Trump spielt das Brettspiel Risiko, nur in der echten Welt. In Berlin geht das Licht aus und man streitet sich noch, ob's die Russen mit Unterstützung der AfD waren oder Linksextremisten. Und der Rest versinkt im Schneesturm. Um hier wenigstens einen Gegenschwerpunkt zu setzen, haben wir in den Filmtipps eine warme Farbe für euch. Blau. Neben diesem gefeierten Klassiker des lesbischen Kinos stellen wir nach unseren News zudem die Serie Schattenseite und den Film The Lady in the Van vor. Ein Pariser Gericht hat am 5. Januar 10 Personen wegen Cybermobbings und transfeindlicher Hitze gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron verurteilt. Die Angeklagten, acht Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 41 und 65 Jahren, wurden schuldig gesprochen, über soziale Medien falsche Behauptungen über die Geschlechtsidentität und das Privatleben Macrons verbreitet zu haben. Im Zentrum des Prozesses standen wiederholt gepostete Gerüchte, wonach Brigitte Macron angeblich als Mann geboren worden sei, sowie diffamierende Kommentare über ihre Ehe mit Präsident Emmanuel Macron, darunter unwahre Vergleiche mit Pädophilie. Die Verbreitung dieser Inhalte bewertete das Gericht als herabwürdigend, beleidigend und böswillig. Die verhängten Strafen reichen von vier bis achtmonatigen Bewährungsstrafen über obligatorische Anti-Cyber-Wobbing-Kurse bis hin zu einer sechsmonatigen Haftstrafe für einen Abwesenden. Zusätzlich müssen die Verurteilten gemeinsam 10.000 Euro Schadensersatz an Brigitte Macron zahlen. Einige erhielten zudem vorübergehende Sperren auf den genutzten Plattformen. Das Urteil ist ein wichtiges Signal, denn Brigitte Macron ist nicht alleinig betroffen von transfeindlicher Internethetze. Das Phänomen der sogenannten Transvestigation traf auch schon VIPs wie Michelle Obama, Savannah Williams, Lady Gaga, Taylor Swift oder die Gattin von Olaf Scholz. Transvestigation ist eine misogyne, trans- und homofeindliche Verschwörungserzählung, wonach hochgestellte Persönlichkeiten eine Transition durchlaufen haben müssen, um Teil einer Weltelite sein zu dürfen, gesteuert von Geheimorganisationen. Trotz des hohen Maßes an Absurdität ist das Phänomen ernst zu nehmen, denn rechtsextreme AkteurInnen nutzen diese Fake News nur zu gern, um politische Gegner zu schwächen, auch wenn sie selbst nicht glauben, dass diese trans sind. Haben diese Idioten denn gar nichts kapiert? Trans. Jeder weiß doch, dass die geheime Weltelite aus Echsenmenschen besteht. Wenn überhaupt ist Frau Macron nicht trans, sondern Kaltblüterin. Wobei, da fällt mir ein, googelt mal Transsexualität bei Echsen. Ich war erstaunt. Es klingt, als könnte es niemals wahr sein und doch ist Rosa von Praunheim kurz vor Weihnachten 2025 im Alter von 83 Jahren verstorben. Nur drei Tage zuvor hatte er noch seinen langjährigen Lebensgefährten Oliver geheiratet. Rosa gilt vielen als Pionier queerer Filmgeschichte und als Wegbereiter der modernen politischen Schwulen- und Lesbenbewegung, die sicher durch seinen Film »Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situationen, die er erlebt« erst so richtig an Schwung aufgenommen hatte. Von Praunheim war einer der produktivsten Macher queerer Kunst. Sein Werk besteht aus über 150 Filmen wie »Die Bettwurst« oder »Rex Gildo – Der der letzte Tanz. Hinzu kommen Theaterstücke sowie unzählige Gedichte, einige Romane, Bilder und Zeichnungen. Er engagierte sich zudem stark in der Bekämpfung des aufkommenden HIV-Virus und der damit einhergehenden Aids-Pandemie. Rosa von