Wir wollen erhört und gehört werden, aber wir empören uns auch. Das ist unerhört. Du hast gesagt, ursprünglich hattest du Angst vor dem Mikrofon. Die hast du in deinen mittlerweile 25 Jahren, die du Radio machst, ich nehme an, verloren? Nein. Schauspielerin darf man auch Lampenfieber holen, dann kann man das Radio machen. Hallo und herzlich willkommen zur HörBar, wo wir mit unseren Sendungsmachenden Sendung machen und heute darf ich die Michi und die Helga begrüßen. Ihr beide macht die Sendung XXY ungelöst und unerhört, das feministische Magazin mit queerem Biss. Und mit euch beiden habe ich bereits schon in anderen Momenten unserer Leben über Radio gesprochen und darf das auch heute wieder tun. Und etwas, was mir da in den Sinn kommt, wenn ich an euch beide denke, ist so eine Melodie. Und dann kommt so ein I don't wanna fall in love. Klingelt das bei euch auch? Ganz leicht. Ganz leicht. Spacefam FM Jingle. Yes, genau. Der hat Spacefam FM Jingle. Ihr wart da früher beide dabei. Für alle die Spacefam FM nicht mehr kennen, Helga und Michi, ganz kurz, wollt ihr kurz erklären, was Spacefam FM einmal war oder immer noch ist? Gerne und da gebe ich gleich Helga sozusagen das Wort. Wir haben besprochen, dass Helga das macht. Hallo und danke für die Einladung. Schön, dass ihr da seid auf jeden Fall. Mir hat das ganz gut gefallen, die Reise zu Froh. Ich habe überlegt, wie war meine Reise zu Froh und wie war die Reise von der Michi zu Froh. Das erzählts extra. Ich war die Reise von der Michi zu froh, dass sie das extra erzählt. Und ich möchte ein bisschen, weil ich mir denke, es ist so Mediengeschichte, früher angefangen. Und zwar, Rundfunk und Fernsehen waren ja ganz lange ein Monopol des Staates in Österreich. Und Österreich hat dann auch zu den, also in Europa waren schon überall die Frequenzen, freien Radiofrequenzen unterwegs oder Privatfrequenzen oder kommerzielle Frequenzen. Und Österreich ist ziemlich nachgehinkt. Und dann waren natürlich Jahrzehnte und gerade verstärkt Ende der 80er und 90er Jahre die Radio-PiratInnen, da kommen wir vielleicht eh noch darauf zurück, unterwegs. Und wie es so ist, die waren schon sehr vernetzt, voll illegal haben wir oft hohe Strafen gezahlt, und wie es so ist, war dann auch in Österreich die Zeit reif, dass der Staat, der ORF, das Monopol abgeben hat müssen, und das war dann radiofrohh und mehrere andere freie, nicht kommerzielle Radiostationen sind dann legal on air gegangen. Und zwar Radio Froh im September 1998 steht auf Wikipedia und da von dem, ich war schon im Vorfeld in der Kunst- und Kulturszene im feministischen Bereich tätig. Und da setzt dann sozusagen der persönliche Teil ein. Den Radiopiratinnen oder die später dazu gestoßen sind, war es natürlich ganz, ganz wichtig, dass feministische Redaktionen, feministische Formate in diesem nicht kommerziellen Radio positionieren. Wie haben sie das gemacht? Sie haben ein EU-Projekt angesucht, das hat geheißen FemFM connected und haben sie österreichweit auch vernetzt und wie haben sie dieses Projekt umgesetzt, indem sie sich eben gegenseitig besucht haben, Austausch gemacht haben und Workshops angeboten. Und da ist dann meine persönliche Reise zu froh gekommen, dass ich mir gedacht habe, seit 1998, okay, jetzt hätten wir da ein Podium, wo man Meinung äußern kann, ich habe aber ziemlich