Wenn sich alle hier versammelt haben, dann sage ich mal ein herzliches Willkommen und zwar von Seiten des Instituts. Jetzt haben wir das Institut für Publizistik und du natürlich von eurer Seite Reporter ohne Grenzen Österreich. Aber wir sind natürlich sehr froh und stolz, auch dass wir diese Ausstellung hier an unserem Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft ausrichten können, dass das in unseren Räumlichkeiten stattfinden kann und wir sind froh, dass wir diese beeindruckenden Fotografien von 40 internationalen Pressejournalistinnen und Pressejournalisten hier bei uns haben, denn Journalismusforschung und natürlich auch visuelle Kommunikation sind Forschungsthemen an unserem Institut. Und die Pressefotografie ist quasi eine Schnittstelle von Journalismusforschung und auch visueller Kommunikation. Und in der Forschung interessiert uns ganz besonders auch, wie Pressefotos Bedeutung erzeugen und vermitteln und damit Erfahrungen und Themen sichtbar machen, wie sie hier gezeigt werden. Also die Schwerpunktthemen dieser Ausstellung, nämlich Umweltzerstörung, Exil oder Krise. Und an der Pressefotografie zeigt sich dann ganz besonders auch, wie die Öffentlichkeit hergestellt wird und auch wie viel Verantwortung mit der Sichtbarmachung dieser Themen eben, Umweltzerstörung, Exil und Krise tatsächlich verbunden ist. Denn die Bilder, die informieren ja nicht nur, sondern sie erzeugen quasi eine Nähe auch, aber auch vielleicht eine Distanz. Und sie prägen natürlich, was wir als relevant empfinden, aber vielleicht auch als bedrohend empfinden oder vielleicht auch als hoffnungsvoll empfinden. Und wir sehen auch sehr stark, wenn wir die Bilder betrachten, wie emotional und auch symbolisch sie tatsächlich wirken. Das kommt hier sehr stark zum Ausdruck in diesen Bildern. Und eben diese gezeigten Fotos hier machen diese Herausforderungen der Thematiken hier ganz konkret erfahrbar und auch menschlich nahbar und nachvollziehbar und lassen uns die journalistische Praxis dann auch verbinden mit unserer kritischen wissenschaftlichen Reflexion. Und damit sind wir eben auch alle eingeladen, die Bilder nicht nur zu betrachten, sondern tatsächlich eben auch zu befragen. Also wir befragen die Bilder, wie sind sie tatsächlich zustande gekommen, wie sind sie entstanden, was ist ihre Wirkung und was ist dann eben auch ihre Bedeutung für eine informierte und freie, informierte Öffentlichkeit. Und diese Ausstellung hier der Pressefotografinnen und Fotografen ist auch eine Hommage an die Fotografinnen und Fotografen weltweit, die oftmals unter schwierigen, gefährlichen oder prekären Bedingungen arbeiten. Und wir freuen uns sehr, dass wir hier am Institut den Raum für diese Hommage bilden können. Ganz herzlichen Dank an euch, an Reporter ohne Grenzen, an Fritz Hausjell, an den Präsidenten und an den Minister Martin Wassermeyer, an den Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen Österreich. Danke, dass ihr unser Institut ausgewählt habt als Raum für diese Ausstellung und natürlich ein Dankeschön, ein bewunderndes Dankeschön an die 40 Fotografinnen und Fotografen, deren Werke hier ausgestellt werden und die sie gestatten haben. Ich von Seiten des Instituts wünsche allen einen schönen Abend mit tollen Eindrücken und Inspirationen, also durch die Exponate, aber natürlich auch durch die Gespräche, die wir dann miteinander führen werden und an den Präsidenten und den Reporterinnen und Reporter. Danke. Ganz herzlichen Dank, liebe Sabine Einwiller. Hat auch ein bisschen damit zu tun, dass davor, bis vor wenige Tage, noch eine Ausstellung gehangen ist, ebenfalls zum Thema Pressefotografie. Und zwar zur Wiedergeburt der journalistisch-demokratischen Pressefotografie in Österreich ab 1945. wie in Österreich ab 1945. Dann sind da inzwischen 80 Jahre vergangen. Wir haben inzwischen Entwicklungen weltweit, die uns besonders aus Report-Tore grenzen, ganz große Sorge machen. Wir haben zwar in Österreich die Pressefreiheit wieder erlangt, gut weiterentwickelt, aber wir erleben auch in den jüngeren Jahren, dass es durchaus eine Politik oder Teile der Politik gibt, die nicht unbedingt so explizite Freunde der Pressefreiheit