Herzlich Willkommen an diesem winterlich kalten Mittwochabend bei einer weiteren Ausgabe der Senderei der Stachel im Fleisch aus dem Studio von Dorf TV in der Kunstuniversität Linz. Ja, aktuell, also zu Jahresbeginn 2026, befindet sich Österreich in einer politisch angespannten Übergangsphase. Auf Bundesebene steht erstmals eine von ÖVP, SPÖ und NEOS gebildete Koalitionsregierung vor der schwierigen Herausforderung, Stabilität zu beweisen und gleichzeitig dringend erwartete Reformen umzusetzen. Insbesondere prägen Themen wie steigende Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Unsicherheit, Budgetdisziplin, natürlich auch Migration und der gesellschaftliche Zusammenhalt die politische Agenda. Darüber hinaus wird auch der Druck zunehmend größer, das allgemeine Vertrauen wieder zurückzugewinnen und politische Handlungs- und Lösungsfähigkeit sichtbar zu machen. In Oberösterreich, also in unserem Bundesland, wird bereits im Herbst 2027 ein neuer Landtag gewählt. Hier regiert eine Mehrheit aus ÖVP und FPÖ, die zwar gemeinsam noch Machtansprüche stellen, aber zugleich bereits in den Wahlkampfmodus übergehen und immer mehr in Konkurrenz zueinander in Erscheinung treten. Eine spannende Ausgangssituation, also manche Beobachterinnen und Beobachter sprechen von 2026, von einem Jahr, in dem eine Menge politischer Stürme zu erwarten sind. wie die Parteien sich verhalten, auf welchen Kompass sie da auch auf ihrer jeweiligen Kurssuche zurückgreifen wollen. Das diskutiere ich jetzt mit meinen beiden Gästen hier im Studio, die geradezu berufen sind, auch über die politische Landespolitik in Oberösterreich zu sprechen. Gleich neben mir war schon mehrmals bei mir zu Gast Thomas Gramesberger. Er ist stellvertretender Chefredakteur der oberösterreichischen Wochenzeitung Mein Bezirk Oberösterreich und neben ihm sitzt Barbara Eidenberger, seit ganz kurzem stellvertretende Chefredakteurin der oberösterreichischen Nachrichten, auch eine große Kennerin des politischen Geschehens. Ich freue mich, dass wir jetzt in den kommenden 60 Minuten meiner Politikgespräche mit Vorwärtsdrang den Jahresbeginn mit einem politischen Ausblick auf das Jahr starten können. Ich beginne mit Ihnen, Frau Eidenberger, indem ich jetzt mal den Fokus wegrücke, eigentlich in die große, weite Welt. Wir sind ja alle tagtäglich aufs Neue schockiert, beunruhigt. Auf alle Fälle beobachten wir geopolitische Entwicklungen, gerade auch unter der Führung der USA mit dem Präsidenten Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit, der uns sehr deutlich vor Augen führt, dass sich die Paradigmen in der Politik, in der großen Politik verändern. Konnte man sich noch vor einiger Zeit darauf verlassen, dass es sowas gibt wie Regelwerke, die irgendwie noch auf Grundlagen von Parlament oder doch auch sehr vernünftigen Entscheidungsfindungen fußen. So scheint sich immer mehr und sehr deutlich die Macht des Stärkeren durchzusetzen, auch als politisches Paradigma. Wenn wir das jetzt auf Österreich übertragen, hier auf unser Land, wo sehen Sie denn schon den Einfluss auch dieser globalen Entwicklungen für uns? Ist das etwas, was auch bei uns in der Politik zunehmend Niederschlag findet? Tatsächlich glaube ich ja, weil diese Begeisterung für dieses harte Durchgreifen durchaus vorhanden ist in gewissen Bevölkerungsgruppen. Donald Trump hat ja keine Zeit verloren in seiner zweiten Amtszeit, um wirklich klar zu machen, ich ziehe mein Programm durch, alle Ankündigungen, die man ein bisschen für Theaterdonner gehalten hat, setzt er jetzt um mit aller Härte. Und das findet auch Applaus, weil was der Politik ja gerne unterstellt wird und was auch die Politik manchmal durchaus lebt, ist ja eine gewisse Behäbigkeit, eine Langsamkeit, ein Nicht-Regieren, Reagieren auf Einflüsse, Entwicklungen, nicht schnell genug zu reagieren. Und natürlich dann ist jemand, der einfach durchpfeift, den eigenen Vorteil in den Vordergrund steht. Auch diese Erzählung gibt es ja bei uns sehr stark. Also den Österreichern geht es ja auch so schlecht und wir werden ja da geknechtet von einer EU oder Ähnliches. Ja, also gibt es auch diese Strömungen durchaus bei uns, zu sagen, na jetzt schauen wir auf den eigenen Vorteil, ohne Rücksicht auf vielleicht Schwächere, andere oder eine Wertegemeinschaft. Darf ich da gleich einhaken? Beziehungsweise bei dem, was Sie gesagt haben vorher, bin mir nicht ganz sicher, ob die These so stimmt, dass Sie jetzt auf einmal der Stärkere durchsetzen, dass das früher nicht so war. Ich glaube, seit 1989 leben wir in einer Friedenszeit, in einer Pax Americana, wo die Amerikaner einfach die globale Ordnung setzen und das auch mit militärischen Mitteln untermauern. Und das ist schon seit Jahrzehnten so, braucht man nur an Panama denken. Das ist Venezuela, was jetzt passiert ist, ist nichts Außergewöhnliches aus meiner Sicht. Das hat sich immer schon in der Weltpolitik der Stärkere durchgesetzt, und seit 1989 der Stärkere durchgesetzt, was glaube ich, und seit 1989 der Stärkere, auch die Regeln geschrieben, das was unsere westlich-demokratische Ordnung dann erst möglich gemacht hat. Was die Auswirkungen auf Österreich sind, glaube ich, und das hat sehr wohl was Neues und was mit dem Herrn Trump zu tun ist, die Unsicherheit, die, keine Ahnung, wenn wir noch das Handy einschalten, tun ist, die Unsicherheit, die, keine Ahnung, wenn wir noch das Handy einschalten, sind vielleicht die Amerikaner schon irgendwie im Iran und greifen da an oder morgen geht's nach Grönland. Das einfach nicht wissen, was passiert, das macht ja auch was mit einer Gesellschaft, das macht was mit uns als Menschen, als Medienkonsumenten. Wenn wir dauernd bombardiert werden mit irgendwelchen Ränkespielen, was sich der Herr Trump morgen wieder überlegt oder übermorgen. Und es hat auch ganz direkte Auswirkungen. Vielleicht ist es nicht das im Iran, obwohl natürlich geopolitisch auch, aber da braucht man nur an das Zollthema denken. Wenn der Herr Trump sagt, morgen 25 Prozent Zoll auf Aluminium, ist in Braunau ein Problem vorhanden, weil die AMAG, der größte Aluminiumhersteller in Österreich, in Kanada ein Werk betreibt. Also das hat auch direkte Auswirkungen. Und darum, glaube ich, sind auch die Menschen in Österreich, ist die Betroffenheit unmittelbarer, als wie sie früher ist. Frau Heidenberger, als ich bei DorfTV vor ungefähr zehn Jahren mit der Politikrelektion begonnen habe, da stand immer wieder das Thema die Politik der Angst im Raum. Also die Angst vieler Menschen vor Unsicherungen, vor Entwicklungen, die bei ihnen Furcht auslöst, dass sie ihre Lebensgrundlagen zunehmend verlieren. Da war auch das Thema Klima noch eine große Sorge. Wie werden wir in Zukunft leben? Bis hin, dass natürlich auch die Regierenden immer vor Angst getragen sind, dass insbesondere der politische Populismus Wählerstimmen abgräbt mit oft sehr einfach