Warum zeigen wir Erwin Wurm? Einfach deswegen, weil er einer der bedeutendsten Künstler der Welt ist, aus Österreich ist und perfekt zu unseren Standorten in Bad Ischl, in Gmunden und auch in Linz passt. Und so haben wir begonnen, mit ihm einmal die Ausstellung in Partition zu konzipieren. Also es sind drei Orte quasi. Das sind die Stallungen unten, da ist die Schule ausgestellt. Und dann gibt es den Park, da stehen viele Skulpturen herum. Und dann hier das Marmorschlüssel. Ich bin jetzt kein Kulinariker, also mich nervt eigentlich gutes Essen. Essen, wo das Thema des Essens in den Mittelpunkt meiner Welt gerückt ist. Ich bin ein Augenmensch, ich habe andere Prämissen. Und insofern ist es auch Teil meiner Untersuchungen, was den Begriff des Skulpturalen betrifft. Und da Essen auch Zunahme heißt, also Volumensabnahme, ist es für mich ein wichtiges Thema. der Volumensabnahme ist es für mich ein wichtiges Thema. Bad Ischl hat einen kleinen Nachteil, weil wir in Bad Ischl im Marmorschlössel aufgrund der klimatischen Bedingungen und auch des Lichts keine Fotografien zeigen können. Daher haben wir uns überlegt, wir haben ja ein perfektes Museum dafür. Und dann haben wir ihm den Vorschlag gemacht, seine Fotografie im FCE zu zeigen. Das Francisco Carolinum in Linz ist ein Museum für Fotografie und Medienkunst. Also hier in Linz sieht man Arbeiten aus der Phase, wo ich mit Fotografie gearbeitet habe. Die behandle ich ja auch wie Skulpturen. Meine Idee war ja, zu hinterfragen, was ist das Skulptur, was kann das sein? Ich bin draufgekommen, also alles, nicht nur dreidimensionale Plastiken, sondern auch Objekte außerhalb der künstlerischen Welt, auch Personen, auch Objekte der Alltagswelt können skulpturellen Charakter haben und kann man in den Begriff der Skulptur hineinholen. Und ich habe da viele Untersuchungen und Versuche gemacht, von Zwei- zu Dreidimensionalität, Hülle, Haut, Mantel und so weiter und so weiter. Und das sind sozusagen die Arbeiten, wo ich begonnen habe, mich damit zu beschäftigen, mit dem Begriff des Skulpturalen. Das sind viele Experimente, manche sind geglückt, manche nicht und das sieht man alles her. Erwin Wurm hat einmal 2016 und auch schon etwas früher, also immer wieder, hat er sich mit Ton auseinandergesetzt und hat ihm auch eine Reihe von Keramiken gemacht. Und da haben wir uns gedacht, wir fragen ihn einfach. Also so haben wir den Erwin Wurm noch einmal gefragt, zum dritten Mal. Und da haben wir gesagt, kannst du dir vorstellen, dass wir eine Ausstellung machen in Gmunden und dieses Mal mit Keramik. Da hat er gesagt, ja, wir können das natürlich sofort machen, aber ich habe halt keine Keramik. Dann war es tatsächlich so, dass er dann wenige Wochen später hierher gekommen ist, hat das gesehen und hat gesagt, das ist unglaublich hier, was hier passiert, da wird noch so viel mit Hand geformt und Hand gemalt, die Leute kennen sich perfekt aus mit den Glasuren. Und dann hat er gesagt, wir machen das. den Glasuren und dann hat er gesagt, wir machen das. Ja und vor wenigen Tagen haben wir die Öfen geöffnet und das hat sich dann also uns offenbart, also alles was hier zu sehen ist. Und es war nicht sicher, ob der Erwin Wurm das so akzeptieren wird, weil wenn ein Künstler kommt und sein Werk, also seinen großen Fertigungsprozess eigentlich hinter sich gelassen hat, dass er damit auch einverstanden ist. Und so war es schön, also für uns zu erleben, dass er reingekommenigungsprozess hinter sich gelassen hat, dass er damit auch einverstanden ist. Und so war es schön für uns zu erleben, dass er reingekommen ist und er hat das gesehen und er war begeistert von jeder einzelnen Figur. Er hat die Unterschiede von der glänzenden Oberfläche, so wie hier, dann diese Fehler drinnen, die sich da zufällig ergeben, diese Punkte und die Schliehen und all das, oder die matten Klausuren bei einigen anderen. Teilweise schaut noch der nackte Ton heraus, der gebrannte, und dann legt sich diese Schicht drüber. Ja, es ist sehr sinnlich. Das ist jetzt ein neuer Party of Works, der entstanden ist und der auch für ihn, für sein künstlerisches Schaffen, aus meiner Sicht wirklich extrem wichtig ist, weil es veranschaulicht, wie flexibel und auch wie variabel Erwin Wurm mit unterschiedlichen Werkstoffen umgehen kann, aber sich eigentlich nie dabei wiederholt, sondern wirklich etwas vollkommen Neues schafft. Und diese Ausstellung aus Ihren Wunden ist der beste Beleg dafür.