Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Musik Ich möchte gerne anfangen mit meinem Vater. Wir haben ja 150 Meter von der Tabakfabrik gewohnt. Das waren Wohnbauten, was die Firma Riedenhof damals erstellen haben lassen. Und da hat mein Vater eine Wohnung gekriegt, eine kleine Wohnung. Und mein Vater war ein gelernter Friseur, aber er hat das nicht ausgehalten in den Händen, überall diese starken Mittel, mit denen die Friseure da zu tun haben. Und folgendessen ist er auf der Suche nach einer neuen Arbeit gewesen. Und das war aber eine ganz, ganz schlimme Zeit mit Arbeitslosigkeit. Also jeder Dritte mindestens war arbeitslos. Das war aber eine ganz, ganz schlimme Zeit mit Arbeitslosigkeit. Also jeder Dritte mindestens war arbeitslos. Und jetzt hat er halt gesucht und dann hat er zufällig erfahren, dass in der Tabakfabrik Leute suchen, die da arbeiten möchten. Dann ist mein Vater sofort den nächsten Tag hergegangen und hat prompt aufgenommen und hat anfangen können. Und was meiner Mutter sehr zugute gekommen ist, er ist pragmatisiert gewesen dann, also unkündbar. Und das war zu der damaligen Zeit ganz fantastisch, weil eben diese große Arbeitslosigkeit geherrscht hat. Wir waren sehr arm, wir haben in einer Kellerwohnung gewohnt und mein Vater hat durch das, dass er da gearbeitet hat, hat er die Möglichkeit gehabt, da eine Wohnung zu kriegen in diesen Häusern an der Ecke gefahren. gehabt, da eine Wohnung zu kriegen in diesen Häusern, an der Ecke gefahren, bevor wir in die Fabrikstraße, in die Honauer Straße, unter Donaulände, dieses Eck. Und da haben wir gewohnt. Und auch ich, wie ich dann schon verheiratet war, wir haben noch immer auf eine Wohnung gewartet, musste mein Mann bei seinen Eltern wohnen und ich bei meinem. Und ich habe das zweijährige Kind gehabt, meine Tochter. Und wie gesagt, das war nicht ganz einfach, die Alten und die Jungen zusammen. Und eines schönen Tages ist mein Vater heimgekommen da von der Arbeit und hat mir erzählt, die suchen im Sommer von Juni, Juli, August, September, so drei, vier Monate, suchen sie Aushilfen. Aha, habe ich gesagt, das hört sich ja gut an, weil ich war ja zu Hause bei meinen Kindern, Und dann bin ich da her und die haben mich sofort aufgenommen. Und das Schöne an der Sache war nämlich das, dass sie einen Kindergarten gehabt haben. Und die haben schon die Kinder vom Säuglingsalter aufgenommen. Und meine war schon zwei Jahre. Der hat sehr gut gefallen dort, aber sie waren noch zu klein für heraußen, für den Kindergarten. Aber das war das Angenehme an der Sache. Und deswegen habe ich da gearbeitet? Als Kehrerin. Da hat es diese großen Säle gegeben, wo dann die Packungen, diese riesigen mit Tabakblättern dort gelagert worden sind. Und wenn die weggehoben wurden, da ist immer was rausgefallen. Und das haben wir Kehrerinnen wegräumen müssen, wegkehren müssen. Und ich habe damals eine sehr nette Dame kennengelernt, also eine liebe Freundin kennengelernt. Wir haben einen Raum sozusagen zur Verfügung gestellt bekommen mit, glaube ich, vier oder fünf Spinten. Manchmal über die Mittagszeit haben wir es uns etwas gemütlich gemacht und haben die Babywäsche, die Kinderwäsche im Waschbecken gewaschen und haben es auf unsere Spinte, da haben wir ein Handtuch draufgelegt, oben haben wir es draufgelegt zum Trocknen. Das ist oft zwei, drei Tage da oben gelegen. Bis es richtig trocken war, dann haben wir es wieder mit nach Hause genommen. Also wir waren da sehr kreativ, ja, diesbezüglich. Ja, das wäre eigentlich, ich habe dann, ich habe diese Monate abgedient, Ich