Angst gehabt vor dem Mikrofon, und dann habe ich mir gedacht, schauen wir uns trotzdem an, ob ich das kann. Und wie es so oft ist, ist dann 2000 eine Mail zu mir gekommen, Radio Workshop, Radio für Frauen. Und ich dachte, perfekt, da bin ich dabei. Dann haben wir in der Medienwerkstatt, hat die Claudia Torschak, die Ingrid Palmetzhofer und die Leiterin der Medienwerkstatt, die Hildegard Grebel-Schiharper, haben eben den Workshop angeboten. Und da waren wir damals schon 15 Frauen und geblieben. Und was sie, glaube ich, sehr gut gemacht haben, war, es war nicht nur ein Wochenend-Workshop, sondern sie haben uns dann den ganzen Herbst 2000 begleitet. Wir haben uns da einmal in der Woche getroffen. Herbst 2000 begleitet. Wir haben uns da einmal in der Woche getroffen. Und da sind von den 15 Frauen 10 geblieben. Und haben dann Space Family for a fine Frau, das ist die Geburtsstunde von Space Family for a fine Frau, ein Radio, und wir waren dann 16 Jahre mit wechselnder Besetzung. Und 490 Sendungen. Das entspricht zu 20 Tagen on Air auf Radio FRO. Frauenräume, Frauenthemen, Frauenstimmen. Das ist schon richtig, richtig viel. Du hast gesagt, ursprünglich hattest du Angst vor dem Mikrofon. Die hörst du in deinen mittlerweile 25 Jahren, die du Radio machst. Ich nehme an, verloren? Nein, aber jetzt, wenn man sagt, das wirst du ja doch, wieso hast du noch immer Angst vor dem Mikrofon? Es ist Verfassung natürlich. Dann sage ich, Schauspielerin darf man auch Lampenfieber haben. Dann kann man als Radiomacherin auch Lampenfieber haben. Das ist sehr wichtig und sehr richtig. Und Emotionen und Gefühle klären ja auch dazu. Das ist ja auch ganz wichtig. Ja, Michi, wie bist du zum Radio gekommen? Ja, wie bin du zum Radio gekommen? Ja, wie bin ich zum Radio gekommen? Ich habe jetzt heute noch einmal meinen Mappen ein bisschen durchgewühlt. Eigentlich, so ganz genau, wie es passiert ist, weiß ich nicht, aber ich weiß wie und wann. Nämlich, ich bin bei den ersten Lehrredaktionen von Radio Froh dabei gewesen. Und das war 2004, 2005. nämlich ich bin bei den ersten Lehrredaktionen von Radio Froh dabei gewesen. Und das war 2004, 2005. Genau. Und das war natürlich sehr aufregend, da bin ich mit Themen konfrontiert worden, die manchmal fremd oder neu waren. Und in dieser Lehrredaktion sind wir da schon sehr motiviert worden, auch Radio zu machen. Das heißt, es war im Rahmen dieser Ausbildung auch geplant, dass wir bei der Frosin mitarbeiten. Dann haben wir so ein Abschlussprojekt gemacht. Also da war es einfach so ein Reingleiten. Ich habe dann bei Frosin immer wieder Beiträge gemacht, auch einige Jahre. Und dann habe ich relativ schnell begonnen, weil ich leidenschaftlich ins Kino gehe und Sidiastin bin, dass ich ein Kinomagazin gemacht habe. Das hat geheißen Shortcuts. Das habe ich auch drei, vier Jahre gemacht. Das ist um das gegangen, dass ich Filme beschrieben habe, Premieren besucht habe, Interviews geführt habe, so irgendwie. Genau. Ich habe Premieren besucht, Interviews geführt. Dann ist relativ schnell dazu gekommen, dass ich von der Redaktion von Spacefam FM gefragt wurde, ob ich da mitmachen will. Genau, zögerlich und weil die haben so eine Power gehabt und das war gerade in einem Jubiläumsjahr von Spacefam.fm, also es war wirklich viel los und ich habe mir gedacht, Hilfe, ich weiß nicht, ob