Praunheim war in seinem teils rigorosen Vorgehen aber auch stark umstritten. Schlagzeilen machte er Anfang der 90er, als er Promis wie Dirk Bach, Alfred Biolek, Harpe Kerkeling und Maren Kroimann im deutschen Fernsehen fremdoutete – zu dieser Zeit verbunden mit einem hohen Risiko für die Karrieren der Betroffenen. Rosas damaliges Vorgehen spaltet noch heute die queeren Gemüter. Ebenso nahm er auch immer die Community in die Verantwortung. Wir können nur selbst an der Situation etwas ändern, wenn wir uns zeigen und für Verbesserungen kämpfen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte in seiner Kondolenz das gesellschaftliche Wirken Rosas. Ohne sein Werk wäre die homosexuelle E-Mann-Situationsgeschichte in Deutschland anders verlaufen, sagte er. Bleibt zu konstatieren, mit Rosa verabschiedet sich ein ganz Großer von ganz großer von der queeren Bühne. Nur drei Tage Ehe. Das ist schon hart. Und doch passt es ins Bild, denn auch seine Filme mögen einigen ungewöhnlich oder gewöhnungsbedürftig erscheinen. Aber ich finde es erfrischend, wie er ab und an unkonventionelle Techniken einfließen ließ. In Ich bin meine eigene Frau über die Ikone Charlotte von Malsdorff lässt er die Schauspieler mit dem Original der echten Charlotte von Malsdorff interagieren. Da ist es schon besonders rührend, wenn die junge geschauspielerte Charlotte nach einer Kriegsszene in die Arme der alten Echten flüchtet. Bei der letzten UN-Generalversammlung zeigte sich mal wieder, dass das Abstimmungsverhalten einiger Länder sich stark von großen Playern beeinflussen lässt. Was war passiert? Ein wichtiger Part zur LGBT-Sichtbarkeit in der Novellierung der UN-Behindertenrechtskonvention ist nach vermutlicher Intervention durch die Trump-regierte USA dem Rotstrich zum Opfer gefallen. Nachdem in der ersten Abstimmung noch eine kleine Mehrheit für den Passus der LGBT-Sichtbarkeit gestimmt hatte, wendete sich das Mehrheitsverhältnis über die folgenden Abstimmungsschritte. Bezeichnend ist dabei die unheilige Allianz zwischen sonst untypischen Verbündeten, wie islamischen Staaten, China, Russland und nun auch wenig verwunderlich den USA unter Trump. Während die USA unter Joe Biden noch fester Garant für LGBT-Rechte waren, bleibt ein kleiner Lichtblick. Fast ganz Europa stand fest zusammen für den LGBT-Passus, gemeinsam mit verlässlich Verbündeten wie Kanada, Australien, der Ukraine und Brasilien. die Erreichung ihrer Ziele unter Druck setzen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass spezifische Bedarfe für LGBT mit Behinderung im Sinne eines intersektionalen Ansatzes existieren. Die Umsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen in den einzelnen Staaten dürfte aber durch die Streichung des Passus und der damit erfolgten Unsichtbarmachung von LGBT unmöglich gemacht oder zumindest erschwert sein. Ganz im Sinne der Trumpschen Agenda. Genau an dieser Stelle in der letzten Sendung habe ich gesagt, welche Macht in den Händen von Personen wie Trump liegt, ist absurd. Und da ist er wieder. Aber Trump ist ja gerade sowieso überall in den Nachrichten. Und ich meinte das eingangs ernst, dass er vielleicht unseren Globus mit dem Spielbrett von Risiko verwechselt hat. Habt ihr euch das mal angesehen? Venezuela, Grönland, gebt ihm noch ein paar Wochen und er spricht über Kamtschatka. Wobei, das gehört ja Putin. Aber was hat das jetzt mit körperlich eingeschränkten Transmenschen zu tun? Keine Ahnung. Sagt ihr es mir. Die Kommentarspalte ist offen. Im demokratisch regierten Minneapolis hat am 