sind. Freunde der Pressefreiheit sind. Und die Frage, wie man sich inszenieren kann, ist natürlich auch über Bilder etwas, was die aktive Politik sehr stark umtreibt. Und manche unter den Bürgerinnen und Bürgern sagen, ja, brauchen wir eigentlich noch die professionellen Pressefotografinnen und die Kameraleute. Inzwischen ist das Medium so demokratisiert. dass inzwischen Milliarden von Menschen, die mit der Technologie eines Smartphones ausgestattet, überall schnell beeindruckende Fotos auch machen können, Schnappschüsse machen können. Ist da nicht eigentlich der Tod der journalistischen Pressefotografie irgendwie nahe kommen oder fast vorprogrammiert. Ich gebe Ihnen ein paar Argumentationshilfen, warum ich sehr überzeugt bin, dass wir uns erstens darum bemühen müssen, und zwar wir als Bürgerinnen, wir als NGO Freibad ohneTorre-Grenzen, die es seit 40 Jahren gibt und sich Tag für Tag für die Entwicklung und die Absicherung der Pressefreiheit einsetzt. Der erste Grund ist, dass wir inzwischen technologisch so weit sind. Mit Fotos konnte man immer retuschieren, klar. Aber Fotos brauchten immer eine reale Vorlage in der Welt, einigermaßen. Vorlage in der Welt einigermaßen. Man konnte dann Leute wegretuschieren dazu, das ging auch schon irgendwann dann einmal. Aber heute können wir Bilder kreieren mit KI und Filme kreieren mit KI, völlig abseits von Realitäten in der Gesellschaft. Also brauchen wir auf der einen Seite auch die Fachleute im Bereich der Bild- und Bewegtbildproduktion, die uns helfen bei der Einordnung, was hat einen realen Hintergrund und was ist konstruiert, ist Fake News. Und das insbesondere in Zeiten, in denen wir wieder dermaßen viele kriegerische Konflikte haben oder vorkriegerische Konflikte, in denen massiv Propagandaeinsätze stattfinden. Und wir zunehmend in einer Gesellschaft leben, wo das Verständnis dafür, was unterscheidet denn eine journalistische Produktion von einer Produktion, die über Social Media zum Beispiel uns alle Minute für Minute erreicht. Nicht gekennzeichnet und in diesem Fluss ist alles drin. Im Westen auch Fotos von professionell arbeitenden, journalistisch arbeitenden Fachleuten bis hin zu den professionell arbeitenden Propagandisten, die das als quasi Journalismus ausspielen. Da brauchen wir auch jene mit der Kompetenz, die uns darauf aufmerksam machen, dass eben ein Bild nicht gleich ein Bild ist. Zweiter Grund, wenn es die Old Style Pressefotografinnen nicht mehr gibt, weil sich das Mediensystem möglicherweise verlässt und sagt, ich kriege viel schneller und viel billiger. Propaganda kostet meistens nichts für die, die es dann transportieren sollen. Wenn ich dann nicht mehr die Alternative überhaupt habe in der Produktion der Bildung über unsere Gesellschaften und den oft sehr schwierigen Realitäten, dann haben wir schon ziemlich verloren bei der Frage, wie wir faktenbasiert unsere gesellschaftlichen Ausverhandlungsprozesse führen werden. gesellschaftlichen Ausverhandlungsprozesse führen werden. Und daher müssen wir darauf schauen, dass wir das erhalten und stärken durch schlichte Stärkung der Medienkompetenz, der Bildkompetenz in der Bevölkerung. Und sei es nur, es geht nicht darum, wie Pörksen, wie jetzt jede Bürgerin und Bürger, so quasi wie Journalisten agieren sollten. Denn der Job im Journalismus ist ein Ganztagsjob. Und wir alle, die wir nicht im Journalismus arbeiten, haben ganztags was anderes zu tun. Und wir alle, die wir nicht im Journalismus arbeiten, haben ganztags etwas anderes zu tun. Das heißt, die Bildung sollte uns zumindest befähigen, dass wir wissen, da gibt es kapitale Unterschiede. Und im Zweifel verlassen wir uns dann auf sichere Quellen und wir müssen auch die Medienpolitik dazu bewegen, dass sie möglichst schnell hier auch die Rahmenbedingungen schafft, dass Dinge gekennzeichnet sind. Wenn uns das gelingt, dann ist die Pressefotografie, egal ob sie gedruckt, digital, in welchem Ausspielkanal auch immer, uns erreicht, auch in Zukunft gesichert. Und die Pressefotografie, ein ganz wichtiger Punkt, wir alle kennen diesen oft nicht zu Ende gedachten Satz, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn manlich, wo diese mehr als