ich da irgendwie mitmachen kann und will. Ich habe mich entschieden und war dann eigentlich sehr lange bei Spacefam.fm. Genau und die freien Radios, freien Medien sind für mich so ein Stück auch zu Hause. Ich komme immer wieder gerne ins Frohe, Freistaat. Also es gibt noch immer nach Jahrzehnten sehr ein nahes Verhältnis und ich bin noch immer sehr überzeugt von dieser Form von Medienarbeit. Genau. Ja, und bei Spacefam FM habt ihr beide euch dann auch kennengelernt. Genau. Also die Helga, das ist bis jetzt eigentlich noch sehr eine zentrale Person. Ich habe es immer so erlebt, die Helga war so ein verbindendes Element. Wir haben immer geschaut, dass wir Redaktionssitzungen haben und da hat die Helga immer eingeladen. Sie war immer bestens vorbereitet, so wie jetzt noch immer. Also da war eigentlich, wo wir uns kennengelernt haben und viele, viele Projekte bis hin, dass wir wieder ins BSBMFM beendet wurden, wo die Helga zu mir meinte, wir müssen weitermachen, wir können nicht Radio machen. Und so ist das nächste Projekt entstanden, das wir jetzt zu zweit machen, das XXY. Da möchte ich vielleicht nur erwähnen, ich habe Michi schon vorher gekannt, also so von 10 haben wir uns sicher schon gegannt, weil sie ist Gründungsmitglied von 52 Prozent, Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur in Oberösterreich, die es seit 1998, glaube ich, hier mal nicht gibt, und jetzt sozusagen 27 Jahre, also Hut ab, von der Gründungsfrau. 27 Jahre, also Hut ab. Da kommt er ums Brauch. Ja, das waren nur Zeiten. Ich meine, du sagst jetzt komisch an nicht guten alten Zeiten, aber da waren halt bestimmte Themen, gerade so im feministischen Kontext, wir Feministischen waren halt noch andere, aber sie sind uns leider noch immer sehr geblieben, bestimmte Themen, wo es noch immer sehr viel Vehemenz und auch Kampf braucht. 52 ist eigentlich entstanden nur ganz kurz, ein Exkurs. Oberösterreichweit eine Frauenkulturwoche abgehalten. Und da haben wir sozusagen einen Verein gebraucht für Förderungen. Und so ist 52 eigentlich entstanden. Das war eine relativ pragmatische Überlegung. Und diese Frauenkulturwoche war auch klar, gerade in der Kulturszene hat sich schon verändert, aber auch ist noch sicher Luft nach oben, wie man so schön sagt. Aber da war es auch so, dass einfach Präsenz von Frauen ganz wenig war. Also da war es immer so, bei der Kasse sitzen und Brötchen schmieren, aber so auf der Bühne oder beim Booking hat man ganz, ganz wenig Frauen, viele Personen noch jetzt dazu gefunden. Und das war halt, wo man gesagt hat, das geht nicht und das war halt dann so auch die Idee und das war eh ein riesen Ding. Wir haben sehr intensiv mit Frauen aus den Regionen gearbeitet, das war uns auch ganz wichtig, weil die wissen, was die Region braucht, aber das war eigentlich so die Geburtsstunde von 52 und genau, so bin ich anscheinend auffällig geworden bei der Helga. Ja, ihr beide habt euch auf jeden Fall gefunden und habt dann eben aus Spacefam FM heraus eure Sendung geboren. XXY – Ungelöst und unerhört, das feministische Magazin mit B&Bs. Ich kann das eigentlich schon auswendig, aber wenn es da hinten schon steht, dann muss man auch immer hinschauen, vor allem auch deshalb, es hat ja eine sehr spannende Schreibform mit den Klammern und dem Unterstrich. Was steht, was steckt hinter und im Titel? Wo