Hi, ich bin Ian und hier seid ihr bei einer meiner Straßenfragen gelandet. Was ist eure Meinung? Heute sind wir auf der Tour des Todes. Also unsere erste Frage ist, was halten Sie von dem Gedanken, dass Sie einmal sterben werden? Gut, es ist ein schweres Thema und in der Regel verdrängt man dieses Thema ein bisschen im Leben. Naja, es ist ein schwieriges Thema, aber es wird dann jeden treffen. Es ist etwas, was leider, obwohl es sehr widersprüchlich klingt, zum Leben dazu gehört und man sich leider jeder mal damit auseinandersetzen muss. Ja, ich denke ähnlich. Also es gehört zum Leben dazu. Gerade waren wir in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, deswegen ist das sehr, sehr überraschend, dass du jetzt hier diese Frage stellst. Also ich denke vor allem auch an Erlösung für viele Menschen. Das sind schwierige Antworten und gute Antworten zugleich. Je älter ich werde, desto öfter denke ich daran, dass es auch mal zu Ende geht. Und ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, was ich denn tun kann, wenn ich einmal nicht mehr da bin. Da habe ich gesagt, ich fürchte mich nicht vor dem Tod, ich fürchte mich vor dem Sterben. Ja, meine Gedanken sind ähnlich. Also eher das Leid, das man vielleicht vorher hat und nicht so sehr den Tod alleine. das man vielleicht vorher hat und nicht so sehr den Tod alleine? Ja, es gehört zum Leben dazu. Also es ist bei jedem so irgendwas. Es hat alles irgendwann einmal ein Ende und das ist beim Leben genauso. Und ja, man muss halt die Zeit nutzen, die man davor hat. Ja, es ist schwierig, genau zu erklären. Man denkt schon ab und zu darüber nach, ja, was ist denn vielleicht nach dem Tod einmal? Oder wann steht, wie gibt es den Zeitpunkt, wo das alles schon vorbestimmt ist. Und ja, ich denke natürlich, durch das, dass ich im Krankenhaus arbeite, bin ich auch viel mit dem Thema Tod konfrontiert und versuche da irgendwie, ja, mich zu kurz recht damit abzufinden, ja, wie es halt ist. Aber so grundsätzlich denke ich eigentlich nicht in diesem Alltag drüber nach. Waren Sie jetzt zu weit reingehintert oder nicht? Ja, ich glaube, viele denken drüber nach und es ist so 50 50, weil ein paar denken wirklich gar nicht drüber nach. Ja, und sonst? Unsere zweite Frage ist auch, wie Sie schon gesagt haben, was denken Sie passiert nach dem Tod? Ehrlich gesagt, ich weiß es glaube nicht. Da bin ich jetzt leicht überfragt. Das ist eine sehr, sehr gute Frage und ich bin mir da nicht ganz so sicher. Also ich kann mir kaum vorstellen, dass es dann vorbei ist. Sowas wie an Reinkarnation, ich würde nicht sagen, dass ich davon überzeugt bin, aber für mich wäre das doch schon irgendwie ein schönes Konzept. Wenn man in diesem Leben Gutes tut, vielleicht hat man dann bessere Anfangsmöglichkeiten, bessere Startmöglichkeiten im Leben darauf. Also ich glaube, dass es mit dem Tod ganz endgültig vorbei ist. Ist vielleicht ein bisschen klingt traurig, aber du hast ja vorher schon das Wort Erlösung angesprochen und ich glaube, dass das vielleicht auch sehr sinngebend sein kann, dass man nur ein Leben hat. Ja, ich stelle mir vor, dass ich dann alle meine Wünsche erfüllt bekomme. Das ist ein sehr schöner Gedanke. Und was ist mit Ihnen? Ich habe keine Ahnung, ob es etwas gibt oder nicht. Es wird irgendwas geben, aber ich weiß es nicht. Ich habe jetzt keine große Vorstellung. Für mich ist es einfach Ausdauer. Für mich ist es einfach aus. Für mich ist die Zeit vor dem Tod das Relevante. Nach dem Tod habe ich mich noch nicht wirklich damit beschäftigt. Für mich ist es einfach aus. Ich habe jetzt nicht direkt einen Glauben, in dem ich mich richtig fest bin. Ich glaube aber schon, dass irgendwas danach passiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendwann nichts mehr ist. Aber durch das, dass trotzdem das Hirn auch tot ist. Ich glaube nicht, dass ich als irgendwas anderes wiedergeboren werde. Aber ich glaube vielleicht, dass ich... Viele Leute sagen immer, es gibt Geister und so. Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist, aber wir wandern eher noch in die Richtung, dass da vielleicht irgendwas ist in der Materie oder so, dass man da noch weiterlebt. Ich denke mir, die Liebe Gottes ist wahrscheinlich ganz, ganz anders, wie wir uns vorstellen können und wahrscheinlich viel, viel größer, als wir es erahnen. Und darauf hoffe ich, dass wir einfach als Wesen weiterleben. Doch ich kann mir vorstellen, dass es auch so was gibt. Ja das wäre schön, leider haben wir ja leider keinen Beweis dafür. Es wäre schön und es ist schön, aber man kann darüber nicht viel sagen. Ja und unsere letzte Frage, was würden Sie Kindern raten für den Tod und generell das Leben? Das ist eine sehr schwierige Frage, die kurz zu beantworten. Ich glaube, Kinder werden mit dem Tod konfrontiert in Form von den Großeltern oder sonst irgendwas. Und ich finde, dass es da wichtig ist, die Kinder da zu begleiten und nicht mit der Trauer allein zu lassen. Geht mir ähnlich, geht mir ähnlich. Wobei ich noch hinzufügen würde, gerade ihr jungen Menschen, ihr solltet euer Leben leben, möglichst glücklich sein und euch, so gut es geht, nicht um das Thema drum herum schleichen, das würde ich nicht sagen, aber vielleicht auf die anderen Dinge des Lebens fokussieren. Und je älter man wird, desto omnipräsenter wird dann eben leider das Thema. Und wie du schon sagtest, ja, elterliche Unterstützung, wenn es denn jetzt bei den Großeltern so ist beispielsweise, ist auf jeden Fall angebracht. Also für das Leben würde ich den Jugendlichen einmal Nummer eins raten, die sollen das Leben genießen, solange es geht und wie es geht, dann Gesundheitsvorsorge bzw. Bildung, Bildung, Bildung. Ja, vielleicht gut auf sich zu schauen, was so die eigenen Interessen sind. Idealerweise das irgendwie verbinden, vielleicht mit dem beruflichen Leben dann. Und wenn es sich mit dem Beruf nicht ausgeht, auf jeden Fall in der Freizeit auch darauf schauen, dass man das, was man gerne macht, auch unterbringt. Das Leben immer so bewusst leben und immer freundlich und nett zu sein, versuchen zu sein. Ich habe gerade am Sonntag mit einem Pfarrer gesprochen und der Pfarrbrief, der lautete einfach die Botschaft Liebe zeigen. Das ist etwas, was übrig bleibt und man kann gar nicht früh genug anfangen, denn das, was man hergibt, kriegt man auch wieder zurück. Ja, bei mir ist es so ähnlich. Also ich wünsche mir auch, dass die Jugendlichen sich gut informieren, objektiv Informationen einholen und so gut es möglich etwas für sich zu tun, aber auch für die anderen. Fürs Leben würde ich ihnen auf jeden Fall weitergeben, dass sie das Leben so gut wie möglich genießen sollen, dass sie nicht so viel während der Sorgen nachdenken sollen, dass sie einfach jeden Tag mit einem Lachen aufstehen sollen, ihren Sachen durchziehen sollen und Spaß einfach am Leben haben sollen. Und über den Tod würde ich ihnen einfach raten, dass sie nicht zu viel darüber nachdenken sollen, weil das kommt irgendwann automatisch. Spätestens wenn man mal alt wird, bleibt es sowieso nicht aus, dass man mal darüber nachdenken sollen, weil das kommt irgendwann automatisch. Spätestens wenn man mal alt wird, bleibt es sowieso nicht aus, dass man mal darüber nachdenkt und bis dahin würde ich einfach versuchen, mein Leben so gut es geht zu genießen. Ja, das ist eine schöne Frage. Danke, dass Sie mitgemacht haben und wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag. Ebenfalls, danke. Sie auch, bitte. Das hat mich gefreut und es freut mich, dass du dich mit solchen Themen beschäftigst. Und alles Gute dir im Leben. Danke. Wollen Sie noch irgendetwas sagen? Ja, ich bin sehr stolz, dass du so engagiert bist und dich da bemühst, so ein Interview zu führen. Danke. Und wollen Sie noch was sagen? Dem schließe ich mich an. Hervorragendes Interview. Sehr gut, danke. Danke.