7. Januar ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE eine US-Bürgerin erschossen. Renee Nicole Good hinterlässt eine Ehefrau und drei Kinder. Inwieweit die LGBT-Zugehörigkeit von Gutt mit der Tötung im Zusammenhang steht, ist unklar. In einem Video, das die BBC veröffentlichte, sei zu sehen, wie ICE-Beamte auf den stehenden SUV von René Gutt zugehen, diese dann den Wagen umlenkt und anfährt. Ein an der Front des Wagens stehender weiterer Beamter zieht seine Waffe und schießt mehrfach in die Seitenscheibe der Fahrertür. Gutt habe daraufhin Kopfverletzungen erlitten und sei ihnen erlegen. Sie sei US-Staatsbürgerin gewesen und polizeilich niemals in Erscheinung getreten. Die Heimatschutzministerin Christine Noem verteidigte das Vorgehen des Beamten und brachte Selbstschutz an. Die Frau habe ihren Wagen als Waffe missbraucht und den Beamten angegriffen. Trump ließ verlauten, dass die Frau selbst schuld an ihrem Tod sei. Gleichzeitig brachte er zunehmende linksradikale Gewalt an. Der demokratische Gouverneur Tim Walz rief zu friedlichen Protesten auf. Gleichzeitig kritisierte er den US-Präsidenten für eine Regierungsführung, die Angst, Schlagzeilen und Konflikte erzeugen soll. Bereits am Abend und am Tag danach gab es große Proteste in der Stadt gegen das Vorgehen der US-Behörde. Seit ihrer Einrichtung unter Trump gibt es zahlreiche Fälle, in denen ICE einfach Menschen auf der Straße festnimmt, weil sie nicht amerikanisch aussehen. Immer wieder gibt es Meldungen von aggressivem Handeln der Behörde. Ihr Vorgehen ist Ausdruck der neuen Abschiebepolitik unter Trump und stößt auf weitere Kritik und Protest. Da bekommt Cold as Ice eine ganz neue Bedeutung. Mittlerweile hat auch der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Fry, der Trumpschen Darstellung widersprochen. Zudem haben sich Videos von der Tat im Netz verbreitet, auf denen eindeutig zu sehen ist, dass Good am Beamten vorbeilenkt. Damit ist das Notwehrargument nicht vor dem Tisch. Und schaut es euch an. Ich habe erst nur eine News-Zusammenfassung gelesen und dachte, wer drückt aufs Gaspedal, wenn amerikanische, bewaffnete Männer drum herum stehen. Aber die Videos von dem Vorfall geben den gesamten Kontext. Noch absurder ist das Framing. Die ganze Trump-Administration spricht von häuslichem Linksterrorismus. Man hat ja Schneekugeln auf den Augen. Wo man nicht mal bei einer in Brand gesteckten Berliner Kabelbrücke sicher ist, ob wirklich Linksterroristen dahinter stehen, wird deutlich, hier bauen sich Trumpi Langstrumpf und sein Kabinett ihre eigene kleine Fantasiewelt und führen damit Krieg gegen ihre eigene Bevölkerung. Nachdem im letzten Jahr bekannt wurde, dass dem queeren Zentrum bar jeder Sicht die Insolvenz droht, kann nun aufgeatmet werden. Die zuständige Familienministerin Katharina Binz übergab noch kurz vor Weihnachten einen Fördermittelbescheid über 69.500 Euro an den Trägerverein Queernet e.V. Mit diesen Fördermitteln kann nun unter anderem auch der queere Treffpunkt und Schutzraum Bar jeder Sicht in Mainz erhalten werden. Sie würdigte anlässlich der Fördermittelübergabe die Wichtigkeit eines solchen Schutzraumes vor allem vor dem Hintergrund steigender Zahlen queerfeindlicher Hasskriminalität. Die Bar jeder Sicht sei ein solcher, der weit über mainz hinaus wirken diana gläser als vertreterin des trägervereins dankte für die fördermittel und betonte dass nun erstmals eine gewisse sicherheit für die aktiven bestände dass es mit der wichtigen arbeit für tiere menschen und deren bedarfe weitergehen kann allerdings merkte sie auch an dass trotz aller freude über die abwendung der insolvenz nur eine institutionelle Förderung, Sicherheit und Beständigkeit in der Arbeit gewährleisten kann. Nur so könne ein dauerhaftes Angebot fortbestehen. Die Bar jeder Sicht existiert seit nunmehr 20 Jahren und ist neben dem Schmitz in Trier eines von zwei queeren Zentren in Rheinland-Pfalz. Weitere sind derzeit angedacht, so in Koblenz und in Kaiserslautern. Das macht Mut zur Hoffnung. Wer übrigens nicht weiß, was eine institutionelle Förderung ist. Meist müssen ehrenamtliche Projekte ihre Fördergelder jedes Jahr neu beantragen und es ist jedes Mal ein Bangen, ob sie wieder bewilligt werden. Man rechnet eigentlich jedes Jahr erneut mit dem aus. Institutionell hingegen würde bedeuten, dass die Förderung grundsätzlich und über mehrere Jahre hinweg sichergestellt wird. Wir stellen euch jetzt unsere Sendung über mehrere Kurznews hinweg sicher, bevor wir uns dann zu den Reviews wiedersehen. Der österreichische Verfassungsgerichtshof hat eine Geschlechterdiskriminierung im Personenstandsrecht beendet. In seinem Beschluss vom 18. Dezember 2025 stellt das Höchstgericht klar, dass Transidente und nicht-binäre Menschen nicht gezwungen werden dürfen, sich einem binären Geschlecht zuzuordnen. Konkret erklärte der VfGH, dass eine starre Einteilung in männlich oder weiblich mit dem Recht auf Achtung des Privatlebens gemäß Artikel 8 der EMRK unvereinbar ist. Vier Monate vor dem Eurovision Song Contest im Mai in Wien stehen die Teilnehmerinnen des deutschen Vorentscheids fest. Das musikalisch breit aufgestellte Feld reicht von Pop und Indie bis Italo-Disco und umfasst auch queere KünstlerInnen. So steht der nicht-binäre Act Wevy Boy mit dem Song Black Glitter für künstlerische Freiheit jenseits von Genregrenzen. Malu Lovis, Gewinnerin von The Voice of Germany, thematisiert in ihrem Lied When I'm With You eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen. Nach massiver Kritik will die Stadt Aachen die Förderung für queeres Leben nun doch fortsetzen. Geplant sind langfristige Leistungsvereinbarungen sowie die Benennung eines Queerbeauftragten. Zuvor war bekannt geworden, dass die 125.000 Euro Fördermittel für queere Projekte im Haushaltsentwurf 2026 gestrichen worden waren. Trotz der Zusage bleibt die Lage angespannt. The Lady in the Van ist ein britischer Film aus dem Jahr 2015, der auf einer wahren Geschichte des Schriftstellers Alan Bennett basiert. Erzählt wird die ungewöhnliche Beziehung zwischen ihm und der obdachlosen alten Dame Miss Shepherd, die jahrelang in einem alten Lieferwagen in seiner Londoner Straße lebt. Die Handlung beginnt damit, dass Alan Bennett Miss Shepherd erlaubt, ihren Van vor seinem Haus zu parken – zunächst nur vorübergehend. Doch aus ein paar Tagen werden mehrere Jahre. Miss Shepard ist eine schwierige Persönlichkeit. Sie ist misstrauisch, laut, unhöflich und lehnt Hilfe oft ab. Dennoch lässt Bennett sie bleiben und kümmert sich zunehmend um sie, obwohl er innerlich mit moralischen Zweifeln und Schuldgefühlen kämpft. Im Laufe des Films erfährt der Zuschauer mehr über Miss Shepherds Vergangenheit, die von Schuld, Angst und Einsamkeit geprägt ist. Der Film lebt besonders von der starken schauspielerischen Leistung von Maggie Smith, der Grande Dame des britischen Kinos. Sie spielt in einer ihrer letzten Rollen Miss Shepard mit viel Humor und Hingabe, aber auch mit großer Tiefe. Ihre Figur wirkt zunächst wirklich abschreckend. Sie ist unfreundlich und