Stallone, it's me, Sylvester. Die Verbindung wird unterbrochen. Leni, was wollt denn der Wahnsinnige? Irgendwas mit Sylvester, Papa. Das ist ja nur ein Dreivierteljahr. Rambo verwandelt nach guter Männerart seine Verwirrung in die Entschlossenheit. Er sprengt den Zaun des Umerziehungslagers und schreit blöd herum, was jetzt keine Supertaktik ist, denn alle wollen eigentlich schlafen. Rambo ramballiert trotzdem weiter, bis er am Vormittag des kommenden Tages endlich umringt ist von den Feindinnen und der obersten Matriarchen. Sie geht aufs Leih zu, sagt beruhigend, Guts, gute, gute. Geschau, jetzt bist du bald 80, jetzt gib du a Ruhe. Sie hält ihm ein Snickers hin, you are not yourself im Unterzucker. Er rührt, no proteins in it, fight woman, fight me. Die Präsidentin seufzt, ermüdet. Da stürmt er auf sie los, will sie mit seinen Power-Fäusten in der Kurluft zerfetzen. Doch sie ist zu klein, er verfehlt sie. Stattdessen tatscht sie ihm mit der linken, ein wenig fest auf die körpereigene Herrenhandtasche. Rambo geht in die Knie. Er hat nicht damit gerechnet, dass die Feindin kämpft wie eine Frau. Es tut so weh. Drinnen spritzen noch seine Augen. Er hat nicht gewusst, dass männliche Eier das empfindlichste Gewebe aller Säugetierarten sind. Na, tschuldiges Leid. Tut's recht weh, das wollt ich nicht. Sie streichelt ihm den dummen Schmalzkopf. Er schlingt die Arme um die kleine Despotin, sie lässt es zu, obwohl er schon ziemlich mürtelt. Er schnuppert an ihrem Nacken, Oxytocin flutet seinen sinnlos aufgepumpten Leib. Jetzt kriegst du eine Lasagne, dann tust du mir ein bisschen Heidchen und auf die Nacht trinken wir Freistädter Ratsherren miteinander. Gut, aber duschen tust du mir noch. Sie hilft ihm auf, alles Aggressive ist aus dem alternden Actionstar gewichen. Vergleiche Hulk. Da beginnt es wieder leicht zu nieseln, ein Regenbogen zieht sich über die Szenerie. Ihr wart alle brav und geht morgen heim, verkündet die Tyrannen. Wie beim Gefangenenchor beginnen sich die Herren zu wiegen. Es regnet ihnen auf die hohen Stirnen. Eine Melodie erklingt, alle Stimmen mit ein. Und am schönsten, wer hätte das gedacht, singt der Stallone. Raindrops are falling on my head and just like the guy whose brain is too small for his head nothing seems to fit so patriarchy is falling, finally it keeps falling now I'm free. Ich glaube, das war eine liebe Geschichte. Und der Applaus, den Sie jetzt schon in den Fäusten und Fingern haben, mit diesem Applaus kommt unser lieber Organisator, unser Ex-Präsident und Altspatz Kurt Mitterndorf auf die Bühne. Danke.