Hallo, ich bin Diana vom Xilling for Fashion. Hallo, ich bin Iris von Body&Murphy, Secondhand Vintage Launelins. Und wir sind heute hier, damit wir euch etwas über die Fashion Revolution erzählen. Die Fashion Revolution wurde gegründet nach dem Unglück in Rana Plaza, wo die Textilfabrik zusammengebrochen ist und wo ganz viele Frauen gestorben sind. Und seitdem wird weltweit darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, faire Mode zu beziehen bzw. Second Hand. Genau, und seit 2023 gibt es eben Fashion Revolution Austria und ich bin Ambassador für Oberösterreich und Iris ist Supporter. Und wir haben einiges geplant für nächste Woche und sind schon sehr gespannt, was uns DorfTV für Fragen stellt. Geht's los? Ja, geht. Okay, passt. So Bist du bereit? Perfekt. Second Hand. Selbst genäht oder geliehen? Was ist dein liebster Fashion Hack? Also wenn ich jetzt 20 Jahre zurückrechne, haben wir ja ganz viele Kleider getauscht, so in der Clique. Das war irgendwie ganz normal, dass wir uns Sachen ausbaugt haben. Und natürlich jetzt durch mein Business seit zwei Jahren ist Secondhand mein Hack eigentlich. Genau, also gebraucht. Und ob das jetzt vom Flohmarkt ist oder von einem Laden oder von einem karitativen Shop, das ist dann eigentlich egal. Was müsste sich politisch ändern, damit faire Mode zur Norm wird? Ja, da braucht es einmal einige Bestimmungen, dass faire Arbeitsbedingungen zum Beispiel Usus sind und dass einfach auch Kleidung einen gewissen Preis haben muss, weil sonst geht sich das einfach nicht aus, dass man faire Arbeitsbedingungen erhaltet, also dass man faire Löhne zahlt, dass man auch gescheite Materialien verwendet, Naturfasern verwendet, da braucht es einfach ganz strenge Regulierungen. Auch was Giftstoffe, also Farbstoffe meine ich, betrifft, da braucht es auch strenge Regulierungen. Es braucht auch Regulierungen, was mit dem Gewand passiert, das nicht mehr benutzt wird. Das sind die ersten Dinge, die mir dazu einfallen. Ich finde auch, dass fast Fashion nicht so billig ist und nachhaltige Mode leistbar ist. Da geht es auch um Einkommen, da geht es um was kann ich mir leisten, was will ich mir leisten. Da finde ich es ganz wichtig, dass die Politik da hoffentlich bald einschreitet. Unbedingt. Wie erkenne ich als Konsumentin, ob ein Kleidungsstück fair produziert wurde? Da haben wir ja Gott sei Dank in Linz ganz viele tolle Läden. Also informiert euch da online oder es gibt super, wie das Linzlabyrinth oder der Nachhaltigkeitswegweiser. Es gibt Läden und die Inhaberinnen, die schauen einfach drauf, mit welchen Labels sie zusammenarbeiten und da ist einfach garantiert, dass das fair produziert ist. Sehr transparent. Genau und was auch immer schauen könnt, sind natürlich auch Zertifikate und da lege ich als Herzlichst Gott Zertifikate, weil das deckt ganz viel ab. Genau. Inwiefern hängt unser lokales Verhalten mit globalen Themen wie Klimawandel, Armut und Migration zusammen? Meiner Meinung nach ist das alles ganz eng verknüpft miteinander. Ich bin schon der Meinung, dass jedes Handeln von jedem Einzelnen einen Impact hat auf unser ganzes Sein. Natürlich ist die Politik am Zug, aber wir können alle Schritte setzen, damit es uns besser geht in Zukunft. Und dass wir das Klima irgendwie noch hinkriegen, dass das stabil bleibt. Genau. Und das ist ja auch das Thema von der heurigen Fashion Revolution Week, Aim, Think Globally, Act Locally. Weil wir glauben natürlich immer, dadurch, dass global alles gerade so verrückt ist, dass man irgendwie