kommt der her, wo geht der hin? Hinter und im Titel, wo kommt der her, wo geht der hin? Ja, also wir haben uns da wirklich viel überlegt. Es ist ein schwieriger Titel sozusagen und darum ist immer so kurz gefasst XXY, geht leicht über die Lippen. Das eine, unser neuer Jingle hat das auch ein bisschen sozusagen auf die Schippe genommen. Wir haben unterschiedliche Personen gefragt, uns diesen Titel vorzusprechen. Und dann hat man schon einmal gehört, die unterschiedlichen Sprechweisen. Ich versuche weder mich zu provozieren, noch zu sprechen. xxy x-xy ungelöst und unerhört das feministische Magazin mit queerem Biss mit queerem Biss Herzlich willkommen bei XXY, ungelöst und unerhört, dem feministischen Magazin. Ein Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von... Ja, also das XXY, das hat sozusagen mit dem was zu tun, nämlich das steht für Varianz. Also wir stehen klar für Feminismus, wir stehen nach wie vor für das, dass wir Feministinnen sind, ja, genau. Aber wir haben auch gesagt irgendwie, wir wollen das erweitern. Feminismus hat immer weiter gedacht und uns dann wichtig war, dass wir diesen queeren Biss, wir wollten den Feminismus noch im Zentrum halten, aber sozusagen wir wollen erweitern und andere Menschen auch sozusagen ins Boot holen. Und das XXY, das hat so ein bisschen was mit Genetik zu tun, sozusagen, wenn man binär denkt, männlich-weiblich, mit den Chromosomen. Und dann war das so unerhört, also ein bisschen vielleicht reifere Menschen können sich vielleicht noch an das XXY umgelöst. Das war eine Fernsehsendung und vor kurzem habe ich bemerkt, die gibt es wieder oder noch immer, das habe ich gar nicht gehört, und da sind sozusagen Kriminalfälle irgendwie so showmäßig besprochen oder gelöst worden. Und da war es irgendwie ein bisschen so auf das, so das Ungelöst und das Unerhört und das Ungelöst, dass wir den Eindruck haben, es muss nicht alles gelöst werden. Weil das ist ja immer so eine Idee, man kann alles lösen, wenn man so auf die geschlechtliche Vielfalt auch hinschaut. Ja, was gibt es zu lösen? Es gibt es nicht zu lösen, sondern es ist so wie es ist. Es gibt ja diverse und unterschiedliche Menschen und das ist ganz wichtig. was gibt es zu lösen, es gibt nichts zu lösen, sondern es ist so wie es ist, es gibt diverse und unterschiedliche Menschen und das ist ganz wichtig. Wir brauchen nichts lösen. Und das unerhört oder das erhört, ein Stückchen darf man ja, also die Idee gehabt haben, oder so in der Auseinandersetzung, wir wollen erhört und gehört werden, aber wir empören uns auch. Das ist unerhört. Genau. Ich habe jetzt wahrscheinlich ein bisschen in Würde hingeredet, aber das war so eigentlich die Auseinandersetzung mit dem, dass man so, wir wollen eigentlich Vielfalt leben und wir wollen sie fördern. Und das ist auch ein bisschen so unser Programm. Also im Titel steckt auf jeden Fall schon sehr, sehr stark euer Zugang zu Feminismus, der ja ein sehr offener ist und viel Raum für verschiedene Menschen, verschiedene Perspektiven hat. Und dann ist noch dieser Subtitel, das feministische magazin mit queeren bis ich habe das schon sehr oft sagen gehört und es hat immer ein bisschen mein herzchen gewärmt wie du das sagst queere bis für die queerness ist nicht zuständig das haben wir uns ausgemacht meine in der queerness aber du bist auch für den