tausend Worte recherchiert eine Pressefotografin, ein Pressefotograf entsprechen. Davor, währenddessen und danach, um zu wissen, dass dieses Bild jetzt tatsächlich das einfängt, was es uns dann vermittelt. Und nicht nur so ein zufälliger Schnappschuss ist. Auch wegen der richtige Zeitpunkt am Auflöser draufzudrücken, das sagt uns natürlich auch jede Fachfrau, jeder Fachmann aus diesem Gebiet, wichtig ist. Aber ebenso wichtig ist, dass diese Personen das gesellschaftspolitische Know-how haben, einzuordnen, was ihr Tun bewirkt in einer Gesellschaft, entsprechende ethische Regeln befolgen, dass man nicht um den billigen Erfolg eines sensationellen Fotos etwas in die Welt setzt, sondern Verantwortung übernimmt für das, was man kreiert. Und dafür brauchen wir aber natürlich die entsprechenden Rahmenbedingungen. Und in diesem Sinne, ich bin so ein Stück zwiegespalten, wenn es uns gelingt, dann sind die neuen Technologien keine Bedrohung, sind eine Chance, weil viele Dinge auch schneller gehen und weil sie mehr Menschen erreichen. Die Demokratisierung des Vertriebs von Medieninhalten ist dann gut gelungen, wenn wir sie begleiten mit einer entsprechenden Kompetenz. Und daher ist das auch das, was ein Universitätsinstitut wie das von dir jetzt geleitete, ja nicht nur dazu berufen, die fachlichen Qualifikationen zu vermitteln, die analytischen Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch die Haltung, die Ethik nicht zu vergessen dabei. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ich übergebe an Martin Wassermeyer, der das ganz große Verdienst, zusammen mit Oskar Coetho, hier dieses Ergebnis zustande zu bringen. Und zwar ziemlich knapp Zeit. Und du sagst jetzt einige Informationen zur Ausstellung selber. Bitte. Herzlich willkommen auch noch ganz kurz von meiner Seite. Ich finde es großartig, dass so viele Leute gekommen sind bei diesem Wetter und überhaupt. Und dann diese Schwelle zu einem Universitätsinstitut zu überschreiten, ist auch nicht immer ganz so einfach. Toll, dass das heute hier so großartig geklappt hat. Danke auch an den Oskar und danke auch an das Institut. An die Vorständin. Ich muss wirklich sagen, es hat sehr unkompliziert funktioniert. Das freut uns natürlich. denn ich muss wirklich sagen, es hat sehr unkompliziert funktioniert, das freut uns natürlich. Wir haben diese Ausstellung nach Wien gebracht, weil wir als österreichische Sektion von Reporter ohne Grenzen uns sehr eng verbunden fühlen, natürlich auch mit unserem internationalen Mutterschiff, Reporter ohne Grenzen, mit dem Headquarter in Paris. Und ich bin selber vor Ort gewesen in Paris im November. Dort hat Report ohne Grenzen tatsächlich das 40-Jahr-Jubiläum des Bestehens gefeiert. Das ist eine sehr beachtliche Geschichte, 40 Jahre, in denen, und so möchte ich schon behaupten, sich tatsächlich der Journalismus, qualitätsvoller Journalismus, demokratischer Journalismus, vor allem aber auch unabhängig von Medien, wirklich auf Report ohne Grenzen im Kampf um Informations- und Pressefreiheit verlassen können. Report ohne Grenzen hat schon zur Jahresmitte vergangenen Jahres diese Ausstellung realisiert, die jetzt tatsächlich gedacht ist auf Welttournee zu gehen. Wir freuen uns, als einer der Ersten jetzt überhaupt im Kreise jener zu sein, die diese Ausstellung präsentieren. Wir sind eine sehr kleine Sektion im Internationalen Verband. Nur die Finnen sind noch kleiner. Die haben eigentlich gar keine tatsächlich berufstätige Person in ihren eigenen Reihen. Bei uns bin es wenigstens ich mit einer Halbtagsstellung. Aber dennoch, wir müssen uns natürlich nach der Decke strecken und haben das mit relativ einfachen Ressourcen möglich gemacht. Jetzt werden sich viele wundern, naja, wie kann ich mich denn tatsächlich informieren, wenn ich jetzt über diese 40 Bilder mehr erfahren möchte. Wir haben dort, von mir aus gesehen, links eine sehr große Informationstafel angebracht, die nochmal sehr komprimiert in Form von Text zusammenfasst, was eigentlich diese Intuition auch dieser Ausstellung ist. Den Titel trägt Fotografien der Welt von morgen. Das sagt ja bereits sehr viel, dass tatsächlich hier auch Eindrücke vermittelt werden