keinen Handlungsspielraum hat. Aber ich glaube, dass jeder von uns durch seine Konsumentscheidungen da seinen Teil dazu beitragen kann. Das ist ganz egal, ob das jetzt Kleidung, Essen, Reisen... Die kleinsten Teile machen halt dann was Großes. Und ich glaube, da sind sie im Kollektiv dann immer am gescheitersten und dann kann man auch was projekten. Wird. Genau. Was war das letzte Kleidungsstück, das du richtig gefeiert hast? Das sind die Hosen. Die Hosen habe ich gefühlt jeden zweiten Tag an, weil ich sie so liebe. Und sie ist Secondhand. Und sie war sehr günstig. Ja? Ja, sie war wirklich günstig. Aber die schaut ja aus, als ob sie noch selber genäht worden ist, oder? Nein, ist sie aber nicht, genau. Aber es war ein super Design. Sollte man sie noch nehmen. So ein Upcycling-Projekt, gell? Genau. Ja. Ja, da haben wir schon wieder Ideen, gell? Genau. Welche Farbe beschreibt deine Stimmung heute am besten? Ich glaube, die Bluse ist Programm. Das Rot passt heute richtig gut. Gute Energie, ich bin gut drauf, das passt. Und passt auch zu dem ganzen Thema, es ist Zeit, dass wir etwas ändern, dass wir in die Gang kommen und dass wir Verantwortung übernehmen. Und da ist halt Roda super, sie kann einfach. Ja, voll. Und dass jede Stimme gehört dazu und wichtig ist. Zeit ist bei mir sogar dazu. Was läuft deiner Meinung nach schief in der globalen Modenindustrie? Wie viel Zeit haben wir? Nein, es ist einfach, also ich finde einfach, es gehört dieser ganze Wahnsinn wie SHEIN oder Timo, diese großen Player, die halt so viel produzieren, tagtäglich. Ich glaube, SHEIN bringt am Tag tausend Kleidungsstücke pro Tag online. Also, das musst du dir mal vorstellen, wie viel das ist. Und ich sage ja nichts, also man kann ja zum H&M gehen, das ist ja kein Thema. Aber es kommt immer darauf an, wie oft geht es zum Haarendem. Ich kann ja auch mal bei Amazon was bestellen, weil ich gerade das Teil nicht bekomme, aber es kommt immer darauf an, wie oft mache ich das? Und kann ich es lokal beziehen? Entschuldige, aber wie lange trage ich das Teil dann? Weil wenn ich so ein Teil dann nicht 10 Jahre trage, bis es dann wirklich nicht mehr geht, dann ist ja eh nichts einzuwenden. Aber es ist halt einfach, finde ich, diese Geschwindigkeit, wie es Kollektionen ausbekommen haben, ist ja auch eine Geschwindigkeit, wie wir oder wie die Gesellschaft gewohnt trägt. Also das ist ja oft einmal und zack weg. Oder gar nicht angehabt und da passt man nicht, zack weg, weil es einfach auch so günstig ist. Und ja, da ist halt einfach auch die Wertschätzung. Die Wertschätzung, genau. Den Teilen gegenüber, wie man da. Ja. Und auch dieses, finde ich, jeden Trend nachzueilen. Also Trends sind so schnelllebig, mit dem Gefühl, sollte man alle drei Monate anders ausschauen. Und das macht halt macht keinen Sinn. Ich würde raten, den eigenen Stil zu finden und dann zu schauen, was stellt man, wie kann ich das beziehen, was brauche ich. Wenn man das einmal gefunden hat, was einem passt, was einem gefällt, dann hat man auch viel weniger Stress im Kleiderschrank. Weil dann kannst du blind eingreifen und das passt eigentlich alles. Und da einfach gehört eigentlich ganz viel gemacht, dass gehört eigentlich meiner Meinung nach alles verboten. Ja und was ich da auch noch anmerken möchte ist einfach auch, dass so viel Plastik auch in der Kleidung ist. Und diese Plastikproblematik ist halt enorm, weil das ist nicht nur, dass das unsere Körper betrifft, weil wir natürlich das alles aufnehmen, aber es geht ja auch in die