teilt ungefragt ihre abschätzige Meinung mit, selbst gegenüber Hilfsangeboten. Doch nach und nach entwickelt man Verständnis und Mitgefühl für sie. Auch Alex Jennings überzeugt als Alan Bennett. Seine ruhige, beobachtende Art bildet einen starken Kontrast zu Miss Shepards chaotischem Verhalten. Interessant ist zudem die Darstellung von Bennets innerem Konflikt, der kreativ und teilweise ironisch umgesetzt wird. Immer ein Schmunzler, wenn sich sein schreibendes Ich mit seinem realen Ich über Miss Shepard unterhält. Sein Schwulsein kommt im Film nur subtil zur Sprache. Er empfängt des Nächtens regelmäßig Herrenbesuche, natürlich beobachtet von Miss Shepard und sie spricht ihn auch darauf an und meint, er solle vorsichtig sein, sie habe erkannt, dass es sich bei den Herren um Kommunisten handele. Soweit zum Humor. Thematisch setzt sich der Film mit Obdachlosigkeit, sozialer Verantwortung und menschlicher Nähe auseinander. Dabei vermeidet er übertriebene Dramatik und setzt stattdessen auf den bereits angeklungenen leisen britischen Humor. Gerade diese Mischung aus Ernst und Witz macht den Film besonders wirkungsvoll. Er regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu sein. The Lady in the Van ist ein sehr eindrucksvoller Film. Er zeigt, dass jeder Mensch eine Geschichte hat, die es wert ist, gehört zu werden. Dieser Film bleibt lange im Gedächtnis und vielleicht auch in eurem DVD-Regal oder der Bibliothek der Video-Plattform eurer Wahl. Der Apostel, den Jesus liebte. Nein, mein Name ist Bennet. Eine kluge, gebildete Frau. Und die führt so ein Dasein. Ich habe Inkognito studiert. Aber was, was haben Sie studiert? Musik. Das Piano forte womöglich. Letztes Jahr war Sie in der Gloucester Avenue. Jetzt sind wir dran. Haben Sie vor, länger hier zu sein? Mr. Bennet, die ideale Lösung wäre ein Parkplatz außerhalb der Straße. Wir sprachen gerade davon, wie dankbar sie Ihnen sein wird. Ja. Sollen wir Ihnen Ihre Auffahrt aufstellen? Nur so lange, bis Sie wieder klar sind. Fröhliche Weihnachten Liebte Mach die Tür zu, ich bin eine beschäftigte Frau Ich habe einen Preis für das Malen erhalten Aber sie ist ganz klumpig, Sie müssen umrühren Ich weiß, ich habe umgerührt, nur es ist... Mir ist Madeira-Kuchen reingefallen Jackson Pollock selbst hätte es nicht besser machen können Nur es ist... Mir ist Madeira-Kuchen reingefallen. Jackson Pollock selbst hätte es nicht besser machen können. Hatten Sie Lust, mich die Straße hinaufzurollen? Offen gesagt gar nicht. Vorsicht! Sie sehen heute besonders hübsch aus, meine Süße. Nenn mich nicht meine Süße. Ich bin eine todkranke Frau. Irgendwann müssen wir alle gehen, meine Liebe. Möffelt, als wäre sie schon tot. Erinnert ihr euch an unsere letzte Oktober-Ausgabe und das Review der Serie Euphorie? Zur kurzen Auffrischung. Jugendserie mit einer lesbischen Hauptfigur, die Probleme mit Drogen und Psyche hat. Ein Mitschüler, der in der ersten Folge mehrere Stockwerke fällt und als tragischer Todesfall stirbt und jede Menge Shit, der in der Klasse abgeht. Das scheint als Aufmachung gerade in Mode zu sein, denn die Serie Schattenseite kommt mit exakt demselben Setting daher. Der Fokus liegt hier aber nicht vordergründig auf psychischen Problemen, sondern allgemein auf Geheimnissen der SchülerInnen und auf Umgang mit digitalen Medien. Denn alsbald wird über die Schul-App der Link auf eine sogenannte Schattenseite geteilt, die eben jene Geheimnisse releakt oder die SchülerInnen erpresst, Geheimnisse anderer herauszurücken. Mute-Videos, Fremdgehen, Verstrickungen