kaufwertig dargelegten Lösungsvorschlägen und Antworten auf die großen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit. In diesen zehn Jahren hat sich eigentlich gar nichts verändert oder verbessert. Die Politik der Angst ist noch viel gewichtiger und dominanter. Ist da einfach in der Politik ganz grob was schiefgelaufen oder hat niemand aus irgendetwas was gelernt? irgendetwas was gelernt. Warum ist die Angst heute so maßgebend für alles, was wir auch an Zukunftsherausforderungen angehen müssen? Ich weiß nicht, ob ich dieser These, dass überall und in jeder politischen Partei die Angst so die Richtschnur ist, wirklich zustimmen würde. Ich glaube, wenn wir zehn Jahre zurückschauen, müssen wir unbedingt auch die 2015-Flüchtlingskrise dazu erwähnen, die, glaube ich, was ausgelöst hat, was noch immer unterschätzt wird. Da hat sich etwas getan, da war eine große Vertrauenskrise in die Regierenden, in die Organisationen und Strukturen. Also wir werden überrannt. Natürlich war das eine übertriebene Empfindung, aber dieses Grundgefühl, unsere Regierung ist nicht für uns da und schützt uns nicht, hat sich dort verfestigt. Dann ist die Corona-Pandemie gekommen. Wir wissen alle, was da los war. Und die vielzitierte Spaltung der Gesellschaft hat sich ja da noch einmal potenziert, meiner Meinung nach. Und dann gab es aber keine Pause wie nach 2015, sondern dann ist gleich die Ukraine-Krise gekommen, gefolgt von einer extremen Inflation. Und dann ist es natürlich ganz ursächlich ans Geldbörsel der Menschen gegangen. War für jeden spürbar, diese Veränderung. Jetzt muss man sagen, ja, was hätte denn die Politik tun sollen? Sich hinstellen und eine Zuversicht, Optimismus verkünden. Das ist nicht, was die Menschen derzeit spüren. Klima ist ja dann noch einmal dazu gesagt, das jetzt wieder total in den Hintergrund kommt. Deswegen weiß ich nicht, ob man der Politik da so unbedingt einen Vorwurf machen sollte, dass sie diese Ängste sieht, thematisiert, anspricht. Es geht natürlich auch immer ums Wie, weil nur auf die Ängste abzuzielen und die Ängste zu schüren, um nur ein bisschen mehr Verunsicherung hineinzutreiben und ein paar Stimmen mehr abzugreifen, das ist eine Spirale, wo geht die hin? Also was wäre da der Endausbau sozusagen? Möchte man sich nicht vorstellen. Also es muss schon ein Konzept geben, aber ich glaube schon, dass es auch ein ehrliches Konzept sein muss von es ist herausfordernd, aber wir nehmen das ernst und wir arbeiten an guten Lösungen. Und das fehlt mir ein bisschen, dieses sich hinstellen und auch sagen, ja, das ist gerade schwierig, aber ja, wir geben unser Bestes dafür, dass es besser wird. Und vielleicht haben wir nicht sofort die richtige Lösung, aber wir setzen uns zusammen, die besten Köpfe. Das Problem ist natürlich, es gibt einfach Kräfte, die da gezielt dagegen arbeiten. Und ich glaube schon, dass man nicht unterschätzen darf, und da sind wir wieder bei der Geopolitik, dass diese Propaganda, Maschinerie mittlerweile von beiden Seiten was macht mit den Menschen und schon sehr tief in den Köpfen der Menschen verankert ist. Und dieses Misstrauen der Regierung oder den Regierenden gegenüber und der EU gegenüber ein derartiges gesteuertes und gezielt vorangetriebenes ist, das wird, glaube ich, teilweise noch unterschätzt. Herr Kramersberger, vor ungefähr einem Jahr war es noch nicht ganz klar, ob tatsächlich die FPÖ, das ist aus der Wahl der stimmenstärkste Partei hervorgegangen, dass die FPÖ, es ist aus der Wahl der stimmensstärkste Partei hervorgegangen, dass die FPÖ und ihr Parteichef Herbert Kickl eine Bundesregierung bilden wird. Damals gab es Verhandlungen mit der ÖVP, ein paar Wochen später, Anfang Februar, sind diese Verhandlungen gescheitert. Herbert Kickl hat den Regierungsbildungsauftrag zurückgelegt. erweitert, Herbert Kickler hat den Regierungsbildungsauftrag zurückgelegt, aber seither haben wir seit ungefähr einem Jahr eine für Österreich ungewöhnliche Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS, jetzt ist ja quasi Österreich oder das Parlament ja nicht besonders experimentierfreudig, somit war das schon was. Wenn Sie heute auf dieses erste Jahr zurückblicken, ist das wirklich eine Regierung, die aus einer Not geboren ist, nur um die FPÖ auf Bundesebene von der Macht fernzuhalten oder sind das konstruktive Reformkräfte, die jetzt auch tatsächlich in der Lage sein könnten oder sollten, die großen Fragen in Angriff zu nehmen? Heute war ja der Abschluss einer Regierungsklausur. Da wurden ja auch tatsächlich Maßnahmen vorgeschlagen, etwa die Reduktion der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel. Wie schätzen Sie das ein? Wie beurteilen Sie das? Fährt Österreich aktuell mit dieser Regierung gut oder nicht? Ich glaube, die erste Frage von Ihnen war, ist die Regierung aus der Not geboren? Und bis zum gewissen Grad würde ich schon sagen, ja. Allein der Titel des Regierungsprogramms oder ist ja jetzt das richtige Tun, das reicht irgendwie so. Jetzt habe ich alle falschen Möglichkeiten mir überlegt und jetzt probiere ich dann, mache ich doch das Richtige. Also vielleicht auch nicht unbedingt glücklich gewählt. Aber natürlich ist es ein Thema, wenn man sich anschaut, wo kommt das Ganze her? Der Herr Kickl, das haben alle Journalisten im Land, haben die Verhandlungsprotokolle zugespielt bekommen, hat schon ein sehr merkwürdiges Verständnis davon gehabt, wie die mögliche FPÖ-ÖVP-Regierung auszusehen hat und was da zu machen ist. Da war die Rede von EuGH-Urteilen, naja, schauen wir uns an, wenn es uns passt, dann machen wir es und wenn es uns nicht passt, dann machen wir es nicht oder setzen wir es nicht um, ignorieren wir das, VFGH, DETO und viele andere Europademen, wo die ÖVP einfach nicht mitkonnte. Also er war eigentlich nicht politikfähig. Jetzt haben sich drei Parteien gefunden, die politikfähig sind und politikfähig heißt für mich fähig zum Kompromiss. Weil es hat weder der Herr Stocker, noch der Herr Babler, noch die Frau Meindl-Reisinger 100 Prozent ihrer Forderungen durchsetzen können. Das ist logisch. Und mit dieser Regierung, diese Regierung ist jetzt einfach im Amt. Bin ich mir sicher, wenn sich die ÖVP es aussuchen könnte, wäre sie lieber einer anderen Regierung. Da bin ich hundertprozentig davon überzeugVP es aussuchen könnte, wäre sie lieber in einer anderen Regierung. Da bin ich hundertprozentig davon überzeugt und vielleicht der Herr Babler auch. Nur man muss jetzt schauen, was ist möglich. Und was, glaube ich, generell, bevor wir jetzt vielleicht zu den heutigen Maßnahmen kommen, schon ein Müllstein ist in dieser Regierung, ist, dass das Personal, wie soll ich es jetzt nett ausdrucken, vielleicht nicht unbedingt das Charismatischste ist, was die österreichische Innenpolitik zu bieten hatte. Wenn ich jetzt nur in die letzten Jahre zurückdenke an Herrn Kurz oder Herrn Kern, und