sollen, welche Hotspots unserer demokratischen Gesellschaft, überhaupt sozusagen auch die humanistische Entwicklung unseres Erdballs, tatsächlich in den kommenden Jahren massiv beschäftigen wird. Es ist hier viel von Warnung die Rede oder zu sehen. Es werden Hotspots dargestellt, an denen sich überhaupt auch vermutlich die Zukunft der Menschheit entscheiden wird. Und es gibt dazu tatsächlich eine ganze Menge Informationsmaterial, die wir in der Früh gar nicht hätten abdrucken können oder an diesen Wänden anbringen können. Aus diesem Grunde gibt es auf der Informationstafel zwei QR-Codes. Der eine ist rechts unten. Das ist, wenn Sie den scannen, kriegen Sie 88 Seiten tatsächlich Ausstellungskatalog auf Ihr Handy. Der zweite QR-Code, das ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, ist, wo Sie die Möglichkeit haben, auch für Ihre Porte ohne Grenzen zu spenden. Sie können da jederzeit mit Ihrer Bank-App einsteigen, weil natürlich sind wir auf die Großzügigkeit einer kritischen Öffentlichkeit angewiesen. Report ohne Grenzen kriegt keinerlei staatliche Förderung, sondern ist tatsächlich auch auf einem zivilgesellschaftlichen Fundament und wir brauchen natürlich Menschen, die mit uns streiten für den Erhalt der Pressefreiheit. Ich darf ganz kurz daran erinnern, es ist Ihnen vielleicht nicht entgangen, dass das Ranking, das noch aktuelle Ranking von Report ohne Grenzen zur Situation der Pressefreiheit weltweit ein desaströses Bild gezeichnet hat, vergangenen Mai, denn erstmals in der Geschichte dieses Rankings, das es seit 2002 gibt, wurde ausgewiesen und das ist höchst beunruhigend, dass erstmals mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in einer Situation lebt, wo Pressefreiheit, unabhängige Medien, deren tatsächlich Voraussetzungen als höchst bedenklich und beunruhigend eingestuft werden müssen, um nicht zu sagen, dass Pressefreiheit mittlerweile ein wichtiges Gut geworden ist, das großen Bedrohungen ausgesetzt ist. Und ich sage Ihnen, beim letzten Ranking ist die aktuelle Situation der Vereinigten Staaten unter Donald Trump bei seiner zweiten Amtszeit noch gar nicht berücksichtigt. Da muss ich sie noch gedulden, das bitten sie sich zu gedulden bis Anfang Mai dieses Jahres. Heute war der Abgabeschluss für all diese Respondentinnen und Respondenten für das weltweite Ranking, dann haben wir die neuen Zahlen. Ansonsten darf ich noch ganz kurz darauf hinweisen, wir belassen es nicht mit dieser Ausstellung, sondern setzen gleich munter fort, schon am Freitag, den 20. Februar. Da findet nämlich hier im Hause eine halbtägige Diskursveranstaltung statt. Es geht um das Thema Medienfreiheit ohne Grenzen mit einem wirklich großen Fragezeichen versehen. Die Idee dahinter ist, dass wir vor allem Vortragende eingeladen haben aus den Nachbarstaaten der Slowakei und Ungarn, weil wir mal von denen erfahren wollen, wie es denn tatsächlich ist, unter illiberalen Staatsverhältnissen zu leben. Was heißt das eigentlich für journalistische Arbeit, für die Medienarbeit? Nämlich in dem Sinne, dass wir etwas lernen, dass wir für uns auch etwas mitnehmen können, findet ebenso hier im Institut statt. Ansonsten kann ich Ihnen auch noch ankündigen, dass dann auch Thibaut Brutin zu Gast sein wird an diesem Freitag, dem 20. Februar. Er ist der Generaldirektor von Reporter ohne Grenzen International. Er wird einen Vortrag halten und wenn es Sie interessiert, also Sie sind herzlichst eingeladen, an dieser Tagung teilzunehmen, aber er wird auch bei dieser Gelegenheit eine einmalige Führung durch diese Ausstellung machen, die quasi er selbst beauftragt hat und er auch als einen wichtigen Appell verstanden haben will, dass wir auch anhand dieser Eindrücke an den Themengebieten der Gefährdungen von Umwelt, der Problematik von Exil und Flucht bis hin natürlich auch von Konflikt- und Krisensituationen, dass wir das auch als einen Appell für uns selber mitnehmen können, dass wir das auch als Appell für uns selber mitnehmen können, dass wir tagtäglich auch für unabhängigen Journalismus, für Pressefreiheit und Meinungsvielfalt kämpfen. Vielen herzlichen Dank. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und bis bald.