Hallo, ich bin die Therese Ulrike Zelnig und ich bin Malerin. Ich habe in Linz Malerei studiert. Ich wohne jetzt in Linz und arbeite in Linz in einem Linzer Geartelier, wo wir heute sind und habe in Wien auch ein Atelier. Also ich penne zwischen Linz und Wien. Und in meiner Malerei geht es, grob gesagt, es geht um das Verhandeln meiner Existenz in Reaktion auf das Außen, was bedeutet, dass ich mir Fragen stelle, wer bin ich und warum bin ich so, wie ich bin, was empfinde ich, was darf ich davon zeigen und das immer in Reaktion eben auf die Personen, die mich umgeben oder das Umfeld, das mich umgibt oder Nachrichten und genau, und die Darstellung meiner Arbeit ist figurativ mit abstrakten Elementen. Normalerweise arbeite ich im Großformat, so wie die Arbeit, die hinter mir sichtbar ist. Und hier jetzt in dem Linzergeatelier bin ich jetzt eher im kleinen Format. Es sind Farben sehr wichtig und die Bewegung des Pinsels, also das sind starke Ausdrucksmittel für mich, was vielleicht wie eine Sprache wird, wo ich andere Dinge nicht sagen kann. Und deswegen war das so eine ständige Begleiterin von mir, die Kunst. Und ich wollte immer das machen und habe auch dann früh gemalt und ich war auch auf der Kinder-Union-Schnitzel gemalt. Also das war einfach immer mein Weg. Ich wollte Malerin sein. Das hängt mit Ehrgeiz und Glück zusammen und einem starken Willen, das zu machen. Ich habe 2017 den Abschluss gemacht in Linz. Und nach der Uni habe ich dann nebenbei in einem Büro gearbeitet, ein paar Tage in der Woche. ein paar Tage in der Woche. Und dann habe ich aber beschlossen vor 2021, vor fünf Jahren, dass ich jetzt von meiner Malerei leben will und ich will das riskieren. Und habe ein bisschen Geld auf der Seite gehabt und habe mir gedacht, ich will jetzt, ich will entweder durch Förderungen oder Preise oder Verkäufe, ich will das jetzt schaffen. Und wenn ich diesen Druck habe, dann kann das funktionieren. Und es hat jetzt funktioniert. Also wie gesagt, das ist eine Mischung aus Ehrgeiz und aber auch Glück. Also ich reiche ständig ein bei allen möglichen Preisen, Förderungen. Ich schaue, dass ich zu Ausstellungen komme und Sichtbarkeit bekomme. Und ja, habe auch das Glück gehabt, schon einige Preise zu gewinnen. Und so finanziere ich mich. Es ist nicht viel oder es ist sicher an der Armutsgrenze, aber das kennen wir eh alle, die Kunst machen. Aber es geht sich aus und es ist immer wichtig, dass es sich ausgeht und dass ich diese Unabhängigkeit auch habe, mich auf die Kunst konzentrieren zu können und nur das machen zu können, was ich machen will, um die Freiheit zu haben. Ich glaube, Geschlechtsunterschiede spielen dann eher eine Rolle, wenn man eine Liga höher spielt. Also in dem Bereich, wo ich jetzt bin, wo ich mich gerade selber finanzieren kann, aber trotzdem keine Galerie habe, von der ich vertreten werde, ist es, glaube ich, eher noch unwichtig. Also ich sehe da irgendwie so eine Pyramide und da kann man so aufsteigen. Aber ich glaube, je höher man da aufsteigt, dass es dann schon diese Differenzierungen gibt oder dass Künstler, oder das glaube ich, das weiß man ja, dass die Künstler trotzdem mehr verdienen dann mit ihrer Arbeit als die Künstlerinnen. Ich habe vorher über die Kollektivarbeit mit der Edition gesprochen. Das ist ein Verein, den ich während dem Studium mit meinen Malereikolleginnen gegründet habe in Linz. Und wir haben auch einen Ausstellungsraum betrieben für fünf Jahre und haben die unterschiedlichsten Ausstellungen gemacht, haben Studierende eingeladen und ihnen