in tragische Unfälle und so weiter. Zuerst trifft es die größten Macker und Mobber der Klasse, was aus Sicht der Außenseiter und auch für die Zuschauer trotz aller Fragwürdigkeit immerhin wie ausgleichende Gerechtigkeit wirkt. Aber bald wird deutlich, dass jeder Opfer werden kann. Ja und was ist nun mit dem Toten Linus Grau, schien sich selbst umgebracht zu haben. Auch er wurde gemobbt, oft hing er nur mit seinem besten Freund Corwin ab, der nun mit dem Verlust klarkommen muss. Immerhin freundet er sich nun mit der neuen Mitschülerin Nola an, die aus Berlin aufs Dorf gezogen ist. Doch auch sie gerät ins Visier der Schattenseite. Was hat sie zu verbergen? Wer steckt hinter der Schattenseite? Und was ist das Ziel? All die Fragen machen gleich zu Beginn einen guten Spannungsbogen auf, der bis in die letzte Folge gezogen wird. Rein vom Gefühl her würde ich sagen, Schattenseite ist ein Stück weit besser geschrieben als Euphorie. Auch hier gibt es Momente, in denen Sprache oder Verhalten der Jugendlichen eher gescriptet und nicht so organisch wirken, aber das ist bei öffentlich-rechtlichen Produktionen nichts Neues und hält sich zum Glück sehr in Grenzen. Die Charaktere sind hingegen recht authentisch ausgestaltet und werden schauspielerisch gut bis sogar sehr gut umgesetzt. Gerade, dass man selbst bei den richtig harten oder coolen Typen den ein oder anderen Blick hinter die Fassade zu sehen bekommt, hat mich beeindruckt. Etwas auffällig ist, wie auch schon in der Serie Druck, dass die Jugendlichen zum Beispiel für Geburtstagsfeiern immer die geilsten Locations und Ausstattungen haben, was etwas an der Lebensrealität vorbei wirkt. Doch die Hauptsache ist, dass die Handlung spannend geschrieben ist und einen wirklich bis in die letzte Folge zieht. Und darüber hinaus. Denn ein Cliffhanger sagt uns, dass es auch eine zweite Staffel geben wird. Die erste ist gratis in der ARD-Mediathek zu finden. Woran ist er gestorben? Suizid. Mentale Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Ich bitte Sie um eine Schweigeminute für Linus Kraus. Digga, was ist der Fuss, was war das? Ihr habt mit der Seite nichts zu tun. Ich weiß nicht, wer dahinter steckt. Also ohne meinen Familienanwalt sag ich dir gar nichts. Sorry, ich find Flavia hat's verdient. Du musst vorsichtig sein. Irgendwer hackt da Handys an deiner Schule. Dann kommt safe noch mehr. Fuck. Was hast du denn zu verbergen? Was ist das hier, Nola? Was wissen die? In ein paar Stunden bin ich am Arsch. Du sorgst ganz schnell dafür, dass das, was da weht, kommt. Lass doch du das was, Digga! Ich wollte das Geheimnis von einem anderen im Tausch gegen meins. Die Schattenseite hat mir geschrieben, wir erpressen nicht. Warum hat sich Linus das Leben genommen? Blau ist eine warme Farbe ist ein französisches Filmdrama aus dem Jahr 2013 unter der Regie von Abdel Latif Keshish. Der Film basiert auf der Graphic Novel von Julie Marot und erzählt die Geschichte des Erwachsenwerdens der jungen Edda, die sich auf die Suche nach ihrer Identität, ihrer Liebe und ihrem Platz im Leben begibt. Der Film beleuchtet im Grunde drei Teilabschnitte einer Liebeserfahrung, die als Selbstorientierung und Verliebtheit, Ernüchterung und Bewältigung einer beendeten Beziehung erzählt werden. Im Mittelpunkt steht Eder, die über einen längeren Zeitraum begleitet wird. Zunächst führt sie ein scheinbar normales Leben, bis sie Emma kennenlernt, eine selbstbewusste Kunststudentin mit blauen Haaren. Zwischen den beiden entwickelt sich eine intensive