bis zuständig, das haben wir uns ausgemacht. Meine in der Queerness. Aber du bist auch für den Biss zuständig, glaube ich. Mitunter. Du bist glaube ich gemeinsam zuständig. Der Großteil des Titels kommt auf jeden Fall von der Michi. Und ich war gleich so begeistert und da kann ich meinen Dank an das Radiofro Team, weibliches Team glaube ich sagen, dass sie mitgegangen sind mit dem Titel, weil ich verstehe es natürlich voll, wie schreibst das die ganzen, das ist ja alles die Technik und so, hat ja nur gewisse Buchstaben zur Verfügung. gewisse Buchstaben zur Verfügung und uns war es total wichtig, den ganzen Titel zu haben, weil es hat auch etwas mit Platz nehmen zu tun und es ist ganz viel verpackt. Platz nehmen ist ein gutes, wichtiges Thema und Platz nehmen und Raum nehmen und Raum geben, das macht ihr ja auch als Radiomacherinnen. Wem oder und welchen Themen gebt ihr in eurer Sendung Raum? Ich mache noch kurz zu dem queeren Biss. Ich finde, dass noch beide zuständig sind und wir haben uns beide entschieden. Aber ich arbeite im Sozialbereich und das ist einer meiner Schwerpunkte, Angebote für genderqueere Personen anzubieten. Vielleicht hat es mit dem was zu tun. Aber wie ich vorher gesagt habe, uns war das Bekenntnis zum Feminismus zu wichtig. Darum haben wir lange gedüftelt, wie machen wir das. Und dann ist das rausgekommen aus langen Diskussionen und Überlegungen, das feministische Magazin, ja, und wie können wir nach außen hin kommunizieren und zeigen, es ist die Queerness auch dabei. Und so war das die Lösung, ein bisschen mit einem Augenzwinkern, bis auf die Schärfe, die man auch immer wieder braucht, und auch die Forderungen. Und so ist es halt zu dem Titel gekommen. Also letztendlich, Feministinnen mit erweitertem Programm stimmt nicht. Weil es halt einfach so was ist, wo man sagt, wir sehen sie in diesem Themenfeld persönlich und arbeiten dazu. Und jetzt möchte ich zu dir weitergehen, weil die nächste Frage war, welche Themen das war sozusagen. Genau, dass man sozusagen... Genau, welchen Themen gebt ihr in eurer Sendung einen Raum? Da möchte ich wieder zurückgehen zu Space for my Femme Frauenradio, da waren wir meistens zehn Redakteurinnen und ich möchte es, wir waren nie Non-Names. Es ist mir irgendwie immer ganz wichtig, wir haben alle einen Namen und die Bestfamilie Femme war für mich 16 Jahre die Heimat und hat meinem Leben so gut getan und so viel Selbstwert und Auseinandersetzung, Orgel und Vereinigung gegeben, dass ich für diesen Radio-Teil jetzt da wieder mit der Michi sehr dankbar bin in meinem Leben. Und ich möchte die Namen nehmen von den Frauen, die Elfriede Ruprecht-Boroth, die Susanne Wiesmeier, die Sonja Gastenauer, die Edith Kahr, die Michaela Schwessengeier, die Margit Tapperger, die Eva Immervoll, die Kim Carrington und die Sabine Schauer. Und eben bei SpacefamFM waren wir, dadurch dass wir so viele Frauen waren, und jede von den Frauen hat so die Schwerpunkte, hat einen Schwerpunkt gehabt, aber wir haben immer gesagt, Radio machen mit Leichtigkeit, und jede kann sich das Thema immer nehmen, was sie möchte, was sie möchte und da haben wir natürlich viel abgedeckt. Da waren vor allem Kunst und Kultur, Frauenpolitikgesellschaft, Frauen und Gesundheit, Frauen international, Frauenstimmen, da ist dann Frauen Specials, da ist alles reingefallen, wo