habe diese Monate abgedient da drin im Haus. Die hätten mich dann gefragt, ob ich nicht für ganz bleiben möchte. Da habe ich gesagt, nein, ich habe ja einen Beruf erlernt. Ich bin gelernte Verkäuferin und möchte auch wieder in meinen Beruf zurückgehen. Es war natürlich sehr verlockend, weil das Kind ja untergebracht wäre gewesen. Das war schon sehr verlockend. Aber ich habe mich dann doch anders entschieden und bin wieder weggegangen von der Tabakfabrik. Ich habe ja einen ewig kranken Vater gehabt. Mein Vater war ja ewig kranker. Es ist ihm das zugute gekommen, dass er unkündbar war. Wie es gerochen hat? Ja, nach Tabak. Ja, immer nach Tabak. Aber da haben manche Plätze, wo das gelagert worden ist, ziemlich arg ausgeschaut. Also da ist viel rausgefallen immer aus diesen Sachen da. Und wir haben halt das ein bisschen aufgehört, dass die Nächsten wieder was hinbringen können. Das haben wir dann in einem Kübel gesammelt und irgendwo, glaube ich, ist das dann ausgeleert worden. Ich habe nie geraucht, aber mein Vater hat sehr viel geraucht und der hat diese Personalzigaretten gekriegt, eine ganze Stange jedes Monat. Das hat es damals gegeben und der hat das alles, alles verraucht. Es ist ja schon eine Weile her, dass das aufgelassen worden ist, die Zigarettenfabrikation. Man hat natürlich gesehen, wir sind dann noch die eine, die mit mir zur Seite gestellt worden ist sozusagen, die ist mit mir dann einmal in die Produktion gegangen. Da habe ich das gesehen, wie die Frauen da gesessen sind und da die Zigaretten gemacht haben. Die sind wie aufgefädelt da gesessen. Und die sind wie aufgefädelt da gesessen. Und das habe ich natürlich damals, wie sie mir es dann angeboten hatten, da zu bleiben, habe ich das immer vor mir gehabt. Da habe ich mir gedacht, nein, das will ich eigentlich gar nicht. Das war nicht meins. Ja, das war eine Ausnahme. Da haben damals keine Firma gekannt, die zusätzlich so etwas angeboten hätte. Überhaupt nicht. Das war eine schöne... Ich habe gestern schon verzweifelt gesucht. Ich habe einen Ausschnitt aus einer Zeitung gehabt. Da ist dieser Kindergarten fotografiert worden damals. Aber ich habe diesen Zeitungsausschnitt nicht mehr gefunden. Ich weiß nicht, wo ich den aufgehoben habe. Kann man es nicht vorstellen. Ein paar Mal übersiedeln und schon ist sowas weg. Nein, die haben schon Kinder im Säuglingsalter. Es ist mir nicht anders gegangen. Wenn du gestillt hast, hast du acht Wochen zu Hause bleiben können beim Kind. Wenn du nicht gestillt hast, nur sechs Monate. Also da hat es noch nichts gegeben, dass man ein Pflegejahr kriegt oder sowas in der Richtung. Und darum habe ich das schon sehr geschätzt und meine Mutter hat dann das Kind ab und zu schon früher geholt, ist mit ihr, da war ja bei diesen Häusern ein schöner Park und ein Wäscheplatz gewesen, weiß ich nicht wie es jetzt ausschaut und ja und da hat meine Mutter eben das Kind geholt und ist mit ihr spazieren gegangen oder hat sie auf der Bank gesitzt und haben auf mich gewartet, bis ich komme und das Kind holen. Wir haben ewig auf unsere Wohnung gewartet. Die haben fünfmal, glaube ich, die Stirn runter, also rausgerissen und wieder neu gemacht und wieder rausgerissen und wieder neu gemacht. Hat sich das verzögert. Zuerst hat es geheißen, im Mai können wir einziehen, dann hat es geheißen, im August und dann war es wieder nichts und dann sind wir letztlich kurz vor Weihnachten eingezogen. Da waren wir natürlich auch froh. Aber ich meine, das bei den Eltern wohnen, das war ein Horror. Und ich habe ein Schreikind gehabt.