bitte jetzt nicht falsch verstehen, wir haben uns als Medium immer sehr kritisch mit Herrn Kurz auseinandergesetzt, aber er war ein charismatischer Politiker, der Inhalte gut transportieren konnte. Und das fehlt der ÖVP jetzt einfach komplett aus meiner Sicht. SPÖ hat ein anderes Problem. SPÖ hat ein Problem, dass der Herr Babler den Zündfunken, den er bei den Funktionären möglicherweise entzünden kann in der breiten Bevölkerung, dass der einfach nicht ankommt. Und so haben wir halt an den Spitzen zwei Politiker, die jetzt in einer wirklich massiven wirtschaftspolitischen Krise nicht wirklich fähig sind, langfristige Konzepte zu entwickeln für Österreich. Probleme klar darzustellen, warum sind wir da und wie kommen wir da wieder raus. Und jetzt hat man ein Jahr gebraucht, um sich zu finden und unter der ganzen Thematik Budget mal alles zu ordnen. Hat ein paar Kleinigkeiten auf den Weg gebracht. Kleinigkeiten ist jetzt vielleicht das falsche Wort, aber die großen Würfe waren jetzt nicht dabei. Und jetzt haben wir heute den Big Bang gemacht, wo man doch mehrere Maßnahmen vorgestellt hat. Kann man über die Sinnhaftigkeit diskutieren. Aber es war auf jeden Fall enorm wichtig, dass die Regierung jetzt einmal gesagt hat, wir sind nicht nur aneinandergekettet, um den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, sondern wir bringen auch größere Projekte auf den Weg. Mehrwertsteuersenken kann man geteilter Meinung sein, aber was sicher ganz wichtig ist in der derzeitigen Lage, Industriestrompreis, weil einfach die Industrie massiv unter Druck steht und das wir als Exportland in Oberösterreich natürlich ganz enorm merken. Frau Eidenberger, die FPÖ hat den Umfragen zufolge auf Bundesebene noch einmal weiter zugelegt. Die erreicht ja praktisch schon die 40-Prozent-Marke. Man hat den Eindruck, sie muss gar nicht viel dazu tun, dass es dazu kommt. Herbert Kickl, der teilweise fast verschwunden ist, kann sich auch tatsächlich zurücklehnen. Die Umfragen spülen einen Zugewinn nach dem anderen, weisen ihm aus. Wie ist denn das einzuordnen? Die FPÖ, hat die tatsächlich jetzt die Gunst der Stunde und es ist auch für sie die Zeit gekommen, irgendwann, es ist nur noch eine Frage ihrer Geduld, an die Macht zu kommen, weil irgendwann wird es einen Grad erreichen, da ist vielleicht eine Regierungsbildung ohne die FPÖ gar nicht mehr möglich. Beziehungsweise sind die anderen Parteien tatsächlich so ratlos, ahnungslos, hilflos der FPÖ irgendwas entgegenzusetzen, um sie zumindest jetzt aktuell irgendwie auch nur annähernd in Schranken weisen zu können? Ich weiß, dass man das gern sagt. Die FPÖ braucht quasi gar nichts tun. Und hier fliegen gerade die Wählerstimmen zumindest in den Umfragen zu. Ich glaube nur nicht, dass die FPÖ nichts tut. Die FPÖ macht nicht klassische Politik, wie sie jetzt die Regierung macht. Ja, sie ist ein bisschen aus der Not geboren, aber ich finde, sie hat sich durchaus zusammengerauft und macht eine solide Arbeit. Ohne Theaterdonner, ohne große Aufregung. Das ist jetzt nicht das Schlechteste, würde ich sagen. Die FPÖ macht nicht nichts, ganz im Gegenteil. Die FPÖ macht halt eine andere Art der Öffentlichkeits- und Medienarbeit. In ihren Kanälen ist die FPÖ hochaktiv. Und das hängt auch ein bisschen mit dem zusammen, was ich vorher gesagt habe. Da wird etwas unterschätzt, was da los ist und was für einen Wirk macht, die diese Kanäle mittlerweile haben. Nicht umsonst fängt die FPÖ den eigenen Radiosender an. Das ist, das hat ein Programm, ein Konzept und die FPÖ macht eben sehr viel und sie macht das sehr richtig und dort setzen die anderen Parteien der FPÖ gar nichts entgegen. Weil da brauche ich mir nur die Instagram oder TikTok Auftritte von manchen Regierungsmitgliedern ansehen. Also wenn das das Gegenprogramm ist, da hat jemand was ganz grundsätzlich nicht verstanden. Aber Herr Grammesberger, ich habe es noch in den Ohren, selbst Wolfgang Schüssel, der nach einer sehr kühnen Girarde im Jahr 2000, Februar 2000 zum Bundeskanzler ernannt wurde, der hat ja immer gesagt, lasst die FPÖ regieren und wir werden sie entzaubern. Jetzt finden wir aktuell eine Situation vor, wo beispielsweise die FPÖ in der Steiermark den Landeshauptmann stellt. Hier in Oberösterreich, ich habe es schon angesprochen, ist in einer Allianz mit der ÖVP das Gleiche. Auch in Salzburg von einer Entzauberung ist nichts zu erkennen. Das sehe ich genauso. Also ich glaube auch nicht, dass die Logik immer ist, die FPÖ tritt in eine Regierung ein und endet dann irgendwie wild zu stritten wieder in der Opposition. Also der These kann ich ehrlich gesagt nichts abgewinnen. Aber hat die FPÖ dazugelernt, weil tatsächlich war es ja so, etwa aus der Regierungsriege von Schwarz-Blau 2000 gab es dann tatsächlich einige Korruptionsverfahren. Karl-Heinz Grasser wurde erst jetzt sozusagen mit Fußfesseln nach Hause geschickt. Da gibt es schon noch so Altlasten, die zumindest den Rechtsstaat bemüht haben. Stimmt, ja. Aber vielleicht ein kurzer Sidestep. Wolfgang Schüssel ist nämlich ein gutes Beispiel, was ich glaube, was die derzeitige Regierung unterscheidet von Wolfgang Schüssel ist nämlich ein gutes Beispiel, was ich glaube, was die derzeitige Regierung unterscheidet von Wolfgang Schüssel, also Schüssel 1, der auch als zweiter dann Bundeskanzler wurde. Der Herr Schüssel hat eine klare Agenda gehabt. Der Herr Schüssel hat gewusst, wie er Österreich umbauen will. Der hat gewusst, ich sage jetzt nicht die dritte Republik, weil das kommt aus der Heidecke, aber er hat genau gewusst, was wir machen. Pensionsreform, ich würde den Staat verschlanken und so weiter und so weiter. Diese Regierung jetzt ist nicht mit so einer großen, logischerweise, und darum habe ich ja vorher gesagt, aus der Not geboren, nicht mit so einer langfristigen Strategie angetreten, weil sie es auch gar nicht konnte. Und das ist, glaube ich, eigentlich der wichtigste Unterschied für mich jetzt, und das ist glaube ich eigentlich der wichtigste Unterschied für mich jetzt, wenn ich jetzt den Vergleich hernehme und das als Vergleich einbetrachte, aber ich glaube nicht, dass die FPÖ hat möglicherweise, was auf Ihre Frage jetzt replizierend, Altlasten, ja, kann sein, aber die FPÖ ist nicht mehr oder weniger korrupt in meinen Augen, als wie jede andere Partei, also man wird überall Glücksritter finden. Damals war die Bubal-Partie unter mir geheitert, was sich gemeint hat, sich zu bereichern. Aber soweit ich jetzt in die FPÖ blicken kann, haben diese Personen jetzt keine Relevanz mehr und dass wir da und dort jemanden korrupten in der Politik haben, das wird es in alle Parteien geben. Vielleicht kannst du kurz dazu was sagen, weil natürlich diese These hat sich dann ein bisschen bewahrheitet, einmal Knittelfeld, einmal Ibiza, wo sich die FPÖ ja trotzdem jeweils aus der Regierung gesprengt hat. Natürlich hat die FPÖ daraus gelernt. Da ist mittlerweile eine, wie soll ich sagen, eine Geschlossenheit und Harmonie. Es würde ja gern von dieser, ach und der Herr Kickl und der Herr Heimbuchner seien ja so gegensätzlich und zerstritten und könnten nichts miteinander anfangen. Mag schon sein, aber die haben das gleiche Ziel und auf das arbeiten sie konsequent hin. Und diesen Plan, den der Wolfgang Schüssel damals gehabt hat, den hat die FPÖ. Und deswegen ist da ein ganz anderer Fokus. Man braucht ja nur noch Wels schauen. Der Herr Rabl macht als Bürgermeister etwas falsch. Also auch die Personal, oder die dünne Personaldecke, die es Anfang der 2000er ziemlich sicher noch gegeben hat, die gibt es nicht mehr. Das sehe ich genauso. Es hat sich sicher professionalisiert in der FPÖ. Das braucht man, wenn man sich die oberösterreichische Landespartei anschaut, auch noch anschauen, was so in der zweiten, dritten Reihe an Nachwuchs Mitarbeitern aufgebaut wird. Die haben alle Ahnung, was von dem was machen. Vielleicht darf ich noch ganz kurz erwähnen, dass Andreas Rabli auch vor einigen Jahren dazu berufen wurde, innerhalb der FPÖ einen Selbstreinigungs- und Compliance-Prozess zu leiten. Dadurch, dass er Jurist ist, meinte man in der FPÖ, er habe die besten Voraussetzungen dafür. dadurch, dass er Jurist ist, meinte man in der FPÖ, er habe die besten Voraussetzungen dafür. Von den Ergebnissen oder irgendwelchen Fortschritten dieser Kommission hat man ja nie irgendwas erfahren. Aber das lassen wir jetzt mal kurz beiseite. Was mich jetzt noch interessiert, man muss ja nicht unbedingt stolz darauf sein, dass Oberösterreich drei wichtige Regierungspositionen besetzt. Aber dennoch möchte ich kurzes Augenmerk darauf richten, denn mit Wolfgang Hartmannsdorfer im Wirtschaftsministerium, der Claudia Plackholm, jetzt Claudia Bauer im Europa- und Integrationsministerium und dann natürlich auch mit Eva Holzleitner im Frauenministerium und Wissenschaftsministerium sitzen ja doch drei oberösterreichische Repräsentantinnen an wichtigen Positionen. Welche Performance machen sie denn? Wie können wir denn aus oberösterreichischer Sicht drauf schauen? Gibt es da sowas wie eine oberösterreichische Handschrift oder ist das irgendwie was, wie es sich ohnehin in unseren gewohnten Wahrnehmungsgewohnheiten von Regierungsmitgliedern einfach so darstellt? Ja, ich glaube, diese spezifisch oberösterreichische Handschrift gibt es nicht. Alle drei sind ziemliche Political Animals, würde ich einmal sagen. Also die wissen, was sie tun und sind natürlich auch, wie soll ich sagen, sehr aus der Partei geboren. Also das sind keine Quereinsteiger, wobei ich das immer durchaus positiv sehe. Also diese Quereinsteiger haben sich oft sehr entzaubert. Deswegen, also die kennen ihr Handwerk, die können ihr Handwerk. Ich muss sozusagen, der Herr Hartmannsdorff hat, glaube ich, völlig unterschätzt, wie sehr ihm diese Teilzeitdebatte auf den Kopf gefallen ist und wie sehr ihm die noch nachhängt. Vielleicht können Sie ganz kurz den Zuseherinnen und Zusehern sagen, worum es sich dabei gehandelt hat. Ja, das war quasi diese Saga mit der Lifestyle-Teilzeit, dass die Menschen nicht Vollzeit arbeiten, quasi, weil es nicht wegen Betreuungspflichten, sondern aus anderen Gründen. Und natürlich, da hat er einfach Menschen vor den Kopf gestoßen. Ist auch von den anderen Parteien weitlich genutzt worden, aber so ist das politische Spiel einfach auch. Also da finde ich, und hat er seitdem nicht mehr so richtig Tritt gefasst in der öffentlichen Wahrnehmung. Und er hat natürlich auch heikle Themen, im Wirtschaftsministerium brennender geht es ja gar nicht. Da könnte man aber auch realisieren. Sehe ich noch nicht. Ich finde, er hat in Wien noch nicht ganz so seinen Platz gefunden. Die Frau Bauer, wie wir ja jetzt sagen müssen, hat noch die stärkste oberösterreichische Handschrift, die trägt sie aber auch sehr vor sich her. Nicht umsonst gibt es immer wieder die Vermutungen, dass sie sich ja eher als Landeshauptfrau sehen würde als Ministerin. Und die Frau Holzleitner von der SPÖ ist auffallend still geworden. Also die habe ich gerade am Anfang wesentlich präsenter wahrgenommen, wie überhaupt die ganze SPÖ-Regierungsmannschaft. Ja, dann kommen wir zur Landespolitik, denn hier stellt sich die Situation tatsächlich besonders spannend dar. Ich habe den aktuellen Politbarometer, der immer im November des Jahres in den oesterischen Nachrichten veröffentlicht wird, sehr genau studiert. Ich habe das auch heute hier mitgenommen. Ich habe das auch heute hier mitgenommen. Da wird ja mittlerweile der FPÖ eine Spitzenposition ausgewiesen, wobei gleichzeitig darauf hingewiesen wird oder unterstrichen wird, dass es sich mittlerweile nicht mehr um einen Ausreißer handelt, sondern dass sich das wirklich verfestigt. Da liegt nämlich die FPÖ bereits bei 35% mittlerweile die ÖVP und der Landeshauptmann Stelzer bei 25% deutlich zurückgewiesen. Herr Kramersberger, wie darf man sich das vorstellen? Jetzt ist die FPÖ noch mit der oberösterreichischen ÖVP in einer Koalition hier im Land Oberösterreich. Gleichzeitig hat man das Gefühl, der Wahlkampf hat bereits begonnen. beraten, dass sie Kante zeigt, um der FPÖ diesen 10-Prozent-Punkte-Zugewinn wieder abspenstig zu machen. Wissen Sie irgendwas, dringt da irgendwas aus dem Landhaus heraus an Ihre Ohren, wie denn die ÖVP diese knifflige Aufgabe angehen will, mit welchen Themen, mit welchen strategischen Überlegungen, um in den letzten Monaten, ich sage jetzt nochmal, es bleiben ungefähr knapp zwei Jahre, vielleicht 22 Monate, dann wird gewählt, um doch noch in irgendeiner Weise eine Perspektive zu haben, wir bleiben die Spitze am Bundesland Oberösterreich? haben, wir bleiben die Spitze am Bundesland Oberösterreich? Ich glaube, der Wahlkampf ist nicht für alle Parteien oder nicht alle Parteien sind schon in den Wahlkampf gestartet. Also die ÖVP definitiv. Die ÖVP hat jetzt schon ihren internen Prozess da laufen mit Umfragen von Parteimitgliedern und eine neue Fassung quasi des Parteiprogramms, das was dann 27 fertig werden soll, rechtzeitig zur Wahl. Bei der FPÖ ist eher noch, so würde ich es zumindest beurteilen, ein bisschen so das Wappen mal, dann sehen wir schon. Die haben jetzt nicht unbedingt die große Not, zu früh in den Wahlkampf zu starten. Aber für die ÖVP wird das natürlich herausfordern, wie man sich, obwohl in einem Koalition-Arbeitsübereinkommen, wie man das dann immer sehen will, mit der FPÖ, sich vom Koalitionspartner etwas zu emanzipieren. Und da geht es jetzt gar nicht so um die Sachthemen oft, sondern eher darum, den Funktionären, die dann im Wahlkampf auch laufen sollen und der Bevölkerung zu vermitteln, wer ist der, der im Land den Ton angibt. Und das ist in den letzten Jahren oft nicht so passiert, dass, oder ich sage es anders, in den letzten Jahren war oft so die Einschätzung, die