man es kategorisieren kann, und vor allem Frauen und Musik, Ilze Knie, Frauen und Frauen, Leibesübungen mit Ilze Knie, also ganz witzige Formate haben wir auch gehabt und auch Projekte. Und wie dann XXY nach 16 Jahren haben wir auch die Frauen, die da sehr vielen Gassen aktiv sind, ihr Engagement zeigen, dann haben wir gesagt, wir machen Schluss und Michi und ich haben dann eben weitergemacht mit XXY und wir decken auch noch, wir können nicht mehr in dieser Kategorienvielfalt das abdecken, aber ich würde einmal sagen, mein Spezialgebiet ist Frauen in Kunst und Kultur, Porträts von Künstlerinnen ist ein Schwerpunkt. Dann, was ist es mehr? Ja, das ist eigentlich mein Schwerpunkt. Und Feministinnen. Ob die noch am Leben sind oder die Großes bewirkt haben, Porträts zu machen und, und, und. Ja, das ist schon schön viel. Aber was mir dazu einfällt, also uns ist es auch natürlich, sind wir beide sehr engagiert in verschiedenen Bereichen, das heißt, wie kann man das Radioleben und Radiomachen gut integrieren in das Leben, in den Alltag und da greift man immer wieder zurück auf unser sehr reichhaltiges Archiv, also wir greifen auch auf die Space-FM-Sendungen zurück. Und zum anderen haben wir zum Beispiel eine Musikschiene, Queer durch das Universum, das einfach Musik gibt von queeren Kunstschaffenden. Dann haben wir noch dieses Format im Rampenlicht erfunden, wo einfach Personen porträtiert werden aus verschiedensten Sparten. Dann gibt es auch Aktuelles, wo man einfach sagt, das ist jetzt gerade spannend, vielleicht konkreter zum Thema Gewalt etwas gemacht oder letztes Jahres Jahr, genau, Blondie, Baby Harry, weiß ich nicht, ob Sie das kennen, aber ich war als Jugendliche ein großer Fan von ihr, ist 80 Jahre geworden. Also das sind so Sachen, wo man dann einfach sagt, das bietet sich gut an, aber natürlich sind wir auch mit unseren Queeren bis, dass wir einfach schauen, was dort in der Queeren-Szene, was sind gerade so aktuelle Themen. Ja, so irgendwie. Also es ist vieles, was sozusagen auf uns zukommt oder was sich heute gerade gut ergibt. Genau. Also man kann jetzt, ich hätte eine lange Liste da, was wir alles schon gemacht haben, aber es gibt eigentlich fast nichts, was wir nicht machen. Und worauf freut ihr euch schon besonders? Also was steht jetzt in der Zukunft für eure Sendung an, wo auch schon eine Vorfreude da ist? Gibt es da was? Wir freuen uns immer. Warum ich das jetzt so sage, ist gar nicht so leicht zu sagen. Was immer eine Freude ist, zum einen, dass wir auf das Miteinander großen Wert legen. Das habe ich sicher von der Helga gelernt, weil die SpacefamFM sozusagen ein Überlebensmittel war, dass wir uns immer getroffen haben, dass wir gemeinsame Sachen gemacht haben. Wir haben Klausuren gemacht, wir sind weggefahren, wir haben Workvisits gemacht. Diese Tradition halten wir auch hoch. Wir haben vor Kurzem einen Ausflug nach Baden gemacht, was eine Fotoausstellung gibt. Wir treffen uns regelmäßig zu Redaktionssitzungen. Also das sind meiner Meinung nach schon so Highlights. Oder wir machen immer Weihnachtsessen. Das sind so Sachen, was dann auch wichtig ist für die Zusammenarbeit und auch unsere gemeinsamen Projekte. Weil so der Radioalltag schaut schon immer wieder so aus, dass wir nicht viel alleine machen. Die Helga ist eher mehr so die Queen für Vorproduktionen, ich