Liebesbeziehung, die Adards Leben grundlegend verändert. Durch Emma öffnet sich für Adard eine neue Welt, die von Kunst, Freiheit und Selbstverwirklichung geprägt ist. Gleichzeitig wird sie mit Unsicherheiten, gesellschaftlichen Erwartungen und eigenen Ängsten konfrontiert. Die Beziehung durchläuft Höhen und Tiefen und zeigt, wie schwierig es sein kann, Liebe und persönliche Entwicklung miteinander zu vereinbaren. Der Film zeichnet sich durch eine sehr realistische und emotionale Erzählweise aus. Die Kamera bleibt oft nah, beinahe zu nah an den Figuren, besonders an Eddard. Dadurch wird der zusehenden Person zwar ermöglicht, Eddards Gefühle unmittelbar mitzuerleben, andererseits aber wirkt dies auch voyeuristisch. Gerade wenn Adards super Schmollmund gefühlt minutenlang im Bild erscheint oder wir fast ebenso lange ihren Hintern betrachten dürfen, wie er Adards Bus bringt, kickt der Male Gaze auf. Und ehrlich, die extra langen Sexszenen zwischen beiden Frauen wirken stark pornografisch, und zwar gemacht für den männlichen Zuschauer. Es sollen sogar Lesben im Kino gelacht haben. Dennoch überzeugt die Schauspielerin Adele Axarcopoulos mit einer intensiven und glaubwürdigen Darstellung der Hauptfigur. Und auch Lea Seydoux als Emma steht ihr in nichts nach. Ihr reflektiertes Spiel bildet einen spannenden Gegensatz zu Adeles impulsiver Art. Thematisch beschäftigt sich der Film mit Liebe, Identität, sozialem Umfeld und dem Prozess des Erwachsenwerdens. Dabei geht es nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern auch um Klassenunterschiede, Selbstfindung und die Frage, wie Menschen sich im Laufe ihres Lebens verändern. Der Film ist ruhig erzählt und nimmt sich viel Zeit für Alltagsszenen, was ihn sehr authentisch, aber stellenweise auch lang wirken lässt. Dennoch, die knapp 3 Stunden sind gut investierte Zeit. Wirklich sehenswert. Es war fast zu gut. Na los, die Details. Es gibt keine. Wie, es gibt keine? Was habt ihr denn gemacht? Kapier ich nicht. Wir haben den Nachmittag miteinander verbracht. Erzählst du es uns nicht, weil es scheiße war? Seid ihr die Sexpolizei oder was? Ich hab das Gefühl, ich täusche nur vor. Ich täusche alles nur vor. Mir fehlt was. Es... Immerhin ist die Kindheit doch genau das. Die Zeit für sie hoffentlich nicht mehr. Man ist noch nicht reif genug, man ist noch nicht stark genug. Genierst du dich? Ja, ein bisschen. Du bist lustig. Sag mal, wer war denn das Mädchen, das dich abgeholt hat? Die mit den blauen Haaren. Mach mit deinem Leben, was du willst. Was mich stört, ist, dass du schon öfter nackt in meinem Bett geschlafen hast. Das finde ich echt toll, Dani. Wie alt seid ihr denn mit eurem Gips zu? Ich bin nicht lesbisch, bist du blöd, oder was? Schön hier. Wir freuen uns sehr, sie kennenzulernen, Emma. Jedenfalls ist es sehr nett, dass sie ihr bei ihrer Philosophie-Klausur helfen. Danke. Gefallen dir deine Philosoph stunden stimmt was nicht schämst dich mit einer frau zusammen zu sein nein ich schäme mich nicht ich will nur nicht dass man hält mich für bescheuert ich habe dich nicht für bescheuert. Ich habe dich nie für bescheuert gehalten. Verschwinde hier! Los, verschwinde! Verschwinde aus meinem Leben! Warum lügst du? Ich lüge nicht. Warum weinst du dann? Ich weine überhaupt nicht. Soweit zur ersten Sendung im Jahr 2026. Ich hoffe, trotz aller Umstände, dass ihr gut reingekommen seid. Passt bitte auf, dass euer Atmen nicht schon als linksterroristischer Akt gewertet wird und kommt gut durch den Winter. Bis nächsten Monat, euer Rob.