ÖVP und die FPÖ sind auf Augenhöhe. Es hat den Heimbuchner natürlich sehr gut gefallen, obwohl das Wahlresultat ein anderes war, dass er immer quasi gleich behandelt wurde oder gleich gesehen wurde wie der Herr Stelzer. Und da muss sich die ÖVP was reinfallen lassen, um sozusagen inhaltlich sie zu emanzipieren, ohne den Koalitionsvertrag zu verletzen, weil die werden jetzt nicht einen Koalitionsbruch machen auf den letzten Metern. wie der Hersteller bei euch im Interview, bei den Urnachrichten im Interview, quasi den Windpark in Sandl grünes Licht gegeben hat, ein bisschen vereinfacht gesagt, hat mir ein ÖVP-Funktionär im Nachgang erzählt, so viele positive Rückmeldungen haben wir schon lange nicht mehr gekriegt von den Funktionären, weil endlich wieder klar war, wer gibt dem Land den Ton an. Und das ist oft, wie schon gesagt, glaube ich, für viele Funktionäre ungewohnt gewesen, dass die ÖVP dann stärker das Ruder übernommen hat und stärker die Themen vorgegeben hat und quasi stärker demonstriert hat, wer ist der Einser im Land. Es wird natürlich an ganz viele andere Dinge hängen. Ich denke nur an Donaubrücke Mauthausen, wo es sehr viel Unmut erzeugt, aber auch natürlich, was wir eingangs schon besprochen haben, Themen, die global einfach hereindrücken, ohne dass die ÖVP jetzt viel dagegen machen kann. Und dann kommen noch dazu so Themen, die österreichweit ähnlich sind. Spitalsthema, OP-Verschiebungen, ist natürlich ein Thema, das die ÖVP stellt die Gesundheitslandesrätin und ihr wird das auch angelastet, wenn das nicht funktioniert. Also sie ist in der Verantwortung und wird auch von den Menschen quasi verantwortlich gemacht und ähnlich ist es auch beim Thema Wirtschaft. KTM, gestern wieder 500 Mitarbeiter abgebaut. Die Wirtschaftspartei ÖVP wird von der Bevölkerung oft in die Verantwortung genommen, was die FPÖ, die auch in der Landesregierung ist und ein gewichtiges Wort mitzureden hat, nicht wird. Und das ist natürlich als Ausgangssituation für die ÖVP sehr überschaubar. Frau Eibenberger, kurz vor Weihnachten ist Josef Ratzenböck verstorben in einem hohen Alter. Ich habe selber Josef Ratzenböck noch in Erinnerung als Landeshauptmann, der noch für sich in Anspruch nehmen durfte, als Landesvater wahrgenommen zu werden, mit einer unglaublich auch kulturell hegemonialen Wirkung. Nicht zufällig, dass auch seine Frau jahrelang an der Spitze der Goldhauben gestanden hat. Also diese starke Verbindung auch zu den Traditionsverbänden in Oberösterreich, die noch über großen Einfluss verfügen. Der Tod Josef Ratzenböcks hat zumindest bei mir auch wieder sozusagen die Frage aufgeworfen, wie steht es denn um den Thomas Stelzer, der aktuell Landeshauptmann von Oberösterreich ist. Bei ihm fällt es mir regelrecht schwer, ihn als Landesvater wahrzunehmen, geschweige denn in einer hegemonialen Wirkmächtigkeit. Wie geht es Ihnen da? Liegt das einfach an der Zeitenentwicklung, dass die Zeit der großen Landesväter vorbei ist, der Landesfürsten, die teilweise auch wirklich auch feudal aufgetreten sind? Oder ist Landeshauptmann Stelzer einfach der Mann unserer Zeit, die Politik verlangt mehr nach Management, nach soliden Management, ist das nicht eher seine Rolle? Wie nehmen Sie das wahr und wie steht das etwa in einem Zusammenhang, dass ja auch die ÖVP tatsächlich Wählerstimmen verliert? Ich würde sagen, auf jeden Fall ist das ein Zug der Zeit, dass diese Landesfürsten, Landesväter auch nicht mehr so zeitgemäß sind. Ich muss auch sagen, bei aller Wertschätzung für den Herr Ratzenböck oder auch für den Altlandeshauptmann Püringer in ihrer landesväterlichen Rolle, ich glaube, da tut man auch ein bisschen verklären, rückblickend. Weil das war eine andere Machtfülle und auch die ist gelebt worden, was aber auch legitim ist. Also Politik und Macht gehören zusammen. Das darf man jetzt auch nicht da nur negativ sehen, aber ich glaube, der Vergleich ist wahnsinnig schwierig mit dem, was der Thomas Stelzer jetzt zu bewältigen hat und seine Grundvoraussetzung. Er hat sich aber auch nie als Landesvater positioniert. Das ist er erstens, glaube ich, vom persönlichen Typus her nicht. Er ist eher der Manager. Ich glaube tatsächlich, dass das kein schlechter Schachzug war, weil die Zeit das ein bisschen verlangt. Und man muss sich auch überlegen, was war sein Kernthze Null. Schuldenabbau. Ich spare, ich führe das Land solide, budgettechnisch sauber durch die Zeiten. Und das ist etwas, was grundsätzlich sehr gut ankommt, weil Politik hat den Ruf zu verschwenken, der Staat ist so aufgebläht. Also das ist ja grundsätzlich eine gute Strategie gewesen. gebläht. Also das ist ja grundsätzlich eine gute Strategie gewesen. Nur dann ist ihm die Entwicklung passiert oder die geopolitische Entwicklung, weil jetzt müssen alle sparen. Sparen ist überhaupt nicht mehr außergewöhnlich, ist auch nicht mehr sexy, ist nichts mehr, was jetzt sich jemand auf die Fahnen heftet, weil es die Herausforderung ist, mit der alle konfrontiert sind. Also es ist ihm sein Kernthema abhandengekommen und er hat kein neues bisher gefunden. Es ist ja wirklich bezeichnend, dass der Windparksandel überhaupt so ein großes Thema geworden ist. Das war ein Managementversagen. Das hätte nicht passieren dürfen, hätte nicht passieren müssen. Da hat man nicht gespürt, was los ist und hat sich leider von der ÖVP wirklich verstiegen. Dass aber das so groß geworden ist, zeigt ja, dass es keine anderen Themen gegeben hat, die bewegt haben und an der sich auch gezeigt hat, wie die Politik im Land derzeit funktioniert und was die Kräfte sind und wie sie wirken. sein und wie sie wirken. Das ist ein bisschen das Problem und dieses Thema sehe ich jetzt auch nicht im Hinblick auf die Landtagswahl. Also ich bin sehr gespannt, mit was die ÖVP da noch um die Ecke kommen wird quasi, weil es liegt nicht auf der Hand. Aber wie groß sehen Sie auch für die ÖVP die Gefahr, dass wiederum oder wie schon so oft Bundesthemen eigentlich die Wahlentscheidung ausmachen beziehungsweise, dass letztlich der größte Konkurrenz der ÖVP, nämlich die FPÖ, das Agenda-Setting übernimmt, dass jetzt die ÖVP gar nicht mehr so viel Zeit hat oder sich gar nicht so geduldig zeigen darf, da jetzt Themen und Strategien zu entwickeln, weil die FPÖ ohnehin diejenige Partei ist, die quasi taktet und die Themen vorgibt. Also Bundesthemen werden sicher eine maßgebliche Rolle spielen, das ist klar. Aber ich wäre jetzt vielleicht zu den Umfragen noch ein bisschen vorsichtiger. Ich meine, die ÖVP hat gewaltige Strukturen im Land. Das darf man nicht übersehen. In jeder Gemeinde, soweit ich weiß, ist die ÖVP vertreten. Die ÖVP hat eine gewaltige Mobilisierungskraft und vor der hat auch mit FPÖ-Spitzenfunktionären unterhält, dann sind die sehr, sehr abwartend, was 27 bringt und sehen das bei weitem nicht als Gmadewiesen. Auch, weil natürlich solche Umfragen bis zum