bin die Queen für ins Studio gehen und irgendwas machen. Also da sind wir ein Stückchen unterschiedlich. Und da sind es dann schon immer so schöne Sachen wie in Rampenlicht, das sind fixe Radioprojekte, die wir gemeinsam machen, das heißt, da produzieren wir gemeinsam. Genau. Sehr cool. Vor uns stehen drei Gläser mit einer dunkelroten Flüssigkeit drinnen und die erinnert mich daran, dass wir bei dem Format Hörbar eine Frage immer stellen, und zwar, wenn eure Sendung ein Getränk wäre, welches Getränk wäre das dann? Für mich ist der Campari in die kleinen dreieckigen Fläschchen. Der Campari-Soda, die liebe ich. Der Caparisoda, die liebe ich. Nur in dem Fall ganz aktuell, uns war es sozusagen, dadurch, dass wir heute im Bild sind, sonst sind wir ja eher im Gehör, heute trinken wir Wurzelsaft. Ja, Prost! Prost! Prost! Ich Prost! Prost! Ich Prost! Der schmeckt sehr gesund. Rote Rübe. Vielleicht ist das noch etwas, ich sage einmal, diese Teamarbeit. Wir waren ja wie bei SpacefamFM, das war ja alles faszinierend, wir waren verschiedene Generationen aus verschiedenen Berufsgruppen. Daraus alleine ja, also unter 30 und fast 50, also wie wir begonnen haben, aus denen heraus ergibt sich ja schon eine Themenvielfalt. Und dadurch, dass wir alle sehr erfahrene Frauen waren, haben wir gewusst, wie bringt man eine Gruppe, gerade so eine große Gruppe, wie bleibt die zusammen. Und da war eben, wie ich schon gesagt habe, Radio mit Leichtigkeit und für gemeinsame Unternehmen. Und genauso heulen es mich und ich bei unseren Redaktionsreffen. Es ist glaube ich auch immer so wichtig, wir haben ein gemeinsames Thema, den Queer-Feminismus. Und über das, das ist sowieso Pflicht, über den reden wir auch jedes Mal, dass ich sage, Michi, was denkst du darüber? Wo hast du das gehört? Was auch bei XXY vielleicht wichtig ist, wir haben immer Gastredakteurinnen, wir haben eine offene Radioschiene, also wenn wer seine Produktion bei uns veröffentlichen möchte, immer gern. Aber da hat nicht Radio Frohe, Radio Open Space, aber so im feministischen Bereich. Und es arbeiten auch immer wieder Gastredakteurinnen mit uns. Ja, der Austausch und so, dieses Offene, das ist euch ein großes Anliegen, höre ich heraus. Welche Themen oder welche Gäste sind euch besonders in Erinnerung geblieben? Da fällt mir gleich wieder ein. Also grundsätzlich war es so ganz interessant, letztes Jahr, 2024, hat FIMÖ, also Verein für intergeschlechtliche Menschen, ihr zehnjähriges Vereinsjubiläum gehabt. Und ich habe vor zehn Jahren mit Tobias Humer, ein Gründungsmitglied, oder das Gründungsmitglied von FIML, eingeladen und ein Interview geführt. Und dann habe ich gedacht, cool, schon eine coole Idee, jetzt grabe ich diese Sendung aus, dank CBA-Archiv, alles da, und habe Tobias wieder eingeladen. Sozusagen, was war vor zehn Jahren, so die Vision, die Idee, die Pläne und was ist daraus geworden. Ich war dann für mich schon ein bisschen erschrocken, wie zu den Anfangsjahren, aber ich glaube, das ist die Selbstkritik und da sind wir ja alle festen, wie ich das gehalten habe, weil es war eh so wie in den Angesprochen hat und ich habe mir gedacht, oh mein Gott, wo macht er dich auf? Aber unabhängig von dem habe ich Tobias wieder eingeladen und das war echt total eine coole Sache. Ich habe dann sozusagen diese vor zehn Jahren Interview