eine Bühne gegeben und haben aber auch etabliertere Künstlerinnen eingeladen und bei der Parallel Vienna gemeinsam ausgestellt. Also wir haben als Kollektiv, als Künstlerinnenkollektiv entweder zusammengearbeitet und Kunst ausgestellt oder eben Ausstellungen kuratiert. Wir haben den letztes Jahr aufgelöst, den Verein, weil wir eben in unterschiedlichen Städten wohnen, also in Linz und in Wien und das für unsere Arbeit einfach nicht mehr so gut funktioniert hat, weil wir am besten zusammenarbeiten haben können, wenn wir alle vor Ort waren. Und ich glaube, wir haben alles gemacht, was wir machen konnten. Ich glaube, das war sehr wichtig für die junge Kunstszene in Linz, dass es diesen Ort gab und wir haben alles gegeben und irgendwann war es erledigt, die Arbeit hier. Und eben durch diese unterschiedlichen Städte hat das dann auch gepasst und dann haben wir gesagt, jetzt sind wir im Ruhestand, so in Pension. Und dann haben wir gesagt, jetzt sind wir im Ruhestand, so in Pension. Ja, das ist schon sehr wichtig, dass man sich gemeinsam organisiert, würde ich sagen. Und dass man auf keinen Fall alleine sein sollte, weil ich glaube, dann wäre ich verloren. Das ist mir auch im Atelier sehr wichtig. Also ich habe dann nach dem Studium in Linz ein Atelier gegründet und da waren wir zu fünf. Ja, zu fünf. Sehr wichtig, dass Leute um einen sind und dass man sich gemeinsam organisiert oder Ausstellungen organisiert oder auch einfach gemeinsam sich unterstützt und Arbeiten anschaut. Und ja, also das Gemeinsame ist mir sehr wichtig. So sehr ich die Zeit auf der Uni geliebt habe und auch so tolle Professoren und Professoren wir gehabt haben, aber es bereitet uns nicht auch das Leben danach vor. Also ich habe keine Ahnung gehabt von wie versichere ich mich, wie bekomme ich eine Förderzusage? Wie kann ich meine Versicherung finanzieren vom Künstler, wie geht es weiter, wie bringe ich die Kunst an den Markt. weitermachen. Also ich musste ein bisschen in meinen Träumen leben. Und die haben sich auch nicht verändert. Mein Traum ist, dass ich mein Traum ist, dass ich anerkannte Künstlerin werde, bin, werde. Und das war schon immer so. Und das war auch während der Uni der Traum und das ist jetzt der Traum und genau, also der der haltet mich am Leben, dieser Traum. Was mich motiviert, trotz am Leben weiterzumachen ist, dass es, also ich kann nicht anders, ich will malen, Ich will malen, ich will mich ausdrücken. Also das Malen an sich. Und dann natürlich ist es eine große Motivation, wenn dann von außen eine Anerkennung kommt oder wenn man ausstellt und wenn man von anderen hört, super und deine Arbeit ist wichtig für mich oder die hat was ausgelöst in mir, das sind einfach super schöne Gefühle, die einen motivieren und auch diese Freiheit, dass ich machen kann, was ich will und dass ich meine eigene Chefin bin, das ist mir sehr wichtig und ich will das nicht anders haben. Also das ist die Motivation und die Downs, naja, sicher, dann kommen Zeiten, wo einfach gar kein Geld mehr da ist und wo man dann eben schauen muss, also entweder schaffe ich jetzt den nächsten Monat oder ich muss mir halt einen Nebenjob suchen. ich muss mir halt einen Nebenjob suchen und das das wirkt sich dann auch auf das Selbstwertgefühl aus und auf die Psyche und das also das kann dann ein Superdown werden und da gibt es dann noch, da hat es dann noch Momente gegeben wo ich überhaupt keine Erkunft mehr machen wollte, aber irgendwie ist es dann so in mir drin, dass ich weiß ja dann gar nicht, wer soll ich denn überhaupt dann sein?