gewissen Grad die eigenen Funktionäre in Sicherheit wiegen und die vielleicht dann, ich möchte nicht sagen, daheim bleiben, aber jetzt nicht unbedingt eine Wahlmotivation ist, weil ich brauche nicht so eine Wolke, die mich eingewenkt in die Richtung. Für die ÖVP ist so eine Umfrage, wie es die Nachrichten, wie es die EU-Nachrichten publiziert haben, natürlich ein Horror. Absolut, weil ihr Selbstbild ein anderes ist. Ihr Selbstbild ist, wir sind die best bestimmende Partei in Oberösterreich. Und das ist durch solche Umfragen natürlich schwer angekratzt. Und das muss man dann, also es muss sich die ÖVP was überlegen, wie sie sie glaubwürdig bis zum gewissen Grad emanzipiert von der FPÖ. Weil sie wird eigene Themen brauchen, die sie bespielt im Hinblick auf 27. Es wird nicht reichen, wenn man einfach diesen Paarlauf bis 2027 so weiter führt. Es wird bis zum gewissen Grad eine Zuspitzung brauchen. Die Frage ist, wann kommt die? Kommt die heuer schon im Sommer oder im Herbst oder erst nächsten Frühjahr? Aber es wird diese brauchen, um den Wählern auch zu zeigen, wofür stehen wir und wofür steht die FPÖ, weil sonst bleibt über. Es sind eh die Parteien austauschbar und quasi der übergeordnete Trend geht in Richtung FPÖ, weil sonst bleibt über. Es sind eh die Parteien Austauschbar und quasi der übergeordnete Trend geht in Richtung FPÖ, dann kann ich gleich die FPÖ wählen, so ein bisschen vereinfacht gesagt. Frau Eidenberger, in Oberösterreich hält man ja weiterhin an der sogenannten Proporzregierung fest. Was bedeutet das? Vier der im Landtag vertretenen Parteien auch in der Regierung eingebunden sind, also neben ÖVP, FPÖ auch Grüne und die SPÖ. Jetzt frage ich vielleicht ein bisschen böse, aber wenn man jetzt das wirklich so im Sinne einer Regierung und Opposition verstehen möchte, gibt es für die ÖVP jetzt abseits der FPÖ so etwas wie eine Opposition in Oberösterreich, vor der sie sich in irgendeiner Weise fürchten sollte? Nein. Das muss ich noch mehr dazu sagen. Sie sind an dem Punkt, wo ich hinwollte. Ich meine, ein Wort schon noch zum Proportsystem. Das ist vorsintflutlich. Das ist auch eine Augenauswischerei, die da in Oberösterreich betrieben wird, weil man macht ein Proportsystem, das ist vorsintflutlich, das ist auch eine Augenauswischerei, die da in Oberösterreich betrieben wird, weil man macht ein Proportsystem und startet sich aber selber mit aller Macht aus und lässt die angeblich ebenfalls Regierungsmitglieder ausgestreckten Arm verhungern, Kompetenz- und Ressourcenmäßig. da braucht man nicht darüber reden, ob das irgendwie seriös ist, da wäre es viel sauberer, eben genau das zu machen. Regierung und Opposition, die Rollen werden klar verteilt und man müsste nicht dieses Pseudo-Wir-sind-ja-auch-immer-so-einig-Spiel spielen. Wobei natürlich Landtag und Parlament immer nur zwei unterschiedliche Themen sind, weil in einem Landtag auch viel verwaltet wird. Also dass da Beschlüsse einstimmig gefasst werden, ist jetzt auch kein Zeichen einer großen Harmonie. Das ist systemimmanent. Und zur Opposition. Die SPÖ ist in der Findungsphase mit dem neuen Vorsitzenden. Die Grünen mit Stefan Kaineder sind sehr brav geworden und sehr zufrieden. Die Neos kämpfen mit genau dem, was die ÖVP noch hat, nämlich den Strukturen. Denen tut gut, auf Bundesebene in Regierung zu sein, aber das können sie in Oberösterreich nicht wirklich übersetzen. Ja, und dann gibt es noch MFG. Und ich glaube, da kann man getrost sagen, das war ein Gastspiel, ein für den Steuerzahler durchaus teures Gastspiel. Eines mit nicht besonders viel Wirkmacht, aber hat sich, glaube ich, erledigt, sofern nicht, also ich sage, weil noch eine Pandemie kommt. Aber trotzdem interessant, weil die MFG ist ja seit 2021 mit drei Abgeordneten im oberösterreichischen Landtag vertreten, ich glaube so an die zwischen 12 Prozent beim letzten Wahlergebnis, das sind ja durchaus auch Wählerstimmen, die vielleicht in den Umfragen aktuell auch der FPÖ zuzurechnen sind, weil die müssen ja irgendwo zugeordnet werden, wenn es die MFG so nicht mehr gibt. Aber Herr Kramersberger, gehen wir es mal einzeln durch. Die Frau Eidenberger hat schon genannt, die SPÖ mit ihrem neuen Parteivorsitzenden, der Martin Winkler. Der hat ja mal von Anbeginn an auf Ambition gesetzt, will sich positionieren als einer, der die Ärmel hochkrempelt und vor allem auch immer wieder seine Wirtschaftskompetenz ins Feld führt. Was ist denn davon zu spüren? Ist er jemand, der tatsächlich da jetzt umrührt, aufrührt und neue Themen in den Diskurs hineintragen kann? Kurs hineintragen kann oder ist das eher so ein bisschen einzuordnen als, ja, ich muss mich ja jetzt mal durch ein bisschen mehr Verhaltensauffälligkeit bemerkbar machen, damit ich überhaupt sozusagen mir eine Bekanntheit erarbeiten kann? Also er muss sich sicher auffallen, um bekannt zu werden, das ist definitiv so, aber zum Thema Wirtschaftskompetenz, die hat er sicher, er war ein sehr erfolgreicher Unternehmer, was natürlich bei der SPÖ dann wieder der Heimschuh ist, wenn der Herr Winkler irgendwo unterwegs ist, wird er natürlich sofort darauf angesprochen, euer Parteichef ist ja für die 30-Stunden-Wochen in der größten Wirtschaftskrise in der Zweiten Republik. Also es ist natürlich ein Problem für ihn, dann Wirtschaftskompetenz zu signalisieren, wenn von oben herab, also von Wien herab quasi, eigentlich ganz andere Inhalte vertreten werden, die vielleicht er auch gar nicht teilt, aber er ist halt Teil dieser Partei. Schon versucht ist das Thema erneuerbare Energie. Da sind wir wieder beim Thema Windkraft. Witzig, dass das in Oberösterreich so ein dominantes Thema ist. Aber die Barbara hat schon gesagt, vielleicht aufgrund der Themenarmut, die sonst ein bisschen herrscht im Land, was das Land selber entscheiden kann. Er setzt sehr viel auf das Thema erneuerbare Energie, Ausbau erneuerbarer Energie, war ja auch Berater vom Herrn Doskozil im Burgenland, hat da gute Konzepte. Die Frage ist, ob das reicht als Zusatzthema, um die SPÖ dem Wähler schmackhaft zu machen. die Grünen ja natürlich ähnliche Themen besetzen und möglicherweise auch viel glaubwürdiger oder wahrscheinlich sogar glaubwürdiger als die SPÖ. Bei den Grünen bin ich sowieso der Meinung, sie machen das eigentlich gar nicht unschick, die haben sich mehrere Themen gesucht, wo sie immer wieder ein bisschen nachstirlen und das in der Öffentlichkeit auch gut verkaufen, sei das Windkraft, sei das das Thema in Ohlsdorf, sei das das Thema in Triforé, wie es jetzt im Bezirk Kirchdorf war. Die wissen, wie sie ihre Basis bespielen und wie sie auch auf der medialen Klaviatur spielen. Also das ist, da würde ich sogar sagen, wenn es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt zwischen ÖVP und FPÖ, würde ich gar nicht ausschließen, dass es möglicherweise, wenn die Grünen noch ein bisschen zulegen, auch ein Rennen um