Umwelt. Also das ist ja, das Plastik ist ja überall. Das Mikroplastik ist in die Meere, das ist auf den Bergen oben und das ist ein massives Problem. Das hängt halt alles zusammen. Ja. Und da leert sich schon der Hut. Wenn dein Kleidungsstil eine Playlist wäre, wie würde sie heißen? Wie würde sie heißen? Boah, ich weiß nicht. Auf jeden Fall wären richtig viel Funk und Disco drinnen. Ein bisschen Hip-Hop. Hm, wie würde ich die denn nennen? Vielleicht einfach so Good Times. Good Times, please. Jana's Good Times, please. Und deine? Murphy's Law natürlich. Okay, okay. Wir sind schon bei der letzten Frage. Bist du bereit? Ja. Wie gelingt es euch, trotz Gegenwind von Fast Fashion und Greenwashing motiviert zu bleiben? Und wie kann man Bürgerinnen für lokale Aktionen motivieren? Also ich glaube, genau deshalb machen wir das auch, weil wir einfach nicht den Mut verlieren und daran glauben, dass da ein Fortschritt sein kann, es kann eine Bewegung stattfinden. Wir sind da, dass wir Bewusstsein schaffen, dass wir mit den Menschen reden, dass wir aufklären, dass wir informieren, dass man in Dialog kommt und ja, das ist eigentlich die größte Motivation. Und dann eben auch daran denken, wie geht es Menschen, die eben am Ende von so einer Produktion von so einem Kleidungsstück sitzen, wie es denen geht, wie geht es der Umwelt dabei. Und ich kann jetzt nur von mir sprechen. Ich mache das jetzt wirklich auch schon zu Hause und wenn ich weiß, ich bin jetzt nur second hand oder fair fashion gekleidet, das ist für mich einfach das beste Gefühl. Same. Ja. Voll. Und wenn wir da jetzt einfach mit unseren Aktionen, die nächste Woche stattfinden, einfach noch mehr Leute erreichen können und da vielleicht eine neue Inspiration geben können. Ich habe mir die Sachen angekaut und gefreut das schon viel. Und wie gesagt, es geht ja auch gar nicht um dieses Verzichten und sich kasteien und ich darf das jetzt nicht. Ich habe mir jetzt auch einen Essex gekauft, weil das einfach der Schurk ist, der mir am besten zu meinem Fuß passt und den habe ich auch online gekauft. Aber das sind dann halt einfach diese Ausurk ist, der mir am besten zu meinem Fuß passt. Und den habe ich auch online gekauft. Aber das sind dann halt einfach diese Ausreißer, die auch okay sind. Und da fühle ich mich dann auch nicht schlecht. Und wenn aber der andere Teil einfach so gut wie möglich konsumiert wird, also der Smear gut geht dabei, dann bin ich am glücklichsten. Ja, und ich denke mir, so muss jeder halt seinen Weg erfinden. Und wenn jeder ein bisschen was tut, ist das mega. Think globally, act locally. Ja, genau. Ab 22. April ist Fashion Revolution Week und wir haben einiges geplant. Und zwar gibt es einen Talk am Donnerstag, am 24. im Hauptplatz 23 mit dem Thema Think Globally, Act Locally. Als Moderatorin haben wir die Nuno Kaller, die ist Expertin auf dem Gebiet und regionale Akteurinnen aus der Nachhaltigkeitsszene. Am Freitag findet dann ein Walk statt, wo wir euch die ganzen Fair Fashion und Second Hand Läden oder einige davon, weil wir haben in Linz Gott sei Dank sehr viel zeigen. Genau, da schlendern wir mit euch durch die Stadt und das wird sicher ganz lustig. Genau und dann gibt es noch unsere Ausstellung. Da haben wir im Kunstschaufenster vom Hauptplatz 23 eine Installation gemacht und da kann man vorbeischauen und da kann man sich auch informieren über die Fashion Revolution Week und das erregt jetzt schon Aufsehen, weil das schaut ziemlich cool aus. Also vorbeigehen! Wir freuen uns auf euch! Thank you.