filetiert und habe dann immer so kleine Stücke raus und Tobias hat dann irgendwie dann sozusagen Stand zehn Jahre später berichtet, was daraus geworden ist, wie sich was entwickelt hat oder auch nicht. Und das ist mir jetzt gleich eingefallen bei deiner Frage und ich finde, das war echt eine coole Sache und Tobias hat das echt super gemacht, nämlich mit dem zu konfrontieren, was vor zehn Jahren geplant war und was daraus geworden ist und vielmehr nicht mehr wegzudenken in Österreich und in Europa. Durch meine Künstlerinnenporträts, wo das Features sind und wo ich schon Stunden mit den Künstlerinnen zusammen bin oder auch oft verschiedene Tage, und es gibt inzwischen 46, müsste ich natürlich jede nennen. Das tue ich nicht, aber mir ist spontan eine Radiosendung eingefallen, die ich mir in Kooperation mit Fifty Two gemacht habe und Mais, glaube ich, die ich bis heute noch so liebe, das war, ich glaube, Lustschlösser, oder wie die es geheißen haben. Wir waren am internationalen Frauentag Anfang der 2000er Jahre gemeinsam im Studio und haben über Lust geredet und haben so eine Gaude gehabt, weil es ist nie um sexuelle Lust gegangen, sondern immer um andere, wo man voneinander lust Lustvolles im Leben sein kann. Und die habe ich noch so klasse erinnert, wie eine hat gesagt, sie geht Babykopf riechen und ich glaube die Kim hat gesagt, Nissen ist für sie so lustvoll. Und ich habe nie Nissen gemacht. Und seitdem die Kim das gesagt hat, mag ich Nissen. Und da waren so viele Beispiele, in kaltes Wasser eintauchen und so. Und ich habe die noch, obwohl es sicher 15 Jahre aus ist, so klasse in Erinnerung, wie das Studio, das bei Radio Froh noch so vor Lust gesprüht hat, von zehn Frauen oder so. Das ist eine wunderschöne Erinnerung und auch ein eure Sendung voller Lust sprüht. Ja, was wünscht ihr euch für eure Sendung? Das haben wir noch gar nicht gehört. Also grundsätzlich sind wir noch top motiviert, dass wir einfach weitermachen. Und die Themen gehen zum Glück oder leider nie aus. Und dass uns eigentlich die Freude erhalten bleibt. Oder die Lust, genau. Genau. Ich schließe mich der Michi an, ich merke jedes Jahr, ich frage, ist genug mit Radio machen? Und dann denke ich mir, nein, dieses Jahr mache ich nur. Weil ich würde ganz viel vermissen. Die Michi, mein Komponierer, weil du triffst dich dann vielleicht eine Zeit lang, aber dann vielleicht verrennen sie sich, weil so ein gemeinsames Thema ist super. Und den Zugang zu Frauen, den ich als Solo-Künstlerin alleine glaube ich nicht hätte, so mit Radio, dass ich anfragen kann, ob ich ein Interview haben kann. Das ist einfach so bereichernd. Und ich hoffe, darum, der Abschied lässt auf sich warten. Ja, das ist ja auch gut so. Ja, ich glaube, dann kommen wir zum Ende unserer Sendung. Herzlichen Dank fürs Dasein. Helga, du hast vorher schon die Wichtigkeit ausgesprochen, Namen zu nennen. Dann ist mir aufgefallen, ich habe euch beide nur als Michi und Helga vorgestellt, weil ich mir persönlich mit Nachnamen so ein bisschen schwer tue. Aber herzlichen Dank fürs Dasein, Michi Scheußengar und Helga Schager von XXY, Ungelöst und Unerhört, das feministische Magazin mit queerem Biss. Ja, super. Vielen Dank für die Einladung und für das inspirierende und interessante Gespräch und für dein Interesse. Dankeschön. Dankeschön. Danke fürs Zuhören.