Platz drei geben könnte. Wenn man an den Unbehagen glaubt, dann heißt der nächste Landeshauptmann in Oberösterreich Manfred Heimbuchner. Jetzt will ich gar nicht über mein persönliches Unbehagen sprechen, sondern eher die Aufmerksamkeit auch darauf lenken, dass Oberösterreich in den jährlichen Rechtsextremismusberichten immer an oberster Stelle aufscheint. Wir haben hier in Oberösterreich ein Rechts-Extremismus-Problem. Wie geht denn das für Sie zusammen, wenn dann tatsächlich die FPÖ, deren Nähe ja zu rechtsextremen Organisationen, den Identitären und sonstigen unbestritten ist, dann tatsächlich gerade in diesem Bundesland auch den Landeshauptmann stellt. Identitäre ist das wie ein richtiges Stichwort. Die FPÖ hat sich ja vor nicht allzu langer Zeit eigentlich selbst verordnet, dass eine Mitgliedschaft bei den Identitären und bei der FPÖ quasi nicht möglich ist. Das war noch unter Strache. Mittlerweile wird gepostet Remigration und das ist der Schlüsselbegriff der Identitärenbewegung. Also da hat sich die FPÖ mittlerweile, positioniert sie sich auch völlig klar. Also es gibt keinen Zweifel und es ist kein Geheimnis, was die Ziele und der Fokus der FPÖ sind. Ein Kollege hat es angesprochen, das Regierungsprogramm, auch da hat man ziemlich deutlich gemacht bei den Regierungsverhandlungen, wohin die Reise geht. Die Frage ist natürlich dann immer, was setzt man dann tatsächlich um und welche Gestaltungsmacht hat man in einem Bundesland? Steiermark ist das beste Beispiel. Auch dort bricht da jetzt nicht gerade der Rechtsstaat zusammen und wir müssen, die Olle Steirer müssen in Panik flüchten. Also man muss da schon auch ein gewisser Pragmatismus haben. Es ist letztlich dann eine Regierungspartei, die immer noch von den Kontrollmechanismen, die der Staat hat, auch kontrolliert wird, so wie alle anderen Parteien es jetzt werden. auch kontrolliert wird, so wie alle anderen Parteien es jetzt werden. Aber natürlich, die FPÖ steht, wofür sie steht und positioniert sich da auch klar. Die Frage ist natürlich, warum verfängt es so sehr? Ist es das, was wir wirklich wollen? Ist Oberösterreich so konservativ, so rechts? Das ist die Frage, die dahinter steht für mich ein bisschen. Und weniger, müssen wir uns von Herrn Heimbuch noch fürchten? Also nein, müssen wir nicht. So viel Vertrauen habe ich in unsere Demokratie schon immer noch. Und auch die FPÖ, glaube ich, weiß sehr gut, was sie an der Demokratie hat. Denn ohne Demokratie wäre auch die FPÖ relativ klein beisammen, sage ich jetzt einmal. Aber die Frage ist natürlich, warum verfangen diese Themen, warum ist immer noch dieses Asyldema ein so bewegendes und so starkes, wenn die Statistiken erzählen, das ist kein Thema mehr. Natürlich, das Stadtbild, gefährliche Aussage, hat sich geendet. Aber warum ist es deswegen grundsätzlich schlecht? Was macht uns da Angst? Ich glaube, da wird völlig übersehen, worum es eigentlich geht. Nämlich diese Grundangst, die Welt ist eine andere, ich verstehe sie nicht mehr. Sie ist nicht mehr die Welt, die ich kenne. Sie ist auch nicht mehr die Welt, wo ich vielleicht glaube, dass meine Kinder die gleichen Aufstiegschancen haben, die ich gehabt habe. Und auf diese Ängste haben alle anderen Parteien keine Antwort. Darf ich nur einhacken zur Ausgangsthese, nämlich Heimbuchner wird möglicherweise Landeshauptmann. Ich möchte das stark bezweifeln, nämlich es müsste die ÖVP den Herrn Heimbuchner zum Landeshauptmann wählen, weil es werden die Grünen nicht machen, es werden die Neos nicht machen und es wird, gehe ich mal stark davon aus, auch die SPÖ nicht machen und dann bleibt nur mehr die ÖVP. Und wenn es jetzt in die Steiermark blickt, die ÖVP, dann hat die das nicht unbedingt gut bekommen, einen FPÖ-Landeshauptmann zu unterstützen. Und ich glaube kaum, dass die ÖVP, wenn das Rennen jetzt ganz knapp für die FPÖ ausgehen würde, weil alles andere wäre für mich doch eine große Überraschung, sagen wir es einmal so. Aber gesetzt dem Fall, die FPÖ ist Erster, fehlt mir etwas die Fantasie, dass sie sich anschauen, wie es in der Steinmark gelaufen ist und sagt, das machen wir auch, weil das hat so viel gebracht. Also ich glaube, dass dann eher ÖVP, SPÖ, wie auch immer geartete Koalition, Arbeitsübereinkommen zustande kommen wird, weil man darf auch nicht vergessen, den Landeshauptmann zu verlieren, das heißt die oberste Gestaltungsmöglichkeit in diesem Land zu verlieren und auch quasi nicht mehr Herr darüber zu sein, wie die Ressorts verteilt werden. Und da hängt ja ganz viel dran. Da hängen die ganzen Spitäler, also OEG hängt dran, Energie AG hängt dran und so weiter. Das darf man ja alles nicht vergessen, wo jetzt überall die ÖVP die dominierende Kraft ist. Und ich glaube nicht nochmal, dass die ÖVP sollte sie, und das ist ein großer Konjunktiv, knapp zweiter werden, den steirischen Weg einschlagen wird. Ja, wenn wir schauen, also müsste die ÖVP von den liebgewonnenen Usancen einen großen Abstrich machen. Aber das ist natürlich eine durchaus berechtigte Überlegung. Was uns als DorfTV, wir sind ja auch ein nicht kommerzielles Medienunternehmen, natürlich auch interessiert, ist auch der Umgang der FPÖ mit den Medien. Sie haben es ja schon angesprochen, in wenigen Tagen soll es ja dann soweit sein, da wird ja dann auch ein eigener Radiosender vorgestellt. Die FPÖ hat in den letzten zehn Jahren ihre Macht auch deshalb ausbauen können, weil sie tatsächlich eine kleine alternative rechte Medienwelt geschaffen hat. Was jetzt auch immer größer und breiter diskutiert wird, ist ja, dass die FPÖ sich auch in ihren Kontakt und in der Kommunikation zu den traditionellen Medien immer weiter zurückzieht. Wie geht es Ihnen denn da im Alltag, im medialen Alltag mit der FPÖ? Reden die noch mit Ihnen? Oder sagen die, wir haben eh Telegram und unsere rechtsextremen Fernsehkanäle. Ich brauche die oberste Schnarchen oder Mainbezirk Oberösterreich gar nicht mehr. Ich glaube, da muss man sehr differenzieren, von welcher Ebene man spricht. Sehr bewusst, glaube ich, ist der Herr Kickl jedes Mal, wenn ein ORF oder ähnliches auftritt, nur auf Krawall gebürstet. Und überhaupt findet man wenig FPÖ-Politiker im ORF. Das hat natürlich mit der Grundthese dort zu tun, dass die nicht unbedingt das Öffentlich-Rechtliche selber besonders schätzen. Im regionalen Kontext ist das schon etwas anders. Wobei natürlich die FPÖ brauchen tut sie niemanden. Sie kann sich aber auch diesem öffentlichen Diskurs und diese öffentliche Bühne und die haben Medien trotz allem immer noch nicht komplett entziehen und das tut sie auch nicht. Also da gibt es jetzt nicht einen unprofessionellen Zugang oder sonst irgendwas. Wie geht es Ihnen damit? Das teile ich absolut und kann es auch an einem konkreten Beispiel festmachen. Ich mache seit, muss ich nachdenken, sicher schon seit zehn Jahren Interviews mit Herrn Heimbuchner. Jedes Jahr. Und es geht bei diesen Interviews auch manchmal etwas deutlicher zur Sache. Und es ist jedes Mal auf Augenhöhe. Und ich habe Respekt vor ihm, er hat Respekt vor mir. Und ich habe noch keine schlechte Erfahrung mit ihm gemacht und auch mit sonst keinem, den ich von der FPÖ, ich habe schon mit Herrn Kickl zu tun gehabt und Interviews geführt und ich muss sagen, bis jetzt war das, wenn man auf Augenhöhe miteinander kommuniziert, total okay. Also ich teile das, was die Kollegin gesagt hat, dass der Herr Kickl natürlich Probleme im ORF hat und dass natürlich da die Märchenerzählung da ist. Das ist quasi die Lügenpresse und alles gleichgeschalten und der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Und die sind nur darauf aus, und der Herr Wolf ist nur darauf aus, quasi die FPÖ fertig zu machen. Ja, es ist halt viel Blödsinn und Propaganda. Also ja, es ist halt viel Blödsinn und Propaganda. Absolut nur so vor Ort sehe ich da überhaupt kein Thema, ehrlicherweise. Politisch, eins möchte ich schon ergänzen, wenn wir jetzt da über Medienförderung oder Ähnliches sprechen, dass da die FPÖ einen anderen Zugang hat als andere Parteien, ist auch klar. Wurde uns ja vergangenen Jahr sehr deutlich. Ja, also da darf man sich auch keine Illusion hingeben. Aber eben, also so im normalen Umgang gibt es da keine Themen. Und eine Ergänzung noch, dass Politiker manchmal, wie soll man sagen, dass da manchmal ruppig ist, auch manchmal, wenn Umfragen veröffentlicht werden, das kommt in anderen Parteien auch. Das wollte ich gerade sagen. Es gibt einen englischen Spruch, if you can't take the heat, get out of the kitchen. Und das gilt für Journalisten und gilt für Politiker auch. Man muss kein Schneeflöckchen sein als Politiker, wenn man irgendwann einmal vielleicht nicht so unterkommt. Und als Journalist muss man sich halt auch von einem Leser manchmal schimpfen lassen und auch von einem Politiker vielleicht einmal nicht so feine Worte sagen und dann ist es halt wieder gut. Aber das muss man aushalten, wenn man in der Branche ist. Wir haben jetzt nur noch ganz wenige Minuten auf unserer Uhr. Ich muss allmählich sozusagen mit Ihnen den Zieleinlauf vornehmen, aber ein ganz wichtiges Thema möchte ich noch ansprechen, das Thema Klimaschutz. möchte ich noch ansprechen, das Thema Klimaschutz. Wir wissen seit kurzem, dass das vergangene Jahr 2025 das drittwärmste in der Geschichte, der Gesamtgeschichte der Messung der Erdtemperaturen. Und gleichzeitig stellen wir fest, dass Klimathemen immer mehr in Bedeutungslosigkeit geraten sind, obwohl die Probleme sehr, sehr bekannt sind. Kurze Frage, ich bitte da auch um knappe Antwortungen. Sehen Sie Chancen für eine Renaissance des Klimathemas im Jahr 2026 oder wird sich das so weiter fortsetzen, dass diese ganz existenziellen Fragen von Teuerung, Arbeitsplätze und so weiter das Klimathema weiter in den Hintergrund drängen? Ja, ich glaube schon, dass das weiter in den Hintergrund gedrängt ist, wobei es nicht mehr ganz wegzubringen ist. Es ist mittlerweile in vielen Bereichen ist Klimaschutz schon ein Grundstandard. Ich denke jetzt Einwegpfand, E-Autos. Das ist eine Entwicklung, die hat sich nicht nur aus Klimaschutzgründen so entwickelt. Die ist ja nicht mehr aufzuhalten. Genauso das Thema erneuerbare Energien, Ausbau von Photovoltaik, auch im privaten Bereich. Das ist da das Thema. Es wird lautloser. Es wird lautloser. Es wird lautloser. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn es weniger alarmistisch wird, weil ich sage ganz ehrlich, wir leben jetzt in einer Phase, wo das Wetter zu einem ideologischen Kampfplatz wird. Wenn Sie sagen, es tritt wärmste, ja, dann kann ich Ihnen sagen, wenn wir rausgehen, werden es zehn Leute sagen, der sagt, ganz normal ist der nicht. Es schauen sie raus. Deswegen, also da ist so viel Emotion in diesem wirklich banalen Thema mittlerweile. Der Unterschied Wetter, Klima, ja, könnte man jetzt lang diskutieren, verstehen leider viele nicht. Also vielleicht ist es ganz gut, wenn es ein bisschen lautloser wird und ein bisschen, aber ich glaube, in einer gewissen Selbstverständlichkeit ist es da. Ich glaube, es ist massiv da, das Klimathema, nämlich insofern, dass es Klimaschutz und der Ausbau der erneuerbaren Energien, was man ja gemeinhin unter Klimaschutz versteht, ist ein massives Thema, was die Wirtschaft betrifft. Weil, haben wir gerade gesehen, was war nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine. Wir sind da gestanden und haben nicht gewusst, ob wir das Gas herkriegen. Wir sind erpressbar von Staaten, die Öl fördern, von Staaten, die Gas fördern. Natürlich ist da schlauer Bau, PV und Wind in Europa aus. Und es ist für mich auch ein sicherheitspolitisches Thema, weil wenn ich als Staat erpressbar bin über meine Energieversorgung, dann liefere ich mich aus an das Gutdünken von irgendwelchen Diktaturen in der Welt. Und das ist, braucht man gar nicht beim Thema E-Auto sein, die Kiste ist abgefahren, die Zukunft des Autos ist das E-Auto und das wird uns gewaltig viel Energie sparen. Wir müssen sie halt erzeugen. Aber, wie die Kollegin schon gesagt hat, es ist vielleicht ganz gut, dass es nicht immer so mit einem erhobenen Zeigefinger daherkommt, sondern über einen anderen Weg, nämlich den, dass die Leute erkennen, dass das gescheit ist, wenn man das macht. Und nicht, weil sie es tun müssen, sondern selber erkennen, wenn ich eine PV-Anlage am Tag habe, ist es gescheit, weil ich mir einfach einen Strom spare und selber produziere. Ich nehme jetzt erstmal das Schlusswort, sage vielen herzlichen Dank, immer wie immer zu kurz. Das politische Jahr 2026 ist allerdings noch lange. Ich denke, wir sind sehr gespannt, was da jetzt alles noch auf uns zukommt, wie stürmisch dieses Jahr tatsächlich wird, wie ja vielfach auch nachzulesen ist. Ja, vielen Dank, Thomas Kramersberger, Barbara Eidenberger. Wir machen ja alle Jahre immer zu Beginn Jänner diesen politischen Ausblick heute in dieser Zusammensetzung. Vielen Dank. Ja, großes Dankeschön natürlich wie immer an die Zuseherinnen und Zuseher, die wieder mit Interesse dabei waren. Ich kann sagen, dass die nächste Sendung im Rahmen der Politikreihe der Stachel im Fleisch bereits programmiert ist, nämlich genau heute in einer Woche am Mittwoch, 21. Jänner, wieder um 17.30 Uhr aus diesem Studio. Da setze ich den Schwerpunkt auf die Protestbewegung im Iran. Es wird eine iranische Dissidentin bei mir zu Gast sein, sowie ein ehemaliger Mitarbeiter der Vereinten Nationen, der vielfach auch Menschenrechtsuntersuchungen vorgenommen hat. Er war auch im Iran. Seien Sie dann wieder dabei kommenden Mittwoch, 21. Jänner um 17.30 Uhr. Ansonsten möchte ich wie immer heute schließen mit dem Ersuchen. Bleiben Sie dem Sende Ihres Vertrauens, nämlich DorfTV, auch weiterhin gewogen. In diesem Sinne noch einen schönen, kalten Abend und auf Wiedersehen.